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Pitcairns Reise 2012 - Teil 04 - Ade schöne Schweiz

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von Pitcairn, 02.09.2012.

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Dieser Thread wird von 1 Benutzern beobachtet.
  1. Pitcairn

    Pitcairn Gast

    Ade schöne Schweiz
    Der Hummer Thermidor mit Pouilly Fuissé, die Rinderbouillon mit Sherry, der Gartensalat mit geräuchertem Wildlachs, das Filet Wellington in Begleitung von Wintertrüffeljus und Château Richbourg sowie die genüssliche Abrundung mit Maronenmousse und Portwein-Zwetschgenkompott, garniert mit Crème double de la Gruyère, die hausgemachten Bricelets Bernoise und auch der Grand Armagnac Ferte de Partenay sind konsumiert und gut verdaut. Wie immer gab‘s nach einem Winterspaziergang ohne Schnee, noch die obligate Käseplatte aus dem Hause Bernard Antony, F-Vieux-Ferrette, mit selbstgebackendem Zopf in Begleitung eines ausgereiften Aloxe-Corton.

    Ich bin etwas melancholisch, denn Weihnachten bei Muttilein in der alten Heimat – immer verbunden mit einem kulinarischen Höhenflug par excellence - ist zu Ende und ich wechsle wieder auf die asiatische Seite unseres blauen Planeten.
    Ich werde dich vermissen, liebe Confederatio Helveticae, Land der Kalkulierbarkeit, der Pünktlichkeit, der Verlässlichkeit, der Wertarbeit, der Verschwiegenheit, der schnellen Internetverbindungen, Land der Haute Cuisine, der deftigen Küche, der Treberwürste, der grenzenlosen Käseauswahl, der Bernerplatte, des Sauren Mockens mit Kartoffelstock. Land der guten Pizzen. Fort von NR Dr. Christoph Blocher, dem grossen Mahner, Bewahrer und Visionär unserer Nation; seit Alfred Escher, nach langer Zeit für mich und andere Diaspora-Eidgenossen, der erste wirklich grosse Schweizer. Einer der Klartext redet und keine Wischi-Waschi-Politik macht. Noch nie hat sich der Mann fundamental geirrt. Die Schweiz sollte vermehrt auf ihn hören.

    Weg von der grenzenlosen Auswahl an deutschsprachiger Literatur, weg von Angehörigen, weg von den zahlreichen Kollegen und wenigen wirklichen Freunden die ich habe, weg von Bern und meiner Spital- und Marktgasse, weg von meinem Hauptstädtchen mit Provinzcharakter, wo auf kleinem Raum alles zu finden und zu Fuss erreichbar ist.
    Ich bin aber auch froh, dass ich wegkomme von den politischen Grüngurken, den veganischen Vogelscheuchen und Sozialromantikern, den Bauchsozialisten, den USA-Hassern, den Boulevard-Zeitunglesenden, den Kleinkarierten, den ewigen Stänkerer, den Überempfindlichen, den Intoleranten, den Vollkaskogläubigen, den Verwöhnten, den Pauschalreisenden, den politisch Unbelehrbaren, den Ausverkäufern unserer Nation, den EU-Anbiederern, den übertriebenen Humanitäts-Traditionisten, von den sieben Bundesräten, die Politik für ein unbekanntes Volk machen. Anstelle, dass sich die Schweiz auf ihre Stärke und Position besinnt, hat sie begonnen, sich selber den eigenen Ast abzusägen. Wo ist denn der ehemalige Kampfgeist geblieben. Die Schweiz bietet sich dem EU-Schlachter an, hilft indirekt mit, die Schulden für marode, sparunwillige, undisziplinierte EU-Länder abzutragen und demontiert sich selbst. Nur die allerdümmsten Schweine suchen sich ihren Metzger selber.

    Gut bin ich weg und sehe alles aus der Helikoptersicht und auf weite Distanz. Hand aufs Herz: Wenn ich meine alte und neue Heimat gegenüberstelle, muss ich allerdings erkennen, dass die Probleme der Schweiz lachhaft klein sind. Schweiz, du bist wie eine Frau, die man liebt und mit der man bereits zwanzig Jahre zusammen lebt. Alles wird zum Alltag und du suchst nach Problemen, wo keine wirklichen sind. Dann ist es gut, wenn sich die Partner in bester Absicht für eine Weile trennen. Nach einem Jahr Distanz, wissen wir beide unsere unbestrittenen Qualitäten wieder besser zu würdigen. "Helvetia, ich hoffe, dass du auf mich wartest. Wenn nicht, dann muss es so sein: C’est la vie“.
     
  2. walti

    walti Member

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    Schade, schade, der Wegzug solch sprachlicher Gourmets ist bedauerlicher als der Abfluss von Schwarzgeld. Meine Anerkennung für die träfen politischen Betrachtungen - ich teile sie - und die brillanten Beschreibungen der Röschtigraben Küche. Ich verbeuge mich!
     
  3. tahjong

    tahjong V.I.P.

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    Da sind aber zum Glück sehr viele anderer Meinung, mit dieser Aussage hast Du dich für mich leider als nicht interessant geoutet.
     
  4. HotAndSpicey

    HotAndSpicey Experte

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    Man kann ja von Blocher halten was man will, aber wer diesen Reisebericht uninteressant findet nur weil der Verfasser Blocher gut findet gehört wohl genau zu den politischen Grüngurken, den veganischen Vogelscheuchen und Sozialromantikern, den Bauchsozialisten, den USA-Hassern, den Boulevard-Zeitunglesenden, den Kleinkarierten, den ewigen Stänkerer, den Überempfindlichen, den Intoleranten, den Vollkaskogläubigen, den Verwöhnten, den Pauschalreisenden, den politisch Unbelehrbaren, den Ausverkäufern unserer Nation, den EU-Anbiederern, den übertriebenen Humanitäts-Traditionisten,
    die den Pitcairn erst dazu bewogen haben die Schweiz zu verlassen
    :hehe:
     
  5. tahjong

    tahjong V.I.P.

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    Da bin ich jetzt vor Lachen beinahe vom Stuhl gefallen. So was Krankes habe ich aber selten gelesen, so viel widersprüchliches in einem Beitrag --- gehört ins Guiness Buch der Rekorde :lach:
     
  6. scorpp

    scorpp Rookie

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    NRW
    Dazu fällt mir ein Zitat von Thomas Bernhard ein. Unter anderem zu finden auf dem Einband von Christian Krachts und Eckhart Nickels "Ferien für immer"

    „Im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland, ist es ja furchtbar. Die Schweiz wäre das allerärgste, dort möcht’ ich wirklich nicht angemalt sein. Nein, nein, das Ideale ist weg, weit weg und in ein Hotel, so lang es einem passt, und dann in ein anderes. Sie können am Meer entlangrennen oder im Wald, und Sie kommen heim, alles ist fertig und da“