Allgemeine Fragen Heiraten oder nicht Heiraten?

Ohne jetzt alle 5 Seiten komplett gelesen zu haben kann ich nur sagen: Trau dich den Schritt zu gehen!

Ich bin jetzt 40 und war 5,5 Jahre mit meiner Exfrau zusammen, bevor wir uns fürs Heiraten und Kinder Bekommen entschieden haben. Es war die beste Zeit meines Lebens. Klar, war nicht immer alles einfach, doch wir haben es gewuppt bekommen. Ein Kind zu haben ist unheimlich erfüllend. Ich möchte die Erfahrung nicht wieder hergeben.

Aber die Scheidung: im Neunten Jahr war sie mit ihrer Rolle als Mutter so überfordert, dass auch meine Unterstützung nicht mehr genug war. Sie wurde depressiv und ich war der Trigger dafür. Ich empfehle dringend einen Ehevertrag!!! Gehe grade durch eine schmutzige Scheidung und es kostet mich viel emotionale Kraft. Ich hatte Phasen, da konnte ich weder sitzen, liegen noch stehen. Ich war völlig fertig und habe mehrere Wochen gebraucht um wieder halbwegs zu funktionieren. Vor allem, wenn man an Ostern plötzlich alleine da sitzt. Normalerweise waren das Momente der Kraft für mich und jetzt sitze ich alleine auf der Couch und warte, bis ich wieder arbeiten kann, damit ich überhaupt etwas zu tun habe. Ich lebe nur für die Tatsache ab und an eine Sekunde mit meinem Sohn zu erhaschen.

Trotzdem war die Zeit davor so schön und erfüllend, dass ich sage, es hat sich gelohnt. Es ist ein Abenteuer finanziell und emotional, aber nicht jeder mag Kinder. Ich war ein Partyboy und mittlerweile reizt es mich null auszugehen und zu trinken
 
„Heirate oder heirate nicht: Du wirst beides bereuen“.

  • Diese etwas ironische Aussage stammt angeblich von dem griechischen Philosophen Sokrates. Er sagte aber bei einer anderen Gelegenheit auch, man solle auf jeden Fall heiraten. Hat man Glück, wird man glücklich. Hat man Pech, wird man ein Philosoph – so wie er mit seiner strengen Frau Xanthippe.

    Ich habe in den 80-er Jahren eine Österreicherin geheiratet und mit der Zeit entwickelte sich die Ehe zu meiner persönlichen Hölle. Ihr Kontrollwahn und ihre Streitsüchtigkeit trieben mich in die Nähe des Wahnsinns. Nein, ich wurde kein Philosoph, bei mir kam es nach 10 Jahren zur erlösenden Scheidung. Es sollten kinderbedingt jedoch noch weitere 10 Jahre dauern, bis ich den Kontakt zu ihr endgültig kippen konnte. Ich erfahre nur noch gelegentlich über die gemeinsamen Kinder, was sich in ihrem Leben abspielt und diejenige, die davon profitiert, ist meine Frau. Immer wenn ich von den Kindern aktuelle Storys über das Leben meiner Ex höre, denke ich mir jedes Mal "ich bin so ein glücklicher Mensch mit meiner jetzigen Frau". So tragen meine schlechten Erfahrungen von der ersten Ehe zum Gelingen der zweiten Ehe mit bei.

    Nach der Scheidung weigerte ich mich strikt nochmals zu Heiraten, eine Haltung, die später sogar einmal zu einem Beziehungsende mit einer Österreicherin geführt hat. Jetzt, mit meiner Thai-Frau, funktioniert die Ehe seit 13 Jahren. Warum? Dafür gibt es sicher etliche Gründe, zwei von diesen stechen jedoch heraus.

    1) wir haben ein einander ähnliches Konfliktverhalten und
    2) wir geben uns wechselseitig sehr viel persönliche Freiheit. Niemand kontrolliert den anderen und Eifersucht passiert so gut wie gar nicht.

    Was natürlich auch eine wichtige Rolle spielt, ist, dass wir einige der klassischen Konfliktpunkte innerhalb von Beziehungen gar nicht erst haben:
- Wir haben keine gemeinsamen Kinder und müssen uns nicht über Erziehungsfragen einigen.
- Wir müssen uns auch nicht darüber einigen, wofür Geld ausgegeben wird. Sie hat ihr eigenes Konto, über das sie frei verfügen kann.
- Ich bin bald 70 Jahre und meine Frau ist 58 Jahre. Aufgrund des altersbedingten Sinkens von unserem Hormonspiegel hat das Thema Sex nicht mehr die Priorität früherer Jahre.

Würde man meine Frau fragen, wären die Antworten sicherlich anders:
"Er trinkt keinen Alkohol, er spielt nicht, er geht immer arbeiten und er kümmert sich um mich". Das sind eben ihre Prioritäten.

Könnte ich meinem jugendlichen ICH einen Ratschlag senden, würde ich ihm sagen: "eine Ehe ohne Risiko gibt es nicht. Verlasse dich auf deine innere Stimme, auf dein Bauchgefühl". Damals in den 80-Jahren sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich die Ehe lieber nicht eingehen sollte, aber ich ignorierte es bzw. ich redete mir selbst alles schön. Vor meiner Heirat mit meiner Thai hörte ich oft aus meinem Umfeld, dass man so etwas lieber nicht tun sollte. Mein Bauchgefühl gab jedoch grünes Licht und es funktioniert.

Das sind meine two Cents zu diesem Thema.
 
Sie möchte unbedingt Heiraten und Kinder bekommen.
Run Forrest, RUN! ... heiraten macht alles nur schwieriger und wie ich gerade merke (Scheidung läuft) sehr teuer ... wenn sie keine Kinder bekommen will ohne Heirat, schick sie in die Wüste. Kinder sind was Schönes, möchte meine 3 nicht missen. Vor allem: Wenn sie dann mal aus dem Gröbsten raus sind, sind sie der beste Jungbrunnen im Alter.
 
... dasist wie mit dem Wetter in Thailand, man kann es nicht wirklich vorhersagen...

Ich für meinen Teil habe mich in meinen Dreißigern sterilisieren lassen. Davor jeweils über 10 Jahre feste Beziehung.
Heute selbst wenn ich könnte würde ich in Deutschland niemals Kinder in die Welt setzen, auch in so manch anderen Ländern nicht.
Man hat Verantwortung und das nicht nur für die Erziehung sondern auch die Zukunftsperspektive und Sicherheit seiner Kinder.

Zweiter Aspekt, der finanzielle. Wenn jemand allerdings so viel Geld hat dass er mehrere Leben leben kann, ist das wiederum egal.
Bei Scheidung oder auch unverheiratet wirst in Deutschland schnell plete gemacht und das bis deine Kinder 27 sind. Ich erlebe es seit jahrzehnten immer wieder in der Familie, Arbeitskollegen oder im Bekanntenkreis. Wenn die Alte das spinnen anfängt, blutest Du bis zum Existenzminimum.

Nun bin ich zehnundvierzig Jahre alt, bin Single und habe genug gespart um nächstes Jahr aus dem Berufsleben auszusteigen. Ob ich glücklicher bin weiß ich nicht, da ich weder Ehe noch eigene Kinder kenne. Was ich aber weis, ich bin unabhängig und kann tun und lassen was ich will, für Freizeitaktivitäten habe ich mehrere "Bekanntschaften" und zum Dödeln auch. Das zu trennen hat Vorteile, mir passt es so.

Was ich aber auch weis, wenn ich Pech habe werde ich alleine alt und werde irgendwann alleine sterben. Vielleicht bereue ich es noch.
Aber irgendwas ist ja immer :-).

Kann Dir also keinerlei Empfehlung geben. Entscheide nach deiner persönlichen Lage und was Du bereit bist zu riskieren.

Im Jan27 gehts wieder knapp 4 Monate nach Thailand.

VG
 
Ein weniger Ernst gemeinter Hinweis zur 'Frage aller Fragen':
Wer verheiratet ist, kann die Sorgen teilen, die er vorher nicht hatte. ;)
 
Ich habe mit 20 das erste Mal geheiratet, weil meine damalige Freundin schwanger war. An sich wollten wir nach NL abtreiben, hat mir mein ältester Bruder von abgeraten. Nun ist mein Sohn 51 und ich bin froh, dass ich ihn habe.

Nach 14 Jahren war die Ehe vorbei. Ich war fremd gegangen, Freundin vom Arbeitskollegen der das wusste und ihr erzählt hat, hat mich verpetzt.

Meine Ex hat dann gefragt ob ich ne Freundin habe, sie hätte mich gesehen. Ich Dussel hab ja gesagt.

Nie wieder würde ich was zugeben, selbst wenn ich auf einer anderen liegen würde, ich bins nicht, ich bin ein anderer.

Dann 16 Jahre alleine. War super. Reisen 2x jährlich wohin ich wollte. War auf der ganzen Welt.

2004 hab ich dann meine 2. Frau (Thai) in D kennengelernt. Sie hat eine Freundin besucht die in meiner Heimatstadt ein Restaurant Türkisch/Thai hatte. Die hat das eingefädelt, weil sie wusste, der ist reich und war oft in TH.

OK, sie hat mir gefallen. Haben uns angefreundet. Irgendwann Sex, Jungfrau, ui, mit 35.

Als ihr Urlaub vorbei war, hab ich sie nach FFM gefahren. Haben uns verabredet für Dezember auf Phuket. Waren genau da als der Tsunami kam, 1 Tag vorher weg nachhause, sonst wäre ich sicher tot.

Sie kam mit nach D. Hochzeit 2005 und bis heute nie bereut.

Sie lässt mir meine Freiheiten. Ich bin auch seit 1989 sterilisiert, kann also keine Kinder mehr machen. Sie hätte gerne eins gehabt. Hab ihr aber vorher gesagt das es nicht mehr geht.

Ich war hier 1 Mal im KKH, Nierenversagen wg. falscher Medikamente. Ich war froh, dass sie neben meinem Bett geschlafen hat, die hatten mir ein Antibiotika infundiert wogegen ich allergisch war.
Das wäre es fast gewesen, wenn sie nicht schnell die Schwestern geholt hätte.
 
Ein weniger Ernst gemeinter Hinweis zur 'Frage aller Fragen':
Wer verheiratet ist, kann die Sorgen teilen, die er vorher nicht hatte. ;)
Ich kenne den Spruch so

Eine Frau braucht man um über die probleme zu sprechen die man ohne sie gar nicht hätte

Ich bin glücklich geschieden , was heisst , ich bin se halbswegs günstig losgeworden , und habe nichts mehr damit zu tun , indem ich jeden Kontakt verhindere . im nachhinein frage ich micht warum ich es überhaupt 5 jahre ausgehalten habe mit der irren.
Liegt wohl daran das man immer denkt es könnte ja besser werden .
Also Ich würde niemanden raten zu heiraten wenn es nicht wirklich nötig ist (eben nur bei Ausländerinnen die sonst nicht hier sein könnten)

Ich finde an Heiraten auch schlimm , man schliest ja sowas wie einen vertrag zu den Zeitpunkt .
Verträge können normalerweise nicht einfach geändert werden
Aber gerade bei der Ehe ist es möglich , das der staat einfach regeln des vertrags ändern kann , ohne das man es verhindern kann.
 
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