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Ich war erst 13

Dieses Thema im Forum "Pattaya- und Thailandforum" wurde erstellt von Daddy, 10.05.2011.

  1. Daddy

    Daddy out of space

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    Buchtipp!

    Ich war erst 13
    Die wahre Geschichte von Lon!
    So lautet der schon provokante Titel dieses Büchleins!
    Julia Manzanares und Derek Kent haben sich die Lebensgeschichte von Lon erzählen lassen und sie in diesem Werk veröffentlicht:
    Schwarzkopf & Schwarzkopf GmbH Berlin 2007
    ISBN: 978-3-89602-798-6


    Ichwarerst13buch.jpg, Ich war erst 13, 1

    Das Buch ist vor 4 Jahren bereits erschienen, aber weitgehend unbekannt geblieben.

    Am günstigsten zu beziehen bei amazon.de, als Mängelexemplar (Die Bücher sind trotz „Mängel“ 100% in Ordnung)!

    Zum ersten Mal in der Buchgeschichte, berichtet eine Thai selbst und wirklich ungeschminkt über ihr Leben in Thailand und auch dessen Sexindustrie. Berichtet, wie sie, die heute 27 Jährige Thai, zur Hure wurde und was die wahren, nie ausgesprochenen Gründe eines Thai Mädchens sind, ihren Körper, zu unserer Freude, anzubieten! Zitat: „Mir ist bewusst, ich verrate hier mein Land.........“ und sie macht es perfekt! Das Buch ist unvorstellbar! Wenn ihr dieses Büchlein lest, wird es so manchen von euch zum stutzen bringen
    aber sicher die meisten von euch zu ganz neuen Einsichten führen. Mich hat das Buch die letzten Tage sehr beschäftigt, obwohl ich es schon wieder verliehen hatte. Die Parallelen zu meinem Bangkok Beat sind teilweise recht krass, so dass ich erst mal die neuen Einsichten verarbeiten musste. Kommentar eines anderen Members, der das Buch auch schon las: „ es verschiebt die Nulllinie noch weiter nach unten! Das Buch verändert!“


    Auszüge aus dem Buch:

    • Wenn es einen anderen Weg gegeben hätte, um zu überleben, dann hätte ich diesen sofort gewählt. Mein Land bietet aber keine Alternativen. Alle anderen Wege hätten in die Armut geführt.« Lon ist erst 13, als sie sich nach Bangkok begibt, um dort das große Geld zu verdienen. Mit 14 empfängt sie ihren ersten Freier. Ein Jahr später ist sie bereit, für 15, 20 oder 30 Euro Aufpreis jeden sexuellen Wunsch zu erfüllen.
    • Die Erniedrigung, dass unsere Familie in Armut leben muss, ist bei Weitem schlimmer als die Demütigung, die wir ertragen müssen, wenn wir unsere Körper verkaufen.
    • Wir Töchter spielen eine wichtige Rolle als Oberhaupt und oftmals einzige Einkommensquelle für unsere armen Familien in der Provinz.

    • Ich habe diese Rolle früher und kompetenter als Andere übernommen. Wichtiger noch,wir sind diejenigen, die für die finanzielle Unterstützung unserer Eltern verantwortlich sind,wenn sie alt werden. Wir müssen strikte Verhaltensregeln befolgen, uns um Familie und Haushalt kümmern sowie unsere Unabhängigkeit wahren. Armut in der Provinz, wenig Schulbildung und keine Aussicht auf wirtschaftliche Verbesserung lassen kaum einen anderen Weg zu,als den, in die Sexindustrie zu gehen. Nur so können Töchter ihre Familien unterstützen. Wir haben nicht nur die Pflicht,unsere Eltern zu unterstützen, sondern wir müssen ihnen unsere Dankbarkeit zeigen. Der Weg in die kommerzielle Sexinustrie ist für viele Mädchen aus dem Isan Realität und darf nicht ignoriert werden. In knapp einer Stunde hatte ich mehr verdient als in 12 Monaten mit dem Wischen von Fußböden und dem Reinigen von Aschenbechern,während ich in Armut gelebt hatte. Manche Kunden haben mir erzählt,das Thais arm sind, weil sie zu faul sind. Als diese Kunden so alt waren wie ich, spielten sie ihn ihrem Sportverein, gingen zu Fußballspielen und hatten feuchte Träume von Cheerleadern,während ich mit Ausländern schlief um meine Familie zu unterstützen. Dafür zahlte ich den höchsten Preis: den Verlust meiner selbst.
    • Eine Rezession von speedy06: Allerdings haben die Schilderungen von "Lon" mich wirklich schockiert,denn so schlimm hätte ich mir das wirklich niemals vorgestellt. Wie schlimm muss es um ein 13 jähriges Mädchen stehen,das fernab von der Heimat Toiletten in Bordellen putzt und schließlich beschließt, mit Männern mitzugehen und ihre Jungfräulichkeit zu verkaufen?
      "Lon" beschreibt ihr erstes Mal nicht im Detail,sie scheint die Einzelheiten verdrängt zu haben. Nur an das Danach kann sie sich noch erinnern,wie sie auf einem Hotelbett lag und Blut über ihre Schenkel lief. Als sie ihr Bild im Spiegel sah ging es ihr so schlecht,das sie sogar den Spiegel einschlug. Sie weiß genau das dieses Erlebniss ihr Leben für immer negativ verändern wird.
      Mit der Zeit gewöhnt "Lon" sich an diese Art des Geldverdienens. Es kommt ein gewisser Tagesrythmus zustande und "Lon" denkt sie kommt mit diesem Leben klar. Sie schickt Unmengen Geld nach Hause,hofft so ihre Familie für den Tod des Vaters entschädigen zu können. Doch das Einzige was ihre Familie fordert,ist noch mehr Geld. "Lon" verdient mit einem Kunden mehr als ihre Familie sonst den ganzen Monat über als Einkommen zur Verfügung hat,aber die Familie wird immer gieriger. "Lon" beschreibt die Thais selber als überaus gierige Menschen. Sie selbst ist gierig,nutzt ihre Freier aus,erzählt ihnen irgendwelche Geschichten um so viel Geld wie möglich zu erhalten. Und ihre Mutter nutzt dann sie aus,indem sie ihre Tochter als wandelnden Geldautomaten ansieht.
      "Lon" hat das sicher sehr schnell verstanden und gerne etwas dagegen getan,aber sie konnte aus dem typischen Rollenverhalten thailändischer Frauen nicht einfach so aussteigen.
      Also machte sie weiter,Jahr für Jahr. Sie lernte einsame,ältere Männer kennen. Diese hatte sie am liebsten als Kunden,weil sie etwas mehr Respekt den Mädchen gegenüber an den Tag legten,als junge und gutaussehende Männer. Sie lernte auch perverse Leute kennen. In schlimmen Details berichtet "Lon" vom Sex mit zwei Kunden,die wirklich perverse Sexpraktiken von ihr verlangten. Es war für mich total schlimm so etwas zu lesen und auch zu wissen,das viele kleine Mädchen in diesem Land so etwas wohl auch gerade jetzt in diesem Moment machen. Sachen,für die keine deutsche Hure unter normalen Umständen bereit wäre.
      "Lon" schildert auch ihre vielen Versuche,aus der Szene auszusteigen. Mit ehrlicher Arbeit kommt man in Thailand nicht weit,die Löhne sind zum Verhungern schlecht. Am Arbeitsplatz wird einem viel abverlangt und man stellt grundsätzlich keine Mädchen ein, die als Prostituierte arbeiten oder gearbeitet haben, weil man davon ausgehen kann, das sie wegen der ungewohnten Arbeit für so wenig Geld schnell wieder das Weite suchen.
      Sie verdient ihr Geld eine Zeitlang damit Fotos für Erotikmagazine und später auch Aufnahmen für Filme zu machen. In dieser Zeit ist sie nicht gezwungen mit fremden Männern zu schlafen und fühlt sich richtig gut. Sie kommt sich wie ein Mensch vor.
      Der größte Wunschtraum von "Lon" ist es allerdings einen europäischen Mann kennenzulernen und mit ihm Thailand zu verlassen. Mit dem jungen Cedric scheint sich dieser Wunsch zu erfüllen. "Lon" reist in die Schweiz um dort ein neues Leben zu beginnen. Allerdings hat sie sich wohl falsche Vorstellungen gemacht. Cedric hält sie wie eine Sexsklavin und als er die Unterhaltszahlungen an ihre Familie einstellt, sieht "Lon" sich gezwungen die schöne Schweiz wieder zu verlassen. Sie landet dann über den Umweg von Deutschland über Spanien in Norwegen. Wo sie endlich wahre Liebe gefunden zu haben glaubt. Einige Zeit ist sie dort sehr glücklich. Allerdings zerbricht ihr Glück und sie muss wieder zurück nach Thailand. Dort fühlt sie sich nur noch schlecht. Sie muss Medikamente einnehmen, da sie aufgrund ihrer Erlebnisse mittlerweile an Schizophrenie leidet. Nach einigen Jahren in der thailändischen Sexindustrie ist das kleine Mädchen von damals nicht mehr da. "Lon" ist ein Frack. Sie weiß nicht mehr wohin und was sie mit ihrem Leben anfangen soll...

    • Der letzte Satz des Buches:
      Ich habe in zehn Jahren so viel erlebt wie andere in einem ganzen Leben. Trotzdem habe ich noch viel zu tun und muss auch noch viel lernen. Aber das ist in Ordnung, denn ich habe noch ein langes Leben vor mir. ICH BIN ERST 24 !!!!!
     
  2. Roadrunner77

    Roadrunner77 Junior Experte

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    AW: Ich war erst 13

    Buch bekannt und teilweise erschreckend...
     
  3. Nixus_Minimax

    Nixus_Minimax super gwapo

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    AW: Ich war erst 13

    Ich habe es kürzlich gelesen. Viel mehr - ich habe es verschlungen. Prädikat: empfehlenswert!

    Die Geschichte von Lon hat mich so manches Mal die Haare raufen lassen, da sie ziemlich nüchtern erzählt wird und Einblicke in die Kultur gibt, die sich mir so bislang nicht erschlossen haben.

    Meine Aufenthalte bei meinen Herzensdamen "auf dem Land" sehe ich rückblickend ganz anders und so manches Verhalten der Mädels lässt Parallelen erkennen.

    Irgendwie hat es meinen Horizont verschoben...
     
  4. antillus

    antillus Newbie

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    AW: Ich war erst 13

    Das Problem sind oft die Eltern. Die Tochter schickt soviel Geld nach Hause, wozu dann noch arbeiten? Vater und Bruder sind nur noch am Saufen, die Mutter spielt Karten.
    Dieses "High Nose" ist das Problem, quer durch alle Schichten.
    Wer was hat, muss es auch zeigen, denen die weniger haben.
    Die Töchter sind die Dummen, sie fühlen sich der Familie verpflichtet
     
  5. Daddy

    Daddy out of space

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    AW: Ich war erst 13

    Ich wusste ja schon viel über die Thais. Zwar ist mein umfangreiches Wissen zwanzig Jahre alt, aber eine Kultur ändert sich nicht komplett in dieser Zeit. Durch meine drei letzten Besuche kann ich das für mich behaupten! Ja, äußerlich, in ihrem Verhalten, haben sich die Thais ein wenig geändert. Summa summarum sind sie gleich geblieben. Nach dieser Lektüre jedoch, hat sich auch mein Horizont komplett verschoben. Mein Wissen erscheint plötzlich in anderem Licht. Ich denke dass niemand hier jemals das Leben und die Denkweise einer armen Thai je so deutlich vor Augen geführt bekam.

    Und.............. ja, ich bin ein Sextourist und will es auch nicht ändern!
    Aber............. meine Hasen richtig verstehen, das möchte ich schon!

    Ich kann nur immer wieder sagen: lest das Büchlein, investiert die 6 oder 7 Euro!
     
  6. rio0815

    rio0815 Junior Experte

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    AW: Ich war erst 13

    Sicher interessant, das Buch, aber ich glaube diese Horrorgeschichten nicht:
    Es gibt Millionen Abkommen armer Thaifamilien, die nicht in der Prostitution landen.
    Die Auszüge sind allesamt unglaubwürdig.

    Effekthascherei, aber das zu erkennen bleibt jedem selber überlassen.
     
  7. Rabarbero

    Rabarbero Der Guardian

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    AW: Ich war erst 13

    Hallo Zusammen, ich bin jetzt erst im ersten drittel des Buches aber was ich Feststellen konnte wenn man aufmerksam ist das es viele gemeinsamkeiten gibt, das heisst:

    bei LON, meiner frau, meiner guten thai koleginn und dem Bangkok Beat.

    ich werde das Buch weiter verschlingen und dann sicher wieder hier weiter schreiben
     
  8. Daddy

    Daddy out of space

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    AW: Ich war erst 13

    :tu:

    Die Gemeinsamkeiten........
    ich hab das Buch ausgegraben, als ich mit dem Bangkok Beat genau da angekommen war, wo er jetzt steht. Ich kann im Moment dort auch nicht weiter schreiben, weil "ich war erst 13" noch bei mir in der Verdauung ist.
     
  9. Shovel

    Shovel V.I.P.

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    AW: Ich war erst 13

    Klingt ja wirklich äußerst interessant, mal schauen ob ich das Buch hier in den Phils auftreiben kann
     
  10. paff

    paff Moderator

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    AW: Ich war erst 13

    Ggf. nach der englischen Version "Only 13" (www.only13.net) Ausschau halten.
     
  11. Martl77

    Martl77 Ðr.ЪنмşģĕĭŁ

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    AW: Ich war erst 13

    Hört sich ja ungelesen ziemlich nach einem Empörungsgeheischebuch für Weltverbesserer an. Wird wenigstens in dem Buch angesprochen, was die Einheimischen üblicherweise so treiben oder wird nur wie im Text über die ach so bösen Touris hergezogen?
     
  12. Onkel

    Onkel Gast

    AW: Ich war erst 13

    @Dolores, soll ich mal bisschen Öl ins Feuer gießen und die Frage in den Raum stellen,
    warum das Buch nicht "Ich war schon 13" heißt? :mrgreen: :lach: [duck- und-weg]
     
  13. Daddy

    Daddy out of space

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    AW: Ich war erst 13

    Martl
    du glaubs doch nicht im Ernst, dass ich hier ein Empörungsheischebuch für Weltverbesserer als Insiderlektüre für Sextouristen vorstelle??!!


    Ich fass es nicht! :?

     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.07.2016
  14. Daddy

    Daddy out of space

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    AW: Ich war erst 13

    Satan weiche von mir! :jil: :wgeil: :tu:


     
  15. paff

    paff Moderator

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    AW: Ich war erst 13

    Ich hab das Buch jetzt kürzlich auch gelesen. Finde ich gar nicht, dass die Touristen dort schlecht abschneiden. Die Kritik von Lon richtet sich mehr an die politischen, sozialen und moralischen Gegebenheiten in Thailand bzw eben an das Treiben der Einheimischen (es wird dort auch gesagt, wie viele Thais zu Nutten gehen usw). Sie sagt an einer Stelle auch, man könne die Sextouristen nicht verurteilen, das wäre nicht schlimmer, als in Europa ein T-Shirt zu kaufen, dass in einer asiatischen Näherei produiziert und angeboten wird und es wäre keinem geholfen, wenn die Touristen nicht mehr kämen. Unter den gegeben Umständen, wäre das immer noch mehr oder weniger das Beste und allemal besser als in einem Thaipuff anzuschaffen.
    Sie spricht hier und da allerdings auch von "ekligen, dicken, verschwitzten alten Männern", aber es ist ja auch nicht verkehrt, dass es da auch solche gibt. An einer Stelle berichtet sie auch, dass sie denkt, dass die meisten Sextouristen in ihren Ländern halt keine Chance hätten und dort eher zur untersten Schublade der Männer gehören würde. Das sagt sie relativ pauschal und dem kann ich natürlich nicht zustimmen, wenn ich mir so anschaue wer da alles rumläuft in Pattaya, dann sind das doch sehr oft auch gebildete, gut situierte Herren die ordentlich mit den Mädels umgehen. Andererseits beschreibt sie aber auch für sie positive Erfahrungen zB mit einem Schweden der jung, gutaussehend und vermögend war und sie sehr gut behandelt hätte.

    Man muss es denke ich so lesen wie es ist, eine Erfahrung aus einer Sicht, eine Meinung von einer Person. Die kann weder vollständig, noch ausschließlich richtig sein und ist natürlich dementsprechend geprägt, was sie mitgemacht hat. Auf jeden Fall hatte ich nicht den Eindruck, dass die Touristen hier groß kritisiert oder in ein schlechtes Licht gerückt werden, wenn man alles zusammen nimmt. Man sollte da eben auf Grund der persönlichen Sichtweise auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

    Ich würde auch nicht sagen, wie es rio nennt, dass dort viel Effekthascherei beschrieben wird. Ich halte das ganze schon für relativ authentisch. Ich finde auch nicht unbedingt, dass es eine Horrorgeschichte ist. Hast du das Buch gelesen?
    Sie sagt ja auch nicht, dass sie nicht anders überleben könnte, als durch die Prostitution. Aber dass es der sicherste Weg war, in ihrer Situation eine derartige Menge Geld zu verdienen, ist wohl nicht verkehrt. Sie wollte ja raus aus der Armut. Und da ist die Prostitution vermutlich für Mädchen aus dem Isan ohne Bildung und Unterstützung der einfachste Weg.

    Allerdings muss ich sagen, dass es denke ich nicht die richtige Lektüre wäre um sich ein Bild zu machen, für jemanden, der noch vor Ort war. Dann könnte man je nach dem wie man die verschiedenen Abschnitte in seiner Bewertung gewichtet schon ein Bild von Thailand/"der Szene" haben, das einer Horrorgeschichte ähnelt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.07.2016
  16. Daddy

    Daddy out of space

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    AW: Ich war erst 13

    sehr gut paff!
    dem ist von meiner seite nichts mehr hinzu zu fügen.
     
  17. Onkel

    Onkel Gast

    AW: Ich war erst 13

    Ich habe hier jetzt alle Posts gelesen und hätte eine Frage:
    Bringt das Lesen des Buchs irgend welche neuen Erkenntnisse
    oder ist es nur ein netter Zeitvertreib für einen 11-Stunden-Flug?

    Ich tippe auf Letzteres und da ich im Flugzeug lieber schlafe,
    werde ich mir das Buch nicht zulegen.
     
  18. paff

    paff Moderator

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    AW: Ich war erst 13

    Das hängt denke ich mal stark davon ab, welche Erkenntnisse man bereits gesammelt hat, ob durch das Lesen des Buches noch Neue hinzukommen.
    In deinem Fall, da Du ja glaube ich schon relativ viel Erkenntnisse erlangt hast, wird es vermutlich eher in die Kategorie Zeitvertreib fallen und ohne großartige neue Erkenntnisse bleiben. Aber wirklich beurteilen könntest du das wohl nur selbst nach der Lektüre des Buches. Aber ich vermute du kannst dich getrost schlafen legen ;)
     
  19. Roadrunner77

    Roadrunner77 Junior Experte

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    AW: Ich war erst 13

    Shovel soll ich mitbringen?
     
  20. Nixus_Minimax

    Nixus_Minimax super gwapo

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    AW: Ich war erst 13

    Ich reise nun schon seit 10 Jahren nach Thailand und mir hat es zumindest ein bisschen die (Hinter)Gründe für die permanente Geldgier mancher Damen erklärt. Und bestätigt, was in so manchem Gespräch mit einer Servicedame am Rande angeschnitten wurde.

    Ich fand' die Hintergründe, warum viele dieser "ungebildeten Isaan-Schwestern" (Zitat aus dem Buch) die Prostitution wählen, um Kohle zu machen, viel erschreckender. Und es ist wohl überwiegend diese kulturelle bzw. soziale Schicht, die wir in unseren Urlauben treffen. In unseren Köpfen ist es das Land of smiles...

    Ich weiß: Eure ist anders :wink:

    Das Buch kann (!) "beiden Seiten" dienen - den Gutmenschen, um die Sextouristen zu verurteilen und den QT's, mal hinter die Fassade zu schauen; so sie es denn wollen. Es ist mit Sicherheit die Geschichte einer Einzelnen, die, ohne mit dem moralischen Zeigefinger auf uns zu zeigen, auskommt. Eine von Vielen, ein "Star", der sich in 10 Jahren völlig verausgabt hat - bis zum physischen und psychischen Kollaps.

    Die familiären Hintergründe habe ich aber, in groben Zügen, genauso bei meinen beiden LT's kennengelernt und erlebt. Vor Ort.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2011