Amazon echo, empfehlenswert oder nur eine Datenkrake?

       #1  
M

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Bisher habe ich ja auf Kriegsfuß mit alle diesen Produkten gestanden.
Ich habe alles was Sprachsteuerung betrifft auf allen meinen Geräten deaktiviert.

Das Problem was ich habe sind die bescheuert angeordneten Lichtschalter im Haus. Natürlich könnte ich die Wände aufreißen und das ändern. Aber erstens habe ich dazu keine Lust und zweitens geht es ja mittlerweile auch anders oder einfacher.

Im Flur zum Beispiel habe ich keine Wechselschaltung. Du kommst ins Haus machst das Licht an, soweit so gut. Am Ende des Flurs ist das Wohnzimmer aber kein Schalter um es wieder auszumachen. Das ist typisch norwegisch. Die machen das Licht an wenn sie nach Hause kommen und dann bleibt es an bis sie wieder das Haus verlassen und das auch nachts wenn sie schlafen.

Das habe ich mit seinen Wireless Schalter Set verbessert. Das funktioniert sehr gut im Wohnzimmer möchte ich aber eher eine Smart Beleuchtung zum Einsatz bringen.
Hier ist es ähnlich wie im Flur.
Du kommst ins Wohnzimmer rein was sich auf zwei Ebenen befindet. Ich kann das Licht oben (7 Stufen) einschalten. Dann komme ich nach unten und schalte das Licht ein. Um das obere auszuschalten muss ich wieder hoch und wenn ich das Wohnzimmer verlasse das ganze Spiel umgekehrt.

Das Wireless Licht System Trådfri von Ikea bietet eigentlich alles das was ich mir wünsche.


Es gibt ja mehrere Möglichkeiten um das zu steuern.

1. Fernbedienung. Ok nicht schlecht aber entweder muss ich die dann immer bei mir haben oder eine zweite irgendwo an der Wand befestigen.

2. Smartphone. Das gleiche Problem. Ich muss es immer bei mir haben im Haus. Wenn ich abends schlafen gehe bleibt es im Wohnzimmer auf dem Tisch. Und ich muss erst das Handy entsperren und dann die App öffnen.

3. Amazon Echo oder Google Nest. Beide Systeme würden eigentlich genau das machen was ich will. Nämlich das Licht mittels Sprache zu steuern. Ich tendiere eher zu Amazon.


Aber hier kommen dann meine Bedenken.
Hört Amazon und Google die ganze Zeit zu und was passiert wirklich mit dem gehörten.

Wie denkt ihr darüber. Sind meine Bedenken unbegründet, habe ich in der Hinsicht einen Aluhut auf?
Oder kann man das bedenkenlos benutzen.
 
 
       #2  
M

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Ich denke mal, eine gesunde Vorsicht gegenüber Google hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Aluhut zu tun, den ziehe ich regelmäßig nur an, um mich gegen die Chemtrails zu schützen. :bang:

Mir wäre die höhere Wahrscheinlichkeit, nicht abgehört zu werden, so viel wert, die kleinen Unbequemlichkeiten, die andere Systeme haben, gerne in Kauf zu nehmen. Es gibt wie fast überall keine eierlegende Wollmilchsau, die am besten auch noch vegan wäre. Sprachsteuerung von Amazon oder Google kommt bei mir nicht ins Haus, nicht, dass ich gerade vor der Erfindung der entscheidenden weltverbessernden Maßnahme stünde, die man mir wegnehmen könnte, bevor ich sie zum Patent anmelde, aber es ist ein ungutes Gefühl, gläsern für jeden zu sein, der über ausreichendes technisches Verständnis verfügt und vor allem für Datenkraken wie Google und A.
 
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       #3  
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Ich denke schon das sich weder Amazon noch Google ganz "taub" schalten lassen. Sie sind ja dafür da zu reagieren, wenn Du sie ansprichst.

"Alexa, Licht im Wohnzimmer an!" Man kann sie sicherlich ganz ausschalten aber dann nutzt Dir die Sprachsteuerung auch nix. Ergo rennst Du wieder die Treppe hoch um den Schlater zu drücken.

Wenn man sich für solche Annehmlichkeiten entscheidet, sollte einem auch klar sein das "mitgehört" wird. Was damit allerdings gemacht wird bzw wie und wo es verwertet wird......??

Ein kleines Beispiel:

Ist schon was länger her...ich war beim Kumpel auf einem Geburtstag. Musik lief über Alexa. Irgendwann zu späteren Stunde unterhielt man sich über verschieden Gartengeräte. Akku-Heckenschere, Freischneider und son Kram. Ein paar Tage später hatte mein Kumpel Werbung von Stihl Heckenscheren auf seinem Facebook Profil.... :mrgreen:

Und er hatte diesbezüglich nicht im Netz danach gesucht.
 
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       #4  
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Der Echo wird meines Wissens nach erst mit dem Aktivierungswort „Alexa“ aktiviert. Ich habe so ein Teil und mache mir ehrlich gesagt keine Platte.
@Kelle
Ich würde dir sowas in der Art empfehlen: Klick
Haben wir in der Familie auch im Einsatz, funktioniert einwandfrei.
Edit: sowas hast du ja schon, habe ich irgendwie überlesen.
 
 
       #5  
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Member hat gesagt:
Man kann sie sicherlich ganz ausschalten aber dann nutzt Dir die Sprachsteuerung auch nix. Ergo rennst Du wieder die Treppe hoch um den Schlater zu drücken.
Ja das ist klar.
Member hat gesagt:
Ich würde dir sowas in der Art empfehlen: Klick
Haben wir in der Familie auch im Einsatz, funktioniert einwandfrei.

Das ist genau das System was ich im Flur habe.

Bei dem System von Ikea kannst du halt das Licht eine andere Farbe geben oder wenn man im Urlaub ist das Licht ein und ausschalten. Ob ich das wirklich jemals oder oft nutzen werde? Keine Ahnung.

Das anderen Funktionen die Amazon so mitbringt würde ich sicherlich eher nicht nutzen.

Na mal schauen was noch so kommt.
 
 
       #6  
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Member hat gesagt:
Aber hier kommen dann meine Bedenken.
Hört Amazon und Google die ganze Zeit zu und was passiert wirklich mit dem gehörten.

Wie denkt ihr darüber. Sind meine Bedenken unbegründet, habe ich in der Hinsicht einen Aluhut auf?
Oder kann man das bedenkenlos benutzen.

Ich halte davon gar nichts und würde es nicht so machen. In Handy und Tablet habe ich alles deaktiviert, hoffe ich zumindest.

Ich habe vor längerem mal im Radio so einen Fall gehört.

Ein Ehepaar unterhält sich über den Kauf eines Artikels (weis nicht mehr was es war). Später am Tag ruft ein Freund an und empfiehlt ihm Alexa abzustellen, die hätte ihm gerade eine Voice Mail via WhatsApp geschickt mit der Unterhaltung der beiden ... ;-)

@Kelle, vielleicht in den Gang eine Schaltung mit Bewegungsmelder.
Im Wohnzimmer habe ich Funksteckdosen, 5 st. mit zwei Fernbedienungen, das passt eigentlich ganz gut.
 
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       #7  
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Member hat gesagt:
Der Echo wird meines Wissens nach erst mit dem Aktivierungswort „Alexa“ aktiviert.

Und woher weiß der Echo, dass du "Alexa" gesagt hast, wenn das System nicht jedes gesprochene Wort im Raum mithört, übers Netz in die Zentrale schickt und auswertet?
Nur über meine tote Leiche käme mir so ein Spion ins Haus.

@Kelle: Warum löst du das Problem im Wohnzimmer nicht ebenfalls mit Funk-Wechselschaltern? Jeweils oben und unten an der Treppe 2 Stück nebeneinander. Einen für oben, einen für unten. Zu teuer? Statt ein Klick dann eben zwei. Unten an / oben aus oder umgekehrt.

Ergänzung: Es gibt wohl sogar 2-kanalige Funkwechselschalter, das wäre dann nur ein Schalter mit 2 Tastern für 2 Strom-/Lichtkreise.
 
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       #8  
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Member hat gesagt:
Und woher weiß der Echo, dass du "Alexa" gesagt hast, wenn das System nicht jedes gesprochene Wort im Raum mithört, übers Netz in die Zentrale schickt und auswertet?
Nur über meine tote Leiche käme mir so ein Spion ins Haus.
Wie gesagt, Alexa aktiviert sich erst bei diesem Wort. Erst dann werden Daten an den Server übertragen. Vorher nicht.
Man hat auch die Möglichkeit, sich alles anzuhören in der Historie, was Alexa mitgeschnitten hat. Die Angst ist nicht sehr begründet.
Und man hat auch die Möglichkeit, Alexa jederzeit zu deaktivieren, wenn man sie nicht braucht.
 
 
       #9  
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Es gibt schon Lösungen, auch mit Google Home und Alexa, so ein System datensparsam aufzubauen und halbwegs die Kontrolle dabei zu behalten. Als Hausautomation habe ich mich nach sehr langer und reiflicher Überlegung für HomematicIP entschieden. Das System läuft zwar auch über eine Cloud, diese ist aber in Deutschland und es werden keine personenbezogenen Daten abgespeichert. Wenn man Systeme außerhalb des Wifi über eine App steuern möchte, dann kommt man kaum an der Cloud vorbei. Es sei denn man steigt richtig tief ein, was aber auch ein Komfortverzicht mit sich bringt.

HomematicIP kann man dann auch über Sprachsteuerassistenten von Alexa und Google steuern. Wenn man diesen Komfort möchte, so wie ich, dann würde ich ein eigenes Google bzw. Amazon Konto dafür anlegen. Dann findet schon mal keine Korrelation der Daten statt. Das Problem ist ja Big Data, das also alles zusammengeführt wird. Das kannst du damit ein Stück weit verhindern.

Damit du die Kontrolle darüber behältst, was die Geräte so ohne dein Wissen treiben, empfehle ich einen PI-Hole. Einen DNS Proxy für den RaspberryPi. Sehr einfach zu installieren und zu betreiben. Der Erkenntnisgewinn darüber was im eigenen Netzwerk so los ist, ist auch für Anfänger riesig.


Damit kannst du sehr einfach sehen, wann einzelne Geräte zu welchen Servern Verbindungen aufbauen. Werbung, Maleware und sonstige unnötige Verbindungen kannst du dauerhaft unterdrücken. In meinem Netzwerk werden zwischen 30 und 40 Prozent aller DNS Anfragen blockiert, ohne dass ich Nachteile spüre. Sollte meine Alexa oder mein HomematicIP ohne Grund "ständig nach Hause telefonieren", so wie meine chinesische No Name Webcam, würde ich das sehen (so lange keine hardcoded IP Adressen genutzt werden).

Man kann schon eine Menge für den Schutz seiner Privatsphäre selber in die Hand nehmen. Verschiedene anonyme Konten zu nutzen in Verbindung mit ein wenig Netzwerk Forensik kann schon enorm schützen.
 
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       #10  
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Bin auch gerade dabei mich in die Thematik Hausautomation einzulesen und habe mich eigentlich auch schon auf Homematic ip eingeschossen... konnte mich aber noch nicht ganz durchringen den Access Point und die ersten Komponenten zu ordern.

Sorry für OT.
 
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       #11  
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Moin,

sicher besteht immer die Möglichkeit Alexa und Co. dazu zu benutzen Leute zu bespitzeln. Aber mal ehrlich wer hat schon Interesse daran mitzuhören was Familie xy bei Frühstück labert?
Wer für Überwachungsbehörden interessant wird, dem wird sicher auch mit anderen Mitteln als Alexa oder Nest beigekommen.
Klar möchten Google und Amazone wissen was und wo wir kaufen, um uns mit Werbung und Angeboten zu bombardieren. Haben die kein Nutzungsprofil kommt halt trotzdem Werbung, die dann aber nicht angepasst ist.
Ich weiß noch als die ersten EC Karten kamen um die Schecks abzulösen, da wurde auch gesagt, wer mit der EC-Karte zahlt wird zum gläsernen Kunden für die Bank. Und heute nutzen 99 % die EC -Karte.
 
 
 
       #13  
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Bei Amazone und Google ist man kein Kunde, wie viele denken, sondern die Ware.

Bei mir habe ich SmartHome von Telekom im Einsatz und dort auch bewusst auf die Sprachsteuerung verzichtet. Man kann überall (Mehrfach)Schalter platzieren und alles mögliche steuern. Die Fensterkontakte mit den Heizkörper Thermostaten zu koppeln funktioniert fast automatisch.
Das ganze System gilt als sehr sicher, funktioniert aber meines Wissens außerhalb Deutschlands leider nicht.
 
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       #14  
M

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Hört Amazon und Google die ganze Zeit zu und was passiert wirklich mit dem gehörten.

Keine Ahnung , jedenfalls deine Ansagen kannst du bei Amazon nachkontrollieren .
Hab 2 dots schon ewig ,das klappt mit dem Licht
 
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       #15  
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Member hat gesagt:
Keine Ahnung , jedenfalls deine Ansagen kannst du bei Amazon nachkontrollieren .
Hab 2 dots schon ewig ,das klappt mit dem Licht
Von welchen Herstellern hast du die Lampen, Phillips?
 
 
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