Coronavirus - wie umgehen mit der Situation?

Covid-19 Aktuelle Zahlen

       #5.581  
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Beim Artikel im New England Journal of Medicine geht er darüber hinweg, wer da als erster Autor steht:

Anthony S. Fauci

Das ist der, der Trump in diesen Tagen dazu bringt die Lockdown Massnahmen zu verlängern und von 100.000 Toten zu sprechen.

Dann wird klar, dass er den zitierten Ausschnitt aus dem Kontext gerissen hat. Vermutlich dem, dass auch eine Grippe-ähnliche Sterblichkeit zu 100.000 Toten führen kann, wenn einer schnellen Verbreitung in der Bevölkerung weder Immunität noch Impfung gegenüber steht.
ich stelle hier mal einfach den link rein,
dann kann sich jeder den Artikel selbst ansehen
und sein eigenes Urteil bilden:

 
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       #5.582  
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Hier ein Medizinstatistiker. Evtl. auch ein VT.?
Hast du den Artikel gelesen und falls du ihn gelesen hast warum sollte der Herr ein V.T. sein?
 
 
 
 
       #5.583  
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Wirtschaftlich betrifft das auch Kliniken in Deutschland weil die geplanten OPs verlegt werden. Personal wird aber für Intensivversorgung fortgebildet.
Klar, die meisten privaten Kliniken in Thailand haben sich ja auf Medizin-Touristen aus ganz SOA spezialisiert. Die fallen jetzt natürlich alle weg.

Fand es aber trotzdem etwas widersprüchlich, wenn man sieht, wie man in Deutschland medizinisches Personal sämtlicher Qualifikationen mobilisiert und in Thailand werden Krankenschwestern quasi in „Kurzarbeit“ geschickt.

Aus Sicht der thailändischen Regierung würde ich doch jedes Krankenhaus, egal ob staatlich oder privat, auf die mögliche Welle an Schwererkrankten vorbereiten.
 
 
 
 
 
       #5.585  
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Ich lese die Artikel immer vorher Herr Obiwan. Hinter dem VT habe ich leider das Ironie Zeichen vergessen.

Hier noch mal... VT war :iro2:
Sorry ist schon spät, darfst aber gerne Obiwan zu mir sagen auch wenn du die wichtigen Hinweise vergisst.
 
 
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       #5.587  
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Hast du den Artikel gelesen und falls du ihn gelesen hast warum sollte der Herr ein V.T. sein?
Ich habe ihn mir durchgelesen. Antes hat voll und ganz Recht mit seinen Ausführungen. Allerdings ändert das nichts am Status Quo und ich extrahieren einmal die Kernaussage:

Antes: Sie sind gezwungen, auf Basis der Informationen zu handeln, die da sind. Berücksichtigt man die Gesamtsituation und die Erfahrungen aus anderen Staaten, hatte Deutschland keine andere Wahl, als dem Virus erst mal mit drastischen Maßnahmen zu begegnen. So konnten wir Zeit gewinnen. Die müssen wir jetzt nutzen, um eine bessere Datenlage zu schaffen und künftig fundierter entscheiden zu können. Wir befinden uns da in einem enormen Lernprozess.
Eine interessante Meinung zu den Zahlen.
Aber durchaus berechtigt
 
 
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       #5.588  
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Mensch Leute , entspannt euch, macht euch mal locker, das hier ist nichts weiteres als ein Labertread mit ernstem Hintergrund.
Wenn jemand was nützliches tun will, könnte er auch in einer Klinik, Altenheim, Nachbarschaft etc. seine Hilfe anbieten statt einfach nur ( hier Tag und Nacht) lauwarme Reden schwingen.

Verbissenheit und fehlende emotionale Distanz zu einem Ereignis kann auch krank machen zumindest schwächen und bietet somit Angriffsfläche u.a. auch für Viren.

Und immer dran denken, soll gleichzeitig so was wie eine Quellangabe sein...:wink0:
 
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       #5.589  
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Wie Autokraten das Virus bekämpfen, Leugnen, löschen, unterdrücken

Autoritäre Machthaber gehen in der Coronakrise scharf gegen Kritiker vor. Sie schränken lieber die Meinungsfreiheit ein, anstatt ihre Bürger über das Virus zu informieren.

 
 
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       #5.590  
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Eine interessante Meinung zu den Zahlen.
Finde ich auch. Ist das aber nicht auch das was viele hier schon vor Seiten geschrieben haben?
Evtl. Sehr hohe Dunkelziffer. Und diese Sache mit der tatsächlichen Todesursache. Virus oder Vorerkrankungen. Ich möchte jetzt nicht 200 Seiten nochmal durchlesen aber ich meine bei solchen Meinungen wurde man schnell in die VT /Aluhut Ecke gestellt. In diesem Sinne, bleibt gesund.

 
 
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       #5.592  
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knapp über 1/3 der Coronatests fehlerhaft?

 
 
 
 
       #5.593  
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Finde ich auch. Ist das aber nicht auch das was viele hier schon vor Seiten geschrieben haben?
Evtl. Sehr hohe Dunkelziffer. Und diese Sache mit der tatsächlichen Todesursache. Virus oder Vorerkrankungen. Ich möchte jetzt nicht 200 Seiten nochmal durchlesen aber ich meine bei solchen Meinungen wurde man schnell in die VT /Aluhut Ecke gestellt. In diesem Sinne, bleibt gesund.

Die Ermittlung der Todesursache wird bei Covdi-19 erkrankten genau so ermittelt wie bei anderen möglichen Vorerkrankungen. Das kann das Ergebnis verfälschen, so steht es auch in dem Spiegel Interview, ist aber auch bei anderen Erkrankungen so üblich. Deshalb sind die letzten beiden Sätze von dem Dr.Schiffmann irreführend. Wenn man das mit dem überspitzten Beispiel "Löwenherde usw." in Verbindung sieht, dann würde ich sagen es ist bewusst irreführend.

Das ist mal wieder ein sehr gutes Beispiel wie mit einer Teilwahrheit, welche in seriösen Medien differenziert betrachtet wird damit der Leser es einordnen kann, eine Begründung für etwas stattfinden soll für welche andere Beweise schon widerlegt wurden.

Hab mir ein kurzes Video von dem Schiffmann angeschaut. Wenn ich das richtig verstehe versucht er immer noch den Vergleich mit einer Influenza aufrecht zu erhalten. Und das ist widerlegt.
 
 
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       #5.594  
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Die Ermittlung der Todesursache wird bei Covdi-19 erkrankten genau so ermittelt wie bei anderen möglichen Vorerkrankungen.
Das sehe ich anders. Ich halte das gar nicht für möglich.
Ich arbeite im Gesundheitsbereich und habe jetzt auf dem Papier auch die ersten Kontakte mit Covid 19.
Ich sehe die Menschen zwar nicht aber die Diagnosen.
Ich schildere das jetzt mal ganz emotionslos.
Das ist eine ältere Person. Die hat offiziell z.B: die koronare Herzkrankheit.
Tatsächlich hat sie aber noch 25 andere Diagnosen, die alle irgendwie zusammenhängen und manchmal auch nicht.
Sie hat zum Beispiel differse Vitaminmangel, sie hat Niereninsuffiezienz aufgrund des jahrelangen zu hohen Blutdruck. usw. usw.
Jetzt steckt diese sich mit Covid 19 an. Das Virus gibt dieser Person sozusagen den Rest. Genauso hätte ihr aber auch ein Grippevirus vielleicht den Rest gegeben.
Diese Person zählt als Covid 19 Toter. Etwas anderes macht keinen Sinn, weil der Virus ja sozusagen der Henker war. Aber auch ursächlich verantwortlich?
Wäre diese Person auch gestorben wenn sie nichts sonst gehabt hätte? Vielleicht, vielleicht nicht. Ein großer Punkt ist denke ich auch die fehlende Impfung. Wie viel mehr Tote würde es ohne Grippeimpfung geben.
Wären wir dann in Bereicht von Corona? Wie können wir also genau vergleichen, welches Virus jetzt gefährlicher ist. Dazu müssten wir ja auch wissen wie viele Tote die Grippeimpfung verhindert hat.

Die sogenannten seriösen Medien sehe ich teilweise kritisch. Die Nachrichten sind voll von allen jungen und gesunden Menschen die überall Sterben. Tatsächlich sind es aber eher sehr bedauerliche Einzelfälle, die es sicher auch bei einer z.B. Influenza gibt. Aus meiner Sicht verbreiten die Medien oftmals bewusst Panik, was umso mehr Leute dazu aufruft genau das andere Extrem zu bedienen. So ist es ja auch in anderen Bereichen.
Rechts und links. Schwarz und weiß. Hund oder Katze.... Ist vermutlich nur eine VT, aber wenn man genau hinschaut erkennt man Zusammenhänge zwischen eher rechts und eher links und der Position zum Thema Corona. :):)

Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung, dass die Wahrheit in der Mitte liegt und das vermutlich sogar ziemlich genau.
 
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       #5.595  
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Das sehe ich anders. Ich halte das gar nicht für möglich.
Ich arbeite im Gesundheitsbereich und habe jetzt auf dem Papier auch die ersten Kontakte mit Covid 19.
Ich sehe die Menschen zwar nicht aber die Diagnosen.
Ich schildere das jetzt mal ganz emotionslos.
Das ist eine ältere Person. Die hat offiziell z.B: die koronare Herzkrankheit.
Tatsächlich hat sie aber noch 25 andere Diagnosen, die alle irgendwie zusammenhängen und manchmal auch nicht.
Sie hat zum Beispiel differse Vitaminmangel, sie hat Niereninsuffiezienz aufgrund des jahrelangen zu hohen Blutdruck. usw. usw.
Jetzt steckt diese sich mit Covid 19 an. Das Virus gibt dieser Person sozusagen den Rest. Genauso hätte ihr aber auch ein Grippevirus vielleicht den Rest gegeben.
Diese Person zählt als Covid 19 Toter. Etwas anderes macht keinen Sinn, weil der Virus ja sozusagen der Henker war. Aber auch ursächlich verantwortlich?
Wäre diese Person auch gestorben wenn sie nichts sonst gehabt hätte? Vielleicht, vielleicht nicht.

Die sogenannten seriösen Medien sehe ich teilweise kritisch. Die Nachrichten sind voll von allen jungen und gesunden Menschen die überall Sterben. Tatsächlich sind es aber eher sehr bedauerliche Einzelfälle, die es sicher auch bei einer z.B. Influenza gibt. Aus meiner Sicht verbreiten die Medien oftmals bewusst Panik, was umso mehr Leute dazu aufruft genau das andere Extrem zu bedienen. So ist es ja auch in anderen Bereichen.
Rechts und links. Schwarz und weiß. Hund oder Katze....

Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung, dass die Wahrheit in der Mitte liegt und das vermutlich sogar ziemlich genau.
Das Spiegel Interview verstehe ich eigentlich auch so. Wenn es so kommt wie in deinem geschilderten Fall, dann wird als Todesursache Covid-19 festgehalten und wenn er an einer Grippe erkrankt war, dann Grippe. Oder es wird gesagt er ist gestorben an einer durch Grippe/Covid-19 ausgelösten Lungenentzündung.

Deiner Betrachtung der seriösen Medien möchte ich widersprechen. Es wird sehr genau geschaut wer z.B. in Italien stirbt, weil ja auch ein großes Interesse der Öffentlichkeit da ist, die sich fragt warum die Sterberate dort so hoch ist. Da wird klar gesagt, dass es alte Menschen sind und viele Menschen die sich in Krankenhäusern angesteckt haben, also vorbelastet waren.

Aber der entscheidende Punkt ist doch, dass es gegen die Influenza Impfungen gibt mit denen man Risikogruppen schützen kann und durch eine breite Impfung auch eine Herdenimmunität erzeugen könnte wenn man eine Überlastung des Gesundheitssystems befürchtet. Die ältere Person mit koronarer Herzkrankheit und 25 weiteren Diagnosen hätte also deutlich bessere Chancen zu überleben weil sie sich erst garnicht mit der Influenza ansteckt. Wenn du im Gesundheitsbereich arbeitest und mit Kranken zu tun hast, wirst du dich wahrscheinlich auch regelmäßig impfen lassen um diese Personen zu schützen.

Ich denke mal es ist ein sehr schmaler Grat zwischen Alarmismus auf der einen Seite und Verharmlosung auf der anderen Seite. Um diesen Grat besser zu definieren benötigen wir nach meiner Meinung verlässlichere Daten. Das zeigt für mich das Spiegel Interview.
 
 
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       #5.596  
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Aber der entscheidende Punkt ist doch, dass es gegen die Influenza Impfungen gibt mit denen man Risikogruppen schützen kann und durch eine breite Impfung auch eine Herdenimmunität erzeugen könnte wenn man eine Überlastung des Gesundheitssystems befürchtet. Die ältere Person mit koronarer Herzkrankheit und 25 weiteren Diagnosen hätte also deutlich bessere Chancen zu überleben weil sie sich erst garnicht mit der Influenza ansteckt. Wenn du im Gesundheitsbereich arbeitest und mit Kranken zu tun hast, wirst du dich wahrscheinlich auch regelmäßig impfen lassen um diese Personen zu schützen.
Das stimmt. Ich hatte das bei mir nachträglich noch eingefügt in den Post. Wollte nicht nochmal einen neuen extra aufmachen. Das Problem mit den Medien ist ein anderes. Es mag sicherlich seriöse Berichterstattung geben. Aber es gibt auch die reißerischen Schlagzeilen von den 14 jährigen kerngesunden Toten. Ich denke es ist klar was von der breiten Masse mehr konsumiert wird.
 
 
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       #5.597  
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ICH bin mal gespannt, ob die ganzen Einschränkungen wg.Corona in Deutschland zu/nach Ostern wirken und die Fallzahlen zurückgehen...?
Sonst hat dieses Szenario (Einschränkungen im Leben etc.) ja NICHT viel gebracht, oder?
ICH setzte alles auf die Zeit um Ostern (Eindämmung) und Ihr?

Na ja - und wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten die Bescherung...;-)
wenigstens was GUTES...55
 
 
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       #5.598  
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Finde ich auch. Ist das aber nicht auch das was viele hier schon vor Seiten geschrieben haben?
Evtl. Sehr hohe Dunkelziffer. Und diese Sache mit der tatsächlichen Todesursache. Virus oder Vorerkrankungen. Ich möchte jetzt nicht 200 Seiten nochmal durchlesen aber ich meine bei solchen Meinungen wurde man schnell in die VT /Aluhut Ecke gestellt. In diesem Sinne, bleibt gesund.

Dass das Beispiel übertrieben ist, wurde ja schon erwähnt.

Das mit der Todesursache ist doch in einigen Fällen nicht eindeutig zu klären, weil man die Aus- und Wechselwirkungen verschiedener Krankheiten kaum unterscheiden oder zurückverfolgen kann.
In vielen Fällen ist es ja eine Kettenreaktion, die z.B. durch Corona ausgelöst wird.

Vielleicht war die Person auf dem Dach wegen Corona kurzatmig und hatte einen erhöhten Puls / Blutdruck, woraus dann der Herzinfarkt resultierte.

Aber gut, irgendwie kann man es sich immer so hinbiegen, dass es für die eigene Argumentation passt :D
 
 
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       #5.599  
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Das stimmt. Ich hatte das bei mir nachträglich noch eingefügt in den Post. Wollte nicht nochmal einen neuen extra aufmachen. Das Problem mit den Medien ist ein anderes. Es mag sicherlich seriöse Berichterstattung geben. Aber es gibt auch die reißerischen Schlagzeilen von den 14 jährigen kerngesunden Toten. Ich denke es ist klar was von der breiten Masse mehr konsumiert wird.
Ich denke der Medienkonsum nimmt aktuell allgemein sehr zu. Jeder hat ja einen großen Wissenshunger. Ich finde die Öffentlich-Rechtlichen machen das aktuell ganz gut und solche Schlagzeilen wie du erwähnst werden vermieden. Zumindest kenne ich sie nicht. Die Quoten gehen auch nach oben.

Ich will da nicht das letzte Wort haben und ich glaube es ist wirklich davon abhängig welche Medien im eigenen Umfeld so kosnumiert werden. Kann durchaus sein, dass ich da auch in einer Blase lebe.




Übrigens fand ich die Quarks&Co Sondersendung gestern sehr gut. Die haben super erklärt:

 
 
 
 
       #5.600  
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Das ist eine ältere Person. Die hat offiziell z.B: die koronare Herzkrankheit.
Tatsächlich hat sie aber noch 25 andere Diagnosen
Wäre diese Person auch gestorben wenn sie nichts sonst gehabt hätte? Vielleicht, vielleicht nicht.
Ich möchte mich auch mal zu meinen persönlichen Erfahrungen in Bezug auf die angesprochene Gruppe der "älteren Menschen mit 25 Diagnosen" äußern. Meine Eltern sind beide über 80 und fallen in diese Gruppe, auch eine meiner Tanten, für die ich bis zu ihrem Tod die gesetzliche Betreuung übernommen habe. Viele Nachbarn, Tanten und Onkel sowie auch Eltern von Freunden sind ebenfalls um die 80 Jahre bzw. in diesem Alter verstorben.

Gezwungenermaßen habe ich mich schon sehr früh und sehr intensiv mit Themen rund um die Pflege älterer Menschen kümmern müssen. Dies hat sich bei Nachbarn, bei Freunden und Bekannten sowie in der Verwandtschaft rumgesprochen. So werde ich häufig angesprochen und um Rat gebeten, wenn es um Themen geht wie z.B. Leistungen der Pflegeversicherung, Einsatz von Pflegediensten oder osteuropäischen Pflegekräften, Vorsorgevollmacht, gesetzliche Betreuung, Erbschaftsabwicklung usw. Ich kann daher behaupten, dass ich eine vergleichsweise sehr hohe Anzahl von Einzelschiksalen von Personen um die 80, meistens inklusive Ihrer Krankheitsgeschichten und Diagnosen kenne.

Häufig wird hier der Eindruck erweckt, dass die meisten Menschen mit einer der hier zitierten "Vorerkrankungen" vermutlich sowieso oder kurze Zeit später ohnehin verstorben wären, diese also nur noch eine sehr kurze Lebenserwartung hätten. Dem ist aus meiner Sicht nicht so. Meine persönliche Erfahrung ist, dass fast alle Menschen mit zunehmenden Alter "multimorbid" werden, also an mehreren Krankheiten leiden. Bei einigen wenigen fängt das schon mit 60 Jahren an, bei vielen mit 70 und bei fast allen spätestens mit 80.

Diese Menschen leben trotz dieser Vorerkrankungen häufig noch sehr lange. Meine Mutter lebt beispielsweise schon über 20 Jahre und mein Vater über 10 Jahre mit mehreren der als Risikofaktoren genannten Vorerkrankungen. Die genannten Vorerkrankungen sind in den seltensten Fällen allein tödlich. Sie schwächen aber neben dem fortgeschrittenen Alter zusätzlich das Immunsystem, so dass die Betroffenen auch bei Krankheiten versterben, die Menschen mit einem guten Immunsystem problemlos verkraftet hätten.

Hierzu mal zwei Beispiele aus meinem persönlichen Umfeld:
  • Ein paar Häuser weiter wohnte ein 81 jähriger mit einer Herzvorerkrankung, der im letzten Sommer noch fast jeden Tag im Garten arbeitete und vom Eindruck her zusammen mit seiner Frau viel Lebensfreude ausgestrahlt hat. Nachdem ich ihn zwei, drei Wochen zuvor noch bei der Arbeit im Garten gesehen habe, ist dieser Mann an einem banalen grippalen Infekt erkrankt und kurz darauf an einer Lungenentzündung verstorben.

  • Meine Mutter war schon mehrfach lebensbedrohlich erkrankt, das erste mal vor über 25 Jahren. Wäre sie im Vorfeld oder während der betreffenden Krankenhausaufenthalte an Covid-19 erkrankt, hätte Ihr das sicherlich den Todesstoß versetzt. Auch bei Ihr hätte man im nachhinein nicht sagen können, ob sie an Covid-19 oder zum Beispiel an den nach einer Operation aufgetretenen Komplikationen verstorben wäre.
Auch wenn mir klar ist, dass das Beispiel mit dem Herzinfarkt, dem Sturz vom Hochhaus und dem Überrollen vom Panzer bewusst überzeichnet ist, finde ich es deplatziert, weil es von der Kernaussage her verharmlosend und schlicht irreführend ist.
 
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