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Wer oder was ist überhaupt Thailands "Mittelschicht"?!

Dieses Thema im Forum "Pattaya- und Thailandforum" wurde erstellt von Wolfskatze, 21.02.2013.

Beobachter:
Dieser Thread wird von 4 Benutzern beobachtet..
  1. Wolfskatze

    Wolfskatze Junior Member

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    Hallo zusammen,

    bin mir in diesem Moment nicht ganz sicher ob sich dieses hier von mir angestoßene Thema für einen eignene Thread eignet oder eig. zu wenig inhaltliches/diskussions-potential hat.
    Wir werden sehen....

    Aus jüngsten Anlässen wie beispielsweise dem "Nachgewächs"-Thread, in dem auch die Schattenseiten eines Schwellenlandes/der Welt zu sehen sind stellt sich mir momentan immer wieder die Frage: "Wer ist hier eig arm, wer ist für Thailands Verhältnisse, trotz harter Arbeit eig gut situiert?"

    Wenn ich so an meine erste Schritte durch Bangkoks Straßen denke, kommen mir sofort wieder unzählige "Gestallten" in den Kopf, welche man in Deutschland vermutlich als ar einschätzen würde.

    Ob es die ältere Dame an ihrer Garküche ist, die von früh morgens, oder doch spät abends bis die Sonne schon langsam wieder untergeht in einer der Sois steht und lecker Thaifood verkauft. Die zahlreichen Obstverkäufer mit ihren Wagen vollgestopft mit frischen Früchten oder Hähnchenspießen.

    Für deutsche Verhältnisse, welche man automatisch immer wieder als Massstab für Neues nimmt sind wohl alle eher am unteren Ende der Nahrungskette angesiedelt.

    Mir fällt es vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass doch sehr viele Straßenstände auf großen Pickups abtransportiert werden schwer wirklich einzuschätzen, wer in der Gesellschaft wo angesiedelt ist. Wer auf der Straße sein Auskommen verdient, wer wirklich ums Überleben kämpfen muss.


    Ich weiß selbst, dass dies vill nicht umbedingt der Ort für solch eine doch recht komplexe Frage ist, und selbe wahrscheinlich schwer pauschal zu beantworten ist, da je nach Region, Stadt oder Land usw... mit anderem Maßstab gemessen werden muss, aber erhoffe mir doch von Personen die lange Jahre nach Thailand fahren und doch etwas in der Gesellschaft verankert sind eine einschätzung zu dem Thema.


    Sind alle Leute die irgendwie versuchen ihr geld auf der Straße zu verdienen arm? Wohnen diese in irgendwelchen Behausungen am Rande der Stadt? Ist die "Mittelschicht" nicht auf der Straße zu finden, sondern in den gut klimatisierten Büros und BTS Zügen? Ist der Taxifahrer normal gestellt oder doch eher auf dem unteren Niveau und der Taxisitz ist das bequemste worauf der den Tag über sitzt/liegt?


    Könnte jetzt natürlich mit Volkswirtschaftlichen Erhebungen daherkommen und mir die Frage selbst beantworten, möchte aber eher Erfahrungen von Leuten hören, die wissen wie "Menschen von der Straße" gestellt sind und deren Alltag aussieht.


    Gruss

    freue mich auf rege Beteilgung

    Wolfskatze
     
  2. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    Ich wage mal eine vorsichtige, erste Unterteilung. Die Mittelschicht Thailands findest du konzentriert in den Metropolen und in den Provinzen zumeist in den Städten. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie in wirtschaftlich geregelten Verhältnissen leben, sprich, sie haben einen vernünftigen Schulabschluss mindestens der Socondary School oder weiterführend bis hin zum Universitätsabschluss, eine (fundierte) Berufsausbildung und ein geregeltes Einkommen. Die größte Konzentration der bürgerlichen Mittelschicht findet sich in Bangkok.

    Wenn du dir in Thailand mal das Schulsystem vor Augen führst, kann das schon etwas differenzierter betrachtet werden. In Thailand existiert eine Schulpflicht von 9 Jahren. Die ersten 6 Jahre davon bestehen aus Frontaluntericht an der Dorfschule. Die meisten Kinder in einem Dorf besuchen diese Schule. Die weiterführende Schule (Klassen 7 - 9) befindet sich zumeist in der nächsten größeren Stadt. Die Kosten dafür scheuen viele Familien mit der Folge, dass ein Großteil der betroffenen Jugend nicht in den Genuss einer vernünftigen Ausbildung kommt.

    Arm musst du natürlich auf thailändische Gegebenheiten anwenden. Auf dem Land verdienen ungelernte Arbeitskräfte zwischen 2500 und 5000 Baht pro Monat.

    Ich lasse das jetzt erst einmal so stehen. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich denke, hier kann ich noch etwas lernen.
     
  3. rudi1949

    rudi1949 Junior Experte

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    Du hast es ja angedeutet: der Masstab ist entscheidend
    Und bevor nicht definiert wird, welcher Masstab für "arm" angelegt wird (der von Deutschland, der Schweizer, der von der UNO oder der, der von den betroffenen Thais selbst angelegt wird, oder, oder....), kann man hier imho zu keiner befriedigenden Antwort (falls überhaupt) kommen.
    Aus meiner Sicht ist vor allem auch mitentscheidend, wie sich die Leute selbst, die in das DACH-Muster von den Ausländern eingeordnet werden, sich sehen oder empfinden.

    rudi1949
     
  4. Rabarbero

    Rabarbero Der Guardian

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    Hmmm bin jetzt auch gerade am gedanken machen, da hat mir doch kürzlich ein Freund erzählt, dass er eine Farm ausserhalb Khon Kaen Bauen will, Land wurde schon gekauft:
    das es relativ neu, einen Grundlohn (Offiziel) für Arbeiter gibt der entspricht 300 Baht pro Tag.
    Was ist Arm?
    Wenn ich sehe was: mein Schwager verdient und er dann davon alles bezahlen muss ( Elternunterstützung auf grund fehlender Sozial und Altersvorsorge)find ich das er Arm ist obwohl er einen guten Job hat,
    oder
    die netten Bargirls in einem "guten" Monat verdienen aber was sie dafür machen müssen und es ist nicht jeden Monat Highseason wo man eher noch Auswählen kann, diese sind unter umständen für mich auch Arm.

    Für mich hat es in Thailand noch nie eine Mittelschicht gegeben, sondern die die Arm gehalten werden und die die sich daran Bereichern!
     
  5. rudi1949

    rudi1949 Junior Experte

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    Hier irrst Du zweifellos, denn diese gibt es sehr wohl! (schwarz-weiss ist megaout:mrgreen: ) Aber da Du schreibst, es wäre für Dich so, ist das für mich ok.:wink:

    Auf meinen im vorigen Beitrag angesprochenen, vorab klärungswürdigen, Punkt bist Du nicht eingegangen, bzw. hast ihn nicht zur Kenntnis genommen. Brauchst Du ja auch nicht!
    Aber dann sage ich einfach mal: In typischer Manier wird einfach das eigene (anerzogene?) DACH-Denken auf alle anderen Menschen übertragen bzw. angewendet.
    Sollte das jeder hier so sehen, dann "diskutiert" dieses Thema gern ohne mich weiter.

    rudi1949
     
  6. Rabarbero

    Rabarbero Der Guardian

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    @ rudi1949 über was möchtest du Diskutieren? Warten bis die UNO den Begriff Arm definiert?

    oder dass was Wolfskatze Geschrieben hat:
    Könnte jetzt natürlich mit Volkswirtschaftlichen Erhebungen daherkommen und mir die Frage selbst beantworten, möchte aber eher Erfahrungen von Leuten hören, die wissen wie "Menschen von der Straße" gestellt sind und deren Alltag aussieht.

    Sollte ich dich falsch verstanden haben, kannst du mir ne PM Schreiben
     
  7. Rauhnacht

    Rauhnacht Kuya

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    Es kommt halt schon darauf an wer alles von dem verdienten Geld unterhalten und unterstützt werden muss.
    So kann jemand der für dortige Verhältnisse gut verdient durchaus wenig für sich selber zur Verfügung haben und dadurch arm sein,wenn ein ganzer Rattenschwanz an Familienmitgliedern damit mit finanziert werden muss.

    Ich für meinen Teil habe keinen direkten Einblick in die Verhältnisse vor Ort - konnte aber gerade im letzen Aufenthalt in Gesprächen (mit verschiedenen Personen aus verschiedenen Schichten) feststellen, dass da meiner Meinung nach ein gewisser Umbruch stattfindet und es teilweise gewaltig brodelt in den Familien.

    Frauen aber auch Männern - die den Löwenanteil an der Versorgung der Eltern/Familie leisten - gerade im mittleren Alter, die nicht mehr bereit sind die kartenspielenden, trinkenden und mit Freunden herumlungernden, nichtsnutzigen Brüder zu unterhalten oder den Rest der buckligen Verwandschaft die nie gelernt hat mit Geld umzugehen und denen permanent aus der selbstverschuldeten Patsche zu helfen.

    Bin gespannt in welche Richtung sich das bewegt und ob es da mal einen Riesenaufstand oder eine Palastrevolution gibt.


    btw. Wo finde ich den ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2013
  8. bkk

    bkk Krung Thep

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    Ich würde sagen das die Grenze zwischen arm und Mittelschschicht in Thailand fließend ist bzw verschwimmt. Die Eltern meiner Freundin haben nichts außer einem sehr schlichtem Haus und ein wenig Land im Issan. Haben ein Leben lang geschuftet um das Haus zu bezahlen und Ihre 6 Kinder zu ernähren. Jetzt sind beide über 70 Jahre alt und auf die Unterstützung durch ihre Kinder angewiesen.
    Die würde ich als Arm bezeichnen, aber auch als glückliche Menschen, haben den ganzen Tag eine Horde kleiner Kinder um sich, auf die sie aufpassen, während die eigenen Kinder allle einer mehr oder weniger geregelten Arbeit nachgehen.
    Die Kosten für die Unterstützung der Eltern werden untereinander geteilt, eien festen Satz gibt es dafür nicht. Wer gerade mehr Geld hat, der gibt auch mehr.
    Der Bruder meiner Freundin arbeitet zusammen mit seiner Frau in einer Geflügelfabrik und verdienen zusammen über 20.000 thb im Monat. Sind gerade dabei sich ein Haus zu bauen, obwohl sie selbst 4 Kinder zu ernähren haben. Die würde ich als Mittelschicht bezeichnen, sofern es die denn gibt.
    Wirklich Geld für eine vernünftige Schulbildung der eigenen Kinder bleibt da trotz der reletiv guten Verdienstes nicht über.
    Auf dem Land gehen die Kinder zumeist in die sogenannt Dorfschule oder Tempelschule. Wie KP schon sagte, dananch geht in der Regel das Geld aus. Viele Jugendliche gehen jedoch in die Städte, speziell Bangkok, arbeiten dort, sparen das Geld und holen den Abschluß bzw die letzten 2 Jahre nach, oder versuchen es zumindest. Viele erliegen aber auch den reizen der Großstadt.
    Für mich ist immer wieder Verwunderlich, das es in diesem für asiatische Verhältnisse relativ reichem Land kein vernünftiges bzw funktionierendes Schulsystem gibt. Das kriegen die ja auf den Phillis sogar besser hin.
    Insofern kann man Rabarberos Meinung über arm und arm gehalten werden durchaus zustimmen.
     
  9. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    Ich würde arm so definieren: Arm ist, wer gerade soviel zum Leben hat, dass die täglichen Bedürfnisse erfüllt werden können oder wer weniger hat. Bezieht man die soziale Infrastruktur mit ein, sprich, den Familenverbund, reicht es bei den angegebenen Einkommen für eine funktionierende Familie aus, um oberhalb dieses Existenzminimums zu leben, aber es ist nicht genug, Wohlstand zu erreichen. Es gibt mit Sicherheit eine breite Schicht, die oberhalb dieses Minimums lebt. Diese Schicht ist aber weit davon entfernt, zur bürgerlichen Mittelschicht zu gehören, da sie keine gesichertes, regelmäßiges Einkommen hat sondern regionalen Schwankungen des Arbeitsmarktes unterworfen ist.

    Es ist eigentlich bemerkenswert, dass die sozialen Unterschiede in Thailand lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ich erinnere einmal an Thailands "Fight for Democracy" mit dem unrühmlichen Höhepunkt des "Blody May" im Jahr 1992. Der Widerstand gegen Suchinda ging von der bürgerlichen Mittelschicht aus und die haben letztendlich ganz Thailand mobilisiert. Was bis Ende der 90ger keine Macht von außerhalb Thailands geschafft hat, gelang dem Autokraten Thaksin. Er hat sich die Klassenunterschiede zu Nutze gemacht und seitdem läuft eigentlich ein Riss durch Thailands Gesellschaft.

    Die bürgerliche Mittelschicht setzt sich zusammen aus denen, die, wie ich schon einmal gesagt habe, einen vernünftigen Schulabschluss haben und /oder in der glücklichen Lage waren, eine Universität zu besuchen und dort ihren Abschluss gemacht haben. Die Ausübung eines gelernten Berufes führt doch letztendlich zu geregelten Einkommensverhältnissen. Und daran mangelt es den meisten Thais, die zur Landbevölkerung zählen.
     
  10. Jordan

    Jordan Rookie

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    Die Mittelschicht in Bangkok (so wie ich sie erlebt habe) lebt weitgehend ein Leben, wie es in Deutschland auch üblich ist. Beide Elternteile haben einen Büro Job, die Kinder gehen zur Uni, einmal im Jahr wird ein Familien Urlaub in Asien gemacht. Ganz eindeutig ist in Thailand das starke Gefälle zwischen Stadt und Land, das sich auch in der Bildung und in den Schulen klar manifestiert. Das Schulsystem in Thailand ist so schlecht, dass man mit einer öffentlichen Schulenbildung vom Land praktisch keine Aufstiegschancen hat und private Schulen sind so teuer, dass sie für eine Arbeiterfamilie unbezahlbar sind. Darum ist die Mittelschicht am Lande kaum zu finden und konzentriert sich (vermutlich) in Bangkok.
     
  11. Bavaria

    Bavaria Junior Experte

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    @Wolfskatze

    Zeig uns doch Deine volkswirtschaftlichen Überlegungen sowie das hieraus von Dir abgeleitete Ergebnis auf. Die geschilderten und von Dir gewünschten Einzelerfahrungen müßten dann Deine Ergebnisse bestätigen bzw. verfeinern.

    Gruß
     
  12. baannapo

    baannapo Gast

    Also vor jahren hab ich meine damalige heiratskandidatin also lt, mit monatlich 20000 bärte unterstützt ,hab ich die jetzt in armut derben lassen oder in die mittelschicht katapultiert :hehe::cry:? einmal und letzte mal mich breitschlagen lassen ! war aber ne 10 + in allen lagen .:mrgreen:
     
  13. Jordan

    Jordan Rookie

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    Na reich ist sie sicherlich nicht geworden.

    Die Mittelschicht grenzt sich von der Arbeiterklasse ja vor allem durch den Bildungsunterschied ab (ist bei uns ja das gleiche). Mittelschicht ist in diesem Bezug aber der falsche Begriff, es geht um Armut. Und die Frauen holen ihre Familien mit dem verdienten Geld durchaus aus der Armut heraus. Aber selbst ein Mädchen, das 100.000 bht im Monat verdient erfährt keinen gesellschaftlich Aufstieg, das ist ja eigentlich das wirklich traurige an der Prostitution.
     
  14. gabbiano

    gabbiano V.I.P.

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    Die Arbeiter sind die Mittelschicht. Aber wie sieht es mit den Reis- und Ackerbauern aus? Sie verdienen ja nun wirklich nicht sehr viel. Aber sie sind trotz allem Zufrieden. Wenn dann noch ein Kind etwas aushelfen kann, ist die Welt in Ordnung. Viele bezeichnen diese Leute als arm. Das sind sie nicht. Sie haben wenig Geld, aber trotzdem sind die allermeisten fröhliche Menschen. Das habe ich während meiner Reise durch Thailand zumindest so wahrgenommen.

    Wenn ich da an eine Hartz 4 empfänger denke..die sind arm..in einem der reichsten Länder der Welt..natabene.
     
  15. Rabarbero

    Rabarbero Der Guardian

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    Nur weil man Freundlich ist, ist man noch lange nicht Glücklich oder hat Geld
     
  16. gabbiano

    gabbiano V.I.P.

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    Thun Schweiz, auf Haussuche Samui
    Ich habe fröhlich geschrieben. Ich bin einfach der Meinung, dass man Armut nicht nur über Geld definieren sollte.
     
  17. Jordan

    Jordan Rookie

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    ..und er beweist auch noch, weil's gerade so schön war, dass Schwarz gleich Weiß ist und kommt wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.
     
  18. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    Die Arbeiter sind nicht die Mittelschicht, genausowenig wie die Bauern, die einfachen Angestellten, Beamte und Polizisten

    Jordan hat es eigentlich auf den Punkt gebracht. Hast du eine Ahnung davon, wie und wo die in Bangkok leben? Ich habe mal eine Nacht bei einem einfachen Polizisten geschlafen. Zu Dritt (er, seine Frau und ich) haben wir in einem Raum geschlafen, der gerade mal so groß war, dass wir ohne uns großartig zu nahe zu kommen, schlafen konnten.

    Die Mittelschicht beginnt in einer höheren Einkommens- und Bildungsschicht. Wenn ich mich recht erinnere, hat der mittlerweile verstorbene Günter Ruffert mal einen Artikel darüber geschrieben, wer was in Bangkok verdient.

    Ich vermute mal, du beziehst dich auf Momentaufnahmen. Aber hast du schon mal ein paar Monate auf dem Land gelebt, außerhalb er Stadt unter einfachen Bedingungen? Hast du schon mal über einen solchen Zeitraum am alltäglichem Dorfgeschehen teilgenommen? Ich weiß es nicht und erbitte mal eine Antwort dazu. Das was ich da fett unterlegt habe, kann ich so nicht untermauern. Viele auf dem Dorf leben am Existenzminimum und viele haben sich auch damit abgefunden und machen aus dem Wenigen, was sie haben, das Beste. Was du da als Zufriedenheit bezeichnest, ist das, was sie daraus machen. Oftmals kommt hinzu, dass sie sich verschulden um sich etwas mehr leisten zu können. Das führt dann häufig dazu, dass das wenige Land, dass sie besitzen, belasten. Es gibt da spezielle Banken in der Stadt, die dann gegen ein Chanot Geld verleihen.

    Also mit dem, was du da gesagt hast, bin ich nicht konform.

    Ich habe das so, wie geschildert, in Buriram in einem Dorf 9 km vor der Stadt erlebt. Dort habe ich lange Zeit gelebt.
     
  19. flux

    flux Junior Member

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    Ich sags mal mit meinen Worten, die sinngemäß KingPing schon vorweg genommen hat: Egal wo auf der Welt gibt es eine Oberschicht, der es an nichts mangelt und die sich jeden Luxus leisten kann.Und genauso gibt es die Armen, die über den morgigen Tag hinaus nicht wissen, wie es weiter geht. Die angesprochene Mittelschicht kann sich zwar den Luxus der Oberschicht nicht leisten, muss aber auch nicht wie Arme um die Existenz kämpfen. In allen wohlhabenden, in stabilen Gesellschaften lebenden Ländern stellt diese Mittelschicht die prägende Mehrheit. Ich weiss mangels Erfahrung nicht, wie das in Thailand ist. Auf den Philippinen ist die Mehrheit arm, die Mittelschicht sehr dünn und dementsprechend einflusslos, den Rest regelt die Oberschicht unter sich. Es ist tragisch.

    PS.: Was hier geschrieben wird über arme, aber angeblich glückliche Menschen, ist zynischer Unfug. Kein Vater auf der Welt findet es toll, wenn sich seine Tochter prostituiert. Sie akzeptieren es, weil sie wissen, dass nach Morgen auch noch Übermorgen kommt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2013
  20. KingPing

    KingPing V.I.P.

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    In Thailand ist die Mittelschicht recht breit aufgestellt.