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Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von finder, 12.04.2006.

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  1. finder

    finder Senior Member

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    den Bericht hab ich schon mal in einem anderen Forum eingestellt, einige werden ihn schon kennen. Also nur für die "Anderen" 8) 8)

    Einige hatten mich gewarnt, wenige hatten mein Vorhaben durch Tipp´s unterstützt, vorweg gesagt, ich bin heil zurück gekommen.

    Flug mit Emirates von Frankfurt über Dubai nach Manila. Ankunft um 15.30 Uhr, Taxi war vorbestellt (Stressfrei) und um 18 Uhr stand ich in Angeles im Swiss Challet unter der Dusche. Am nächsten Tag bin ich zu Nice Bike um mir einen fahrbaren Untersatz auszusuchen. Der Chef, ein Österreicher, ist ein ganz netter und kompetenter Vermieter. Er riet mir zu einer 250er Honda, reichlich Power und schön handlich. Er gab mir Empfehlungen für die Strecke, einige Adressen für den Notfall, 2 Ersatzschläuche und etwas Bordwerkzeug mit auf den Weg. 2000 Peso Kaution wechselten den Besitzer und ich war der König im Sattel.

    Am Flughafen hatte weder meine Visa- noch meine Mastercard funktioniert. Ich hatte zwar ein wenig Bargeld dabei, musste aber dringend Peso haben. Also noch mal zur Bank, auch an diesem ATM kein Erfolg (scheiß Karten). So musste ich dann noch einen weiteren Tag in Angeles verbringen, um die Geldbeschaffung über Western Union zu organisieren. Tag´s drauf war das Geld immer noch nicht Verfügbar und ich beschloss, mit noch knapp 2000 Peso Richtung Baguio zu starten. Es war sehr warm, so um die 30 Grad und das Fahren durch die kleineren Städte auf der Strecke war sehr Mühsam. Ich war froh, das hinter Tarlac der Verkehr weniger wurde und ich mir den Fahrtwind um die Nase wehen lassen konnte.

    Ein kurzer Stopp und mein Hunger konnte gestillt werden.

    233.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

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    Die Honda war sehr gut zu Händeln, die Gepäckrolle störte nicht und die Berge begannen mit gut ausgebauten Asphaltstrassen. Vor Baggio geht es dann richtig hoch, die Sonne verschwand in den Wolken und auf den letzten 15km verschwand auch die Strasse in den Wolken, teilweise hatte ich noch rund 20m Sicht.

    236.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 4

    Erst kurz vor Baguio rissen die Wolken auf und bei strahlendem Sonnenschein erreichte ich die Stadt.

    Baguio liegt auf liegt auf 1500m Höhe, die Luft war angenehm frisch. Ich fand ein passables Hotel, holte meine Pesos bei Western Union ab und genoss am Abend die Feierlichkeiten zum Valentinstag.

    237.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 5

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    239.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

    Eine Nacht in Baguio sollte reichen, ich war heiß auf die Berge.
     
  2. UweFFM

    UweFFM Junior Experte

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    Danke für den Bericht, ich kenn ihn ja schon. Ohne nur bedingt geländegängiges Anhängsel wäre ich auch gern durch die Berge gedüst. :bye:
     
  3. finder

    finder Senior Member

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    Es ging über die legendere Halsema Road Richtun Abatan. Eine ebenso gut ausgebaute Asphaltstrasse die mich zum höchsten Punkt des philippinischen Strassennetzes führte, 2.225 ü.M.

    242.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1
    Abatan

    243.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2
    Die Jeepneys nahmen "Formen" an

    244.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 3
    Kurven ohne Ende

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    246.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 5

    Auch das hier nennt sich immer noch "Nationalstrasse"

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    Ich war jetzt schon gut 3 Stunden unterwegs, es gab nur noch ganz kurze Asphaltstücke, der Rest war Schooter, Sand und Staub. Allerdings wurde ich mit tollen Aussichten belohnt.

    248.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7
    die ersten Reisterassen

    249.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 8

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    Nach 6 Stunden hatte ich die knapp 140 km bewältigt, gegen 16 Uhr konnte ich die ersten Häuser von Bontoc sehen.

    251.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 10

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    Bontoc ist die Hauptstadt der Mountain Province und liegt auf 900m Höhe in einem Talkessel am Ufer des Chico Rivers. 25.000 Einwohner bevölkern die Stadt, allerdings werden gegen 21 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt und fast alle Restaurants und Cafe´s schließen. Ich hatte mit dem Churya Hotel eine recht gute Wahl getroffen, die Zimmer waren sauber und das Personal sehr freundlich. Nachdem ich mir den Staub aus den Klamotten geklopft und vom Körper gespült hatte, meldete sich meine total ausgetrocknete Kehle und schrie nach San Miguel. Im Hotel auf dem Balkon genehmigte ich mir dann 2 Fläschchen und die Welt sah wieder sehr sehr gut aus.

    253.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 12
    Blick vom Hotel

    Es störte auch nicht wirklich, das es mitlerweile wie aus Eimern regnete. Ich war im Trockenen, frisch geduscht und rundrum zufrieden.

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    255.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 14

    256.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 15 [/color]




    Der Regen hörte nach einer halben Stunde auf, Zeit für die Sonne nochmal ne Stunde zu scheinen. Die Luft war angenehm frisch und ich bummelte durch Bontoc und suchte ein Lokal für´s Abendessen. Im Pines Kitchenette Inn gab es gegrillten Schweinebauch mit div. Gemüse, dazu San Miguel vom Fass. Ein Musiker quälte seine Gitarre und meine Ohren mit Oldies von den Beatels und den Stones. Außer mir befand sich noch eine chinesische Reisegruppe in dem Restaurant, die ihr wohl vorbestelltes Essen innerhalb von 15 Minuten verputzten und wieder verschwanden. Auch ich machte mich gegen 21 uhr auf den Weg zum Hotel. Im Cable Cafe brannte noch Licht, Einladung für ein Absacker Bier. Auch hier gab´s Gitarrenmusik, allerdings einige Klassen besser. So blieb es nicht bei dem einen Bier, die Bediehnung war sehr freundlich, der Gitarrist setzte sich in der Pause zu mir an den Tisch. Wir quatschten über dies und das und er sagte mir, das ab dem nächsten Tag eine Sängerin aus Baguio abends singen würde.

    Totmüde ging ich zum Hotel und schlief wie Stein. Der nächste Morgen brachte Sonnenschein. Nach dem Frühstück schwang ich mich auf meine Honda und quälte sie durch die Berge. Reis- bzw. Gemüseterassen hinter jeder Kurve.
     
  4. Chang Noi

    Chang Noi Gast

    @finder:

    Sehr schöner Bericht mit sehr schönen Bildern !
    Bitte weiter so ! :yes: :yes:

    Besonders sehenswert finde ich die 100% rostfreien 'Luftleitplanken' an der 'Nationalstraße' in den Bergen ...........
     
  5. Guest

    Guest Gast

    Möchte mich meinem Vorposter anschliessen
    supi supi :yes: :yes: :yes:
     
  6. Jeff

    Jeff Member

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    endlich funzt er, der neue :tu: und muss bezüglich deines reports sofort verwendung finden.

    danke finder, so gewinnt unsereiner wirklich einen tollen eindruck von den phillies.

    gruss
    jeff
     
  7. Guest

    Guest Gast

    Ich kann mich den anderen nur anschleissen, 1a!

    Wie sicher ist es in dieser Gegend im Vergleich z.B. zu Manila oder Chiang Mai/ Chiang Rai?

    Gruss
    helbob
     
  8. finder

    finder Senior Member

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    hi helbob,

    habe mich die ganze tour in keinster weise unsicher gefühlt. auch nördlich von bontoc alles problemlos verlaufen. ich glaube, das man sich an jedem ort der welt ne "blutige nase" holen kann wenn man sich falsch benimmt. geh mal mit einer schweizer flagge nachts durch köln-mülheim :box: :box: :box:

    gruß
    finder
     
  9. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    SOA-Langzeitzigeuner (heute hier, morgen da!)
    ich habe es dem "finder" schon anderweitig gesagt, und kann es hier nur noch einmal wiederholen:

    erstklassiger bericht mit authentischen beschreibungen und guten fotos, tolles routing gewählt!
    :yes:
    ciao

    abstinent
     
  10. finder

    finder Senior Member

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    283.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

    284.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2

    So erreichte ich die Reisterassen von Maligcon, eine gute Stunde von Bontoc entfernt. Ich stellte mein Moped am Ende der Strasse ab und erkundete die Gegend zu Fuß.

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    288.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 6

    289.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

    Die meisten Terassen waren noch nicht bepflanzt. In einigen Standen die Reispflanzen bereit zur Pflanzung. Ich hatte Essen und Trinken im Rucksack, gottseidank, denn hier oben gab es nichts mehr zu kaufen. Man könnte hier den ganzen Tag verbringen. Könnte, aber ich bin ja nicht der große Wanderer. Also wieder zurück nach Bontoc. Es gab ja am Abendnoch eine Verabredung.


    Die Gegend um Bontoc gefiel mir. Man konnte schnell mal in die Berge und ebenso die angenehmen Seiten der kleinen Stadt genießen. Beim Frühstück hatte ich Francis, einen Filippino Guide kennengelernt. Er hatte vorgeschlagen, eine Tour nach Tinglayan zu machen. Tinglayan liegt im Kalingagebiet, ca. 45 km nördlich von Bontoc.

    290.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 8

    hier noch mal eine Übersicht von meinem Standort Bontoc ( aus Reisehandbuch Philippinen von Jens Peters)

    Ein Problem gab es allerdings, Francis hatte kein Motorrad. Also hab ich mir den "Kleinen" hinten drauf gepackt. Das hat zwar etwas den Fahrspaß gemindert, war im Nachhinein eine gute Entscheidung. Geplant war für die Strecke 3 Stunden, aber es kam natürlich mal wieder ganz anders.

    Nach ca. 2 Stunden Fahrzeit und einigen Stop´s zum Trinken und Fotografieren, legten wir einen weiteren Stop ein. Welch ein Glück, ich hatte gerade das Moped abgestellt, da fiehlen rund 50m vor uns die ersten Felsbrocken auf die Strasse. Ich guckte nach oben und sah noch, wie der Berg in Bewegung geriet. Wir rannten ein Stück zurück, das Moped blieb stehen, und schauten uns das Schauspiel aus rel. sicherer Entfernung an.

    291.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 9

    Mir wurde ganz schön mulmig, zumal mein Moped noch in der "Gefahrenzone" stand. Nach 15 Minuten war der Spuk vorbein, die Strasse war auf 100m verschüttet, mein Moped stand ca. 10m von den ersten Geröllbrocken, keiner war zu Schaden gekommen, Glück gehabt.

    292.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 10

    An Weiterfahrt war nicht zu denken, wir kehrten nach Bontoc zurück. Erst auf der Rückfahrt fiel mir auf, das die Strasse schon an mehreren Stellen verschüttet gewesen war. Francis meinte nur, das gibt es hier andauernd aber so richtig passiert ist noch nichts, das wird morgen wieder weggeräumt.
     
  11. Guest

    Guest Gast

    Geile Optik

    Echt geile Optik!
    Fast so schoen wie unsere Bokkor Tour in Kambodscha :mrgreen:
    300.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1


    Gruss
    helbob
     
  12. finder

    finder Senior Member

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    hallo hebob,

    schöne fotos, werde das nächste mal auch ab sv mit dem moped fahren. kannst du mal ein paar infos über mietmöglichkeiten und strecken geben?

    gruß
    finder
     
  13. finder

    finder Senior Member

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    Mir zitterten trotzdem die Knie und meine Pulsfrequenz hatte erheblich zugenommen. Zurück in Bontoc hab ich dann einen Spaziergang dem weiteren Mopedfahren vorgezogen.

    302.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

    weder hier....

    303.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2

    ....noch hier konnte ich etwas mit meiner Kreditkarte anfangen. Nur Bares ist Wahres!

    304.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 3

    305.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 4

    Die Schule von Bontoc

    306.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 5

    Der Polizist hatte einen ruhigen Job.

    307.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 6

    Hauptstrasse........

    308.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

    ...und Nebenstrasse in Bontoc, ingesamt recht ruhiger Verkehr.

    Ich trank noch eine Bier im Cable Cafe, auch um mir die Abendgestaltung noch einmal bestätigen zu lassen. Es blieb dabei, Live-Musik mit einer Sängerin aus Baguio. Gegen 19 Uhr erschien ich im Cable Cafe zum Abendessen. Der Laden war recht gut gefüllt, das Essen sehr gut und auch die Live-Musik ließ keine Wünsche offen. Nach dem Essen hatte ich mir einen strategisch guten Platz an der Theke gesichert, hier tauchte dann in den Pausen auch der Gitarrist mit der Sängerin auf. Es wurde ein sehr netter Abend an dem so manches Bier über den Tresen ging. Francis schaute dann zu später Stunde auch noch vorbei, leider war dann hier um 24 Uhr schluss.
     
  14. finder

    finder Senior Member

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    Francis wollte mir unbedingt Tinglayan zeigen, seine Heimatstadt. Die Strecke mit dem Moped musste nicht noch einmal unbedingt sein, es sollte auch mit dem Jeepney gehen. Also machten wir uns gegen 12 Uhr Mittags Richtung Haltepunkt auf, Abfahrt war laut "Fahrplan" gegen 12.30 Uhr, Fahrzeit ca. 2 Stunden. Ich hatte ja nun in den letzten Tagen einiges gelernt. Aus 12.30 wird schon mal 14.30 und aus 2 Stunden schon mal 4.

    Das Jeepney füllte sich langsam, es wurde einiges an Gepäck verstaut, ich hatte einen Platz neben dem Fahrer.

    334.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

    335.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2
    meine Mitfahrer

    Die technische Auststattung des Fahrzeuges war hervorragend. Es gab ein Radio, AC (offene Fenster), viele Teile wurden durch Drähte und Schnüre oder auch Gummis gehalten.

    336.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 3

    Nachdem dann alles verstaut war und alle Passagiere im oder auf dem Jeepney Platz genommen hatten, sprang die Karre nicht an. also alle wieder raus zu Schieben. Schon nach dem ersten Versuch donnerte der Diesel los und das Abenteuer konnte beginnen.

    Wir nahmen die gleiche Strecke wie schon zuvor mit dem Moped, mal sehen, wie die Strassenarbeiter den Bergrutsch bewältigt hatten. Alle halbe Stunde musste der Fahrer Kühlwasser nachgießen, ist wohl einfacher als das Leck zu reparieren.

    337.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 4

    An der Stelle wo der Berg gerutscht war, ging es zunächst mal nicht mehr weiter, die Arbeiten waren noch im Gang.

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    Der Radlader schob uns schnell eine Spur frei und so konnten wir nach einer halben Stunde die Stelle "gefahrenfrei" passieren.

    340.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

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    342.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 9

    Wenn ich den seitlichen Neigungswinkel des Jeepneys vorausgesehen hätte, ich hätte die Stelle mi Sicherheit zu Fuß passiert. Aber jetzt saß ich drin und sah rechts knapp 100m unter mir den Chico River, tolles Gefühl. Gegen 18 Uhr trafen wir in Tinglayan ein. Francis stellte mich seinen Eltern vor und ich wurde zum Essen eingeladen.

    343.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 10

    Es wurde recht schnell dunkel und wir mussten noch zum Hotel. Es gibt nur ein Hotel in Tinglayan, hier ist auch der örtliche Laden angesiedelt. Hier gab es alles, vom kalten Bier bis zur Spitzhacke. Die Strassen waren natürlich nicht beleuchtet und so sind wir fast über die Schweinefamilie gestolpert, die sich mitten auf der Strasse das Nachtlager aufgeschlagen hatte.

    344.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 11

    Das Hotel war zu 50% ausgebucht, jedenfalls als ich mein Zimmer bezogen hatte.

    345.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 12

    346.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 13

    Die Matratze war schön hart, ich orderte mir noch 3 Flaschen San Miguel um die nötige Bettschwere zu erreichen und schlief tief und fest bis zum nächsten Morgen.

    Im Übernachtungspreis von 150 Peso war das Frühstück inbegriffen.

    347.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 14
    Der Frühstücksraum hatte Atmosphäre.

    Nach dem Frühstück sah ich mir das Hotel noch mal bei Tageslicht an.

    348.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 15

    349.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 16
    Der Name war Programm.
     
  15. Guest

    Guest Gast

    Ich habe es nicht vergessen!
    Die Infos kommen noch in Form eines Berihts der dann bei den Reiseberichten erscheint!

    Gruss
    helbob
     
  16. Guest

    Guest Gast

    ich kannte den bericht noch nicht.
    toll! wunderschoene, informative bilder.
     
  17. finder

    finder Senior Member

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    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in verschiedene Dörfer der Kalinga. Zuerst ging es über die Hängebrücke und dann durch die Reisterrassen zu den verstreut liegenden kleinen Dörfern. Als erstes zeigte mir Francis die "liegende Frau", eine Bergformation im Nordwesten von Tinlayan.

    353.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

    354.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2

    Die Kinder hatten ihren Spaß an der "Langnase" und folgten uns auf Schritt und Tritt.

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    Normalerweise habe ich immer etwas für die Kids dabei, etwas Süßes oder auch schon mal Luftballons, dieses Mal hatte ich es vergessen. So konnte ich auf die Zurufe "Candyman" oder Americano" nur mit einem freundlichen Lächeln antworten.

    Auf den Reisfeldern war die Arbeit in vollem Gange. Die jungen Reissämlinge wurden gepflanzt,Arbeit für die Frauen. Die Arbeit der Männer ist der Bau bzw. die Erhaltung der Terrassenanlagen sowie die Vorbereitung des Bodens.

    359.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

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    361.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 9

    362.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 10

    Francis war ganz Stolz, mir eine von den tätovierten Frauen des Dorfes vorstellen zu können. Meine Frage nach dem Alter der Dame wurde mit einem Achselzucken und einem "very very old" beantwortet.
     
  18. finder

    finder Senior Member

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    363.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 1

    Wir rauchten ein "Friedenspfeifchen" und im Kreise der Familie musste ich von Deutschland erzählen, Francis war der Dolmetscher.

    364.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 2

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    366.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 4

    Es war ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Tag. Das Auf und Ab in den Terrasen wurde mit einem kräftigen Muskelkater belohnt.

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    Nach einer weiteren Nacht im "Luxushotel" ging es am nächsten Tag wieder zurück nach Bontoc.

    369.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 7

    370.jpg, Philippinen: mit dem Motorrad durch Nord Luzon, 8





    Die Fahrt nach Banaue fiehl leider in´s Wasser. Die Wolken hingen tief und beim ersten Passanstieg war ich innerhalb von 10 Minuten nass. Schade, so blieben mir die Reisterassen von Banaue verborgen. Wie ich allerdings später erfahren habe, sollen die Terassen um Bontoc herum eigentlich schöner sein und vor allem touristisch nicht so überlaufen. Ich werde es wohl nie erfahren.

    Zurück im Hotel musste ich noch einige Vorbereitungen treffen, morgen war die wohl längste Tagestour über Cervantes nach Tagudin. Laut Strassenkarte geschätzte 120km mit Flussdurchquerung und Pässen. Ich wollte das auf jeden Fall in einem Tag fahren, da mir keiner sagen konnte, ob es in Cervantes eine Übernachtungsmöglichkeit gebe.
     
  19. Guest

    Guest Gast

    finder:
    1. wann hast du die tour gemacht?
    2. was hast du fuers moped bezahlt?
    (da du anscheinend zufrieden warst: kannst du einen kontakt zum vermieter angeben?)
     
  20. finder

    finder Senior Member

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    start in angeles 13.2.06

    gemietet hab ich in angeles bei
    http://www.nice-bike.com/

    bezahlt hab ich 600 peso pro tag, maschine top in schuss

    gruß
    finder