Was deine Schlussfolgerung angeht, bin ich total bei dir.
Aber: Wer schaut sich das stundenlange Gequatsche von mäßig begabten Moderatoren und selbstdarstellerischen Co-Kommentatoren vor Spielbeginn eigentlich noch freiwillig an? Oder die 100. Vorfahrt eines Mannschaftsbusses bei irgendeinem Stadion. Das ist doch reine Zeitfüllerei der Sender mit möglichst wenig Inhalt und möglichst viel Werbeeinnahmen. Bei der WM schalte ich selbst bei Spielen der dt. Mannschaft erst einige Minuten vor Anpfiff ein.
Die Zuschauerzahlen werden doch gemessen, und wenn alle nur noch konsequent kurz vorher einschalten würden, würde sich das von selbst regeln. Kein Unternehmen schaltet doch Werbung für Sendezeit, in der keiner zuschaut.
Ich habe bei Google mal die Frage gestellt, wie lange die Vorberichte im Fernsehen bei großen Sportereignissen vor 20/30/40 Jahren waren.
KI-Antwort:
"Die Vorberichterstattung im Fernsehen bei großen Sportereignissen (wie Olympischen Spielen, Fußball-Weltmeisterschaften oder der UEFA EURO) hat sich von wenigen Minuten auf stundenlange Event-Strecken ausgeweitet. Die zeitliche Entwicklung sieht im Detail so aus:
Früher war nicht alles besser, aber manches schon.
- Vor 20 Jahren (ca. 2006): Hier etablierten sich bei Weltmeisterschaften bereits längere Vorberichte von etwa 30 bis 60 Minuten. Große Sender begannen, Event-Studios direkt an den Spielorten aufzubauen.
- Vor 30 Jahren (ca. 1996): Bei Turnieren wie der EM 1996 oder Olympia in Atlanta dauerte die Einstimmung im TV meist 15 bis 30 Minuten. Der Fokus lag primär auf der direkten Spiel- oder Wettkampfvorbereitung.
- Vor 40 Jahren (ca. 1986): Bei der Fußball-WM in Mexiko betrug die Vorlaufzeit oftmals nur 5 bis 15 Minuten. Die Übertragung startete oft kurz vor den Nationalhymnen mit dem Einmarsch der Mannschaften."
Die Einschaltzahlen werden recht engmaschig ermittelt und von den Sendern analysiert. Das geht eigentlich minutengenau. Magenta weiss alos ganz genau, wie viele, oder wenige die 90 Minuten, oder welchen Teil davon auch immer, ansehen.
Nach meiner Vermutung steht hinter dem langen Vorlauf noch etwas anderes …. Zuschauer von den anderen Sendern (die später anfangen) weghalten und bei sich selbst binden. Und natürlich damit dann höhere Werbeeinnahmen zu generieren. Die Mehrzahl der Zuschauer schaltet nicht weg - auch in werbebreaks nicht. Man geht vielleicht ein Bier holen, oder wegbringen, aber der Sender bleibt geschaltet und zählt damit zur Quote.