Thailand Thailand-Kambodscha-Konflikt

  • Ersteller
        #241  

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Member hat gesagt:
Ich habe es jetzt zwar mehrfach versucht, aber es geht immer noch nicht. Ist ja auch nicht so wichtig. Hab ja den dankenswerter weise den screenshot von @zweitreise zu lesen bekommen.

Vielleicht ist ja in meinem Abschnitt ein besonders eifriger Zensor unterwegs? Ich weiß es natürlich nicht.....
 
        #242  

Member

Ich war dabei; die ganze Demonstration war stark regissiert. 10.00 stille Mönche, endlose Reden. Kan man sich denken...
 
        #243  

Member

Ich habe letztens in diesem Blatt gelesen, dass Thailand vorgeworfen wird, tollwütige Hunde gegen kambodschanisches Militär eingesetzt zu haben. Mit Verlaub, das ist absoluter Schwachsinn und purer Populismus und strotzt nur so von Irrationalität. Ich hatte keine Lust, das jetzt selbst zu erörtern und habe das aus Bequemlichkeit mal an die KI übergeben:

Wie ist diese Anschuldigung, dass Thailand tollwütige Hunde als Waffe gegen kambodschanisches Militär einsetzt, mit Logik zu begründen? Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, weil derartig infizierte Hunde nicht gezielt handeln.


Ihre Skepsis ist aus biologischer und strategischer Sicht absolut berechtigt. In Fachkreisen und in der internationalen Berichterstattung wird dieser Vorwurf Kambodschas ebenfalls als
hochgradig unplausibel eingestuft.
Die logischen Argumente, die gegen den gezielten Einsatz von Tollwut-Hunden als Waffe sprechen, sind:

1. Fehlende Kontrollierbarkeit (Biologische Logik)
Tollwut greift das zentrale Nervensystem an. Infizierte Tiere im Endstadium (die „rasende Wut“) handeln völlig unberechenbar.
  • Keine Freund-Feind-Erkennung: Ein tollwütiger Hund würde genauso wahrscheinlich die thailändischen Hundeführer oder Soldaten angreifen wie die kambodschanischen Gegner.
  • Desorientierung: Die Tiere leiden unter Lähmungen, Krämpfen und Orientierungslosigkeit. Ein gezieltes Schicken über eine Grenze oder in feindliche Stellungen ist technisch kaum möglich.

2. Ineffektivität als Waffe
  • Lange Inkubationszeit: Tollwut führt nicht sofort zum Tod oder zur Kampfunfähigkeit. Ohne Behandlung dauert es Wochen oder Monate, bis Symptome auftreten. In einem aktiven Gefecht hat dies keinen taktischen Nutzen.
  • Einfache Gegenmaßnahmen: Kambodschanische Soldaten könnten die Hunde schlicht erschießen, bevor es zum Kontakt kommt. Zudem ist Tollwut durch eine Postexpositions-Prophylaxe (Impfung nach dem Biss) gut behandelbar.

3. Logik der psychologischen Kriegsführung
Warum erhebt Kambodscha dann diesen Vorwurf? Hier liegt die Logik eher im Bereich der Propaganda:
  • Dämonisierung des Gegners: Die Behauptung, der Feind nutze „unreine“ oder biologische Waffen (wie infizierte Tiere), dient dazu, Thailand international zu diskreditieren und die eigene Truppenmoral durch Hass auf den „hinterlistigen“ Gegner zu stärken.
  • Ablenkung: Solche bizarren Meldungen können von eigenen militärischen Misserfolgen oder internen Problemen ablenken.
  • Angstschürung: In ländlichen Regionen Kambodschas ist die Angst vor Tollwut real und groß. Die Behauptung schürt Urängste in der Bevölkerung und bei den Soldaten an der Front.

4. Wahrscheinlicheres Szenario
Es ist weitaus logischer, dass es sich um streunende Hunde handelt, die durch den Gefechtslärm aufgeschreckt wurden und in den Schützengräben nach Nahrung suchten. Wenn ein Soldat von einem (vielleicht tatsächlich kranken oder einfach aggressiven) Streuner gebissen wurde, reicht dies in einer hochgradig angespannten Konfliktsituation aus, um daraus eine staatliche Verschwörungstheorie zu konstruieren.
Fazit: Aus militärstrategischer Sicht macht der Einsatz von Tollwut-Hunden keinen Sinn. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um ein Element des Informationskrieges, um die thailändische Seite als grausam und unberechenbar darzustellen.

Das ist jetzt nur mal ein exemplarisches und auch extremes Beispiel dafür, auf welcher Ebene der "Informationskrieg" abläuft. Um hier eine Wichtung zu ermöglichen, müssen die Hintergründe mal beleuchtet werden. Ich habe aus diesem Grund mal eine weitere Frage an die KI übergeben, um genau darüber eine Aussage treffen zu lassen. Vorweg, das Ergebnis war für mich zu erwarten.


Wie unterscheidet sich der "Informationskrieg" in den Medien zwischen Thailand und Kambodscha? Welche Seite berichtet sachlicher und näher an der Realität?


Im Jahr 2025 hat der Informationskrieg zwischen Thailand und Kambodscha durch den erneut eskalierten Grenzkonflikt eine neue Intensität erreicht. Beide Seiten nutzen Medien gezielt zur psychologischen Kriegsführung, wobei sich die Strategien und der Grad der Sachlichkeit deutlich unterscheiden.

Unterschiede im Informationskrieg
  • Thailand: Nationalismus & Digitale Influencer
    Die thailändische Seite setzt verstärkt auf soziale Medien und Influencer (KOLs), um nationalistische Stimmungen zu schüren und staatliche Narrative zu verbreiten. Gleichzeitig gibt es in Thailand eine kritischere Berichterstattung gegenüber der eigenen Regierung. Dennoch werden thailändischen Medien Manipulationen vorgeworfen, wie etwa die Verwendung von recyceltem Videomaterial aus anderen Konflikten (z. B. Ukraine), um Gefechte dramatischer darzustellen.
  • Kambodscha: Staatliche Kontrolle & Manipulierte Inhalte
    Die kambodschanische Medienlandschaft ist strikt auf Regierungslinie getrimmt ("Hun-Modus"). Kritik an der eigenen Führung findet praktisch nicht statt. Kambodscha nutzt gezielt manipulierte Inhalte und KI-generierte Falschnachrichten, um Thailand als Aggressor darzustellen. Kambodschanische Akteure werfen Thailand zudem vor, die internationale Berichterstattung aufgrund größerer geopolitischer Macht zu dominieren.

Sachlichkeit und Realitätsnähe
Es lässt sich keine Seite als eindeutig „sachlicher“ bezeichnen, da beide Medienapparate im „Kriegsmodus“ agieren und Informationen selektiv nutzen oder weglassen.
  • Pressefreiheit: Internationalen Rankings zufolge ist die Pressefreiheit in Thailand (Rang 85) deutlich höher als in Kambodscha (Rang 161). Dies ermöglicht in Thailand zumindest ein gewisses Maß an unabhängiger Analyse, während kambodschanische Medien fast ausschließlich offizielle Regierungspositionen spiegeln.
  • Desinformation: Beide Seiten verbreiten nachweislich Falschinformationen. Kambodscha meldete allein im zweiten Quartal 2025 hunderte Fälle von Fake News im Kontext des Grenzstreits. Thailand wiederum wurde vorgeworfen, Angriffe auf zivile Ziele (wie einen 7-Eleven) erfunden zu haben, um Kambodscha zu diskreditieren.
Fazit: Während thailändische Medien durch die größere Pressefreiheit theoretisch näher an einer multiperspektivischen Realität sein könnten, sind im aktuellen Konflikt beide Seiten tief in eine Propagandaschlacht verstrickt. Internationale Beobachter wie die IFJ fordern daher beide Nationen auf, zu einer ethischen und faktenbasierten Berichterstattung zurückzukehren.
 
        #244  

Member

Mal wieder ein typischer Fall von 2 halb-diktatorisch geführten Ländern. Wie wenn man nicht schon genug eigene Probleme zu lösen hätte, wird ein alter Konflikt wieder vom Zaun gerissen. Dass sich 2 Nachbarländer auf solch dämliche Art und Weise bekämpfen ist eine Schande! der Pseudo-Nobelpreisträger aus den Staaten hatte doch bereits den Frieden verkündet?! ...
 
        #245  

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Member hat gesagt:
Wie wenn man nicht schon genug eigene Probleme zu lösen hätte, wird ein alter Konflikt wieder vom Zaun gerissen.

Sorry, da wird kein alter Konflikt vom Zaun gerissen, sondern es ist ein seit 1907 bestehender Konflikt, der bis heute immer wieder zu Komplikationen und Auseinandersetzungen geführt hat.

Ich halte hier die Aussage "halb diktatorisch geführt" für Thailand für unangebracht. Zwar hatten die Militärs letztendlich das Sagen, aber immerhin trug diese "halbe Diktatur" ein erträgliches demokratisches Gewand und es haben 2019 und 2023 auch Wahlen stattgefunden, einschränkend wohl vor dem Hintergrund, um sich eine demokratische Legitimation zu verschaffen.

Kambodscha hingegen pflegt in Bezug auf die Regierung einen Personenkult um Hun Sen und trägt mehr die Eigenschaften einer Dynastie. Meine persönliche Meinung ist, dass dieser Grenzkonflikt erst zu einer Lösung kommen wird, wenn diese Dynastie keinen Einfluss mehr ausüben kann.
 
        #246  

Member

Member hat gesagt:
Mal wieder ein typischer Fall von 2 halb-diktatorisch geführten Ländern. Wie wenn man nicht schon genug eigene Probleme zu lösen hätte, wird ein alter Konflikt wieder vom Zaun gerissen. Dass sich 2 Nachbarländer auf solch dämliche Art und Weise bekämpfen ist eine Schande! der Pseudo-Nobelpreisträger aus den Staaten hatte doch bereits den Frieden verkündet?! ...

Klingt jetzt irgendwie so, als wären Kriege eine Art "geistiges Eigentum" von Diktaturen. Und demokratisch geführte Länder führten keine Kriege...
Aber das ist halt auch nur das westliche Narrativ und damit auch nur Propaganda.
 
        #248  

Member

Grenzen haben sich aus verschiedensten Gründen schon immer überall auf der Welt verschoben oder sind willkürlich verändert worden. Wenn man wegen jeder Änderung in der Vergangenheit jetzt Krieg führen will wäre die Welt ein ganz anderer Ort.

Ich kann das nicht nachvollziehen, vor allem nach so langer Zeit. Wenn ich in Deutschland die Treffen der Vertriebenenverbände (Schlesien, Sudetenland) sehe, wo 35 jährige vom Verlust der Heimat fabulieren, dann greife ich mir echt an den Kopf. Ihr habt diese Heimat nie erlebt....lebt doch mal im heute....
 
        #249  

Member

@trekkie : willst du die Situation Deutschlands ernsthaft mit der Thailands vergleichen? Welche Kolonialmacht hat die Grenzen von D nach Belieben festgelegt?
 
        #250  

Member

Member hat gesagt:
Ich kann das nicht nachvollziehen, vor allem nach so langer Zeit. Wenn ich in Deutschland die Treffen der Vertriebenenverbände (Schlesien, Sudetenland) sehe, wo 35 jährige vom Verlust der Heimat fabulieren, dann greife ich mir echt an den Kopf. Ihr habt diese Heimat nie erlebt....lebt doch mal im heute....

Gebietsverluste sind eine Sache, die Vertreibung von Menschen aus ihrer Heimat eine ganz andere!!!

Member hat gesagt:
@trekkie : willst du die Situation Deutschlands ernsthaft mit der Thailands vergleichen? Welche Kolonialmacht hat die Grenzen von D nach Belieben festgelegt?

Die Siegermächte....
 
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