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Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von PotatoeJoe, 11.01.2016.

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Dieser Thread wird von 6 Benutzern beobachtet..
  1. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Die "normale" Version gibts hier: http://www.thailand-asienforum.com/...en-12/jungfrau-iii-ende-einer-trilogie-19435/

    Wahrscheinlich fragt ihr euch, warum ich den vorherigen Reisebericht nicht beendet habe. Das wird quasi die Überleitung zum nächsten, der aber diesmal nicht sehr gross ausfallen wird. Quasi eine „Extended Version“ zum dritten Kapitel.

    Unser Rückflug von Phuket nach Bangkok lief ohne Pannen vonstatten. Die letzte Nacht verbrachten wir im Sawasadee Hotel in der Nähe vom Nana-Viertel. Bangkok ein wenig zu Fuss zu erkunden war eine mehr als nur dumme Idee von mir.

    Den Abend liessen wir in der Hillary Bar II ausklingen. Die Bedienung konnte sich sogar noch an uns erinnern. Yo fand mein „Cheap Charlie“ T-Shirt immer noch amüsant, dass sie die Bedienung auch gleich mit einem breiten Grinsen darauf hinweisen musste. Die Live-Band spielte gewohnt gut, die Stimmung allgemein sehr herzlich. Als die Band „See you again“ spielte liefen bei Yo die Tränen. Sie konnte gar nicht mehr aufhören und trocknete sich ihre Augen mehrmals an meinem T-Shirt. Es war unser letzter gemeinsamer Abend.

    Am nächsten Morgen begleitete sie mich zum Flughafen. Nach dem Essen gab ich mein Gepäck auf und zählte demonstrativ noch meine 1.000 Baht Scheine. Ich gab ihr einen davon mit den Worten: for your Taxi! Den Blick von ihr hättet ihr sehen sollen, so was von enttäuscht! Sie nickte stumm und machte mir Handzeichen, dass ich jetzt endlich gehen könne. Kein Kuss, nichts als Abschied.

    Ich teilte ihr mit, dass dies ein Test für sie war. Sie fragte mich ob sie den Test bestanden hätte was ich verneinte. Ich war enttäuscht, dass Yo wirklich dachte ich würde sie nicht finanziell unterstützen. Ich steckte ihr 10.000 Baht in die Tasche die sie wütend wieder raus holte und mir in die Hand drückte. Um keine weitere Szene zu provozieren sagte ich ihr, dass sie den Test jetzt bestanden hätte.

    Knapp drei Wochen später sagte ich ihr gleich am Flughafen, als sie mich abholte, dass es diesmal keine Tests von mir geben würde. Ich wollte nur die Zeit mit ihr geniessen.
     
  2. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Mein Flug mit Eurowings startete pünktlich, das ist aber auch das einzig Positive was ich über Eurowings sagen kann. Das volle Entertainment-Programm kostet 9,90 EUR und zeigt dann auch nur das, was ich von den anderen Fluglinien wie z.B. Austria, Ethihad, AirBerlin, Cathay (dort ohne Aufpreis) schon kannte. Ich hatte das SMART-Paket gebucht aber bei der "Verteilung des Frühstücksbrötchens" glatt übersehen worden. Als ich bei Mitpassagieren nachfragte ob sie BEST gebucht hatten aber das auch SMART-Bucher waren, bin ich nach hinten zu den "Saftschubsen" um freundlich nachzufragen.

    Dort war dann auch die versammelte Mannschaft und futterte u. a. Erdnüsse. Auf meine Reklamation hiess es: "Sorry, nur noch Käsebrötchen da!" Was ich aufgrund einer Laktose-Intoleranz ablehnte. "Tja, dann habe ich halt Pech gehabt" war die lapidare Antwort. Ich fragte nochmal nach ob man da nicht was anderes machen könne, das wurde aber verneint. Später, als Getränke serviert wurden, sprach mich der Steward wegen meines T-Shirts kurz an ob ich denn auch Zocker sei. Dem schilderte ich kurz, dass ich öfters nach Thailand fliege aber bestimmt nicht mehr mit Eurowings!

    Er bot mir dann eine Packung Erdnüsse als Ersatz an und war sichtlich bemüht meine Laune zu heben. Das hatte ich eigentlich schon von seinen Kollegen erwartet, dass man dann wenigstens was anderes anbietet statt zu sagen: Pech gehabt! Kurzum: Eurowings kann ich nicht empfehlen! Ein Bekannter, der mit seiner Freundin im November nach Phuket fliegen will, habe ich auch schon von der Fluglinie abgeraten! Heutzutage, Dank ausgiebiger Recherchemöglichkeit, reicht es meiner Meinung nach nicht nur das Label einer "Billigheimers" zu pflegen und trotzdem den gleichen (oder teilweise höheren) Preis der Mitbewerber zu verlangen!

    Endlich gelandet und vor zur Immigration, da überschlug ich innerlich schon wieviele Stunden ich wohl benötigen würde. Die Schlange begann direkt am Ende es Laufbandes. Okay, da gehe ich doch lieber vorher nochmal auf den Topf. Wieder zurück von den Toiletten bekam ich gerade noch mit wie eine asiatische Reisegruppe zu einer anderen Immigration, weiter hinten am Terminal, gebracht wurde. Da musste ich auch keine zehn Minuten warten, die nette Immigration-Officer zum Lachen gebracht, und schon war ich offiziell in Thailand. Mein Koffer gehörte auch zu den ersten, der ausgeladen wurde. Das lief ja wie am Schnürchen. Jetzt erst noch Geld am ATM ziehen, die Sim-Karte aufladen, ein Internet-Package gebucht und da stand sie auch schon, mit einem so herzhaft süssem Lächeln, vor mir und begrüsste mich herzhaft.

    Auf dem Weg im Taxi nach Pattaya rief ich erstmal Big D an, der seit zwei Wochen schon im Land war. Dummerweise, oder im Nachhinein glücklicherweise, war er jetzt in Phuket.
     
  3. Figaro

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  4. PotatoeJoe

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    In Pattaya angekommen, machten wir uns in das vorab für drei Nächte gebuchte Eastiny Hotel. Das hatte mir damals schon ganz gut gefallen, als ich öfter daran vorbei lief. Freudig checkte ich mit meiner Buchungsnummer am Front Office ein. Man suchte in den Unterlagen, konnte aber nichts finden. Schliesslich war es auch nicht das Eastiny Inn sondern das Eastiny Seven Hotel in der Soi 7.
    Endlich in der Lobby angekommen durften wir auch früh einchecken und aufs Zimmer gehen. Um Himmels Willen, war das Zimmer abgeranzt. Trotz Nichtrauer-Zimmer stank es nach abgestandenem Zigarettenqualm was bei dem vollen Aschenbecher im Raum auch nicht weiter verwunderlich war. Wieder unten am Front Office bat ich um ein anderes Zimmer welches mir auf für die reguläre Check-In Zeit versprochen wurde. Solange parkten wir unser Gepäck im Koffer-Raum und machten uns auf den Weg zum Essen.

    Wie heisst es so schön, nach dem Essen sollst du ruhn... Ich war von der Reise mittlerweile sehr müde. Schlafen während des Fluges war nicht möglich weil mein Sitznachbar neben mir mehrmals aufstehen musste um mit seiner Gruppe weiter vorne quatschen zu können. So schlief ich kurzerhand in der Lobby ein und sägte denen wohl was vor. Dann durften wir unser neues Zimmer beziehen welches im 7. Stock einen Blick auf den Pool und die Soi 7 bot. Nach ein paar Stunden Schlaf begaben wir uns in die Lovers Lane in der Soi 6 wo wir von Guido herzlichst begrüsst wurden. Kurz vor Mitternacht begaben Yo und ich uns zur Beachroad um das Feuerwerk zu geniessen und gemeinsam ins Neue Jahr zu feiern. Dann machten wir uns auf den Weg in die Walking Street bis in den frühen Morgen. Bevor wir ein Baht-Taxi zur Soi 7 nahmen, genehmigten wir uns noch eine leckere Thai-Suppe in einem kleinen Restaurant wo ich einen recht besoffenen Litauen kennen lernte, der in Phuket arbeitet. Meiner Süssen und auch seiner Begleitung war er etwas zu betrunken und wir mussten unser aufkeimendes Gespräch auch bald wieder beenden. Mir war das aber auch recht weil ich mich endlich meiner Suppe widmen wollte um danach so schnell wie möglich ins Bett zu kommen.

    Tag zwei passierte jetzt nichts grossartig berichtenswertes bis auf „no ID, no 8o8!“und deswegen lasse ich den einfach mal aus.

    Tag drei verbrachten wir „endlich“ gemeinsam auf Koh Larn, nachdem es damals bei meinem ersten Aufenthalt nicht klappte. Yo gab dem Moto-Taxi Fahrer den Samae Beach als Ziel an und dort angekommen war ich gar nicht glücklich mit ihrer Wahl. Es war extrem voll, von den Buden kam der Essensgeruch in Richtung Strand und vom Strand her bekam man den Dieselgeruch der Speedboote um die Nase geweht. Sollte der Tian Beach, der quasi um die Ecke lag, genauso bescheiden sein, würden wir halt zum Tonglan Beach fahren, den ich noch von meinem ersten Besuch im Juli kannte.

    Wir hatten Glück, der Strand war akzeptabel, nicht überlaufen und auch die anderen Strandbesucher fielen nicht irgendwie negativ auf. Dass es sich ausgerechnet unter meiner Strandliege ein Hund gemütlich machte, störte mich auch nicht weiter. Was soll ich machen, die Weiber suchen halt immer meine Nähe! Kurzum, der Tag war schön chillig.

    Es war zum Glück auch unsere letzte Nacht im Eastiny Seven Hotel. Der Lärmpegel und der penetrant wummernde Bass einer Bar, die schräg vor uns in der Soi 7 lag, wäre auch nicht wesentlich länger zum Aushalten gewesen. Meine arme Yo, erst immer mein Schnarchen und dazu dann noch der Lärm der Soi 7. Sie konnte einem echt leid tun.

    Über Agoda buchte ich für eine Nacht ein Zimmer im April Suites Hotel doch es sollte auch diesmal wieder ein vor Ort ein „Upgrade“ auf das March Suites Hotel erfolgen, wo ich bei meinem zweiten Trip schon mal residieren durfte. Wir checkten aus, verstauten unser Gepäck für ein paar Stunden noch im Koffer-Raum um uns auf die Suche nach BigImps Gästehaus zu machen, denn heute war sein Anreisetag und er schon munter unterwegs vor Ort.

    Eigentlich wollte ich ihn bei seinem Stammfriseur überraschen aber das hatte er schon erledigt. Dann wollte er zur Massage aber auch hier hatten wir kein Glück: er postete, dass ihm was viel Besseres über den Weg gelaufen sei. Na, was besseres als mich?! Kann ja fast nicht sein!

    Am Gästehaus angekommen, verharrten wir draussen da es kein Frontoffice oder ähnliches gab. Big D, der weiterhin in Phuket verweilte, kontaktierte BigImp damit der dann mal aus dem Fenster schaute und mich von oben erstmal kräftig auslachen musste. Meine Überraschung, dass ich doch wieder vor Ort war, muss doch halbwegs geglückt sein.

    Im Zimmer oben hatte er auch schon Damenbesuch. Allerdings musste ich zweimal gut hinschauen. Ich dachte auf den ersten Blick echt, das wäre ein Ladyboy, was ich ihm dann auch sagte. Sie war, sagen wir mal, halt eine „herbe“ Schönheit. Herb war auch ihr Gehabe und Verhalten und die Chemie in der Gruppe stimmte absolut nicht, was sich dann auch bestätigen sollte. Ich musste ja schliesslich auch nicht mit ihr ins Bett.

    Die Nacht in der Walking Street war trotzdem feucht fröhlich, BigImps und meine Wege trennten sich dann am Anfang der Walking Street, Yo auch schon wieder gut meau! Ich fragte sie, ob sie denn noch eine Suppe wolle aber sie verneinte. So ging es mit dem Baht-Taxi in Richtung March Suites und wir hatten noch einen guten Fussweg von der Strasse bis zu unserem Ziel. Meine Blase fing an zu drücken und Yo bekam doch noch Hunger aber weit und breit keine Garküche in Sicht. „I, I want soup and you? You want toilet!“ war ihr Kommentar weil ich anfing zügiger zu laufen. Ich fands lustig und habe sie damit dann auch noch ein paar Tage damit aufgezogen. „Okay, no soup but i want bum bum!“. Das sollte sie natürlich bekommen... wenn Big D nicht dazwischen gefunkt hätte.

    Wir machten es uns im Bett gemütlich und ich checkte vorher noch mal meine Nachrichten. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus! Big D bereitete sich auf seine Flucht mit einem Boot von Phuket nach Kambodscha vor!

    Er hatte uns erzählt, dass er Pattaya schnell verlassen musste weil er Ärger in der Walking Street hatte. Angeblich hätte er im Suff einer „Ollen“ eine geklatscht und noch am Boden zusammen getreten. Weil er für Sprüche und Stories die nie verifizierbar – eher das Gegenteil davon - waren, bekannt war, dachten wir er erzählt halt mal wieder eine seiner berühmten Stories um uns reinzulegen. Er bat mich bei der Freundin seines Opfers nachzufragen ob alles okay sei. Das machte ich auch und die Lady meinte, dass es keine Probleme gab. Alle waren an dem Abend besoffen gewesen und er sei halt ein Schwätzer. Sie möchte nur keinen Kontakt mehr zu ihm haben. Irgendwie fühlte ich mich wie eine alte Hure: benutzt. Womöglich lachte er sich mal wieder schlapp über mich.

    Kein Problem, verarschen kann ich auch und erzählte ihm, dass sein Opfer kurzzeitig im Krankenhaus war und er jetzt von der thailändischen Polizei gesucht wurde. In kurzen Worten: ich hab ihm mächtig viel Schiss gemacht und es hat funktioniert!

    Als ich schon Bauchschmerzen vom Lachen hatte, mich umdrehte um mich endlich um Yo zu kümmern, was musste ich sehen? Yo, wie sie schlief. Okay, gibt es halt Frühstücks Bum Bum.
     
  5. klaus.w.

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    Bin gespannt, wie es weiter geht. War im Dezember im March. Kann ich empfehlen auch wenn man ein wenig Fußweg in Kauf nehmen muss. Bin gespannt wie es weiter geht. Nur so sind die 52 Tage bis zum nächsten Besuch erträglich. Danke fürs Schreiben. Ich arbeite auch schon an menem ersten Bericht.
     
  6. Birdspider

    Birdspider Senior Member

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    Bin dabei :)
    Freu mich
     
  7. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Das March Suites lag zwar etwas abgelegen aber hatte von den ganzen Hotels, in denen ich bisher war, die beste Internetverbindung. Leider gab es anscheinend für meine restlichen vier Tage keine freien Zimmer mehr. Auch nicht über den Umweg, dass ich wieder das April Suites buche und auf ein Upgrade spekulierte.

    Nach etwas Recherche entschied ich mich für das Grand Bella, ganz in der Nähe des Memorial Hospitals. Das Hotel liegt quasi am Ende der Verlängerung der Soi 7, wenn man die 2nd Road überquert. Also zentral und doch etwas abgelegen.

    Wir liefen durch Seitenstrassen in die Richtung und dann entdeckten wir dann auch das „Bella“ Schild am Haupteingang. In der Lobby traf uns erstmal der Schlag! Yo schaute mich mit einem „WTF?!“ Gesicht an. Die Bewertungen des Grand Bellas berichteten, dass das Hotel von Indern, Russen und Chinesen frequentiert wird. Darauf hatte ich mich auch leicht eingestellt aber das was wir in der Lobby vorfanden sah mehr wie eine Bahnhofshalle in Neu-Delhi aus: Inder mit Familie, soweit das Auge reichte. Das Front-Office ähnelte dem Kassenbereich eines 7/11, schlicht und spartanisch. Vorsichtig fragte ich, ob dies das Grand Bella sei. „Nein, das ist das Bella Express, um ins Grand Bella zu kommen, könne ich hier durch die hintere Anlage laufen und dann wären wir auch schon dort.“ Uns fiel ein Stein vom Herzen!

    Die Lobby war nüchtern, modern eingerichtet, es ging generell sehr ruhig zu und der Pool war schön gross. Es gab auch Inder, aber die fielen nicht grossartig auf. Die Russen waren auch angenehm, also mir gefiel es und es zeigte mir dass man nicht immer auf die Bewertungen gehen kann. Demnach wäre das Eastiny Seven ein Spitzenhotel gewesen...

    IMG_20160107_150304.jpg, Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie, 1

    Ich beobachte ja gerne Menschen. Ein Hobby welchem ich damals schon als junger heranwachsender mit meinen Freunden gefrönt habe. Jeder mit einer Dose Cola ausgestattet, eine Tüte Chips in der Runde kreisend, sassen wir auf der Bank und beobachteten die vorbei eilenden Passanten in der Fussgängerzone. Wir hatten auf unserer Parkbank immer was zu Lachen.

    Während wir immer so durch die Gassen von Pattaya zogen und mal an der einen oder anderen Bar verweilte oder auch in den Restaurants, ich beobachtete meine Umgebung und stellte immer mehr fest, dass ich mich nicht zu den typischen männlichen Pattaya-Besuchern zählen könne. Immer die gleiche Frau an meiner Seite, nur an den Bars abhängen war nicht mein Ding. Den Strand von Pattaya selbst fand ich auch nicht sehr einladend als dass ich da viel Zeit verbringen wollte.

    Wer oder was war ich eigentlich? Zumindest weiss ich, dass ich alles hinterfrage. Ich gehe prinzipiell davon aus, dass jemand etwas im Hinterkopf hat wenn er übertrieben freundlich zu mir ist.

    Und wer oder was war ich für Yo? Was wollte, was erwartete sie von mir? War ich nur Derjenige, dem sie ein paar Baht aus der Tasche ziehen konnte? Unter dem Gesichtspunkt war ich nicht gerade grosszügig. Mehr als 1.000 Baht pro Tag hatte ich als „Taschengeld“ für sie nie eingeplant. Kalkulierte sie wie eine typische Thai? Immer das Maximum raus ziehen? Oder sah sie den Vorteil des gesamten Verdienstes in der Zeit statt jeden Abend in einer Bar auf einen Neuen zu hoffen? Oder war von ihr aus wirklich Liebe im Spiel? Ja, bestimmt auch, wenn ich mir auch dachte, dass es wohl eventuell auch nur temporär für die Dauer meines Aufenthalts ist.

    Weil ich mich nicht ins Wlan einbuchen konnte, gingen wir abends kurz vor dem Essen zum Front Office. Während ich das Problem erklärte und der Staff im System nachschaute, probierte Yo etwas entfernt die Waage aus. Sie bemerkte gar nicht, wie zwei Typen, die gerade auf dem Weg ins hintere Gebäude waren, stoppten und sie begutachteten. Diese wiederrum bemerkten nicht, dass ich sie dabei beobachtete. Der Körpersprache und deren Grinsen nach muss ihnen sehr gefallen haben, was sie sich da ein paar Minuten lang anschauen konnten. Innerlich platzte ich förmlich vor Stolz, dass Yo mit mir zusammen war.

    Mein Account wurde resettet, Yo kam zu mir und wir machten uns zu Big Imp auf um in einem Restaurant in der WS zu Abend zu essen.

    Wir besuchten gemeinsam noch zwei, drei Musikbars und dann trennten sich auch BigImps und meine Wege. Yo und ich machten uns noch einmal ins auf 8o8 um ein paar lustige Stunden dort zu verbringen bevor wir wieder ins Hotel gingen.
     
  8. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Von unserem Kiniau war es mal angedacht, dass wir uns alle wieder in Pattaya treffen sollten. BigImps und mein Zeitfenster war leider recht eingeschränkt, wir hätten vielleicht zwei, maximal drei Tage miteinander verbringen können. Er wäre nicht Kiniau gewesen wenn er uns nicht von seinem günstigen Flug vorgeschwärmt hätte. Klar war der günstiger als meiner. Er beachtete nicht, dass ich nur in den Ferien fliegen konnte. Es war wohl schon besser, dass es diesmal mit dem Treffen nicht klappte. Sonst hätte ich mir nicht nur via Whatsapp anhören müssen, dass ich mal meine Frau endlich austauschen sollte.

    Er bat uns um einen Gefallen, ob wir in seinem Hotel nachfragen könnten ob er auch am Anreisetag bar bezahlen könnte. Die Überweisungsgebühr war wohl recht teuer und nur über die Hotelseite hatte er wohl das günstigste Angebot. So nutzte ich die Chance etwas Zeit ohne Yo verbringen zu können. Im Hotel schlug man vor, dass ich 1.000 Baht Anzahlung leisten könne und das Zimmer somit für Kiniau reserviert wäre. Das wollte ich aber vorher nochmal mit ihm abklären aber er war mal wieder nicht erreichbar. So begab ich mich auf den Weg um Amy einen Überraschungsbesuch abzustatten.

    Amy freute sich auch sehr mich zu sehen und fragte wo ich denn ihr Geburtstagsgeschenk hätte. Na wenn ihre Kollegin mal für ein halbes Stündchen draussen Pause machen würde, dann würde sie es auch von mir bekommen. Sie freute sich aber doch etwas mehr über die 500 Baht, die ich ihr zusätzlich auf den Tisch legte und schon machte ich mich wieder auf den Weg ins Grand Bella Hotel.

    Abends trafen wir uns mit BigImp im Lovers Lane wo er ohne seine herbe Schönheit auftauchte. Wie ich schon geahnt hatte, sie passte nicht so ganz zu ihm. Nach seiner Erzählung nach war sie auch recht eigensinnig und besonders in ihren Ansprüchen. So beschloss er den Abend mit einer alten Bekannten und uns zu verbringen.

    Wir verbrachten ein paar gemeinsame Stunden in der iBar. Mir fiel auf, dass der Männeranteil an diesem Abend mal wieder exorbitant hoch war. Ich war froh, dass ich schon in weiblicher Begleitung war, denn mein Fall wäre es nicht gewesen mit ein paar muskelbepackten Hipster um die Gunst der anwesenden Flittchen zu buhlen um denen am nächsten Morgen auch noch Geld zahlen zu dürfen. Irgendwie war keine Stimmung vorhanden, quasi die Luft raus. Wir entschlossen uns zu gehen, Yo und ich natürlich ins Hotel um uns gegenseitig zu verwöhnen.

    IMG-20160103-WA0001.jpg, Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie, 1

    Den nächsten Tag verbrachten wir zu dritt, mit BigImp ohne Anhang, kurzfristig geplant auf dem Floating Market, etwas ausserhalb von Pattaya. Es war nett, so zwischen den Holzbauten entlang zu schlendern und das eine oder andere zu entdecken. Aber im Prinzip war es so wie in unseren hiesigen Arkaden, die überall aus dem Boden gestampft werden: überall das gleiche Angebot. So auch auf dem Floating Market. Nur den Stand mit dem Krokodilspiess mussten wir suchen! Ich machte mir wieder den Spass und posierte im Hintergrund bei einigen Fotos. Zwei ältere Chinesinnen wollten daraufhin auch „richtige“ Bilder mit mir. Vielleicht wäre das ja eine Verdienstmöglichkeit für mich vor Ort? Gigolo für wohlhabende Asiatinnen!

    IMG_20160106_140645.jpg, Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie, 2

    Der Abend an sich war wieder belanglos und nicht grossartig berichtenswert.
     
  9. ACDC

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    Schöner Bericht. Danke dir. Abo gedrückt
     
  10. Grigor

    Grigor Junior Experte

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    So, bin nun auch dabei. Gefällt mir gut bis jetzt, wie immer bei deinen Berichten.
     
  11. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Die letzten gemeinsamen vierunddreissig Stunden bis zu meinem Rückflug nach Kummerland lagen vor uns in denen Yo noch weitere, versteckte Talente offenbarte. Sie könnte auch ganz gut als Personal Assistant fungieren.

    Nach dem gemeinsamen späten Frühstück begaben wir uns zurück ins Hotel um zu relaxen. Während Yo im Fernsehen irgendwelche thailändischen Soaps und Shows anschaute, machte ich mich auf den Weg um das mit dem Hotel für Kiniau zu regeln. Das ging auch schneller und unkomplizierter als zuvor gedacht. Eine Anzahlung über 1.000 Baht war nach Rücksprache mit der Buchhaltung nicht mehr notwendig. Anscheinend war der ganze Aufwand für sie zu gross und es war einfacher den Status der Reservierung zu ändern, so dass Kiniau sein Zimmer gesichert bekam.

    Was machte ich jetzt? Sollte ich wieder Amy besuchen? Ne, da hatte ich dann doch keine Lust drauf. Ich beschloss, dass ich mal so richtig gemütlich am Pool abhänge um auch noch etwas Sonne abzubekommen. Oben im Zimmer angekommen fragte ich Yo ob sie Lust hätte sich mit mir an den Pool zu legen. Ich kannte ihre Antwort ja schon im Voraus: nein, hatte sie nicht. Das muss man hier eigentlich nicht erwähnen, dass das Schönheitsideal der Thais, genauso wie das der Latinos, vornehme Blässe ist. Aber ich tu es trotzdem nochmal.

    Hatte ich eigentlich erwähnt, dass der Internet Downstream im Grand Bella Hotel recht gut war? So streamten wir nachts Horrorfilme – ja, Yo liebt Horrorfilme! - auf Thai übers Tablet.

    Damit sie sich nicht so im Zimmer langweilte, gab ich ihr den Code fürs Tablet damit sie sich mit Youtube beschäftigen konnte und ich schnappte mein Smartphone und Ebook Reader und begab mich zum Pool der kaum besucht war. Die paar Inder, die sich sonst immer darin aufhielten hatten heute wohl ihren freien Tag.

    Da lag ich nun, döste vor mich hin, las ein paar Seiten und döste wieder. Einmal begab ich mich auch mal für eine Runde in den Pool um dann wieder genüsslich auf der Liege zu relaxen. Dass Yo mir permanent Nachrichten via Line schickte bekam ich gar nicht mit. Erst als sie runter kam und mich erschreckte, schaute ich aufs Display. Oh, zuerst drehten sich ihre Nachrichten noch darum, dass sie Hunger hatte und wann ich vom Pool zurück kommen würde. Dann allerdings, dass ich auch auf meinem Tablet Nachrichten erhielt... von anderen Frauen! Die wurden auch alle schön von ihr namentlich aufgelistet.

    gbh.jpg, Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie, 2

    Ich Trottel hatte vergessen, dass ich noch Badoo auf dem Tablet installiert hatte. Wie jeder Badoo-User weiss, erhält man in Pattaya innerhalb kürzester Zeit zig Mail-Anfragen von Thai-Ladies. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sauer Yo auf mich war. Um sie zu besänftigen, löschte ich meinen Account und deinstallierte die App. Ihr Kommentar danach lautete nur: typisch Männer!

    Als wir abends zur Travestie-Show ins Alcazar gingen und sie mir erzählte, dass sie die Show schon kannte, dachte ich mir wiederum meinen Teil. Die Show war ganz gut von Chinesen besucht die sich nach der allgemeinen Vorstellungen als ruhiges, rücksichtsvolles und höfliches Volk als das volle Gegenteil in Szene setzte. Da wurde geschnattert, mit Blitz geknipst und permanent am Smartphone rumgespielt. Zwei Reihen vor mir wurde das Deppen-Zepter aka Selfie-Stick ausgepackt um aus einer höheren Position das Geschehen auf der Bühne zu filmen. Jedes mal hatte ich das blitzende Display vor Augen was mich extrem störte. Ich knüllte unsere beiden Eintrittskarten zu einer kleinen, festen Kugel, stand auf, beugte mich soweit es ging nach vorne, zielte auf den Hinterkopf und zog mit ganzer Kraft voll ab! Treffer, der sass! Mit einem harschen: „switch your phone off!“ wurde dann auch brav soweit alles wieder eingepackt und nur noch ganz versteckt aus tiefstmöglicher Position hin und wieder gefilmt. Leider hatte ich nicht mehr Munition für die anderen Deppen parat. Für das nächste mal schwor ich mir, dass ich nur noch bewaffnet mit einem Strohhalm als Blasrohr und genügend Servietten als Munition eine Veranstaltung besuchen würde.

    Pünktlich um 8 Uhr wurden wir am nächsten Morgen von unserem bestellten Taxi nach Bangkok abgeholt. Schnell sprang ich noch mal aus dem Taxi raus um dem „Gatekeeper“ noch Trinkgeld zu geben. Der hatte so eine lustige Quicksstimme, ich dachte anfangs der verarscht mich damit! Ich wollte ihm eine kleine Freude machen da ich nicht glaube, dass er oft mit Trinkgeld bedacht wurde.

    Am Flughafen wechselte ich erstmal meine Schuhe damit ich in Bembeltown nicht so stark fror wenn ich auf meinen Koffer wartete und packte auch gleich meine Jacke mit aus. Die gab ich der fröstelnden Yo und sie setzte sich auf eine Bank während ich mich und mein Gepäck eincheckte. Zurück ging es übrigens mit Condor. Was da übrigens an Bord-Entertainment kostenfrei angeboten wurde, war mehr als frech: gerade mal zwei Filme und zwei TV-Folgen. Zum Glück hatte ich ja noch genügend Content auf meinem Tablet.

    IMG_20160108_125446.jpg, Jungfrau III (Extended Version) – Das Ende einer Trilogie, 1

    Mit meinem Boarding-Pass ging ich zurück zu Yo und die hielt mir „freudestrahlend“ Kondome entgegen die sie bei mir in der Jackentasche gefunden hatte. Die hatte ich echt schon lange dort gebunkert gehabt aber das glaubte sie mir natürlich nicht. Wir gingen dann noch eine Kleinigkeit essen und als sie mich dann zur Rolltreppe zur Immigration brachte, steckte ich ihr noch ein paar Tausender in die Tasche. Ich hatte ihr ja versprochen, dass es diesmal keine Tests gab. Während ich zu meinem Gate lief, machte sie sich auf den Weg zum Busbahnhof um zurück in ihr Dorf zu fahren. Sie schickte mir aus dem Taxi noch ein Bild von sich wie sie tief traurig guckte.