Bangkok Bangkok nach dem Tode des Königs – ein kurzes Stimmungsbild

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10.08.2015
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Würzburg
Zwei Stunden nachdem ich am Donnerstag, den 13.10., in Bangkok gelandet war, tauchte in den Medien die Nachricht vom Tode des beliebten Königs von Thailand auf.

Die Auswirkungen waren kurze Zeit später bereits zu spüren. Nicht nur, dass die Thais teilweise in Tränen ausbrachen, auch wurde kein Alkohol in manchen Kneipen mehr ausgeschenkt. Ich war in einem Irish Pub in der Nähe der Sukhumvit Road, als der Barbesitzer alle Gläser durch Pappbecher austauschen ließ und mitteilte, dass ab sofort kein Alkohol mehr ausgeschenkt werde.

Gottseidank betraf das nicht alle Gaststätten.

Allerdings hat der Tode doch schon erhebliche Auswirkungen auf den Touristen. So war ich mit W. aus der Schweiz unterwegs, der mir Bangkok zeigen wollte. Bei unserem nächtlichen Streifzug hatten alle!! einschlägigen Bars geschlossen, die er mir zeigen wollte. Der NANA-Komplex hatte komplett geschlossen. Nachdem wir durch zahlreiche Straßen auf der Suche nach interessanten Bars gelaufen waren, kristallisierte sich heraus, dass offenbar nur die wenigen Lokale, die von Ausländern geführt werden, geöffnet hatten. Nach meiner Beobachtung waren allerdings Speiselokale sowie Massagesalons davon nicht betroffen.

Es kursieren Gerüchte, wonach die Bars bis zu 6 Monaten geschlossen sein sollen. Doch das kann ich mir nicht vorstellen, da ja in dieser Zeit auch kein Geld verdient wird. Allerdings scheint bis zum 16.10. Vieles geschlossen zu haben.

In den Straßen werden zahlreiche riesige Bilder des Königs mit Trauerflor aufgestellt, zahlreiche Thais tragen Trauer und sind sichtbar betroffen. Rund um die Uhr wird von den Trauerfeiern berichtet, Straßen sind gesperrt …

Und was die Ladys anbelangt, so standen diese nun vor den betreffenden Bierbars, anstatt drinnen. Mein Eindruck war allerdings, dass auch sie vom Tode irgendwie betroffen waren. Großes Engagement zeigten sie nicht.

Im Gegensatz zu Patty stieß ich beim nächtlichen Streifzug auf zahlreiche, sehr hübsche, ebenholzfarbene Ladys, die mich fast in Versuchung geführt hätten, wären ihre Preisvorstellungen für ST aus meiner Sicht nicht übertrieben gewesen: 3000 THB aufwärts. Ich habe verzichtet.


Neben Bangkok werde ich in den nächsten 2 Monaten auch Hua Hin, Patty und Phuket besuchen, und über meine Erfahrungen berichten. Diesmal werde ich mich um noch größere Anonymisierung bemühen, nachdem in meinen letzten Berichten die beteiligten Personen leider identifiziert und mit meinen Erlebnissen mit ihnen in Patty konfrontiert wurden.

Mal sehen, welche unterhaltsamen Ereignisse ich diesmal mit 4 Freunden erlebe, die ich in Patty in 14 Tagen treffen werde.
 
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Bangkok – nach dem Tode des Königs 2


Die Auswirkungen des Todes sind bis in das Nachtleben hinein deutlich spürbar. Nachdem am Todestag die Nachricht bekannt wurde, wurde sofort der Alkoholausschank – zumindest in einigen Bars – eingestellt. Und dann kochte die Gerüchteküche hoch.

Nach zuverlässiger Information von der Chefin einer Bierbar in Pattaya gilt folgende Regelung: für 30 Tage keine laute Musik, kein Tanzen, keine Partys. Alkohol wird in Pattaya weiterhin ausgeschenkt.

In Bangkok sind die Regeln etwas strenger: gestern war Soi Cowboy und Nana Plaza komplett geschlossen bei massiver Polizeipräsenz.(War selbst vor Ort!!) Die umliegenden Bars verzichten auf den Ausschank von Alkohol oder verlegen ihn in die Innenräume, wenn sie nicht geschlossen haben.

Die Bierbars in der Soi 7 und Suhkumvit Road haben geöffnet und es wird auch, z. T. versteckt, Bier etc. ausgeschenkt. Da viele Bars geschlossen haben, trafen sich gestern Abend zahlreiche Farangs und entsprechend viele Ladys in der German Beerbar (in der Soi 7 glaube ich).

Auf der Suche nach Kundschaft wurden wir auch gleich intensiv unter Augenkontakt genommen und es dauerte nicht lange, dann standen einige nette Damen um uns herum und unterhielten uns. Bald kam man zur Sache und es wurde noch eine sehr angenehme, unterhaltsame, sportliche Nacht.

Da viel Bars geschlossen hatten, gestaltete sich die Suche nach einem Frühstück am Sonntag – zu gegebener maßen unchristlicher Zeit um 10:30! – etwas aufwendiger, doch wir wurden fündig. Frisch gestärkt und vom Regen begleitet machten wir uns – und Hunderte andere Touristen – im überfüllten Skytrain auf zum Chatuchak Weekend Market. Dass wir nicht wie in Tokyo in den Train hineingestopft wurden, fehlte gerade noch. Der Markt ist ein Muss für Besucher Bangkoks. Es fehlt die Zeit, alles zu schildern, was man dort kaufen kann, sogar Kampfhähne sind im Angebot.

Und wie geht es weiter mit Thailand nach den 30 Tagen? Da gibt es die Optimisten, sie sagen, dass alles ruhig bleiben wird und die Regierung alles im Griff hat. Und es gibt die Pessimisten, die nach der Ruhezeit von 30 Tagen Thailand im Chaos versinken sehen. Die Gespräche in den Beerbars sind entsprechend gegensätzlich.

Ich kann nur hoffen, dass in Thailand die Vernunft siegt und man nicht dieses in jeder Hinsicht tolle Land mit seinen freundlichen, aufgeschlossenen, hilfsbereiten Menschen im Chaos durch gegensätzliche Interessen (Gelb- und Rothemden) versinken lässt.

Mal sehen, was die nächsten 2 Monate bringen. Ich bin zufällig vor Ort und werde Wissenswertes berichten.
 
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Liebe TAF Mitglieder,
ich freue mich darüber, dass ihr meinem Bericht folgt und mir mit den Kommentaren helft, den richtigen Ton zu finden. Dass nicht jeder das liest, was er sich erhofft, liegt wohl in der Natur der Sache, doch bemühe ich mich um Objektivität und will dazu beitragen, das die Daheimgebliebenen und die bald Kommenden sich auf Thailand und die Situation einstellen können. Auf die Beschreibung der Weiblichkeit etc. verzichte ich weitgehend, da dies hier an anderer Stelle vom komptetnterer Seite bereits ausführlich gewürdigt wurde.
Fazit. Danke für die Kommentare und die Begleitung in diesem Threat
C.-P.
 
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Zur Info: Soi Cowboy und die anderen Bars in Bangkok haben geöffnet. Es ist allerdings nicht viel los und die Musik sehr gedämpft. In manchen Bars stehen noch die Stühle aufeinander. Offenbar normalisiert sich Thailand so langsam wieder. Allerdings sind 98 %, wenn nicht sogar heute alle Tais, in Schwarz und Weiß gekleidet, den traditionellen Trauerfarben. Die einzigen bunten Flecken auf der Straße heute stammten von Touristen. Tipp: Den Touristen wird geraten, gedeckte Kleidung zu tragen, um den Tod des Königs zu respektieren.
 
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