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Pitcairns Reise 2012 - Teil 22 - Thailand/Pattaya - Frühe Tage, Titten, Massage

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von Pitcairn, 03.09.2012.

  1. Pitcairn

    Pitcairn Gast

    Pattaya - Frühe Tage
    Rest & Recreation, kurz R & R genannt, war für US-Soldaten während des Vietnamkrieges festes Programm und bedeutete in etwa Ruhe und Erholung. Im Jargon der GI's auch als L & L genannt, Liquor & Love – frei und sinngemäss auf Deutsch übersetzt - Saufen und Bumsen. Mit dem Segen von General Westmoreland kamen sie aus der Hölle ins Paradies, aus dem Dschungel direkt in die Bars von Pattaya. "Ein hervorragendes Mittel um die Moral unserer Truppen zu festigen!", so seinerzeit der General wörtlich.

    Seit 1965 halten in Vietnam die Kriegshandlungen zwischen dem Vietkong und der Südvietnamesischen Armee und ihren amerikanischen Verbündeten unverändert an.
    Hochoffiziell sind die USA 1964 in den Krieg eingetreten, inoffiziell haben sie die Grande Nation nach der verheerenden Niederlage 1954 in Dien-Bien-Phu abgelöst, sich jedoch bereits anfangs der 50er-Jahre mit 78% an den Kriegskosten beteiligt.
    Die Grossmacht folgte mit Überzeugung einer berechtigten Dominotheorie. Ziel war es, den Kommunismus zurückzuwerfen. Die US-Amerikaner operieren von den Stützpunkten U-Tapao in Thailand, Okinawa in Japan sowie von der Subic Bay und Clark Airbase auf den Philippinen. Ferner stehen ihnen eine Anzahl Flugzeugträger im Südchinesischen Meer und im Golf von Thailand zur Verfügung.

    Die eigentliche Erfolgsgeschichte Pattayas begann 1967, als die Amerikaner in Sattahip eine Marinebasis und die Airbase U-Tapao für den Nachschub nach Vietnam bauten. Bis in die 1970er-Jahre starteten hier unter anderem die B-52-Bomber mit ihrer tonnenschweren, tödlichen Last. Der Flughafen kann mit einem Flugfeld von 3500 m und 50 m Breite auftrumpfen und wird bis heute, vereinzelt sogar von privaten Airlines, weiterhin benutzt. Zum Beispiel gibt es Flugverbindungen direkt nach Ko Samui oder Phuket. Mit Billigflügen werden russische Touris u.a. direkt von Moskau eingeflogen. Die GI‘s fuhren in ihrer Freizeit ins nahe gelegene Pattaya, um sich dort an den, damals noch sauberen, Stränden, zu entspannen. Bald wurde der Ort offiziell zur Rest and Recreation Area (R&R) des US-Militärs erhoben; anfänglich mit einem einzigen Hotel internationalen Standards, der Nipa Lodge. Im ständigen Pendelverkehr wurden vom Kampf in Vietnam erschöpfte GI's zur Erholung nach Pattaya geflogen. Nach und nach benutzten auch Besucher aus Bangkok am Wochenende die Möglichkeiten, obwohl die Anfahrt über die holprige Fernstrasse damals recht ermüdend war.

    Die Entwicklung nahm ihren Verlauf. Das ehemalige Fischerdorf wurde durch die Dollarflut aus dem Dornröschenschlaf herausgerissen und es entstand ein passables Seebad. Fast jeder Frisör räumte seine Hinterzimmer leer und stellte Massageliegen hinein. Immer mehr Bars, Shops, Restaurants, Hotels und Gästehäuser entstanden. Und natürlich kamen zum Vergnügen der Männer Mädchen aus der nahen Umgebung sowie aus den fernen Nordprovinzen und standen zur Rundumbetreuung der GI's bereit. Alle Männer waren zum Geldausgeben gekommen, um restlos alles auf den Putz zu hauen. Nach weniger als einer Woche, ging es dann wieder zurück nach Camp Carroll, auf den Rockpile oder zur Khe Sanh Combat Base in die DMZ-Zone um dort vielleicht beim nächsten Einsatz am 17. Breitengrad jämmerlich mit aufgeplatzten Eingeweiden zwischen Bambus und Elefantengras am Hamburger-Hill zu verenden, N.B. ohne jemals mehr die Lieben zuhause wiedergesehen zu haben.

    Eine elende dreckige Welt, aus der es für US-Soldaten kein Entrinnen gab. Damals nicht, wie auch heute im Irak oder in Afghanistan nicht. Ein grosses Opfer zur Erhaltung der freien Welt und zur Eindämmung des kommunistischen Vormarschs. Aus heutiger Sicht wohl schwer verständlich, aber vom damaligen Zeitgeist her beurteilt eben schon.

    Das definitive Ende des Vietnamkrieges machte rund 70'000 Leute in Thailand arbeitslos; davon mehr als die Hälfte Frauen, die im Unterhaltungsgeschäft tätig gewesen waren. Die US-Stützpunkte wurden geschlossen und die Soldaten kehrten in ihre Heimat zurück. Pattaya begann sich innert weniger Jahre zum bedeutenden Ferienziel für westliche Touristen und Einheimischen aus Bangkok zu wandeln. 1979 wurde Pattaya de facto so etwas Ähnliches wie das Stadtrecht zuerkannt.


    Titten und Bier, von acht bis vier!
    Du musst nicht reich, nicht jung und auch nicht schön sein, um dich hier wie ein König zu fühlen. Wenn du die Girls behandelst, wie du selber von ihnen behandelt werden möchtest, bist du klar im Vorteil. Wenn du ungeachtet deines Alters, als ungebundener Mann anreist, kannst du hier ordentlich einen Draufmachen, Jäger spielen und nach Beute Ausschau halten. In den unzähligen Etablissements oder an der Beachroad, genannt Coconut-Bar, bei den Freelancern, wirst du fündig werden.

    Pattaya ist aber auch eine verkehrte Welt. Hier an der Strandpromenade musst du dich daran gewöhnen, dass die Opfer vielmehr nach ihren Jägern Ausschau halten. "Hello sexy määään, where you go? I go with you! You like shorttime or longtime?" Tagsüber liegst du am Pool oder lümmelst am Beach herum, gönnst dir eine Anzahl Drinks um deinen Alkoholpegel möglichst gleich hoch zu halten. Vielleicht nimmst du zur Abwechslung mal ein Boot zu einer der vorgelagerten Inseln und verbringst den Tag mit Schnorcheln. Wenn du keinen See-Igel eingetreten hast, spazierst du nach der Rückkehr in den Pattaya Beer Garden zum Abhängen und Vorglühen, lehnst dich zurück und geniesst den Sonnenuntergang. Speziell kann ich dir das Hor d’oeuvre mit Cocktail zu THB 200 empfehlen. Dann kommt die Nacht - fast so schnell, wie wenn du den Lichtschalter umgelegt hättest. Du brauchst etwas Bewegung und schlenderst die Beachroad hoch bis nach Naklua – Salzfelder auf Deutsch übersetzt.

    In Little Germany nördlich des Delphinkreisels entlang der Naklua-Road, der Soi 33, Soi 18 und noch weiter hinten, kannst du als schunkelwütiger Teutone jeden Abend Schweinshaxen mit Knödel speisen, feiern und dich ganz wie in einem Biergarten in der fernen Heimat fühlen. Auf dem Grossmonitor schaust du dir ein Spiel der Bundesliga an.

    Im Nu ist es Mitternacht. Erfolgreich hast du allen Anwerbungsversuchen der Girls widerstanden; du willst ja nichts übereilen. Mit Minderjährigen lässt du dich generell nicht ein, obschon du keineswegs sicher bist, ob du wirklich jemandem damit einen Gefallen tust. Vielleicht noch am ehesten dir selbst, denn du willst nicht erpressbar werden. Es gibt genügend hässliche Beispiele hier. Die Zeitungen berichten darüber. Mit dem Motorrad-Taxi rauschst du zurück ins Epizentrum dieser Partytown - in die verkehrsfreie 850 Meter lange Walking Street. Jetzt bleiben dir bestenfalls noch sechzig Minuten, damit du nach hiesigen Massstäben als normaler Mann durchgehst. Wenn du bis dann nicht ein junges Kücken an der Hand spazieren führst, wirst du hier als komischer Kauz verschrien.

    "Welcome Massaaaage"
    "Welcome Massaaaage“, tönt es aus jedem zweiten Shop entlang der Second Road und auch weiterhin, als ich links in die Soi 3 in Nord-Pattaya einbiege. Es gibt eine Faustregel: Je hübscher und jünger das Girl, je schlechter die Massage.
    Dort wo die hübschen Girlies mit heraushängenden Möpsen vor dem Rubbelschuppen stehen, kannst du keine hochwertige Massage erwarten, bestenfalls ein uninspiriertes An-dir-herumfingern; dafür gibt’s zum Dessert als Entlastung noch einen HJ oder BJ. Wenn der Herr einer wirklich guten Massage bedarf, dann geht er dorthin, wo es keine Extras gibt und lässt sich von einer erfahrenen, aber möglicherweise nicht ganz so hübschen Vollprofessionellen durchnudeln. Lass dich von der unattraktiven Auslegeware nicht abschrecken; die Girls haben begnadete Hände und oft auch Lebenserfahrung. Du kannst dich sogar etwas mit ihnen unterhalten und eine mal nach Feierabend zu einem Curry einladen. Achte darauf, dass deine Masseuse einigermassen zierlich ist. Das ist von Vorteil, wenn sie dir auf dem Rücken herumtanzt.

    Eine gute Alternative ist auch eine Massage entlang der Beachroad bei den Strandladies. Du wirst draussen im Freien geknetet, aber durchaus nicht weniger schlecht als Indoor. Bist du ein Schmalhans und musst jeden Bath zweimal wenden, bevor du ihn ausgibst, gehst du am besten in die Soi Buakhao. Dort sind die Massagen in ganz Patty am günstigsten. Hast du in der Tat ein gesundheitliches Problem, entscheidest du dich am besten für eine richtige medizinische Massage. Die wesentlichste Erkenntnis an dieser Massage ist, dass die harten Teile wieder weich gemacht werde, und nicht etwa umgekehrt. In diesem Falle brauchst du eine Masseurin und keine Masseuse. Im Healthlandspa wirst du fündig und nicht enttäuscht:.

    Doch ich muss auf meinen Pattayawanderungen die zurufenden Girlies immer wieder auf ein andermal verströsten.
    "I might comin‘ over later", werfe ich ihnen zu. Sie verstehen wohl die freundliche Ablehnung in meinem Englisch, doch nicht wirklich die wörtliche Aussage. Zeitweise geht es mir auf den Geist, dass ich mich mit den meisten Thais hier nicht auf einer vertieften Ebene unterhalten kann. Sogenannte meaningful conversation ist nur mit der gebildeten Oberschicht möglich und solche Leute kennen die Probleme ihres eigenen Landes nur vom Hörensagen. Die Kommunikation ist mitunter auch ein Grund, weshalb ich auf den Philippinen domiziliert bin. Irgendwie wird mir in Thailand die Kommunikation in Downsized-English auf Dauer zu blöde. Pitcairn