Biervampir
Silver Member
Ich habe vor Jahren (zwischenzeitlich ist das schon lange her) mal so einen Fall hautnah erlebt:
Dabei ging es um einen jungen Iraqi, der schwer kriegsbeschädigt nach dem letzten Golfkrieg nach Deutschland kam. Ich habe für ihn immer wieder sowohl auf Ämtern als auch in Krankenhäusern und bei Ärzten übersetzt. Im Laufe der Zeit lernte ich ihn ganz gut kennen. Sein sehnlichster Wunsch war es zu heiraten und ein Kind zu haben.
Nach etlichen Jahren hat er tatsächlich eine Frau im Iraq gefunden (oder wurde für ihn gefunden, das weiß ich nicht), er fuhr in die Türkei und sie haben dort geheiratet. Sie kam dann als Familiennachzug nach Deutschland und sie lebten in Untermiete bei einer älteren Dame. Eine Wohnung in München zu finden ist schwer bis ganz unmöglich.
Eines Tages beschuldigte ihn die Ehefrau, daß er sie ständig schlüge und auch das inzwischen geborene Kind mißhandeln würde.
Klang für mich toatal unglaubwürdig, weil gerade sein Kind sein ein und alles war und er auch ansonsten eher gnau das Gegenteil von gewalttätig war. Nachdem ich ja schon einige Jahre für ihn übersetzt hatte, glaube ich sagen zu können, daß ich ihn ganz gut kannte.
Ich mußte also wieder mit zum Jugendamt und zu einer amtlichen Stelle für mißhandelte Frauen, weiß gar nicht mehr, wie die hieß. Er hat natürlich alles abgestritten und auch ich habe für ihn ausgesagt, daß ich ihn eben schon so und so lange kenne und gut kenne weil ich ständig für ihn übersetze und es mir absolut nicht vorstellen kann, daß dieser gutmütige Mensch irgendwie gewalttätig sein könne.
Da mußte ich mich erst einmal von den dort tätigen (natürlich) Frauen zusammenfalten lassen, daß man das den Männern doch nie ansähe, wenn sie zu Hause gewalttätig sind, daß ich keine Ahnung habe, was da so vor sich geht usw...
Er erhielt also völliges Kontaktverbot mit der Auflage sich der Fau nicht mehr als (...) zu nähern usw und die Frau wurde in einem Frauenhaus untergebracht. Der junge Mann war vällig am Boden zerstört und zu seinen schweren Kriegsverletzungen kamen nun auch noch schwere Depressioen, die dann auch noch behandelt werden mußten.
Nach Monaten gestand die Ehefrau dann der Vermieterin, daß die ganze Geschichte erstunken und erlogen ist. Sie habe das auf anraten einer serbischen Bekannten so ausgesagt, weil die ihr gesagt habe, daß sie als mißhandelte Ehefrau eher eine eihgene Wohnung bekommen könne.
Nach einigem hin und her hats sie das dann auch beim Jugendamt so ausgesagt (ich habe wieder übersetzt). Jedoch wurde sie von den Weibern am Jugendamt geradezu gedrängt, ihre Aussage NICHT zurückzunehmen. Man sezte sie moralisch unter Druck, man stellte ihr in Aussicht, daß man sie immer vor ihrem Mann schützen könne, aber sie dürfe ih keinesfalls straflos davon kommen lassen usw usw
Allerdings blieb sie bei ihrer Aussage und erklärte, daß sie jetzt gesehen habe, daß man auch mit so einem Trick nicht eher an eine eigen Wohnunkommen könne und es deshalb nicht mehr notwendig sei, diese Lüge aufrecht zu erhalten.
Schweren Herzens mußten die Frauen auf der amtlichen Stelle dann eben doch alle Maßnahmen gegen den Ehemann aufheben bzw aufheben kassen.
Daß der Ehemann über ein halbes Jahr durch die Hölle gegangen war, spielte für sie keinerlei Rolle, auch haben sich diese Fotzen nicht einmal bei ihm für das angetane Unrecht und seine seelischne Qualen unschuldig das alles durchmachen zu müssen entschuldigt.
Gewalttätige arabische Männer. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Damen auf dem Amt da ihre Vorurteile gegen diese Gruppe haben. Ok, sicherlich auch nicht ganz unberechtigt. Das solche Aussagen zurückgezogen werden, kann auch an dem Druck der Familie liegen. Solche Geschichten geistern zur Genüge durch die Medien.
Völlig unabhängig davon. Die Ämter entschuldigen sich nicht für Fehler. Viel mehr bestärken sie sich gegenseitig richtig gehandelt zu haben. Ich vermute stark, dass der Umgang des Vaters auf ein Minimum reduziert wurde. Dann heißt es, das neue Betreuungsmodell ist jetzt etabliert und wird vorerst (also dauerhaft) so weitergeführt. Da hat die Frau dann Tatsachen geschaffen und kommt völlig ungeschoren damit durch.
Ich weiß noch, wie ich beim Jugendamt saß und mir psychische Gewalt vorgeworfen wurde. Völliger bullshit. Ich bin teilweise in ein anderes Zimmer gegangen, weil ich ihr Gekeife nicht mehr ertragen konnte und sie ist mir hinterher. Jedenfalls saß ich beim Jugendamt und es wurden 45min auf mich eingehackt. Dann sagte meine Exfrau, gucken sie, wie regungslos er dort sitzt. Er ist Eiskalt. Die Tante dort nickte und schrieb etwas auf. Kurz vor der Umgangsklage kam von dieser Sachbearbeiterin auch noch ein Empfehlungsschreiben, dass der Minimalumgang so weitergeführt werden soll.
Auf meine Beschwerden, dass ich das Kind schmutzig und riechend bekomme, hieß es, dann soll ich ihn in meinen wenigen Stunden doch baden und mich um ihn kümmern. Da können sie nichts machen. Ich solle ihr doch lieber beim Umzug helfen und schonmal Unterhalt zahlen. Das Jugendamt war echt die schlimmste Demütigung in der ganzen Scheidung