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QUICKTRIP CAMBODIA

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von abstinent, 07.07.2006.

  1. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    nach eurem deutlichen votum, hier auch die aelteren berichte von mir eingestellt zu bekommen - werde ich hier mit einem aus 2005 weitermachen. mad max und ich entschlossen uns recht spontan, einen "quicktrip" in's boese nachbarlaendle zu machen. max weilte mehrere monate in thailand, und brauchte abwechslung - immer nur golf spielen und sich mit maedels herumaergern wollte er auch nicht.

    teile des berichts sind neu verfasst worden, und es gibt einige ergaenzende fotos - so dass auch diejenigen, die ihn schon kennen, etwas freude daran haben!

    Cambodia - Augusttrip 2005

    Text by "abstinent"
    Fotos by "Mad Max" & "Abstinent"

    Der Trip startete am frühen Abend, was für Reisende nach Cambodia sehr ungewöhnlich ist. Wir wollten aber die Grenzsituation des Nachts abchecken, und uns ein Bild von der Situation vor Ort machen. Reisen nach Cambodia von Thailand aus gehen im Regelfall entweder über Aranyaprathet/Poipet (Nordosten) oder über Hat Lek/Cham Yeam im Changwat Trat (Südosten).

    Die Existenz von Rund um die Uhr operierenden Casinos im Niemandsland war uns durchaus bekannt, und irgendwie konnten wir da vielleicht durchschlüpfen, mal sehen!

    4 Stunden Airconbus vom Future Park Rangsit (Bangkok) bis zur Station in Aranyaprathet waren völlig stressfrei und relaxend. Der Fahrpreis liegt mit 173 Baht im tolerierbaren Bereich, billiger fährt nur noch der Bummelzug dorthin. Abfahrtszeiten in Hua Lamphong ( BKK-Hbf. ) mit dem ersten Hahnenschrei am Morgen und Ankunft irgendwann am frühen Nachmittag - Nicht unser Ding, denn diese unklimatisierten Minimalspeedzüge sind nur etwas fuer Passivgeniesser von Lowbudgettransportmitteln und abgerockte Eisenbahnfeteschisten ohne wirklichen Tatendrang.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    In Aranyaprathet ließen wir uns dann erstmal ein Abendessen schmecken, bevor wir uns von einem der hiesigen TukTuks die restlichen 6 KM zur Grenze chauffieren ließen. So ein TukTukride kostet tagsüber 40 Baht, des Nachts muß man mit einem kleinen Aufpreis rechnen.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Die Grenze und der hiesige Thalaad Romklao (Grenzmarkt) machten einen düsteren und verlassenen Eindruck, nur die thaiseitigen Casinoparkplätze waren hellerleuchtet und mit bewaffneten Guards versehen.
    Zocker werden hier standesgemäß mit amerikanischen Luxusbussen in die jeweiligen Casinos verfrachtet, doch danach trachteten wir nicht.
    Unbehelligt erreichten wir den direkten Grenzbereich und freuten uns mit den hier stationierten Schwarzen Grenzsherriffs ueber deren tolle Ausrüstung. Nachtsichtgeräte, US-Sturmgewehre mit Restlichtverstärker und passive Sicherheitssensoren vom Allerfeinsten - für die in der völligen Dunkelheit operierenden Grenzschützer, weiter vorne hatte man europäische Militärwaffen im Anschlag - nicht weniger gefährlich oder weniger Eindruck schindend.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3


    Hier kommt keine Maus ueber die Grenze ohne registriert zu werden!
    Ein längerer Plausch mit einem freundlichen Grenzer förderte dann auch ein paar haarsträubende Anekdoten zu Tage, deren Wiedergabe ich mir hier aber schenke - schon allein um meine Glaubwürdigkeit in den Augen der geschätzten Leserschaft nicht ganz zu verlieren.

    Mad Max und ich sind nämlich keine Qualitätstouristen!
    - wir sind diesmal echte Extremtouristen!

    20.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 4

    Die Ärmsten der Armen schlafen hier an der Grenze unter freiem Himmel auf Kartonstreifen oder Styroporfetzen - das sind die Marktleute, die hier tagsüber betteln oder versuchen einen Service an den Mann oder die Frau zu bringen.
    Das Servicespektrum ist hier sonst riesengroß und fängt bei schattenspendenden Schirmträgern an, Schmuggelzigaretten bietet man an und Transportgelegenheiten für Lauffaule per hölzerner Einachskarre.

    Wir können uns mit dieser trügerischen Idylle hier nicht anfreunden, und begeistern unseren immer noch wartenden TukTuk-Chauffeur mit einer weiteren Fahrt retour nach Aranyaprathet.
    Ein Einfachsthotel an der Ausfallstraße nach Buriram wird angesteuert, und für 400 Baht belegen wir ein Airconzimmer mit ausgelubberten Betten aber wohlriechenden und sauberen Handtüchern sowie Bettwäsche.

    Der Abend ist noch relativ jung, und Aranyaprathet wimmelt nur so vor Bars, Karaokeschuppen und anderen Rotlichtetablissements, deren Existenz hier den zahlreichen alleinreisenden Männern dient.
    Uns ist nicht nach Rotlichtaktivitäten, gegessen hatten wir auch schon - aber eine Massage, das käme uns gut zu Paß!

    Direkt gegenüber dem Hotel wurden wir dann auch schnell fündig. 2 Stunden 200 Baht in deren Räumlichkeiten, 2 Stunden im Hotelzimmer 240 Baht. 2 betagtere Masseusen folgten uns dann auch brav in unser Zimmer, und konnten es dann gar nicht erwarten, sich über uns herzumachen.

    Shower First! hieß aber unsere Devise des Abends, und nachdem der Staub der Reise von unseren Körpern gewaschen war - konnten wir die angenehme Massage viel besser geniessen.

    Die beiden waren sich einig (so hörten wir aus ihrem Geschwätz heraus) das wir mehr wollten als nur eine Massage. War aber sicherlich mehr Wunschdenken ihrerseits als Erwartungshaltung.
    Während wir also da auf je unserem Bettchen lagen, turnten die beiden also auf uns herum und machten Witzchen über die anzunehmende Größe unserer Geschlechtsteile und was wohl so die Normalität beim Geschlechtsverkehr mit Farangs sei.

    Die Massage selbst war gut und kräftig, aber wir hatten die Damen ja auch weise in dem Pulk von bereitwilligen Ladies gewählt. Bizeps war Kriterium Nummer 1, von vordringlich weiblichen Geschlechtsmerkmalen der meist jüngeren Masseusen hatten wir uns nicht beirren lassen.

    gegen Ende der 2stündigen Massage übermannte uns dann die einsetzende Müdigkeit, und mit einem kleinen Tip sowie einem "Khop Khun Krap" entließen wir die Damen.

    Am Morgen nach nicht so erholsamem Schlaf auf der gut durchgelegenen Matratze ging es dann ein weiteres Mal zur Grenze.
    TukTukdriver warteten bereits vor dem Hotel, wollten von uns Farangs aber wüste Preise abfragen. Die Sonne stand noch nicht im Zenit, und die Temperaturen waren eher mäßig, so trollten wir uns dann auf Schuster`s Rappen in Richtung 7Eleven (dem allerletzten vor Cambodia!) in der Ortsmitte.
     
  2. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Die Ortspolizei hatte den Bereich vor dem 7Eleven zu einem großen Checkstop umfunktioniert. Und wir beobachteten, wie brave Bürger hier den braunen Schergen die Sammlung aufbesserten?
    Sammlung .....ja, wißt ihr denn nicht das die Braunen alle die netten Bilder des Königs sammeln? Die mit den Zahlen und Seriennummern drauf?

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1


    Wir trollten uns des Weges und gingen ein Stück die Straße zur Grenze entlang. Hier entpuppte sich unsere Entscheidung, so leicht wie möglich zu reisen als echter Pluspunkt. Sowohl Max als auch ich hatten je einen nur teilvollen Rucksack in eine BBB gesteckt. BBB
    Ach ja, das sind so komische Säcke aus reissfestem Material mit Tragegurten, im Extremtouristenfachjargon "Big Black Bag" oder einfach nur BBB genannt
    Eine Cambodianerin hatte das gleiche Ziel wie wir, und Max fotografiert uns hier vor dem Aranyaprathet-Equivalent einer "Stretched Limo" - während ich mit geschulterter BBB noch in Verhandlungen stehe.


    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2


    Max beneidet mich etwas um meine alte GI-Kluft. Diese Modelle aus Ripstop-Material in tropentauglicher Ausführung beengen nicht beim Agieren, haben jede Menge brauchbarer Taschen und halten eine Menge aus. Knie und Sitzbereich sind gleich doppelt mit Stoff versehen.
    Gleich werde ich eine Überraschung für ihn haben 11.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Wir machen es uns einstweilen in der Stretched Limo bequem und rollen der Grenze mit Topspeed so um die 15 KM/H entgegen. 40 Baht für alle 3, und die nette Cambodianerin namens Sreyven freut sich riesig, das wir ihre Fahrt am Ziel mitbezahlen.


    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 4
     
  3. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Thalaad Romklao, der Bordermarkt in Aranyaprathet. Hauptumschlagplatz für illegale Waffen in Thailand, Drogen- und Schmuggelkram en Masse.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    Hier gibt es alles zu kaufen, vom Kleinkind bis zum Granatwerfer. Weil wir bereits am frühen Morgen hier sind, haben wir noch wenig Streß mit Bettlern und Touts, die kommen erst dann aus ihren Löchern, wenn die Touribusse gegen Mittag aufschlagen - und die Bummelzugaspiranten ihren Billigsttrip mit einem finalen, schweißfördernden 7 KM Marsch zur Grenze absolviert haben.

    Hier gibt es auch einen Dealer, der gute Verbindungen zu einer US-DRMO hat. DRMO'S sind Verwertungsstellen für nicht mehr benötigte militärische Ausrüstungsteile und Bekleidungen. Hier kann Max nun nach Herzenslust in Bergen von Uniformteilen wühlen, und er wird schon nach kurzer Suche fündig.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Nun, voll ausgerüstet für den geplanten Extremtrip, geht's weiter zu Fuss in Richtung Grenze.

    Die von mir angebotene Transportmöglichkeit zum Farangsonderpreis von einer Palette Dietcoke schlägt Max aber dann doch aus:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Wir versorgen uns noch mit Proviant und Trinkwasser, und dann sind wir schon auf der Brücke über den Müllfluß.
    Die Ausreise ist unproblematisch, wie immer - doch an der Khmerseite kommt es zu den erwarteten Problemen.
    Mein eigener Reisepaß weist keine volle freie Seite mehr auf, die Cambogrenzer geben mir zu verstehen, daß ein zusätzlich überreichter 10 Dollarschein dieses Manko meines Passes umgehend ausbügeln könnte. Zähneknirschend überreiche ich den Schein mit weiteren 20 $ für das Visa. Flugs klebt ein eifriger Grenzer die paßseitengroße Marke über ein altes Laos-Visa - und schon Minuten später stehen wir auf cambodianischem Territorium.


    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 4

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 5


    Hier seht ihr den berühmten Kreisverkehr, wo sich alle mafiösen Schlepperschergen und Transportanbieter mit reisewilligen Touristen treffen. Dies ist der denkbar ungeeignetste Platz um einen Weitertransport zu organisieren!

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 6


    ja - es geht noch weiter :roll: - auch mit girlies und so.... :twisted:
     
  4. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Aber es gibt fuer einen Traveler wirklich nichts Schlimmeres, als offiziell geförderte Mafiaabzockereien - so wie zum Beispiel Diese hier:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    Was sich hier als "Büro der Kommission der Minibusbetreiber" tarnt, ist nichts anderes als eine gemeine neue, zusätzliche und sehr ertragreiche Einnahmequelle für die Ortsmafia.
    Die Polizei in Poipet ist immer auf der Seite der Mafiosis!
    Denn sonst wäre deren Lebenserwartung bereits jenseits des "aufgedruckten" MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum).
    "Konfliktbwältigung" hier heisst mit gesenktem Kopf berappen und abgezockt werden!

    Poipet als das "Butthole" Cambodias zu umschreiben wäre sicherlich recht zutreffend. Korruption und Mafiastrukturen sind hier dominanter und prägnanter als überall im Land. Wie auf jedem Trip ist Poipet für mich nur schneller Transitstop, ein sehr Unangenehmer obendrein! Kein Mensch, der nicht in kriminelle Schmuggeleien oder Menschenhandel verwickelt ist, haelt es hier laenger aus! Es stinkt und ist unsauber ueberall, die lauernden Nachwuchsganoven haengen einem wie Kleten an der Ferse, es ist nicht immer leicht - diese abzuschuetteln.

    Der beschriebene Kreisverkehr ist das, was man als rechtlose Zone fuer den Reisenden bezeichnen kann. Hunderte von Schleppern geiern hier herum und lungern auf frische Opfer (Touristen).
    Fünf- bis Zehnfache Preise für den Transport ruft man auf und nicht selten endete hier frueher bereits die Cambodiareise fuer manchen unachtsamen Traveler.

    Nach eingehender Ortsbesichtigung (kreuz und quer durch Poipet) auf der Ladefläche eines Pickuptrucks, der uns nach Battambang bringen sollte - befindet die Ladeflächenmamasan, das wir mehr als die vereinbarten 5 $ berappen sollen! 27.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Wir entscheiden uns gegen die Abzocke und steigen einfach wieder ab. Bezahlt wurde noch nichts und wir verloren nur etwas Zeit. Michael (alleinreisender Brite) dagegen hatte bereits leichtfertig 35.000 Riel ( ~9 US-$) bezahlt, und weinte nun erneut seinem Geld hinterher. Nach Intervention unsererseits bekam er 10.000 Riel wieder ausgehändigt, was seinen Verlust ein wenig limitierte. Michael pickten wir aus einer Schleppertraube gemeinster Art im tiefsten Slum von Poipet heraus, wo er aus seinem bereits bezahlten 22 $ Minibus nach Siem Ream einfach ausgeklinkt wurde. Pech eines allein reisenden Rookies! Er wollte nur noch weg hier - von Poipet hatte er gestrichen die Schnauze voll!

    Wir boten ihm an, sich uns anzuschliessen und ich organisierte für uns 3 den Transport per Pickupladefläche nach Battambang.

    Das hier ist Michael, waehrend er auf unsere Sachen mit aufpasst:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Max hielt mir während der Verhandlungen geschickt wie ein Travelprofi die Schlepper vom Hals und schon nach kurzer Recherche hatten wir einen passenden Pickup-Piloten gefunden.
    Auf rund 2 Tonnen getrockneter Thaifrüchte (in Säcken) sitzend, machten wir es uns so bequem wie möglich und harrten der Dinge die da kommen moegen (Maxen's Hose kann dazu eine Story von Trockenfruchtsekreten erzaehlen 36.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 4 ). Tarif fuer 3 Personen Nonstop nach Battambang waren nun 12 Dollar - fix vereinbart! Zahlbar beim Eintreffen.
    Die Schlaglochpiste von Poipet nach Sisophon ist noch in dem gleichen, lausigen Zustand, wie zur Zeit des Krieges. Schlagloch an Schlagloch reihen sich hier die teils metertiefen Straßenschäden. Hier überhaupt von Straße zu reden waere oftmals blanker Hohn!

    Jeder Sitz in der Kabine des Pickups war natürlich doppelt verkauft worden und es drängelten sich dort nun 6 Passagiere zum Driver. Die an der Heckscheibe plattgedrückten Gesichter der Heckpassagiere sprachen Bände.
    Wir lümmelten uns bequem hin, rauchten nach Herzenslust und ließen uns den kühlenden Fahrtwind um die Ohren wehen.

    Max ist ein gelehriger Cambodiarookie und lernt auch schnell die Bedeutung einer um die Stirn gebundenen, cambodianischen Krama (Bandana) zu schätzen. Den Erfahrungswert hinsichtlich weisser T-Shirts auf staubigen Landstrassen, den sammelt er hier gerade 10.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 5

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 6

    Jeff, den Chief des Thailandreport-Forums - den wir spaeter in der Hauptstadt treffen werden, der kann diese "Reisefreuden" nicht nachvollziehen, denn der waehlte bequem den Flieger dorthin.


     
  5. Norbie

    Norbie Senior Experte

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    Naja man kann es auch übertreiben mit dem Sparen... :roll: :p
     
  6. Capitan

    Capitan V.I.P.

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    Jeff war wohl der Kluegste!!

    Habe den gleichen Trip vor 6 Jahren gemacht und meine Daemlichkeit verflucht. 12 Stunden brauchten wir damals von poipet bis siam reap!!
    Nie mehr wieder!
    Wenn einer aus Kostengruenden nicht fliegen will is es besser die Grenze bei Ko Chang zu ueberqueren und mit den Booten nach Sihanoukville zu schippern!!
     
  7. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ norbie

    der normaltarif ist (mir bekannt gewesen) 4 $, wir hatten bereits auf 5 $ genickt! als ihr das aber nicht ausreichte, da wittere ich eher weitere probleme, als eine problemfreie fahrt.
    da geht es um das prinzip, und man reist ja nicht in eile. nur minuten spaeter hatten wir ja einen transport zum normaltarif.
    mit "spenden" helfe ich lieber beduerftigen, als sie einem mafioesen transportnternehmer und seiner akzockermamasan hinterherzuwerfen.

    ciao

    abstinent 4.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 1
     
  8. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ kuddel

    ich habe alle grenzuebergaenge nach cambodia per flieger und landtransport ausprobiert. unser 1. ziel war battambang, und das liegt auf der strecke poipet nach phnom penh. nur mit dem flieger alleine waere es fuer uns nicht getan gewesen. so 5 bis 6 stunden bus von phnom penh muss man da schon kalkulieren. die busreise ueber trat/hat lek und boot nach sihanoukville ist nur dann interessant, wenn man sihanoukville als endziel hat. phnom penh sollte immer dann angeflogen werden, wenn man nur weinige tage zur verfuegung hat, und die hauptstadt das einzige zie darstellt. fuer siem reap gilt das gleiche. die einzigen planmaessigen domesticfluege innerhalb cambodias laufen zwischen siem reap und phnom penh. das heisst mit 3 fluegen kann man bequem sowohl angkor wat als auch die hauptstadt von bangkok aus bereisen.
    die 12 stunden von dir im bus von poipet nach siem reap - von vor 6 jahren, die kannste in der rainy season auch heute noch bekommen :yes:

    ciao

    abstinent
     
  9. Mad Max

    Mad Max Senior Member

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    da gehts ums prinzip nicht um kohle. und ausserdem macht es spaß, schließlich waren wir ja nicht auf der flucht. :hehe:
     
  10. Norbie

    Norbie Senior Experte

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    Ok jedem das seine ! Ich bin auch für günstiges Reisen aber wegen einen Dollar, nee da wäre ich wohl nicht ausgestiegen.... :hehe:

    Mal sehen wie die Story weitergeht. :shock:
     
  11. Paul

    Paul Gast

    @Norbie
    Es ging ja auch um mehr als ein Dollar, es war ja eine Gruppenreise. :D

    Jetzt zeredet aber diesen Report nicht.
    Hier werden von Absti Möglichkeiten aufgezeigt, wie man billig von hier nach da kommt. Ob das jedermanns persönlichem Geschmack entspricht, ist hier nicht die Frage. Mit dem Flieger, kann das ja jeder.
    Man kommt auch mit dem Bus nach Phuket. Das habe ich interessehalber auch einmal gemacht. :( Aber dann niemals wieder.
    Da ist es mir inzwischen lieber, jemand berichtet seine persönlichen Erfahrungen und ich entscheide, welcher Weg für mich der preiswerteste ist, bzw. ob es für mich überhaupt wichtig ist, diese Gegend mal zu sehen.
    Gruss Paul
     
  12. Jeff

    Jeff Member

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    wirklich spitze absti :tu:

    da werden erinnerungen wach! :yes:

    irgendwo hier im forum geistert noch mein report rum...
    muss direkt mal gucken was ich damals für den flug gelöhnt habe.

    gruss
    jeff
     
  13. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Battambang, das heutige Etappenziel unserer Reise war nach 3 1/2 stündiger Pickuptortur erreicht.
    Die Strasse von Sisophon hierher ist brandneu, damals (in 2004) mit weiblicher Thaibegleitung in Form einer abenteuerlustigen jungen Frau, wurde für die Strecke noch die doppelte Zeit auf Dreckspisten benötigt.
    Die schöne, kleine Provinzstadt mit soviel Charme hatte mich wieder. Auch Max war von der relativen Sauberkeit und den netten Gebäuden hier angenehm überrascht.

    Im Parrot Guesthouse, direkt am Psar Leu (Markt) bekamen wir ein wirklich brauchbares Zimmer mit Ventilator, 2 Betten und Naßzelle für 5 Dollar.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    Das reichte uns und je eine lange Duschphase schloß sich dem Checkin unmittelbar an.
    Dann meldeten sich unsere knurrenden Mägen lautstark zu Wort, und uns fiel siedendheiss ein, dass wir außer einigen Flaschen Wasser und einem recht kargen Frühstück bei den Thai noch gar Nichts zu uns genommen hatten.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Rund um den Markt gab es viele Lebensmittel, aber keine Stände mit fertigen Sachen - so wie überall in Thailand. Also machten wir uns auf die Suche nach Eßbarem.

    Das wiederum war leichter gesagt, als getan - denn die Snacks, welche die Roadsidestalls hier anbieten - die bieten nicht so unbedingt das feil, was man in unseren Breitengraden als leckeren Snack bezeichnet:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Oder mögt ihr kleine Fröschlein am Spiess?

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 4

    Oder gar lecker gegrillte Schlangenfilets, zu schönen Kringeln gebunden?

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 5

    Die Kleine hier bot neben ihrem süßen Lächeln auch seltsame Bratlinge an:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 6

    Aber wir entschieden uns dann für frische Baguettes bei dieser Dame hier, Preis 500 Riel - mit Belag als Baguettesandwich dann auch bis zu 1500 Riel:


    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 7

     
  14. Mad Max

    Mad Max Senior Member

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    hast du die nette spinne vergessen wegen der wir die ganze nacht mit licht schlafen mussten???? :hehe:
     
  15. Capitan

    Capitan V.I.P.

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    Wegen ner Spinne in die Hosen gemacht??



    Diese Kleine wohnt bei mir im Badezimmer. Etwa 12-13 cm Spannweite.
    Kommt aber nur gelegentlich raus auf Jagd in die Kueche!
    Is gross genug um die frischgeschluepften Geckos zu killen!
    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1 :hehe: :hehe: :hehe:
     
  16. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ mad max

    10.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    nein, vergessen habe ich "JOE" nicht, denn jeder europaeische terrarienfreund haette das bist wohl gerne erworben :yes: . wollte mich halt bei naechtlichen pinkelpausen o.ae davon vergewissern, das "JOE" dort bleibt - wo er ist. wenn das handtellergrosse insekt anstalten gemacht haette, seinen standort zu wechseln - dann waere es um meine nachtruhe bestellt gewesen.
    doch "JOE" blieb ja seiner ecke an der decke treu, und durfte daraufhin auch noch weiterhin andere gaeste erschrecken :yes:

    insekten in schlafgemaechern sind in cambodia eher normal als die ausnahme. skorpione, tausendfuesser und takrabs stehen auf meiner liste als nicht akzeptable schlafgenossen, mosquitos auch nicht! no mercy!
    :yes:
    wen so etwas stoert, der soll die 5-sterne buden siem reaps und phnom penhs besser in seinem reiseplan beruecksichtigen. neuerdings haben guesthaeuser in den provinzen cambodias sogar glas in den fenstern, und das mitfuehren von mosquitonetzen bei reisen dorthin ist keine oberste pflicht mehr.

    @ kuddel

    recht hast du, diese "jaeger" sind recht stationaer - und schon das anlassen von zimmerlicht bewegt diese riesenspinnen im regelfall ihr revier nicht zu verlassen. kennst du diese spezies?

    ciao

    abstinent
     
  17. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Part 6:

    Gestärkt machten wir uns dann auf die Suche nach einem Transportmittel für den geplanten Pailintrip am nächsten Tag.
    Pailin, die alte "Khmer Rouge"-Hochburg inmitten der Cardamom-Berge. Dort haben wir beabsichtigt, eine coole Rubinmine aufzusuchen. GPS Koordinaten haben wir, Kartenmaterial ist hier aber kein Gescheites zu bekommen. In öffentlichen Maps fehlen die Verbindungen und Trampelpfade nach Pailin ganz. Man ignoriert diese letzte Trutzburg der Massenmörder aus der Pol Pot-Ära gänzlich.
    Für die rund 50 KM Dschungeltrip auf teils nicht vorhandenen und teils unbefestigten Straßen benötigen wir nun ein Transportmittel!

    Fündig wurden wir aber ein Stück weiter auf der Straße Nummer 3. Hier hat ein Mopedschrauber das Verleihen von Bikes als lukrative Nebenerwerbsquelle für sich entdeckt, und wir werden uns schnell handelseinig. 8 Dollar je Tag ist o.k. für diese Trümmer hier:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    2 abgewohnte 250er Hondas mit brauchbaren Reifen und soeben noch akzeptablen Stoßfängern werden morgen unser Stahlroß spielen. Die Ketten unserer Bikes hingen auch noch nicht ganz bis auf den Boden durch, so daß wir guter Dinge waren, das gesteckte Ziel auch zu erreichen.
    Max klärt mich netterweise bei dieser Gelegenheit auf, das man solche Bikes eigentlich "Gatschhupfer" nennt!

    Mein Ösi-Vokabular steigt mit fast jeder Reise weiter an - - bald bürgern die mich ein 11.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Abends vernetzen wir uns noch mit den hiesigen Demining-Leuten zwecks Abstecken unserer geplanten Route, und entdecken bei dieser Gelegenheit ein nettes Restaurant mit vielversprechendem Namen:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Vor dem Zubettgehen lassen wir uns von einem betagten TukTukVeteranen noch eine Stadtrundfahrt verpassen, bei der Gelegenheit fällt uns dann auf, wie aktiv hier in der Provinz das Nachtleben sein kann.
    Besonders auffällig sind die vielen, vor den Bordellen geparkten Fahzeuge von UN-Leuten und NGO's. Feiste Jeeps und Allrad-SUV's, was die wohl hier des Nachts so machen? Feldstudien wahrscheinlich! :twisted:

    Recht früh legen wir uns schlafen, denn der ereignisreiche Folgetag versprach recht anstrengend zu werden!

    Pailin, in dieser Nacht träumte ich davon.
     
  18. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Part 7:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1


    Pailin - hierher wollte ich schon immer wieder hin zurück, warum fragt ihr?
    Nun ja, das hier ist vielleicht der abenteuerlichste Flecken Südostasiens, abgesehen vielleicht von den Camps der Abbu Sayyaf in Mindanao und den Jihad-Schulungscamps im finstersten Indonesien.
    Hier hat es einen guten Freund erwischt, und ich hatte damals mehr Glück als Verstand. Das Schrappnell der Mine, welche unsere gesamte Gruppe damals aufmischte - das erwischte mich nur am Unterschenkel. Eine häßliche und große Narbe erinnert mich heute noch daran. Hier versickerte mehr Blut im Dschungelboden als an vielen anderen Orten, nicht nur Meines!
    Damals hatte ich mir in Pailin ein Buch gekauft, ein Altes von 1893. "The Ruby and Sapphire Deposits of Moung Klung Siam". Die Karten darin waren handgezeichnet, ungenau und grob - aber sie zeigten auf diesen gebirgigen Bereich zwischen Thailand und Cambodia.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Chantabun, das heißt heute Chantaburi - und Klung gehört nun Teils zum Changwat Trat. 20 % der Rubinminen sind auf thailändischem Territorium, 80 % sind in Pailin. Ein Grenzübergang hat zwischenzeitlich eröffnet, aber dieser dient fast ausschliesslich den Thaizockern zum Besuch der Bordercasinos.

    Ein schnelles Frühstück, und los geht es am Morgen.
    Wir planen ueber eine Strasse dorthinzukommen, die es laut Karten gar nicht gibt!

    Die ersten 25 Kilometer führen uns über eine Art Waldweg, ständig geht es über Hügel und durch Niederungen. Mehrere Bäche muessen durchquert werden, und unsere Hondas wühlen sich durch den Morast.
    Max ist jünger und leichter, obendrein der erfahrenere Gatschhupferpilot von uns. Wie echte Schweine aus der Suhle sehen wir aus, als wir das Territorium von Pailin endlich erreichen. Egal, den in der Sonne schnell hartwerdenden Dreck kann man gut abklopfen
    Die Digitalcamera hatte auch eine Volldusche bekommen und versagte folglich ihren Dienst, wir haben sie so gut es ging geöffnet und zerlegt, die Teile in der Sonne geparkt.

    Wir rasten auf einer Art Feldherrenhügel und genießen für eine halbe Stunde den Höhenwind und die herrliche Aussicht auf die umliegenden Dschungelareale. Hier oben sind noch Befestigungsanlagen auszumachen, und die Spuren schwerer Artillerie sind auf ewig in den Fels gekratzt. Dies ist ein wichtiger Waypoint fuer uns, denn von nun an folgen wir dem GPS. Unsere Hosen trocknen derweil auf den geparkten Bikes, aber niemand hier kümmert sich um 2 Extremtouristen in Unterhosen.
    Wir ziehen dann unsere trockenen Hosen wieder an, die Bikes sind zwischenzeitlich auch abgekühlt, und dann erwarteten uns die finalen 18 Kilometer. Abgesteckte Minenfelder und deklarierte Dangerzones flankieren unseren oft überwucherten Trampelpfad, ein CMAC Deminingteam irgendwo im Nirgendwo ist eine willkommene Abwechslung für uns, und wir für die Boys auch. Schnell eine Zigarette zusammen geraucht und noch Tipps fuer die letzte Etappe geholt. Der Bach sei sicher meinte man, und wir hören gerne auf solche Tipps. Ein flacher Bach von 10 bis 20 cm Tiefe schlängelte sich vom Hügel herab - dieser Hügel war unser Ziel.

    Anfangs kamen wir gut voran, nur an einem 2 m hohen Wasserfall kamen wir dann so richtig ins schwitzen, denn die Bikes mußten da 'rauf. Umgehen war wegen der Minensituation nicht angesagt. Das kleine mitgeführte Seil bewährte sich nun, und in weniger als einer Viertelstunde hatten wir beide Bikes hochgewuchtet gehabt.
    Dann eröffnete sich uns ein wahrhaft paradiesisches Panorama. Eine grosse, blumenübersäte Wiese mit Hunderten rieiger Schmetterlinge, die keine Scheu vor uns hatten erwartete uns.
    Am fernen Ende der Wiese die kleine Ansammlung von Häuschen und Hütten, die wir suchten.
    Schon auf halbem Wege kamen uns lärmend die Kinder der Minenarbeiter entgegen, und wir nahmen die Kleinen sehr zu deren Freude auf unseren Tanks und Sitzbank mit zurück.

    Hier hatten wir nun auch die Muße, uns um die Digicam zu kümmern, aber leider konnten wir den malträtierten Batterien nur noch eine Handvoll Fotos abringen.
     
  19. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Part 8:

    In den Hütten war es stickig und heiß. Elektrischen Strom gibt es hier nur aus 12 Volt Autobatterien, die mühevoll per Moped oder Fahrrad 15 Kilometer weiter im Ort frisch geladen werden können.
    Hier ist der Dreh- und Angelpunkt der "Edelsteinindustrie" Cambodias, hierher kommen die Rubine und Saphire, die schon seit vielen Generationen gekrönte Häupter schmücken oder Filmstars bei den Oscarverleihungen leihweise umgehangen werden.

    Branchenkenner wissen, das auch 2 von 3 in Thailand verkauften Steinen nicht aus Thailand stammen, sondern exakt von hier her. Das, was man auf der Chantaburiseite noch an Korunden findet (Sowohl Rubine als auch Saphire gehören der Korund-Gesteinsfamilie an), das eignet sich noch soeben als Industrieschmirgel oder Bohrerbeschichtung. Burmesische Edelsteinschleifer hatten hier bereits in den 20er Jahren Fuß gefasst, und Einheimische angelernt.
    Noch heute benutzt man die Gerätschaften, die damals aus Burma hierhergeschafft wurden:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2


    Im Dämmerlicht einer 8 Watt Neonröhre arbeitet man hier bis zu 16 Stunden je Tag. Alles geschieht manuell, die Schleifscheiben werden mit Fußtritten angetrieben, die Feinschliffe werden mit handgepowerten Maschinen realisiert:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 4


    Die Ergebnisse lassen sich sehen, und würden so manchem jiddischen Juwelenaufkäufer in Antwerpen die Schillerlocken zu Berge stehen lassen:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 5

    Steine in toller Farbe jenseits der 1 Karat sind hier nicht selten. Einschlußfreie Korunde gibt es fast gar nicht - und die Reinheit der Steine von hier setzt Gemmologische Weltstandards.

    Max und ich erwerben nach langem Gefeilsche einige geschliffene Stücke aus diesem Sortiment:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 6

    Der selbstgebrannte Schnaps, mit dem man hier zunftgerecht nach getätigtem Geschäft anstößt, der hat uns fast die Kehlen verätzt. Über unsere Husterchen lachten die Brüder nur

    Mit dem Versprechen, bald wiederzukommen, verabschieden wir uns von den rauhen aber freundlichen Gesellen hier - und machen uns auf den Rückweg. Diesen mußten wir zwingend im Tageslicht schaffen, denn die traurigen Funzeln der Hondas hätten den holprigen Weg nicht genug ausleuchten können.

    Wie so oft, ging der Rückweg viel schneller vonstatten - und wir erreichten Battambang lange vor Einbruch der Dunkelheit.

    Hundemüde von der Geländefahrt retournierten wir die Hondas und gönnten uns noch ein Abendmahl im "Smokin' Pot"
    Nach einer überfälligen und gut reinigenden Dusche sanken wir dann auch schnell in tiefen Schlaf.
     
  20. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Part 9:

    Schon gleich am Morgen des folgenden Tages geht es weiter in die Hauptstadt. Wir haben uns für den nun regelmäßig verkehrenden Airconbus entschieden, denn die gesamte Straße soll fertig sein - die Reisedauer wird mit 4 Std. veranschlagt. Welch ein Fortschritt! Vor nicht ganz 2 Jahren schlug das noch als eine komplette Tagesreise zu Buche.

    Per Mopedtaxi (2000 Riel=20 Baht) geht es also vom Parrot Guesthouse zu Dritt mit allem Gepäck zum Busterminal in Battambang.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 1

    Von hier legen uebrigens auch die Flußboote direkt nach Siem Reap ab.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 2

    Geldwechselbuden und so etwas gibt es hier auch:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 3

    Wir wundern uns noch etwas über die zahlreichen Granattrichter und Einschußnarben an Häusern und in den Verglasungen der Geschäfte rundum, so ein 30 jaehriger Krieg hinterlaesst schon deutliche Spuren.

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 4

    Die Busse sehen recht ordentlich aus, wenngleich ein teutonischer TÜV-Dude sich trotzdem die Haare ausreißen würde, und das Ding sofort zwangsstillegen würde:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 5



    Aber hier haben solche Paragraphenreiter noch viele Jahrzehnte lang nicht das Sagen, und heutige Cambo-Busse weisen sogar schon Bremsen und Zulassungen auf. Einen Bus zuzulassen kostet übrigens genausoviel an Steuern, wie ein Moped: 5200 Riel - pro Jahr (weniger als ein Euro)!

    Irgendwann erscheinen dann die Zubringerpickups mit ihren Passagieren, sofern diese die Schlaglochrallye aus den abgelegeneren Dörfern hierher überstanden haben. Dieser hier hatte neben der Dachlast sogar 3 auf der Motorhaube mitgebracht, die klammerten sich unterwegs wohl verkrampft an die Scheibenwischerarme - und rutschten beim finalen Bremser sanft vom Gefährt:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 6

    Die "Tankstellenbesitzerin" auf der Straßenecke hatte ihre helle Freude an unserem schnieken Mäxchen, und hätte den am Liebsten gleich dabehalten. 36.gif, QUICKTRIP CAMBODIA, 7

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 8

    Max aß derweil sein Baguette, zu dessen Genuß ihn anscheinend diese Werbefigur verleitete:

    nopic.jpg, QUICKTRIP CAMBODIA, 9