Thailand Homeoffice von Thailand aus

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        #21  

Member

Member hat gesagt:
Nochmal:
Die Steuer wird Dein geringstes Problem sein. Du wirst Deinen Wohnsitz in D ja wahrscheinlich nicht aufgeben, oder?
Das mit dem Steuerparadies halte ich für Quatsch, es sei denn, Du bist selbstständig. Wenn Du Deinen Wohnsitz in D beibehältst, führt Dein Arbeitgeber weiter Deine Einkommenssteuer direkt ab.

Wenn Du Deinen Wohnsitz aufgibst, bist Du nur eine Erschwernis für ihre eingefahrenen Prozesse, das werden sie bestimmt mögen ...
Da kommen dann aber noch ganz andere Fragen, wie Rentenversicherung, Krankenversicherung hoch. Zusätzlich dazu die entsprechenden Abkommen zu Steuern und Sozialabgaben, die Deutschland mit anderen Staaten abgeschlossen hat.
Wenn du dich nicht abmeldest aber mehr als die Hälfte der Zeit in Thailand lebst ist das aber Einkommensteuerbetrug und ich glaube da würde der thailändische Staat schnell dahinter kommen. Ich kenne jemanden der lebt wirklich jeweils 3 Monate (+1 Tag) in D und 3 Monate in Thailand, auch um den Vorteil der deutschen KV nicht zu verlieren.
 
        #22  

Member

Meine Empfehlung wäre das erst für einen Monat auszuprobieren.

Noch vor der steuerlichen Frage muss jeder für sich klären, ob es auch von der Disziplin her passt.

Ich war mal 1 Monat auf den Kanaren um von dort zu arbeiten. Am Ende hab ich viele Stunden mit Strand, ausgehen und Spanisch lernen verbracht, und 2 Stunden an meinem Projekt gearbeitet. Nicht am Tag, im ganzen Monat.

In Thailand ist es mMn nicht einfacher, weil die Hitze es faktisch unmöglich macht, längere Zeit draußen zu arbeiten. Was aber das schönste ist, das man machen kann. Warum in irgendwelchen tristen Büros hocken, wenn man nicht mal Kollegen hat? Schrecklich mMn.

Coworking Spaces können da sehr helfen. In Bangkok gibt es gute, Chiang Mai ist wie schon erwähnt die Hochburg der digitalen Nomaden. War auch dort zum arbeiten, hat mir aber nicht gefallen.

Richtig funktioniert hat das für mich nur auf Ko Lanta, dort ist einer der besten Coworking Spaces der Welt. Eignet sich natürlich nicht für lange Zeit, auf der Insel ist fast nix los.

Aber ein Monat dort hat den vorteil, dass man mit erfahrenen Digital Nomads in Kontakt kommt. Vom Frerlancer bis zu ganzen Abteilungen europäischer Firmen trifft man dort alles. Was die rechtliche und steuerliche Behandlung durch Thailand angeht sind die Betreiber bestens informiert. So lohnt ein Probemonat umso mehr.

Last but not least sind die Leute in Coworking Spaces keine P6 Touristen. Wer probleme damit hat, dass die anderen Nutzer damit nix anfangen können oder verurteilen ist dort natürlich falsch aufgehoben.
 
        #23  

Member

Danke an alle, hier waren doch jetzt schon sehr viele für mich neue und interessante Infos dabei.
Coworking Spaces kommen für mich nicht in Frage, da ich mit sehr sensiblen Daten arbeite. Mit Laptop arbeiten geht auch nicht wirklich gut.
Ich stelle es mir so vor eine eigene Bude zu haben. Mit PC und zwei großen Bildschirmen. Genau das mache ich jetzt gerade zu Hause und es gefällt mir richtig gut.
Ich schaffe viel mehr und bin nicht so abgelenkt. Kontakt mit den Kollegen habe ich trotzdem via Skype wenn nötig und manchmal auch wenn unnötig.
Mein Wunsch/Traum wäre es, genau das gleiche irgendwo im Warmen zu haben. Diesen Wunsch teilen gerade hier wahr. viele mit mir. :)
P.S. Hatte es vor ein paar Jahren schon mal mit Online Poker nebenbei probiert, bin aber leider nie über den Hartz 4 Satz rausgekommen, trotz 40 Stunden woche. :)
 
        #24  

Member

Wenn du nicht zwingend in Thailand leben willst, sondern auch noch andere Länder in Frage kommen, brauchst du vielleicht auch nur eine 3-Staaten Lösung. Oder eine 4-Staaten-Lösung. Wenn du z.B. 2mal im Jahr 2 Monate in Thailand bist (Tourivisum), 2mal im Jahr 4 Wochen auf den Philippinen (ist von Thailand aus ja weder weit noch teuer) und vielleicht noch 4 oder 8 Wochen in Brasilien, dann dürfte Deutschland ja wohl trotzdem weiter dein Lebensmittelpunkt sein...
Natürlich sollte man sich dann vorher noch beim Anwalt oder ähnliches rückversichern.

Gewöhnlicher Aufenthalt / 183-Tage-Regel
Noch immer wird angenommen, dass die sogenannte „183-Tage-Regel“ entscheidend dabei ist, wenn es darum geht, Ihren Lebensmittelpunkt zu bestimmen.
Freilich ist dies nicht der Fall. Sie können lediglich 100%ig sicher sein, dass Sie in einem Land unbeschränkt steuerpflichtig sind, wenn Sie sich dort an 183 oder mehr Tagen eines Jahres aufhalten.
Auf keinen Fall ist die Regel so zu verstehen, dass Sie in einem Staat nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind, wenn Sie sich dort weniger als 183 Tage aufhalten.

Quelle
 
        #25  

Member

Member hat gesagt:
Wenn du dich nicht abmeldest aber mehr als die Hälfte der Zeit in Thailand lebst ist das aber Einkommensteuerbetrug und ich glaube da würde der thailändische Staat schnell dahinter kommen. Ich kenne jemanden der lebt wirklich jeweils 3 Monate (+1 Tag) in D und 3 Monate in Thailand, auch um den Vorteil der deutschen KV nicht zu verlieren.
Ist es nicht. Dann müsste ja jeder Pensionär in TH, dessen Bezüge einkommensteuerpflichtig sind, auch Steuerbetrüger sein.

Wie gesagt, das Thema Steuern und Sozialversicherungen muss landesweise geprüft werden.
Im Falle von Thailand gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen.
Ich nehme auch an, wenn er so jung ist, kein Workpermit hat, dass er nur mit einem Touristenvisum hier hereinkommt. Das heißt, er ist nicht in Thailand “ansässig”, sondern in Deutschland. Das DBA zieht gleichzeitig nach sich, dass die Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit nur dort versteuert werden, wo die Person ansässig ist.
 
        #26  

Member

Member hat gesagt:
Last but not least sind die Leute in Coworking Spaces keine P6 Touristen
Stimmt - keine P6 -Touristen. :D
Aber - einige sind P6 Digital Nomads ... kenne da so ein paar :coool:
 
        #27  

Member

Member hat gesagt:
Ist es nicht. Dann müsste ja jeder Pensionär in TH, dessen Bezüge einkommensteuerpflichtig sind, auch Steuerbetrüger sein.

Wie gesagt, das Thema Steuern und Sozialversicherungen muss landesweise geprüft werden.
Im Falle von Thailand gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen.
Ich nehme auch an, wenn er so jung ist, kein Workpermit hat, dass er nur mit einem Touristenvisum hier hereinkommt. Das heißt, er ist nicht in Thailand “ansässig”, sondern in Deutschland. Das DBA zieht gleichzeitig nach sich, dass die Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit nur dort versteuert werden, wo die Person ansässig ist.
Rentner benötigen meines Wissens nach ein Rentenvisum. Das ist etwas anderes als ein Touri Visum
 
        #28  

Member

Ca 10 Jahre alte Information, ich habe das damals so verstanden und erklärt bekommen: ein Touristenvisa berechtigt nicht, im Land zu arbeiten, unabhängig davon, ob die Arbeit in Thailand für Thailand oder eben in Thailand fürs Ausland geschieht. Die Wertschöpfung geschieht auch im "Home Office" in Thailand, das heißt man benötigt zwingend ein Work Permit. Wenn man trotzdem als Tourist arbeitet, erübrigt sich auch die Steuerfrage; auf illegal erworbenen Einkommen bezahlt man in der Regel keine Steuern. Deshalb habe ich ganz normal Zuhause versteuert und nicht in Thailand.

Wie gesagt ist das alte Information, man liest auch, dass digitale Arbeit trotz Touristenvisa kein Problem sei. Wenn ich wieder einmal die Möglichkeit zu 6 Monaten Home Office bekomme, würde ich es wieder gleich machen: Ich habe mich damals physisch wie auch online (FB, LinkedIn, etc) unauffällig verhalten, in der Hoffnung, dass "wo kein Kläger da kein Richter.
 
        #29  

Member

Es bedarf da eigentlich keiner großen Diskussion.
Jegliche Arbeit in Thailand ohne Work Permit ist illegal.
Steht auch bei jedem Visa

Ob es viele machen und nicht erwischt werden steht auf einem anderen Blatt ändert aber letztendlich nichts am illegalen Status.

Und ob jemand jetzt deswegen auf die Black List möchte falls erwischt hängt wohl eher von den persönlichen Präferenzen des einzelnen ab.

Junge Digital Nomaden werden sich da nicht groß drum scheren. Gibt ja noch andere Länder.
Andere mit Bezug zu Thailand wohl eher.
 
        #30  

Member

Ok, dass es illegal ist ist angekommen. Kann ich auch nachvollziehen. Man könnte jetzt noch fragen wie illegal. :)
Eher so wie Prostitution und besoffen Moped fahren oder eher so wie Drogen nehmen? Vermutlich irgendwas dazwischen wenn man auf der Blacklist landen kann.

In meiner Vorstellung würde ich es wohl trotzdem gerne ausprobieren, aber nach den Infos in dem Thread wohl in einem Rahmen der nicht auffällt. Vielleicht einfach nur ein paar Monate den Winter über.
Die Arbeit passiert hinter verschlossenen Türen und ich rede nicht darüber. Ich könnte mir aktuell nicht vorstellen wie das jemand nachweisen sollte in Thailand.

Ich bin da hin und her gerissen. Klar mache ich nicht gerne Sachen die unerlaubt sind. Auf der anderen Seite würde ich defakto niemanden damit schaden. Naja gut, Deutschland vielleicht durch meinen fehlenden Konsum.
Darüber hinaus möchte ich das bestmögliche aus meinem Leben rausholen, was für mich bedeutet Strand, Wärme, gutes Essen und ab und zu eine junge Frau. Egal wie ich es drehe und wende, auf mehr als 30 Tage + WE und FT im Jahr komme
ich nicht. Daher wäre meine Hemmschwelle für homeoffice in Thailand wohl recht niedrig.
 
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