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TeXniker Thread

       #1  

KingPing

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Mal rein aus Interesse: Gibt es hier TeXniker?
 
 
 
 
       #2  

YamNua

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       #3  

KingPing

V.I.P
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Ahhh ... hab gefunden... ne spezielle Textsoftware
Aber gerne doch. Aber vorab, wenn du einem TeXniker mit Textsoftware kommst, wird er wohl ein dickes Buch über TeX (gesprochen Tech) nehmen und dich solange hauen, bis du dich entschuldigt hast. :strei:

Okay, Spaß beiseite. TeX ist wohl das mächtigste Open Source Satzsystem, was es weltweit gibt. Donald Knuth, ein Prof vom MIT hatte in den 80gern (oder früher) die Nase voll davon, dass es kein Textverarbeitungsprogramm gab, mit dem man vernünftig Mathematik zu Papier bringen konnte. Damals gab es ja als Vorläufer von Word Wordstar und bei den 8 bit Rechnern war der Zeichensatz beschränkt und man konnte nur über das Absprechen von Code Pages auf andere Zeichensätze zurückgreifen.

Donald Knuth hat diese Problem ganz einfach dadurch gelöst, ein Programm zu entwickeln, dass es ermöglichte, mittels Satzbefehlen Text Mathematiksatz einzubringen. Zugegeben, gegenüber den damals üblichen WYSISYG-Programmen mutete das anachronistisch an, aber die waren am Ende, wenn es darum ging, beispielsweise große Integralzeichen oder Matrizen zu setzen.

Logge dich ein, oder registriere dich jetzt, um die Anhänge zu sehen.
Beispiel
Zugegeben, TeX war anfangs ungewohnt, weil es noch keine Editoren gab. Kurz nach der Veröffentlichung hat Leslie Lamport, ein Informatiker mit Latex eine neue Entwicklungsumgebung geschaffen und bald darauf gab es auch spezielle Editoren wie WinEdt, mit denen man eine komplette TeX-Umgebung bedienen konnte.

Es gibt heute satztechnisch nichts, was man mit TeX nicht machen kann und alles ist nach wie vor Open Source und Plattform übergreifend, wenngleich es sich für Windows als Kern wohl etabliert hat.

Mit Metafont hat man sogar die Möglichkeit, eigene Schriften oder was auch immer zu kreieren und in TeX zu implementieren, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ich hatte selbst damals einen thailändischen Zeichensatz entworfen, weil in den damals verfügbaren Zeichensätzen Kor Kuat und Kor Khun als obsolete Grapheme fehlten.

Für Windows gibt es eine komplette TeX-Distribution unter dieser Homepage und WinEdt ist wohl mit Abstand der beste Editor für TeX. Aktuell gibt es die Version 10, ich selbst habe noch die Version 9, es ist zwar nur eine Testversion mit 30 Tagen Laufzeit, aber das Löschen von 2 Schlüsseln in der Registry setz den Zähler dann wieder zurück. :strei:

Das Schriftbild und die Ausgabequalität der DVI-Files ist nicht zu toppen (dvi = device independent).

Ich habe meine Diplomarbeit mit TeX verfasst. Der Kommentar meiner Profs beim Kolloquium: " Das ist mit Abstand das Beste, was uns jemals vorgelegt wurde!"
 
 
 
 
       #4  

nispuk2000

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Aber gerne doch. Aber vorab, wenn du einem TeXniker mit Textsoftware kommst, wird er wohl ein dickes Buch über TeX (gesprochen Tech) nehmen und dich solange hauen, bis du dich entschuldigt hast. :strei:

Okay, Spaß beiseite. TeX ist wohl das mächtigste Open Source Satzsystem, was es weltweit gibt. Donald Knuth, ein Prof vom MIT hatte in den 80gern (oder früher) die Nase voll davon, dass es kein Textverarbeitungsprogramm gab, mit dem man vernünftig Mathematik zu Papier bringen konnte. Damals gab es ja als Vorläufer von Word Wordstar und bei den 8 bit Rechnern war der Zeichensatz beschränkt und man konnte nur über das Absprechen von Code Pages auf andere Zeichensätze zurückgreifen.

Donald Knuth hat diese Problem ganz einfach dadurch gelöst, ein Programm zu entwickeln, dass es ermöglichte, mittels Satzbefehlen Text Mathematiksatz einzubringen. Zugegeben, gegenüber den damals üblichen WYSISYG-Programmen mutete das anachronistisch an, aber die waren am Ende, wenn es darum ging, beispielsweise große Integralzeichen oder Matrizen zu setzen.

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Beispiel
Zugegeben, TeX war anfangs ungewohnt, weil es noch keine Editoren gab. Kurz nach der Veröffentlichung hat Leslie Lamport, ein Informatiker mit Latex eine neue Entwicklungsumgebung geschaffen und bald darauf gab es auch spezielle Editoren wie WinEdt, mit denen man eine komplette TeX-Umgebung bedienen konnte.

Es gibt heute satztechnisch nichts, was man mit TeX nicht machen kann und alles ist nach wie vor Open Source und Plattform übergreifend, wenngleich es sich für Windows als Kern wohl etabliert hat.

Mit Metafont hat man sogar die Möglichkeit, eigene Schriften oder was auch immer zu kreieren und in TeX zu implementieren, der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ich hatte selbst damals einen thailändischen Zeichensatz entworfen, weil in den damals verfügbaren Zeichensätzen Kor Kuat und Kor Khun als obsolete Grapheme fehlten.

Für Windows gibt es eine komplette TeX-Distribution unter dieser Homepage und WinEdt ist wohl mit Abstand der beste Editor für TeX. Aktuell gibt es die Version 10, ich selbst habe noch die Version 9, es ist zwar nur eine Testversion mit 30 Tagen Laufzeit, aber das Löschen von 2 Schlüsseln in der Registry setz den Zähler dann wieder zurück. :strei:

Das Schriftbild und die Ausgabequalität der DVI-Files ist nicht zu toppen (dvi = device independent).

Ich habe meine Diplomarbeit mit TeX verfasst. Der Kommentar meiner Profs beim Kolloquium: " Das ist mit Abstand das Beste, was uns jemals vorgelegt wurde!"
Jaja... :strei: ::D:

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       #5  

YamNua

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Danke @KingPing für die Erklärung ... ist mir vorher noch nie untergekommen :)
 
 
 
 
       #6  

KingPing

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LaTeX ist eine Makroumgebung für TeX, also keine Programmiersprache wie die oben genannte oder Batch. Der Text wird mit den entsprechenden Formatierungsbefehlen an TeX oder LaTeX übergeben und es werden dvi-Files erzeugt, die dann entsprechend an Output-Devices übergeben werden, was dann ein beliebiger Drucker sein kann, zu einem Postscript-File, pdf-Dokument oder HTML führt.

Von daher verstehe ich deine Anmerkung nicht.
 
 
 
 
       #7  

nispuk2000

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LaTeX ist eine Makroumgebung für TeX, also keine Programmiersprache wie die oben genannte oder Batch. Der Text wird mit den entsprechenden Formatierungsbefehlen an TeX oder LaTeX übergeben und es werden dvi-Files erzeugt, die dann entsprechend an Output-Devices übergeben werden, was dann ein beliebiger Drucker sein kann, zu einem Postscript-File, pdf-Dokument oder HTML führt.

Von daher verstehe ich deine Anmerkung nicht.
Glaube, dass ich zwischen Programmiersprachen und LaTeX unterscheiden kann. Der Cartoon bietet nur eine Übersicht wie man die Anhänger der entsprechenden Disziplinen etwas nicht ernst gemeint hochnehmen kann.

Wollte nur eine etwas nicht eine ernst gemeinte spassige Anspielung auf dem im Cartoon abgebildeten Abschnitt LaTeX auf deine Arbeit machen. Ich ärgere die Leute im Bereich LaTeX meistens damit, dass sie LaTeX nur dazu benutzen, dass ihre Arbeit gut aussehe. Falls dies nicht klappt lege ich einen nach und frage ob, dies mit Markdown nicht schneller gehen würde. Die Leute kriegen, dann oft eine Schnappatmung und Preisen dann ihre Skripts, Makros, Formelabhandlungen, Postskripts, usw. Wird oft lustig. Ich muss ja nicht sagen, dass ich LaTeX auch nutze. Aja, und immer unwissend nachfragen und bei Bedarf etwas nachlegen (z.B. und weshalb geht dies im Word jetzt nicht?). ::D:

Python Anhänger kann man zum Beispiel damit ärgern, dass sie gar nicht programmieren und sie ja alles über Import und PIP zusammenschustern. Kommt auch sehr, sehr gut an und für Unterhaltung ist gesorgt. Weiss noch nicht was ich bei Kotlin nehmen werde. Aber ich werde wahrscheinlich Folgendes anschieben: „Wer JavaScript-Programmierung nicht versteht und überall Fragezeichen in den Code schreibt, weil er etwas unsicher ist, der favorisiert Kotlin.“ Wird sicher für funktionieren und für Popcorn-Stimmung ist gesorgt.
 
 
 
 
       #8  

KingPing

V.I.P
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Ich ärgere die Leute im Bereich LaTeX meistens damit, dass sie LaTeX nur dazu benutzen, dass ihre Arbeit gut aussehe.
Also mir persönlich liegt es fern, Leute zu ärgern, nur weil sie ein bestimmtes Werkzeug zweckgerichtet und zielorientiert nutzen. Das mache ich höchstens dann wenn sie versuchen, ich nehme mal eine Metapher, mit einem Trabbi ein Feld umzupflügen.

In meiner Laufbahn als Ingenieur habe ich es leider in der Praxis oft so erlebt, dass die Excel für eigentlich typische Datenbankanwendungen nehmen. Da haben sich bei mir die Nackenhaare aufgestellt.

Von Markdown habe ich noch nie gehört, der grobe Überblick (Wiki) stellt sich mir allerdings so dar, dass man das mit MikTeX nicht vergleichen kann, lasse mich da aber gerne belehren.

Programmiert habe ich stets über Struktogramme nach Nass-Shneidermann, Spaghetti-Programmierung mit Flussdiagrammen habe ich gehasst. Steht ein Struktogramm, ist eigentlich die Programmierung nur noch Formsache und etwas Lernen in Bezug auf Syntax und Deklarationen.
 
 
 
 
       #9  

Pilo

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@KingPing hast Du das nicht auch so gelernt:

Programmieren ist eigentlich nur das unterteilen des Problems in immer kleinere Blöcke, die man dann wieder unterteilt und so weiter und so fort, bis es nichts mehr zu unterteilen gibt.
Und dann kannst Du einen Affen hin setzen der das in einer beliebigen Programmiersprache in den Rechner hämmert.

Auf Deutsch, das Programmieren beginnt und endet bevor man die Erste Zeile Code in den Computer eingibt.
 
 
 
 
       #10  

KingPing

V.I.P
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hast Du das nicht auch so gelernt:
Genau, das meinte ich ja. Mr haben sich immer die Haare zu Berge gestellt, wenn ich mir Flussdiagramme angeschaut habe. An der FH Aachen wurde Gisela Engeln-Müllges meine Mathe-Professorin, die Mathe auf eine unbeschreiblich faszinierende Art und Weise vermittelt hat, eine Koryphäe, nicht nur in ihrem Fach. Sie wurde wohl als erste und einzige Frau in den Wissenschaftsrat berufen und ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Bei ihr habe ich gelernt, wie man übergeordnet strukturiert programmiert, eigentlich unabhängig von der Programmiersprache. Die Programmiersprache ist dann nur noch das Element, welches das Gerüst zweckmäßig füllt.
 
 
 
 
       #11  

Figaro

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Ich habe TeX schon "als Kind" Ende der 80er Jahre benutzt. War sehr nett.
Sobald man Dokumente austauschen muss/will, wird's problematisch (wer nutzt das schon?), daher habe ich es irgendwann aufgegeben.
Schöne Erinnerung...
 
 
 
 
       #12  

KingPing

V.I.P
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Ich habe TeX schon "als Kind" Ende der 80er Jahre benutzt. War sehr nett.
Ich habe es wohl 87 kennengelernt. Es gab damals nichts Vergleichbares auf dem Markt. Auch die Bücher von Donald Knuth zu TeX waren etwas Besonderes, hoben sie sich doch explizit in der Sprache vom üblichen Standard damaliger Manuals ab.

Sobald man Dokumente austauschen muss/will, wird's problematisch
TeX ist ja unabhängig von der Plattform, unter Unix hieß es wohl LyX, was auch Anfang 2000 neben Interleaf bei EADS verwendet wurde. Aber ich vermute mal du meinst die Übertragung von Dokumenten, die mit Word oder Wordstar geschrieben wurden.
 
 
 
 
       #13  

Figaro

V.I.P.
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TeX ist ja unabhängig von der Plattform, unter Unix hieß es wohl LyX, was auch Anfang 2000 neben Interleaf bei EADS verwendet wurde. Aber ich vermute mal du meinst die Übertragung von Dokumenten, die mit Word oder Wordstar geschrieben wurden.
Ja, genau. Weil es eben nicht viele haben, kommst du schnell an jemanden, der nur mit Word etc arbeitet.
Selbst wenn ich ihm den TeX Rohtext gebe, wird er nicht froh...
 
 
 
 
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