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Diskussion Ehevertrag mit Thailänderin in Deutschland

        #1  
M

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Hallo Allerseits.
Wir möchten noch in diesem Jahr in Deutschland heiraten.
Vorher ist natürlich ein Ehevertrag notwendig.
1. Habt Ihr Erfahrungen mit Notaren in Berlin, bei denen Ihr so etwas gemacht habt und die Euch vorher geduldig und ausführlich beraten haben ?
Wenn ja, welchen Notar in Berlin könnt Ihr hierfür empfehlen ?
2. Klar gibt es die klassischen Dinge wie Gütertrennung, Ausschluß von Versorgungsausgleich und nachehelichen Unterhalt.
Wie habt Ihr Eure Verträge für den Scheidungsfall formuliert, um im Fall der Fälle so wenig wie möglich finanziellen Schaden zu erleiden ?
Ich will noch vor der Hochzeit nicht an Scheidung denken, bloß für den Fall der Fälle sollte man schon bestimmte Regelungen treffen,
um nicht zum emotionalen Schaden auch noch großen finanziellen Schaden zu erleiden.
 
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        #2  
M

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Hallo Moristo

Da ich auch eine Thailänderin geheiratet habe, habe ich mich mit dem Schweizer Recht befasst und bin zu folgendem Schluss gekommen;
- da ich keine Anteile an einer Firma zB als Selbstständiger zu schützen habe, verzichtete ich auf einen Ehevertrag.
- das vor der Hochzeit erworbene Vermögen bleibt sowieso bei mir bei einer Scheidung
- das gemeinsam Erarbeitete ab der Hochzeit wird geteilt, was ich richtig und sozial finde. Weshalb genau soll ich meine Frau von meinem Wohlstand ausschliessen? Was wir gemeinsam erarbeitet haben wird geteilt (ja, auch die berufliche Vorsorge von mir). Das nenne ich Ehe.

Zusammenfassend: Schütze Deine Firma wie Du es bei einer deutschen Frau tun würdest und teile alles wie Du es auch bei einer deutschen Frau tun würdest.
 
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        #3  
M

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Ich hatte das Glück nach 20 Jahren Ehe ohne Ehevertrag noch vor der Scheidung einen Ehevertrag zu machen.So musste ich nichts abtreten wie Rentenanwartschaften oder Unterhalt zahlen.Selbst der Anwalt war überrascht das es so durchgegangen ist weil doch alles sehr zum Nachteil der Frau war.Aber auf das in Thailand erworbene habe ich auch keinen Zugriff daher für mich nicht ungerecht.Muste nach dem Urteil noch ein Jahr lieb sein weil da noch Einspruch möglich war ,da wir nur einen Anwalt hatten.Nach dem Jahr erst mal frei nach Thailand zum entspannen.
 
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        #4  
M

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Grundsätzlich muss ja jeder für sich entscheiden, wie er mit einem Menschen umgehen will, den er - wohl nicht völlig ohne jede Zuneigung - heiraten will. Für mich persönlich wäre das keine Ehe, wenn ich von vornhinein nur darauf bedacht wäre wirklich jeden Cent zu retten, der möglich ist. Dann kann ich das auch bleiben lassen. Aber zum Glück ist da ja jeder Jeck anders.

Meine Anwältin, die mich damals bei den Formalien zur Heirat beraten hatte, wies im Übrigen darauf hin, dass solche Verträge schnell sittenwidrig sein können, wenn ein Partner vom anderen abhängig ist/wird und unter diesem "Druck" auf alles verzichtet wird, nur damit es zur Heirat kommt. Im Ergebnis hat man dann genau das erreicht, was man verhindern wollte: Nämlich das Ersetzen der sittenwidrigen Passagen durch die gesetzliche Regelung.

Viel Glück!
 
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        #5  
M

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Member hat gesagt:
ch hatte das Glück nach 20 Jahren Ehe ohne Ehevertrag noch vor der Scheidung einen Ehevertrag zu machen.
Und die Frau hat das unterschieben..
 
 
        #6  
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Member hat gesagt:
Muste nach dem Urteil noch ein Jahr lieb sein weil da noch Einspruch möglich war ,da wir nur einen Anwalt hatten.Nach dem Jahr erst mal frei nach Thailand zum entspannen.
Da hast du sie ja richtig reingelegt. Wenn sich deine Frau nach der Scheidung einen Anwalt genommen hätte, wöre dein Ehevertrag wahrscheinlich demontiert worden.
 
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        #7  
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@moristo12
Lässt Du Deiner bald-Ehefrau dann den in thai übersetzten Ehevertrag zukommen damit sie weiß/versteht was sie unterschreibt oder ist ihr deutsch (schon) so gut, dass sie ihn alleine durchlesen u. verstehen kann?
 
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        #8  
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Member hat gesagt:
@moristo12
Lässt Du Deiner bald-Ehefrau dann den in thai übersetzten Ehevertrag zukommen damit sie weiß/versteht was sie unterschreibt oder ist ihr deutsch (schon) so gut, dass sie ihn alleine durchlesen u. verstehen kann?

Korrekt!

Der Notar wird in diesem Fall übrigens auch auf einen vereidigten Dolmetscher bei der Beurkundung bestehen, da ein Vertrag mit einer Partei, die den Inhalt nicht versteht, rechtswidrig ist.
 
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        #9  
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Member hat gesagt:
da ein Vertrag mit einer Partei, die den Inhalt nicht versteht, rechtswidrig ist.
Genau. Und warum zum Teufel hat deine Frau so ein Wahnsinnsvertrag überhaupt unterschrieben. Hast du ihr die ewige Liebe vorgegaukel oder habt ihr sie gefoltert? :twisted:
Wie auch immer..unterste Schublade!
 
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        #10  
M

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Ein Ehevertrag ist nicht grundsätzlich dazu da, dass ein Partner benachteiligt wird.
Das dem TO zu unterstellen finde ich nicht fair.
Im Gegenteil:
Er kann vielmehr dazu dienen Dinge klar zu stellen und zu dokumentieren, was nach vielen Jahren schwierig nachzuweisen ist.
Damit kann eine Grundlage geschaffen werden, dass bei einer Trennung weniger Streitpotential vorhanden ist.
Gruß U62
 
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        #11  
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Member hat gesagt:
Ein Ehevertrag ist nicht grundsätzlich dazu da, dass ein Partner benachteiligt wird.
Das dem TO zu unterstellen finde ich nicht fair.
lesen und nachdenken..Dieser Ehevertrag hat das Ziel die Frau nach 20 Jahren Ehe zu bescheissen.

Member hat gesagt:
So musste ich nichts abtreten wie Rentenanwartschaften oder Unterhalt zahlen.Selbst der Anwalt war überrascht das es so durchgegangen ist weil doch alles sehr zum Nachteil der Frau war.
 
 
        #12  
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@gabbiano Lesen und verstehen... wie wahr. ;-)Ich sprach vom TO.
Gruß U62
 
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        #15  
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Ein Ehevertrag, welcher eine Partei einseitig stark benachteiligt hat im Fall des Falles wenig wert da er von den Gerichten als sittenwidrig eingestuft wird und damit nichtig ist.
Darauf wird auch jeder seriös arbeitende Notar beim ersten Gespräch hinweisen.
Wer heiratet, gleich welche Nationalität sollte sich darüber im klaren sein das der Partner/in welche/r finanziell schwächer ist im Fall der Trennung nicht mit leeren Händen gegen muss.
 
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