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TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles.

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von Pcpatient, 12.11.2013.

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  1. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Gelandet. In Clark. Ich laufe übers Rollfeld. Eine andere Maschine ebenfalls beleuchtet, weitere, vom Mond und Flutlicht beschienen. Eine laue Nacht. Ein Kribbeln in der Magengegend.


    Woher kommt meine Unruhe, was verpasse ich? Kommt es darauf an, ob ich früher oder später eintreffe? 8 Tage liegen vor mir.
    Ein Uhr nachts. Ein enger Gang mündet in eine hell beleuchtete Halle. Trauben von Menschen, wie bei der Eröffnung des Winterschlußverkaufs. Alle drängen auf die wenigen Paßkontrollstellen zu. Ich laufe an den Koreanern vorbei zum Ausgang für Filippinos, werde wie befürchtet abgewiesen. Ich ertappe mich beim Gedanken, es möge 3 Schleusen geben. Eine davon für Koreaner und Spongebobs.
    Den lästigen Zollbeamten, der nach 45 Minuten Schlangenstehen auch noch meinen Koffer von innen sehen möchte, wimmele ich ab. Der Fahrer vom Pacific Breeze ist diesmal rechtzeitig. Vielleicht weil der das letzte Mal eine Leerfahrt hatte.


    Eine kurze Dusche, dann ist es so weit. 3 Uhr bald. Noch nicht zu spät.


    Ein Unbekannter in der Nacht.




    Keiner weiß, daß ich hier bin. Nicht meine Thaimaus, nicht meine Favoritinnen vor Ort.
    Die ersten Bars. Viele noch offen bis 4. Die alte Routine. Have a seat. Take a look, take a girl. Doch ich will keine Routine. Die Suche nach der Illusion des Einmaligen führt mich ins Bunny Ranch (glaube ich). Ich stelle mich vor die Tänzerinnen, studiere ihre Bewegungen, halte Ausschau nach Reaktionen, fange Blicke auf. Die Vorauswahl ist rasch getroffen. 2 oder 3 im engeren Kreis.


    Dann die Entscheidung. Ein breites Grinsen, diese lacht zurück und gewinnt. Zwei „Ladydrinks“ auf den hohen Hockern, die Sitznischen erlauben zu wenig Bewegung, schläfern ein. Sie ist lustig genug, und anziehend genug, was mir eine kleine Reaktion in meiner Hose verrät.
    Sie gefällt mir, und da der Laden bald schließt, schlage ich ihr vor, mich zu begleiten. Der heutige Abend scheint gerettet. Das Mädchen eingetütet, im Gedanken, im Gefühl, ohne Zweifel. Doch der Gewinner, der nicht gespielt hat, steht auf einmal mit leeren Taschen dar, als ein Bettler, der noch gar nichts erbeten hat, verblüfft, den das nein erst halb zum Ohr drang und der rascher als er hörte begriff.

    Die Welle der Notwendigkeit spülte mich in die eine oder andere weitere Bar. Nichts dort, was meine leeren Taschen hätte füllen und die nun sichtbare Meßlatte übersteigen können. Denn hinter ein Gefühl kann man nicht willentlich zurückgehen.



    So verschlug es mich schließlich, es graute der Morgen, nicht das Haar, ins Walhalla. Drei Tänzerinnen sorgten dort für die Hochstimmung eines norwegischen Kollegen und bald auch für meine. Sie ließen die Zeit vergessen, um neun holte uns diese wieder ein, Zeit für die Vertreibung aus dem Paradiese. Der norwegische Kollege schlug vor, noch gemeinsam zu singen, um neun Uhr vormittags!, das hatte ich auch noch nicht. Den drei Damen, die wir übrigens nicht auslösen mußten, juckte es auch in der Kehle.

    Der Norweger, der überraschender Weise sein ganzes Gepäck mit sich führte und einen Kampfanzug und andeutungsvoll von einem besonderen Einsatz schwafelte, kannte einen mir bis dato unbekannten Karaokeladen im hinteren Bereich der offenen Bar neben dem vormaligen Alaska, wo er offenbar auch zu übernachten gedachte. Zuerst verließ den Einzelkämpfer die Sangesfreude, dann das Bewußtsein, das er, in sitzender Schieflage entrückt, trotz der Sirenenklänge der drei animationsfreudigen Damen auch nicht wiedererlangte und auch nicht durch meinen Weckversuch, als wir gegen 12:00 ausgesungen hatten. Er hatte also kampflos kapituliert, mir stand die Schlacht noch bevor.

    MVI_1517.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.11.2013
  2. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Ich lud die drei Holden auf ein Bier in mein Zimmer. Ich hatte keine besondere Erwartung, die über das selbstverständlich zu Erwartende hinausgegangen wäre.

    Eine entkleidete sich meiner Erinnerung nach auch halb, die zweite blies wohl auch etwas. Irgendetwas schien dem ganzen Glück aber im Weg zu stehen. Zunächst der Fernseher, der mich nicht störte, solange geblasen wurde. Dann fing aber eine, die angekleidet auf einem Stuhl saß, damit an, daß sie Hunger habe. Ich habe gleich gemerkt, daß wir uns nicht ungezwungen über die richtige Reihenfolge der Bedürfnisbefriedigung würden einigen können. Und die anderen zwei schienen mir auch eher halbherzig bei der Sache.


    So habe ich die drei dann kurzerhand verabschiedet, ihr Bier haben sie ja gehabt, und zunächst mein Schlafbedürfnis gestillt.


    Das Unvermeidliche habe ich dann umgehend nachgeholt. Frühstückchen (Bier) in einer der Kirchenbars, zwei Niedliche zu meinen beiden Seiten, für jede ein Bier. Die meinten, im Hotel seis doch gemütlicher als oben im Kabuff. Nun denn, 800 P Auslöse each, ein kleiner Spaziergang und dann die Belohnung dafür, gestern noch nicht so weit gekommen zu sein.

    Beide hatten eine Lieblingsstellung, die es ihnen ermöglichen würde, zu kommen. Ich bin da ja flexibel. Die eine ritt freudig der Sonne entgegen, die andere kniend vor mir und der dritte im Bunde mußte sich im letzten Moment für einen Mund entscheiden.


    Es nahm also eine glückliche Wendung. Ein Resümee gleich zu Anfang: In Angeles kann man in 12 Stunden mehr erleben, als an den meisten anderen Urlaubsorten in Wochen, wenn überhaupt.

    IMG_1521.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1 IMG_1525.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 2 IMG_1526.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 3
     
  3. Rauhnacht

    Rauhnacht Kuya

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    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2013
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    Das scheint ja ein sehr „poetischer „ Bericht zu werden. Ich bin mit Freude und Begeisterung dabei und freue mich auf mehr.
    Bitte weiterhin so aussagekräftige Fotos.

    Schon einmal danke für die Mühe.
     
  5. Nixus_Minimax

    Nixus_Minimax super gwapo

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    Ein neues Werk von Pcpatient in gewohntem Stil - ich bin an Bord! Es verspricht, unterhaltsam zu werden :tu:
     
  6. Camaro63

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    Bin auch dabei und gespannt wie es weitergeht
     
  7. ollithai

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    Das fängt ja richtig :wgeil: an. Ich bin auch dabei.............
     
  8. piper

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    Gefällt mir gut!!

    Gruss Piper
     
  9. somtam

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    Endlich wieder ein Live-Bericht aus Angeles. Super! Bin dabei :)
     
  10. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Die beiden Musen sind gegangen, nach Austausch unserer Telefonnummern. Eine stille Reserve für etwaige Notlagen. Ich liege in Ruhe, Schummerlicht und genieße noch den Nachgeschmack. Und wundere mich ein wenig. Wie kann das sein, ihr Arbeiterinnen der Lust, dass Euch die Lust noch nicht vergangen ist? Das alles war so frei, so rund, so ohne Hemmung und Bedenken. Sagen, wie sie es gerne hätten und kommen ohne Mühe. Die eine rückwärts auf mir reitend, während die andere meine Brustwarzen leckt, die andere vor mir kniend, während ich die bereits Befriedigte küsse.

    Und die danach schluckt, als hätte sie einen Karamellbonbon im Mund.

    Das Zimmerpersonal, grüßt freundlich, jedes Mal raunt mit ein „guapo!“ entgegen. Ich gebe den Schlüssel gleich in ihre Hände, unterschreibe für Getränke vom Vortag oder für die Laundry. Die Damen müssen von Zeit zu Zeit wie Botschafter wechseln, nur häufiger. Nach einigen Tagen gibt mir eine ein Stückchen Kuchen und lässt wissen, dass sie nur noch heute meine maid sei. Sie bekommt ihr Trinkgeld, ich eine Umarmung. Ich schätze mal, dass noch mehr hätte ausgetauscht werden können.


    War ich zu befangen? Im Vorurteil, dass Hotelpersonal nicht zur Verfügung stehe? Oder war ich einfach zu beschäftigt, im Aufbruch, angesprochen im falschen Moment? Nächstes Mal werde ich das herausfinden.
     
  11. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Ich laufe etwas. Hier gibt es nur eine Richtung. Und unzählige Hindernisse.

    Bald bin ich auf der Höhe des Eruptions. Dr. Holms wird renoviert, die Mädels seien im Zwangsurlaub, berichtet man im Eruptions. Ich setzte mich vor die Tanzfläche. Die Waitress, die mit mir anbandeln möchte, hat etwas zwischen den Zähnen, worauf ich sie aufmerksam mache. Das lässt sich nicht entfernen, peinlich. Mein Blick macht die Runde. Keine, die mich anmacht. Zwei Schwestern, eine auf dem etwas erhöhten Podest am Rand der Tanzfläche. Die sieht gut aus. Mein Lächeln wird schüchtern und gequält erwidert.


    SMS von Analyn. Arbeitet jetzt im Bollywood, einer kleinen Bar, die etwas zurückgesetzt und versteckt gegenüber vom Genesis liegt. Nach dem Umzug des Treasure Island ist sie mit Mamasam und der übrigen Belegschaft dorthin gewechselt. Wir haben regelmäßig facebook-Kontakt, manchmal tauschen wir Schlüpfrigkeiten quer über den Indischen Ozean aus.



    Und sie hält mich informiert. Rose , ihre Freundin, ja, immer noch verbandelt, fest, nicht direkt erreichbar auf ihrer Insel des Wohlstands, jeden riskanten Fehler vermeidend.


    Analyn schreibt, meine LOST MOONLIT LOVE (s. meine vorherigen Berichte) wolle mich sehen („Rose here now, where are u?“).
     
  12. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Ich beende mein Bier, ohne Eile, und begebe mich zur Begegnung. Wieder ein halbes Jahr.

    Ich betrete das Bollywood. Analyn springt vor Freude an die Decke, als sie mich sieht.
    Rose ist schon wieder weg, kommt aber kurz darauf mit einigen Magarita-to-go im Plastikbecker. Ich umarme sie und stelle fest: „You look fantastic!“.

    Eine „Anstandsdame“, die sie mir als Cousine vorstellt, hat sie auch gleich dabei. Dennoch lade ich die dralle Joy, drall v.a. ihre Brüste, ein, sich ebenfalls zu uns zu gesellen. Ich tausche einige Nettigkeiten mit Rose aus und stelle fest, dass er noch da ist, vom ersten Moment an, der Magnetismus. In beide Richtungen.


    In jedem Moment, auch wenn ich nicht hinschaue, spüre ich ihre Lage im Raum, verfolge mit welchem Sinn auch immer ihre Regungen und Bewegungen, nehme jede Änderung der Temperatur wahr.

    Ein Sport, weh tut es nicht. Es gibt nichts mehr zu verlieren.

    Eine Bewegung, nicht aufzuhalten. Müßig darüber nachzudenken. Überflüssig, so wie sich über das Atmen Gedanken zu machen.


    Musik, Margarita, Bier. Analyn als Stimmungsmacher. Bald tanze ich vor Joy und stoße diese in Richtung Rose, zwischen ihre gespreizten Beine, fest, auch sie möchte Spaß, und wünschte, nichts und niemand wäre zwischen uns.


    Gleich vorweg: Es würde nichts laufen. Nicht mehr als das. Nie mehr als das. Wahrscheinlich.


    Alle 5 Minuten kontrolliert sie ihr Iphone. Kein Vertrauen. Permanente Kontrolle. Sie ist Eigentum.

    Und doch vergisst sie manchmal. Bemerkt, 10 Minuten schon in meinem Arm, ich streiche über ihren Rücken, dass der Abstand zu gering geworden ist. Nur nicht zusammen gesehen werden, mit einem anderen. Jeder kann Spion, Zuträger sein. Er hat Bekannte.


    Einmal schaue ich uns im Spiegel an. Sie steht an meiner Seite, leicht an mich gelehnt. Sie weiß, wo sie hingehört.


    Es ist nicht an ihr, zu handeln. Auch nicht an mir, selbst wenn ich es könnte. Denn hier gibt es keinen Schritt, nur einen Sprung. Kein Wort, nur einen Schrei. Einen Sprung ins Licht. Oder den Abgrund.

    Alles oder nichts. Ich bleibe stumm.

    Fast. Der Alkohol. Sie blockt das ab. Die Regel muß nicht erklärt werden. Nur noch ein möglicher Zug: die Dame. Und das Ende des Spiels.
     
  13. Pcpatient

    Pcpatient Senior Member

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    Keine feindliche, keine freundliche Übernahme. 45 Kg betrunken. Ich tanze längst woanders. Die Cousine bringt sie nach Hause.

    Von Bar zu Bar. Anlayn, Joy und eine andere, ein hallo! auf der Straße, irgendwie verwandt, nicht im Dienst oder beides. Einzelheiten, die sich nicht mehr einprägen.

    Karaoke. Die Bilder unscharf.

    Dann in der Viking-Bar die Dusche: Die Wahlverwandte fegt mir beim Tanzen mit in einer unachtsamen oder temperamentvollen Bewegung die Brille von der Nase.

    Perdu`, der Einäugige wird abgeführt, er fühlt sich schlimmer als blind. Nun denn, so kann man auch nüchtern werden.

    Dank "weiser" Voraussicht kehrt das Augenlicht im Zimmer zurück. Die Halbverwandte ist auf dem Weg verloren gegangen. Nun denn, wir sind ja noch zu dritt. Beide bemühen sich redlich um den Invaliden. Joy geht am Morgen.

    IMG_1527.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1 IMG_1528.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 2 IMG_1530.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 3 IMG_1534.jpg, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 4

    Wahlverwandschaften
     
  14. papanebi

    papanebi Junior Member

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    Genialer Schreibstil, ich bin begeistert dabei.

    papanebi
     
  15. Pcpatient

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    Gelandet. In Bangkok. 36 Stunden bis zum Weiterflug nach Angeles am nächsten Abend um 20:30.

    Das Citrus 22, in der Soi 22, 5 Minuten vom BTS Asok, 10 zur Soi Cowboy, gewährt complementary late checkout bis 16:00. Das Zimmer etwas klein, aber modern und sehr schick, zum Bad hin zu öffnende Glasscheibe, so dass der Vorfreude des auf dem Bett Liegenden bei Betrachtung der dort duschenden Schönheit nichts im Wege steht.


    Zur Schönheit liegt ein weiter Weg: Vorbei an den Rollbändern, die habe ich immer noch besiegt, in der Hoffnung, einige Reisende auf dem Weg zur Immigration zu überholen. Dann eine endlose Schlange. Inmitten russischer Urlauber. Keinen Oligarchen, gewiß. Ausgerechnet die vor mir überfordert mit dem Einreisformular, die ältere Frau vor mir, halbdement, versteht nicht, dass sie in die Kamera schauen soll. Ich versuche, meine ärgerliche Ungeduld herunterzuschlucken.
    20 Euro gewechselt, her mit dem Koffer und ins Taxi auf der Ankunftsebene 3. Diese etwas kostengünstigere Möglichkeit wurde inzwischen durch Drehkreuze und Wachtpersonal verbaut, Taxis gehen jetzt nur noch im Untergeschoß vom offiziellen Punkt ab.


    Mein Fahrer ist flexibel. Um 10 Minuten Schlangestehen bei Einfahrt links in die Sukhumvit zu sparen, fährt er rechts und 30 Minuten Umweg.


    IMG_1635.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1
     
  16. Pcpatient

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    Irgendwann stehe ich nackt im Zimmer, nehme eine ausgiebige Dusche, ein leichtes Kribbeln im Unterleib Reaktion auf die unbeschreibliche Freiheit: Alleine in der großen Stadt, meiner Lieblingsgroßstadt. Wie wirst Du mich empfangen, Bangkok, welche Abenteuer harren meiner diesmal?


    Bei der ersten Möglichkeit kreuze ich über eine Hochbrücke zur Seite Sukhumvit-Seite, von der die ungeraden Sois abzweigen. An der Ecke vor der Asok-Kreuzung setze ich mich auf die Stufen, esse ich einige zuvor gekaufte Grillklöpse auf Holzspießen, scharf gewürzt, und versuche, mit zwei in der Nähe sitzenden Thaigirls zu flirten. Die schenken mir keine besondere Beachtung, und springen auf, als ihr Bus vorfährt. Die noch verbleibende Einzelne zu meiner rechten ist anders als vermutlich ihr Touchphone nicht multitaskingfähig, und mit ihren Apps vermag ich nicht zu konkurrieren.


    Aber ich bin auf den Geschmack gekommen. Mein Lieblingsgrillstand auf der Soi 11 gegenüber vom Ambassador-Hotel hat noch nicht aufgeschlagen, so begnüge ich mit Schweinefleisch-Sticks zweiter Wahl, auch nicht schlecht. Neben mir wartet eine hochgewachsene Schönheit in Uniform, vielleicht aus einem Reisebüro, auf Ihre Portion und und wirft dem Falang, frisch geduscht im noch faltenfreien weißen Langärmligen, kurze Blicke zu. Ich erwidere diese mit einer Belanglosigkeit und einem Lächeln, das sie rasch erwidert. Zu wenig Anlaß noch für sie, nach Entgegennahme des Essens weiter zu verweilen. Leider garen meine Spieße länger und so hole ich sie nicht mehr ein, so sehr ich mich auch, ohne eilig scheinen zu wollen, bemühe. Sie ist längst im Gewimmel der Suk oder einem Eingang verschwunden. Sicher hätte ich ihr sonst einen meiner Spieße:hehe: zum Kosten angeboten.
     
  17. Pcpatient

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    IMG_1654.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1

    Nun bin ich früher im Beergarden (Soi 7), mit einem Freund, seit gestern da, bin ich um 18:00 verabredet.

    Mein Blick macht die Runde. Eine, die ich etwas länger betrachtete, kommt herüber. Beim ersten Mal kann ich mir den Namen nie merken. Die Unterhaltung ist flüssig. Sie ist Anfang-Mitte 30, das Gespräch strengt nicht an. Ich versuche, es so unverbindlich zu halten, dass ich weiter meinen Blick umherschweifen lassen kann. Irgendwie gefällt sie mir aber und da ist er schon, der Gedanke, eine kleine Regung vorerst, mit ihr….



    Ich lade sie ein, etwas mit mir zu trinken. Ihre Tauglichkeit gründet vorerst auf bloßer Vermutung.
    Mein Freund taucht auf, eine Umarmung, ein kurzer Austausch. Gestern nacht habe er geschlafen, müde vom Flug. Wie das?, müde in Bangkok? Er hat also was nachzuholen und macht auch gleich die Runde, hat nach einigen Minuten anscheinend bereits gefunden, was er wollte, dort im anderen Eck. Auf dem Rückweg vom Klo begrüße ich sie, wir werden den Abend ja vermutlich gemeinsam verbringen, ahne gleich, eine Nette, sicher Anfang 40, aber ein sehr warmes Lächeln. Die wird nicht verkehrt sein, lieber Freund.


    Meine Gesprächspartnerin bleibt indes weiter in der Schwebe, sie scheint nicht ganz dumm, hat anscheinend auch ein paar Schuljahre mehr hinter sich als die meisten hier. Sie redet von ihrer Wirkung auf andere, manche andere Frauen hätten Angst vor ihr. Dies überrascht mich, sie wirkt vielleicht etwas ernst auf mich, aber alles andere als bedrohlich.



    Aber doch gab es bereits jemanden, der Angst vor ihr hatte. Am anderen Ende des Tresens, an dem wir saßen, fiel mir ein Mädchen auf, genauer ihr Lächeln im Gespräch mit einer anderen.


    Das Lächeln, ist es nicht das allerwichtigste?


    Mein Blick wanderte immer wieder herüber zu ihr, soweit es die Schicklichkeit, ich war ja nicht mehr alleine, erlaubte. Irgenwann ging sie. An mir vorbei, nach draußen.
    Ich konnte gerade noch ihre Schulter berühren. Hey!, whats your name? Ein kurzer Blick und sie ist weggehuscht.


    Völlig zu Recht fragt meine Gesprächspartnerin, wir sitzen bereits beim 3. oder 4. Drink, ob ich es ok fände, wenn sie auf einmal einen der vorbeilaufenden Herren ansprechen würde.
    Ich antworte ihr ehrlich, sorry, dass dies wohl nicht ganz korrekt wäre. Ich spüre, wir laufen in die Zielgerade. Noch ein drink. Das Bier flutet jetzt etwas an.
    Schön und gut. Sie hat recht. Aber ich darf es hier mal mit einem Liedrefrain (Earth, Wind & Fire) sagen: „Who’s right, who’s wrong, doesn’t matter, when love is gone“.


    Und mehr noch: before love has come. Die „Sollbruchstelle“ hatte sich bereits zuvor aufgetan. Sie hatte angedeutet, wer was gibt, besonders spendabel angeblich ihre Landsleute. Merkwürdig nur, dass ich hier keine thailändischen Freier sehe. Das Geldthema hatte das Flämmchen also schon zuvor gelöscht, ich wollte nur noch etwas den Rauch studieren. Die Grenzüberschreitung war schon keine mehr, bevor sie zur Pflicht geworden wäre.
     
  18. Pcpatient

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    Auf dem Rückweg von der Toilette bleibe ich bei meinem Freund und seiner Eroberung.


    Und, Freude schöner Götterfunken!, die betörend Lächelnde ist wieder da, setzt sich einige Meter neben uns. Jetzt verrät sie mir auch ihren Namen: Pola.


    Hier gilt es keine Flamme zu befachen, keinen Rauch zu studieren. Ihr Lächeln reicht. Und das kleine Muttermal über der Nasenwurzel.


    Es heißt, dass ein wenige Minuten dauernder Traum wie ein ganzes Jahr erscheinen könne.

    Der erste Blick auf dieses Mädchen ließ mich bereits träumen.


    Ein kurzer Stich und die Tür steht offen. Ich kannte sie nicht, schon ist sie vertraut. Ein Weg, den es nicht gab, liegt gepflastert vor mir. Daß ich ihn beschreite, ist nicht mehr meine Entscheidung.


    Ein Lächeln, und die Regeln sind andere.


    IMG_1513.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1
     
  19. Pcpatient

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    Wir machen uns gegenseitig bekannt, abgemacht, dass wir den Abend zu viert verbringen. Dafür muß eine Grundlage geschaffen werden. Die Auswahl des Restaurants überlassen wir den Damen. Sie schlagen vor, gegenüber vom Beerhouse, dort im offenen Bereich. Habe ich schlecht in Erinnerung, doch sie meinen, an einem Platz dort sei’s gut. Also denn.


    Und tatsächlich: Gar nicht übel. Tom Yam, Austern, Frühlingsrollen, Morning Glory, rohe Garnelen in Knoblauch-Chili-Zitronensauce. Pola bestellt in aller Bescheidenheit gebratenen Hühnerreis.


    Sie erweist sich als die Perle, als die sie erscheint, umsorgt mich (und meinen Freund) in jener unnachahmlichen weiblichen thailändischen Art, gibt von ihrem Essen zu probieren, schenkt nach, kurzum, umsorgt den Mann, so wie es die gute Erziehung ihr gelehrt hat.



    Was habe ich da schon anderes erlebt!

    IMG_1688.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1 IMG_1690.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 2 IMG_1693.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 3
     
  20. Pcpatient

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    Erste Station ist das Check Inn 99 (Suk zwischen Soi 7 und 5) wo heute statt dreien vier Philippinas singen. Pola meint, schon etwas älter das das Quartett, aber sexy! Gegen einen kleinen Widerstand, der umso spürbarer ist, als wir den Auftakt machen, ziehe ich sie auf die Tanzfläche. Die sich daraufhin rasch füllt. Wir bleiben einige Tänzchen, sie ist zuletzt schon recht locker.


    Nächster Anlaufpunkt ist der Nana-Plaza. Die Damen reizt es, eine Ladyboyshow zu sehen. Eine richtige Show ist es in meinen Augen nicht. Ich werde für 4 Getränke tatsächlich knapp 1000 los. Manche der Herren sind wirklich kaum als solche auszumachen. Einer muss wohl auf meiner Getränkerechnung mitgelaufen sein. Was soll’s.


    Etwas weiter noch, vorbei am Nana, ist eine Kneipe mit Livemusik. Die Band kann was. Stimmung im Laden. Mein Freund kann nicht mehr und verabschiedet sich mit seiner Freundlichen. Ich führe meine Eroberung noch ins Bangkok Beat (Soi 7/1), noch ein Absacker auf der Suk, dann ins Taxi zum Citrus.

    IMG_1641.JPG, TIME TO PLAY. Bangkok, Angeles., 1