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Leben auf den Philippinen - wie ergeht es Euch

Dieses Thema im Forum "Angeles- und Philippinenforum" wurde erstellt von evensteven, 09.12.2012.

Beobachter:
Dieser Thread wird von 3 Benutzern beobachtet..
  1. evensteven

    evensteven Member

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    Der Thread richtet sich vor allem an alle, die schon länger auf den Philippinen gelebt haben.

    Ich lebe und arbeite seit vielen Jahren in Thailand, und, so schöne Seiten das Land auch zu bieten hat, manchmal hat man es als Falang nicht leicht hier.
    Ich muss nur 10 km fahren, schon habe ich Menschen um mich, die mich nicht als Nachbar sondern als wandernde Brieftasche ansehen. Falang= her mit der Kohle!
    Integration ist eher ein Fremdwort in Thailand. Obwohl ich ein ganz passables Thai spreche werde ich nach all den Jahren als Aussenseiter behandelt.
    Man kann sich noch so sehr bemühen....die Momente, in denen die Thais lächeln mit dem Gedanken: "Du bist Falang, Du verstehst das eh nicht", nerven auf Dauer.

    Wie erlebt Ihr das als Longtermer auf den Philippinen? Wie sehr fühlt Ihr Euch integriert? Wie sehr respektiert?

    Ich habe bisher erst einen Urlaub dort verbracht und würde mich über Einschätzungen/Meinungen von Alteingesessenen freuen.
     
  2. Lochschwager

    Lochschwager Experte

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    Ich habe zwar keine dauerhaften Erfahrungen, würde mich allerdings freuen, wenn Du uns selbst über Dich einen tieferen Einblick gibst. Mich würde schon genauer interessieren, wie das Dauerleben bei DIR in Thailand so war/ist
     
  3. harry771

    harry771 Junior Experte

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    Ich schließe mich der Bitte von Lochschwager an, das wäre klasse, mehr darüber zu erfahren. Und es gibt im TAF ja mehrere, die längere Zeit in SOA leben bzw. gelebt haben, so daß sich daraus ein interessanter Thread bilden kann. Ein Thread, wo es nicht nur darum geht, ob ST nun 50 Bath mehr oder weniger kostet :yes:
     
  4. evensteven

    evensteven Member

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    Na, dann leg ich mal los:

    Thailand ist eigentlich grossartig!!
    Ich habe schon in diversen Ländern einige Jahre gelebt, und nirgends habe ich meine Lebensqualität so hoch empfunden wie in Thailand:
    Das Essen ist grossartig, das Land wunderschön. Alles ist erhältlich: Es gibt ruhige, einsame Strände, shopping malls, parties, nette bars mit live Musik, wunderschöne Natur und einfach nur Vielfalt. Man trifft überall lächelnde Menschen und hat eigentlich alle Freiheiten, die man sich wünschen kann.
    Mit der Zeit stellt sich allerdings das Gefühl ein, dass die persönlichen Freiheiten vor allem deshalb so fast grenzenlos gefühlt sind, weil Du den Thais am A.... vorbei gehst.
    Ich kenne einige Westler, die teilweise seit 20 oder 30 Jahren hier leben. Auf die Frage; "Hast Du auch thailändische Freunde?" lautet die Antwort eigentlich immer nach dem Motto: "Gute Bekannte habe ich schon, allerdings weiss ich nicht, ob ich denen auch in Notzeiten vertrauen könnte"
    Das empfinde ich auch so und das ist unerfüllend.
    Bekannte ohne volles Vertrauen ineinander sind eben keine Freunde. Und wenn ich Europäer brauche, um einen echten Freundeskreis aufzubauen, könnte ich ja auch gleich in Europa leben.

    Gerade den Austausch zwischen verschiedenen Nationalitäten/Mentalitäten finde ich besonders reizvoll und spannend und habe diesen in Ländern, in denen ich sogar nur ein oder zwei Jahre verbracht habe, viel intensiver erlebt.

    Ich finde lächelnde Menschen toll! Weniger wertvoll fühlt sich das Lächeln an, wenn Du eigentlich gar nicht weisst, was hinter der Fassade abläuft.

    Nun ist ein ein Stammpfeiler der thailändischen Gesellschaft, dass man niemals "sein Gesicht verlieren" sollte.
    Lächeln hat also Konzept.
    Und ich möchte mir nicht anmaßen, die thailändische Mentalität als falsch zu bezeichnen, nur weil sie uns als Europäer so fremd ist.
    Die Gesellschaft funktioniert ja hier genau auf der Basis dieses "oberflächlichen" Miteinanders.

    Aber genau die empfinde ich als falsch und bin mehr und mehr auf der Suche nach neuen Orten und Herausforderungen.
    Auf den Philippinen hatte ich während meines (leider eher kurzem) Urlaubs das Gefühl, dass die Menschen dort eher wie wir Europäer "ticken". Oder anders: Wenn mich jemand anlächelte, dann fühlte sich das Lächeln echt an.

    Ist das ein Land, in dem das Leben lohnt?
     
  5. Kanario

    Kanario Senior Experte

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    Hallo Evensteven

    Das mit den Phills ist doch ganz normal.
    Du solltest allein beim Blick in die Geschichtsbücher eine Antwort darauf finden.

    Thailand war seit Menschengedenken immer selbstständig und hat seine Tradition und seinen Lebensstiel nie verändert.
    Das gilt eigentlich für Alles, insbesondere auch der Religion.

    Die Phillipinen, ursprünglich im 16. Jahrhundert muslimisch wurden durch die Besetzung Spaniens dann zu Katholiken umerzogen.
    Die Spanische Herrschaft dauerte bis sage und schreibe 1898 und wurde dann durch die USA ersetzt.
    Diese Besetzung dauerte dann auch bis 1943.
    Dann 3 Jahre Schreckensherrschaft durch die Japaner.
    Erst seit 1946 sind die Phils unabhängig.

    Dieses Land ist also nicht nur Christlich, sondern auch über fast 5 Jahrhunderte Eurorpäisch geprägt.
    Denn auch die Amerikaner sind ja eigentlich, zumindest zur damaligen Zeit, zu über 95% ausgewanderte Europäer gewesen.

    Dieses Land ist also in keinster Weise mit Thailand zu vergleichen.
    Noch nicht mal zu Einem Prozent.

    Das Leben dort wird mit Sicherheit einfacher sein, als in Thailand.
    Und das sage ich ohne bisher dort gewesen zu sein.
    ( Im März isses endlich so weit)

    Mein bester Schulfreund wohnt dort seit vielen Jahren und bei jeder Skype Runde die wir tätigen
    rät Er mir so schnell wie möglich dort runter zu kommen.

    Mit 1000 € im Monat wäre man dort der König.
    Die Menschen wären lieb,nett und sehr "Spanisch" eingestellt von der Mentalität her.
    Er kann das gut erklären, denn Er hat vorher 12 Jahre in Spanien gelebt.

    Anscheinend hat die lange Kolonialzeit durch die Spanier auch nach über 100 Jahren fast Nichts an
    der Einstellung der Menschen auf den Phills verändert.

    Naja, ich werde mir bald ein Bild davon machen können, denn auch ich bin halber Spanier.( Zumindest was die Zeit meiner Aufenthalte dort betrifft)
     
  6. Santos

    Santos Der Fotograf

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    Das könnte hier ein sehr interessanter Thread werden.

    Ich war allerdings auch nur als Urlauber auf den Phils. Es herrscht zwar dort auch die südostasiatische Mentalität, aber durch die spanische Herrschaft und das Christentum, sollte es näher an unserer Mentalität als Thailand liegen.

    Ich habe dort einige Personen kennen gelernt, die mir gesagt haben, wenn ich ein Problem haben sollte, kann ich mich jederzeit an sie wenden. Bisher hatte ich noch keines. Aber zu 100 % würde ich denen in einer kritischen Situation auch nicht vertrauen
     
  7. Blackjack

    Blackjack Junior Experte

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    Genau aus diesem Grund werden wir Farangs dort immer Aussenseiter bleiben.
    Weil Farang und Thai so sind wie Tag und Nacht. Wir sind uns fremd.
    Ohne sehr gute Kentnisse der Sprache und Schrift, Kultur, Religion, Gschichte, Königshaus, gesellschaftliche Abläufe, etc. wirst Du dort nie Freunde finden und vollständig integriert werden.

    PS: In den Kreisen wo sich so der normale Spassturist oder auch Auswanderer bewegt (Pattaya, Patong, Chaweng, etc.) möchte Ich auch keine thailändischen "Freunde" finden......
     
  8. frank69

    frank69 Womanizer

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    Die kennen dich ja auch nicht...oder? :mrgreen:
    Ein Farang ist ein Farang...und ein Thai ist ein Thai...was ist denn da so kompliziert?

    Eine Thai die perfekt Englisch spricht...sich die Haare blondiert und blaue Kontaktlinsen trägt ist DIE deswegen ein Farang? :hehe:
    Meiner Frau sieht man(n) auch nicht an das sie "Österreicherin" ist :lach:
    Sie ist geborene Thai mit Österr. Staatsbürgerschaft...

    10km weiter kennt sie auch niemand und denkt vielleicht ist sie Ausländerin bzw. eine japanische Touristin :mrgreen:
    Aussehen und kulturelle Unterschiede verschwinden ja nicht automatisch mit der Einbürgerung (das ist ja nur ein Papierl).

    Also ich sehe da überhaupt kein Problem...

    sawasdee frank69
     
  9. evensteven

    evensteven Member

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    Wie lange hast Du denn in Thailand selbst gelebt, bevor Du Deine Frau mit nach Österreich nahmst?
    Ich glaube, Du verstehst nicht, welche Ausgrenzung wir Falangs hier in Thailand teilweise erfahren.

    Zahlt Deine Frau auf dem Markt in Österreich auch 30% mehr weil sie Thai und eben nicht Falang ist?
    Geht sie in Restaurants wo der Preis eines Gerichts auf Anfrage "plötzlich gestiegen" ist, obwohl er in Landessprache klar und deutlich an der Wand steht?
    Nun ist sie ja Österreicherin, musste sie vorher trotz Arbeitsgenehmigung, zahlen der Steuerabgaben, Sozialversicherung etc. alle drei Monate das Land verlassen?

    Danke, hätte ich jetzt gar nicht gedacht:tx:
    Und die Thais geben sich wirklich Mühe, uns das täglich spüren zu lassen.
    Nicht, dass wir "anders" sind, sondern dass sie uns eigentlich am liebsten nicht in ihrem Land hätten.


    Das hier dann auch noch Mentalitäten aufeinander prallen ist doch ganz klar. Und eben die Tatsache, dass Thailand nie kolonialisiert wurde, also nie europäischen Einflüssen unterlag, macht den Unterschied ja so gewaltig.
    Hinzu kommen dann noch die lokalen Denkweisen.

    Ich wohne z.B. in Süd-Thailand.
    Selbst ein Zentral- oder Nordthai sagt über die Menschen aus dem Süden:
    Mögen sie Dich, hast Du einen Freund für immer. Ärgerst Du sie, hassen Sie Dich bis an Dein Lebensende.


    Meine Frage war ja nicht: "Warum sind die Thais anders als wir", sondern zielte eher darauf ab, Langzeiterfahrungen von Menschen zu hören, die auf den Philippinen leben.
    Denn auch die Tatsache, dass dort schon seit Urzeiten westliche Einflüsse das Denken der Menschen beeinflusst haben, heißt noch lange nicht, dass man als Westler dort auch respektiert wird.

    Wie stolz sind die Menschen dort? Wie sehr an echten und ernsthaften Kontakten zu Westlern interessiert.
    Wieviel Zeit verbringt ihr mit Einheimischen? (und ich meine jetzt nicht die Barmädels)
    Wieviele echte Freunde habt Ihr unter den Einheimischen?
    Und könnt Ihr Euren einheimischen Freunden auch wirklich vertrauen?

    Wieviele Falangs hier in Thailand schon auf Freundschaften und sogar Ehen hereingefallen sind, die plötzlich wertlos waren weil der/die Thai plötzlich eine Gelegenheit sah, sich einen Vorteil (meist finanziell) zu verschaffen, wäre wohl eher Thema eines anderen Threads...
     
  10. TenBaseT

    TenBaseT Senior Member

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    Wenn du in einer Strohhütte genügsam lebst, mag das stimmen. Mal einige Rchenbespiele

    Für 1000 Euro bekommst du 20 bis 50 Barfines. Die billigen Ladies von der Straße lass ich mal außen vor.
    Für 1000 Euro bekommst du 200 bis 500 Ladydrinks, oder aber auch ca. 1000 Bier. Ist dein Geschmack für deine Getränke etwas ausgefallener (Importware), dann steigen die Preise drastisch
    Eine Wohnung kostet ab 200 Euro im Monat plus Wasser und Strom. Gerade der Strom kann ins unermessliche steige, wenn du die Aircon falsch nutzt. Aber 50 Euro musst du veranschlagen.
    Und wenn du nicht immer waschen und putzen willst, brauchst du eine Maid, zumindest Tageweise. Kostet dich ab 60 Euro
    Kochen willst du auch nicht immer. Ab 5 Euro pro Mahlzeit bist du dabei. In einem Guten Restaurant sind das aber auch schnell mal 15 bis 20 Euro. Aber wer mag immer alleine essen gehen?
    Wenn du Größe XXL trägst, dann kannst du nur Markenware in den teuren Malls kaufen. Da kostet eine kurze Hose auch schon mal 30 Euro und ein Tshirt ist auch selten unter 15 Euro zu haben. Kleinere Größen bekommst du auf dem Markt wesentlich billiger
    Die Aufenthaltsgenehmigung kostet dich alle zwei Monate ab 40 Euro. Kann aber auch schon mal 140 Euro sein. Ich weiß nicht wie die die Preise jeweils errechnen.
    Und wenn du viel unterwegs bist und dazu immer ein Trike benutzt, kommen schon mal schnell 200 Euro im Monat zusammen.

    Das ist jetzt auf das Preisgefüge Angeles ausgerichtet. In der Provinz sieht das anders aus. Aber schau dir mal http://www.thailand-asienforum.com/...4/tischlein-deck-dich-esel-streck-dich-13962/ an. Auch Fillipinos haben bereits den wandelnden ATM auf zwei Beinen entdeckt.
     
  11. Rauhnacht

    Rauhnacht Kuya

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    Ein interessanter Thread mit einem interessanten Thema. Wo kann ich als Europäer außerhalb meines Landes am ehesten heimisch werden?

    Ich habe noch nie längere Zeit im Ausland gelebt- mir aber durchaus Gedanken dazu gemacht- wie es wäre wenn???? Während ich in jungen Jahren das Leben in einem anderen Kulturkreis mit einer gewissen sentimentalen Verklärung gesehen habe - ist mittlerweile folgende Einsicht gereift. Wenn, dann begebe ich mich in Gegenden Bezirke wo ich neben Einheimischen auch Kontakt zu meinesgleichen habe. Und das Wort Heimat kriegt wenn du sie denn verlassen hast nochmal eine ganz andere Bedeutung und Wertung.

    Zunächst einmal muss man feststellen, dass es überall auf der Welt wo Menschen ihr Heimatland verlassen haben und in die Ferne ziehen gewisse Zusammenrottungen gibt und/oder sich Ghettos oder Areale bilden wo diese sich vermehrt niederlassen und Gemeinschaften bilden.
    Auch in Amerika einem klassischem Einwanderungsland wo bis auf die Ureinwohner ausnahmslos ALLE Ausländer waren beim an Land gehen kann man das beobachten. Chinatown, little Italy, Iren usw. haben sich dort angekommen, ihre Jagdgründe und Territorien abgesteckt. Logisch fand auch eine Durchmischung und Mischbesiedelung statt- aber eben nicht ausnahmslos.

    Wen ich in München in der Gegend um den Hauptbahnhof und ins Westend komme- wähne ich mich auch eher in Istanbul und Anatolien als in der weiss blauen Landeshauptstadt bzw. heimlichen Hauptstadt Deutschlands, der Kaderschmiede Europas ,dass muss ich natürlich hier schon mal loswerden wie wir uns Selber (realistisch) sehen :hehe:.
    Und auch die Chinesen die schon seit ewigen Zeiten in Thailand leben haben sich oft in den Chinatown's des Landes zurückgezogen.

    Von dem her ist es fraglich, ob du dass was du suchst und was ich nachvollziehen kann, das es dir ein Bedürfnis ist, überhaupt irgendwo (ausserhalb) findest. Es mag Länder geben wo dies eher möglich ist und Länder die da ungeeignet erscheinen. Der Gedanke irgendwo im Isaan oder auch in einem spanischen Bergdorf als einziger Fremder zu wohnen scheint mir persönlich wenig bis gar nicht erstrebenswert. Genauso wenig käme es für mich in Frage mein Leben unter einer gewissen Expatenschicht in Pattaya zu darben- deren fragliche Lebensinhalte aus Saufen, Fressen, Ficken und deutschen Liederabenden besteht. Bitte da differenzieren ich meine wirklich nur jene Schicht (mit der ich persönl. nichts anfangen kann) und mir ist bewußt, dass es auch andere gibt. Wenn sich jemand angesprochen und auf den Schlips getreten fühlt, soll er sich selber fragen warum das so ist. Ansonsten soll das jeder machen wie er es für richtig hält und an was er Gefallen findet.

    Nun zu deiner eigentlichen Frage ob du auf den Phills eher das findest was du suchst oder nicht. Ich war zwar noch nie dort auf den Inseln, was ich im Januar nachholen werde, aber ich habe seit einiger Zeit über ein Datingportal Kontakt zu thailändisachen und auch philliphinischen Mädels und mache die Beobachtung und Feststellung, dass ich mit zweiteren irgendwie eher warm werde und sie mir vertrauter erscheinen und es mir leichter fällt ins Gespräch zu kommen. Logischerweise gibt es da auch individuelle Unterschiede- ich meine dabei halt die Grundtendenz.

    Um Gewissheit zu erlangen wirst du es aber vmtl. ausprobieren und versuchen müssen.

    Ich wünsch Dir- viel Erfolg und das du den Platz findest den du suchst und gib feed back wenn dem so ist.

    Gruss
    RN
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2012
  12. Onkel

    Onkel Gast

    Ich finde das Thema jetzt nicht so prickelnd. Dass uns die Filipinos kulturell näher stehen als die Thais, ist eine Binsenweisheit, dazu bedarf es keiner langwierigen Erklärungen. Also ist es für uns DACH'ler auf den Philippinen einfacher, uns zu integrieren. Über was wollen wir da diskutieren, das ist doch logisch.

    Aber evensteven geht's ja gar nicht ums Integrieren. Er möchte gerne assimiliert werden und das ist nunmal für einen Europäer in Südostasien nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Du bist außer in deinem Heimatland sowieso überall auf der Welt immer "der Ausländer". Selbst als Österreicher in Deutschland oder als Deutscher in der Schweiz geht's dir da nicht anders. Aber so what? Das hat doch nichts damit zu tun, ob man in einem fremden Land glücklich werden kann. Wer es nicht verknusen kann, in Thailand ständig damit konfrontiert zu werden, "nicht von hier" zu sein, der darf halt nicht nach dorthin auswandern.
     
  13. Egal ob Thailand oder Philippinen und auch egal ob Stadt oder Provinz,generell werden wir in beiden Staaten zunächst mal als die reichen "Weißen" betrachtet und wenn man nicht schnellstmöglich die Reißleine zieht kann es verdammt teuer werden ( ich spreche aus eigener Erfahrung).
    Die Thais sind geschäftstüchtiger und beweglicher als die meisten Filipinos, die meisten Filipinos leben eher in den Tag hinein und denken nicht an Morgen, Sie sind auch immer noch sehr geprägt durch Jahrhunderte der Unterdrückung erst die Spanier dann teilweise die Amis und natürlich Marcos, wenn Du einem Filipino zeigst wie man etwas zu machen hat dann ist er hier auch sehr schnell lernbereit .

    Ich denke man sollte sich da keine Illussionen machen, wenn man sich nicht der Kultur und Sprache einigermassen anpasst klappts nirgends, Vorteil Philippinen man kommt auch gut mit Englisch klar , Tagalog ist nicht überlenswichtig.

    Ich komme jetzt seit Anfang der 90er Jahre auf die Philippinen und war auch schon z.B. auf Leyte um die Familie meiner Frau zu besuchen, am 2 Tag nach unserer Ankunft setzte eine regelrechte Völkerwanderung ein und Verwandte , von deren Existenz zuvor nicht mal meine Frau wusste, kamen aus allen Ecken der Insel herbei um Ihre Wünsche zu äußern :) .

    Meine Schwiegereltern sind inzwischen schon verstorben, so daß ich schon lange nicht mehr auf Leyte war, meine 2 Kinder wollten vor 2 Jahren mal die restlichen Verwandten besuchen und mein Sohn (damals 7 Jahre) der mit seiner Mutter und Schwester in Angeles lebt meinte danach zu mir: Daddy , da müssen wir nicht mehr hin, erstens ist es extrem langweilig und außerdem wollen alle immer nur Geld und Geschenke von uns :)

    Ich bin inzwischen 40 war vor 7 Jahren auch schon mal auf die Philippinen ausgewandert, hab allerdings nach einem 1/2 Jahr abgebrochen: Ich kam halt augerechnet voll in die Regenzeit, Moskitos olé, Frau fremd gegangen, ich mit der Frau vom Chef und noch anderen fremd gegangen, kurz alles falsch geplant und umgesetzt.

    Lange Rede kurzer Sinn, Thailand ist halt schon viel weiter entwickelt und daher meiner Meinung nach auch lebenswerter, der Take Care Faktor bei den Filipinas mag höher sein , nicht umsonst ist einer der Top Exportartikel der Philippinen Human Power, sprich Servicekräfte,Krankenschwestern etc., bei Beiden Nationen muß einem allerdings auch klar sein in der Regel heiratest Du die ganze Familie mit. ( Ich hab früher mal in einer Bank gearbeitet und hab da schon gesehen, egal ob Thai oder Filipina, die monatlichen Überweisungen zur Familie sind immens)

    @ evensteven, um nochmal kurz auf Deinen Eingangspost zurückzukommen, eines ist sicher hast Du Geld und bist bereit zu teilen, hast Du Freunde auf der ganzen Welt, hast Du nix mehr geht den Meisten Dein Schicksal am A..ch vorbei , so ist das Leben eben.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.12.2012
  14. Rauhnacht

    Rauhnacht Kuya

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    Auf der Durchreise
    .....scheinbar nicht für Jeden- deswegen wurde der Thread vmtl. eröffnet. Wie lange er interessant ist/bleibt wird die Zeit zeigen- bis er entweder in den Forumkeller verschwindet oder immer wieder ans Tageslicht geholt wird.

    ..schließt diese verdammte Forum oder zumindest den Bereich wo jeder seine Meinubng kundtun kann oder die Möglichkeit hat Fragen zu stellen. :ironie:

    Sorry aber die meisten Diskussionen führen zu keinem direkten Ergebnis sondern zeigen lediglich verschiedenen Blickwinkel auf. Einige haben Nutzen davon anderen war es im Vorfeld schon Sonnenklar.

    Bisher wollte noch niemand assimiliert werden soviel ich weiss, von dem her ist das Thema neu während manche in anderen Bereichen nicht müde werden die Fragen durchzukauen wo man die besten Preise für LT kriegt um nur ein Beispiel zu nennen....
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2012
  15. Word

    Word Gast

    ich kann leider nicht spezielles zu den phills oder zu thailand beitragen,
    sondern nur im allgemeinein.

    da ich aber auch ein expat bin, so denke ich, verfüge ich auch über ein paar erfahrungen.

    ich lebe seit nun 5 jahren in einem geografisch und kulturell meinem heimatland nicht so
    weit entferntem land, so sollte man meinen...

    jedoch sind die kulturellen unterschiede hier bereits immens. das sollte man nie unterschätzen.
    ich vermag mir gar nicht vorzustellen, wie riesig die kluft dann zwische d und th ist.

    ich habe hier meinen weg auch erstmal finden müssen. ich habe mich versucht anzupassen,
    wenn nicht sogar so weit zu verstellen um hier nicht mehr als ausländer aufzufallen, was
    jedoch nicht funktioniert hat.

    ich bin nunmal deutscher und werde das wohl auch noch sehr lange, wenn nicht sogar für
    immer bleiben. ich habe mich zwar angepasst, aber nur soweit um mich nicht zu verstellen,
    denn das kommt gar nicht gut an. ich bin, wer ich bin. wer damit nicht klar kommt, so what?

    abfahre...

    ansonsten habe ich hier sehr gute, wirkliche, freunde gefunden (eingeborerene :mrgreen:), jedoch
    kann man sie an nur einer hand abzählen. aber ich denke wenn man seinen freundeskreis zu hause
    mal wirklich ausmistet, dann sieht es dort auch nicht anders aus.

    so manches mal fühle ich mich auch heute noch fremd hier, da wird es in thailand oder auf den
    phills mit sicherheit nicht anders sein. also muss man damit umzugehen lernen, sich selbst treu
    bleiben, lernen gewisse dinge einfach hinzunehmen, wie sie nunmal sind und geduldig sein.

    richtige freunde zu finden ist überall schwierig, wobei ich denke das die thais ausserhalb der
    touristischen zentren ein sehr "ausländer scheues" volk sind. wenn man schon mal bedenkt,
    wie gross die abneigung von in bangkok geborenen thais gegen die aus dem isaan ist...

    meiner meinung nach wirst du dort immer der fremde bleiben schon deines anderen aussehens
    wegen. das musst du eben gelassen hin nehmen.

    gruss
    word
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.12.2012
  16. Word

    Word Gast

    eine erweiterung des eigenen horizonts ist doch durchaus erstrebenswert!

    darum finde ich gerade solche offenen themen, wo es kein rein mathematisch
    eindeutiges ergebnis gibt sehr interessant.

    gruss
    word
     
  17. frank69

    frank69 Womanizer

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    3 Monate (am Land nähe Chiang Rai)...ohne Probleme :tu:

    Hätte ich sie nicht sofort geheiratet hätte sie wieder zurück müssen. War auch schwer ein Visum für sie zu bekommen!
    Gegenfrage: "Wie schwer ist es für einen Farang ein Visum für Thailand zu bekommen?" :shock:

    JA und sie müsste nun AUCH alle 3 Monate das Land (Thailand) verlassen...darf KEINEN Grund erwerben und bekommt KEINE Arbeitsgenehmigung (da nun Österr. Staatsbürgerin !!!) :?
    Also...dieses Problem haben auch andere.

    Würde ich mich NIE niederlassen (vorwiegend Muslimische "Thai")...die können schon nicht mal mit den "normalen" Thai in Frieden leben. :bang:

    Aha..solche Ehen gibts ja in Deutschland wohl nicht...oder?? :lach:

    Gegenfrage: Bist DU mit einer Thai verheiratet? Oder "lebst" du nur in Thailand?
    Gibt genug Expats die jahrelang in Thailand "leben" ("Steintischler")...und sich ewig ausgegrenzt fühlen :cry:

    Immer dieses Geheule und Jammern...die Situation bzw. Problematik (Visum, Arbeit, Eigentum) war aber schon "VORHER" bekannt...oder? :ironie:

    Im Gegenteil...ich kann diese Regelungen voll verstehen, haben alle einen Sinn und finde ich gut :bravo:

    Ich persönlich würde NICHT in einen Land leben wollen wo ich mich "ausgegrenzt" fühle...darum verstehe ich deine Fragestellung in keinster Weise!

    Ja, ich habe auch Freunde in Thailand und von "meiner" family fühle ich mich weder diskriminiert oder ausgenützt.:mrgreen:

    Dein Posting erinnert mich an die "Empörung" gewisser "Migranten" hier in Österreich die alles schlecht und krumm jammern weil sie nicht sofort alle Rechte haben.

    Ich schätze du wirst auch nicht auf den Philippinen glücklich werden...sorry :roll:

    sawasdee frank69
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2012
  18. evensteven

    evensteven Member

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    Schön, dass es hier auch Leute gibt, die ein Forum als Meinungsaustausch sehen.
    Anscheinend stehen andere Teilnehmer auf dem Standpunkt, andere Poster nach einem Artikel zu kennen und zu durchschauen.
    Schade! Denn durch vorschnelle Urteile kommt man bestimmt nicht zu einem guten Meinungsaustausch. Von Horizonterweiterung ganz zu schweigen.

    Assimiliert zu werden ist nun wirklich das letzte was mir vorstrebt. Und Muslims gibt's hier übrigens auch praktisch keine... Süd-Thailand ist gross und nicht nur moslemisch.
    Allerdings habe ich wenig Lust, auf inhaltsarme Kommentare einzugehen.

    Ich bin seit fast 13 Jahren Expat in verschiedenen Ländern, davon 7 Jahre in Thailand. Die Lebensqualität ist eben ausgesprochen hoch hier. Von einem "Du wirst nirgends glücklich" kann also keine Rede sein. Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl!
    Allerdings gibt es eben diese kleinen beschriebenen Nicklichkeiten, die immer wieder aufstoßend sind.
    Auch in Deutschland gibt es Unannehmlichkeiten für deutsche Staatsbürger. Also nix mit Empörung von Migranten, sondern eine ganz nüchterne Beschreibung einer Situation.

    Wir reden im 21. Jahrhundert von Multi-Kulti, Globalisierung, Integration etc.
    Erschreckend, wie sehr hier von einigen der Gedanke des "Anpassen geht nicht" vertreten wird.
    Dass nur jemand, der willig ist, in einem neuen Land auch die Sprache zu lernen und sich mit der Geschichte und Kultur des Landes auseinanderzusetzen, überhaupt die Chance hat, das Land zu verstehen, ist wohl selbstverständlich.
    Vor allem Frank, der ja sehr offensiv argumentiert, hat da natürlich mit 3 Monaten Thailand einen Wahnsinnseinblick gewonnen.:lach:
    Schickst Du eigentlich regelmässig Geld rüber??

    Jein: Ich lebe seit mehreren Jahren mit einer Thai zusammen, verheiratet sind wir allerdings nicht. Und ja, ich lebe ("nur"??) und arbeite hier und sehe im Moment auch keinen Grund, das aufzugeben. Ich habe gute Freunde hier (eben allesamt Falangs), einen guten Job und ein gutes Leben.

    In drei von vier Ländern in denen ich gewohnt habe, allesamt übrigens der mitteleuropäischen Mentalität weit entfernt, kamen z.B. meine Kollegen auf mich zu und wollten unbedingt, dass ich Ihre Familie treffe, dass gemeinsame Essen stattfinden. Das man einfach nur mal was zusammen unternimmt abends und sich abseits der Arbeit besser kennen lernt.
    In Thailand bin ich länger als in allen anderen drei Ländern zusammen und dieser Aspekt des persönlichen Kontaktes zu Thailändern fehlt hier (fast) völlig.
    Das hat nichts mit anderer Mentalität zu tun, sondern lediglich mit Desinteresse.

    Aber nun zurück zum Thema:
    Vielleicht meldet sich ja auch mal ein Expat aus den Philippinen zu Wort und beschreibt seine Situation dort.
    Sonst müssten wir den Thread ja noch in Thailand-Forum verlegen....
     
  19. Kanario

    Kanario Senior Experte

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    Sorry TenBaseT aus Deiner Sicht mag das stimmen, aber ich habe mit meinen Ausführungen sicherlich keine Barfine oder ähnliches gemeint.:wink:

    Mit den 1000 € im Monat meinte ich ein durchaus angenehmes Leben irgendwo auf den Phills mit Haus und Weib.
    Von AC war da keine Rede.
    Ich denke da werde ich mit 1000 € höchstens 5 Tage auskommen, wenn man die Unterkunft mit einrechnet.:hehe:
     
  20. Nixus_Minimax

    Nixus_Minimax super gwapo

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    Wenngleich ich kein Expat bin, so will ich meine Einschätzung halt auch noch kundtun.

    Auf den Philippinen, die ja bekanntlich sehr groß bzw. weit verstreut sind, wird es im Großen und Ganzen sehr ähnlich sein, wie in Thailand. Erstmal kommt die Sippe...

    Freundschaften bzw. tiefergehende Kontakte dienen in erster Linie dem eigenen Vorteil: monetär, materiell oder gesellschaftlich. Um Freundschafts-Kandidaten zu finden, müsstest Du auf Augenhöhe suchen. In einem Dorf in der Provinz nicht aussichtslos, aber verdammt schwierig - sonst kommt es wieder zum genannten wirtschaftlichen Gefälle mit den genannten Effekten.

    Die eigentliche Kontaktaufnahme auf den Philippinen ist aufgrund der niedrig(er)en sprachlichen Hürde bestimmt einfacher. Aber welcher Freund ist dort aufgrund eingeschränkter Möglichkeiten und Bittstellern aus der eigenen Sippe bereit, sein letztes Hemd mit Dir zu teilen - du gehörst ja nicht mal zur Sippe.

    Solange Du Geld hast (und ich rede nicht von Deiner Funktion als ATM) bzw. "alles" rund läuft, ist man bestimmt an Dir interessiert. Probleme hat man selbst genug - da kannst Du Deine gerne behalten.

    Aber, ich stimme Dir zu: vielleicht findet sich ja ein Expat, der das Gegenteil erfahren hat. Muss aber gleichzeitig an Willi denken, der bis zu seinem Tod ziemlich unglücklich war... und seine Erlebnisse als Expat sehr eindrücklich geschildert hat: hier
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2012