ortsunabhängig Arbeiten

Sozialversicherung und Steuern müssen normalerweise im Land bezahlt werden. Das bedeutet Mehraufwand und evtl. direkte Mehrkosten.
Das wird zumindest als AN zu 99% der Fall sein. Für den AG ist das nicht nur mit Mehraufwand sondern auch mit Kosten verbunden, denn er ist es der das Ganze abwickeln wird / muss.
Selbst wenn die Sozialversicherungen im Drittland günstiger sein sollten bedeutet es dennoch Mehraufwand und dadurch mehr kosten.
Letzten Endes hängt es davon ab wie wertvoll ihr für euren AG seit. Für einen leicht ersetzbaren Job wird das kein AG machen.
Naja das sollte ja eigentlich klar sein dass nicht jeder entsendet wird. In der Praxis gilt das wohl eher für hochqualifizierte (Führungs) Kräfte. Oder eben wie du sagst IT Kräfte auf freelance Basis.
Klar wird man auch als "Normalo" mal auf Reise geschickt, z.B. auf Montage. Aber das ist, wie du korrekt sagtest, als Dienstreise zu verbuchen. Denn nach wie vor findet sowohl Besteuerung als auch Sozialversicherung im Heimatland statt! Hat mit ortsunabhängigem Arbeiten also nicht wirklich viel gemeinsam...

Ich hatte mehrere dieser "Reisen" während meiner Zeit als AN "gewonnen"... So versuchten sie es jedenfalls immer zu verkaufen.
"Herzlichen Glückwunsch Herr XY, sie haben eine Auslandsreise gewonnen!! Für Sie gehts in 4 Tagen nach China, toll oder? Fahren sie nach Hause und packen Sie! Projektierte Zeit 6 Wochen, dann schauen wir mal."

Letztendlich hockst da dann bis zu nem Jahr im Nirgendwo...

Paar mal mitgemacht, da tuen sich Abgründe auf. Sowohl im Vertrauen und auch Verhältnis zum AG, als auch unter den Kollegen. Scheidungsrate bei über 90%, Großteil der Monteure hat nen massives Alkoholproblem, kein Wunder. Denn es wird geknüppelt bis zum geht nicht mehr, mind. 15h / Tag, weil Projekt pressiert ja. Feierabend im Nirgendwo unter Kollegen, kann sich ja jeder selber ausrechnen.
Der ach so hoch gelobte deutsche Maschinenbau! Die Realität, insbesondere auf Auslandsmontagen sieht allerdings komplett anders aus.
Wir hatten da nicht selten 300-400h / Monat aufm Zettel. Und das wird auch bezahlt, Einkommen ist gut.
Aber zu welchem Preis?
Legal ist das auch nicht nach Arbeitsrecht, aber die Firmen drehen das verlässlich ins legale... Hauptsache das Werk wird termingerecht hingestellt!

Aber : letztendlich sind es Dienstreisen.

Nach solchen Erfahrungen würde ich ortsunabhängig nur noch auf eigene Kappe arbeiten und tue es auch.
 
Das wird zumindest als AN zu 99% der Fall sein. Für den AG ist das nicht nur mit Mehraufwand sondern auch mit Kosten verbunden, denn er ist es der das Ganze abwickeln wird / muss.
Selbst wenn die Sozialversicherungen im Drittland günstiger sein sollten bedeutet es dennoch Mehraufwand und dadurch mehr kosten.

Also, normal wird so etwas geplant und fällt nicht vom Himmel. Bei mir wäre damals auch die Kosten für Frau und Kind übernommen worden, wenn man sie hat und die mitumziehen müssen. Und ich war so gestellt, dass ich keine Nachteile hier habe Expatzeit war eine sehr coole Zeit sowohl von Job als auch von Leben eher. Man sammelt Erfahrung und verdient gut. Alle in die Spesen. Hatte mir damals den Globalist erschlafen and den Emerald bei One-World erflogen…
 
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