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Jungfrau in Sachen Thailand - Part II

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von PotatoeJoe, 07.10.2015.

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Dieser Thread wird von 4 Benutzern beobachtet..
  1. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Da das Forum hier doch noch nicht dicht ist, poste ich meinen Bericht auch hier wieder.

    Meinen Bericht zu meiner ersten Reise vor zwei Monaten könnt ihr hier nachlesen: http://www.thailand-asienforum.com/...hen-thailand-meine-erste-reise-ins-ldl-18825/

    Es sind jetzt gerade mal knappe 17 Stunden her, dass ich zurück aus Thailand bin und lasse das Erlebte auf mich einwirken.

    Nach meiner ersten Reise ins Land des Lächelns war der Wunsch doch sehr stark sobald wie möglich wieder zurück zu kehren. In unserer kleinen WhatsApp Gruppe standen wir auch in Deutschland weiterhin rege in Kontakt und so schaukelte es sich auch ein wenig hoch. Unser Ältester postete seine Flugdaten und keine zwei Stunden später hatte auch ich meinen Flug gebucht! Einen Monat nach Pattaya ging es auch schon wieder in einem Monat nach Pattaya zurück.

    Je näher der Abreisetag anrückte, desto weniger war ich mittlerweile überzeugt, dass das eine gute Idee gewesen ist. Die Erlebnisse und Eindrücke des ersten Mals wird man leider nicht wiederholen können. Mein Gefühl sagte mir, dass ich nicht fliegen sollte. Der Flug und zwei Hotels waren schon gebucht und bezahlt und ich konnte ja meinen Kameraden nicht alleine lassen. Schliesslich war ich Derjenige der auf die Idee kam so schnell wie möglich wieder zu fliegen!

    Die Zugfahrt zum Flughafen DUS fing schon gut an. Der Kontrolleur stellte fest, dass ich noch ein Anschlussticket hätte ziehen müssen. Nachlösen, wie zumindest früher möglich war, ging nicht aber dafür konnte er einen Beleg ausdrucken, dass ich ein erhöhtes Beförderungsentgelt von EUR 60,- zu entrichten habe. Der Rest der Reise war dafür recht unproblematisch. Bei meinem Transfer in Hongkong chattete ich mit einer Flughafenangestellten. In BKK gelandet ging es auch gleich direkt zur Busstation Richtung Pattaya, der für mich nächste Bus sollte um 13:30 fahren. Die süsse Angestellte buchte mich dann netterweise in den Bus um 13:00 Uhr ein. Da stand ich dann und wartete und wartete und guckte auf die Uhr meines Smartphones. Es war laut Display schon weit nach 13:00 Uhr und mein Grinsen zur Ticketverkäuferin wurde mit einem Lächeln sowie dem Ruf: „I not forget you“ beantwortet. Pünktlich ist was anderes, dachte ich mir bis es mir endlich auffiel, dass mein Smartphone noch auf HK-Zeit lief. Und schon ging es auch los zum Bus wo ich auch ein wenig schlafen konnte. Kurz vor Pattaya regnete es und ich hatte die Bilder der überfluteten Beachroad im Kopf, die mich ein paar Tage vorher in Deutschland erreicht hatten.

    An der zweiten Haltestelle ausgestiegen verlangte ein Moto-Taxi-Fahrer dann auch glatt mal 200 Baht Wir lachten gemeinsam über den Scherz und nach einem halbwegs fairen Rabatt von 50% ging es dann auch zum April Suite Hotel. Dort angekommen, wurde ich mit einem Upgrade auf das March-Hotel überrascht. Das Zimmer im 6. Stock war hübsch aber genau gegenüber war eine Baustelle wo kräftig gearbeitet und gelärmt wurde. Nach kurzer Rücksprache mit dem Front Office wurde mir ein Zimmer am anderen Ende des Gebäudes gegeben. Die Transferrate des WLANs war hervorragend! Ich konnte ohne Probleme Filme von meinem NAS zuhause ohne Probleme auf meinen mitgebrachten Chromecast Stick streamen! Nach einem kurzen Chat mit Monica, die mich über ein Datingportal kontaktete, schlief ich dann erstmal für ein paar Stunden. Mit Monica traf ich mich dann zum Abendessen am Central Festival. Die Bilder von ihr entsprachen 1:1 aber der Funke sprang doch nicht über. So verabschiedete ich mich nach dem Essen von ihr mit dem Vorwand zurück ins Hotel zu gehen um (alleine) zu schlafen.

    Nachdem sich unsere Wege trennten begab ich mich in die Soi 8 wo Yo, meine „Freundin“ die ich bei meinem ersten Urlaub kennen lernte, in einer Bar arbeiten sollte. Sie wusste, dass ich nach Pattaya kommen würde aber nicht genau wann. Es sollte eine Überraschung für sie werden und ich sehen ob sie einen eventuellen anderen „Customer“ für mich stehen lassen würde.

    Mit der Frage: „glaubt ihr an Schicksal?“ beende ich meinen heutigen Bericht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2015
  2. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Von der Beachroad ab bog ich in die Soi 8 ein. Es war nicht viel los und so schlenderte ich gemächlichen Schrittes an den vielen Bars vorbei. Immer mit wachsamen Auge ob ich irgendwo in einer Bar meine Yo erblicke bevor sie mich sieht.

    Im letzten Drittel kam ich am Sunshine & Residences Hotel vorbei wo noch vor zwei Monaten unser „Kiniau“ residierte und von Big D einen Ladyboy aufs Zimmer bestellt bekam. Von hier ging es für mich damals mit dem Taxi zurück nach BKK, Yo begleitete mich. Vorher noch ein Abschiedsfoto unserer Gruppe samt weiblicher Begleitung geknipst und die Kamera verflucht, die leider die meisten Bilder verhunzt hatte!

    Und schon war ich durch die Soi 8 durch, passierte sie wieder in umgekehrter Richtung aber keine Yo weit und breit entdecken können. Auch bei meinem zweiten Durchgang zurück in Richtung 2nd Road hatte ich keinen Erfolg. Nur bei einer Bar blieb ich kurz stehen um dem Bargirl, welches mich zu sich rief, mitzuteilen dass ich auf der Suche nach einer ganz speziellen Person sei.

    Es war schon kurz vor halb ein Uhr als ich am Ende der Soi 8 zur 2nd Road hin auf die Uhr schaute. „Okay, versuche ich mein Glück morgen etwas früher“ dachte ich mir und begab mich auf ein Absacker-Bier zur Lovers Lane in die Soi 6.

    Die dortigen Mädels staunten nicht schlecht als sie mich erblickten und fragten warum ich wieder hier sei. Die Putzfrau hatte mittlerweile ihren damaligen Platz hinter dem Tresen mit dem an vorderster Front getauscht. Von, nennen wir sie mal „Ja“, die Big D während seines Aufenthaltes überaus grosszügig finanziell bedacht hatte war nichts zu sehen. War sie tatsächlich doch in Bangkok und arbeitete in einem Restaurant und wartete auf das Visa um mit ihren beiden Kindern zu Big D nach Deutschland reisen zu können? Ich sollte es später erfahren.

    Für „Kiniaus“ Lady bestellte ich einen Ladydrink und unterhielt mich kurz mit ihr. Leider verstand ich aufgrund der lauten Musik und meiner nachlassenden Hörstärke nicht allzu viel und ehrlich gesagt, ich war auch zu müde und nachdenklich ob das so eine gute Aktion von mir gewesen war so kurzfristig wieder zurück zu kehren. Schließlich war ich in Deutschland ja schon fast vom „Pattaya-Virus“ geheilt.

    Langsam begab ich mich zurück zum Hotel, schloss mein Zimmer auf, mein Handy klinkte sich automatisch ins WLAN ein und ich musste nicht noch einmal meine Login Dateien auf der Landing page des Hotels eingeben. Es trudelten die ersten Messenger Nachrichten in Thai ein...

    22:06 - Ich gehe jetzt schlafen
    22:06 - Du bist wohl beschäftigt
    22:07 - Ein Bild eines schlafenden Dinos
    23:47 - Wo bist du?
    23:50 - Wo bist du?
    23:51 - Du bist in Pattaya
    23:51 - Meine Freundin hat dich gesehen
    23:58 - Du hast mich angelogen
    00:00 - Du bist um 23:30 in der Soi 8 gewesen
    00:02 - Du bist hier, warum bist du nicht zu mir gekommen? Warum lügst du mich an?
    00:05 - Du hast mich belogen.
    00:06 - Ich denke, es ist gut weiter zu gehen.
    00:12 - Ein weinendes Gesicht.

    Eine Stunde nach dem das weinende Gesicht abgeschickt wurde erhielt ich die Nachrichten. In der Hoffnung, dass es noch nicht zu spät war, antwortete ich ihr, dass ich sie gesucht hatte. Es sollte eine Überraschung werden. Und warum, hat ihre mir unbekannte Freundin mich nicht einfach angesprochen? Eine knappe dreiviertel Stunde später erfolgte eine Antwort. Sie fragte mich wo ich jetzt sei und ich sie, ob sie mich denn noch sehen wollte. Ja, sie wollte mich wieder sehen. Jetzt! Sie, ganz Party-Maus wollte sich im 808 mit mir treffen aber dafür war ich zu müde, es war ja schon 2 Uhr. Sie machte sich auf den Weg zu mir ins Hotel. Keine halbe Stunde später lagen wir auch schon gemeinsam im Bett und ich stiess auf unser Wiedersehen rein. Kurz vor dem Einschlafen schickte ich noch ein Bild von uns beiden im Bett in die Gruppe worauf Big D meinte, das ist ein altes Bild. Ich sei ja gar nicht in Thailand! Tja, da hatte er sich geirrt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.10.2015
  3. muesli111

    muesli111 Junior Member

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    bin interessiert dabei :super: kannst du vielleicht die Schriftgröße etwas erhöhen ??
     
  4. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Entschuldigt die etwas längere Pause aber ich hielt mich für eine Woche im deutschen Äquivalent zu Ting Tong City auf: ich war in Bayern unterwegs :)

    Der darauf folgende Tag begann mit einem Essen im Black Canon Coffee im Central Festival. Ich hatte leicht Bammel, dass wir Moni über den Weg laufen könnten und es zu einer Szene zwischen den Damen kommen könnt aber die Angst war unbegründet.

    Nach dem Essen war die grosse Frage: was machen wir nun? Yo schlug vor ins Kino zu gehen. Sie wollte einen thailändischen Film sehen, dessen Titel Mae Bia (The Snake) für mich klang wie "Mehr Bier". Der Film hatte eine Altersfreigabe ab 18 Jahre, was aber die Thais nicht abhielt mit ihren Kleinkindern die Vorstellung zu besuchen. Über den Film verliere ich jetzt nicht viele Worte, meiner Süssen scheint er zumindest gefallen zu haben.

    Danach gingen wir durch die Soi 8 wo sie mir zeigte in welcher Bar sie genau arbeitete. Jetzt haltet euch fest! Es war die Bar, an der ich mich kurz mit dem einen Bar Girl unterhielt und ihr sagte, dass ich eine ganz spezielle Person suche. Das war ihre Freundin! Ich bezahlte einige LDs und wir zogen weiter zur nächsten Bar. Hier spielte ich mit einem Ladyboy um einen BJ Billard: sollte ich gewinnen, krieg ich den gratis aufs Haus! So schlecht hatte ich noch nie gespielt! :D Ich hätte jetzt nicht gewusst, was ich getan hätte wenn der Einsatz gewesen wäre: wenn ich verliere muss ich blasen...

    Nun ging es in die Soi 7 wo unser lieber Kiniau damals eine sehr süsse Maus für eine Nacht mitnahm. Sie freute sich mich zu sehen, erklärte mir aber gleich dass "Kiniau" besser auf sein Gemächt achten müsse wenn sie ihn noch einmal erwischen sollte. Nicht nur, dass er an der Bar bei 4 Gewinnt eine App für sich spielen liess, nein er hat es nicht mal für nötig befunden der Kleinen das Honorar für LT zu geben. Das konnte ich natürlich nicht glauben und fragte umgehend via Whatsapp nach, ob das denn stimmen würde. Antwort war: ja, hab ihr kein Geld gegeben. Die war schlecht!

    Boah, ein "Kiniau" zu sein ist ja schon heftig aber dann dazu noch ein Nuttenpreller?! Fand ich schon ganz schön hart und hab ihm nahe gelegt, dass er dies bei seinem nächsten Besuch wieder gerade biegen sollte. Das einzige was ich machen konnte war, dass ich ihr wenigstens ein paar LDs spendierte. Leicht angedüdelt zur vorgerückten Stunde machten wir uns auf den Weg in die WS.

    Ich war geschockt: Imsomnia = nix los, IBar = nix los, 808 = 3 Leute. Nur in der Candy Bar war wenigstens etwas Publikum. Nach ein paar Bier zog es uns "bumbum mässig" zurück ins Hotel.
     
  5. borat

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    und schon wieder hat der 1-sterne-verteiler zugeschlagen bevor der bericht überhaupt richtig losgeht.

    mich würde echt mal interessieren wer das ist.
     
  6. PotatoeJoe

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    Das war bestimmt der Kiniau :ironie:
     
  7. borat

    borat Experte

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    krass!

    um wieviel uhr war das? da ist ist vor 12 immer total leer.

    2 uhr ist doch die perfekte party zeit....
     
  8. PotatoeJoe

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    [Kiniau, der Nuttenpreller]

    Für den nächsten Trip hab ich schon das passende T-Shirt Motiv gephotoshopped :D

    Das war kurz nach eins, die WS war aber auch nicht sehr gefüllt an dem Abend.

    Geb ich dir vollkommen recht! Bei mir war es ja auch mein Ankunftstag. Während der ganzen Reise habe ich vielleicht eine Stunde geschlafen und vielleicht zwei Stunden im Hotel. Ausserdem wollte ich in dem Moment nur Bum Bum im Bett und nicht auf einem Klo :mrgreen:
     
  9. PotatoeJoe

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    Mein vorerst letzter Tag in Pattaya brach an. Schon von Deutschland aus sagte ich Yo, dass ich diesmal nicht nur in Pattaya bleiben sondern auch eine kleine Inseltour starten wolle. Angeregt von orangeflame's Urlaubsbildern und der recht kurzen Anreisedauer entschied ich mich für Koh Chang. Yo schlug vor, dass Koh Mak auch eine schöne Alternative wäre. Daraufhin erwiderte ich, dass man doch beide Inseln besuchen könnten. Sie meinte, beide Inseln würden zu lange dauern und wären auch gesamt zu teuer. Ich fragte sie, ob sie denn Pattaya dann so stark vermissen würde, dass sie so schnell wieder zurück will? Ich würde beide Inseln besuchen, mit oder ohne sie.

    Vom Hotel aus suchte ich vormittags eine ganze Weile zwei halbwegs schöne Hotels aus. Das MAC Resort auf Koh Chang und für Koh Mak etwas besseres, das Plub Pla Koh Mak Retreat! Mit den Hotelbuchungen im Mail-Postfach gingen wir zu einem Travel Agent um den Transfer nach Koh Chang zu buchen.

    Abends ging es dann wieder erst Soi 7, Soi 8 um dann in die Soi 6 zu gehen um orangeflame zu gratulieren. Er unterhielt sich schon ganz gut mit bereits anwesenden Gästen wo ich nicht stören wollte. Wir gingen in den klimatisierten Bereich und ich freute mich eine alte Bekannte, nennen wir sie mal Ja, zu sehen. Sie war bei meinem ersten Aufenthalt die ständige Begleiterin von Big D. Eigentlich sollte sie ja jetzt in einem Restaurant in Bangkok arbeiten und auf das Visum nach Deutschland warten um das sich Big D kümmern wollte. Schnell hatte der Grossteil der alten Gruppe erkannt, dass das alles nur Blahblah war. Was tatsächlich zwischen den beiden ablief rangten sich die tollsten Gerüchte und Vermutungen. Später uferten die Mutmassungen noch richtig aus, dazu aber später mehr. Ich musste erstmal ein gemeinsames Foto von uns beiden in die Gruppe posten was nicht bei jedem gut ankam. Dafür kassierte ich dann auch die Quittung die mich aber nicht sonderlich störte. Yo und ich bestellten uns jeweils ein Bier und die beiden Mädels unterhielten sich. Was da genau beredet wurde, entzog sich zu dem Zeitpunkt meiner Kenntnis. Lang ging das Gespräch aber nicht, ich hatte noch nicht mal meinen zweiten Schluck genommen als Yo bestimmend sagte: wir gehen jetzt! Auf meine Frage ob ich denn noch mein Bier fertig trinken könne erhielt ich nur: nein, wir gehen jetzt! Yo war sichtlich sauer und ich wusste nicht warum. Eine lautstarke Diskussion oder sogar Streit zwischen Ja und ihr war mir nicht aufgefallen. Beim Verlassen, klopfte ich Guido noch auf die Schulter und entschuldigte mich, dass ich so kurzfristig unverrichteter Dinge wieder ging.

    Uns zog es direkt zur Walking Street in die iBar. Von der iBar ging es wieder ins 808 um danach für die Inseln noch einen Badeanzug für Yo zu kaufen und einen Mitternachts Snack zu sich zu nehmen. Dort deutete sie mir an, dass ich einigen Menschen gegenüber besser vorsichtig sein und nicht alles glauben solle was diese erzählen. Ich konnte mir schon denken wen und was sie meinte. Bevor es zurück ins Hotel ging schauten wir noch kurz in der Drinking Street vorbei. Oh Freude, wen trafen wir da? Guido! Noch ein paar Getränke, zwei gemeinsame Schnappschüsse mit ihm um dann zurück ins Hotel um sich noch ein paar Stunden Schlaf zu gönnen bevor wir abgeholt wurden um nach Koh Chang zu kommen.
     
  10. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Koh Chang, Koh Chang, wir fahren nach Koh Chang!

    Pünktlich um 8 Uhr wurden wir im March Hotel abgeholt. Die Abfahrt dauerte wegen meiner Schusseligkeit ein wenig länger weil ich den Umschlag mit dem Voucher vom Travel Agent nicht gefunden habe. Aus irgendeinem Grund packe ich so etwas immer in meine hintere Hosentasche und vergesse es natürlich. Den Umschlag auf dem die E-Mail und Telefonnummer von der Agentur notiert war, vergass ich auch prompt später bei unserem Chauffeur.

    Bei einer kurzen Tank- und Rastpause grinste Yo mich nach einem Plausch mit einer Strassen-verkäuferin an und sagte „Loh mah“ zu mir. Mein verdutztes Gesicht und die Frage „lamok?“ brachten sie zum Lachen. Ich hatte von meinem ersten Aufenthalt noch im Hinterkopf, dass „lamok“ (oder so ähnlich) soviel wie Schwein bedeute. „No, loh mah! She says you are very handsome and she love your blue eyes“. Oh man, wie oft habe ich das über meiner Augen schon hören dürfen. Vielleicht sollte ich die nicht mal für mich arbeiten lassen? Mit einem Lächeln und einem intensiven Augenkontakt verabschiedete ich mich von der kleinen Verkäuferin.

    Die Überfahrt mit der Fähre und die anschliessende Fahrt zum Hotel waren ereignislos, ein kleiner Affe nötigte unserem Fahrer eine kleine Abbremsung ab. Dem MAC Resort sah man schon etwas an, dass es einige Jahre auf dem Buckel hatte. Die Fenster liessen sich witterungsbedingt sehr schlecht öffnen und noch schlechter schliessen. Das Wlan-Signal war mehr als schlecht aber ich bin ja schliesslich auch nicht zum Surfen nach Koh Chang gefahren.

    Wir tätigten ausgiebige Spaziergänge am White Sand Beach, Yo machte viele Selfies von sich die sie, wie ich auch kurze Zeit später heraus fand, fleissig postete. Innerlich spürte ich, daß sie etwas beschäftigte was wieder rum mein Misstrauen weckte. Ich versuchte sie während unseres Aufenthalts auf Koh Chang aus der Reserve zu locken in dem ich ihr offen mitteilte, dass ich weiss, dass ich ja nur ein Customer für sie sei. Ein „stupid Falang“ eben. Nein, das sei ich nicht. Ich wäre ihre Nummer eins! Und sie wolle das mit dem dummen Falang nicht hören. Das wäre nicht so und ich solle damit aufhören. Um eine Eskalation zu vermeiden fragte ich sie nur noch mit einem Lächeln: „Okay, Me number one! But one of how many?“ Ihre Antwort: „just number one!“.

    Am nächsten Tag versuchte ich eine Fährverbindung von Koh Chang nach Koh Mak zu finden. Wegen der Jahreszeit wurde diese aber nicht offeriert. Auf diversen Internet-Seiten konnte ich dann auch in einem Nebensatz diese Behauptung verifizieren. Also blieb uns nichts anderes übrig als am nächsten Tag mit der Fähre zum Festland und von dort mit dem Speedboat nach Koh Mak zu gelangen. Um den Rest des trüben, regnerischen Tages halbwegs mit Programm zu füllen buchte ich für uns eine mehrstündige Elefantentour.

    Das Abendbuffet am Strand viel förmlich ins Wasser. Die Stimmung zwischen uns beiden kühlte sich auch zusehends ab. Sie meinte, dass es morgen auch wieder nur regnen würde und wir die meiste Zeit in unserem Zimmer auf Koh Mak verbringen würden. „Nein, morgen wird ein schöner Tag, vertrau mir!“ entgegnete ich. Nachts im Bett war eine recht grosse Lücke zwischen uns und ich wollte sie nicht in irgendeiner Art und Weise bedrängen. Dumm gelaufen, die ganze Sache aber was bringt es jetzt sich darüber Gedanken zu machen? Freue ich mich lieber auf den morgigen Tag, auf Koh Mak!

    Am nächsten Morgen war es wie ich prophezeite: strahlender Sonnenschein! Ich hielt die meiste Zeit absichtlich etwas körperlichen Abstand zu Yo, lächelte sie aber immer freundlich an sobald sich unsere Blicke kreuzten.

    Am Fährhafen angekommen, mussten wir ca. zwei Stunden auf das Speedboat warten. Hier war ich auch wieder sehr positiv überrascht wie einfach und unkompliziert die Thais Dinge organisieren und regeln! Weil wir drei Tage später eigentlich von unserem Fahrer auf Koh Chang abgeholt werden sollten, plante ich wie wir zeitlich passend zu dem Bus aufschliessen könnten. Frühmorgens mit dem ersten Speedboat zurück zum Festland und von dort mit dem Taxi zum 20km entfernten Fährhafen nach Koh Chang um dort dann in den Van nach Pattaya einzusteigen.

    Die Ticket-Verkäuferin sagte, alles viel zu kompliziert! Mit einem Telefonat organisierte sie unsere spätere Abholung für diesen Fährhafen. Und alles ohne Aufpreis! Sowas war ich z.B. von Südamerika nicht gewohnt. Da kostete jeder Furz, der nicht explizit festgelegt wurde, immer extra!
     
  11. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Koh Mak: es wird dramatisch.

    Das Speedboat war bis auf einen Platz voll belegt. Weil ich einigen Passagieren den Vortritt liess, sass Yo während der ca. 45 minütigen Überfahrt drei Reihen von mir entfernt. Am Pier angekommen, wurden wir auf verschiedene Fahrzeuge verteilt und anschliessend zu den einzelnen Hotels gefahren.

    Am Plubpla Koh Mak Retreat angekommen musste ich den wundervollen Anblick der Anlage erst mal sacken lassen. Meine Tochter meinte später, nachdem ich ihr ein paar Bilder schickte, dass diese von einem Reisekatalog stammen müssten. Die könne unmöglich ich geknipst haben, dafür seien sie zu schön. Unser Gepäck wurde zu unserem Bungalow gebracht und ich war froh, dass dies keine Enttäuschung wie das MAC Resort war. Da Plubpla erfüllte voll und ganz meine Erwartungen.Yo wirkte hingegen recht teilnahmslos auf mich. Ich hatte mir mehr ehrlich gesagt ein klein wenig mehr „Emotion“ von ihr erhofft. So machten wir uns vom Bungalow aus auf den Weg zum wenige Meter entfernten Strand. Sie schlenderte links den Strand entlang und ich spazierte absichtlich in die entgegen gesetzte Richtung. Nach ca. 20 Minuten kehrte ich aufgrund dicht bewachsener Vegetation den Rückweg an und traf Yo sitzend auf einer Schaukel, verträumt das Meer entlang blickend.

    Während des Essens schickte ich ihr einen Schnappschuss, den ich zwei Tage zuvor von ihr gemacht hatte. Wie sie konzentriert auf ihrem Smartphone tippte. „Was“ wurde mir auf Thai geantwortet. Diesmal schickte sie mir ein Bild von mir, wie ich mit mit meinem 3DS spielend am Pier auf das Speedboat warte. Ich sei hübsch, und sie würde mich mehr und mehr lieben.

    Es war fast Vollmond, ich wollte irgendwie einen freien Kopf von der ganzen Situation mit Yo bekommen und entschloss mich gegen Mitternacht im Mondschein schwimmen zu gehen. Ich schwamm weit das Meer hinaus und genoss die Stille um mich herum. Hin und wieder verdeckten die Wolken den Mond, so dass es kurzzeitig stockdunkel wurde. Endlich fand ich meine innere Ruhe.

    Als ich zurück kehrte, schlief Yo bereits und ich legte mich mit genügend Abstand zwischen uns neben sie. Nachts wurde ich kurz wach und bemerkte, wie sie sich heimlich mit ihrem Smartphone ins Badezimmer schlich. Irgendwas war faul und vielleicht war es für mich jetzt besser, einen noch grösseren Abstand zu ihr zu gewinnen.

    Am nächsten Tag schrieb sie mir, würde ich sie jemals belügen, solle mir ein Hai den Schwanz abbeissen. Den Abend zuvor war Yo angeblich sehr müde gewesen. Kurze Zeit später schrieb sie mir via Messenger, dass sie gelogen hatte. Sie sei nicht müde gewesen aber ich hätte sie zu dieser Lüge gedrängt. Sie verstehe das nicht und es wäre für sie besser weiter zu ziehen. Ich bejahte dies und schrieb, dass es mein Fehler wäre. Ich sei der „dumme Falang“, aber ich habe sie nie zum Lügen gedrängt. Sie verstand wieder nicht und ich solle ihr sagen wenn ich was bräuchte. Ich erwiderte, dass es okay sei, sie solle die ganze Angelegenheit vergessen.

    Später machte ich mich alleine auf den Weg zum Pool. Ich erhielt eine Nachricht von Yo. Sie schrieb, dass sie sich wegen letzter Nacht entschuldigen wolle. „Kein Problem, bin der dumme Falang“. Sie schickte einen Sticker mit einem „lachendem Jungen, der mit dem Finger auf den Empfänger zeigt“ mit dem dem Hinweis, dass sie hungrig sei. Ich teilte ihr mit, dass ich vergessen hatte, dass ich nur ein Customer sei. Und ich hatte keinen Hunger. Sie verstand nicht, warum ich so dachte. Ich sei eben kein Customer.

    „Doch, es ist aber so. Ein Kunde, Nummer eins von vielen. 55555“.

    „Nein, du bist mein Geliebter! Komm sofort zurück! Sag mir die Wahrheit. Du fühlst dich mit mir nicht wohl, du liebst mich nicht!“

    Hatte ich sie in eine Ecke gedrängt in der sich normalerweise der LKS-geplagte Mann befindet oder wurde mir gerade eine Darstellung par excellence geboten? Ich stieg mit ein und wollte meine Rolle des Liebeskaspers überzeugend rüber bringen.

    „Ich liebe dich zu sehr als dass ich es verbergen könne und du weisst das. Ich bin nicht gut für dich!“

    „Nein, du bist zu gut für mich! Warum denkst du so? Ich verstehe dich nur manchmal nicht. Komm zurück!“

    „Ich kann nicht... Morgen wirst du wieder in Pattaya sein und ich werde dich nicht mehr belästigen.“

    „Was möchtest du? Möchtest du mir auf diesem Weg Good Bye sagen? Willst du mich nicht? Liebst du mich nicht?“

    „Ich denke, es ist das Beste für uns.“

    „Was ist mit der Vergangenheit?“

    „Ich liebe dich, wirklich aber was ist mit der Zukunft?“

    „Danke, dass du mich liebst. Ich liebe dich.“

    „Ein anderer Mann wird dich viel glücklicher machen! Wie könnte das weiter gehen? Egal...“

    „Ich hatte nie einen anderen Mann. Ich habe nur dich. Du bist die erste Person die ich so sehr liebe!“

    „Wie soll ich dir das glauben wenn ich sehe was in Pattaya passiert? Ich liebe dich sehr aber du arbeitest in einer Bar, nicht in einem Büro.“

    „Du magst keine Bar Girls? Willst du, dass ich einen anderen Job mache? Sag es mir bitte!“

    „Würde es dir gefallen wenn du mich mit anderen Frauen siehst?“

    „Nein, das würde mir absolut nicht gefallen!“

    „Jetzt verstehst du vielleicht...“

    „Ich möchte wissen ob du dich unsicher fühlst.“

    „Ich empfinde zuviel für dich.“

    „Ich liebe dich auch und ich vergass, dass nicht zu tun! Ich werde in meine Heimatstadt zurück kehren und nicht mehr in Pattaya bleiben. Ich werde dich nicht mehr belästigen.“

    „Du wirst in Pattaya bleiben.“

    „Warum?“

    „Weil ich zurück nach Deutschland gehe.“

    „Du möchtest Auf Wiedersehen zu mir sagen, stimmts?“

    „Es ist dein Leben. Ich erlöse dich von mir!“

    „Danke, dass du mir ein gutes Gefühl gegeben hast. Ich habe keinen Hunger mehr.“

    „Was sollen wir nur tun?“

    Nach diesem Satz schaltete ich mein Telefon aus und ging spazieren. Nach ca. einer halben Stunde kehrte ich zu unserem Bungalow zurück. Ich setzte ein gequältes Lächeln auf und fand Yo im Bett sitzend vor. Ihre Augen waren vom Weinen verquollen und sie weinte noch immer. Mit tränennassen Augen schaute sie mich unendlich traurig und fragend an. DAS wollte ich so nicht. Ich setzte mich neben sie, nahm sie fest in meine Arme, küsste sie zärtlich und versprach ihr, dass alles wieder gut werden würde. Ich würde mein Bestes dafür tun...
     
  12. Likethai

    Likethai Member

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    Dann mal weiter, bin schon gespannt.....bis jetzt ein toller Bericht
     
  13. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Nachdem ich ihre Tränen getrocknet hatte sollte es nun stressfrei und schön für uns beide werden. Yo machte einen Roller klar und plötzich war ich nach über zwanzig Jahren mal wieder auf zwei motorisierten Rädern unterwegs. Sie lotste mich mit Hilfe einer kleinen Karte und ihren Ortskenntnissen zu einigen Ausflugspunkten und zeigte mir unter anderem auch das Monkey Island Resort. Hier hatte sie schon einmal ein paar Tage verbracht. Also war sie schon einmal hier und ich plagte mich mit der Hotelsuche ab... Toll, da hätte ich etwas mehr Zeit einsparen können wenn sie mir das vorher gesagt hätte. Aber das hatte auch den Vorteil, dass ich mir was Hübsches aussuchen konnte: das Monkey Island Resort war nämlich nicht so mein Geschmack.

    Und wieder versaute mein „attention to details“ die allgemeine Situation! Yo zeigte mir kurz was auf dem Google Translator und ich konnte sehen, dass „Türkisch“ als Offline Sprachpaket installiert war. Das sagte ich ihr auch gleich, dass das eigentlich nicht Standard ist. Auf der anderen Seite war das aber auch wieder hilfreich um keinen LKS aufkommen zu lassen.

    Die Rückreise von Koh Mak sowie die Fahrt nach Pattaya waren wieder sehr ereignislos. Je näher wir nach Pattaya kamen, desto stärker war der „take care“ Faktor bei ihr ausgeprägt. Hatte sie plötzlich Angst wegen der nahenden Konkurrenz vor Ort?

    Heute war auch „bigimp's“ Anreisetag und sehnsüchtig fragte mein Schatz wann ich denn endlich wieder in Pattaya sei. Er hat auch schon abgecheckt, dass wir unsere Zimmer nebeneinander bekommen. Wegen meiner späten Ankunft sass er aber im 3. und ich im 6. Stock. Das hatte wieder rum den Vorteil, dass ich im Falle eines Falles sein Lustgestöhne nicht mitbekommen musste.

    Die Wiedersehensfreude war gross und wurde in der Smurf Bar auch kräftig begossen. Aufgrund des langen Fluges, des Klimawechsels und einfach nur weil er so schnell gesoffen hatte, bekam bigimp nichts mehr mit wie wir ihn zurück ins Hotel brachten. Junge, ich dachte mir nur, wenn der so zu beisst, dann lass ich mir von ihm heute mal lieber keinen blasen. Der nächste Tag sollte so Einiges ans Licht bringen.

    Nach einer gemeinsamen Öl-Massage ging es zurück ins Hotel zum Duschen. Dort bekam ich dann zufällig auch mit, wo Yo ihre Koh Chang Selfies gepostet hatte. Die hatte sie nämlich via Whatsapp an Tony, einen Engländer geschickt. Seine Antworten hätten auch von mir stammen können: „youre beautiful, I miss you, etc. etc.“. Ich liess mir nichts anmerken, noch nicht. Haltet mich für altmodisch aber wenn mich jemand „aushält“ dann bin ich zu 100% für den da und wenn es nur für eine gewisse Zeit ist.

    Yo wollte für ca. eine Stunde zu sich nach Hause um Kleidung zu wechseln und ich in den Waschsalon um meine reinigen zu lassen. Mit der Eigentümerin stand ich schon vorher in Kontakt und Yo erzählte ich, dass ich hier eine Familie unterstütze. Warum sollte ich „loyal“ bleiben? Ich war ja in Pattaya. Ich sollte mich besser keiner Illusion hingeben! In der knappen Stunde musste ich also schnell zur Sache kommen. Ein wenig „chit chat“, etwas Komplimente verteilt um dann auch zügig am knappen Höschen zu ziehen. Sie zierte sich, merkte aber dann doch dass Widerstand zwecklos ist und sie wollte es ja auch. Schnell schloss Amy ihren kleinen Waschsalon ab und wir schoben einen Quickie gleich hinter dem Eingang, nur durch ein Regal verdeckt. Mir rannte förmlich die Zeit weg und weil ich ja bei einem Dienstleister war, agierte ich voll nach meinem Interesse. Nicht lange fackeln sondern gleich schön in den Mund abladen! Meine Wäsche wollte ich zwei Tage später abholen.

    Wie ich es schon erahnt hatte: Yo fragte in energischem Ton wo ich so lange gewesen sei. Ich teilte ihr mit, dass dies der letzte Tag für mich mit ihr war. Ich steckte ihr für die gemeinsame Zeit 8.000 Baht in die Tasche, die sie wutentbrannt wieder raus holte um sie mir entgegen zu werfen. Ich erklärte ihr, dass sie mit diesem Geld etwas Sinnvolles anstellen solle, z.b. einen Englischkurs besuchen. Denn Tony machte sich ja nicht mal die Mühe einen Translator für Thai zu nutzen. So ging das ein paar mal hin und her mit der Beteuerung, dass sie nur mich liebe. So ein starkes Gefühl hatte sie noch für keinen vorher empfunden. Tony sei nichts mehr als „ein Customer“. Sie hätte von einem Anderen schon 10.000 Baht angeboten bekommen, sei aber nicht mitgegangen weil sie das ohne „echte Gefühle“ nie machen könne.

    Bigimp wartete auf mich damit wir gemeinsam Essen gehen konnten und ich musste unten am Front Office ja noch Bescheid geben, dass ab jetzt Yo während meiner Abwesenheit keinen Zugang mehr zu meinem Zimmer bekam. Also begleitete ich sie die Treppe nach unten und steckte vorher das Geld noch tief in ihre Tasche so dass sie die Scheine nicht sofort wieder rausholen konnte. Weil ich ihr Tage zuvor schon von meiner Geschäftsidee erzählte und ich sie dafür auch anstellen und bezahlen wollte konnte ich sie auch nicht mit einem schlechten Gefühl mir gegenüber gehen lassen. Ich versprach ihr, dass wir weiterhin Freunde bleiben würden und ich meinen Plan auch mit ihrer Unterstützung in die Tat umsetzen würde. Aber mehr wäre von meiner Seite aus nicht mehr drin.

    Wir setzten uns kurz auf die Treppe und sie beteuerte wieder, dass der Engländer „nur Customer“ gewesen sei. Ja klar, so wie ich! Ich wollte ihr anhand ihres Chats mit Tony zeigen, dass das für mich mehr als „Kundengespräche“ waren aber sie löschte kurzerhand den Chat um mir zu beweisen, dass da ja nichts wäre. Tja, nur dumm dass ich den Chat wieder restaurieren konnte was ich ihr dann auch zeigte wie das geht. Ich wollte keine Zeit mehr investieren damit nicht noch mehr unnötige Gefühle bei mir aufkeimten.

    Sie fragte mich unter Tränen, was sie tun könne damit ich überzeugt sei dass sie nur mich liebt und nur mit mir zusammen sein wolle. Gute Frage... Ich schlug ihr vor, dass sie das dem Engländer sagen könne. Ruckzuck schickte sie ihm mehrere eindeutige Bilder von uns zu ihm mit dem Hinweis, sie habe jetzt einen Boyfriend und löschte anschliessend seine Kontaktdaten. Ich war beeindruckt wie zielstrebig sie vorging um mich zu halten. Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass sie nach seiner letzten Nachricht, die sie auf Koh Chang empfing, nicht mehr geantwortet hatte. Meinem Gewissen tat es aber keinen Abbruch, dass sie weiterhin weinte und schlug vor, dass wir das im Zimmer zu Ende diskutieren sollten.

    Oben im Zimmer machte ich unmissverständlich klar, dass ich als ihr „Boyfriend“ für Essen, trinken, etc. weiterhin aufkommen würde aber als „Boyfriend“ ihr kein zusätzliches Geld pro Tag geben würde. Überglücklich überhäufte sie mich mit Küssen so dass wir dann endlich zu bigimp plus seinem Anhang aufschliessen und essen gehen konnten. Der Sack grinste sich nur einen ab als er uns beide Hand in Hand sah.
     
  14. PotatoeJoe

    PotatoeJoe Member

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    Die darauf folgenden Tage verliefen sehr spassig und harmonisch! Das war eine Wohltat endlich mal keine Diskussionen aufgrund von Missverständnissen. Nein, ganz im Gegenteil: so manches Missverständnis wurde sogar aufgeklärt!

    Zu viert feierten wir in der Candy Bar ab! Bahnte sich da sogar ein Partnertausch an? Zumindest war die Atmosphäre förmlich schwanger! Nein, das wollten wir Jungs dann unausgesprochen wohl doch nicht. Yo und mich zog es eine Etage nach oben ins 8o8 wo wir ihre Kollegin und deren Freundinnen trafen. Bigimp zog es vor zurück ins Hotel zu gehen um sich ein wenig von seiner Erkältung auszukurieren. Oh, da verpasste er das eine oder andere Interessante.

    Yos Freundin zeigte mir z.B. ein Video, welches sie von Big D geschickt bekam. Wie er toll seine Wohnung, oder besser gesagt, die Wohnung seiner Eltern, filmte. Die Stimmung war gut, Yo schon recht meau, gut am Tanzen und in ausgelassener Stimmung.Auch die anderen Mädels waren gut am Abfeiern, mir gefiel das sehr und ich filmte die eine oder andere Sequenz. Erst später, als ich mir in Deutschland die Clips ansah, realisierte ich wie sehr eifersüchtig Yo innerhalb von wenigen Sekunden reagierte.

    Die ersten 7 Sekunden filme ich Yo, sie ganz happy. Schwenke rüber zu ihrer Kollegin, die gerade an ihrer Bierflasche nippt. Weiter geht es nach ca. 3 Sekunden mit dem Smartphone auf deren Freundin um gleich auf die Dritte im Bunde zu fokussieren. Nach noch nicht mal einer Sekunde wird diese von der Mittleren aus dem Bild gedrängt. 18 Sekunden, nachdem ich angefangen hatte zu filmen spielt sich folgende Szene innerhalb von drei Sekunden ab. Yo schaut sehr böse in die Kamera und brüllt mir mit erhobenem Mittelfinger „Fuck you!“ entgegen. Worauf ich die Situation unmittelbar de-eskaliere: ich küsse sie einfach! Sie ist sichtlich überrascht, schaut glücklich und ich filme im Anschluss die tanzende Menge. Situation mal wieder bravourös gemeistert!

    Der nächste Tag sollte einige Mosaiksteine zu einem schemenhaften Bild zusammen fügen.
     
  15. benvenuto

    benvenuto Member

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    Geiler Bericht. Bin dabei.
     
  16. Max4

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    Da lese ich doch auch gerne mit :hehe:
     
  17. Grigor

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    Bin nun auch wiede up to date und lese gerne mit. Vielen Dank für deine Mühen.
     
  18. dergeniesser

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    Gute Story aus dem Leben.
    Lese auch weiter mit.
     
  19. Shelby

    Shelby Member

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    Ich bin auch dabei. Werde mir jetzt erst mal in Ruhe Dein Erstlingswerk zu Gemüte führen. Danke für den Link. :borat2:

    :bye:
     
  20. PotatoeJoe

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    Eigentlich will ich ja eine Andere und es fliessen Blut und Tränen

    Bei meiner ersten Reise fragte ich damals Bigimp wie die Frauen eigentlich zueinander stehen. Ob sie sich freuen wenn eine mal einen guten Fang gemacht hat. „Nein, die sind total eifersüchtig! Die gönnen sich gegenseitig noch nicht mal das Schwarze unter den Fingernägeln“ war seine Antwort.

    Mit dieser Aussage hatte er nicht unrecht. Er schrieb mir, dass er mit seiner Lady einen Riesenkrach habe weil Big Ds Ehemalige anscheinend erzählte, dass wir beide etwas von ihr wollten. Jetzt verstand ich auch endlich warum Yo mich damals mein Bier nicht austrinken liess und ich so schnell gehen musste. Es war ja nicht nur so, dass nur ich etwas von ihr wollte, nein sie wollte mich ja schliesslich auch! Das entwickelte sich ja langsam in eine richtige Dreiecks-Beziehungskrise und dabei wollte ich doch nur Spass! Aber war auch schön zu sehen, dass man von mehreren Seiten begehrt wird, und wenn es nur hintergründig wegen der Kohle war.

    Nach dem Frühstück gönnten wir Männer uns eine Massage. Eine richtig schöne, lange zweistündige Massage. Doch nach einer Stunde war ich fertig massiert und ich durfte mich wieder anziehen während Bigimp weiter massiert wurde. Schnell war das Missverständnis geklärt und ich durfte mich wieder ausziehen. Aber diesmal wollte die Masseuse, dass ich alles ablegte. Sie spielte gekonnt neckisch an meinem Gehänge was nicht ohne Folgen blieb. Sie bot mir einen Handjob an welchen ich nicht ablehnte und weil ich nicht kam, bot ich ihr wiederrum an es weiter mit ihrem Mund zu versuchen bevor sie sich noch eine Sehnenscheidenentzündung zuzog. Dort entlud ich mich dann auch schön brav. Befriedigt gingen wir zurück ins Hotel um gemeinsam in das Art Museum zu besuchen. Wir entrichteten brav an zwei getrennten Kassen den Eintritt und ich meinte dann ganz trocken, dass er anscheinend zuviel Eintritt bezahlt habe. Von mir wollten sie ein paar hundert Baht weniger. Etwas angesäuert fragte er in scharfem Ton, warum er denn mehr bezahlte als ich und die Kassiererin wusste nicht was sie antworten sollte. Mit „because I made a joke“ entschuldigte ich mich mit einem breiten Grinsen bei ihr.

    Bigimps letzter und mein vorletzter Tag brach an, wir machten uns zu viert auf den Weg nach Bangkok. Als schönen Abschluss hatte ich mir für die letzte Nacht ein Zimmer im Majestic Grande Hotel gebucht. Von dort aus machten wir uns auf den Weg zum MBK Center. Viel Zeit blieb Bigimp bis zu seinem Abflug nicht mehr. Nach dem Essen verabschiedeten wir uns und er machte sich alleine auf den Weg zum Flughafen. Seine Lady begab sich zum Busbahnhof um zurück in ihre Heimatstadt zu fahren. Nun waren Yo und ich wieder alleine.

    Im Hotel angekommen zeigte mir Yo unverblümt, dass es kein Abschieds Bum Bum für mich gab. Sie menstruierte und das nicht zu knapp. Naja, es war zum Glück der letzte Tag und ich würde es gerade noch so überleben. Später machten wir uns auf den Weg ins Amüsierviertel um den letzten Abend ausklingen zu lassen. Vor einer Bar tanzten die Mädels ganz ausgelassen aber irgendwie schaffte ich es nicht Yo davon zu überzeugen dass ich da gerne hin wolle. Hatte sie etwa Angst vor vermeintlicher Konkurrenz? An unserem letzten Abend? Wir einigten uns auf einen rustikal wirkenden Pub mit Live Musik! Als Yo die Preise sah wollte sie nach einem Bier schon wieder gehen aber ich überredete sie zu einem weiteren, dann noch zu einem und so weiter. Die Band spielte „When I see you again“, unser Lied. Mit einem Lächeln schaute ich Yo in die Augen und sah, dass bei ihr die Tränen flossen. Ich drückte sie ganz fest an mich und flüsterte ihr „I will see you again“ ins Ohr.

    Nach dem Frühstück verbrachten wir meine letzten Stunden wieder im MBK weil ich noch ein paar weitere Souvenirs für meine Töchter kaufen wollte. Yo kringelte sich vor Lachen weil ich, der „Farang“ ihr erklärte wie das Liniennetz der Skytrain funktionierte und wo wir umsteigen mussten. Später, beim Essen im Flughafen erklärte sie mir, dass sie Pattaya verlassen und zurück in ihre Heimatstadt kehren würde um dort nach Arbeit zu suchen. Sie zeigte mir den Chat mit ihrer Freundin wo sie ihr das geschrieben hatte. Als ich den Text schnell durch den Translator jagte, kam zwar etwas Sinnverwandtes raus aber ich interpretierte die Nachricht so als ob sie sich eine eventuelle Rückkehr offen hielt. Langsam war es an der Zeit Abschied voneinander zu nehmen. Das war dann auch recht kurz und schmerzlos. Ich machte mich auf den Weg die Rolltreppe nach oben zum Abflugbereich und sie ging zu den Taxi-Ständen. Kurze Zeit später schickte sie mir ein Bild von sich, mit einem traurigen Blick und roten, verquollenen Augen.

    Mein Rückflug war recht unspektakulär bis auf das Frühstück. Dummerweise bestellte ich das gleiche wie die Chinesen neben mir: Reissuppe mit ungesalzenem, fettigem Schweinefleisch. So etwas passiert mir bestimmt nicht noch einmal. Von Hongkong aus schickte ich Yo ein Bild und schrieb ihr, dass ich sie jetzt schon vermisse. Und das war noch nicht einmal gelogen! Wieder in Düsseldorf gelandet empfing mich die herbstliche Kälte Deutschlands.

    Mein Bericht ist noch nicht ganz zu Ende, es folgt noch ein Epilog.