Allgemeine Fragen Heiraten oder nicht Heiraten?

Die Lage hat sich gewaltig geändert. Bei einer Falschanklage wird der Mann in Gewahrsam genommen weil die Frau ja das schwächere Geschlecht ist und deswegen beschützt werden muss. Auch wenn die Anklage fallen gelassen wird muss der Mann der Familie fern bleiben bis dies vom Gericht bestätigt wird.

Ein sehr guter Freund erlebte die Auswirkungen davon am eigenen Leib. Seine Frau kam betrunken nach Hause und wurde aggressiv. Er wollte nicht dass die Kinder alles miterleben und versuchte die Frau aus dem Haus zu schieben was ihm nicht gelungen ist. Er hatte Angst dass er die Kontrolle über sich verliert und hat die Polizei angerufen und über seine Frau berichtet. Die hatte das Gespräch mitgehört und rief die Polizei selber weinend an und gab aus dass ihr Mann gerade gewalttätig ist. Der Polizei kam auch prompt, hat sich die Geschichte von beiden angehört und ihn vor seinen jungen Kindern abgeführt. Seine Videoaufnahmen vom Handy, die zeigten wie aggressiv seine Frau war und fluchend durchs Haus nach ihm jagte als er versuchte ihr aus dem Weg zugehen, nützten nichts. Es zählte nur das er sie angefasst hat um die aus dem Haus zu schieben. Er konnte seine Kinder eine Woche später sehen und sich seinem Haus für etwa vier Wochen nicht nähern.

Ich habe mir die ganze Sache einige Male anhören mussen als er die ca vier Wochen bei uns blieb.

Die Polizei hat die Schule vom Vorfall informiert worauf alle sofort annahmen das mein Freund der Monster ist. Die Schulleiterin suchte ein Gespräch mit der Frau und berichtete das die Wahrscheinlichkeit groß ist dass er wieder gewalttätig wird. Die Frau bekam in den vier Wochen einige Besuche von verschiedenen Behörden um sie zu beraten was sie bei einer Trennung herausholen kann und welche Hilfe sie bekommen kann.

Mein Freund hat eine Broschüre im Knast bekommen mit den Kontakten zu einer Selbsthilfegruppe. Mehr war da nicht.

Die Frau wollte sich auch trennen hatte aber davon gelassen weil ihre Kinder nicht ihren Vater alleine lassen wollten. Sie sind wieder zusammen und lebten so viel ich weiß in den letzten fünf Jahren ohne größere Vorkommnisse. Ich spüre aber immer noch Hass auf seine Frau, die immer noch bis vor kurzem meinte das er es verdient hatte nachdem er sie aus dem Hause schubsen wollte.

Die Überraschung für mich ist das ihre Kinder, die jetzt 10 und 13 Jahre sind, es ihr nicht abnehmen und ihr ganz und klar die Schuld geben. Sie erinnern sich immer noch gut daran und haben ihre eigene Meinung darüber. Anscheinend hat sie vor kurzem beim Abendessen irgendwie leise zugegeben sie hätte besser handeln können. Das war's aber. Keine Entschuldigung. Keine richtige Reue. Sie glaubt sich im Recht weil das Recht so jetzt so ist.

Irgendwie habe ich dass Gefühl das die Familie es zusammen schaffen wird. Die Kinder, auch wenn sie noch jung sind, schweißen es irgendwie zusammen. Ehen können schon verrückt sein. Ich freue mich darüber. Irgendwie. Ich glaube von der ursprünglichen Liebe ist nicht viel übrig aber beide sind sehr stolze Eltern. Die Kinder lieben sie beide.

Meine persönliche Lehre ist das wir Männer an der Situation selbst schuld sind. Mein Freund brauchte einige Jahre um sich mit der Geschichte abzufinden. Inzwischen erzählt er anderen davon. Viele sind überrascht wie schnell sich die Lage gegen den Mann entwickeln kann. Aber dann kommt irgendeine in die Bar und erzählt von ihrer Opferrolle. Da kommt dann sofort ein "ooh du Arme, es ist so furchtbar schlimm was dir passiert ist". Hinterfragt wird da meistens nicht. Wir Männer fallen hier auf jeden Scheiss rein in der Hoffnung das wir jetzt die Möglichkeit bekommen den weißen Ritter zu spielen. Ich war auch so einer. Jetzt aber nicht mehr. Hoffentlich!
 
sorry, aber die ganze Geschichte ist schon ein bisschen merkwürdig...und ganz sicher geht hier dafür niemand in den "Knast".

Habe auch selber schon ähnliches erlebt und da lief alles korrekt ab und es wurde von Seiten der Polizei nichts weiter unternommen. Und ganz sicher informieren die auch nicht die Schule.
 
Meine persönliche Lehre ist das wir Männer an der Situation selbst schuld sind.
Ich kenne das auch so, wobei es schon lange her ist: Da hat der Mann nach einer(!) Ohrfeige an seiner Ehefrau, nachdem er rausgefunden hat, dass sie fremdgegangen ist, kein Umgangsrecht für seine Kinder bekommen. Gar keins! Nicht mal begleitet. Dass seine Ex wesentlich häufiger selbst Ohrfeigen verteilt hat, spielte da keine Rolle.

-> Bei meiner Scheidung blieb ich immer korrekt. Kein Schlagen, kein damit drohen und bei Gewalt von ihrer Seite lieber selbst das Haus verlassen. Danach waren wir uns eigentlich einig, aber nach dem ersten Anwaltsbesuch kam sie mit deutlich höheren Vorstellungen zurück als sie hingegangen ist.

Nur zur Klarstellung: Eine Ohrfeige halte ich auch im Falle des Fremdgehens nicht für gerechtfertigt. Nur die Folgen fand ich zu drastisch.
 
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