Kolumbien Barracudas Märchenstunde: Ein Tag in der Stadt des ewigen Frühlings

Barracuda

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14.05.2012
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Nun gut, aufgrund der regen Nachfrage will ich mal ein bißchen mehr zu meinem Aufenthalt in Kolumbien schreiben. Anmerken muss ich allerdings, dass die folgenden Begebenheiten sich bereits vor drei Jahren zugetragen haben und sich seitdem in Medellin ziemlich viel verändert hat. Dementsprechend sind die erwähnten Lokalitäten wahrscheinlich nicht mehr aktuell, von einigen weiß ich es sogar genau, dass sie mittlerweile geschlossen worden sind. Es folgt eine Episode aus meinen wilden Tagen in Medellin, es wird kein chronologischer Aufriss Tag für Tag für Tag abgehandelt sondern quasi exemplarisch nur ein Tag, ich möchte damit vielmehr versuchen, etwas von der Stimmung wiederzugeben und dem "Vibe" , den Medellin für mich in dieser Zeit hatte. Für mich waren es Tage des Wahnsinns...


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Ein Tag in der Stadt des Ewigen Frühlings

Es ist neun Uhr morgens und die Sonne beginnt langsam aber sicher die frische Kühle, die nachts von den Bergen herunterstreicht, zu erwärmen. Ein verheissungsvoll sonniger Tag kündigt sich an über der Stadt des ewigen Frühlings und des Todes.

Pamela räkelt sich im Halbschlaf nackt unter dem dünnen Laken, welches herunterfällt und den Blick auf ihre festen Brüste mit frech aufgerichteten Warzen freigibt. Samtene braune Haut über einem straffen Bauch und langen schlanken Beinen mit festen Schenkeln, die Haare lang und schwarz liegen ihr auf dem Gesicht. Sie arbeitet im "Elements Spa" in El Centro und hat mich bereits seit einer Weile seit meiner Ankunft begleitet.

Das "Spa" ist ein eher für die Oberklasse der Stadt bestimmtes Etablissment, in welchem mein Geschäftspartner und ich jeden Tag einkehren, um dem Paten, dem "Don", unsere Aufwartung zu machen und unsere guten Beziehungen tagtäglich zu erneuern und zu festigen. Ein sehr wichtiges Spiel, wenn man in Medellin nicht als Tourist sondern als Freund von einflussreichen Familien auftritt, und sei es nur als gern gesehener Gast aus Deutschland.


Ich befriedige mich an meiner schlaftrunkenen Pocahontas und lindere etwas diese unspezifische morgendliche Notgeilheit, die mich immer nach exzessiv durchgefeierten Nächten überkommt und in mir nagt, solange bis das letzte taube Gefühl und die Zerschlagenheit zerstreut sind.


Die Nacht war nur kurz, denn bis vier Uhr morgens hatten wir im "Fase 2" gefeiert, ein guter Stripclub, der dem Paten gehört und neben Hochprozentigem die besten Mädchen von Medellin an der Stange tanzen lässt. Am vorherigen Abend flossen an unserem Tisch Unmengen von Ron Medellin, während wir die Puppen tanzen liessen und amüsiert die Horden von amerikanischen Touristen beobachteten, welche mehr oder weniger durchdrehen, sobald sie sich in der Kombination Alkohol und nackter Haut wiederfinden.




Ich gehe duschen. Das Sonnenlicht, welches durch ein Oberlicht das Bad flutet und der heisse Strahl der Duschbrause wecken mich vollends und vertreiben die Spuren der Nacht. Mein Mädchen ist aufgewacht und kommt mit unter die Dusche und seift mir den Rücken ein. Sie beginnt mir vehement einen zu blasen, aber ich bin noch nicht so ganz auf der Höhe, die Nacht steckt mir immer noch in den Knochen und ich hatte ja gerade erst mein Feliz Final. Sie läßt von mir ab und ich gehe nach draussen auf die grosse Terasse, wo ich mich in einen der Liegestühle fallen lasse und darauf warte, dass das Hausmädchen mir mein Frühstück an den Pool bringt.


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Ich wohne auf dem Anwesen eines Familienmitglieds und Freundes mitten in Poblado unweit vom Hotel "Parque 10" und nur einen kurzen Fußmarsch entfernt vom Parque Lleras. "La Casa Blanca" ist hier das einzige alleinstehende Anwesen, umgeben von teuren Appartmenthochhäusern und vor neugierigen Blicken und unangemeldeten Besuchern durch eine hohe Mauer geschützt. Vor Einbrechern müssen wir uns nicht fürchten, denn auch der letzte Ladron weiß, dass er hier seinen letzten Bruch machen würde, bevor die Polizei Tage später seine Leiche auf der Müllhalde wiederfinden würde. Medellin ist immer noch voll von diesen Geschichten, obwohl Pablo Escobar selbst schon längst Geschichte ist...



Mein Frühstück wird serviert und ich schlürfe den starken Kaffee, bis sich der Nebel aus meinem Kopf verzieht. Pamela klaut sich ein Stück Ananas und eine Scheibe Toast von meinem Teller, mehr Frühstück will sie nicht, der schlanke und durchtrainierte Körper behält schliesslich nicht von selbst seine Form.



Aus dem an den Pool angrenzenden Apartment kommt der Herr des Hauses herunter auf die Terasse geschlurft, den Bademantel eng geschlossen, und fällt auf einen weiteren Liegestuhl. Er murmelt was von "Unser Lebensstil wird uns umbringen und unsere Frauen früh zu Witwen machen, wenn wir sie denn heiraten würden." Mit diesen Worten begrüsst er mich und schlürft mit halbgeschlossenen Augen an seinem Espresso.


Der Vormittag verläuft ereignislos, die Zeit tropft dahin wie Sirup und die Sonne steht bald im Zenit, Wir beschliessen, nach einem längeren Bad im Swimming Pool zur Abkühlung, uns fertigzumachen, um einen Spaziergang hinunter zum Parque Lleras zu machen und uns ins Cafe LeBon zu setzen. Parque Lleras konzentriert Cafes, Bars und Restaurants inmitten von grüner Vegetation. Tagsüber ein beliebter Treffpunkt vor Expats und Backpackers ist es abends der bevorzugte Ort, um Freelancers aufzureissen, wenn man "La Majorista" aufgrund des subjektiven Sicherheitsempfinden lieber meidet.



Im Cafe LeBon setzen wir uns an einen der Tische direkt an der Strasse und bestellen uns Refrescos und Empanadas, ich genehmige mir ein Sandwich, was hier besonders gut ist. Es kommen die üblichen Gestalten an unserem Tisch vorbei, so die uralte Bettlerin, die uns Kaugummi, Kartenspiele und allerlei Krimskrams verkaufen will. Mehr aus Mitleid kaufe ich ihr ein Wrigleys Spearmint ab und gebe etwas extra Geld dazu. Leben und Leben lassen und im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad meines kolumbianischen Freundes, mit dem ich ja nunmal am selben Tisch sitze, gehört eine gewisse gönnerhafte Großzügigkeit zum guten Ton... Mein Begleiter selbst brütet über seinem Laptop und tippt vereinzelt auf seiner Tastatur herum. Mit einem Seitenblick erhasche ich auf dem Bildschirm das Logo einer namhaften Cayman Islands Bank. Aber das interessiert mich nicht weiter, ich stelle keine Fragen. Ich stelle nie Fragen, interpretiere nichts und ich bewerte nicht, deshalb kann ich mich auch in Kreisen bewegen, in die ein normaler Tourist niemals einen Einblick bekommen würde.



Aus einem Taxi vor uns steigt ein Amerikaner, der seinen Koffer noch bei sich trägt und offensichtlich direkt vom Flughafen kommt. Sein Abholer ist auch schon da und schiebt seinem Kumpel eine grellgeschminkte Nutte in den Arm, die ihm als Empfangskomittee später im Appartment wahrscheinlich erstmal den Schwanz lutschen wird. Beide Amis sehen nach Lowlife White Trash aus, die in Medellin nicht gern gesehen sind, und die auch schon mal als Zeichen allgemeiner Mißbilligung ausgeraubt werden, wenn sie mal wieder mit ihrer Billighure aus den Barrios an einem Sonntag in einem feinen Restaurant auftauchen und damit die Mutter von einem der einflußreichen Mafiosi in Poblado mit ihrer alleinigen Anwesenheit brüskieren.



Der eine Ami schaut mich interessiert an, ich bin weiß und alle Amis in Medellin denken, dass sie dann einen der Ihren vor sich haben und so spricht er mich an mit "hey Buddy, how´re you doin´?" Ich schaue ihn nur geringschätzig an und erwidere "Amigo, no ingles, solo espanol... no molesta, entiendes?" Sein Begleiter zieht seinen "Buddy" weg von uns, er hat die goldene Rolex am Handgelenk meines Freundes bemerkt, und sogar er weiß, dass niemand, der klar bei Verstand ist – wirklich niemand – so eine Uhr offen in dieser Stadt mit sich herumträgt...






Fortsetzung folgt 😉
 
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Die Kellnerin hat Pause und setzt sich zu uns, um eine zu rauchen. Sie erinnert mich an eine hübschere, eine deutlich süßere Ausgabe von Nelli Furtado. Ich habe bemerkt, dass wenn sie direkt am Tresen steht und von jemandem auf der Strasse gegrüsst wird, immer die Augen zusammenkneift um denjenigen richtig erkennen zu können. Dabei zieht sie ihre Nase kraus und sieht damit so unglaublich süß aus, dass ich jedesmal lächeln muss. Ich frage sie gerade heraus ob sie kurzsichtig ist, sie sagt ja und fängt an herzerfrischend zu lachen. Ich schmelze dahin, sie hat blendend weisse kleine Mäusezähnchen und duftet nach Zimt. Dass mir ihre Kurzsichtigkeit aufgefallen ist, findet sie wiederum süß...

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Der "Italiener", ein temporärer Geschäftspartner aus Santa Marta an der kolumbianischen Karibikküste erscheint und setzt sich mit großem Hallo zu uns, seinen unübersehbaren Dodge Pickup hatten wir nicht überhören können, als er Minuten vorher am Cafe vorbeigefahren war. Den Pickup hatte er sich in Venezuela als Auftrag stehlen lassen und hat ihn sich selbst an der venezolanischen Grenze abgeholt. Zum besseren Verständnis: niemand, der nicht lebensmüde ist fährt in das Grenzgebiet nahe Venezuela, allein, dass der Mann so einfach dahin gefahren ist mit 15.000 Dollar in Bar und lebend wiedergekommen ist, zeigt hinreichend, wes Geistes Kind der Typ ist. Wenn man mit so einem Fahrzeug übrigens an einem staubigen heissen Nachmittag in ein x-beliebiges Dorf in Kolumbien fährt, dann verstecken sich die Bewohner vor einem, weil nur die Narcos in solchen Autos durchs Land fahren...

Beide, mein Gastgeber und er, beginnen unaufgeregt auf Italienisch zu parlieren, eine schöne Sprache und doch für mich als Spanischsprechender ziemlich unverständlich. Der Mann hat von der New Economy Blase Ende der 90er profitiert und seine Softwarefirma für 100 Millionen Euro oder so verkaufen können, bevor alles den Bach runterging. Jetzt hat er seine Villa in Santa Marta und kauft konsequent und strategisch alles an alter Bausubstanz in Santa Marta auf, weil er folgerichtig mit dem Bauboom aufgrund des anwachsenden Tourismus spekuliert... die erste Million ist die schwerste sage ich mir tätschele den Oberschenkel der hübschen Kellnerin, deren Pause vorbei ist.

Am Nebentisch sitzen zwei eingeschüchterte deutsche Rucksacktouristinnen. Sie tun ganz entspannt, denn es ist ja sowas von cool in Medellin zu sein, wenn man sich ständig einscheißt vor Angst, ausgeraubt zu werden... blauäugige Gutmenschentouries, die im Lonely Planet lesen, dass sie sich ärmlich kleiden müssen, um in einem Entwicklungsland unbehelligt zu bleiben und dann auch gleich auf Nummer sicher gehen und aufs Duschen verzichten. Ich beschliesse mich nicht als Deutscher erkennen zu geben und mir stattdessen die Lederstiefel putzen zu lassen. Der Schuhputzer gegenüber am Park versteht meinen Wink prompt und wienert mir die Stiefel blitzeblank für 2.000 Pesos, nicht einmal ein Euro. Dass er dabei geflissendlich meine 357er Magnum Kurzlauf im Stiefel ignoriert honoriere ich mit einem Lächeln und extra 500 Pesos... ich bin zwar nur Gast, aber ich bin nicht naiv.

Am späten Nachmittag machen wir uns auf ins "Spa" nach El Centro. Die Lebensgefährtin meines Freundes hat uns den schweren SUV gebracht und fährt mit dem Taxi wieder nach Hause. Wir fahren daraufhin gemächlich Richtung Downtown, Ground Zero... Das Zentrum von Medellin ist laut, bunt, etwas dreckig und definitiv lebhaft. Tagsüber verstopfen Taxis und die bunten Linienbusse die Strassen, Menschen kaufen und verkaufen Früchte, Kleidung, Haushaltsartikel und Ramsch und hasten eilig von irgendwoher nach irgendwohin. Wir kämpfen uns durch den Verkehr und parken den gepanzerten 100.000 Dollar SUV auf einem bewachten Parkplatz, mehr oder weniger ein großer halb überdachter Hof, der ebenfalls der Familie gehört. Der Wächter läßt es sich denn auch nicht nehmen, uns sicher die 200 Meter zum Eingang zu begleiten.


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Wenn man das "Elements Spa" besuchen will muss man zunächst durch den Eingang eines etwas heruntergekommenen Hotels an der großen Strassenkreuzung hindurch und wird sodann vom Portier begrüßt, der dem "Liftboy" einen Wink gibt, wlecher daraufhin den Fahrstuhl von oben ruft. Der "Liftboy" ist dabei eher ein älterer Mann, Dienstbote und Fußvolk in der Hierarchie, dennoch entdeckt das geübte Auge unter dem Hemd versteckt und im Hosenbund den Revolver. Waffen sind zwar alltäglich in dieser Stadt, aber es sind nicht die offiziellen Sicherheitsleute, die ihre Schusswaffen in Ausübung ihres Jobs offen präsentieren, um die man sich Gedanken machen muss...

Der Fahrstuhl rattert und ächzt, aber er tut seinen Dienst. Oben angekommen werden wir von der Managerin begrüßt, die hier das Geschäft und die Mädchen im Auftrag des Bosses fest im Griff hat. Man kennt sich und begrüßt sich unaufgeregt aber herzlich. Wir sind hier keine Kunden, wir sind Freunde, im Fall meines Freundes enger Familienkreis. Im Eingangsbereich des Spa befindet sich der Salon, wo es tatsächlich ganz normale Friseurdienste und Maniküre gibt. Dort hübschen sich die bediensteten Mädchen auch wieder auf, bevor sie sich dem nächsten Kunden anbieten. Daran vorbei geht man eine Treppe hoch und befindet sich dann auf der Dachterasse, hier spielt sich das eigentliche Geschäft ab.


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Der Pate sitzt an einem Tisch in der Ecke und spricht ernst mit einem der Mädchen. Da hat wohl jemand etwas in Zukunft wieder gut zu machen, schmunzele ich in mich hinein und geselle mich an den Tisch, wo die Mehrheit der Mädels unbeschäftigt vor sich hin schnattern, nicht ohne dem Don den nötigen Respekt in Form einer höflichen Begrüßung erboten zu haben. Der alte Mann sieht zwar aus wie ein lieber alter Großvater, aber ihn zu unterschätzen oder gar achtlos vorbeizugehen wäre fatal im wahrsten Sinne des Wortes...
 
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Während mein kolumbianischer Freund sich in ein geschäftliches Gespräch mit seinem Boss vertieft geselle ich mich zu den Mädchen, wo ich freudig begrüßt werde. Natürlich geht die erste Frage in Richtung meiner Libido, die Mädchen reden miteinander über ihre Kunden bzw. über deren Performance und ich habe einen guten Ruf wie mir scheint... Eine Neue mit blonden Haaren und vom Gesicht her mit einem eher indianischen Einschlag weckt mein Interesse. Ihre Haare sind tatsächlich nicht gefärbt und sie sieht aus wie eine Shakira mit etwas zu schräg geratenen Mandelaugen. Schnell leere ich mein Glass mit Ron Medellin Cola und bitte die Dame höflichst mir zu folgen. Normalerweise bezahlt ein Kunde vor Verlassen des Spa zusammen mit seinen Getränken für eine Stunde 150.000 Pesos, was in etwa 60 Euro sind. Für mich dagegen ist das Schäferstündchen frei Haus, meine Beziehungen machen es möglich...

Nachdem wir den Schlüssel zu einem der Hotelzimmer erhalten haben – zwei ganze Etagen des Hotels gehören zum Spa – geht es mit dem Fahrstuhl in besagte Etage und den Flur hinunter zu unserem Zimmer. Ein Mädel kommt uns entgegen mit ihrem "fertigen" Kunden an der Hand, ich zwinkere ihr zu, wohlwissend was sie mit mir zwei Tage zuvor angestellt hat. Sie zwinkert zurück, ihr Kunde schaut etwas irritiert und weicht meinem Blick schnell aus als er mich wiedererkennt. Es liegt nicht an mir, es sind die Leute mit denen ich in dieser Stadt gesehen werde...

Im Zimmer angekommen gehen wir erstmal gemeinsam duschen und sie stürzt sich auf mich wie eine Tarantel auf ihre Beute. Auf dem Bett angekommen nehme ich sie mir wiederum wie ein Bulldozer, der eine Mauer einreissen will und merke erschrocken, dass die Kleine eng ist wie ein Schraubstock. Normalerweise habe ich Pornodarstellerqualitäten, sogar eine Latina kann bei mir durchdrehen wie sie will, ich spritze dann ab wann ich will und nicht wenn sie schnell fertigmachen möchte und darauf begründet sich auch mein Ruf draussen bei den anderen Mädchen. Eine Mulata hatte es mal auf den Punkt gebracht, nachdem sie sich eine Stunde lang auf mir in Schweiss geritten hatte und den anderen davon erzählte. Seitdem heisse ich nur noch "Bum Bum"... Fräulein Schraubstock macht sich dementsprechend über mich her, dass es mir den Schweiss auf die Stirn treibt und wie zu erwarten dauert es auch nicht lange bis ich explodiere wie Nitroglyzerin.

Nach dem Schäferstündchen erschöpft und durstig auf einen weiteren Drink finde ich den Weg zurück auf die Terasse zu den anderen Mädchen, während sich mein Fräulein Schraubstock erstmal im eigentlichen Spa wieder aufhübschen läßt. Große Augen stellen mir ohne Worte eine Frage: wieso bist Du so schnell schon wieder hier? Ich schaue die jungen Damen nur zerknirscht an und murmele etwas von "Chimba cerrada como una perrita", ordere meinen nächsten Rum Cola und setze mich zu ihnen an den Tisch.

Ich höre ihn, bevor ich ihn sehe. Glenn kommt gerade die Stufen hoch zur Terasse und macht sich bereits lautstark durch sein Gerede mit der Managerin, die ihn begleitet, bemerkbar. Glenn ist Amerikaner, im Pornobusiness und hat uns, das heisst meinen kolumbianischen Gastgeber und mich, vor einer Woche in San José/Costa Rica im berüchtigten Hotel "Del Rey" kennengelernt und wittert nun geschäftlich fette Beute aufgrund dieser Zusammenkunft.

Wer es noch nicht weiß, Glenn ist der Produzent hinter namhafter Internetpornografie wie "New York Porn Kings", "8th Street Latinas" und "Bangbus". Er ist auch der Mann, der "Little Lupe" Fuentes – übrigens war sie zu der Zeit erst 15 Jahre alt – berühmt gemacht hat. Ich muss heute noch unverhofft grinsen, wenn ich in gewissen Pornclips nur allzu deutlich im Hintergrund den wahren Drehort wiedererkenne.

"Hooooulaaaah buhänoss Diassss!" gröhlt er und sein Spanisch klingt so, wie nur ein Ami eine ihm fremde Sprache pervertieren kann. Glenn ist ein Bär von Mann mit lockigen schwarzen langen Haaren und Boxernase. In der Minute, als er den Paten und meinen Freund sieht mutiert er vom Bären zum unterwürfigen Frettchen und schleimt sich sogleich höchst devot an den Tisch der beiden heran. Ich habe keine Lust deren Gespräch zu verfolgen und bestelle noch einen Drink. Es gibt Menschen, da will man sich die Hände waschen, nachdem man ihnen die Hand gereicht hat.

Camilla, die neue Maus im Stall, zeigt mir beiläufig ihre frisch rasierte Muschi, das bringt mich auf bessere Gedanken. Noch eine dieser gestrandeten Seelen, die uns für Geld ein paar hitzige Momente schenken und doch so jung sind, dass sie sich immer wieder auch nach Zuneigung und Geborgenheit sehnen, welche ich ihnen so uneigenützig gebe, wie ein Dealer einem Junkie den ersten Schuss setzt.


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Der Abend bleibt angenehm warm und vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir zurück nach Hause, um unser Barbeque vorzubereiten. Auf dem Rückweg vom Spa machen wir noch Halt im CarreFour, um Fleisch zu kaufen. Die Sonne geht bereits unter und das tiefstehende Licht verzaubert die umliegenden Berge in Gold. Die Szenerie erinnert mich an Kalifornien. Die Luft ist lau und seidenweich und duftet nach Blumen. Ich fühle mich an Santa Barbara erinnert, nur ohne Meer.

Während der Hausherr sich am Fleischtresen um die Proteine für den Abend kümmert stehe ich vor dem Rum-Regal bei den Spirituosen und greife mir zielsicher eine Flasche von meinem Lieblingsrum, Ron Zacapa Centenario Solera23 aus Guatemala. Das Vergnügen ist zwar teuer, nicht zuletzt, da es sich um ein Importprodukt handelt, aber das Getränk ist jeden einzelnen Cent wert. Wer mal 23jährigen fassgereiften Rum probieren will, der greife hier unbesorgt zu. Es geht nichts über den Orgasmus der eigenen Geschmacksnerven, wenn das karamellfarbene flüssige Gold fast schon schokoladig und ölig in Konsistenz die eigene Kehle hinunterrinnt, ein wahrhaft himmlischer Genuß...

Wir verlassen das Einkaufszentrum mit 3 Kilo Rinderfilet zu umgerechnet 10 Dollar das Kilo, 2 Kilo Punta de Anca, vom Schnitt vergleichbar mit einem Ribeye Steak nur noch saftiger, diversen Hühnerschenkeln, und einem ganzen Baby-Thunfisch, der 6 Stunden zuvor noch quicklebendig im Pazifik geschwommen ist. Mehr geht nicht und wenn ich an die deutschen Preise denke und was unser Einkauf in einem deutschen Geschäft gekostet hätte, wird mir einen Moment lang fast schwarz vor Augen.

Unser SUV bahnt sich seinen Weg durch den dichten Verkehr, es ist mittlerweile stockdunkel draussen und ich staune immer wieder darüber, wie schnell die Sonne in den Tropen untergeht. Die Strassen sind brechend voll und es ist ungewöhnlich viel Polizei unterwegs. Schon bald sehen wir den Grund dafür, als wir im Stau langsam in Richtung einer Polizeikontrolle fahren. Mir krampft sich kurz der Magen zusammen, als ich an die Schusswaffe in meinem Stiefel denke, denn es ist trotz allem Wild West Feeling in dieser Stadt verboten, Schusswaffen mit sich zu führen, und schon gar nicht automatische Waffen wie die Maschinenpistole, die mein kolumbianischer Freund unter seinem Sitz hat. "Tranquilo Amigo!" sagt er beruhigend und wirkt noch entspannt.

Der Stress jagt mir dennoch den Schweiss auf die Stirn, der mir brennend in die Augen läuft und als ich schliesslich bemerke, dass bald darauf mein Gastgeber ebenfalls nervös wird, als wir der Polizeisperre näher kommen, da kommt es mir sauer hoch. Bald wird auch mir klar, warum mein Kumpel nun nervös ist, denn vor uns am Kontrollpunkt steht nicht die normale Verkehrs- bzw. kommunale Polizei, sondern ein Kommando der Bundespolizei. Die stehen sich hier mit Sicherheit nicht wegen eines Verkehrsunfalls die Beine in den Bauch...

Ich habe gelernt, in solchen Situationen ruhig zu bleiben, aber es fällt mir schwer, meine Nerven zu beruhigen, als wir herausgewunken werden und unser Wagen sich von einem schwerbewaffneten Raid Commando umstellt sieht. Im Film sieht das immer cool aus, wenn die Gangster dann ganz seelenruhig aus dem Auto steigen und irgendeinen Spruch bringen. Meine Beine dagegen sind in dem Augenblick weich wie Gummi und so stehe ich am Strassenrand mit zum Zerrreissen gespannten Nerven und sehe zu wie zwei Polizisten mit meinem Freund zum Einsatzwagen hinübergehen und ein weiterer Polizist zum Glück eher gelangweilt einen Blick ins Innere unseres Fahrzeugs riskiert. Noch sagt niemand, was los ist oder warum alle Fahrzeuge auf den Ausfallstrassen kontrolliert werden. Wenigstens liege ich noch nicht mit dem Gesicht im Dreck und mit den Händen auf dem Rücken in Handschellen
.
 
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:D Ja ich habe mir schon gedacht, dass mir jemand die Frage bald stellt. Ich habe alles tatsächlich im Juli 2009 auf meinem zweiten langen Besuch bei meinen Freunden erlebt. Orte und Begebenheiten haben sich wirklich so zugetragen nur Namen sind nicht genannt bzw. ich habe sie geändert, weil es ansonsten einfach etwas heikel werden könnte 😉

Ich habe ein Händchen dafür, "interessante" Menschen kennenzulernen, und wahrscheinlich durch mein Aussehen, meine Körpersprache und halt durch meine Art durchs Leben zu gehen kann ich mich relativ problemlos in Kreisen bewegen, die ansonsten verschlossen bleiben. Die eigene Authentizität, offene Kommunikation und Aufrichtigkeit darüber, wer man wirklich ist hilft da einfach... naja, und irgendwie bin ich schon auch ziemlich durchgeknallt gewesen in der Zeit :roll:
Ich war zu der Zeit auch selbst mit einem ziemlichen "Stallgeruch" behaftet...


Vielleicht komme ich irgendwann auch mal auf meinen Costa Rica Trip zurück, allerdings gibts da keine bzw.nur wenig Bilder...
 
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Hier stehe ich nun allein, umringt von bis an die Zähne bewaffneten Polizeikommandos, und die Minuten, die mein Kumpel mit den anderen Polizisten verschwunden ist, ziehen sich nervenaufreibend langsam dahin. Mir kommt spontan irgendeine Doku aus Rio de Janeiro in den Sinn, wo Commandosoldaten vom BOPE in den Favelas aufräumen und einen Verhafteten hinter das Einsatzfahrzeug schleifen, so dass die Kamera nicht aufzeichnet, wie mitten in der Liveübertragung der Mann erschossen wird. Wo bleiben die denn so lange?

Zwei Polizisten in schwerer Kampfausrüstung sichern immer noch unser Fahrzeug, während die anderen nacheinander weitere Fahrzeuge auf den Standstreifen lotsen. Es herrscht gespannte Ruhe. Besorgte Familienväter beruhigen ängstliche Ehefrauen, Mütter beschwichtigen weinende Kinder. Hausrat, Einkaufstüten und Taschen werden durchsucht und zurück in Kofferräume verstaut, Autos fahren weiter und machen Platz für die nächsten. Wären nicht die vielen Uniformen mit ihren Sturmgewehren, würde ich mich glatt wie auf einem Busbahnhof fühlen.

Es kommt mir vor als wäre eine Ewigkeit verstrichen, als endlich die zwei Polizisten mit meinem Gastgeber wiederkommen. Er schaut ziemlich grimmig aber nicht mehr so nervös wie zuvor aus, die beiden Polizisten machen einen fast entspannten Eindruck. Wir steigen in den SUV, fädeln uns wieder in den Verkehr ein und fahren Richtung Poblado. Erst jetzt merke ich verwundert, dass weder unser Fahrzeug durchsucht worden war noch irgendjemand meine Ausweispapiere kontrollieren wollte.

Erwartungsvoll mustere ich meinen Fahrer, aber der starrt gedankenversunken und grimmig auf die Strasse. Also gut, dann eben nicht, ich habe gelernt keine Fragen zu stellen und wenn es etwas gibt, das ich wissen müßte oder er mir mitteilen will, werde ich es von ihm schon zu hören kriegen.

Langsam komme ich runter vom Adrenalin, man hat dann immer das Gefühl, als ob man sich unter Wasser befindet und alles nur noch gedämft zu einem durchdringt. Ich bin schliesslich bald so in die Leere meiner Gedanken versunken, dass ich aufschrecke, als mein kolumbianischer Gastgeber die Stille durchbricht und schliesslich erzählt, worum der ganze Aufruhr sich dreht.

Ich höre nur zu und merke dabei wieder einmal, wie surreal meine Situation gerade ist, das alles kann doch nur ein schlechter Film sein. Die Polizei sucht mit Großaufgebot ein Kommando der "Paracos", die in El Centro drei Morde verübt haben, während ich im Spa lustig gevögelt habe. Die drei Ermordeten waren Angestellte von Ricardo, einem Hersteller von Kolumbiens Exportprodukt Nr.1 oben in den Bergen. Sie waren bei einem Betrugsversuch erwischt worden und waren nach der typischen Art der "Paracos" beseitigt worden, nämlich öffentlich ohne Vorwarnung und so blutig wie möglich. Ricardo bewirtschaftet für die Paracos ein Anwesen mit drei großen Pferdeställen. In zwei von diesen Ställen stehen die Pferde, mit denen er seine Pferdezucht betreibt. In dem Dritten allerdings arbeiten nackte Arbeiter mit Mundschutz an den Trocknungstischen und packen das Produkt ab.

Die Paracos sind ehemals von reichen Grundbesitzern aufgestellte rechtsgerichtete paramilitärische Verbände, die zu Pablo Escobars Zeiten ihre Auftraggeber erfolgreich vor Pablos Sicarios geschützt haben und auch die FARC im Bundesstaat Antioquia, deren Hauptstadt Medellin ist, zurückdrängen konnten. Heute kontrollieren die "Paracos" den Koka-Anbau in den Bergen, die Kokainproduktion und den Vertrieb bis zum Export. Ich habe einmal eine solche Produktionsstätte besichtigen "dürfen", nachdem ich eine Stunde lang mit einem Sack über den Kopf durch die Berge gefahren wurde. Nichts für schwache Nerven und nicht wiederholungswürdig, wenn man ernsthaft bei klarem Verstand ist. Die Paracos kontrollieren übrigens auch die Strassen in Medellin und sind der Familie des Paten treu verpflichtet seit den Tagen, an denen der alte Mann damals selbst Opfer einer Entführung durch Pablo Escobars Leute wurde. Die obersten Drahtzieher und Entscheidungsträger wohnen in Poblado in unserer unmittelbaren Nachbarschaft...

Wir biegen auf Höhe des glasbewehrten Autohauses eines großen japanischen Autohändlers nach links von der Haupstrasse ab und fahren eine kleine unebene Strasse den Berg hoch Richtung Poblado. Die Szenerie ändert sich schlagartig, denn im Lichtkegel unseres Wagens tauchen nun die großen schmiedeeisernen Tore von bewachten Wohnanlagen, Mauern von noblen Appartmenthochhäusern und gepflegten Grünanlagen auf. Wachleute stehen vor Zufahrten mit Schrotflinten und gelangweilt dreinblickenden Schäferhunden. Endlich sind wir wieder in unserem Viertel, wo die oberfläche Illusion von Normalität, Sicherheit und Friedlichkeit etwas hartnäckiger das Chaos überdeckt, das unter der Oberfläche herrscht.

Zuhause angekommen schließt sich das elektrische Tor hinter uns und sperrt diese chaotische Welt aus. Wir fahren die Auffahrt hinauf bis vor die Tür, wo zwei Bedienstete bereits darauf warten, unsere Einkäufe in Empfang zu nehmen und in die Küche zu tragen.

Der Herr des Hauses läßt es sich nicht nehmen, das Fleisch für den Grillabend selbst zuzuschneiden und ich schaue ihm dabei zu mit einem Glas Ron Zacapa, während der Grill vorheizt und wir auf unsere Gäste warten. Aufgrund unseres nervenaufreibenden Zusammentreffens mit der Polizei fliesst der Rum in Strömen und wir sind alles andere als nüchtern, als später endlich das Fleisch auf dem Grill liegt. Nach und nach trudeln auch unsere Gäste des Abends ein, verspätet durch die starke Präsenz der Polizei und den anhaltenden Kontrollen auf allen Strassen, die aus dem Centro nach Poblado hinausführen.


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Eingeladen sind neben einigen Freunden aus engstem Kreis der Familie und neben deren "ehrbaren" Frauen und Mädchen auch wieder ein paar gestrandete Mädchen, die sich wie streunende Katzen von jedem für ein warmes Plätzchen und gutes Essen streicheln lassen. Pamela ist auch wieder dabei und freut sich sichtlich mich wiederzusehen. Und während des ganzen Abends buhlen die Mädchen um unsere Gunst und darum wer heute nacht oder vielleicht auch für länger als “Freundin” im Hause bleiben darf.

Da ich mich bereits auf Pamela festgelegt habe, sind an diesem Abend die Karten bereits gemischt und verteilt, als die anderen Mädchen noch versuchen mich umzustimmen. Verstohlener Körperkontakt, Brüste, die sich im Vorbeigehen an mir reiben, Hände, die mir wie zufällig über den Schritt streifen, duftendes Haar, das mir durchs Gesicht streicht, heisser Atem, der mir kleine Unanständigkeiten ins Ohr haucht.

Pamela ist rasend eifersüchtig und zieht mich in einem unbeobachteten Moment in eine dunkle Ecke, wo sie mir mit einer atemberaubenden Unnachgiebigkeit den Schwanz lutscht, bis ich abspritze wie ein Hydrant. Im Hintergrund schallt Gelächter herüber, dissonant wie ein verstimmtes Orchester...

Nachdem die Abendgesellschaft ausgiebig das feine Barbeque genossen hat und sich an Steaks, Hühnchen und Thunfisch vollgestopft hat bis sogar einigen der anwesenden Mädchen die Bäuche auf sehr undamenhafte Weise anschwellen, sitzen wir satt und träge auf der Terasse, und es entsteht eine angenehme oberflächliche Unterhaltung über dieses und jenes, welche dahinplätschert bis sich die ersten Gäste höflich und mit Dank vom Gastgeber verabschieden und das erste Taxi des Abends bestellen. Die Luft ist immer noch warm und duftet nach warmer Erde und den schwer mit tropischem Grün behangenen Bäumen.


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Ein frischer Hauch streicht von den Bergen herunter und wie kalter Nebel am Abend aus den Feldern steigt in mir die Erkenntnis hoch, dass wir wieder einmal einen Tag überstanden haben in diesem Wahnsinn, den wir Leben nennen. Tief atme ich die frische Luft ein, steige die Stufen hinunter in den Garten und betrachte den Swimming Pool und wie sich auf der Wasseroberfläche das Licht der Laternen bricht. Lieber lebe ich nur noch einen Tag wie den Heutigen und sterbe jung, als dass ich uralt werde und dafür nie aus der Langeweile eines spießbürgerlichen Lebens ausbreche.

Ich gehe zurück auf die Terasse und schenke mir noch einen Rum ein. Camilla, eines der "leichten" Mädchen, will noch bleiben, wie ich am Rande des Gesprächs mitbekomme, da ihr verliebter Boyfriend aus Alabama geschäftlich nach Hause in die USA fliegen mußte und erst in ein paar Tagen zurückkehrt. Camila nutzt jede Gelegenheit ihre Freiheit zu geniessen, wenn ihr Sugardaddy nicht in der Stadt ist. So entsaftet sie dann mit Vorliebe Schwänze wie eine Melkmaschine am Fließband eines industriellen Melkbetriebs für "Nordmilch" oder "Weihenstephan".


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Als sie mal wieder mit ihrem Kerl telefoniert hatte, liess sie sich währenddessen von mir auf dem Billardtisch von hinten stoßen und beteuerte dabei ins Telefon hinein, wie sehr sie ihren Boyfriend vermisste. Ich kann nicht behaupten, dass er mir dabei Leid tat, als sie "I love you!" ins Telefon krähte während ich ihr beim Vögeln den Finger in den Hintern bohrte.

Da ich für diesen Abend bedient bin, verschwindet Camilla bald in einem der Zimmer mit einem der anderen Gäste, die es vorziehen aufgrund der angespannten Lage in der Stadt über Nacht zu bleiben. Bald darauf bin ich der letzte verbliebene Säufer, und so stelle auch ich mein leeres Glas auf den Tisch und wanke zu Bett. Von den Bergen kommt ein Hauch von leise rieselndem und nieselig warmen Regen herunter, die laue Nachtluft duftet jetzt nach den Blumen im Garten und in der Ferne höre ich Fetzen von Musik, die von einer anderen Party herüberschwappen. Der Letzte macht das Licht aus.


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Nachtrag:

Am 15. August 2010 wurde der Pate am hellichten Tag auf offener Strasse erschossen. Als sein Chauffeur vor dem "Elements Spa" gerade die Tür des gepanzerten Mercedes öffnete, stürmte ein Kommando vermummter Gestalten dazwischen und eröffnete das Feuer. Beide, der Chauffeur und der alte Mann, waren sofort tot. Daraufhin verschwanden in den folgenden Monaten über 100 Menschen, die durch die "Paracos" direkt oder indirekt mit dem Attentat an ihrem alten Kameraden in Verbindung gebracht wurden.

Im November 2010 war ich das letzte Mal in Medellin zu Gast und nichts war mehr so wie vorher. Mein kolumbianischer Gastgeber stand offenkundig unter einer Art Hausarrest – so genau habe ich es nie herausgefunden – und verliess sein Anwesen kaum noch. Das "Elements Spa" ist seitdem geschlossen aber die Geschäfte gehen weiter. Seit einem Jahr habe ich kein Lebenszeichen mehr von meinem kolumbianischen Freund gehört, entweder er ist untergetaucht oder er ist den Weg alles Zeitlichen gegangen.

Ob es mich in meinem Leben nochmal nach Medellin verschlagen wird, ich weiß es nicht. Aber nach Kolumbien werde ich definitiv nochmal zurückkehren. Vielleicht wieder nach Cartagena, oder mal nach Barranquilla, der Stadt von Shakira, mal sehen...

Der König ist tot, die Party ist vorbei.


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Besten Dank für das positive feedback an alle, ich sehe schon, dem einen oder anderen hats gefallen :wink0:
Ansonsten schöne Grüße an Euch alle aus dem östlichen Mittelmeer, ich bin wieder mit meinem Dampfer unterwegs, keine Weiber bei den Ölaugen, dafür Sonne satt bei 38 Grad...
 
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