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Reisen quer durch's Land für Cash und Fun

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von abstinent, 03.04.2009.

  1. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Tja, kenn ja alle Neiderstories aus den verblassten und verblassenden Foren zu meiner Person und will mich gar nicht damit befassen. jedenfalls habe ich seit 2002 unzählige Reisen in Thailand und angrenzenden Staaten unternommen, wo mich ein mittlerweile verstorbener (Friede seiner Asche!) Bar- und Forenbetreiber anheuerte, um für sein ebenfalls herausgegebenes Magazin thailandrelevantes Content zu bekommen.
    Das bot er mir ungefragt an und ich konnte gar nicht schnell genug OK sagen. Ich bin dafür immer ausreichend bezahlt worden, alle Kosten wurden erstattet. Ich habe das gerne gemacht und meine Schüleraufsätze kamen bei der Leserschaft des Magzins so gut an, dass diese auch in das damals wirklich gute (und auch längst verschiedene) Forum eingestellt wurden. An verschiednen Bildern sind die Rechte zur Veröffentlichung dem Magazin übertragen worden (oftmalige Verwendung als Titelfoto), deshalb werde ich in dem anhängenden Altbericht z.T. andere, von mir dort geschossene Fotos verwenden oder Fotos der damaligen Sponsorunternehmen verwenden.
    Co-Sponsoren meiner Trips waren Hoteliers aber auch Transportunternehmen und Restaurants, welche ich hier in uneditierter Form einstelle. Preise und Locations sind immer relevant zum Berichtsalter.

    Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich weiterhin alle copyrights für meine Texte und Bilder gemäss dem Urheberschutzgesetz und allen relevanten Gestzestexten behalte und diesen als auch folgende Berichte aus früheren Jahren exklusiv und nur dem Thailand-Asienforum und seinen Membern als Lesestoff zur Verfügung stelle. Jede anderweitige Verbreitung (auch auszugsweise, auch im Internet) wird als unberechtigte verbreitung meines intellektuellen Eigentums verfolgt.

    ciao

    abstinent


    317_psanuk_2.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.12.2009
  2. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Koh Chang – Reisebericht Februar 2004

    Unsere Anreise von Pathum Thani erwies sich als völlig problemlos, denn glücklicherweise entscheiden wir uns nicht für unsere Motorräder als Transportmittel, sondern fahren ausnahmsweise `mal mit dem Linienbus. Der bisher einzige dicke Wolkenbruch in diesem Jahr erfreut dann auch die Farmer und ihre Felder, nicht aber uns als Zweiradfahrer auf den Straßen.

    Mit `nem Rucksack läßt es sich locker verreisen, und wir kommen uns auch fast schon vor, wie Khao-Sarn-Style Backpack-Touris, als wir am Busterminal in Bangkoks Morchit Station mit dem Taxi einlaufen.

    Die 2 ½ stündige Busfahrt nach Pattaya kostet 97 Baht pro Nase.
    In Pattaya angekommen, gehört scheinbar das Herumärgern mit den Bahtbusschergen wie schon immer zum Ankunftsritual hier. Ein auf Dooftouristen abgerichteter Pilot dieser Bahtbusse (in Thai: „Songtheauw“ genannt) verlangt auf meine Anfrage hin 120 Baht für die 2 KM bis zu unserem heutigen Domizil an der Nakluaroad.
    Er erntet nur mein schallendes Gelächter!
    Einer seiner Kollegen fragt einen wesentlich vernünftigeren Tarif (40 Baht für uns zwei) ab, und das ist schon o.k. so.

    Ein wenig pattayatypische Abendaction muß natürlich sein, aber irgendwann nach Mitternacht trollen wir uns in unser Hotelzimmer, und schlafen noch schnell eine Runde – denn schon um 6:00 Uhr rappelt der Wecker.
    317_frankpub_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1
     
  3. walhalla

    walhalla V.I.P.

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    essen
    na das doch mal klasse

    freu mich schon drauf deine berichte zu lesen


    gruss rudi
     
  4. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ Walhalla

    Dankesehr, so nach und nach stelle ich sie ein :wink:

    Planmäßig soll es um 7:30 Uhr losgehen. Wohlwissend um die Pünktlichkeit eines hiesigen Busunternehmens, sind wir zwar zum verabredeten Zeitpunkt auf der Straße vor dem Hotel, aber wir setzen uns erstmal gemütlich in`s kleine Restaurant gegenüber, und ordern uns ein Thai-Frühstück.
    Ich bekomme mein Khao Pad Krapao dann auch so gegen 7:45 Uhr serviert, und kurz nach dem ich dieses vertilgt hatte, erscheint dann auch der Minibus so um kurz nach 8:00 Uhr. 19.gif, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1
    Sah wirklich nicht gerade nach einem besonders gepflegten oder aktuellen Modell aus, eher ein älteres Baujahr. Vollverspiegelte Scheiben und eine betagte Bestuhlung. Naja, was soll`s.

    Offensichtlich hat „Koh Chang Travel“ diesen Bus zusätzlich gemietet, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein renommiertes Unternehmen seine Passagiere mit sowas noch herumkutschiert.
    Erinnerte mich an cambodianische Kleinbusse......dem Fahrwerk war nur noch sehr wenig Stoßdämpferleistung übriggeblieben und ein unfreundlicher & sonnenbebrillter Driver der Marke :
    „Warum-bloß-muß-ich-heute-Farangs-durch-die-Gegend-kutschieren“ sollte unser Chauffeur sein.

    Der Platz neben ihm, auf dem ich prima mit dem Laptop auf dem Schoß hätte arbeiten können, den hat er meinem Rucksack zugedacht, nun sitze ich schräg zwischen einem netten italienischen Altgigolo, seiner (ihn permanent beschallenden) thailändischen „Belladonna“ und der zugigen Fahrzeugtüre eingequetscht. Nur eine schräge und unbequeme Sitzposition ermöglicht das Festhalten von Stichworten am Laptop – egal, da müssen wir nun durch. Meine Freundin sitzt 2 Reihen hinter mir im Fahrzeugheck und zwischen uns ist eine Gruppe männlicher, deutscher Touristen mit der gleichen Destination wie wir.
    Schon kurz nach dem Start geraten wir in einen saisonunüblichen Regenschauer. Umfangreiche Quellbewölkung füllt den Horizont, vereinzelt blitzt aber die Sonne durch und läßt uns auf besseres Wetter hoffen.

    Der Reisepreis für den Minibus-Service zum Pier nach Laem Ngop beträgt 500 Baht inklusive Fährenticket. Pfiffige Low-Budget-Traveller können zwar mit Linienbussen über Trat diesen Reisepreis um über die Hälfte drücken, aber die Bequemlichkeit sollte man auch nicht außer Acht lassen.
    Schade ist nur, dass unser Driver so ein unfreundlicher Vogel zu sein scheint, und sein Gefährt nicht eines dieser neueren Dinger ist, in denen man gescheit sitzen kann. Unser Minibus verfügt noch nicht einmal über einen Dosenhalter oder eine Ablagefläche. Viel Schmutz an den Innenpanelen und ein mit Metallstreifen notdürftig zusammengeschustertes Mobiliar runden das optische Bild ab. „POLCADY 35“ steht in Riesenlettern auf der Windschutzscheibe, vielleicht heißt so der Subunternehmer.

    Irgendwo zwischen Rayong und Chantaburi verlieren wir dann auch in einem weiteren heftigen Regenguß einen Scheibenwischer – „Mai Pen Rai“, wie ein Thai sagen würde.
    Im Blindflug geht`s weiter - der Driver mag seine Oakley-Blender-Sonnenbrille wohl unheimlich – er setzt sie auch dann nicht ab, als es regenbedingt dunkler wurde und die mangelhafte Scheibenwischanlage kaum noch eine Sichtweite von 10 Metern erlaubte. 4.gif, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 2
    Seine Preßluftfanfare funktioniert jedenfalls problemlos, und unterwegs werden überholte Kollegen entsprechend lautstark begrüßt.
    Die „Bang-Na-Trat“ genannte Straße wird immer holpriger, je weiter wir uns in den Osten des Königreiches vorwagen. Trotz regennasser Fahrbahn und miesem Fahrwerk zittert die Tachonadel immer so im Bereich zwischen 110 und 120 KM/H – auch als die Sichtweite gerade `mal noch Schrittgeschwindigkeit zugelassen hat.

    Auf die schüchterne Anfrage eines weiblichen Passagiers nach einem Toilettenstop entgegnet Mr. Sonnenbrille salopp: „We stop in 30 Minutes!“

    Arroganter Kerl, als ob es an der Strecke keine passenden Tankstellen oder Ähnliches gäbe! 1.gif, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 3

    Ich mische mich ein, weise ihn auf die alle paar Kilometer vorhandenen Tankstellen mit Toilettenanlagen hin und sage ihm freundlich aber bestimmt, er möchte bitte umgehend die Nächstgelegene ansteuern, schliesslich hocken wir in einem teuren Charterminivan und keinem Überlandbus für 30 % des Preises!
    Das macht er dann auch wiederwillig.
    Das Spielchen mit den festgelegten Pflichtpinkelstops möchten wir nämlich auch gar nicht mitspielen und wir verschaffen von nun an unseren Bedürfnissen Gehör – auch dann, wenn der Driver an unseren Wunschstops keine Kommission von Stullenverkäufern und Saftpanschern bekommt!


    Das Transport-Unternehmen, die Firma „Koh Chang Travel“ braucht dringendst eine erhebliche Nachbesserung des Fahrzeugparkes oder eine deutlich kritischere Auswahl der Subunternehmer.
    Ein kunstvoll perlmuttdekorierter Schaltknauf täuscht nicht über die Tatsache hinweg, daß es sich bei diesem betagten Minibus in jedem zivilisierten Land der Welt um verkehrsuntauglichen Kernschrott handeln würde.

    Die Driver sollten auch zwingend einmal geschult werden. Man ist schliesslich Serviceprovider, spielt sich aber auf, als hätte sich der zahlende Kunde hier an die vom Driver willkürlich gesetzten Spielregeln zu halten.

    Regen und Sonnenschein wechseln sich auf der Piste ab, wir rasen weiter unserem Ziel entgegen.

    Unterwegs würde es etliche interessante Sachen zu bestaunen geben. Wir passieren schöne Strandorte, malerische Fischerdörfer, traumhaft schöne Wasserfälle – aber von all dem sehen wir nichts, denn diese touristischen Juwelen in Thailand liegen etwas abseits der Hauptdurchgangsstraße, auf der wir entlangsausen.

    In Klaeng stoppen wir an einem Autozubehörladen, aber Mr. Sonnenbrille macht keine Anstalten, den verlorenen Scheibenwischer gleich zu ersetzen. Ist ihm wahrscheinlich zu kompliziert, oder es überfordert seine technische Ausbildung um Längen.
     
  5. Bono Vox

    Bono Vox V.I.P.

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    abstricher

    @abstinent

    Mit dem Stirnband siehst Du aus wie ein Kriegsdienstverweigerer...

    B.V. :hehe:
     
  6. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Re: abstricher

    Mann, hast du verkrampfte Klischees in der Birne :lach:
    Coke Zero schon kalt?
     
  7. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Irgendwann dann der Pflichtstop an der Kaffeebude, hier treffen wir noch weitere Busse aus dem Sortiment von „Koh Chang Travel“. Alle sehen besser aus als unserer, aber das tröstet uns kaum. Die arg verstunkenen Toiletten hier hätten eine Sagrotan- & Kärcherbehandlung bitter nötig, etliche Urinale sind defekt oder demontiert, die wenigen verbleibenden Pissoirs in einem bemitleidenswert dreckigen Zustand.
    Wieder eine schlechte Wahl des Transportunternehmens, denn jeder andere Tankstellenbetreiber hegt und pflegt seine Toilettenanlage. Es sollte `mal jemand die Inhaber von „Koh Chang Travel“ mit deren miesesten Bus und dem unfreundlichsten Driver zur Insel kutschieren – damit die überhaupt wissen, was hier abgeht!

    Um die Mittagszeit erreichen wir den Fährenanlegesteg in Laem Ngop. Eine Ticketservicebude kümmert sich um die Fahrscheine der Passagiere. Reisende mit eigenem PKW- oder Motorradtransport hierher zahlen 30 Baht je Person plus einer kleinen Gebühr (30 bis 100 Baht) für`s Fahrzeug.

    Der alte Seelenverkäufer hier, ist eine ehedem in Hongkongs Hafen gesunkene Personenfähre, die für den Einsatz in Koh Chang geborgen und restauriert wurde. Der Kahn sieht aber ganz o.k. und momentan auch vertrauenswürdig aus.
    Böse Wellen haben wir auf dem kurzen Transfer zur Insel nicht zu erwarten, denn wir verbleiben auf der Leeseite Koh Changs.

    Die Überfahrt dauert ziemlich genau 35 Minuten, und auf der Inselseite warten schon die Taxigauner in ihren weißen Pickupbussen auf die neuen Opfer, die jede Fähre hierherbringt.
    Sammeltaxi komplett nach „White Sand Beach“ und alle wollen ins Plaloma Cliff Resort – na prima, das erspart Diskussionen. 30 Baht erscheint mir als Fahrpreis auch völlig in Ordnung.
    Dem einen mag es als „Mutprobe“ seines Lebens erscheinen, für mich ist es Normalität in vollbesetzten Songtheauws auf der heruntergeklappten Ladefläche zu stehen.
    Ist nichts für meines Vaters Sohn, zwischen vor Angst und Hitze schwitzenden Touristenleibern auf den Minipritschen durchgeschaukelt zu werden.
    Ich rauche mir genüßlich eine Zigarette hintendrauf und lasse mir den dabei den Fahrtwind ins Gesicht wehen. Natürlich muß man allerdings auf guten Halt auf der kurvigen Serpentinenstraße zum Zielort achten.
     
  8. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Checkin beim Plaloma Cliff Resort ist völlig problemlos, der Inhaber James macht das hier noch persönlich und weist jedem sein Zimmer zu. Ein Baggageboy bringt unseren Rucksack zu unserem vorläufigen Domizil und weist uns im Zimmer ein.

    317_Plaloma35600x450_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1

    Wir haben einen gemauerten, einzeln stehenden Aircon-Bungalow auf dem Hügel und sehen das Meer von unserer Veranda aus. Der Bungalow ist komplett gefliest, ein Doppelbett, Kühlschrank und TV sowie Fan und Aircon sind mehr, als wir erwartet haben. Alles wirkt auch sauber und irgendwie auf eine paradiesische Insel passend. Die Fassaden aus Stein oder Beton wurden in aufwendiger Kleinarbeit mit zahllosen Kieselsteinen versehen und das Ganze sieht echt urig aus.
    Der Kühlschrank ist mit Coca-Cola, Trinkwasser und Singha-Bier gefüllt. Die Preise für die eigene Bar im Zimmer sind sehr human. Trinkwasser 10 Baht je Liter, Coke 25 Baht je Flasche, Bier 60 Baht je Flasche.

    Dem Fernseher entlocken wir ohne Probleme auch sehenswerte Programme, denn am Kabelanschluß geizt James nicht. HBO, Starmovie, Deutsche Welle und alle Premiumprogramme sind zu empfangen.

    Wir ruhen uns erstmal etwas aus, und holen noch eine Mütze voll Schlaf nach. Am frühen Abend setzen wir uns mit James in sein provisorisches Restaurant, und lassen uns die fast fertige Bauerweiterung des Plaloma Cliff Resorts erläutern. Währenddessen lassen wir uns ein schmackhaftes Abendessen servieren.
    Eine imposante Halle für`s künftige Restaurant und die Rezeption entsteht auf der dem Meer zugewandten, anderen Straßenseite. Ein Swimmingpool und weitere Guestrooms sind ebenfalls im Bau und fast komplettiert. Mit der endgültigen Fertigstellung der Baumaßnahme rechnet der Hotelier im März 2004.
    Mir gefallen die thaitypischen Bogengiebel des Hauptgebäudes gut und Handwerker legen letzte Hand an Details und Accessoires. Der Staub des Baus hat sich gelegt, und nun sind die Pinselquäler und Detailleute am Start. Geschnitzte Elefantenköpfe dekorieren die holzverkleideten Tragsäulen, und penible Detailarbeit scheint das Steckenpferd des von James beauftragten Architekten zu sein. Hier entsteht ein echtes Boutiquehotel.
    Der Konzeptpool sieht Klassen besser aus, als die meist viereckigen Plantschbecken, welche man so aus Pattaya kennt.
    Checkin beim Plaloma Cliff Resort ist völlig problemlos, der Inhaber James macht das hier noch persönlich und weist jedem sein Zimmer zu. Ein Baggageboy bringt unseren Rucksack zu unserem vorläufigen Domizil und weist uns im Zimmer ein.
    Wir haben einen gemauerten, einzeln stehenden Aircon-Bungalow auf dem Hügel, und sehen das Meer von unserer Veranda aus. Der Bungalow ist komplett gefliest, ein Doppelbett, Kühlschrank und TV sowie Fan und Aircon sind mehr, als wir erwartet haben. Alles wirkt auch sauber und irgendwie auf eine paradiesische Insel passend. Die Fassaden aus Stein oder Beton wurden in aufwendiger Kleinarbeit mit zahllosen Kieselsteinen versehen, und das Ganze sieht echt urig aus.
    Der Kühlschrank ist mit Coca-Cola, Trinkwasser und Singha-Bier gefüllt. Die Preise für die eigene Bar im Zimmer sind sehr human. Trinkwasser 10 Baht je Liter, Coke 25 Baht je Flasche, Bier 60 Baht je Flasche.

    Dem Fernseher entlocken wir ohne Probleme auch sehenswerte Programme, denn am Kabelanschluß geizt James nicht. HBO, Starmovie, Deutsche Welle und alle Premiumprogramme sind zu empfangen.

    Wir ruhen uns erstmal etwas aus, und holen noch eine Mütze voll Schlaf nach. Am frühen Abend setzen wir uns mit James in sein provisorisches Restaurant, und lassen uns die fast fertige Bauerweiterung des Plaloma Cliff Resorts erläutern. Währenddessen lassen wir uns ein schmackhaftes Abendessen servieren.
    Eine imposante Halle fürs künftige Restaurant und die Rezeption entsteht auf der dem Meer zugewandten, anderen Straßenseite. Ein Swimmingpool und weitere Guestrooms sind ebenfalls im Bau und fast komplettiert. Mit der endgültigen Fertigstellung der Baumaßnahme rechnet der Hotelier im März 2004.

    Mir gefallen die thaitypischen Bogengiebel des Hauptgebäudes gut und Handwerker legen letzte Hand an Details und Accessoires. Der Staub des Baus hat sich gelegt und nun sind die Pinselquäler und Detailleute am Start. Geschnitzte Elefantenköpfe dekorieren die holzverkleideten Tragsäulen und penible Detailarbeit scheint das Steckenpferd des von James beauftragten Architekten zu sein. Hier entsteht ein echtes Boutiquehotel.

    317_Plaloma01600x450_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 2

    Der Konzeptpool sieht Klassen besser aus, als die meist viereckigen Plantschbecken, welche man so aus Pattaya kennt.


    317_PlalomaPanoramaB800x331_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 3
     
  9. Jens M

    Jens M Experte

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    Klasse "basti" - auch ich liebe das "paloma" und bin mit d. james auf "du" ... Mein lieblingsbungalow ist d. "666" genau neben den auf deinen foto - als spez. hat d. noch ne badewanne auf d. terasse - einfach nur gut ... :yes:

    So long Jens
     
  10. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ Jens
    In der Tat ist "666" die Top Choice im Plaloma, ich nenne sie scherzhaft die "Hemingway-Suite" - aber nicht, weil ich dort später mehrere Kapitel meines Buches schrieb, sondern der unvergleichlichen Atmosphäre wegen :tu:
    Das einzige, was mich mit Ernesto verbindet ist eine ähnlich gelagerte Girlieaffinität :lach:
     
  11. Jens M

    Jens M Experte

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    "Absti" jetzt weiß ich auch warum deine bücher so gut sind - d. "666" gibt das salz in d. suppe - hab da selbst viele kreative gedanken entwickelt ... Trette morgen meinen trip " Jensis tanz in den mai on the road" an ,der mich erstmal nach angeles führt, dann nach koh chang (666 ?) und zum abschluß nochmal ins kurbad patty führt ... Mit besten grüßen :yes: :byee: ...

    So long Jens
     
  12. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Ein Abendspaziergang entlang der Straße beendet unser heutiges Programm. White Sand Beach scheint die unangefochtene Touristenhochburg des Eilandes zu sein. Je ein 7/11 am Ortseingang und am Ausgang, zahlreiche Wechselstuben der Banken, etliche ATMs, Apotheke, Supermärkte und Hunderte von Souvenir- und Strandbedarfshändlern vervollständigen das Angebot. Abgerundet wird hier alles durch zahlreiche Restaurants und Garküchen. Typische Businesses wie Mopedverleiher und Tourveranstalter gibt es ebenfalls zuhauf und die Wettbewerbssituation hier garantiert nun akzeptable Preise.
    Eigentlich fällt uns auf, dass wir erstmals auf einer Insel ohne die inseltypischen Preisaufschläge ( a lá Koh Samui) sind. Alles bisher Gekaufte kostete exakt das Gleiche wie auf dem Festland!
    Das Profil der Durchschnittstouristen hat sich übrigens im Laufe der Jahre vom Rucksacktramper weg entwickelt, hin zum qualitätsbewußten Normaltouristen. Familien sind gern gesehen und das berühmt gute Preis/Leistungsverhältnis der thailändischen Hotellerie und Gastronomie setzt sich auch auf Koh Chang unvermindert weiter fort.
    Die Tauchbasen und Divingcenters der Insel werden wir später unter die Lupe nehmen, es gibt gleich Dutzende interessanter Tauch- und Schnorchelregionen rund um die Insel, vorwiegend aber im südlichen Bereich.


    Eine Reggaedisco und 2 Barcenter (je eines an jedem Ortsende) sorgen in White Sand Beach für abendliches Entertainment. Das Barcenter in der Nähe des Plaloma Resorts hatt ein gutes Dutzend Bars mit je 6 bis 12 Girlies vorzuweisen.

    317_psanuk_2.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1

    Bunte Lichterketten weisen dem Funsuchenden den Weg nach Klein-Pattaya. Leider hat man es noch nicht geschafft, die musikalischen Darbietungen dort zu koordinieren – und so klingt es im Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite sitzend, wie in der Nähe einer Kirmes oder eines Jahrmarktes. Das andere Barcenter am nördlichen Ortseingang war weitaus weniger aktiv und besucht.

    Koh Chang ist berühmt für seine Beaches, und wir verabreden uns für Morgen mit James. Er wird uns mit seinem Jeep am Nachmittag zur Verfügung stehen und uns die schönsten Badebeaches und Sehenswürdigkeiten auf dem südlichen Inselabschnitt zeigen. Darauf freuen wir uns schon.
     
  13. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Die Nachtruhe ist sehr angenehm, das eintönig einlullende Geräusch der sich weiter unten am Strand brechenden Wellen hat so etwas Einschläferndes, die Matratze des Bettes ist nicht zu weich und die Anstrengungen des Tages geben uns die nötige Bettschwere.

    Unser erstes Erwachen vor Ort nach langem und erholsamen Schlaf wurde mit einem ausgiebigen Frühstück gekrönt. Einen kleinen Spaziergang rund um die Plaloma Cliff Anlage und den nahen Teil des Ortes später war es dann auch schon an der Zeit für unser Meeting mit James.

    James kam hier vor 15 Jahren aus der Schweiz hierher und war damals wohl der meistbelachte Farang-Geschäftsmann Thailands. Er erwarb im Armenviertel der Insel ein Grundstück, um dort einen Beherbergungsbetrieb zu errichten. Damals gab es auf Koh Chang weder Strom, noch Straßen, noch regelmäßige Fähren hierher. Ein mickriges Fischerdorf auf Stelzen war die Inselhauptstadt und in White Sand Beach lebten nur ein paar Habenichtse, denn es gab weder einen Hafen noch irgend etwas Vermarktenswertes hier.
    James glaubte an seine Idee und gilt heute als Mitbegründer des Tourismus auf Koh Changs beliebtester Meile. Er kennt hier alle und jeden - zu jedem Resortprojekt, welches wir passieren, kann er etwas erzählen. Ein nettes Resort mit Lagune gehört dem Kamnaan (Bürgermeister) der Insel, die Amari-Gruppe baut ein neues Hotel mit über 200 Betten ein Stückchen weiter. Überall auf der Insel wird in neue Hotelbetten und touristische Infrastruktur investiert. Im Nirgendwo entstehen Shoppingplazas, Diskotheken und Hotels – aber alles läuft nur mit gebremstem Schaum.
    Man scheint hier nicht die Kontrolle über das Bauvolumen und Baustrukturen so verlieren zu wollen, wie es die Beispiele Koh Samui und Phuket vorgemacht haben. Der undurchdringliche Dschungel im Inselinneren soll erhalten bleiben, und Development ist gezielt nur in einem schmalen Streifen entlang der Küste gestattet. Obendrein ist mittlerweile ein großer Teil der Insel als Nationalpark ausgewiesen und ein rigoroser, sich wichtigtuender Ministerialbeamter sorgt für unbedingte Einhaltung der besonderen Bauvorschriften in Koh Chang.
     
  14. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Auf unserer Fahrt kommen wir zum Lonely Beach, im Volksmund auch „Hippie Beach“ genannt.
    Welch unterschiedliche Welten sind hier vertreten!
    Die 80 Baht pro Nacht „Knusperhütte“ aus Schilf ist hier nicht weit weg von der Supersuite mit allem Zip und Zapp für schlappe 8000 Baht.
    Die Zielgruppen sind dabei natürlich klar gegeneinander abgegrenzt.
    Die Schilfhütten werden von jungen Rucksacktouristen und älteren, übriggebliebenen Hippies bewohnt.

    Toll gelegen sind diese zum Teil, in manchen kann man sich, sofern man mit Fußmief Probleme hat, von der Gischt der Wellen die Füße waschen lassen – ohne den Plastikstuhl auf der Veranda zu verlassen!

    Furchtbar ist es mitzuerleben, wie eine gesunde Struktur mit Existenzberechtigung wie sowas hier:

    317_2002_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1

    Platz machen wird fuer nichtssagende Pauschaltouri-Zellen, welche dann inselweit um Auslastungsraten wetteifern und nur in der Hochsaison noch wirklich zu tun haben:

    317_morgen_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 2


    Wir kommen am „Treehouse“ an, James empfiehlt hier, einen Yogi-Tee zu versuchen und wir suchen uns ein schattiges Fleckchen aus. Der gesamte Treehouse-Komplex scheint ganz bevorzugte Oase der Hippies zu sein. Er ist scheinbar auf Stelzen und Pfählen in`s Meer hineingebaut. Über äußerst fragwürdige Laufstege ohne Handlauf kann man die außenliegenden Schatteninseln erreichen, wir sind nicht zaghaft – und ehe James und ich uns versehen, liegt meine Freundin schon in der Hängematte, weit draußen auf dem Meer.
    Sieht alles sehr idyllisch aus hier, aber die Bedienung scheint unsere Order verschlampt zu haben und wir bekommen hier draußen den Yogi-Tee nicht kredenzt, ist wohl zu faul, die taube Nuss!

    Nach einiger Wartezeit begeben wir uns in das Hauptgebäude und – siehe da! Unser Yogi-Tee kommt binnen Minuten. Er schmeckt ein wenig nach flüssigem Lebkuchen, und hat ansonsten undefinierbare Beigeschmäcker. Die Hippies hier sind da nicht so wählerisch. Man nuckelt an Flaschenbier und Coca-Cola herum. Viele lesen oder sind in Gesprächen miteinander vertieft. Globetrotter-Feeling kommt hier auf.
    James und ich sind hier dennoch nicht die Alterspräsidenten oder Hüttenältesten, es gibt ein paar weißhaarige Althippies hier und die hocken zugeraucht oder meditierend irgendwo herum.

    317_akc_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 3

    Der letzte Stop unserer Fahrt ist die Inselhauptstadt Bang Bao. Dieser Ort ist auto- und mopedfreie Zone, ein Parkplatz am Ortseingang ist Pflichtabstellplatz. Wenig später erklärt sich diese Maßnahme von selbst, Bang Bao ist ein historisches Inselfischerdorf mit Bauten in Ufernähe auf Pfählen. Betonstreifen über dem Wasser sind die Straßen der Stadt und alles wirkt auf den Betrachter etwas abstrakt. Von den „Betonhauptstraßen“ zweigen hölzerne Stege links und rechts hin zu den verschiedenen Wohnhäusern und Restaurants ab. Fast hinter jedem Haus ist ein Boot vertäut und hier gab es schon lange vor dem Anbinden ans Straßennetz Transportmöglichkeiten per Boot für Güter zum und vom Festland.

    Das Ende des Betonstreifens sieht etwas lädiert aus, aber der Blick auf die anderen Inseln war vorher gar nicht möglich, weil alles so zugebaut ist. Neben denen in White Sand Beach gibt es auch ein paar Barbetriebe mit Rotlichtcharakteristik in Bang Bao, wie uns hier auffällt.

    Irgendwo in einem Restaurant am Wasser gönnen wir uns eine Verschnaufpause und einen Snack. James gönnt sich Muscheln in Knoblauchtunke, meine Begleiterin ißt ein Tom Yam Gung.

    Am Abend vernetzen wir uns noch mit einem Forenkollegen aus dem Thailandreport, Member „Hansen“ erweist sich als Mega-Koh Chang-Kenner. Er ist seit etlichen Jahren Expat in Thailand, und die Insel hier ist sein erklärtes Refugium, wenn er dem Trubel Bangkoks oder seiner Heimatstadt im Isaan entfliehen will. „Hansen“ klärt uns über die Entwicklung vor Ort auf, und gibt uns freizügig von seinem fantastischen Insiderfachwissen weiter. Wir treffen uns im Nuna, einem beliebten Restaurant in White Sand Beach, welches für seinen Barkeeper und die Pizza bekannt ist.


    P.S. Unendlich schade, dass "Hansen" hier im TR von Soischleicheropis quasi verprellt oder abgewuergt wurde, ich schaetze seine Freundschaft sehr und von seinem unendlichen Wissens- und Erfahrungsschatz konnte ich schon oft profitieren. Hoffentlich kann er 'mal wieder reanimiert und motiviert werden wieder aktiv mitzumachen :D
     
  15. Jens M

    Jens M Experte

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    "Absti" klasse :dank: Leider hat mich mein letzter trip nicht wie geplant endlich mal wieder nach koh chang gebracht - das hat d. dreckscebuairline verhindert :bang: ... Na ja dann das nächste mal - aber mal was anderes - seit wann ist das stelzendorf d. "hauptstadt" von koh chang - evtl. ne wissenslücke meinerseits ...Dachte das verwaltungzentrum ist im koh chang sub - district bzw. klon son - eigentlich aber auch nicht so wichtig ... :byee: Mit besten grüßen ...
    So long Jens
     
  16. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Auf dem Heimweg fällt uns noch auf, dass hier der Bürgersteig wohl nach 22:00 Uhr hochgeklappt wird. Die vorher belebte Durchgangsstraße ist dunkel und kein Mensch ist unterwegs. Wer auf der Insel nach 22:00 Uhr noch etwas essen möchte, der hat als einzige Option Oodie`s, die Livemusikbude am nördlichen Ende oder die Thaiküche gegenüber dem Klein-Pattaya am südlichen Ende zur Auswahl.
    Die Thaiküche am südlichen Ende ist wirklich zu empfehlen und die freundliche Köchin kann sich auch mit Farangs verständigen und denen ein leckeres Mahl für kleines Geld auf den Tisch zaubern.

    Von hier hat man auch einen guten Überblick über Klein-Pattaya, und kann sich für ein abendliches Bar-Unterfangen vorher hier stärken.

    Ein Telefonat mit Freunden in Bangkok und Pattaya klärt uns über die dortige Wetterlage auf. Mächtig viel Regen und einen bedeckten Himmel hat man dort seit 2 Tagen zu beklagen – da haben wir aber Glück. Als „Blauer-Himmel-Fanatiker“ wurden wir bisher mit Wunschwetter belohnt.

    Das ändert sich etwas am nächsten Morgen. Einige Wolken hängen fett und regenschwanger über dem Meer, trauen sich aber nicht richtig zu uns her – so soll das auch sein!

    Mit dem mittlerweile bei James für einen Tagestarif von 200 Baht gemieteten Moped sausen wir zu dem berühmten Panviman-Resort und sehen uns dort einmal um. Ist schon imposant, was die Resorttypen hier in den Dschungel gestellt haben. Ein 5-Sterne-Resort mit tollen Häusern, allesamt in Thaistyle gebaut. Die schön geschwungenen Giebel der Gästehäuser (ja, das sind wirkliche Häuser!) fügen sich in die kokospalmenbewachsene Landschaft optisch passend ein.

    317_panentrance_1.jpg, Reisen quer durch's Land für Cash und Fun, 1

    Das Panviman liegt am Khlong Prao Beach, und kostet ab 7000 Baht je Nacht. Es hat als Gäste scheinbar nur betagtere Europäer aufzuweisen, alles wirkt sehr edel und gediegen.

    Viel salopper geht es ein paar Meter nach links zu. In direkter Nachbarschaft am Strand befindet sich „K.P. Huts“. Thais und auch Europäer mögen die hier angebotenen Holzhütten direkt am Beach.
    Mietpreise, so verrät uns der Manager Mr. Böm liegen z.B. für diese Hütte in Superlage bei 400 Baht je Tag. Airconlover werden hier erst in der Zukunft adäquate Unterkünfte vorfinden, aber die aus Naturmaterialien gebauten Hütten haben gute Ventilation und heizen sich auch in der heißen Jahreszeit nicht über Gebühr auf.
    Der Khlong Prao Strand hier gefällt und sehr gut, und wir nutzen die Gunst der Stunde zu einem Bad im Meer. Der feine Sandstrand fällt seicht in`s Meer ab, und bietet auch Nichtschwimmern und Kindern eine große Spielfläche. Die Wasserqualität ist Welten besser, als man es von Pattaya oder Jomtien kennt.
    Man vergnügt sich hier an Tauen, die malerisch von den windschiefen Strandpalmen einladend herabhängen, und tummelt sich hier im seichten Wasser.
    Die dem Strand vorgelagerten kleinen Inseln machen die Postkartenkulisse perfekt.

    Mr. Böm`s Restaurant ist dann auch unsere Wahl für eine Stärkung.
    Das Thaifood (Khao Pad Krapao für uns beiden, megaspicy für meine hungrige Begleiterin – regulär gewürzt für mich) war etwas teurer als an einem normalen Restaurant, aber immer noch im akzeptablen Bereich (40 Baht pro Nase). Ich will mich dann noch an einer Portion Pommes frites laben (die aß ich früher sehr gerne), werde aber von der Darreichungsform und dem Geschmack etwas enttäuscht. Zu helle McDonalds-Style Dünnpommes, nicht heiß genug ausgebacken mit öligem Glanz und ein bisschen matschig, nach 4 Stück schiebe ich den Teller von mir. Naja, ist ja auch nicht gerade eine einheimische Spezialität. Aber so etwas bekommt man auch hier erheblich besser hin.

    Andere Gäste hier laben sich an Seafood-Spezialitäten, und die lecken fast ihre Teller ab, so lecker muß denen das geschmeckt haben.