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Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

Dieses Thema im Forum "Asienforum allgemein" wurde erstellt von Skywalker, 11.07.2011.

  1. Skywalker

    Skywalker V.I.P.

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    Einst drohte oft der Tod, inzwischen hat die Gonorrhö, auch Tripper genannt, längst ihren Schrecken verloren. Zu verdanken ist das der Entwicklung von Antibiotika, mit denen man die Geschlechtskrankheit, die von Bakterien ausgelöst wird, relativ leicht behandeln kann.

    Eine Meldung aus Schweden lässt nun jedoch Ärzte aufhorchen: Ein internationales Forscherteam hat einen Bakterienstamm entdeckt, der nach eigenen Angaben gegen die bei Gonorrhö eingesetzten Antibiotika resistent ist. Die Details ihrer Ergebnisse wollen die Forscher Magnus Unemo vom schwedischen Referenzlabor für pathogene Neisseria und Makoto Ohnishi vom National Institute of Infectious Diseases in Tokio jetzt auf einer Konferenz vorstellen: Die Tagung der Internationalen Gesellschaft für sexuell übertragbare Krankheiten findet vom 10. bis 13. Juli in Quebec City in Kanada statt.

    Den Wissenschaftlern zufolge könnte dieser Stamm, der die Bezeichnung H041 trägt, eine einst leicht zu behandelnde Krankheit in ein ernstes globales Problem verwandeln. In einer Arbeit, die das Team im Fachmagazin "Antimicrobial Agents and Chemotherapy" veröffentlicht hat, beschreiben die Forscher die bisher unbekannte Variante des Bakteriums Neisseria gonorrhoeae (auch Gonokokken genannt). Durch ihre genetischen Analysen konnten die Forscher jene Genmutationen identifizieren, die das Bakterium resistent gegen Antibiotika machen.

    Bakterien lernen, sich gegen Wirkstoffe zu wehren

    Die Entdeckung sei sowohl "alarmierend", als auch "vorhersagbar", sagt Unemo. "Da Antibiotika seit den vierziger Jahren die Standardbehandlung für Gonorrhö geworden sind, hat das Bakterium eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt, sich gegen sämtliche Wirkstoffe zu wehren, die es kontrollieren sollen."

    Gonorrhö ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten in der Welt. Allein in den USA schätzt das Center for Disease Control and Prevention (CDC) die Zahl der Fälle auf 700.000 pro Jahr. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO infizieren sich weltweit jährlich etwa 60 Millionen Menschen über geschlechtlichen Kontakt mit Bakterien der Art Neisseria gonorrhoeae.
    Anstecken kann man sich beim Vaginalverkehr, oder beim Oral- oder Analsex mit einem bereits Infizierten. Häufiger steckt ein infizierter Mann eine Frau an als umgekehrt. Beim Mann befallen die Bakterien meist die Schleimhaut der Harnröhre, bei der Frau die des Gebärmutterhalses. Darauf reagiert das Immunsystem, indem es die infizierten Schleimhautzellen tötet - und so die Schleimhaut schädigt. Schmerzen beim Wasserlassen, Juckreiz, eine gerötete und geschwollene Haut am Austritt der Harnröhre sind die Folgen.

    Die toten weißen Blutkörperchen, die das Immunsystem zur Abwehr eingesetz hat, werden als Eiter ausgeschieden. Dieser Ausfluss hat der Infektion ihren deutschen Namen gegeben: Tripper stammt vom niederdeutschen "drippen" (tropfen). Bleibt die Geschlechtskrankheit unbehandelt, können die Bakterien in die Hoden, die Prostata oder bei der Frau bis zu den Eierstöcken wandern. So kann es zur Unfruchtbarkeit kommen.

    Die Tatsache, dass der Stamm in Japan gefunden wurde, so Unemo, sei ebenfalls alarmierend: "Japan war in der Geschichte oftmals das Ursprungsland für verschiedene Resistenz-Typen der Gonorrhö-Keime, von dort aus haben sie sich weltweit ausgebreitet." Der Stamm sei gegenüber allen Cephalosporinen, einer Gruppe von Breitbandantibiotika resistent gewesen - diese gehören jedoch zu den noch verbleibenden Antibiotika, die effektiv gegen Gonorrhö sind.

    Sollte es zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stamms kommen, wären Mediziner plötzlich weitestgehend machtlos und müssten auf bisher ungetestete Medikamente gegen die Geschlechtskrankheit zurückgreifen. Es ist nicht das erste Mal, dass Forscher vor einem solchen Superkeim warnen: Vergangenes Jahr sorgten sich Britische Wissenschaftler ebenfalls wegen einem multiresistenten Gonorrhö-Keim, der plötzlich in Hong Kong, Australien und anderen Teilen Asiens aufgetaucht war. Experten empfehlen deshalb, Gonorrhö mit Kombinationen von verschiedenen Antibiotika zu behandeln, um die Entwicklung von Resistenzen unwahrscheinlicher zu machen.

    Wie schnell sich der neue Stamm ausbreiten könnte, ist derzeit noch unklar: Unemo schätzt anhand der Daten aus der Vergangenheit, dass es 10 bis 20 Jahre dauern könnte.

    (Quelle:spiegel.de)

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,773610,00.html
     
  2. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    Dann wird sich demnächst wohl der Spruch aus den 70gern wieder manifestieren: "Hin mit dem Bums-Bomber und zurück mit dem Tripper-Clipper"!

    Ich hoffe mal, dass gegen diesen Bakterienstamm bald ein Mittel gefunden wird. Dass sich immer wieder resistente Stämme entwickeln, ist ja nichts Neues. Die Übetragungsart für Gonokokken erfolgt durch Schmierinfektion, generell betroffen sind Schleimhäute im Genitalbereich, Mund, aber auch Augen. Zu spaßen oder es einfach auf die leichte Schulter zu nehmen ist es jedenfalls nicht.

    Bei Malaria ist es ja ähnlich. Mein Hausarzt sagte mir mal, dass ich ein potenzieller Killer wäre, wenn ich mich einer Malaria-Prophylaxe unterziehe. Er hat das damit begründet, dass Mosquitos, die mein Blut saugen, diese Wirkstoffe aufnehmen und auch weitertgeben. Das shützt mich zwar vor Malaria, aber im Gegenzug stellt sich bei den Malaria-Erregern eine Resistenz ein. Wird dann dieser resistente Erreger wieder auf einen Menschen übertragen, haben Therapien keine Wirkung mehr.

    Danke für diesen interessanten Beitrag

    LG

    KingPing
     
  3. Cambouflage

    Cambouflage Senior Member

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    Wusste ich es doch - wir rotten uns selber aus... :mrgreen:
     
  4. Silent_Hunter

    Silent_Hunter Member

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    danke für diesen interessanten Beitrag! Es macht mich stolz das hier in diesem Forum endlich jemand über das große Risiko von Geschlechtskrankheiten schreibt. Ich gehöre ja eher zu denjenigen, die ihren kleinen Lümmel niemals in Gefahr bringen. Aus diesem Grunde mache ich auch gerne Urlaub in einem Land wo Geschlechtskrankheiten Gott sei Dank eher selten sind. Ich hoffe das nicht extra feststellen zu müssen, dass wir alle die sicherste Form von Sex machen… keinen Sex*gg*
     
  5. Cambouflage

    Cambouflage Senior Member

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    @Silent_Hunter, wie kommst Du darauf, das es ein Land gibt wo Geschlechtskrankheiten eher selten sind? Wenn Du eine menschenleere Insel meinst auf der Du Deinen Urlaub verbringst und Du selber nicht geschlechtskrank bist, dann dürfte Deine Aussage zutreffend sein.

    Gerade bei sogenannten "Zufallsbekanntschaften" dürfte das Risiko, sich "etwas zu holen" am größten sein. Eine Geschlechtskrankheit habe ich mir auch schon im Kummerland eingefangen. Und das trotz Gummi. Du kannst Dir sowas übrigens auch beim Blasen einhandeln. War Gott sein Dank nichts ernstes und mit ein paar Penicilintabletten in den Griff zu bekommen.
     
  6. hantiphil

    hantiphil Rookie

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    Sextourist zu sein ist ein gefährliches Hobby.
     
  7. Falschparker

    Falschparker Senior Member

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    Ich habe mir sogar einen T-R-I-P-P-E-R in Goodoldgermany eingefangen und das ohne ihn zu versenken!Also alles SAfe. Aaaaaber, das Rumgespiele und der "Kontakt" hatte wohl gereicht.
     
  8. Caligula-

    Caligula- Junior Experte

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    dein Hausarzt ist mir schonmal Symphatisch,die meisten Ärzte schwatzen ja einem für einen Urlaub in Tirol schon Malaria Prophylaxe auf
     
  9. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    AW: Forscher entdecken resistenten Tripper-Keim

    Danke für den Zuspruch. Ich habe selbst jede Menge Touristen kennengelernt, die, obwohl sie keine Gebiete, die bekannt für Malaria sind, bereisten, trotzdem Prophylaxe machten. Die Leber wirds danken.

    Apropos Geschlechtskrankheiten. Es ist etwa 2 Jahre her, da ist mir ein Gummi abgerutscht. Ein paar Tage später hatte ich einen Kavaliersschnupfen. Ich habe mich sofort mit entsprechenden Medikamenten aus einem Drug Store versorgt. Ich habe meine Bekanntschaft sofort informiert und sie gebeten, mit mir zu einem Arzt zu gehen. Der hat dann sowohl bei mir als auch bei ihr einen Abstrich gemacht. Das erstaunliche Ergebnis war, dass sie keine Gonokokken hatte und bei mir halt wegen der Medikation ein Abstrich ebenfalls negative verlief.

    Dann ging bei mir das Rätselraten los, welche Gonokokkenschleuder mir das angedreht haben könnte. Die einzigen kondomfreien Aktivitäten hatte ich während der Inkubationszeit in einer Massage, allerdings weder mit BJ noch GV sondern lediglich mit Öl. Allerdings kam es mir merkwürdig vor,wie das Mädel meine Schwanz behandelt hat. Und mein Bauchgefühl nach der Massage war überhaupt nicht gut. Ich vermute mal, dass ich da absichtlich infiziert worden bin, eine andere Erklärung gibt es eigentlich nicht. Aber wie schon gesagt, es handelt sich um eine Vermutung.

    Anmerkung: Gonokokken werden im Rahmen einer Schmierinfektion übertragen.