Coronavirus - wie umgehen mit der Situation - und Gelaber.

Covid-19 Aktuelle Zahlen

       #14.421  
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..... Ich habe auch per se nichts gegen die Maßnahmen und kann mir gut vorstellen, dass auf Feiern Ansteckungen passieren, es geht aber um massive Einschränkungen der Grundrechte und da sollten die Kreise, Länder und der Bund doch auch möglichst transparent vorgehen und solche Zahlen veröffentlichen. So habe ich immer auch ein bisschen das Gefühl, dass man nichts genaues weiß und Politiker sich möglicherweise durch Law & Order profilieren wollen.
Da sind wir in der Tat mal einer Meinung.

Der "Profilierungsverdacht", gepaart mit der Vermutung, dass die Politiker so ein bisschen "ins´ Blaue hinein" entscheiden, ist natürlich für die Akzeptanz der Maßnahmen verheerend. Anscheinend nehmen jetzt mehr und mehr die Verwaltungsgerichte die "Filterfunktion" wahr. Das muss nicht sein. Notwendige, nachvollziehbare und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechende Maßnahmen auf der Grundlage eines - halbwegs - belastbaren Datenmaterials sollten doch wohl möglich sein.
 
 
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       #14.422  
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Woran erkennst du dann, dass es damals nur dich interessiert hatte und niemanden anders?

Es sterben Millionen Menschen an Malaria usw.

wie gesagt es sterben jeden Tag Menschen an allem möglichen Krankheiten da macht Corona nur einen kleinen teil davon aus.
wie die Chinesin gesagt hat stirb einfach nicht an Corona ...... dann ist alles gut.

Es ging mir darum das man jetzt die welche an Corona sterben, anscheinend mehr bemitleidet werden als wenn man vorher an etwas gestorben ist!

Bitte versteht mich nicht falsch, es ist sehr wohl tragisch das so viele Menschen mit/oder an Corana verstorben sind.
sterben gehört nun mal zum Leben und genau da habe ich manchmal das Gefühl das Corona etwas verändert hat.
Aber Vieleicht täuscht mich der Eindruck auch!
 
 
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       #14.423  
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Mal wieder die Grippe....

Hast du 2016 im TAF dazu etwas geschrieben?
Ach ja mal wieder die Grippe.... sorry @riva hatte vergessen das es seit Januar 2020 keine Grippe mehr gibt.
Also die Grippe schon aber keine Statistiken mehr dazu! Auch das sollte zu denken geben!
 
 
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       #14.425  
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Der Wunsch nach genauen Statistiken, insbesondere Infektionsherden, ist verständlich, doch meiner bescheidenen Meinung nach wäre dem öfter nachzugehen der falsche Weg und dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum das RKI und andere verantwortungsvolle Stellen, die nach dem aktuellen Stand gesicherte Kenntnisse verbreiten, die Informationen nicht weiter aufdröseln. Es ist doch ganz einfach, inzwischen ist klar (was halt erst einer Lernkurve bedurfte, auch wenn das für Coronaleugner niemals einsichtig sein wird, bis sie selbst beatmet werden müssen...), dass nahezu sämtliche Infektionen durch die Aerosole ausgelöst werden, die Infizierte in ihrer Atemluft haben und uns sprichwörtlich um die Ohren (ok, ok, auch um Nase und Mund) hauen. Damit ist es ziemlich egal, wo ich eine nette face-to-face Diskussion ohne ausreichendem Abstand mit einem Infizierten (über den Geschmack des zuletzt genossenen Muschisaftes) führe - ich werde einer großen Anzahl von Aerosolen ausgesetzt und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mich auch erwischt. Ob das nun bei einer privaten Feier, in einem Park auf einer kuscheligen Decke mit direktem Blickkontakt oder beim Aldi hinter dem Kidneybohnenregal stattfindet, ist den Aerosolen, die ich mit der mir zuströmenden Atemluft meines gegenüber einatme, ziemlich Schnuppe. Wer weitere Statistiken will, der findet sie übrigens, wenn er richtig sucht, doch wie gesagt, es verleitet zu Unvorsichtigkeit in vielen anderen Situationen. Gehirn einschalten hilft meistens am besten, um sich und andere zu schützen.

Natürlich gibt es in verschiedenen Situationen unterschiedlich große Risiken, da braucht es keine tieferen Kenntnisse in der Quantenphysik oder der klassischen Musik. In einem schlecht gelüfteten Raum mit vielen Menschen ist das Risiko naturgemäß höher als im Freien bei Windstärke 5, wo mich die Aerosole auch bei einem näheren Abstand nicht mit der Intensität erreichen, da sie mit dem nächsten Windstoß zu dem Eichhörnen im Geäst über uns transportiert werden. Der Grund, warum es Blödsinn ist, ständig genaue Statistiken über die Infektionsherde zu veröffentlichen und zu verlangen, ist, dass wir Menschen leider alle in Denkschemata gefangen sind, die uns zwar in vielen Situationen schützen, in anderen, wie diesen aber eher schaden. Wir selektieren oft zu sehr, sind dann fokussiert auf etwas und vernachlässigen anderes: Wir hören: "Ah, Situation 1 und 2 sind die gefährlichsten", dann blenden wir die anderen Situationen, in denen es vielleicht nur zu einstelligen Prozentzahlen beim Ansteckungsrisiko kommt, nur allzu gerne aus und werden unvorsichtig. Wir fühlen uns sicher, wenn wir außerhalb der sich in unser Gehirn eingemeißelten Situationen 1 und 2 sind, lassen jegliche Vorsicht außer acht und nähern uns immer weiter dem Mund der Dame, die uns gerade mit einem verführerischen Lächeln kundtut, dass sie nach sämtlichen Statistiken des Guide Michelins der letzten Jahre den absolut leckersten Muschisaft hat. :p Ihre Aerosole werden uns überfluten, noch bevor wir den Bestätigungstest für ihre Aussage in der engen Klokabine antreten können, egal ob das auf der kleinen Privathochzeit mit 5000 Gästen oder auf der Toilette im Restaurant stattfindet ....

Gerade in Situationen wie derzeit mit steigenden aber vermutlich noch handlebaren Infektionszahlen ist es aber unabdingbar, dass wir immer vorsichtig sind und nicht nur auf der Privathochzeit, wenn wir einen weiteren Lockdown verhindern wollen. Und für die Ungläubigen: Gestern haben in den Niederlanden einige Notfallambulanzen geschlossen, weil sie mit dem Patientenansturm nicht mehr klargekommen sind. Ja, das ist nicht bei mir vor der Haustür, aber es kann jederzeit in der mir nächsten Notfallambulanz auch geschehen, wenn wir Menschen weiterhin so unvorsichtig agieren, also lassen wir es besser nicht dazu kommen! Das Virus macht weder an der niederländisch-deutschen Grenze halt, noch ist es wählerisch, in welcher Sprache wir die gequirlte Scheiße von uns geben, die über unsere Lippen kommt, es sucht sich gnadenlos das nächste Opfer, so wie wir nicht anders können, als die nächste leckere Muschi zu suchen ....
 
 
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       #14.426  
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Könnte an Masken und Abstand liegen?
Liegt auch zum größten Teil daran. Sämtliche Infektionskrankheiten, deren Verbreitung durch Kontakte passiert, sind dieses Jahr extrem zurückgegangen, was einer gewissen Logik nicht entbehrt. In den Statistiken tauchen sie nach wie vor auf, nur ist der Strich bei den grob aggregierten Diagrammen so weit unten, dass man sie kaum sehen kann, dort wo man sie noch sehen kann, werden sie von Coronaleugnern noch weiter aggregiert, so dass es tatsächlich so aussieht, als würde darüber geschwiegen - aahhhhh, Hilfe, da kann was nicht stimmen - Verschwörung!!!!

Über den extremen Rückgang anderer Infektionskrankheiten wurde in den Medien berichtet, ich habe es mehrfach gelesen, liegt vielleicht auch daran, dass ich täglich Nachrichten höre (nicht auf Youtube und FB) und Zeitung lese. Doch ist es sehr einsichtig: Wenn ich Abstand zu einer Person mit Masern oder Grippe halte, bekomme ich es auch nicht, auch wenn ich nur wegen Corona den Abstand halte und mich vor Corona schützen will. Das ist ähnlich wie mit HIV: Ich will mich schützen und vögle nicht ohne Conti, dass ich mich dadurch auch vor anderen STDs schütze, ist ein hübscher Nebeneffekt (aber natürlich leider ein gefundenes Fressen für Verschwörungstheoretiker :p).
 
 
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       #14.428  
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       #14.429  
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Der Wunsch nach genauen Statistiken, insbesondere Infektionsherden, ist verständlich, doch meiner bescheidenen Meinung nach wäre dem öfter nachzugehen der falsche Weg und dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum das RKI und andere verantwortungsvolle Stellen, die nach dem aktuellen Stand gesicherte Kenntnisse verbreiten, die Informationen nicht weiter aufdröseln. Es ist doch ganz einfach, inzwischen ist klar (was halt erst einer Lernkurve bedurfte, auch wenn das für Coronaleugner niemals einsichtig sein wird, bis sie selbst beatmet werden müssen...), dass nahezu sämtliche Infektionen durch die Aerosole ausgelöst werden, die Infizierte in ihrer Atemluft haben und uns sprichwörtlich um die Ohren (ok, ok, auch um Nase und Mund) hauen. Damit ist es ziemlich egal, wo ich eine nette face-to-face Diskussion ohne ausreichendem Abstand mit einem Infizierten (über den Geschmack des zuletzt genossenen Muschisaftes) führe - ich werde einer großen Anzahl von Aerosolen ausgesetzt und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mich auch erwischt. Ob das nun bei einer privaten Feier, in einem Park auf einer kuscheligen Decke mit direktem Blickkontakt oder beim Aldi hinter dem Kidneybohnenregal stattfindet, ist den Aerosolen, die ich mit der mir zuströmenden Atemluft meines gegenüber einatme, ziemlich Schnuppe. Wer weitere Statistiken will, der findet sie übrigens, wenn er richtig sucht, doch wie gesagt, es verleitet zu Unvorsichtigkeit in vielen anderen Situationen. Gehirn einschalten hilft meistens am besten, um sich und andere zu schützen.

Natürlich gibt es in verschiedenen Situationen unterschiedlich große Risiken, da braucht es keine tieferen Kenntnisse in der Quantenphysik oder der klassischen Musik. In einem schlecht gelüfteten Raum mit vielen Menschen ist das Risiko naturgemäß höher als im Freien bei Windstärke 5, wo mich die Aerosole auch bei einem näheren Abstand nicht mit der Intensität erreichen, da sie mit dem nächsten Windstoß zu dem Eichhörnen im Geäst über uns transportiert werden. Der Grund, warum es Blödsinn ist, ständig genaue Statistiken über die Infektionsherde zu veröffentlichen und zu verlangen, ist, dass wir Menschen leider alle in Denkschemata gefangen sind, die uns zwar in vielen Situationen schützen, in anderen, wie diesen aber eher schaden. Wir selektieren oft zu sehr, sind dann fokussiert auf etwas und vernachlässigen anderes: Wir hören: "Ah, Situation 1 und 2 sind die gefährlichsten", dann blenden wir die anderen Situationen, in denen es vielleicht nur zu einstelligen Prozentzahlen beim Ansteckungsrisiko kommt, nur allzu gerne aus und werden unvorsichtig. Wir fühlen uns sicher, wenn wir außerhalb der sich in unser Gehirn eingemeißelten Situationen 1 und 2 sind, lassen jegliche Vorsicht außer acht und nähern uns immer weiter dem Mund der Dame, die uns gerade mit einem verführerischen Lächeln kundtut, dass sie nach sämtlichen Statistiken des Guide Michelins der letzten Jahre den absolut leckersten Muschisaft hat. :p Ihre Aerosole werden uns überfluten, noch bevor wir den Bestätigungstest für ihre Aussage in der engen Klokabine antreten können, egal ob das auf der kleinen Privathochzeit mit 5000 Gästen oder auf der Toilette im Restaurant stattfindet ....

....
Ich kenne die Haltung, dass man Bürgern nicht zutraut oder zutrauen möchte, Daten zu interpretieren. Die Haltung teile ich aber nicht. Zum einen beschädigt sie kollateral Misstrauen, weil man gleichzeitig Daten nicht veröffentlichen möchte die vielleicht auch für das "einfache Volk" eine deutlichere Sprache sprechen und zum anderen werden Gerichte Maßnahmen kippen welche sich nicht durch nachgewiesene Infektionszahlen bestätigen lassen. Das haben wir jetzt bei dem Beherbergungsverbot gesehen. Ich bin niemand der blind und hörig alles befolgt, was ihm gesagt wird. Ich möchte es gerne verstehen und vielen anderen Menschen geht es eben so. Sogenanntes Hoheitswissen spielt den Querdenkern und VTlern doch nur in die Arme "die sagen uns nicht die ganze Wahrheit...." Und weil Gerichte solche Entscheidungen eh kippen werden, sollte ganz einfach direkt mit offenen Karten gespielt werden. Auch das muss eine Demokratie aushalten.
 
 
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       #14.430  
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Ich kenne die Haltung, dass man Bürgern nicht zutraut oder zutrauen möchte, Daten zu interpretieren. Die Haltung teile ich aber nicht. Zum einen beschädigt sie kollateral Misstrauen, weil man gleichzeitig Daten nicht veröffentlichen möchte die vielleicht auch für das "einfache Volk" eine deutlichere Sprache sprechen und zum anderen werden Gerichte Maßnahmen kippen welche sich nicht durch nachgewiesene Infektionszahlen bestätigen lassen. Das haben wir jetzt bei dem Beherbergungsverbot gesehen. Ich bin niemand der blind und hörig alles befolgt, was ihm gesagt wird. Ich möchte es gerne verstehen und vielen anderen Menschen geht es eben so. Sogenanntes Hoheitswissen spielt den Querdenkern und VTlern doch nur in die Arme "die sagen uns nicht die ganze Wahrheit...." Und weil Gerichte solche Entscheidungen eh kippen werden, sollte ganz einfach direkt mit offenen Karten gespielt werden. Auch das muss eine Demokratie aushalten.
Von einer Haltung, "dass man Bürgern nicht zutraut oder zutrauen möchte, Daten zu interpretieren" habe ich doch überhaupt nicht gesprochen, da hast du mich völlig missverstanden, eher davon, was gut für uns alle ist und was nicht. Wir sind alle Menschen und wenn man sich ein wenig kritisch mit sich selbst und seinen Mitmenschen beschäftigt, dann wird einem sehr schnell wieder mal bewusst (wir alle wissen das und verdrängen es aber nur allzu schnell wieder...), dass wir uns leider (und ja, das macht jeder einzelne von uns in vielfältigen Situationen, natürlich einschließlich mir!) dass wir uns sehr oft nicht rational und in einer Art und Weise verhalten, die nicht nur für uns, sondern auch für andere schlecht, sehr schlecht bis fatal ist. Nein, es gibt immer wieder Situationen, in denen die Schwarmintelligenz leider derer von Spezialisten nicht überlegen, sondern hoffnungslos unterlegen ist. Corona ist definitiv so ein Fall. Hier verderben sicherlich viele Köche den Brei und wer am lautesten schreit und kritisiert hat eher selten recht.

Dass Politiker die Wahrheit nicht mit Löffeln gefressen haben und immer wieder mal übers Ziel hinausschießen und Beschlüsse treffen, die für uns alle schwerwiedende Folgen haben, die nicht immer gut sind, das ist klar. Sie können es aber auch nicht jedem Recht machen, das geht schlichtweg nicht, der eine fordert das, der andere das und das jeweils aus den persönlichen Lebensumständen, seinem gesellschaftlichen Umfeld und dem begrenzten Wissen heraus (jeder von uns hat ein begrenztes Wissen, der eine mehr, der andere weniger, und doch kann man sich über fast alles informieren, doch sollte man immer die Quelle hinterfragen und deren Absicht! Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast).

Und ja, das von dir angeführte Beherbergungsverbot ist auch aus meiner Sicht ein solcher Fehlbeschluss! Ich bin heilfroh, dass ich in Ländern aufgewachsen bin, in denen es eine Demokratie gibt, die man in Summe für durchwegs gut bezeichnen kann. Jeder hat das Recht auf die Straße zu gehen und innerhalb der geltenden Gesetze sein Gesabbel in alle Welt hinauszuschreien, dies ist leider nicht selbstverständlich und dieses Recht gibt es in den wenigsten Ländern derart weitreichend wie bei uns. Einige Thais versuchen gerade etwas durchzusetzen, was für uns selbstverständlicht ist (die Oberen zu kritisieren ... wie lange würde sich bei uns ein "König" halten, der im Ausland unsere Steuergelder für sein persönliches Vergnügen zum Fenster hinauswirft?)

Uns gefällt ein Beschluss nicht, den die Bundes-, Landesregierung oder die Stadt erlassen hat? Na gut, dann klagen wir halt dagegen und sehen, ob wir das zuständige Gericht mit unseren Argumenten überzeugen können. Siehe die bisher ergangenen Urteile zu den Beherbergungsverboten in einigen Bundesländern - ein weiterer Grund, froh zu sein, hierzulande leben zu dürfen und keineswegs ein Grund für hohles Neandertalergeschrei wie "Merkel muss weg!", wenn wieder mal eine Entscheidung getroffen wird, die uns persönlich nicht gefällt. Wir jammern auf einem so hohen Niveau, dass andere nur über uns lachen können, Leute, denen es in ihren Ländern von ihren Freiheiten her deutlich schlechter geht als uns.

Bei uns wird mit offenen Karten gespielt, soweit die Gesellschaft das verträgt und die verträgt eine ganze Menge. Für einige wäre es gut, nicht gleich hinter allem eine Verschwörung oder Volksverdummungsmaßnahme oder Entmündigung sehen zu wollen, es gibt vielfältige andere Gründe, die in Frage kommen, Informationen, die da sind, nicht allzu oft zu verbreiten, das haben nur Populisten notwendig, keine seriösen Regierungen. Wie schon oben erwähnt, gibt es die Statistiken, bei welchen Events/Situationen man sich am leichtesten ansteckt. Einfach mal suchen, bevor man eine Verschwörung vermutet, abgesehen davon, kann man sich das selbst mit einfachem Nachdenken im Groben erschließen (s. mein obiges Statement). Man muss diese Prozentzahlen jedoch zugunsten der kollektiven Vorsicht der Allgemeinheit nicht in allen Kanälen gebetsmühlenartig verbreiten, selbst auf die Gefahr hin, dass es ein paar Querdenker gibt, die dann darin eine Verschwörung sehen. Die zu häufige Verbreitung dieser Zahlen würde m.E. nach in allen anderen Situationen außer den Top 3 zu einer abnehmenden Vorsicht führen, was fatal wäre.

Ja, wir brauchen Querdenker, zu allem Ja und Amen sagen, bedeutet Stillstand und fördert, dass Regierungen immer eigennütziger und korrupter werden! Ich zähle mich auch zu den Querdenkern und kritisiere und diskutiere Dinge, die meiner Meinung nach nicht gut sind und/oder sogar völlig aus dem Ruder laufen. Doch die "Querdenker" die sich partout nicht informieren wollen und lieber Geschrei von unseriösen Medien sich zueigen machen, dass hinter allem eine Verschwörung steckt und unserer Republik (die es ja gar nicht gibt, wenn man ein paar putzigen, aber leider sehr gefährlichen Menschen glauben schenkt gar nicht existiert) dem Untergang geweiht ist, nein, ich denke nicht, dass die einer Demokratie in irgendeiner Art und Weise helfen, ganze im Gegenteil.

Ich bin ein sehr kritischer Mensch, hinterfrage viele Quellen, teile nicht leichtfertig Dinge, die mir zu Ohren kommen und gerade meinem Weltbild/Gemütszustand entsprechen, und trotzdem muss ich der derzeitigen Regierung attestieren, dass sie ihre Sache trotz all der angebrachten und mitunter m.E. angemessenen Kritik (s. Beherbergungsverbot) ihre Sache doch vergleichsweise gut macht. Wir sind bislang gut durch diese Krise gekommen, weitaus besser als fast alle anderen Staaten. Dass nicht alles perfekt ist, ist klar. Was ist perfekt? Einen objektiven Maßstab gibt es dafür nicht, besondern nicht in solch einer vielschichtigen Krise, doch die Bilder aus anderen Ländern Europas sprechen eine deutliche Sprache, von Schurkenstaaten wie Brasilien, Russland, leider inzwischen auch USA und Türkei, etc. brauchen wir gar nicht reden.

Interessant finde ich die lauten Rufe von Personen, die eben gerade behaupten, wir hätten keine Demokratie, nach härteren oder aber lascheren oder gar keinerlei Maßnahmen und wenn dann natürlich bitteschön einheitlich für unser Land. Dabei wird allzu gerne vergessen dass wir ein föderalistischer Staat sind. Auf der einen Seite will keiner "zentral" regiert werden, die regionalen Befindlichkeiten und Wünsche sind ja soooo wichtig, auf der anderen Seite soll ein einheitliches Vorgehen geübt werden. Das zu Erreichen wäre die Quadratur des Kreises, wer das fordert hat das Leben nicht verstanden, und sollte es selbst besser machen! Aber es ist natürlich sehr, sehr leicht zu kritisieren und auf die Straße zu gehen, ohne vorher mal die Medaille von allen Seiten angeschaut zu haben - es gibt nicht nur eine Rück- und eine Vorderseite - man sollte sich vielleicht auch jede Nuance des Randes der Medaille gewahr werden ... Erst wenn man eine große Latte an Informationen zur Verfügung hat, kann man beuteilen. Leider verstehen wir Menschen in vielen Situation erst hinterher, dass die Geister, die wir riefen, noch viel schlechter sind, als die die wir derzeit haben ...
 
 
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       #14.431  
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Von einer Haltung, "dass man Bürgern nicht zutraut oder zutrauen möchte, Daten zu interpretieren" habe ich doch überhaupt nicht gesprochen, da hast du mich völlig missverstanden, eher davon, was gut für uns alle ist und was nicht.
Du schreibst sehr viel was ich so unterschreiben würde. Dass Gerichte Maßnahmen kippen sehe ich ja auch nicht als Makel, sondern als positive Eigenschaft der Demokratie an. Bezüglich der Offenheit der Daten bist du mir aber etwas zu schwammig. Die Daten müssen auch nicht aufgedröselt werden, wie du an anderer Stelle schriebst, sondern sie gibt es ja bereits. Maßnahmen sollten von der Politik auch nicht mit dem Wissen beschlossen werden, dass Gerichte diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kippen, nur um bis zur Urteilssprechung diese Maßnahmen durchsetzen zu können. So haben sich das unsere Verfassungsväter sicherlich auch nicht vorgestellt.

Ich bin ein Befürworter von Open Government und Open Government Data. Daten über uns sollten uns auch zur Verfügung stehen. Natürlich unter Einhaltung von Datenschutz, diskriminierungsfrei usw.
 
 
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       #14.432  
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Maßnahmen sollten von der Politik auch nicht mit dem Wissen beschlossen werden, dass Gerichte diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kippen, nur um bis zur Urteilssprechung diese Maßnahmen durchsetzen zu können. So haben sich das unsere Verfassungsväter sicherlich auch nicht vorgestellt.

Ich bin ein Befürworter von Open Government und Open Government Data. Daten über uns sollten uns auch zur Verfügung stehen. Natürlich unter Einhaltung von Datenschutz, diskriminierungsfrei usw.
Ich denke auch, dass wir nicht weit voneinander entfernt sind. Den ersten oben zitierten Absatz, kann ich voll und ganz unterschreiben, doch ist Politik halt immer Realpolitik, man kann vieles nicht durchsetzen (wegen fehlender Mehrheiten, Koaltionskompromisse, die man eingehen muss und anderer Befindlichkeiten), was oft sinnvoll wäre, leider kommen allzu oft "faule Kompromisse" dabei heraus, mit denen sich die meisten Beteiligten nicht identifizieren können, es aber der einzige Nenner war, auf den man sich einigen konnte. Manche arme Säue müssen sich dann der Allgemeinheit stellen und das Ergebnis der Entscheidungsrunde als etwas Großartiges und Sinnvolles verkaufen, auch wenn sie das selbst nicht so sehen. Psychologie ist oft alles!

Bei dem letzten Absatz bin ich im Prinzip auch bei dir, doch habe ich in meiner früheren Laufbahn, bei der ich manchmal Entscheidungen treffen musste, die mir auch nicht gepasst haben, aber fürs Unternehmen oder die Sache, der beste Weg war, bei der ich keine open door Politik betreiben konnte. Noch öfter habe ich solche Situationen durch meine Beratertätigkeit auch in vielen anderen Unternehmen immer wieder sehen müssen. Bei manchen Entscheidungen kann man selbst nur kotzen, wenn man Einzelschicksale betrachtet, auch wenn man tief im Innersten weiß, dass es später für die Masse das Beste ist, die Betroffenen da vorher einzuweihen, könnte das ganze Schiff (Unternehmen) ins Wanken bringen. Es gibt Entscheidungen, die langfristig die besseren sind, auch wenn die Masse vermutlich den kurzfristig bequemeren Weg gehen würde, wenn sie basisdemokratisch entschieden.

Gerade ein Virus wie Corona, das man nicht sieht, das nicht greifbar ist, nicht überall verbreitet ist, öffnet Tür und Tor für Fehlentscheidungen. Wer selbst in Bergamo zusehen musste, wie der Papa nicht mehr in der Intensivstation behandelt werden konnte, weil diese überfüllt war und sehen musste, wie er zuhause elendig zugrunde ging, wird eine andere Corona-Abwehrentscheidung treffen, als jemand, der noch nicht einmal in seinem Bekanntenkreis jemanden hatte, der auch nur positiv auf das Virus getestet wurde und es nach Monaten immer mehr für ein Fantom hält, da es immer weniger greifbar ist. Manchmal erscheinen der großen Masse Gefahren so weit entfernt, dass sie die zum eigenen Schutz und dem Schutz anderer notwendigen Entscheidungen nicht mittragen würden. Dies sind Situationen, in denen ein zuviel an Informationen kontraproduktiv sein könnte, ob es wirklich so ist, weiß ich nicht. Es wird immer die geben, die egal, wie man informiert, immer das Haar in der Suppe suchen werden. Life is complicated ...
 
 
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       #14.433  
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wie gesagt es sterben jeden Tag Menschen an allem möglichen Krankheiten da macht Corona nur einen kleinen teil davon aus.
wie die Chinesin gesagt hat stirb einfach nicht an Corona ...... dann ist alles gut.

Es ging mir darum das man jetzt die welche an Corona sterben, anscheinend mehr bemitleidet werden als wenn man vorher an etwas gestorben ist!

Bitte versteht mich nicht falsch, es ist sehr wohl tragisch das so viele Menschen mit/oder an Corana verstorben sind.
sterben gehört nun mal zum Leben und genau da habe ich manchmal das Gefühl das Corona etwas verändert hat.
Aber Vieleicht täuscht mich der Eindruck auch!
Könntest du bitte die Aussage mit der Chinesin reinstellen den ich habe etwas ähnliches gelesen nur da ging es darum das die chinesische Regierung in der Außen sowie in der Innendarstellung zeigen wollte das es kaum Corona Erkrankungen und Tote mehr gibt und diese Chinesin diesen Umgang kritisiert hat weil es nicht stimmt aber von den Chinesen gibt es ja ein paar vielleicht war das auch eine andere.
Ach ja mal wieder die Grippe.... sorry @riva hatte vergessen das es seit Januar 2020 keine Grippe mehr gibt.
Also die Grippe schon aber keine Statistiken mehr dazu! Auch das sollte zu denken geben!
Diese Aussage ist ganz einfach falsch.

Falls sich jemand noch genauer informieren will.
 
 
 
 
       #14.434  
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Damit ist ja auch Neuseeland ganz gut gefahren natürlich mit dem Vorteil eines Inselstaates.
 
 
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       #14.435  
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Bei dem letzten Absatz bin ich im Prinzip auch bei dir, doch habe ich in meiner früheren Laufbahn, bei der ich manchmal Entscheidungen treffen musste, die mir auch nicht gepasst haben, aber fürs Unternehmen oder die Sache, der beste Weg war, bei der ich keine open door Politik betreiben konnte. Noch öfter habe ich solche Situationen durch meine Beratertätigkeit auch in vielen anderen Unternehmen immer wieder sehen müssen. Bei manchen Entscheidungen kann man selbst nur kotzen, wenn man Einzelschicksale betrachtet, auch wenn man tief im Innersten weiß, dass es später für die Masse das Beste ist, die Betroffenen da vorher einzuweihen, könnte das ganze Schiff (Unternehmen) ins Wanken bringen. Es gibt Entscheidungen, die langfristig die besseren sind, auch wenn die Masse vermutlich den kurzfristig bequemeren Weg gehen würde, wenn sie basisdemokratisch entschieden.
Ich verstehe worauf du hinaus willst. Ich unterschreibe auch, dass man manchmal vielleicht nicht die ganze Wahrheit sagen muss, wenn dadurch ein von der Mehrheit definiertes Ziel erreicht werden kann. Der Zweck heiligt die Mittel, auch wenn es eine abgedroschene Phrase ist. In einer Zeit wo alles transparenter und vernetzter wird, halte ich für diese Haltung aber für überholt. Früher oder später wird fast alles irgendwo veröffentlicht und dann verliert man möglicherweise die Kontrolle über die Interpretation, z.B. weil einem vorgeworfen wird man wolle etwas verheimlichen. Moderne Konzerne arbeiten inzwischen mit einer viel höheren internen Transparenz als früher, auch in Führungsprozessen, strategischen Entscheidungen usw.. Aber auch Kommunen, Städte, Länder..... Aber da sehe ich halt noch deutlich Luft nach oben.

Um mal nicht zu abstrakt zu werden, zurück zu Corona. Ich gehe davon aus, dass Statistiken zu Ansteckungsorten usw. veröffentlicht werden. Sind ja bestimmt nicht nur 2-3 TAF Member die sich dafür interessieren, sondern auch Journalisten, die darüber berichten möchten. Gerichte brauchen diese Zahlen um über die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen zu urteilen, also kann man sie auch direkt zugänglich machen.
 
 
 
 
       #14.436  
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Es geht wieder los.

 
 
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       #14.437  
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Um mal nicht zu abstrakt zu werden, zurück zu Corona. Ich gehe davon aus, dass Statistiken zu Ansteckungsorten usw. veröffentlicht werden. Sind ja bestimmt nicht nur 2-3 TAF Member die sich dafür interessieren, sondern auch Journalisten, die darüber berichten möchten. Gerichte brauchen diese Zahlen um über die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen zu urteilen, also kann man sie auch direkt zugänglich machen.
Ich habe mehrmals gelesen und/oder gehört, wo es die meisten Ansteckungen gibt. Wie gesagt, es wird immer wieder mal verkündet und das reicht m.E.. Hier mal der Link zu einer Quelle, irgendwo anders hatte ich auch Prozentzahlen im Sinn:

 
 
 
 
       #14.438  
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Dem Entwurf zufolge soll Spahn nun ermächtigt werden, in Zukunft bereits dann Verordnungen zu erlassen, "wenn dies zum Schutz der Bevölkerung vor einer Gefährdung durch schwerwiegende übertragbare Krankheiten erforderlich ist". Dies könnte etwa bedeuten, dass Menschen, die aus Risikogebieten nach Deutschland einreisen, zu umfangreichen persönlichen Auskünften verpflichtet werden. Das Gesundheitsministerium könnte aber auch Bahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugunternehmen verbieten, Menschen aus Risikogebieten zu transportieren.


 
 
  • Wie Bitte
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       #14.439  
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Es geht wieder los.

Kann ich so bestätigen, war am Samstag beim Lidl einkaufen und siehe da, Küchenrollen komplett ausverkauft und Klopapier bis auf wenige Packungen ebenfalls.
Wie krank ist das denn? Die Deutschen sind so wahnsinnig bescheuert!
Da kommt eine Meldung das ein paar mehr infiziert sind und nun der Strick wiedermal etwas mehr zugezogen wird, da fangen die Deppen an Scheißhauspapier und Küchenrollen zu horten,
als gäbe es kein Morgen mehr. :rolleyes:
Nächste Stufe, Hefe und Nudeln....
Und ewig grüßt das Murmeltier.
 
 
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       #14.440  
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Wie Einstein schon sagte:
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

Unsere Politiker und die Medien schüren aber auch wieder kräftig die Ängste in der Bevölkerung. Wenn Merkel von drohendem Unheil orakelt, dann weckt das bei vielen Menschen Urängste.
Und was kann der kleine Mann / die kleine Frau dagegen tun? Toilettenpapier kaufen :rolleyes:
 
 
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