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Auf den Bekackten ,fällt auch noch das Scheißhaus

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Bereich" wurde erstellt von Delitant, 07.07.2006.

  1. Delitant

    Delitant Gast

    Auf den Bekackten, fällt auch noch das Scheißhaus

    1.Teil

    Die Frau war zweifellos schön, keine Frage, aber ebenso hochhackig wie – näsig, und noch dazu kalt wie ein Fisch, was einen zu der Annahme verleiten konnte, sie würde Schneebälle kacken und ihre Vagina hätte einen maßgeblichen Beitrag zur Erfindung des Eisfaches geleistet. So nannte ich sie Frau Holle, in der Hoffnung sie würde den wirklichen Grund dafür nie in Erfahrung bringen. Selbst nach Monaten verbissenster Suche, war es mir nicht gelungen ihren G-Punkt ausfindig zu machen, aber ich tröstete mich damit, dass wir auch so genügend Reibungsfläche hatten. Eigentlich hasste ich sie ihrer arroganten Fresse wegen, aber kaum dass sie sich bückte, vergaß ich die Welt rings um mich her. Ansonsten hatten wir eigentlich keine nennenswerten Schnittmengen miteinander. Sie war im Verlauf ihrer Entwicklung zweifellos an irgendeinem Märchenbuch kleben geblieben und so betrachtete sie mich denn auch als ihren Frosch, an dem ausgelöst durch ihren Zauber, noch eine gigantische Metamorphose von statten gehen würde. Aber schon nach dem ersten Furz von mir erkannte sie, dass ich mit einem Prinzen nicht das Geringste gemein hatte und sie war drauf und dran die Feuerwehr zu anzurufen. Kurz nachdem sie mich dann darauf dressiert hatte, nicht mehr im Stehen zu pinkeln, kam der Tag an dem sie Gefallen daran fand sich von irgend so einem chauvinistischem Schnösel ins Maul pissen zu lassen und danach saß sie auf einem roten Sessel und ich saß auf einem grünen Stuhl und irgendwie war dann Schluss.
    Ich flehte, flennte und bettelte sie an, beteuerte sogar, dass ich ohne sie nicht Leben (ficken) könne, aber wie immer wusste sie es mal wieder besser.
    Danach stürzte ich in ein alles verzehrendes, inneres Vakuum, fühlte mich abgrundtief einsam, litt wie ein Schwein während der Schächtung und besoff mich jeden Tag auf Teufel komm raus, sodass es selbst dem bald zu viel mit mir wurde. Gottseidank, steht keiner auf liebeskranke Arschlöcher und sogar meine Eltern wussten aus einem gewissen Selbstschutz heraus, dass sie mich in meiner Unerträglichkeit nicht mehr verwalten konnten. Sie zogen dann auch letztlich wohlbedacht die Notbremse und gaben mich und die Verantwortung dafür in der Klapse ab. Ich wollte dort von den Psychoklempnern eigentlich erlernen das Leben von nun an im Masturbat zu fristen und mich weiblichen Reizen gegenüber zu immunisieren, aber die trichterten mir da so ein antidepressivierendes Zeug namens Melleril ein und ich kriegte davon keinen mehr hoch, aber auch keine Luft mehr durch die Nase. So wachte ich ständig Nachts auf, mit einem Maul, so trocken wie die Punzen von Jesus Bräuten, bis mir Hören und Sehen verging und sich nach und nach das Gefühl der Gefühllosigkeit in mir breit machte. Hauptsache breit, dachte ich mir und so präpariert, sediert und geläutert erschien ich nach einer Weile dann wieder auf der Bildfläche, die jetzt jedoch weder Ton noch Farbe kannte. Das eigentliche Desaster stellte sich aber letztlich dadurch ein, dass ich nach all den Monaten des Krankfeierns, irgendwann dann wieder zur Arbeit musste, um mir die dämliche Marmelade aufs Brot zu verdienen. Dieses Unterfangen kollidierte erheblich mit meiner mangelhaften Psychohygiene und außerdem war mein Boss ein verkniffener Normopath und ein kleinmütiger Erbsenzähler. Ein Männecken Wichtig, wie aus dem Bilderbuch, der in Sachen Null-Toleranz unterwegs war. Dem ging nur noch einer flitzen wenn er einem disziplinarische Schwenkeinläufe verpassen konnte. Weil ich mich wegen meiner heftigen Kifferei, verbunden mit exzessivem Saufen dauernd verpennte, hatte ich schlechte Karten bei dem Kerl und der mich ständig auf der Rolle.
    Da der Job bei der Telecom, einigermaßen gut dotiert war, war er für mich auch das Einzige, das mein Wegschliddern in die Asozialität verhinderte. Ich hatte schon eine verdammte verhandlungsschriftliche Abmahnung weg und würde bei der Zweiten endgültig rausfliegen. Also stand ich ganz hübsch unter Stress damit, meinen Job nicht zu verlieren. Dementsprechend war natürlich auch das Betriebsklima. Aber völlig unpassend dazu hatte ich oft dieses Weekendfeeling schon ein paar Tage zu früh und ließ mich auf eine Sorte von nächtlicher Freizeitgestaltung ein, die auf krassem Kriegsfuß zu einem sich anschließenden Arbeitstag stehen musste. Auch an diesem einen unvergessenen Abend Ende März, das Wetter war wieder mal wie geschaffen dafür sich die Pulsadern aufzuschneiden, wollte ich mich der Finsternis meines Gemütes entziehen und den Versuch starten mir eine neue Braut aufzureißen. Also, keine Macht den Drögen. Was lag also näher ,als dazu die Montags-Disco in "Siggis Kalei "aufzusuchen.

    Fortsetzung folgt....
     
  2. antonio_swiss

    antonio_swiss Junior Member

    Registriert seit:
    15.12.2005
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    Hammerharte Geschichte! Ich weiss wie Du Dich gefühlt hast. Gut geschrieben. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.


    Meine Ex hatte auch mal versucht, mich zum Sitzpinkler umzuprogrammieren. Habe dann aus Protest in die Geranien gepisst. Seit demher hatte sie mich nie mehr zum Sitzpinkler überreden wollen... :mrgreen:
     
  3. Hanky

    Hanky Senior Member

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    Delitant, :super: noch einer aus der garde, nur die harten komm in garten, ging mir aehnlich, nur die klapse hab ich mir erspart und den alk, dafuer umsomehr flowerpower.

    Hanky :box:
     
  4. Delitant

    Delitant Gast

    @Antonio

    Milchtüten und angebrochene Trink-Yogurtflaschen im Kühlschrank der Angebeten ,kompensieren auch so manches.Man muss nur gut zielen können und darf sich nicht erwischen lassen. :lol:

    hier
    2 .Teil der Fortsetzung

    Der Laden war zwar ziemlich abgekackt, aber seit zwei Generationen Sammelbecken für Leute mit braunen Streifen in der Unterhose, sowie auf der Seele. Zumeist der Typus ewiger, zieselbärtiger Späthippie mit Bundeswehr-Parka am Leib und dem passenden Pelzbesatz dazu auf den Zähnen.
    Das Kalei selbst, präsentierte sich als eine Mischung aus billigem Moschus und ranzigem Achselschweiß, Dopeschwade, schlampigen Selbstgedrehten und ebensolchen Weibern, imperativem Bierdurst, schmieriger Theke, fettigem Langhaar und speckigen Jeans, die meist so durchgesessen waren, dass die Knie und Arschbacken schon durchschimmerten.. So sorgte es damit für eine Atmosphäre, die wie geschaffen war für durchgefrustete Kifferplattitüde, Worthülse und unartikuliertem Revoluzzertum. Eine gentechnologische Parodie auf unmotivierten Sprachgebrauch und innere Leere ,brachte hier seinen geistigen Auswurf hervor. Den meisten hier fielen die Worte wie Mottenkugeln aus dem Maul. Das Ganze kam dazu in einer Freigeistigkeit rüber, aus der sich jedweder Geist schon vor Öffnung des Mundes zu verflüchtigen wusste. Eine Mixtur aus pseudointellektueller Flitzkacke und wortreicher Sprachlosigkeit. Kurzum, das allgemeine Niveau hing dort so tief, wie die Glocken unseres Pfarrers am St. Nimmerleinstag. „Echt äih, Alter! Verstehse, ich glaub ich krich ne Krise. - Äih- voll Scheiße nämlich! Verstehse Alter, will mich die Tussi vonner Bewährungshilfe echt finster draufbringen,-irgendswie- nur weil mich die EVAG-Fuzzis(öffentliche Verkehrsbetriebe) schonn widder gekrallt haben , -äih, verstehse Alter- habbich echt keinen Bock drauf, mich anmachen zu lassen von der Schnepfe. Geht mir echt auf’e Nüsse – irgendswie-, die bevotzte Kuh, die bevotzte.Echt äih!“ So, oder ähnlich stocherte man sich dort seine verbalen Speisereste aus dem kariösen Zahnbestand.Bodensatzmäßig –irgendswie, dennoch durchaus liebenswert und volles Rohr authentisch. Der liebe Gott hätte für diese Art seiner Kreationen sicherlich den Kleinkunstpreis verdient.
    Aber worauf ich eigentlich hinauswill, da steht plötzlich diese niedliche Maus an der Theke und die hat was, von dem mir die Spucke wegblieb. Mein Adamsapfel tanzte plötzlich auf ´Dancing fool´ von Zappa, meine Augen schossen mir aus dem Kopf, wie Kanonenkugeln und mir erigierten die Glaskörper, wie bei einem Ochsenfrosch ,die Sprechblasen. Meine Fresse, war die hübsch. Ein Gesicht, wie ein angeschmuddeltes Schneeflittchen mit wallendem Rapunzelhaar, ein bisschen dreckige Fingernägelchen zwar, ein paar Hautprobleme vielleicht,(waren das Pickelchen oder Sommersprossen ?) aber verdammt schöne Zähne paarten sich in ihrem Gesicht, mit Stupsnäschen und samtbraunen Kinderaugen, die wie Brunnenschächte auf mich wirkten. Ich muss da einfach hineinfallen, dachte ich. Gleich gehe ich rüber zu ihr und werde sie anbaggern, das ist fürwahr ein echtes Aschenputtelchen. Aber erst noch schnell ein Bier, ein bisschen Mut ansaufen. Das Mädel strahlte etwas aus, als wenn ich die schon aus einem früheren Leben kannte. Süüüß, unglaublich süß. Vielleicht saß die ja nur hier, weil die auf ihren Stecher wartete? Eigentlich schwer vorstellbar, dass die Solo ist, so wie die aussieht. Schon ein bisschen kaputt eigentlich, als wenn die auf Junk war. Aber trotzdem, wirklich ein Fleisch gewordener, feuchter Traum. Die muss ich haben ,um sie kaputt zu machen. Aber nach der Sache mit Frau Holle wäre es hochnotpeinlich, mir jetzt einen Korb einzuhandeln. Das hätte meinem schwerst geschundenen Selbstwert den restlichen Gnadenstoß gegeben. Hat sie nicht gerade zu mir rübergesehen? Ich konnte meinen Blick gar nicht von ihr losreißen, war mir schon richtig unangenehm die Maus wie ein verklemmter, kleiner Wichser anzuhecheln, so gab ich mir Mühe, dass sie mich nicht Glotzen sieht.
    „Ach, Scheiß der Hund drauf, ich geh da jetzt rüber zu ihr und spreche sie an, so süüüß ist die, wirklich supersüß, nur schnell noch ein Bierchen.“ Im Moment gab es ohnehin keinen ernstzunehmenden Konkurrenten hier. Die Kerle hier sahen alle aus, als hätte man über einen Vanillepudding gekotzt, so blutleer, mit ihrer Akne um die Fresse und auf dem fettglänzenden Zinken. Unappetitlich und widerlich, ungepflegte Luftpumpen allesamt, eine Beleidigung selbst für star-behaftetste Netzhäute. Also, was soll’s? Noch genügend Zeit für ein weiteres Bier, nur keine Panik. Lobet den Gott der Gelassenheit, ich musste mir ohnehin noch eine originelle Anlabertaktik ausdenken.
    Nach dem achten oder neunten 0,4 l’rer, hatte ich mir was für sie zurechtgelegt, so wie in etwa: „Hosianna Gevatterin, gebennedeit seiest du unter den Weibern, und gebennedeit sei die Frucht deines Leibes, in Ewigkeit -Samen!“ Damit und mit all den herrlichen Bierchen fand ich mich endlich soweit präpariert, um mir ein Herz zu fassen und ihr somit so schnell, als möglich an den Schritt. Je näher ich auf sie zukam desto zauberhafter erschien sie mir. Ich konnte sie schon fast riechen, da tauchte plötzlich wie aus dem Nichts so ein Schnarchhahn vor ihr auf, so ein richtiger Schleimbeutel. Und die Tussi lächelte doch wahrhaftig diesen unerotischen Gnom an und verschwand im Nu mit diesem Speiseröhrenkarzinom auf der Tanzfläche.
    "Diese billige Votze, die dämliche!". Manchmal möchte man wirklich Teerstuhl kotzen. So eine verfluchte, schrille Schweinescheiße auf Preiselbeersoße. Waren mit Sicherheit doch Pickel und keine Sommersprossen. Außerdem stank die nach Pisse, glaub ich wenigstens im nachhinein. Jedenfalls, aus der Traum, auf dem letzten Meter einfach weggeschnappt von diesem Spitzkopf. Wieder nix zu vögeln, wieder mindestens eine Woche lang den Kasper schruppen, bis nur noch Blut und Knochensplitter auf das verkrustete Bettlaken pläddern. Nein, nicht schon wieder. Ich fühlte mich jetzt schon wie ein Druckbehälter für Sammelejakulat. Heute brauchte ich unbedingt mal wieder weibliches Fleisch.
    Nachdem ich meine Restkohle gecheckt hatte, kam ich mit mir überein, mir im sogenannten Knüppelwalzwerk(Puff) ein paar Leibesübungen zu sponsern ,und mir einen käuflichen Trimmpfad abzustecken. Fünfundfuffzich glatte Schleifen hatte ich ja noch am Mann.


    Fortsetzung folgt...
     
  5. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ delitant

    schreibe ist laessig und gut lesbar....wirft dunkelste erinnerungen auf..."kalei", doch nicht siggi's kalei gegenueber dem alten hauptbad ???
    moenschhhhhhhhhh....dat iss ja zich jaar her 21.gif, Auf den Bekackten ,fällt auch noch das Scheißhaus, 1

    wie lange sind denn deine stunts dort her?

    ciao

    abstinent
     
  6. Delitant

    Delitant Gast

    @Abstinent

    Genau datt Kalei pfomm Siggi meine ich.Sach bloß Du kennz datt auch noch ? :elite:

    Gruß,

    Henk
     
  7. Delitant

    Delitant Gast

    @Abstinent

    Das Ganze hat sich vor etwa 20 Jahren in der Stadt Essen ,wie im Leben meines Looser-Kumpels und Kiffer-Idols Rapunzel abgespielt.
     
  8. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ delitant

    bei mir liegt es laenger zurueck :roll: - hatte dort lokalverbot bekommen :hehe:

    da hatte sich einer der kiffer hingefluechtet, der mein mokick vor dem topsy-turvy (blaumacher- & tagesdisco gegenueber kalei) umgetreten hatte...gab's dann ein angesagtes "gespraech" in der kifferbude 'drauf... :box:
    waren schon coole zeiten damals, deine story frischt die erinnerung auf!

    ciao

    abstinent
     
  9. Delitant

    Delitant Gast

    @Abstinent

    Jetzt und in der Nachbetrachtung erscheint mir diese Szene als ungemein spaßig und sehr lustig ,aber ich habe eine Zeit lang im Aposteljugendhaus auf der Mülheimerstr.in der Heimleitung gearbeitet ,und dort ,angestoßen dadurch ,das die jungen Kurden dort Schore ,von bis dato unbekannter Güte verkloppten ,jede Menge toter Junkies
    auf der Toilette gesichtet und an die Jungs von der Schmiere weitergemeldet.Das war alles ganz schön morbide und konnte einen besonders in den grau in grauen Wintermonaten mit der obligatorischen,depressiven Grundstimmung versorgen ,die den "Melanchoholiker" kennzeichnet.
    Ich selbst ,wußte mich seinerzeit auch manchmal schwer abzuschämen ,weil ich von Wortfindungsstörungen heimgesucht wurde und zu bekifft war ,um mir noch einen :" Guten Abend",an die Nachbarn (wenn man die z.B. im Hausflur traf ),rauszutun und stattdessen ,ein klägliches "Gedabber" hören ließ. :D

    aber weiter im Text ,und zum

    3.Teil


    Das Mädel unter mir hatte offensichtlich den Zenit ihres Lebens schon überschritten, als ich
    noch das kleine Einmal-Eins lernte ,und es schien an dem Praktikum, das ich an ihr absolvierte nicht sonderlich beteiligt. „Kannst du mal von hinten weitermachen“, sagte sie nach einer Weile „ ich will mal eine quarzen?“ Ich muss zugeben, dass ich ganz schön einen im Schuh hatte, sonst hätte mich der Spruch ,und die damit verbundene Maßnahme ,absolut abgeturnt, aber ich wollte es zu Ende bringen ,so wie man als Kind seinen Teller leer ißt , damit man am nächsten Tag wieder schönes Wetter hat. Also schob und schaukelte ich, presste, rammelte und rappelte mir einen ab ,wie ein Akkuschrauber in den letzten Zügen ,jetzt aber dafür mit Ausblick auf ihren leicht flabberigen Arsch, während sie eine Kippe nach der anderen rauchte. Es war wie verhext, es ging mir einfach keiner ab ,und ich musste dazu offensichtlich noch weiterorgeln bis zum jüngsten Tag. Nun ja:"Um den Himmel voller Geigen zu haben, bedarf es schon so manch einer Bläserin!,“ wusste unsere alte Benimmlehrerin schon immer einzuflechten ,und obwohl der Aschenbecher noch gar nicht richtig voll war, brach meine Liebesdienerin plötzlich mittendrin ab und meinte: „Jüngelchen, wenn du jetzt nicht bald mal fertig wirst, musst du aber noch was drauflegen, mir glüht schon ganz fürchterlich die Dose.“ Ich weiß nicht, welcher Teufel mich ritt, oder ritt ich etwa den Teufel , der sich als Hure getarnt hatte ? Keiner nahm mich für voll, aber ich war es wohl.
    Jedenfalls rutschte mir das ultimativ Bescheuertste raus, was in dieser ultimativ bescheuerten Situation ,an Bescheuertheit möglich war. Und so kann ich euch eigentlich gar nicht sagen, wie bescheuert ich gewesen bin ,denn ich sagte zu ihr: „Schon ok, geht klar ,ich hab’ aber nur noch ´en Zehner.“ Und so fing sie sofort an zu kreischen und zu zetern an ,und sie schrie was das Zeug hielt : „Für `nen verstunkenen ,mickrigen Zehner klemm ich dir deine verschrumpelte Glasnudel nicht mal in der Tür ein ,wenn Mutter Theresa von der anderen Seite mit `ner Jesussandale draufrumkloppen will ,du Affenarsch. Scher dich raus hier du Bettnässer, sonst lass ich dir die Fresse polieren, dass sich sämtliche Notarztwagen der Stadt drin spiegeln können und du deine Cheeseburger 'en halbes Jahr nur noch unter Lokalanästhesie aus der Schnabeltasse weglutschen kannst. Fick dich selbst ,du abnormer Depp und mach die Fliege, abber getz mal ganz ,ganz flott.“ Ob solch garstigen Wortes ,war ich natürlich ein wenig verunsichert ,zudem hatte ich noch diverse Schwierigkeiten in meine Unterhose zu kommen, denn ich verhedderte mich darin, weil ich mit einem Bein durch den Hosenstall eingestiegen war. So trat sie mir mit voller Wucht in den Hintern, nur haarscharf an meinen Klöten vorbei und brüllte aufs neue:
    „Bist du einfach nur taub ,oder hast du auch noch Taubenscheiße in den Ohren ,du besoffener Penner ,raus hier happ' ich gesacht ,getz aber mal hastig!“ Ich griff nach meiner Kleidung und entwich auf den Flur, wobei ich die Putzfrau anrempelte, über die und ihren Wassereimer ich bei all der Hektik, die meiner Flucht innewohnte, stolperte. Die gute Frau fing postwendend an ,mit ihrem siffigen Feudel auf mich einzudreschen und es blieb mir nichts anderes übrig ,als mit glühenden Absätzen und wehendem Hoden ,jämmerlich das Weite zu suchen.So rannte ich zu den Parkplätzen , zu meinem treuen ,alten Käfer ,ließ den Motor an und machte mich vom Acker, noch ehe ich die Wagentür richtig zugeknallt hatte.

    Heulend vor lauter Wut und Scham stoppte ich auf einem Seitenstreifen der Steeler Straße ,weil es im Wagen so schweinekalt war ,und ich immer noch splitterfasernackt. Die Heizung war schon seit Monaten im Arsch. Schlotternd vor Kälte und innerem Aufruhr versuchte ich in meine Klamotten zu kommen ,als ich mich plötzlich im Lichtkegel einer Taschenlampe befand.
    Etwas großes Grünes klopfte ans Seitenfenster und wahrhaftig , -"Auf den Bekackten fällt auch noch das Scheißhaus!". „Allgemeine Verkehrskontrolle ,ihre Fahrzeugpapiere und ihren Führerschein bitte ,und steigen sie mal aus. Wir sind ihnen schon von der Stahlstraße aus gefolgt. Ist das hier ihre Unterhose ? Sagen sie mal, haben sie was getrunken, sie haben ja 'ne ganz schöne Fahne ?“ Ob dieser peinlichen Situation versuchte ich meine Scham mit einer gewissen Zickigkeit zu bedecken. „ Nee, Herr Wachtmeister, die Frau von der ich gerade komme, hatte `ne Bierkurspülung im Haar.“ „Bierkurspülung so,so! Aber ich schätze mal, wir haben’s hier mit weit mehr zu tun, als nur einem Haarproblem. Wie ist das mit der Unterbuxe hier, stammt die nun von ihnen oder nicht , junger Mann .Was war eigentlich los da am Puff ,sie hatten es ja ganz schön eilig ?“ „Jetzt fragen sie mir aber knietiefe Löcher in den Bauch ,Herr Wachtmeister. Aber wenn sie’s unbedingt genau wissen wollen ,mein Hausarzt hat mir ein paar Hausbesuche bei einer Krankengymnasiastin für meinen geschwollenen Peniskus verschrieben, und seid dem ich da hingehe ,sind meine Potenzstörungen wie weggeblasen.“ „Ha,ha,hah! Das sind ja höchst erschöpfende Auskünfte, mein Junge. Apropos Blasen, da hätte ich was für sie. Das heißt, vorrausgesetzt sie sind mit einem Alkoholtest einverstanden?“ Was sollte ich auch anderes tun, als mich in Höflichkeiten zu üben, der Bulle war offensichtlich kein Schwachmat, obwohl seinem Kollegen, der fortwährend gibbelte, wie’ne Hauptschultussi, die auf ihren ersten Eisprung wartete, das wissende Grinsen eines Idioten ins Gesicht gestanzt war.( Nannte man das in der Psychologie nicht Prägung?) Nun, wie dem auch sei, ich musste zunächst einmal mit all ihren Vorgaben einverstanden sein, bat aber zwingend darum, mich vorher ankleiden zu dürfen, damit die sich anschließenden Messergebnisse nicht durch meinen Kältetod verfälscht würden. Immerhin stand wohl auch der Ältere von den beiden Kermits anscheinend auf meine Art von Humor, vielleicht lag aber auch insgesamt eine gewisse Situationskomik über der ganzen Szenerie und so prusteten
    beide plötzlich wie wild drauflos, was sie aber keinesfalls davon abhielt mir resolut das Teströhrchen hinzuhalten. Ich versuchte mich in bio-energetischer Atemtechnik und füllte meine ausgepowerten Lungenlappen mehrmals hintereinander mit frischer Nachtluft ,bevor ich ins Horn stieß. Offenbar aber mit sehr mangelhaftem Erfolg, denn das Resultat fiel deutlich zu meinen Ungunsten aus. „Ok, es reicht jetzt, oder wollen sie uns auch noch Hänschen Klein auf dem Ding vorspielen. Eiderdäuschen, was haben wir denn hier, ganze 2,15 Promillchen, da müssen sie ja ihrer Bekannten, samt ihrer kompletten Laufkundschaft die Brust und alles andere mit Franzbranntwein eingerieben haben,oder welche ätherischen Öle kamen da zum Einsatz. Zwischendurch vielleicht noch ein bißchen damit gegurgelt?“
    „Bei Gott, genauso war es. Es tut mir leid Herr Wachtmeister, zwar nicht Franzbranntwein, aber mit der Klosterfrau ihrem Melissengeist. Ich war da vorhin nicht ganz aufrichtig zu ihnen!“ „ Soso, na gut, mein Junge, dann will ich das mal nicht so persönlich nehmen, wenn sie sich jetzt schön kompatibel gestalten und ohne Zicken mit uns aufs Revier kommen. Wir wollen doch mal sehen was sie den Leuten auf ärztliche Verordnung so alles in die Haare schmieren . Hier, sie haben vergessen ihre Unterhose anzuziehen. Erich, frag mal nach, wer heute Nacht bei unserem Komiker hier den Vampir spielen möchte?“

    Fortsetzung folgt....
     
  10. Delitant

    Delitant Gast

    Ich hoffe es macht einigen hier Spaß ,dem Weg eines ewigen Verlierers ein Stück weit zu verfolgen.
    Insofern....



    4.und letzter Teil

    Der Weg von der Hauptwache in Steele ,zu meiner Wohnung in Heisingen war weit und arschkalt. Nach dem Motto: "Der Führer ist ein armes Schwein ,hat er doch keinen Führerschein", hatte man meinen auf der Stelle eingesackt und auch meine Karre an den Haken gelegt. Ungünstigerweise hätte mein restlicher Zaster auf keinen Fall mehr für ein Taxi gereicht ,und nach aller Schmach ,die durch den Verlauf dieser Nacht auf mir lastete ,wollte ich keinesfalls obendrein noch den Zorn eines ,von seiner Arbeitswelt brutalisierten Droschkenkutschers auf mich laden. Also musste ich mir wohl oder übel ein wenig die Beine vertreten.
    Die ganzen 9 Kilometer schnatterte ich vor Kälte und es wollte einfach kein Ende nehmen.Aber irgendwie, ich krabbelte schon auf den Brustwarzen, schaffte ich es bis zu meiner Bude. Völlig hinüber und total durchgefroren drehte ich die Heizkörper auf volle Pulle und fläzte mich, noch in voller Montur auf die Couch. "Gott Verdammich!" Was hatte ich da eigentlich alles in den Taschen? Die waren ja ausgebeult wie die Backen von Dizzy Gillespie (Trompeter ,gilt wegen seiner ungeheueren Wangendehnung ,als Ochsenfrosch der Jazzmusik), als er Satchmo(Luis Amstrong) die Eier ausbließ. "Ach ja. Logo!" Meine Rotzfahne, den spärlichen,restlichen Zaster, die mir noch verbliebenen Ausweißpapiere, meine verknitterten Kippen, einen von Frau Holles Schneebällen (war nur ein zusammengeklumptes Tempotaschentuch) und ach ja, meinen guten, alten Schlüpfer natürlich. Sogar einen gut 3 Gramm schweren Kniesel Schimmelafghanen hatten die mir wieder zurückgegeben, nachdem sie mich gefilzt hatten. Eines musste man den Bullen ja lassen, beklauen taten sie einen in deutschen Landen nicht gerade.Dafür gab es schließlich Anwälte,Apotheker,Zahnärzte,Politiker,Gerichtsvollzieher,Finanzämter, Banken und Immobilienmakler ect.pp. oder dergleichen (im Einzelfall auch ganz konkret),in Hülle und Fülle.
    Ein Blick zur Uhr ließ mich dann erschaudern ,denn ein weiteres Ungemach kündigte sich mir an und mir die Lebensfreude. In eineinhalb Stunden musste ich meinen trost-und freudlosen Dienst in der Vermittlungsstelle antreten. "Scheiße, Scheiße, Scheiße und Eiter !"
    Also war an Schlaf gar nicht mehr zu denken. Wenn ich mich jetzt ablegte, würde ich durchpennen bis in die Nachtschicht rein. Also ging ich rüber ins Bad, weil ich da noch die Reste einer Großpackung Reaktivahn ( eigentlich gehörte das Zeug mit einem W geschrieben) vermutete. Ich wurde nach einigem nervösem Fummeln im Spiegelschrank fündig. "Gottseidank!" Zu meiner weiteren Freude ergab es sich, dass der Inhalt des 80 Liter fassenden Warmwasserspeichers noch für ein erquickendes Wannenbad zu gebrauchen war. Da ich Wannenbädern leidenschaftlich verpflichtet bin, erschien mir das in Anbetracht ,all der Niederlagen und den erlittenen Schrunden dieser Nacht ,als eine unverhoffte Wiedergutmachung. Andersherum riet mir aber eine innere Stimme, mich nicht in zuviel Glückseeligkeit einzubinden, da man, erst einmal damit ausgestattet zu sehr am Leben hängen könnte. Ich war ja schon "der Tor de Monats "und wollte von daher nicht auch noch ,im Zuge von Ämterhäufung ,einen "Stadtmeister im positiven Denken" da hinzufügen. Aber was sollte schon gegen wenig warmen Nass einzuwenden sein. An Blaumachen war auch nicht zu denken, da mich die Personalstelle wegen einer lapidaren Überinanspruchnahme von Einzelfehltagen bereits zur Attestpflicht ab dem 1. Fehltag verdonnert hatte ,und auch mein Hausarzt sich nicht mehr geneigt zeigte, meinen Leistungsverweigerungsattitüden ,Hilfestellung zu leisten. Trotz und wegen der Tatsache, dass ich ihm gegenüber immer mit offenen Karten(Scheißblatt) gespielt hatte, wusste er mich erst jüngst dahingehend zu belehren, dass auch seine Großmut mir gegenüber Grenzen aufzeigte. Also schluckte ich ein paar Pillen und ließ mir das Wasser in die Wanne ,und mich wenig später dazu.

    Prustend und spuckend kam ich zu mir. Ich suchte nach Luft, denn irgendwas hatte ich in der Tröte. Irgendetwas, dass sich beharrlich weigerte sich abhusten zu lassen. Um mich herum war alles eisig, so als wenn Frau Holle wieder neben mir läge. Nein Kacke, so langsam kam ich aus meiner Traumwelt zurück.
    Das Badewasser war’s, dessen Temperatur war mittlerweile auf dem selben Niveau, wie der Durchschnitts-IQ bei einem borbecker Schützen-und Trachtenverein angelangt ,und ich lag, bis zu meinem Hustenanfall, wie eine ausgeblutete Wasserleiche darin. Knapp über mir schaukelte so ein merkwürdiger Faden in meiner Atemluft hin und her, der von der Zimmerdecke bis zu meiner Fressluke runterhing. Sollte ich etwa, - aber nein, das wäre wirklich zu ekelig. "Pfui, Spinne!" Bloß nicht dran denken und schnell raus hier ,aus der eisigen Miege. Ich stürzte ,ohne mich abzutrocknen ,ins Wohnzimmer und ran an die Heizung. „ Brrr!“, war mir kalt. Dazu hatte ich einen Schädel, der das ganze überhitzte Zimmer auszufüllen schien und sich anfühlte, als hätte in der letzten Woche, die gesamte Schmiedezunft darauf einen Trommelkurs absolviert. Mir war kotzelend ."Scheiß Reaktivahn"- ist auch nicht mehr das, was es mal war. Dann sah ich auf die Uhr. Es war 7.22 Uhr und um sieben war Dienstbeginn.
    Es versprach noch ein ereignisreicher Tag zu werden....
     
  11. Wilukan

    Wilukan Gast

    Gute Schreibe,sach mal,haste nen Bruder in Thailand?
    Und fängt der mit R...... an? :mrgreen:
     
  12. Paul

    Paul Gast

    Rawai? :hehe:
     
  13. Delitant

    Delitant Gast

    Auf den Bekackten....

    Brüder im Geiste habe ich ihrer viele ,dabei treten im besonderen ein G"R"uffert oder auch "R"oy und "ein gewisser Kubo hervor,wobei Letzterer sich allerdings mit "K" ,wie "Tomate"schreibt. :lol: Diese 3 lustigen Gesellen ,nebst einem gewissen "Detlef"(gottseidank ,wohlweißlich nicht dem hiesigen), zeichnen sich durch solch liebenswürdige und menschenfreundliche Charaktermerkmale aus ,dass denen selbst der Dhalai Lhama ,nur mit automatischer Handfeuerwaffe und einer Knochensäge begegnen würde. :hehe:

    Gruß,

    Henk
     
  14. Martl77

    Martl77 Ðr.ЪنмşģĕĭŁ

    Registriert seit:
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    Beiträge:
    3.596
    Danke erhalten:
    21
    Beruf:
    S-Touri
    Homepage:
    danke für die kurzweilige geschichte. 8)
     
  15. Paul

    Paul Gast

    Re: Auf den Bekackten....

    Zitat Delitant:

    dass denen selbst der Dhalai Lhama ,nur mit automatischer Handfeuerwaffe und einer Knochensäge begegnen würde. :hehe:

    @Delitant
    Und ich dachte immer der wäre tolerant, gegenüber Chinesen mal abgesehen. So kann man sich täuschen. :roll:
    Ganz schlimm, wie die Menschen sich im Exil verändern. :hehe:
    Gruss Paul
     
  16. Delitant

    Delitant Gast

    @Paul

    Der Dalai Lhama ist halt für den "Frieden" :lol: und sobald der in ein bestimmtes deutschsprachiges Thai-und Sudel-Forum schaut ,wird der
    zur adrinalingesteuerten Bestie,gegen den sich ein kopfstößelnder Zidane,nebst einem Ohrenbeißer Mark "Thaison" ausnimmt ,wie Haferschleim aus der Schnabeltasse oder windelweiches Baby-AA. :hehe:



    Gruß,

    Henk

    P.S:Im Exil hat der lahmende Dalai gelernt ,dass die Chinesen wenigstens keine 'Roy'alistischen Arschkriecher sind.
     
  17. kalli

    kalli V.I.P.

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    56
    Ort:
    bei mir zuhause ...
    :lol:


    klasse ... :hehe:
     
  18. Shovel

    Shovel V.I.P.

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    Beruf:
    ab und zu
    Ort:
    Philippines
    Danke für die nette Geschichte, das ist doch mal genau das richtige für einen Montag Vormittag im Büro :yes:
     
  19. Delitant

    Delitant Gast

    Da freue ich mir wirklich ein Loch in den Arsch( man weiß ja nie für was man das noch brauchen kann?) ,dass ich mit meiner Looser-Geschichte hier einige erreichen konnte ,und deren Zuspruch ernten darf.
    Da hat sich das Überarbeiten der Story ,die ich im letzten Jahr ,für eine alternative,deutsche Litheraturzeitung ,für Minimalhonorar, geschrieben habe echt gelohnt. :D
    Es tut verdammt gut ,hier einigen Gleichgesinnten zu begegnen,die offensichtlich ebenso ,wie ich dem Motto folgen:

    "Keine Macht den Drögen" :yes:

    In diesem Sinne,und der Hoffnung auf weiteren (auch zotigen) Spaß miteinander.

    Gruß,

    Henk

    P.S:Da muss ich gleich mal ein wenig Scleichwerbung für einen alten Kumpel machen.Ich entstamme einer Szene aus Mülheim a.d.Ruhr ,in der auch Helge Schneider ,sowie ein gewisser Juretzka vertreten war (Vorname ist mir im Moment entfallen,da wir alle div.Spitznamen hatten)der mehrere Romane in diesem Stil
    geschrieben hat,die mir ultimativen Spaß beim Lesen bereitet haben.
    Einer davon hieß: Der Willi ist weg
     
  20. Wilukan

    Wilukan Gast

    Einer davon hieß: Der Willi ist weg[/quote]


    Na,dann ma raus mit die Story,datt tut mich echt interessieren... :mrgreen: