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Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von abstinent, 25.11.2007.

  1. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    6 WILDE REITER IN CAMBODIA


    Praktiziertes, urbanes Survivaltraining 13.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Oder: Ausgemaxter Spaßtrip für Hardcore-Biker 3.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2


    Zu Sechst traten wir diese langerwartete Reise an, doch nur 5 davon kamen zusammen zurück!

    Mit Hole-in-One (Nici), Nan Ha (Harry), GW68 (Georg) und abstinent waren 4 Forenmember mit von der Partie. Ergänzt wurden wir von Nici's ehemaligem Arbeitgeber Günter und dessen Freund Martin.
    Nach kurzer, planungsbedingter Pause in Bangkok mit mehreren nächtlichen Ausflügen in diese Stadt - sorry, keine Details 1.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3
    .......waren die Strategen übereingekommen, ihre ursprünglichen Pläne etwas abzuändern.
    Martin mußte und bedingt durch seinen Beruf in Etwa zur Mitte des Trips verlassen, und wir waren somit gezwungen, an diesem Tage alle in der Nähe eines Airports zu sein. Phnom Penh bot sich da an.
    Gesagt, getan - der Martin erwarb noch anläßlich unseres letzen Abends in Bangkok auf der Sukhumvit ein One-Way Ticket Phnom Penh - Bangkok, welches ihm eine gute Verbindung an seinen Flieger retour nach Wien ermöglichte.

    Apropos Wien, außer mir waren das alles Öschis - aber weil ich ja auch papierwohnsitztechnischer Wahlöschi bin, haben die Jungs ein Auge zugedrückt, und den "Südschweden" in ihr Team aufgenommen

    Megaleichtes Gepäck war angesagt, und die Jungs deponierten ihre überzähligen Garments in meinem Haus in unmittelbarer Nähe ihres Resorthotels.

    Der für morgens um 6 Uhr bestellte Minivan war um 6:30 Uhr immer noch nicht da, und erst ein kombinierter Weck/Alarmanruf beim Chauffeur scheuchte diesen aus den Federn und sorgte für unsere Abfahrt gegen 7 Uhr morgens.

    Gewappnet mit Bier / Dietcoke und Trinkwasser in 2 großen Eisboxen traten wir dann unsere Abenteuerreise an. Erstes Etappenziel war die Grenzstadt Hat Lek im Changwat Trat. Die Kilometer bis dorthin zogen sich gewaltig in die Länge, aber die Aircon im Bus war gut und die Laune der Mannschaft stieg mit der sinkenden Distanz zum Etappenziel.
    Die heiße Sonne ließ den Asphalt der Straße vor uns flirren, und in den langen Senken zwischen Chantaburi und dem Abzwicker nach Hat Lek kam es immer wieder zu faszinierenden Reflektionen des strahlend blauen Himmels in der Fahrbahn.
    Die 5 Jungs löcherten mich mit berechtigten Fragen zu den Besonderheiten Cambodia's, und ich stand denen Rede und Antwort. Ein jeder war schon ein kleiner Cambo-Spezialist, als wir endlich an der Grenze anhielten.

    Die Thaigrenze hier am Kontrollpunkt Hat Lek / Cham Yeam war früher schon ein reines Abenteuer für sich! Heute ist das etwas humaner. Man braucht keine bewaffneten Guards für ein abgestelltes Fahrzeug mehr, und die Waffen- und Drogendealer treiben ihr Unwesen nun eher im Verborgenen.

    317_2thaigrenze_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Es gibt einige Marktstände mit Frischobst und Verpflegung, einen richtigen, gesicherten und bewachten Parkplatz, Telefon und letztmaligen GSM-Empfang für Mobiles aus Thailand, deren Roaming nicht freigeschaltet wurde.
    Die ersten "Serviceprovider " lungerten hier schon herum und weil ich den Spaß hier kenne - heuern wir zuerst einen Karrenbesitzer nebst Wägelchen für unser Gepäck an.

    317_2karrenschlepper_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5

    Ein Gepäckkarren läßt sich obendrein leichter bewachen, als 6 herumliegende Rucksäcke und Reisetaschen - außerdem bot das Gefährt auch ausreichend Stauraum für unsere Styroporkühlboxen und die übriggebliebene Marschverpflegung in Plastiktüten.

    317_2karrenvoll_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6

    Die hungrigen Blicke der Gepäckschlepper hier ignorieren wir, denn der eine Karren bietet mehr als ausreichend Platz für Alles. Während die Reisegefährten das Verladen des Gepäcks überwachen, macht sich ein kleines Cambodiakid über die von uns in der Mülltonne entsorgten Leerdosen und Bierflaschen her - Jackpot für den Winzling!

    317_2muellkid_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    Die letzten sauberen Toiletten für die nächsten Stunden wurden noch reihum frequentiert, und den Jungs war es ein wenig mulmig im Bauch. Es war kochendheiß und früher Nachmittag, kein Lüftchen ging.....und das böse und unbekannte Land lag nun direkt vor ihnen. Es gab kein zurück mehr!

    Günter, Georg, Harry (halb verdeckt), Nici warten auf Martin

    317_2thaishop_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 8

    Ausreiseformalitäten waren ein Klacks und nur zu gerne haben wir auf die zwar hilfswilligen, aber kostenträchtigen Kugelschreiberverleiher und Formularbekritzeltypen hier verzichtet.

    317_2immigration_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 9

    Nur ein klitzekleines Stück weiter war dann der letzte, militärische Grenzposten - und direkt dahinter lungerten sie, wie immer.....

    317_2border_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 10

    Im Eilschritt durchs Niemandsland zwischen den Grenzstationen, hier folgten uns die härtesten der Schlepper und mafiösen Typen. Jeder wollte uns sein Hotel aufschwatzen oder sein Taxi anbieten.

    317_2niemandsland_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 11

    "Boat go tomorrow morning not today! You sleep here, have cheap cheap Guesthouse!" "Chickenfarm have, young Pussy cheap! "oder "Taxi no go today, Road bad up in mountain!"

    Erzählt was ihr wollt, ihr Schwätzer - wir wissen wohin wir wollen! Und zu unserem Glück wissen wir auch, was man dafür bezahlen muß, und wie man an nichtmafiöse Typen drankommt. Alles nur ein Geduldspiel mit exotischen Spielregeln, wie so vieles in Cambodia

    Martin, Nici, Günter & Georg an der Cambo-Paßkontrolle:

    317_2checkcambo_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 12

    317_2passcontrol_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 13

    Die Beamten waren zügig und nicht unfreundlich, die Stempelei schnell vollzogen

    Nun war die Horde von Touts & Schleppern größer als zuvor - keine andere Reisegruppe hier und kein Alleinreisender schien denen mehr Aufmerksamkeit wert zu sein.
    Erste Angebote nach Sihanoukville und Phnom Penh wurden aufgefahren - allerdings zu Tarifen im Ablacherbereich

    Unser Team hielt zusammen und wir spielten die Touts erstmal gegeneinander aus. Ein jeder von uns ging ein Stück in eine andere Richtung und winkte jeweils einen der Typen herbei.

    Vor'm Harry hatten sie Schiß, denn der sah mit seinen Tattoos und dem manchmal grimmigen Gesichtsausdruck einfach zu böse aus - und das, obwohl er ein herzensguter Kerl ist!

    Der Erfolg war nur sehr bescheiden. 120 Dollar one-way nach Phnom Penh für einen Minivan - das war eindeutig zu viel!
    Alle wollten los, endlich ankommen - aber jeder hielt durch.
    So machten wir noch einen kleinen Fußmarsch in Richtung Casino, und sprachen unterwegs mit den hier wartenden Mopedtaxlern.

    317_2mopedtaxler_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 14
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.03.2011
  2. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    So, das war der Start zu unserer Tour! Der Rest folgt auch noch, aber der Kollege "finder" startet gerade einen eigenen und aktuellen Bericht mit aehnlicher Thematik als Solobericht hier. Deshalb will ich euch zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit meinen alten Kamellen langweilen, sondern lese (wie ihr sicher auch) erst einmal den aktuellen Bericht. Der Pausenfueller fuer lange Winterabende hier wird nach Komplettierung von finder's Fotobericht dann fortgesetzt. Im Rahmen meiner Wiedereinstellung aelterer Berichte aus meinem Keyboard fahre ich derweil mit einem Anderen fort.


    Manege frei fuer finder!


    zu finden hier unter: Mein schoenstes Ferienerlebnis.........

    ciao

    abstinent
     
  3. Bono Vox

    Bono Vox V.I.P.

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    @abstinent

    Klasse Bericht mit schönen Fotos!

    Hätte da mal ein paar Fragen!

    1. Wie bist Du eigentlich zu diesem "Hobby" gekommen?
    2. Woher nimmst Du die ganze Zeit? Oder was arbeitest Du?
    3. Hast Du noch mehr Touren in Asien vor?

    B.V.
     
  4. finder

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    der kollege finder bastelt noch an seinen fotos (beim hochladen alle verschwunden), deshalb wird es noch ein wenig dauern :oops:

    gruß
    finder
     
  5. Capitan

    Capitan V.I.P.

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    :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
    Wie schafft man sowas?

    Hochladen?
    Wohin? Womit? Wie denn?
     
  6. HaveFun

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    wir koennen auch zwei cambo berichte lesen

    bin dieses jahr auch ueber hat lek nach koh kong dann mit dem boot nach sihanoukville

    gruss stefan der das seafood in sihanoukville vermisst :yes:
    allgaeu
     
  7. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ BV


    Antworten:
    1) da hab' ich mehrere hobbies: erstens das biken, zweitens das reisen, drittens das golfen und viertens das, ueber das ich nie etwas schrieb :D

    welches meinst du?

    2) das jahr hat bekanntlich 365 tage und davon habe ich in den letzten 10 jahren 330+ jaehrlich in asien verbracht, macht also "3300+ "urlaubstage". das war natuerlich nur deshalb moeglich, weil ich an meinem 40. geburtstag den privaten "altersruhestand" ausgerufen habe. ueber 9 jahre davon in thailand verbracht, seit sommer '07 in malaysia ansaessig. ich arbeitete hin und wieder als schriftsteller und journalist waehrend dieser thaizeit, derzeit habe ich einen gelegenheitsjob fuer eine internationale firma hier.

    3) ja, mehr oder weniger permanent - denn ich bin halt ein zigeuner und daheim herumhocken bringt mir wenig. werde also neue ufer erkunden bis ich meine letzte dietcoke schluerfe! habe nun auch alle provinzen und inseln malaysias durch, ab 2008 geht's dann in sumatra (indonesien) weiter (liegt nun vor meiner haustuere und ist nur eine 70 ringgit (14 euro) faehrenreise entfernt. zwischenzeitlich muss ich aber immer 'mal wieder nach thailand / philippinen und cambodia um private dinge zu erledigen und freunde zu besuchen.

    ciao

    abstinent
     
  8. Bono Vox

    Bono Vox V.I.P.

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    Antwort

    @abstinent

    Danke für deine Antwort!

    Ich hoffe doch, dass wir uns mal in Asien treffen können!

    Danke

    B.V.
     
  9. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Na gut, dann ueberbruecke ich die Zeit bis finder seine Foddos entstrubbelt hat mit noch einem Abschnitt aus meinem Bericht.

    ]Die Bande von zeitweise über 20 Schleppern löste sich nach und nach auf, nur die 4 oder 5 Obermotze der Truppe blieben hartnäckig in unserem Kielwasser.
    Neue Sondierungsgespräche mit den Mopedtaxlern, halb in Khmer und halb in Thaiglisch, ergaben völlig neue Aspekte. Man hätte viele Taxen in Koh Kong City, auf der anderen Seite der Brücke - die wären erheblich billiger.
    Einer von Ihnen bot sich als Verrichtungsgehilfe für unseren weiteren Trip an, er kannte die Taxieigner persönlich und versprach uns nach zäher Verhandlung 2 Automobile für 80 Dollar inklusive allen Brücken-, Wege-, Fähren- und Mautgebühren.
    Der Deal wurde besiegelt, aber um das Leben der Taxieigner zu schonen, wurden wir gebeten bis dorthin auf einem Pickuptruck Platz zu nehmen. Kein Thema für uns, denn wir wissen das solche Sachen hier Ernst zu nehmen sind.

    Den Karrenschieber entlöhnten wir noch mit den geforderten 2 $, und der freute sich riesig - als ihm der Georg seine alte Jacke daließ - denn die hatte er nur als Kopfkissenersatz für den Minibustrip hierher mitgenommen. Voller Stolz zog der Karrenschieber die dicke Winterjacke an, und zog mit seinem Fuhrwerk von dannen.

    317_2pickupride_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Die Bierdose rechts im Bild ist das Trademark vom Harry geworden - Hier zehrte er noch von thailändischem Chang-Beer


    Vorbei geht's am feudalen Casino:


    317_casino_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Der Pickup brachte uns dann aber sogleich auf die andere Seite der Brücke, allerdings nicht ohne es dann doch noch zu versuchen, den vereinbarten Fahrpreis zumindest noch um den Brückenzoll zu erhöhen

    317_2bridge1_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    Direkt am anderen Ende der Brücke, da wo die rote Staubstraße beginnt - dort warteten wie verabredet unsere beiden Fahrzeuge.


    317_2bridgeend_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Und ehe wir so richtig angehalten hatten, saugten die beiden Fahrer unser Gepäck vom Pickup, verstauten es in den Kofferräumen und baten uns Eile walten zu lassen, denn von den Mafiaschergen wollten sie gar nicht erst gesehen werden. Der Wechsel ging mit der Boxenstopppräzision eines Schumacher-Ferrariteams vor sich, und in Nullkommanichts preschten die beiden Druiden mit Vollgas über die unbefestigte Piste, bloß weg von der Mafiastadt Koh Kong!

    317_2highspeed_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5

    Von so vielleicht 25 Fotos, welche ich aus dem Beifahrersitz auf dem Weg hier hinauf machte - ist nur dieses eine ohne nennenswerte Verwackler geblieben. Die Piste auf die erste hohe Hügelkuppe (die übrigens bereits zu den berüchtigten Cardamom-Mountains gehört), dass ist ein Waschbrett ohne jeden Vergleich.
    Harry mußte seine Changs entsorgen, und irgendwann, in sicherer Entfernung von Koh Kong hielt sein Driver dann für eine Pinkelpause an.

    317_2entsorgung_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6

    Noch war Tageslicht, und die Fahrer waren sichtlich froh, als wir ohne weitere Zwischenfälle oder Stops am ersten Fluß ankamen.

    317_2firstferry_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    Leider war die Fähre am gegenüberliegenden Ufer, und so mußten wir etwas warten.
    Dienstbeflissene kleine Mädchen tauchten wie aus dem Nichts auf und boten neben Chips und Erdnüssen auch alles andere an Snacks und Erfrischungen an:



    317_2nicishop_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 8

    317_2nicimart_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 9
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.03.2011
  10. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Das Befahren der Fähre stellte wieder eine Aufgabe für sich dar. Jedes Fahrzeug bekam dicke Bohlen vor die Räder gelegt, damit diese in der fiesen Bodenwelle nicht aufsetzten, und wohlmöglich Auspuff oder Unterbauten abrissen:

    317_2helper_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Fähren, das sind hier schrottreife Fischkutter mit Bretterbeplankung, aber nicht mehr die zusammengebundenen Ölfässer und Ruderkähne wie noch vor 2 Jahren!
    Wenn die geplanten Brücken (4 an der Zahl) einmal fertiggestellt sind, dann wird sich die Wellblech-Gemeinde hier wieder verkleinern - aber langfristig wird die Straße von Trat nach Phnom Penh die Infrastruktur des Landes nicht unerheblich beleben.

    Hier ist unsere Crew (minus Nici) 'mal fast komplett im Bild:

    317_2group_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Harry genießt das letzte Chang-Beer aus Thailand, ab jetzt gab es nur noch Angkor-Bräu:

    317_2harrygeorg_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    Die Batterien der Digicam gingen nun zur Neige, das Tageslicht wich der absoluten Dunkelheit, der Weg wurde immer mieser und bei dem nun erforderlichen Blitzbedarf gab es bis zu unserem nächtlichen Eintreffen in Phnom Penh am Hotel Angkor keine weiteren Fotos mehr.
    Die Fahrer waren beide versiert und die Fahrzeuge hielten die Tortur durch, Asphalt küßten die geschundenen Reifen erstmals hinter der 4. Fähre, nachdem wir das berüchtigte Khmer-Rouge Waffenschmugglerdorf Sre Ambel schon weit hinter uns gelassen hatten. Die gebührenpflichtige Schnellstraße in die Metropole Cambodias scheint immer besser gepflegt zu werden. Die ehemals recht staubige, 40 km/h als Topspeed zulassende Schlaglochpiste, erinnert heute eher an ordentliche Asphalt-Thaistrassen.

    Das hier begrüßte uns als erstes am Hoteleingang, und es spricht Bände:

    317_2nogun_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Der Check-in im Hotel wurde schnell abgespult, jeder bekam sein Zimmer zugewiesen, duschte sich erstmal ausgiebig den Staub des Tages vom Buckel und wechselte in frische Wäsche.

    Die Jungs waren ein wenig erschrocken, über die Verhältnisse hier!
    Zahlreiche Leute leben und schlafen auf den Straßen und in den Hauseingängen der Stadt, an vielen Orten liegt Unrat herum und es ist nirgendwo richtig hell erleuchtet. Das schummerige Licht der Schwachwatt-Straßenbeleuchtung taucht Phnom Penh des Nachts in ein Zwielicht, welches auf Cambodia-Neulinge gespenstisch wirken kann. Nicht alle 6 zugewiesenen Zimmer hatten Fenster, und einige Upgrades waren vonnöten.
    Das Angkor-Hotel besticht eher durch seine 24 Stunden geöffnete Bar und die gute zentrale Lage, als durch besonderen Komfort der Zimmer. Aber der Preis für ein Zimmer hier bewegt sich im unteren Preislevel der Beherbergungsbetriebe Cambodias - ab 10 $ investiert, und man bekommt ein airconditioniertes Zimmer mit Toilette und Warmwasserdusche. Fensterzimmer sind rar! Einen Fernseher mit 80 Kanälen und einen alten Kühlschrank stellt man dem Gast auch noch in die Bude, das Bett ist älteren Baujahres, aber frisch bezogen. Irgendwie soeben akzeptabel, nicht gerade das, was man unter Feudalität verbuchen würde.
    Der bewaffnete Guard vor dem Eingang ist ein alter Bekannter von mir, und ihm stellte ich meine Reisegefährten zunächst vor. Es ist relativ wichtig in einem solchen Land, Leute auf seiner Seite zu wissen - und Kontakte schaden einem nur selten.

    Den restlichen Abend verbrachten wir in diversen Lokalitäten, wir aßen am Sisowath-Quay ein Nachtmahl, nahmen einen Drink auf Peter Scholl-Latour's Balkon im Foreign Correspondent's Club zu uns - und stürzten uns anschließend in das nächtliche Treiben.
    Nur die Tatsache, das die leergesaugten Batterien der Digicam nun im Hotel am Charger hingen, bewahrt die Leserschaft hier nun vor Fotos dieses nächtlichen Ausfluges.
    Aber Fotos aus dem Martini-Club, Sharkey's, Walkabout und dem Heart of Darkness gibt es im Netz mehr als genug - und wir waren alle ganz brav an diesem Abend, denn die Strapazen der Reise hierher saßen in unseren Knochen!

    Klar waren wir auf Abenteuersuche, aber unsere Abenteuer haben nicht 2 Beine, die haben 2 Räder! 11.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5 9.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6 1.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    Und darum kümmerten wir uns dann am folgenden Morgen nach einem mehr oder weniger ausgiebigen Frühstück in der Hotelbar.
     
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    Schon in der Nacht hatte ich auf mein bewährtes 3-Mann Spezialmoped zurückgegriffen! Spezial schon deshalb, weil es der zusätzlich montierte lange Soziussitz erlaubt, 2 weitere Fahrgäste zu chauffieren. Im Straßenverkehr von Phnom Penh etwas Alltägliches, Mopeds mit 3 oder gar 4 oder sogar 5 Fahrgästen!
    Spezial aber vor Allem deshalb, weil es eine Journalistennummer und -zulassung hat, und somit von keinem Polizisten der Stadt behelligt wird!
    Journalisten haben hier fast den Status von Diplomaten

    317_2pressbike_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Zu Sechst auf 2 dieser Dinger zogen wir dann zur Monivong, um uns dort nach "richtigen" Bikes umzusehen, und dort wurden wir dann auch fündig:

    317_2feuerstuhlverleih_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Lucky! Lucky! hieß unser Feuerstuhlverleiher, und ruck-zuck war die ganze Bande eingerüstet:

    317_2fwildereiter_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    Die "Wilde Reiter GmbH" ging anschließend in den Formationsflug über, und zunächst wurden weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt angesteuert.
    Georg zug die Aufmerksamkeit einer ganzen Polizeiwache an einer Kontrollstelle auf sich, aber ein paar klärende Worte, das es sich hier ja schließlich um einen österreichischen "Kollegen" handelt - und ein Souvenirfoto später, waren wir wieder auf dem Weg.

    317_2polizei_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Zunächst ging es die Monivong hoch in Richtung des Psar Thmei (Central Market), und hier shoppten wir noch Marschverpflegung und deckten uns mit T-Shirts zu Preisen von etwas über einem Dollar ein. Günter und Georg hatten Spaß mit den kleinen Salesgirls, die hier Kaugummis und Kleinzeug anboten:

    317_2buying_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5

    Im nächsten Bild fotografiere ich den Günter gerade, wie er einen Schnappschuß der anderen 4 macht:

    317_2central_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6

    Bettler und hungrige Kinder und Babies gibt es hier in Scharen. Wir machten aber nicht den groben Fehler und gaben denen Geld (denn das wäre denen weggenommen worden!), wir spendierten den Kids Coca-Cola oder Zuckerbrause!


    317_2coke_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    317_2coke2_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 8

    317_2coke3_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 9

    ...und bei 6 Jungs je 4 Flaschen kam eine ganze Kiste davon in wenigen Minuten unter's Volk hier. Sowas Leckeres bekommen die Kids hier nicht alle Tage! Sicherlich wäre ein Reisgericht angebrachter gewesen, aber das bekommen die Mütter und Babies auch gratis in den Sozialküchen der NGO's dieser Stadt.
     
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    Hier ist die komplette Gang am Wat Phnom versammelt, dieser Tempel verlieh der Hauptstadt Cambodia's den Namen und ist ein bekanntes Wahrzeichen:

    317_2completegang_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Im Park hier gab es zahllose Affen, die sich an den von den hiesigen Baeumen herabfallenden Fruechten labten - Martin, der uns am Folgetag leider verlassen musste, hatte eine Menge Spass an den Tierchen:

    317_2martmonkey_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Die Fahrerei meisterten die Jungs wirklich gekonnt, obwohl Nici und Harry wenig Fahrpraxis auf 2 Raedern hatten. Harry sauste meist vorneweg und war unser GPS - problemlose Sache mit solchen Jungs. Nici hielt sich tapfer im Windschatten von Georg oder Guenter. Mich haette es fast an der Minivong gegenueber dem Calumette erwischt, als ein Vollidiot - von hinten auf Gegenfahrbahn kommend, mich als Linksabbieger noch links ueberholen wollte. Er verursachte eine Karambolage mit mehreren entgegenkommenden Fahrzeugen, ich entkam dem Treffer nur durch einen beherzten Spurt, fast mit Wheelie in die gegenueberliegende Strasse hinein. Der Idiot fluechtete uebrigens vom Tatort, aber mehrere andere PKW's nahmen die Verfolgung auf.


    Unser Guenter, vom Hauptberuf her eigentlich eher Weltumsegler in seinem schnieken Katamaran, der machte selbst im dichten Dschungel nicht schlapp:

    317_2guenter_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    Aber so richtig bluehte er auf, als an diesem Abend "sein" Empfangskomitee vor dem Hotel fuer ihn Spalier stand:


    317_2empfang_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4
     
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  13. FranzX

    FranzX Junior Experte

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    abstinen,

    super geschrieben und sehr schöne Bilder. Ich bin zwar im Augenblick für nur 2 Monate in Deutschland (am 3. Februar geht es wieder zurück), ich habe aber schon wieder fürchterlich Heimweh nach meiner Kampot Province.
     
  14. FrankMalt

    FrankMalt Senior Member

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    abstinent,

    schöner Bericht und gut geschrieben.

    Ja, die Strecke von Koh Kong nach PP (Du) bzw Sihanoukville (ich) kenne ich und habe sie auch schon auf dem Landweg gemacht. Habe dort ein paar nette Bilder, die ich auch mal posten werde.

    Motorräder sind aber nicht mein Ding. Ich hasse schon mit den Motodops in Kambodscha zu fahren, die auch noch einen Helm tragen und ich nicht.
     
  15. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ frank & ede

    danke fuer das lob aus berufenem munde der ebenfalls cambo-erfahrenen. dieser trip ist aelter und war noch auf alten festplatten gespeichert, brachte den deshalb noch einmal hier, wo man ihn teilweise nicht kannte.

    einen weiteren, aelteren fotoreisebericht zu cambodia (poipet-b'bang-pailin-pp-s'ville) findet ihr bei interesse hier:

    http://www.thailand-asienforum.com/forum/showthread.php/745-QUICKTRIP-CAMBODIA

    viel lieber als meine ollen kamellen lese ich aber neues von euch zum bleistift 1.gif, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    ciao

    abstinent
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29.03.2011
  16. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Der cambodianischen Metropole kehrten wir am Folgetag den Rücken, und bewegten uns in Richtung Küste. Weil One-Way Anmietungen nicht möglich sind, und in Sihanoukville Mopeds und Motorräder ebenfalls leicht anzumieten sind - fuhren wir mit dem klimatisierten Bus dorthin.

    Die Tickets dafür orderten wir jedoch nicht über das Hotel, sondern wir holten diese persönlich am Busbahnhof ab, und liessen uns in die Sitze 1 bis 5 eintragen.

    Selbstabholer sparen neben 2000 Riel je Ticket auch Ärger mit schlecht plazierten Sitzen. Vorne im Bus geht nicht nur das Fenster auf, man kann auch mehr sehen.

    Die Abfahrt am Hotel zum Busbahnhof gestaltete sich allerdings etwas problematisch - denn das bestellte TukTuk, beladen mit allem Gezähe und 2 von den 5 Personen, machte einen echten Wheelie beim Anfahren, und wir hatten eine Menge Spaß. Für wenig Geld mehr entschieden wir uns dann für ein normales Taxi. Leider habe ich von dieser Augenweide kein Foto, aber die Lachmuskeln waren schon am frühen Morgen gezerrt

    Bis zur schieren Unmöglichkeit beladene Pickups und andere Kraftfahrzeuge waren unsere Weggefährten. Die Fahrt selbst war völlig problemlos und wir erreichten unser Ziel in knappen 3 Stunden.

    317_2streetscene_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    Eine kleine Pause wurde nach 100 Kilometern eingelegt, etwa zur Hälfte der Gesamtdistanz. Der Fahrpreis belief sich übrigens auf 12.000 Riel oder 3 US-$ - über Schlepper besorgte Tickets beinhalten dann noch Aufschläge von 2.000 bis 8.000 Riel als Kommission

    317_2gstbus_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Der Bus hält zunächst auf dem alten Paradeplatz in Sihanoukville, und Mengen an Touts stürzen sich geierhaft auf die Businsassen. Wir sind natürlich informiert gewesen und haben dem Driver mitgeteilt, das unsere Endstation der GST-Busbahnhof (500 m weiter) sei, denn dort gab es Motorradverleiher zu Normalpreisen! Hier am Paradeplatz waren nur mafiöse Schlepper (Touts), die sich um die kommissionsträchtigen Passagiere nur zu gerne kümmerten

    317_2touts1_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    317_2touts2_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Kaum waren wir (als einzig verbleibene Fahrgäste) am Busbahnhof angekommen, versorgten wir uns gleich mit Mietmopeds.
    Hier in Sihanoukville waren für uns Strandfahrten und kleinere Touren angesagt, wir entschieden uns daher alle für 125er Mopedbikes - ja, die mit den Erdbeerkörbchen vornedran!

    Tarif für die neueren Modelle ist 3 US-$ je Tag - wer lange suchen mag, der kann auch ältere Mopeds für etwas weniger bekommen.
    Unser, nun 5-köpfiges Geschwader machte sich auf den kurzen Weg in das neueste und beste Hotel der Stadt.
    Die Verkehrssituation in Sihanoukville ist bei Weitem nicht so katastrophal wie in Phnom Penh, nur wenig Verkehr und halbwegs ordentliche und befestigte Straßen.

    Nach den eher bescheidenen Hotelverhältnissen in Phnom Penh war das eine echte Wohltat, und nach kurzer Verhandlung mit dem Manager war der aufgerufene Preis auf 20 $ je Zimmer und Nacht geschrumpft. Dem selbsternannten internationalen "Journalistenteam" gewährte der freundliche Manager dann sogar je Übernachtung ein Frühstücksbuffet, und unserem "Direktor", dem Georg sogar ein Suiteupgrade

    Das Hotel in direkter Nähe des Occaheuteal Beaches hatte eine nette Einrichtung zu bieten, und Zimmer nach internationalem 4-Sterne Standard. Es Hiess "Golden Sands" und hier war ein Brachgelaende noch vor wenigen Monaten!

    317_2gs_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5

    317_2gs1_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6

    317_2lobby_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    317_2terrace_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 8


    Die "Wilde Reiter GmbH" machte danach die Ortsdisco unsicher. Hunderte von einheimischen Girlies, aber kaum ein Gast dort. Die Girlies tanzten sich auf der Tanzflaeche die Seele aus dem Leib, und wir Kerle tranken uns den Staub aus dem Rachenraum.
    Die Musik war nicht so ganz unser Fall (Khmer-Techno Mix), und unser Discobesuch waehrte nicht allzulange. Fuer den kommenden Morgen war eine Querfeldeinpartie und cambodianisches Strandbiking angesagt, und so zogen wir uns alle recht frueh auf unsere Gemaecher zurueck.

    317_2disco_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 9

    Auf dem Nachhauseweg kamen wir noch an einer Hochzeitsgesellschaft vorbei, aber der Konsum geistiger Getraenke stand an diesem Abend in Anbetracht der geplanten Ausritte morgen nicht auf unsere Agenda. Dennoch war es eine reine Augenweide:


    317_2wedding_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 10
     
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  17. HaveFun

    HaveFun Experte

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    super absti bitte mehr infos ueber sihanoukville

    gruss stefan
    allgaeu
     
  18. FranzX

    FranzX Junior Experte

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    Gestern habe ich mit meiner Hübschen telefoniert: Die Reisfelder sind abgeerntet und jede Menge Einladungen zur Hochzeiten - und ich bin nicht daaaaa!!! --D
    Hochzeiten auf dem Land sind was wunderbares - viele hübsche Girls und viel :saufen:
     
  19. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    @ have fun

    klar, da kommt noch mehr zu s'ville, habe nur noch ein wenig geduld.

    @ ede

    jo, geb' ich dir uneingeschraenkt recht, die hochzeiten und uebehaupt parties im khmerlaendle sind schon oberklasse! bist du eigentlich mit deiner apsara verheiratet? falls nein, vegiss nicht hier frueh genug den termin anzugeben - damit da auch ein paar langnasen auf den geschmack eines echten marriage-loklaks kommen :D

    ciao

    abstinent
     
  20. abstinent

    abstinent V.I.P.

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    Am Morgen ging es dann nach dem Fruehstueck auf die Piste.
    Je nach Empfindlichkeit der Haut hatte ich den Kollegen langarmige Shirts empfohlen, denn die UV-intensitaet am Strand kann exorbitant hoch sein.

    317_2alobby_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 1

    In Richtung Osten verliessen wir auch gleich das Staedtchen Sihanoukville, und ein kleiner Vorgeschmack auf das echte Cambodia wartete bereits nach wenigen Kilometern auf uns.
    Ein unscheinbarer Tuempel am Wegesrand:

    317_2tuempel_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 2

    Beherbergte mehrere ausgewachsene Wasserbueffel:

    317_2kwai_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 3

    Die wollten wir uns dann 'mal aus unmittelbarer Naehe ansehen, aber diese Urviecher mit den eindrucksvollen Hoernern waren auch neugierig auf uns. Der Alphabulle kam uns sogleich entgegen und unterbrach seine Siesta in der Suhle.
    Das folgende Picture wurde noch ohne Zoom gemacht, ich habe mich dann aber rasch nach diesem Schnappschuss entfernt - die Hoerner kann ein solches Tier recht vehement zur Verteidigung seines Reviers und seiner Herde einsetzen. Hier waren eindeutig wir die Eindringlinge, und im Umgang mit Wasserbueffeln hatte keiner von uns so recht Erfahrung!

    317_2kwaiclose_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 4

    Der Bauer, der hier in einer Bretterbuden- und Wellblechsiedlung wohl der Ortsvorsteher war, der wollte unserem Guenter gleich einen dressierten Affen verkaufen:

    317_2monkeyman_2.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 5

    War niedlich anzusehen, das Familienidyll an der langen Kette hier - aber sowohl Guenter als auch wir alle waren eher der Meinung, das solche Tiere nicht als Haustierchen gehalten werden sollten, egal wie niedlich die auch sind.
    Solch ein Wesen gehoert einfach in die freie Natur:

    317_2monkeybaby_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 6

    Frei Natur, davon hatten wir hier mehr als genug. Die Strassen waren Staubpisten und Bruecken ueber die zahlreichen Baeche waren Notbehelfe aus Brettern. Unser Tross kam dennoch gut voran:

    317_2georgbridge_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 7

    EIn dickes Lob muss ich allen Reisegefaehrten aussprechen, denn die Disziplin in der Truppe war Klasse, und immer fuhren die schwaecheren Fahrer vorneweg - da war keine Absprache notwendig, das funktionierte alles ganz prima.

    317_2bridgeway_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 8

    Nach fast 30 Jahren Krieg und Bürgerkrieg in Cambodia kann man nun überall auf glückliche Kinder stoßen. Mich stimmt das recht glücklich und ich stelle in jedem Jahr immer wieder fest, das es denen gut zu gehen scheint. Unterernährte Kids, wie noch vor 5 oder 6 Jahren, prägen nicht mehr das Bild auf den Straßen - und die Kleinen machen einen wesentlich zufriedeneren Eindruck als damals.

    317_2villagekids_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 9

    Christlich motivierte "Missionare" waren hier schon vorzufinden, als die Waffen erstmals schwiegen. Deren soziales Engagement begrüße ich sehr, aber warum man den Kids hier in einem rein buddhistischen Land gleich Kreuze um den Hals hängen muß - das ruft dann doch eher Unverständnis bei mir hervor. Doch diese Philosophierereien gehören hier nicht hin.

    Das ehemalige Ausbildungslager der cambodianischen Airborne Commandos ist nun einem Urlauberbungalowprojekt gewichen.
    Wie man uns dort erzählte, hat es im letzten Jahr den Offizier Schmukbod (den Lesern meiner Berichte aus früheren Cambodia-Reports bekannt) hier an dieser Stelle kalt erwischt. Beim Absprung öffnete sich sein Fallschirm nicht richtig, und er schlug hier auf die Felsen am Ufer auf.


    317_2gchmuck_1.jpg, Wilde Reiter G.m.b.H. in Cambodia, 10