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Myanmar - Willkommen im Land der Gegensätze

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte für alle" wurde erstellt von Teldon, 14.04.2014.

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Dieser Thread wird von 7 Benutzern beobachtet..
  1. Teldon

    Teldon Member

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    Hallo Freunde der Reiselust,

    habe mich gerade kurzer Hand entschlossen meinen Reisebericht aus Burma auch hier zu veröffentlichen. Normal liegt er auf meinem Reiseblog, aber da Burma anscheinend große Neugierde auslöst und ich vielleicht diese Neugierde leicht stillen kann will ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen.

    Zur Vorgeschichte:

    Im August des Jahres 2012 nahm ich einen 4 monatigen Sabbatical, da es mit der Projektphase meines Unternehmens zur der Zeit ein Einklang gab und naja, es einfach passte. Ich bin (nun) 33 Jahre alt und reise leidenschaftlich als Rucksacktourist. Ich hoffe jetzt gehen nicht bei einigen die Warnleuchten an wenn sie im Kopf an die australischen Backpacker im Muskelshirt denken :) Meine Reise führte mich Anfangs durch Laos, dann Kambodscha, dann Vietnam, Myanmar (es war der Oktober) und abschließend Thailand. Mein Visa für 4 Wochen Myanmar beantragte ich damals direkt in Bangkok (Früh beantragt, Nachmittag geholt) in der Botschaft von Myanmar. Mit AirAsia ging es dann direkt nach Yangoon. Genau dort steigt mein Bericht ein.

    Viel Spaß beim lesen. :bye:
     
  2. Teldon

    Teldon Member

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    Yangon – Willkommen im Land der Gegensätze

    Willkommen in Yangon, der Hauptstadt im Land des Goldes. Ein Land, gespalten zwischen Militärdiktatur, einer unterdrückten Opposition und liebreizenden Menschen. Ein Land der wirklich starken Gegensätze. Ein Land, das so anders ist als seine Nachbarn weiter östlich. Nach dem Verlassen von Vietnam dachte ich nun mit meinen zwei Monaten Asienerfahrung schon viel gesehen zu haben. Weit gefehlter Trugschluss. Hier gab es noch an jeder Ecke was zu lernen. Es war der 06.10.2012

    Wie also starten. Ein paar Dinge vorab, die man über Burma wissen muss. Myanmar (oder Burma) ist ein Land (Stand: Ende 2012) in dem es keine internationalen Geldautomaten gibt. Das bedeutet, dass Reisende vorab ihre gesamte Reisekasse bar dabei haben. Zudem werden in Burma nur Dollar-Noten genommen, die wirklich absolut unbeschädigt sind. Das heißt, keine Knicke, keine Risse, keine Stiftspuren oder ähnliches. Bei Euro’s sieht es nicht ganz so dramatisch aus.

    Direkt am Flughafen tauschte ich 100$ überhaupt erst mal was an Landeswährung zu haben. Der Kurs hier ist aber definitiv nicht der Beste. Dollar-Tauschen ist hier wirklich so eine Sache. Ich bin heil froh, dass ich fast nagelneue Scheine in Bangkok bekommen habe (direkt im Hauptsitz der Bank of Bangkok). Am Flughafen sah ich wie sich der Bankier im Wechselschalter schon fast kleinlich genau die Dollarnoten ansah und auch nur beim kleinsten Mängel die Note nicht annahm. Für die Australier hinter mir brach gleich mal eine Welt zusammen. Er akzeptierte kein einzigen Schein der gesamten Reisekasse. Da war guter Rat teuer.

    Nicht anders als an anderen Flughäfen in Asien warten auch hier dutzende von Taxifahrern. Doch was war das, ein vollkommen ungewohntes Bild. Keiner bedrängt dich, alle halten dezent Abstand zu dir. Der ein oder andere fragt dich diskret ob du ein Taxi brauchst. Wow, wie war das ungewohnt und gleichzeitig so angenehm! Ich teilte mir mit ein paar anderen ein Taxi zur Innenstadt. Im Taxi offenbarte sich schon der erste Eindruck der weit entfernten und im Nachtlicht golden schimmernden Pagoden. Eine aber ganz besonders. Das Wahrzeichen Myanmars, die Shwedagon-Pagode. Wir fuhren vorbei an riesigen Flachbildschirmen, die einen künstlichen Stau erzeugten. Fasziniert starrten die Fahrer im Verkehr auf die Monitore. Der fließende Verkehr musste warten.

    Herausgeworfen wurde ich direkt im Zentrum. Vor mir die Sule-Pagode, der unverkennbare Mittelpunkt Yangons. Die Hotelsuche ging los …. Ab hier beginnt der neue Wahnsinn seit der Öffnung Burmas und den daraus folgenden Ansturm durch Touristen …. Ich wie immer ohne Hotel und mit guter Hoffnung schlenderte mit Sack und Pack durch die kleinen durchnummerierten Seitenstraßen in welchen sich einige Gästehäuser befanden. Viele davon waren im Reiseführer ausgeschrieben. Aber die Preise! Um Himmels willen, lag dort der Reiseführer daneben. Später erfuhr ich, dass in Yangon die Hotels bis zu 200% die Preise anzogen seit der Öffnung, aber das nur am Rande. Somit war alles was ich fand weit über meinem Budget. Ich brauchte Hilfe und zwar schnell! Ein Burmese bemerkte, wie ich halb verirrt durch die Gassen zog und bot seine Hilfe an. Er führte mich von Gasthaus zu Gasthaus. Nach über 10 Anläufen und der immer wiederkehrenden Aussage “sorry, we are fully booked” fand ich ein wirklich schäbiges, heruntergekommenes, aber für 6$ günstiges, Gästehaus. Ganz wohl fühlte ich mich hier nicht, das Haus war wirklich dem Verfall nahe, mein Zimmer hatte ein Loch mit einem Fensterrahmen aber ohne Fensterscheibe. Es roch muffig, die Einrichtung war sicher 50Jahre alt und war es feucht. Aber mein Gott. Ein Bett ist ein Bett und für den ersten Tag soll es reichen! Eigentlich war mir nur die Sicherheit meines Zeugs nicht ganz geheuer. Darum kam hier seit Beginn der Reise das erste Mal mein Packsaver zum Einsatz.


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    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2014
  3. Teldon

    Teldon Member

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    Wie immer hatte ich es vor Abflug/Abreise nicht hin bekommen zu speisen. Mir knurrte höllisch der Magen. Zum Glück saß mein burmesischer “Guide” noch in der Lobby. Ich hatte Lust auf Streetfood: Denn, neues Land, neues Essen! Ihm schien das ganz entgegen zu kommen und er schleifte mich kurzer Hand zu einem Straßenstand. Warum der sei mal dahin gestellt. Ich denke mal Besitzer ist Familie oder Freund. Persönlich liebe ich diese Garküchen. Du kannst hier so viel Essen für so wenig Geld (hier aß ich für 700Kyat ((800Kyat = 1$)) Reiß mit Schwein und Gemüse). Manchmal sicher Überwindung aber meist doch echt lecker. So beim Essen kamen wir erst mal richtig ins Gespräch und ich konnte in meinem Kopf erst mal etwas auf Entspannung schalten, da nun alles soweit passte.

    Später stoß Win zu uns, ein Freund meines Guides. Eigentlich war es kein Guide, aber ich weiß ehrlich nicht wie ich ihn sonst nennen soll, denn er führte mich echt gut. Win war Student und glücklicherweise dem Englischen noch etwas mächtiger. Nach 2-3 Bier in einer Bar fragten die Zwei mich ob ich noch Lust hätte was zu unternehmen. Klar, bin ja für jeden Spaß zu haben und auf mein komisches Zimmer im Hotel hatte ich erst recht keine Lust. Wir einigten uns auf eine Disco. Gesagt getan. Halt, vorher ging es noch kurz zu Win’s Familie. Er wollte noch kurz aus dem Longyi in eine Hose schlüpfen. Ich durfte derweil die Gastfreundschaft der Eltern und Schwester genießen und hatte gleich wieder etwas zu Essen auf dem Schoß. Nein sagen galt nicht. Probiert werden musste. Es war extrem lecker. Win’s Familie ist indischer Abstammung und endlich hatte ich mal etwas wirklich würziges, scharfes auf dem Teller was ich bis hier auf meiner Reise noch nicht schaffte. Schnell wurden mir noch 2-3 Vokabeln gelehrt (Guten Tag, danke, bitte) und noch ein kleines Glas Whisky mit dem Herren des Hauses, dann war ich entlassen. Mit dem Taxi ging es weiter. Fragt mich nicht wohin genau. Die Straßen in Yangon sind umgebenen von purer Dunkelheit. Wir kamen zu einem größeren Industriegelände mit einem riesigen Parkplatz. Es war ein regelrechter Discotheken-Tempel. Über jedes Stockwerk erstreckte sich, mit dem Fahrstuhl erreichbar, eine Disco. Wir landeten ganz oben. Anscheinend war ich auch der einzige westliche Tourist hier was dem Spaß aber keinen Abbruch brachte. Es dröhnten laute Technobässe mit einer Vielzahl von Lichteffekten auf glänzenden Fließenböden. Überall wurde heftig getanzt und die Mode sah irgendwie auch echt anders aus als wie auf den Straßen. Was mich aber sehr störte war der Service. Irgendwie schien er extra bemüht um mich und genau darauf stehe ich ja gar nicht. Ich hatte immer einen Begleiter auf der Toilette und stets einen Menschen im weißen Frack hinter mir. Das nervte total. Man will ja gar nicht besonders behandelt werden! Aber das ist Myanmar. Hier wird sogar im Bus ein Platz frei gemacht wenn ein Westler einsteigt. Verrückte Welt. Etwas später wechselten wir die Etage und genossen eine Non-Stop Gesangsshow (KTV). Das muss man sich so vorstellen: Rund 25 hübsche Mädchen stehen in einer offenen Halbkreis-Form auf einer Bühne. In der Mitte je eine die gerade ihr „Stück“ vorträgt. Die anderen 24 schaukeln, schunkeln oder klatschen dazu. Sobald die Dame in der Mitte mit ihrer Einlage durch ist,kommt die nächste in die Mitte. Ich muss gestehen, ich war faszinierter von der Schönheit der Damen als von ihrer gesanglichen Leistung. Wir hatten derweil eine Flasche Whisky auf dem Tisch. Die gleiche Art die ich schon bei Win’s Dad trank. Whisky wird hier verwässert getrunken. Das heißt, es wird normal zwei Finger breit in ein Glas eingeschenkt und dann mit Mineralwasser aufgefüllt. Absolut nicht mein Fall. Leider durfte ich auf dem ganzen Gelände der Diskothek nicht fotografieren. Ich hätte zu gern den Text etwas mit Bildern dieses einzigartigen Abends hinterlegt. Aber da ich in Myanmar bin, wollte ich das auch nicht am ersten Tag gleich ausreizen.


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  4. Jackpot

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    Mann Teldon!

    Das nenne ich aber schnell reagiert. Also ich finde dein Bericht fängt schon mal super an und dein Schreibstil gefällt mir sehr gut.
    :dank:

    Das mit der Zimmersuche kenne ich noch von früher – das tue ich mir heute aber (dank Internet) nicht mehr an. Aber in Burma geht es wahrscheinlich in der Preisklasse noch nicht anders.

    LG Jack
     
  5. Teldon

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    @Jack,

    ja irgendwann muss ich ja auch mal selbst was preis geben. Gab ja schon so viele Berichte die ich selbst aufsaugen durfte :D Danke für die Blumen!
    Das mit der Zimmersuche ist wirklich speziell in Burma nicht zu unterschätzen! Also im Grunde ist es so, überall da wo Touris da vorraus buchen. Also Yangon, Inle, Mandalay und Bagan. Die Preise für Hotels sind sehr sehr unterschiedlich. Meist aber mit tendenz nach oben gegenüber dem was man in den Nachbarländern dafür bekommt.

    Grüßle
     
  6. Teldon

    Teldon Member

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    Der zweite Tag verging ohne Erwähnenswertes. Katerstimmung war angesagt. Am dritten Tag entschloss ich mich, mein Hotel zu wechseln. Sehr früh begab ich mich auf die Suche. Ich klapperte alle Adressen, die im Reiseführer von Loose als günstig angepriesen waren, ab. Alles ohne Erfolg. Entweder hieß es wieder „sorry, but we are fully booked“ oder aber es war ein nun überdimensionierter Preis. Grade als ich auf einem Stein saß um weiter den Reiseführer durch zu forsten sprach mich ein älterer Herr an. Er kannte eine Unterkunft für 12$ und wusste auch, dass sie Zimmer frei haben. Mein Weg fand ein Ziel und schließlich landete ich im „Daddys Home“. Zwar auch etwas herunter gekommen aber um Welten besser als mein altes Zimmer. Das wichtigste war aber, ich fühlte mich was mein Gepäck angeht, etwas sicherer. Für den Rest des Tages stand nicht mehr viel an: Geldwechseln (was mittlerweile echt unkompliziert ist, ich wechselte an einem kleinem Schalter in einem größeren Hotel ohne Reisepass), der ältere Mann führte mich. Hier sei mal angemerkt, dass solche Menschen keine Gegenleistung erwarten. Der ältere Herr z.B. freute sich einfach nur mal wieder Englisch sprechen zu können und etwas über andere Länder und Kulturen zu erfahren. So schlenderten wir folgend noch durch die Innenstadt. Er erklärte mir viel über Yangon und ich fühlte mich wohl-behütet und liebte einfach den Augenblick mich treiben zu lassen.

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  7. Teldon

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    Am 09.10.2012, der vierte und letzte Tag, stand natürlich noch Kultur auf dem Programm. Hatte ich bis jetzt doch nur Innenstadt, also das chinesische und indische Viertel gesehen. Ein Abend zuvor lernte ich Tobias kennen und wir verabredeten uns früh für den nächsten Tag. Nach einem leckeren Tee (Burmesen trinken Tee mit süßer Kondensmilch) zogen wir los Richtung Kandawgyi Park. Traurigerweise wollten sie für den Park teures Eintrittsgeld haben, was wir irgendwie nicht bereit waren zu zahlen. So setzten wir uns nur eine Weile auf eine Grünfläche vor dem Eingang und ich schoss ein paar Bilder. Einer der Wärter nervte dann schon etwas rum und wir verzogen uns. So sahen wir das goldene Karaweik (das Restaurant inmitten des See’s) nur durch den Zaun an der Straße.

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    Wir spielten mit dem Gedanken über den Zaun zu klettern aber verworfen dann die Idee als plötzlich starker Regen einfiel. Also trabten wir im Laufschrift zum nächst besten Restaurant und genossen die einheimische Braukunst. Der Regen verschwand, die Sonne kam wieder leicht hervor. Das Wetter passte perfekt, es hatte sich merklich abgekühlt. Also ließen wir uns nun weiter treiben und verliefen und schließlich. So landeten wir in Teilen Yangons, in die wohl nicht ganz so oft Touristen vorstoßen. Es gab für mich faszinierende Bilder zu schießen und wir probierten viel an Straßenständen. An einem mussten wir sogar nochmal kehrt machen da es so unfassbar lecker war. Keine Ahnung was es genau war oder wie es hieß, irgendwie sowas wie gerollte Quark-Dings-Rollen.

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    Unser nächstes Ziel sollte eine Bahnstation sein. Wir fragten uns durch. Polizisten, Einheimische, Verkäufer,.. irgendwie konnte keiner eine Karte lesen und wir hatten keinen Dunst wo wir waren. Aber zu einer Bahnstation fanden wir trotzdem. So gab es ein handgeschriebenes Ticket für Mr. Thomas und Mr. Tobias. Ein bekennender Asienreisender weiß nun sicher warum da die Vornamen stehen und warum sie dachten es wären unsere Familiennamen. Wir bezahlten 1$ pro Kopf für die Holzklasse und genossen die kleine Rundfahrt. Es war toll, wir fühlten uns mitten im Leben der Einheimischen und konnten das Treiben genießen. Hier entstand eins meiner schönsten Fotos eines kleinen Kindes.

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    Da wir etwas planlos daher kamen wurden wir schon beim Einsteigen gefragt wo wir hin wollten und der Ticketverkäufer rief irgendwas in den Wagon hinein. Erst später wurde uns klar was er den Leuten sagte. Er gab ihnen zu verstehen, dass sie uns Bescheid geben sollen wann wir raus müssen. Toll. Diese Fürsorge! Wir dankten allen und entschwanden zur nächsten Teestube. Als letztes Stand noch Shwedagon auf dem Programm. Das Highlight überhaupt. Ich weiß kaum wir ich das in Worte fassen soll. Die Stupa besteht aus über 60Tonnen Gold und an der Spitze ziert ein großer hochkarätiger Diamant. Wenn die Sonne auf das Gold prallt … einfach wow. Mir fehlten echt die Worte. Selten hatte ich sowas schönes gesehen. Ganze Familien pilgerten hier her, beteten, wuschen Buddhasstaturen, spendeten und unterhielten sich mit Mönchen. Hier bekommt man wirklich einen Eindruck welchen Stellenwert der Buddhismus in Myanmar hat. Mit dem Bus ging es zurück zur Sule und den Abend ließen wir ausklingen bei Bier und KTV.

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    Der Abreisetag brach an. Mit Tobias vereinbarten wir uns im Norden nochmals zu treffen. Seine Reise durch Burma führte ihn erst westlich, meine östlich. So ging es zum Busbahnhof per Bus. Vom Service im Hotel habe ich mir schnell noch die Busstation auf burmesisch notieren lassen wo ich raus muss. An der Sule fragte ich mich durch in welche Linie ich springen muss. Ein Offizier der Armee nahm sich Meiner an. Schon wieder diese Fürsorge! Er fuhr auch zum Bahnhof, bezahlte gleich noch mein Ticket und zeigte mir abschließend sogar noch mein Bus nach Bago auf einem nicht gerade überschaubaren Busbahnhof. Ich bedankte mir herzlich und verabschiedete mich. Ich wusste, in dem Land bist du genau richtig. Denn schon das Reisen war ein Abenteuer und entspricht keiner bekannten Einfachheit wie beispielsweise innerhalb Thailand oder Vietnam.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2014
  8. Jackpot

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    Mann - die Bilder sind echt der Hammer!

    Aber die Gegensätze sind schon sehr groß.

    LG Jack
     
  9. Teldon

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    Bago – Myanmars viertgrößte Stadt im alten Mon-Reich

    Das gewohnte Schaukeln war wieder da! Myanmar’s Straßen ließen wieder das mir Bekannte auf und ab im Bus zu. Die Fahrt von Yangon nach Bago war nicht wirklich spannend. Landschaftlich gab es nicht viel zu sehen. Aber das „Care-Gefühl“ war einfach nur großartig. Die Burmesen sind wirklich besorgt um einen. So traf ich am 10.10.12 in Bago ein. Eine kurze Verhandlung mit einer kleinen Traube aus Moto-Fahrern und schon ging es Richtung Innenstadt. Bago bietet anscheinend nicht so viele Hotels. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass hier eher weniger die Touris aufschlagen. Mir war es recht. Am ersten Hotel kurze Konversation an der Rezeption ala Er: „Room 10$“ ich: „discount possible?“ er: „ok for you 8$“, ich: „perfect, im in“. Raum passte auch, alles wunderbar. Der Moto-Fahrer stand noch in der Lobby (anscheinend warten die immer noch mal etwas) und als ich mein Reisepass abgab und bezahlte fragte er was ich am nächsten Tag so vor hätte. Planlos wie immer, hatte ich nur 1-2 Eckpunkte aus dem Reiseführer notiert und wollte diese schnellstmöglich besichtigen. Wir sprachen eine machbare Tour durch und verhandelten den Preis. Passt. Er wollte 4000Kyat (10$) für eine komplette Tour bei der alles was für mich interessant war, dabei war und wir sogar pünktlich zum letzten Bus am Busbahnhof sein könnten. Ach ja, das nächste Ziel nach Bago hatte ich schon in Yangon ausgelotet. Es sollte Kyaikto und sein goldener Felsen heißen.

    Es war früher Nachmittag und da ich schon am nächsten Tag weiter wollte duschte ich fix, zog zwei Hemden durch Waschbecken, schlüpfte in meine Klamotten und stand wieder auf der Straße. Was ein Reisender über Bago wissen sollte sind zwei Dinge. Die Stadt ist die viert größte in Myanmar und sie liegt direkt an der schwer befahrenen Straße Richtung Norden und zieht sich an dieser entlang. Darum ist hier, wie so oft in Asien beim Straßenüberqueren, Vorsicht geboten!

    Für einen besseren Überblick lief ich somit die besagte Straße entlang. Am Bahnhof machte ich dann ein Schlenker und bog in eine unbefestigte Straße ein und lief durch viele kleine Gassen und mehrere Märkte. Aber ich will gar nicht weiter von Wegen schreiben und lasse viel mehr Bilder sprechen:


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    Später am Abend stattete ich noch dem „Clocktower“ ein Besuch ab. Recht hübsch aber mehr auch nicht. Um den Clocktower herum gab es noch eine Menge empfohlener Restaurants aus dem Reiseführer. Da sie alle gleich aussahen und die Karte nirgends ein großes Highlight bot, ließ ich mich irgendwo nieder, trank 1-2 Bier und ließ den Abend ausklingen. Der Nächste morgen ging ja früh los.
     
  10. Teldon

    Teldon Member

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    Früh, ja eigentlich schon sehr früh (5:30Uhr), am Morgen startete ich mit meinem Guide die Tour. Erster Stop: Kyaikpun Pagode. Ein paar Kilometer entfernt lag dieses von König Dhammazedi im Jahre 1476 erbaute Bauwerk. Sie zeigt vier sitzende Buddhas, angelehnt an eine Steinwand, die in jeweils eine Himmelsrichtung schauen. Toller Anblick, schade nur, das der Himmel noch zugezogen war. Aber das Wetter spielte mit und es klarte nach und nach auf. So muss das sein! So kommen diese zauberhaften goldenen Pagoden ja erst richtig zur Geltung. Zweiter Stop hieß: Mahazedi Pagode. Eine schöne goldene Stupa auf einem glänzenden weißen Sockel. Die Pagode wurde 1560 unter König Bayinnaung erbaut, dann 1930 durch ein Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut im Jahre 1982. Jedenfalls ist der Boden rund um die Pagode bei Nässe extrem rutschig. Auf nackten Füßen verdankte ich es oft mein Balancegefühl und sicher wohl auch dem Glück, dass ich mich nicht lang legte. Ich glaub auf einem Bild erkennt man recht gut die sich spiegelnde Oberfläche des Bodens. Warum ich das erwähne? Wahrscheinlich weil es echt Spaß machte auszusehen als ob ich gerade eine Breakdance vor tanze und die Mönche immer leicht schmunzeln mussten.

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    Der Tag war noch lang und wir hatten noch viel vor. Dritter Stop: Shwethalyuang Buddha Statue. Ein 55m langer und 16m hoher, von König Migadippa im Jahre 994 erbauter, Buddha. Der Buddha trägt im englischen den Zusatz “reclining” was für seine Restaurierung steht. Diese Buddha-Statue ging im 18.Jhr. verloren und wurde erst im Jahre 1880 wieder entdeckt. Das stell sich mal einer vor. Du watest durch den Dschungel und stehst auf einmal, nichts annehnend, vor einer riesigen Buddha-Statue. Der Shwethalyuang Buddha soll der zweitgrößte liegende Buddha der Welt sein. Irgendwas stimmt mit der Aussage aber nicht so recht. Denn der liegende Buddha in Mudon und in Monywa sind um einiges größer als dieser Buddha. Genau kann ich diesen Sachverhalt nicht aufklären. Neugierig wäre ich da aber schon wie diese Aussage zum liegenden Buddha in Bago zu Stande kommt. Vor dem Gebäude in welchem sich der Shwethalyuang Buddha befindet, liegt noch ein weiterer Buddha (Mya Tha Lyaung Reclining Buddha) der eine großartige Kulisse vor einem See bietet.

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  11. Santos

    Santos Der Fotograf

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    Das wird wohl ein Bericht ganz nach meinem Geschmack. Viele Erklärungen, tolle Pics, und ein interessantes Reiseziel.

    Ich freue mich schon sehr darauf :wink:
     
  12. Teldon

    Teldon Member

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    @Santos, ich finde auch, dass Bilder immer mehr sagen als 1000Worte :)

    Um dieses ganze Areal gibt es wirklich noch viel mehr zu sehen. Ich denke allein dafür sollte man eigentlich schon gut einen halben Tag einplanen. Für mich gab es leider nur den Schnelldurchlauf.

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    Unser viertes Ziel hieß: Shwemawdaw Pagode. Sie ist wohl das Aushängeschild für Bago und demnach auch ganz gut Besucht. Auch kam hier der Eintritt Geld. Mein Fahrer sagte mir aber schon am Vortag er wüsste wie er uns da rein bekommt. Damit floss das Eintrittsgeld in seine Tasche und er schleuste uns irgendwo in einen Nebeneingang rein. War mir auch recht. Da weiß ich wenigstens, wem das Geld zu Gute kommt. Die Shwemawdaw ist die höchste Pagode des Landes (375 Fuß hoch) und zählt zu den beliebtesten Mon-Pagoden. Hier soll sich auch ein Relikt Buddhas befinden. Zwei Harre und Zähne. Weiter wurde sie durch Erdbeben stark beschädigt und ein früherer Teil der alten Pagode steht immer noch vor dem jetzigen Wiederaufbau mit einem Hinweis auf das vergangene Unglück.

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    Wir fuhren folgend noch ein zwei Pagoden an aber die spare ich mich mal. Das Vorletzte Ziel sollte eine über 100jährige heilige Schlange sein. So heilig, dass sie keiner ausser ein Mönch berühren darf und so faul, dass sie einfach nur herum lag. Schade, es war gerade keine Bade- oder Fütterungsstunde.


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    Den Abschluss der Tour krönte ein Besuch im zweitgrößten buddhistischen Kloster in Myanmar (Kyaly Khat Wai Kloster). Mein exzellenter Guide hatte die Zeit genau abgepasst, dass wir direkt zum Mittag da sein können, ja sogar kurz davor, sodass ich mir selbst noch ein Bild von Küche und Essenssaal machen durfte. Sterne-Küchen sehen anders aus aber hier wird wohl auch mehr Wert auf Robustheit und Zweckmäßigkeit gelegt. Gekocht wird jedenfalls noch über offenem Feuer. Eine Reisegruppe aus (ich denke mal) China war auch anwesend und hatte Tonnen von Spenden dabei die sie vor dem Eingang zum Speisesaal aufhäuften. Ein Mönch läutete die Glocke und es zogen hunderte Mönche an uns vorbei. War jedenfalls sehr interessant anzusehen auch wenn es mir hier und da dann doch zu indiskret wurde.

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    Die Tour war durch und somit war ich auch durch mit Bago. Wir lagen super im Zeitplan als mein super Guide und ich am frühen Nachmittag zurück am Hotel waren. Ich kündigte ja schon an, dass ich auscheckte nach der Tour und somit gab es auch keine Probleme, dass ich das Zimmer bis nach 14Uhr hielt. Waren ja doch recht wenig Touristen hier unterwegs. Auf einmal zog sich der Himmel schnurstracks wieder zu und es goss wie aus Eimern. Es half nichts. Ich musste zum Busbahnhof. Die Idee meines Fahrers mit einem Regenschirm verwarf ich und zeigte im kurz was passiert wenn er fährt, ich das Ding halte und der Wind kommt. Also kamen wir etwas durchnässt am Busbahnhof an. Ich bedankte mich herzlich bei dem wirklichen guten Fahrer dessen Namen ich leider vergessen hab. Der Bus stand schon und alles ging recht fix. Ticket: check! Einsteigen, Abfahrt! Tschüss Bago.
     
  13. Teldon

    Teldon Member

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    Mawlamyaing – Am Ziel vorbei, oder doch nicht?

    Also mein Ziel, wie ich im Beitrag von Bago schon erwähnte, sollte eigentlich Kyaikhtiyo und der goldene Felsen heißen. Wir schreiben den 11.10.2012. In aller Hektik beim Verlassen von Bago war ich zuversichtlich im richtigen Bus zu sitzen. Der Bus hielt nur übergangsweise. Nichts neues, Menschen springen raus, Menschen springen rein. Ich war einer von ihnen. Bago ist anscheinend zu klein um als Startstelle zu dienen. Also Gepäck rein, Sitzplatz zugewiesen bekommen, kurzes Lächeln und Abfahrt. Mein Loose-Reiseführer sprach von rund zwei Stunden Fahrzeit nach Kyaikhtiyo. Genug Zeit zum dösen und das erlebte Revue passieren zu lassen. Die Landschaft bot wenig Unterhaltsames und im Bus war ich leider der Einzige in meinen umliegenden Sitzreihen der Englisch sprach.

    Wo der Bus mich hinfuhr konnte ich nur erahnen. Ortschilder, wenn es sie denn gab, konnte ich nicht lesen. Nach drei Stunden Fahrt war mir klar: “Thomas, Du bist hier falsch”. Bis dahin hatte ich die ganze Zeit gehofft, dass gleich einer der Gehilfen zu mir kommt und mich wie gewohnt anstupst und freundlich zu verstehen gibt: wir sind da. Vielleicht hätte ich selber aktiv werden müssen. Letztlich auch egal. Nun wollte ich aber auch wissen wohin die Reise geht. Immerhin hatte ich ein extrem billiges Ticket in der Tasche und anscheinend wusste keiner wohin ich wollte. Rausschmeißen würden sie mich wohl eher auch nicht. Also hieß es abwarten und gespannt sein. Oder anders gesagt, einfach mal treiben lassen. Insgeheim hoffte ich ganz weit im Süden raus zu kommen. Da wo es wirklich kaum Touristen gibt. Nach 6h erreichten wir unser Ziel. Ich hatte keinen Dunst wo ich mich befand. Reiseführer und Karten hin oder her. Anhand der Fahrzeit, über den Daumen gepeilt, lotete ich aus wo ich sein könnte. Hpa-An passte ganz gut. Allem Anschein nach war es so.

    Das bunte Treiben auf Busbahnhöfen war auch hier vorhanden. Scheint ein weltweites Phänomen zu sein. Hatte ich doch in Yangon noch die Hoffnung, hier sei es anders. Eine Scharr von Mototaxi-Fahrern taxierte beim Einrollen des Busses die Gäste und erblickte mich. War ich doch der einzige westliche Tourist und damit gleich Staatsfreund Nummer 1. Manchmal können solche Situationen wirklich zum Belastungstest werden. Mit aufgeschlagener Karte von Hpa-An wollte ich wissen wie weit es in die Stadt ist. Das Burmesen keine Karte lesen können wusste ich, dennoch zeigten alle zielsicher irgendwo hin. Also Reiseführer wegen Unbrauchbarkeit verstaut und direkt in die Hände eines Fahrers begeben. So viele Hotels gibt es in den “kleineren” Städten Myanmars ja nicht und normal stehen so gut wie alle im Reiseführer. Nur irgendwie keins der angesteuerten in dieser Stadt.

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    Erst viel später am Abend hatten mir Reisende erzählt, dass ich mich nicht in Hpa-An sondern noch weiter südlich in Mawlamyaing befand. Und das so beiläufig beim Essen als ich fragte was man den in Hpa-An machen kann. Ich bin fast vor lachen vom Stuhl gefallen. Ich befand mich seit mehr als fünf Stunden in einer vollkommen anderen Stadt als ich eigentlich annahm. Ab jetzt wurde es leichter. Nun ergaben auch die Straßenkarten und angepriesenen Hotels einen Sinn. Nebenbei, mein Hotel war einfach aber sehr günstig, was für Myanmar nicht immer gegeben ist. Ich zahlte 6$ pro Nacht im Breeze Guesthouse. Der erste Abend verging recht ruhig mit Gesprächen und frischem Bier auf der Veranda unseres Gasthauses.

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    PS: ich weiß nicht wie es euch geht, aber selbst jetzt nach fast 2 Jahren schwelge ich wenn ich solche Sonnenuntergänge sehe :)
     
  14. General79

    General79 Moderator

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    Klasse, ganz grosse Klasse dein Bericht !!!!

    Mein erster Besuch in Burma war im Januar 2013. Da gab es bereits gefühlte drei ATM Automaten in Yangon, wo man Geld ohne Probleme abheben konnte. Und auch bei uns wurden nur absolut nagelneue Dollarnoten entgegengenommen.

    Das Dilema mit den Hotel's in Yangon haben wir bereits frühzeitig erkannt und buchten schlussendlich über Agoda eine Unterkunft. Die Preise waren sehr gut gesalzen. Für eine etwas bessere 'Bleibe' bezahlten wir pro Nacht schlussendlich annähernd 100 Dollar (Alfa Hotel).

    Bei der Disco dürfte es sich um das JJ Entertainment City gehandelt haben. Ein paar Details kann man aus unserem Reisebericht Post 166/167 entnehmen.

    http://www.thailand-asienforum.com/...te-erfahrung-myanmar-burma-14640/index12.html


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  15. Teldon

    Teldon Member

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    Am Frühstückstisch zog ich den anwesenden Leuten hier ein paar Informationen aus der Nase. So richtig auf dem Laufenden war ich ja immer noch nicht was ich mir hier außer die Stadt denn anschauen könnte. Viele schwärmten vom größten liegenden Buddha der Welt, der hier in der Nähe in Mudon liegt. „Größte der Welt“,.. wenn eine Beschreibung so anfängt ist das ja immer ein Ausflug wert. Ebenfalls, wer hätte es gedacht, gab es auch hier einen goldenen Felsen. Nicht nur einen sondern gleich 3. Die „3 golden rock pagoda“ hoch oben auf einem Berg auf das kein Moto fährt. Der Berg ist sogar ersichtlich vom Balkon aus. Aber kommen wir erst mal zum Buddha. Das Gästehaus hatte wie immer hauseigene Fahrer. Kurz über den Preis verhandelt (7$) und schon saß ich hinten auf einem Moto und fuhr in Richtung Mudon, das ca 30km von hier lag. So als Hinweis. Es geht auch über Busse und Pick-Ups was deutlich billiger ist. Da ich an den Tag aber zwei Ziele meistern wollte, wollte ich weniger experimentieren und vor allem zeitlich ungebunden sein. Hier machen wir mal einen Unterbericht (zur Erinnerung, ich bin in Mawlamyaing, gesprochen "Mulmin") :

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    Mudon – und der größte liegende Buddha der Welt

    Auf dem Moto sausten wir voran. Bewaffnet mit meiner Kamera hieß mein Ziel am 12.10.2012 Mudon. Gut sausen ist relativ und so 30km können ganz schön lang werden. Zudem wird man überholt von allem was vier Räder hat. Einmal schnitt uns ein Transporter mit einem Arbeitselefanten hinten drauf. Ich glaub ich konnte dabei fast ein Grinsen beim Ladeflächen-Gast sehen. Zum Gruß hupte der LKW Fahrer noch kurz und gab Gas. Aber der Weg bietet einen herrlichen Blick auf grüne Feldern, beeindruckende Pagoden, hoch oben auf den Felsen und Felsvorsprüngen, und zur rechten stets der Fluss und das Meer.

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    Vorbei am großen Torbogen wird die Straße zum Buddha ausgeschmückt mit Staturen, Mönchfiguren und Stupas. Wirklich sehr beeindruckend sind die Mönchfiguren, die wie ein Begleitkommando die Straßenseiten schmückten. Weit mehr als 100 Mönche sind hier aufgestellt. Mein Fahrer erklärte mir, dass das Gelände, wenn es denn fertig wird, als buddhistischer Freizeitpark gedacht sei. Auch eine Wasserrutsche ist vorhanden. Vielleicht als eine Art reinigendes Ritual. Verrücktes Burma!

    Und dann liegt er da. Ein unfassbar riesiger Buddha (Win Sein Taw Ya) mit rund 180 Meter Länge und 30 Meter Höhe. Soweit wie ich das verstand befindet sich der Buddha seit über 20Jahren im Bau und kann zur Zeit nur durch Spenden weiter finanziert werden. Das Mega-Projekt scheint aber äußerlich schon sehr fortgeschritten zu sein. Über eine Brücke, vorbei an den Wasserrutschen, gelangte ich in das Innenleben des Riesen. Das Innere ist in kleine Räume unterteilt, die mit Plastiken und Wandgemälden die Geschichte des Buddhismus erzählen. Einige davon sehen echt bizarr aus und sind nichts für schwache Nerven. Viele Räume, besonders im hinteren Bereich befinden sich noch im Aufbau. Hier ist Vorsicht geboten da teilweise Stahlträger herausragen und Bauschutt gut herum liegt.

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    Am Ausgang sitzt ein sehr alter Mönch, der mit einem großartigen Lächeln um eine Spende bittet. Um ganz genau zu sein kaufte ich damit eine Kachelplatte, die von einem Stapel auf einen anderen umgestapelt wird. Symbolisch als weiterhin verfügbares Arbeitsmaterial. Als kleines Dankeschön wird ein handgeschriebener, nennen wir es mal Spendenzettel, ausgefüllt. Wieder für Mr. Thomas. Einfach klasse.

    Auf dem Rückweg, oben auf der Brücke, traf ich noch eine Gruppe sehr hübscher Mädels in umwerfenden Kleidern. Eigentlich absolut zu overdressed für solch einen Ausflug. Sie fragten woher ich kam und meine Antwort muss wohl so für Aufregung gesorgt haben, dass ich kurzer Hand für ein Fotoshooting missbraucht wurde. Bestehend aus Einzelaufnahmen mit je einer der bezaubernden Damen und reichlich Gruppenbildern. Die Situation war etwas überraschend, dass ich perplex nicht daran dachte selbst ein Foto zu schießen. So gab ich meinen ersten Auftritt als Fotomodell.

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    Abschließend schlenderte ich noch um das gesamte Areal herum. Hier gab es echt viel zu sehen. Wenn diese Anlage mal irgendwann fertig sein sollte ist das ein wahres Highlight. War sie doch jetzt schon ein echter Eye-Catcher.

    Nach rund drei Stunden ging es auf unserer Suzuki Hayabusa zurück Richtung Mawlamyaing.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2014
  16. Teldon

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    Danke ;) Es ist sogar so, dass ich Ende 2012 in einer Bank die eingeschweißten Automaten sah! Also ganz frisch. Das war schon witzig. Aber ich wollte auch gern dieses Reisen ohne Geldquelle. So kannte ich es selbst zum damaligen Zeitpunkt nur aus Berichten. Das mit den Hotels... du kennst das ja sicher auch gut dann! Es ist wirklich ein Phänomen. Ich konnte oder wollte halt auch nicht wirklich etwas vor-buchen. Eben weil ich oft gar nicht wusste wann ich wo sein würde. Aber würde es so selbst auch nicht mehr riskieren, nun sind ja noch mehr Touristen da :D

    Das Center muss ich mal googlen, das könnte es echt sein. Hab das selbst nie gefunden.
     
  17. Cavigliano

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    Hallo @Teldon,

    toller Bericht über ein noch ziemlich unbekanntes Land. Und Deine Fotos sind SUUUUPER!!!

    Gruss

    Cavigliano
     
  18. Teldon

    Teldon Member

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    Der Tag war noch jung als ich von Mudon zurück kam. Ich lag super im Zeitplan. Also gleich weiter zur 3 golden Rock Pagode. Auch hier als Sub-Text :)

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    Mawlamyine – und der Weg der Folter zur 3 golden Rock Pagode

    Zurück vom Ausflug nach Mudon holte ich am Hotel die Informationen für meinen zweiten Teil der heutigen Mission. Die Nwa-la-bo Pagoda oder auch die 3 golden Rock Pagode (gibt dazu leider noch kein Tripadvisor Eintrag den ich verlinken könnte). Mein Moto-Fahrer war mir für die kurze Strecke etwas zu teuer und so erkundigte ich mich nach einem öffentlichen Bus. „Die fahren stündlich, der nächste gleich.“ war die Antwort vom freundlichen Mann hinterm Tresen. Gut, also doch noch mal die Dienstleistung des Moto-Fahrers genutzt um zum Busbahnhof, nahe der großen (sogar die größte Brücke in Myanmar) Brücke am Stadteingang, zu gelangen. Schnell ein Ticket gekauft und ab ging die Fahrt. Wohin er fuhr, keine Ahnung. Diesmal bat ich aber darum mich anzusprechen wenn wir da sind. Ich bin ja lernfähig. Glücklicherweise hatte ich sogar Logenplatz direkt vor der gewaltigen Frontscheibe und konnte sogar noch ein tolles Foto aus der Windschutzscheibe von der Brücke schießen. Irgendwo im Nirgendwo wurde ich heraus gelassen. Hier gab es wirklich gar nichts. Ein Sandweg und drei Häuser. Ich fühlte mich fit und hatte keinen blassen Schimmer was mich erwartet. Etwas Wasser hatte ich dabei. Als Schuhwerk trug ich ebenfalls meine treuen Lowa Wanderstiefel. Denn etwas Respekt hatte ich schon als der Rezeptionist im Hotel sagte, der Aufstieg sei zwei Stunden. Hier von unten sah ich gar nichts, nicht mal einen Weg der hoch führte. Von einem glänzenden goldenem Ding ganz zu schweigen. Die Stupas die goldenen in der Sonne glänzen erkennt man ja immer recht schnell in den Bergen. Kein Mensch weit und breit. Tourismus hier? Fehlanzeige! Bin ich überhaupt richtig hier und laufe ich den richtigen Weg? Hoffentlich!

    Ich lief richtig. Soviel stand fest als ich nach dreißig Minuten eine Tour aus fünf weißen, schnaufenden, hochroten und einem braunen, lächelnden Köpfen sah. Irgendwie lachten die anderen nicht. Wahrscheinlich ist es ihnen vergangen. Kein gutes Zeichen. Sie wünschten mir „take care and good luck“ und trabten davon. Vielleicht ja ganz angebracht. Der Aufstieg zog sich. Zog ist gar kein Ausdruck. Die Sonne stand im Zenit und brannte erbarmungslos auf mich herab. Natürlichen Sonnenschutz gab es keinen. Auch keinen in Form von weißer Creme. Die lag, nebenbei bemerkt, gut verstaut im Hotelzimmer. Mein Wasser ging auch zur Neige und mein schwungvoller Antritt am Fuß des Berges hatte spätestens jetzt an Schwung verloren. Die Wege zogen sich wie der Schlangenpfad bei Dragonball dem Gipfel entgegen. Immer wieder verglich ich mich von Son Goku und verfluchte das nie sichtbare Ende. Mein Mp3 Player verlieh mir etwas Abwechslung. Auch die Aussicht ließ über einige Strapazen hinweg sehen. Mittlerweile war ich weit mehr über einer Stunde unterwegs und bis auf die Unterhose durchgeschwitzt. Am schlimmsten waren die steilen felsigen Passagen bei denen ich schon nach 10Metern zu schnaufen anfing. Langsam aber sicher verstand ich das Bild der Gruppe die mir am Fuße entgegenkam.

    Ich verfluchte mich selbst, dass ich nicht mehr Wasser mit hatte und auch sehr wenig gegessen hatte. Aufgeben war aber keine Option und so schleifte ich mich selber voran. Immer ein Schritt vor den anderen. Nach knapp zwei Stunden erreichte ich den Gipfel bzw. den Gipfelpfad aber weit und breit sah ich nichts von einem goldenen Felsen oder etwas das nach Menschenhand aussah. War ich doch falsch gelaufen? Ich pausierte noch mal kurz und dachte darüber nach ob ich möglicherweise falsch abbog als genau in dem Moment ein Moto neben mir hielt. Ich muss wohl echt kaputt ausgesehen haben und eine freundliche burmesische Stimme fragte mich ob ich nicht mit will? Was ein Angebot. Klar wollte ich, bloß raus aus der erbarmungslosen Sonne (das war im Übrigen das größte Problem beim Aufstieg)! Also düsten wir den Bergkamm entlang. Auf steinigen und steilen Passagen schob ich und mein Fahrer tangierte unsere wilde Maschine durch den Fels. Irgendwann so nach 15 Minuten erreichten wir unser Ziel. Wer weiß was das an Gehminuten gewesen wäre.

    Oben kam uns gleich der Abt der Pagode entgegen und begrüßte uns. Ich muss immer noch ganz schön fertig ausgesehen haben und als der Abt auf meiner Höhe war lachte er mich aus. Soviel dazu! Er führte uns in ein kleines Hinterhaus und bot mir ein Tee an. Ich lehnte dankend ab und sagte ihm, dass ich dringend Wasser brauche. Mit einem breiten Grinsen holte er das ersehnte Nass aus der Kühlbox. Ich bin immer fasziniert wie gut die Mönche hier Englisch sprechen. Auch dieser Abt war super drauf und erzählte viel von sich und diesem Tempel. Als ich wieder einigermaßen zu Kräften kam drehte ich die ersehnte Runde um das Heiligtum. Ein wirklich unnatürliches Gebilde und eigentlich auch viel interessanter als der (eine) Stein in Kyaikto. Aber das wirklich atemberaubende an diesem Ort war die Ruhe. Diese unfassbare Ruhe! Hier gab es kein Tourist, kein Auto oder Motolärm, Die Stadt war meilenweit entfernt und nur am Horizont zu sehen. Niemand war hier. Nur ich! Ein wahrhaft schöner Ort um seine Gedanken schweifen zu lassen.

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    Am Ausgang hielten mich der Abt und mein Fahrer direkt an. Hatte ich mich doch moralisch schon auf mindestens zwei Stunden Fußmarsch bergab eingestellt, bot mir mein Fahrer nochmals an mich mit zu nehmen. Gesegnet seien die Planlosen! Die einzige Bedingung: Ich muss den Videorekorder vom Abt irgendwie tragen und bloß nicht fallen lassen. Ich gebe mein Bestes versprach ich! Runter ging es dann echt schnell auch wenn es ab und an (für mich) echt gefährlich aussah wie mein Fahrer sich mit Geschwindigkeit um die Kurven schlängelte.

    Am Fuß angekommen bedankte und verabschiedete ich mich. Hier erlebte ich es wieder. Dieser „take care“-Faktor in Burma ist überwältigend. Auf der Straße bin ich dann per Anhalter (schön mit dem Daumen raus) wieder nach Mawlamyine rein. Einen dieser Personen-Pickups traf ich irgendwie nicht mehr an. Vielleicht war es zu spät. So wusste ich mich irgendwie nicht anders zu helfen. Aber naja, ich bin in Burma, dem Land der super hilfsbereiten Menschen!
     
  19. Teldon

    Teldon Member

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    Danke Cavigliano. Burma ist sicher noch kein sehr weit gefächertes Land wie zB Thailand. Aber die Rolle wie lahu in seinen Berichten vor, keine Ahnung, 25Jahren nehme ich leider auch nicht mehr ein. Schade eigentlich :D
    Zu meinem Equip: ich hatte ne Canon 60D (für alle DSLR-Fans: mit einem Sun-Sniper Gurt, ruhig mal googlen, das Ding ist weltklasse!) mit einem Kit-Objektiv und nen 300mm Telezoom dabei. Grade mit dem Rucksack nerven die 3-5kg Zusatzgewicht schon sehr, aber wenn ich mir immer danach die Fotos ansehe weiß ich: das war es wert!
     
  20. Teldon

    Teldon Member

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    Als ich zurück war von der 3 golden Rock Pagoda, war ich einfach nur fertig. Der Abend endete wieder auf Veranda des Hotels bei netten Menschen und eins zwei Bier. Ich hatte wohl etwas zuviel Sonne auf den Bergen abgekommen und windete mich recht früh aus der Runde. Für mehr war ich an diesem Tag nicht mehr zu gebrauchen und verzog mich irgendwann in meine Kajüte.

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    Tag 3 in Mawlamyaing. Wer kann eigentlich diesen Namen aussprechen? Ich kann es immer noch nicht. Zum Glück hieß die Stadt früher einmal Moulmein womit auch jeder etwas anfangen kann. Mein Tagesplan war Stadterkundung. Immerhin ist das eine alte Kolonialstadt was nach Reiseführer doch ersichtlich sein soll. Welche Wege ich gelaufen bin kann ich nicht mehr wiedergeben. Einfach kreuz und quer durch Märkte, Straßen, Gassen und schlussendlich am Wasser zurück. Die Stadt ist zu Fuß super zu durchlaufen und offenbart einen tollen Einblick in das Leben der Burmesen. Besonders das Treiben an den Anlegestellen am Wasser hatte es mir angetan. Ich glaub ein paar Fotos haben das ganz gut eingefangen. Insgesamt ist Mawlamyaing eine schön anzuschauende Stadt mit wenig Hektik, touristisch nicht überlaufen und irgendwie stark beruhigend.

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    Für mich hieß es nun schon Abschied nehmen. Hatte ich doch den Tipp erhalten mir unbedingt Hsipaw anzuschauen, das weit im Norden liegt. Das hieß nun erstmal Mandalay und dann von da irgendwie weiter. Also auf geht’s. Ticket vom Hotel aus gebucht, Moto zum Busbahnhof und weg. Achja, ich hab mich immer gefragt wie die ganzen Motorroller von A nach B kommen. Hier die Antwort:

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    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2014