Ich freue mich übrigens sehr, dass Praw optisch bei euch so gut abschneidet. Vielleicht stelle ich sie wirklich irgendwann mal bei einer Wahl ein. :yes:
 
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Mit dem Taxi ging es dann zum Floating Market. Der Floating Market ist ein Dorf, dass auf einem künstlich erschaffenen See gebaut wurde und mit jeder Menge Souvenirshops, Imbissständen und Restaurants aufwartet. Das touristische Publikum besteht hauptsächlich aus Asiaten, sprich Koreanern, Japanern und Chinesen und offen gestanden, ist das ganze Ding eigentlich eine gemäßigte Touristenfalle. Uns hat es trotzdem gut gefallen, denn Charme war durchaus vorhanden.
 
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Praw war ganz besonders begeistert von den vielen Altaren und betete fast an jeder Ecke. Mit großer Verwunderung beobachtete ich, wie sie insgesamt mehrere hundert Baht in den zahlreichen Spendentöpfen verschwinden lies. Ich will das nicht werten, denn dazu verstehe ich zu wenig von der Materie, aber es ist schon befremdlich zu sehen, wie die Girls ihr hart verdientes Geld verpulvern. Praw kommentierte das damit, dass sie sich somit Glück und Wohlstand für die Zukunft erworben hätte. Na dann...
 
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Wir machten es uns eine ganze Weile an einer dieser überdachten Fressbuden gemütlich und liesen es uns gut geht. Praw sagte mir, dass sie noch nie an diesem Ort war und bedankte sich vielfach bei mir, weil ich sie hier her gebracht habe. Die hatte wirklich eine äußerst liebenswerte und herzliche Art und das gefiel mir sehr. Solche Girls findet man auch in Patty nicht mehr an jeder Ecke, dafür aber viele abgezockte Bitches, mit denen ich schon aus Prinzip auf Kriegsfuß stehe.
 
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Als wir gerade auf dem Rückweg waren, kam ich auf die Idee Praw zu fragen, warum sie eigentlich nicht in einer Bar oder Gogo arbeitet. Sie war meine erste Freelancerin, deshalb hat mich das einfach interessiert. Sie atmete tief durch und dann erzählte sie mir, dass sie ein paar Tage an einer Bar gearbeitet habe, aber ziemlich unglücklich damit war. Danach wurde sie wieder still, aber ich wollte natürlich auch wissen, was genau ihr nicht gefallen hat und hab gebohrt, bis es dann unerwartet wie ein Wasserfall aus ihr heraus sprudelte. Ich gebe einfach nur mal wertungsfrei wieder, was sie mir erzählt hat. Der Wahrheitsgehalt sei mal dahingestellt, schließlich gehört Klappern zum Geschäft.
Die Mamasan hätte von ihr erwartet mit jedem Customer mitzugehen, der Interesse an ihr bekundete, auch wenn sie ihr mitteilte, dass sie diesen Kunden nicht mochte. Sie hätte sich manchmal auch geekelt. Zuletzt hätte ein alter, dicker Ami an ihrer Bar gesessen und abfällige Sprüche über ihr Aussehen gemacht und nachdem er sie wohl rauf und runter beleidigt hatte, auch mit bösen Sprüchen, wollte er sie barfinen. Sie weigerte sich mitzugehen, weshalb es zum Streit mit der Mamasan kam. Daraufhin habe sie ihre persönlichen Dinge zusammen gesammelt und der Mamasan gesagt, dass sie nicht mehr zurück komme. Seitdem arbeite sie lieber auf eigene Faust und suche sich ihre Customer selbst aus. In der Disco wäre es für sie kein Problem unsympathische Typen abblitzen zu lassen. Jetzt verdiene sie zwar weniger, könne aber frei entscheiden mit wem sie gehen möchte und mit wem nicht. Sie wolle das noch ca. 2-3 Wochen machen, dann stehe die Reisernte in ihrem Heimatdorf im Isaan an und da würde sie von ihrer Familie gebraucht.

Ich weiß nicht was davon stimmt und ob überhaupt etwas davon stimmt, aber das war halt ihre Story. Rein intuitiv würde ich behaupten, dass da weniger Bullshit dabei war, als bei so manch anderem Bargirlgewäsch, denn es machte auf mich nicht den Eindruck, als wolle sie mich mit Gesülze weichkochen. Hätte ohnehin nicht funktioniert.
 
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Nach dem Floating Market sind wir dann wieder zurück in's Hotel gefahren. Bereits vor unserem Ausflug konnte ich den angekündigten Zimmerwechsel vornehmen und bekam jetzt endlich das, was ich tatsächlich gebucht hatte, nämlich den wesentlich größeren Standard Room mit Balkon. Der Wechsel klappte reibungslos, so dass ich bereits dachte, es wäre alles in Butter.

Bei unserer Rückkehr vom Floating Market hielt mich die Dame an der Rezeption auf und verklickerte mir, dass ich für das kleine Zimmer von gestern die Rate des großen Zimmers bezahlen müsse. Ich dachte zuerst, hier müsse es sich um ein Missverständnis handeln, doch dem war nicht so. Die meinte das ernst! Ich gab mich verständnislos, schließlich war es nicht meine Schuld, dass mein reserviertes Zimmer am ersten Tag nicht frei war. Ich verwies darauf, dass meine Reservierung verschlampt wurde und ich deshalb vorerst in das kleine Zimmer einquartiert wurde. Es ist unglaublich mit welcher dreisten Geschichte sie mir dann um die Ecke kam. Angeblich wäre dieser Zimmertyp von mir nur im dritten Stock gewünscht gewesen und ich hätte das gleiche Zimmer im zweiten Stock abgelehnt. Das war natürlich frei erfunden. Es geht mir nicht um die paar Baht, aber sowas ist doch einfach nur unverfroren bis zum Anschlag. Nach rund 10 weiteren Minuten Diskussion sah es so aus, als würde man einlenken und ich ging davon aus, dass die Sache geklärt war. Leider war die Sache nicht geklärt, aber dazu später.

Das Sandy Spring ist ein sehr gutes Hotel, zu einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis und das auch noch in idealer Lage, aber diese Nummer, die werde ich mir merken. Zuerst die Kommunikationsschwierigkeiten und die schwammige Auskunft per Mail, dann die Aufforderung meine Kreditkartendaten ungeschützt durch's Netz zu jagen, die vergeigte Reservierung und letztendlich auch noch dieser Abzockversuch, um die eigene Schlampigkeit zu verschleiern. Wenn die Zimmer und der Preis nicht so gut gewesen wären, hätte mich das Hotel definitiv zum letzten Mal gesehen. Auch so werde ich mir gut überlegen, ob ich dort nochmal logieren möchte.
 
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Praw hatte den Braten gerochen und wusste dass ich nun vor hatte sie auszuchecken, deshalb versuchte sie mich mit allen Mitteln davon abzubringen. Sie hat das auch durchaus sehr geschickt und sympathisch gemacht, aber im Urlaub möchte ich einfach täglich wechseln. Sie notierte mir ihre Handynummer, mit der Bitte, dass ich sie doch bald anrufen möge. Ich hab mich nicht verbindlich dazu geäußert. Zwar hatte ich nicht vor mich tatsächlich nochmal bei ihr zu melden, aber man kann ja nie wissen. Praw verabschiedete sich mit einem Wai und drückte mir noch ein paar Küsse auf, während sie sich nochmals für den Ausflug bedankte. Gemeldet hab ich mich natürlich nicht mehr.
 
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Hatte auch schon diese art von Unwilligem Personal da hilf nur der Manger
weiter . Laufvolk hat sind auch keine Entscheidungsträger . Da kann man sich jede Diskusion sparen .
Ich dachte ja, die Angelegenheit wäre geklärt, aber in Wirklichkeit wurde alles weggelächelt, was mich in einem falschen Glauben beließ. Ich hatte die Sache anschließend auch schon fast wieder vergessen.
Ich frag mich nur, was eine Rezeptionistin davon hat, mir ne falsche Rate, samt Münchhausenstory aufzutischen. Es kann doch eigentlich nur so sein, dass man die verschlampte Reservierung unter den Tisch kehren wollte?!
 
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