Philippinen Energiekrise auf den Philippinen: Wer ist aktuell dort und kennt die Situation?

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        #1  

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Wie Ihr womöglich gelesen habt, haben die Philippinen als Folge der faktischen Blockade der Straße von Hormus bereits am 24.03. als erstes Land weltweit den Energienotstand ausgerufen (Executive Order No. 110, 2026).

Sollten die Zahlen aus der englischsprachigen Wikipedia stimmen (2026 Philippine energy crisis - Wikipedia) bezogen die Philippinen vor der Krise ca. 98 % ihres Öls aus "Middle East" (Naher Osten im deutschen Sprachgebrauch). In anderen Worten: Wenn das länger so weitergeht, sind die richtig am Arsch (entschuldigt bitte die drastische Wortwahl, aber das ist dem Ausblick leider angemessen), zumal sie das Problem nicht einfach mal soeben eben mit Geld lösen können, wie wir es gottlob in Deutschland im Zuge des Ukrainekriegs bei der Gasversorgung konnten.

Laut meiner Freundin (die bei ihrer Schwester auf Luzon wohnt, aber die Nachrichtenlage nicht wirklich überblickt) hat das bislang, abgesehen von drastisch gestiegenen Spritpreisen (deutlich mehr als verdoppelt), noch keine dramatischen Auswirkungen auf den Alltag.

Wer von Euch ist vor Ort und kann zu den aktuell schon sichtbaren Auswirkungen etwas sagen?
 
Zuletzt bearbeitet:
        #2  

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Member hat gesagt:
Wie Ihr womöglich gelesen habt, haben die Philippinen als Folge der faktischen Blockade der Straße von Hormus bereits am 24.03. als erstes Land weltweit den Energienotstand ausgerufen (Executive Order No. 110, 2026).

Sollten die Zahlen aus der englischsprachigen Wikipedia stimmen (2026 Philippine energy crisis - Wikipedia) bezogen die Philippinen vor der Krise ca. 98 % ihres Öls aus "Middle East" (Naher Osten im deutschen Sprachgebrauch). In anderen Worten: Wenn das länger so weitergeht, sind die richtig am Arsch (entschuldigt bitte die drastische Wortwahl, aber das ist dem Ausblick leider angemessen), zumal sie das Problem nicht einfach mal soeben eben mit Geld lösen können, wie wir es gottlob in Deutschland im Zuge des Ukrainekriegs bei der Gasversorgung konnten.

Laut meiner Freundin (die bei ihrer Schwester auf Luzon wohnt, aber die Nachrichtenlage nicht wirklich überblickt) hat das bislang, abgesehen von drastisch gestiegenen Spritpreisen (deutlich mehr als verdoppelt), noch keine dramatischen Auswirkungen auf den Alltag.

Wer von Euch ist vor Ort und kann zu den aktuell schon sichtbaren Auswirkungen etwas sagen?
Ja, alle Preise sind gestiegen, teilweise erheblich. Die Fähren fahren nicht mehr planmäßig, was immer in den Phils planmäßig bedeutet. Sie warten nun bis die Fähre einigermaßen voll ist. Also für Reisen mehr Zeit einrechnen. Der Sinn des Energienotstand ist, dass der Präsident das Recht hat Maßnahmen einzuleiten, wie zum Beispiel Steuersenkungen. Weiterhin ist vor kurzen ein Schiff angekommen mit 700.000 Barrel. Die Phils haben nach meiner K eine Raffinerie. Weiterhin sind die Phils nun als nicht-feindliches Land eingestuft. Damit wird erwartet, dass die Lage sich etwas entspannen wird. Die Preiseerhöhungen für Bus und Taxi wurden abgelehnt. Wie ich selbst feststellen konnte fahren sie noch immer zum gleichen Preis.
Also alles zusammen, Ja ws ist teurer geworden, aber hat wenig Auswirkungen auf das Leben.
 
        #3  

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@juergen1 Danke für die Einordnung. Ich habe auch gelesen, dass der Iran den Philippinen am 02.04. in einem Telefonat der Außenminister eine freie Passage der Straße von Hormus zugesichert hat. Inwieweit das (inmitten der fortgesetzten Kampfhandlungen) praktikabel sein wird, muss man sehen.

Ich fliege Mitte des Monats wieder runter und bereite mich schon einmal darauf vor, dass der Flughafentransfer (hin und zurück) spannend werden könnte.
 
        #4  

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Bin vor Ort. Merke noch Nix. Außer halt das die Preise gestiegen sind. Fähren, Flüge und an der Tanke. Meine Flüge Inland und International wurden bisher nicht gecancelt. Ich hoffe auch das bleibt so. Obwohl es nicht schlecht ist möchte ich hier nicht festhängen. :)
 
        #5  

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Member hat gesagt:
[...] Obwohl es nicht schlecht ist möchte ich hier nicht festhängen. :)

Das ist genau auch meine Sorge. Ich muss beruflich bedingt (und natürlich auch, weil ich meine Kinder sehen will) wieder pünktlich zurück in Deutschland sein.
 
        #6  

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Wie schon geschrieben haben die Philippinen "nur" ein Preisproblem und keine Versorgungslücke. Es wurde schnell reagiert. Zu der Raffinerie nach Batangas fahren jetzt Russische Tanker. Jetzt gibt es auch den Deal mit Iran wo laut Gemini die Nacht schon ein paar Tanker die Straße von Hormus passiert haben.
Cebu Pazifik und Philippines Airlines haben bestätigt das sie noch Kerosin bis Mitte Juni haben. Es werden nur schlecht ausgelastete Inlandsflüge zusammengelegt oder storniert.
So lange man ne zuverlässige Langstreckenverbindung nach Europa hat würde ich mir keine Sorgen machen.
Man muss halt damit rechnen das alles ein wenig teurer ist, neben Transport auch so Sachen wie Seafood.
 
        #7  

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@Simson Habe das anhand der Quellenlage nachvollzogen, das stimmt. Für die Menschen dort bleibt es zwar immer noch eine bescheidene Situation, eine Verdopplung der Spritpreise und mehr können die sich schlicht nicht leisten. Aber immerhin bleibt die Situation für meine Holde und mich beherrschbar, das ist für mich die Hauptsache.
 
        #8  

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Ich sehe derzeit einen Rückgang des nationalen als auch internationalen Tourismus, ein klarer Käufermarkt. Das führt dazu, dass viele Restaurante und Hotels die Preise stabil gelassen haben und nicht wie erwartet erhöht haben. Zusätzlich kommt der schwache Peso uns entgegen.
Die 4 Tagewoche für die LGU kann man auch als Vorteil sehen. An dem Tag machen sie keinen Blödsinn und können kein Extramoney einfahren:-)
 
        #9  

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Direkte Auswirkung ist es daß mittlerweile Jeepneys und Busse nur noch sehr ausgedünnt agieren (grad für die Jeepney Fahrer ists eine katastrophale Situation!). Für uns guter Nebeneffekt ist der sehr zurück gegangene Verkehr!
 
        #10  

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Wir planen im September zum 90.sten Geburtstag meiner Schwiegermutter zu fliegen. Von der Familie haben wir noch nichts über größere Einschränkungen gehört bisher, aber ich bin mir ebenfalls noch nicht ganz sicher, ob wir überhaupt fliegen sollten. Die Kerosinlager in Europa könnten in den nächsten Monaten wohl auch recht knapp werden, so dass ich wohl erstmal die weitere Lage im Iran beobachten werde, bevor wir letztendlich buchen.
 
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