Indien 4 Nächte Stopover in Delhi / Indien

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Ein neues Jahr eine neue weitere Reise begann wie so oft bei McCaffee bei bestem Wetter in Terminal 2, der Ausblick auf die Flieger steigert immer wieder die Vorfreude, hätte ich zu dem Zeitpunkt nur gewusst das ich bei des Teufels Bruder Sitze (aber dazu später mehr)…

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Wie ich es bereits Angekündigt hatte, habe ich mich dazu entschieden meinen Stopover in Dehli auf dem Weg nach Bangkok auf 4 Nächte auszuweiten um einen Eindruck von Delhi zu bekommen.

Auf der Anreise hatte ich den Abendflug (direkt) von Frankfurt nach Delhi, die Self Check in Schalter haben zwar meinen Koffer angenommen, aber für den Boardingpass sollte ich mich dann doch an den Schalter anstellen. Für jede Form der Einreise nach Indien braucht man ein Visum (ab ca. 20€) dies wird auch lückenlos am Schalter geprüft. Hinzu kommt das leider einige Leute denken sie könnten mit einem Visa on Arrival einreisen, was aber nicht der Fall ist. Allein vor mir waren zwei Leute, darunter eine Kopftuchdame die partout nicht einsah das sie heute nicht mitfliegen wird und von der Security weggebracht wurde. Auch scheinen die Inder einen Gepäck Fetisch zu haben, was die alles mitschleppen wird mir stehts ein Rätsel sein.

Air India hat ja sehr viele schlechte Bewertungen die oft darauf beruhen das die alten Dreamliner ungepflegt und abgeritten sind, die Strecke FRA-BKK wird allerdings aktuell mit ehemaligen Vistara Maschinen bedient, jedenfalls war mein Flieger 5 Jahre alt, sauber und Entertainment und USB Ladebuchse Funktionierten. Leider waren (wie es bei AirIndia) üblich zu sein scheint sehr viele Kleinkinder an Board welche die ganze Nacht entweder rumschrien oder im Gang Fußball spielten, es hat niemanden gekümmert. Der Flieger war jedenfalls voll ausgebucht.

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Das Abendessen war nichts, zu viel Grünzeug und den Kartoffelbrei hätte man mit etwas mehr Wasser als Tapetenleim nehmen können...

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Das Frühstück dagegen war ganz gut...
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Landung in Delhi war dann Pünktlich gegen 10:00 Uhr Vormittags local Time im Terminal 1, der Flughafen macht einen neuen und gepflegten Eindruck. Auf dem Weg zur Immigration gibt es Stationen wo Ersteinreisende schonmal Visa QR Code und Fingerabdrücke Scannen können, die beschleunigt den Prozess an der Immigration sehr, leider laufen die meisten Einreisenden Blind daran vorbei und blockieren dann ewig die Immigration. Das sind dann so Kandidaten wie Oma Erna und Opa Heinz die sich zwar die besten und teuersten Treckingklamotten im örtlichen Einzelhandel für die Reise haben aufschwätzen haben lassen aber noch nicht mal das Maximalgewicht Ihres Koffers beachten und am besten noch ne Powerbank drin haben. Bei der Immigration waren 5 Leute vor mir was 40 min. Warten ausmachte, weil die Leute zum einen null Vorbereitet sind und erstmal Ihre Papiere zusammen suchen müssen und die Immigration Beamten total langsam waren und alle Ruhe der Welt hatten. Ich war in 5 min durch. Die Koffer wurden in der Zwischenzeit schon vom Band geholt und Standen am Rande, meiner auch.

Als Hotel hatte ich mich für das Ajanta Hotel entschieden, die haben auch einen gratis Abholservice vom Flughafen. Der Fahrer stand mit meinem Namensschild schon davor. Dann noch vor der Fahrt Geld wechseln. Es gab nicht allzu viele Wechselstuben und ich musste locker 15 min Warten bis der die Geldscheine geprüft und das Wechselgeld von 2 Personen 4 mal durchgezählt wurde. In der Zwischenzeit hatte ich schon locker 20 Inder um mich rum denen Körperkontakt zu mir scheinbar sehr wichtig war. Hat aber doch alles funktioniert.

Für die 15 Kilometer vom Flughafen zum Hotel haben wir ca. eine Stunde gebraucht, der Straßenverkehr ist brutal, es wird geraßt, gedrängelt, gehupt und wenn es sein muss auch gedroht. 10 cm Abstand sind auch genug. Sowas in der Krassheit habe ich noch nie erlebt.

Das Hotel an und für sich ist auch nach westlichen Standards akzeptabel. Da ich Raucher bin habe ich mich für die Suite mit Balkon entschieden, für die 4 Nächte habe ich umgerechnet ca. 105 € bezahlt, dafür hatte ich einen Balkon. Leider gab es keine Heizung, dafür gab man mir einen Uralt Heizlüfter der gerne mal blockierte und anfing zu Qualmen, also laufen lassen während man schlief konnte man definitiv nicht. Da ich erstmal K.O. war vom Flug bin ich erstmal schlafen gegangen…

Fortsetzung folgt.
 
        #2  

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Nachdem ich einige Stunden geschlafen hatte und noch paar Mails gecheckt hatte, machte ich mich auf den Weg nach draußen da es mir nach einem Bier durstete.
Die Luft war entgegen allen Unkenrufen gar nicht so übel. Der Dunst der auch Tagsüber anhielt lag an der Luftfeuchtigkeit, nicht an Abgasen. Die Temperatur Abends war doch recht frisch so da mit einem Pullover gut unterwegs war. Das Straßenbild war leicht überfordernd, von weitem erinnerte es an den Broadway der 70er Jahre und aus der nähe Betrachtet einem vollgeschissenem Ghetto.

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Was mir auffiel und doch sehr fehlte waren so Läden wie 7/11 oder Family Mart, stattdessen gab es an manchen Häusern so eine Art Verkaufsfenster in denen grimmig daher schauende Männer mit Turban sitzen umhangen von Girlanden aus Chipstüten und Tütenketten von Instant Caffee. Dort gab es dann aber auch wenigstens Kippen aber kein Bier. Bier und anderen Alkohol gab es an wenigen, scheinbar staatlich lizenzierten Ausgabefenstern, zu so einem machte ich mich nun auf den Weg. Im Bereich dieser Ausgabestellen herrscht Fotoverbot, die Inder drängen Abends in Horden an diese Ausgabestellen als würde man im Frankfurter Bahnhofsviertel die gebrauchten Fentanylpflaster der umliegenden Krankenhäuser verteilen. Ich ergatterte 2 Dosen Kingfisher Strong Beer, normales Bier hatten die nicht.
Dafür war das Straßenbild sehr geprägt von Garküchen deren Gerüche von Gewürzen regelrecht erschlugen.

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Danach gönnte ich mir ein Schmackhaftes Chur Chur Naan aus einem Lokal das ich aufgrund der Bewertungen schon vorher auserkoren hatte:
Das weiße war irgendwie total Geschmacklos, das Grüne auf der Zwiebel hingegen sehr lecker würzig.

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Zum Nachtisch reicht man eine Prieße von einer Mischung aus irdend sowas wie ein Aniskümmel, Zucker und Bunten mini Bons, schmeckt irgendwie als würde man auf einem Uzo rumkauen. Danach wäre mir ein Glaß Essigreiniger um den Geschmack wieder loszuwerden grad recht gekommen.

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        #3  

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ABO
 
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Oh ein Kurzbericht aus meiner privaten Vorhölle.
Da bin ich gespannt.
 
        #6  

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Boah ich in Delhi hatte ich meine schlimmsten Nächte.... Indien ist echt ein Land, was ich versuche zu vermeiden :D nicht wegen der Kultur, aber aus gesundheitlichen Gründen
 
        #7  

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endlich mal wieder was spannendes Abseits vom Einheitsbrei;-)

ABO von mir ist Dir sicher!
 
        #8  

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Ich will da niemanden schlecht reden und finde es toll, dass sich einer die Zeit nimmt hier zu posten - nur ist in diesem Thread das Meiste schon echt klischeehaft und ein bisschen auf anti Indien Niveau...
Im Gegensatz zu @Titteninspektor, der sehr detailliert und toll Indien illustriert... - Habe die meisten Citys auch bereist und es gibt sicher nervende Sachen in Indien, aber auch jede Menge tolles - sogar der Food ist top, wenn man weiss, wie man aussucht...
 
        #9  

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Natürlich hat Indien seine schöne Seiten :) Meine Kollegen in Indien führten mich rum und haben mir die schönsten Ecken gezeigt. Wunderschönes Land keine Frage :) Aber es gibt halt Menschen, die einen sehr starken Magen oder Immunsystem haben und manche nicht. Kulturell und spritituell ist Indien ein wunderschönes Land. Nur für mich gab es 2x Zwischenfälle, wo ich eine Infusion erhalten habe, da das Essen nicht ganz hygienisch war und es auch im Blut nachgewiesen wurde. Fakt ist, dass die Hygiene in Indien ein anderes Level ist wie bsp. in Vietnam oder Thailand. Wenn jemand das Gegenteil behauptet, dann läuft mit einer Rosaroten Brille. Selbst meine indischen Kollegen bestätigen dieses "Klischeehafte" und das sind alles Ingenieure mit Grips im Hirn :)
 
        #10  

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In der Nacht hatte ich das Gefühl jemand wäre auf meinem Balkon gewesen und hätte an den Stühlen gerückt, jedoch schenkte ich dem keine weiteren Bedeutung und tat es als Traum ab. Als es dann schon hell war, tummelte sich wieder was auf meinem Balkon herum, als ich die Vorhänge beiseite zog staunte ich nicht schlecht... an das Hotel grenzten zwei riesengroße Bäume an in denen diese Kameraden wohnten:

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Plötzlich sah ich auch auf den Dächern der Nachbargebäude durchaus große Exemplare von min. 1 m Schulterhöhe rumturnen.
Doch nicht nur das, auch war der ganze Himmel voller riesiger Schwarzmilane von bis zu über 1,5 m Spannweite, so viele wie bei uns im Sommer Schwalben, wenn ein Weibchen in dem Baum landetet versuchte ein Männchen direkt zur Begattung drauf zu landen.

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Für den Tag hatte ich mir vom Hotel für umgerechnet 30€ ein Taxi mit Fahrer organisiert, ich wollte einige Sehenswürdigkeiten erkunden.
Bis es losging muss der Taxifahrer erstmal an den Kühen vorbei auf die Durchfahrtsstraße...

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Erste Station war der Askhardham Tempel, bei Einfahrt zu den Parkplätzen wird das Auto wie in Afghanistan auf Sprengsätze durchsucht, danach fährt man auf einen Parkplatz der ca. 800 m von dem eigentlichen Tempel entfernt ist:
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Auf dem Weg dorthin wird man dann kontrolliert wie am Flughafen, wobei hier noch alle elektrischen Geräte sowie alles aus Leder (wegen dem Glauben) verboten ist, mein Portemonnaie habe ich im Auto gelassen (ohne Geld) und mein Gürtel war glücklicherweise aus Kunststoff. Der Tempel war meines Erachtens ein echtes Highlight, Abermillionen von mini Schnitzereien in dem Granit oder Marmor und alle so identisch und parallel, das zeugt von größtem Handwerklichen können. Allerdings muss man vor dem eigentlichen Betreten des Tempels die Schuhe abgeben, zum Glück darf man die Socken anbehalten, sonst wäre es wirklich ekelhaft gewesen auf den Kalten Steinen. Schaut euch mal auf Google die Bilder an. PS: das Ding ist erst so 10 Jahre alt und war in 5 Jahren Bauzeit fertig.

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Zweite Station war das Humayuns Tomb, das ist ein Mausoleum, das Ding ist fast 500 Jahre alt. Wie am ersten Tempel muss man auch hier wieder sehr weit zu Fuß laufen, auf auf dem Weg dahin gibt es in der wirklich schönen Parkähnlichen Anlage links und rechts immer mal wieder was zu entdecken.
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Anhang anzeigen T2 Humayum2.jpeg

Als ich mich dann endlich diese Treppe rauf zum Mausoleum hochgerafft hatte, dachte ich oben sind so steinerne Sitzbänke und nahm erstmal Platz zum erholen, jedoch kam direkt ein Bediensteter und verscheuchte mich, es war leider keine Sitzbank sondern ein Grab, tja so sind sie halt die Touris...

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Blick von Oben wenn man es die Treppe rauf geschafft hat.
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Im inneren sehen die Gräber offensichtlicher aus, vermutlich hatte ich mich nur auf das Grab der Putzfrau gesetzt, oder so...
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Auch links und rechts auf dem Weg dorthin gibt es interessante Gebäude...
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Als nächstes war dann der Shri Laxmi Tempel dran, auch nett mal gesehen zu haben, aber auch hier galt wieder Kein Leder, keine Handys und keine Schuhe. Daher leider nur ein Bild von Außen.

Anhang anzeigen T2 ShriLaxmi.jpeg

Danach wollten wir noch zum Red Ford, da war jedoch Mittags eine Bombendrohung wodurch sich die Wartezeit auf über 2h für Besucher angestaut hatte, ich verzichtete.

Abends dann bin ich erstmal in die Stadt und gönnte mir ein Lassi, das ist so eine Art Joghurt Drink, eiskalt und oben der Schaum ganz fest. Der Geschmack ist eigentlich nicht möglich zu beschreiben. Wenn man sich die Kurve einer Gausschen Normalverteilung vorstellt und der aufsteigende Bereich lecker ist und der absteigende Ekelhaft darstellt ist das wohl ganz oben auf der spitze. Ehrlich gleichzeitig süß und salzig, den klassischen Ayran find ich ja noch ganz gut aber das hat mich echt überfordert, ich hab´s zwar fast leer gemacht aber nochmal würde ich es nicht nehmen.

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Am Abend dann hatte ich mir auf Google eines der besten Adana Kebab Häuser rausgesucht das Quereshi, dort bin ich dann mit einer Motor Rikscha hingefahren, der Fahrer hat dort gewartet und mich wieder die 30 min zurück gefahren, bezahlt hatte ich für die Fahrt umgerechnet 8€

Auf dem Weg dorthin begegnet man nicht nur Kamelkutschen (konnte leider kein Foto machen da zu schnell im Gegenverkehr vorbei) sowie Pferdegespanne...

Anhang anzeigen T2 Pferd1.jpeg
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Der Adana Kebab war so gut das ich mir noch Nachschub holte... Einmal Lamm und einmal Chicken die grüne Soße ist der Hammer, nicht zu scharf aber ganz starke Kräuternoten
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Anhang anzeigen T2 Abendessen2.jpeg

Zurück im Hotel konnte ich nicht schlafen und dachte mir schaue ich doch nochmal im Rotlichtbezirk vorbei, also mit einer Motorrikscha über die große Brücke und rüber über den Kreisel die berühmte Garstion Bastion Road hoch, als wir im Stau standen kam eine kleine Gruppe sehr gut angezogener Inder an meine Rikscha, einer der Inder sagte mir in perfektem Englisch: " I know why you are here,
Never go into a stairwell with any of the women, it is a dangerous place. you will be robbed " er sagte es mit vollem Ernst und ich glaubte ihm. Ich bin dann die 700 m GB Road zu Fuß zurück gegangen, was man da sah war wirklich Geisterbahn, total fette kaputte Frauen die im Dreck standen zwischen Pennern die Müll verbrannten um sich aufzuwärmen. Also wieder Taxi zurück zum Hotel mir zwischenstopp an der Bier Ausgabestelle. Danach hatte ich noch etwas Hunger und gönnte mir eine veggi Kartoffelfrikadelle mit scharfer Sose.

Anhang anzeigen T2 Kartfrikadelle.jpeg

Bisher hatte ich keine Probleme mit Essen, bisher...

Anhang anzeigen T2 Quereshi.jpeg
 
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