Thailand Nachrichten aus Thailand 2025 / 2026

  • Ersteller
        #1.751  

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Member hat gesagt:
Der Klimawandel macht sich immer deutlicher bemerkbar. Mein heißester Tag in Bangkok war Ende der 90er Ende April, vormittags um 11, die Sonne knallte herunter, eine dicke Wolke, dann für 20 Minuten ein tropischer Platzregen, Wolke weg, Sonne, Temperatur 47°C, voll gesättigte Luft, ein paar Meter gelaufen und ich war schweißnass. Das ist ein kritischer Zustand, denn unter diesen Umständen versagt die Temperaturregulierung des Körpers und ein Hitzschlag droht.

Laut Bangkok Post soll es in diesem April noch schlimmer werden und es wird ein Hitzeindex von 60°C prognostiziert.

Ich bin seit 5 Tagen wieder in Deutschland und friere mir den Arsch ab, obwohl hier wie jedes Jahr der Höllensommer des Jahrhunderts vorhergesagt wird. Es bleibt spannend, ob er dieses Jahr kommt.
Von November bis März war ich in Thailand und habe bis Ende Februar nichtmal die Klimaanlage gebraucht. Das war letztes Jahr schon genauso. In den 10 Jahren davor war es im Winter deutlich wärmer.
 
        #1.753  

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Member hat gesagt:
In den 10 Jahren davor war es im Winter deutlich wärmer.

Ist faktisch falsch, aber als Schwurbler glaubt man ja bekanntlich weder an den Klimawandel noch an die Daten der Messstationen.
 
        #1.754  

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Member hat gesagt:
Ist faktisch falsch, aber als Schwurbler glaubt man ja bekanntlich weder an den Klimawandel noch an die Daten der Messstationen.
Wahrscheinlich hast Du Recht. Könnten aber auch menopausebedingte Hitzewallungen sein 🫃🏻
 
        #1.755  

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Trotz wiederholter öffentlicher Warnungen haben mindestens 10 % der ausländischen Ankünfte fälschlicherweise diese Websites genutzt, die oft Gebühren zwischen 20 und 90 US-Dollar verlangen. Dies berichtete Pol Maj Gen Choengron.

 
        #1.756  

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@zweitreise Mache einfach einmal den intellektuellen Klimmzug zwischen Klima und Wetter zu unterscheiden, sowohl temporal, kausal als auch lokal. Wer heute immer noch am anthropogenen Klimawandel zweifelt oder ihn in Frage stellt, der muss auch die Konsequenz einer sachlichen Reaktion ertragen können

Gerade Thailand ist eines der laut dem Global Climate Risk Index 2026 am stärksten gefährdeten Länder weltweit (Platz 17).


Hier noch der Abstrakt der KI dazu:

Zentrale Auswirkungen (Stand 2025/2026)
  • Extreme Niederschläge und Überflutungen: Die Regenmuster werden immer unvorhersehbarer. Ein aktuelles Beispiel sind die massiven Überschwemmungen im Süden Thailands (z. B. in Hat Yai), wo Regenfälle gemessen wurden, wie sie statistisch nur alle 300 Jahre vorkommen.
  • Bedrohung für Bangkok: Die Hauptstadt liegt nur etwa 1,5 Meter über dem Meeresspiegel. Durch den steigenden Meeresspiegel im Golf von Thailand und das gleichzeitige Absinken des Bodens (um ca. 1–2 cm jährlich) droht die Stadt ohne drastische Schutzmaßnahmen wie Dämme und Sperrwerke in 10 bis 15 Jahren unbewohnbar zu werden.
  • Hitzewellen und Gesundheit: Die Temperaturen steigen über den historischen Durchschnitt. Dies führt zu einer Zunahme von Hitzestress, was besonders die Arbeitsproduktivität im Freien mindert und das Risiko für Krankheiten wie Dengue-Fieber und Atemwegserkrankungen erhöht.
  • Landwirtschaft in der Krise: Dürreperioden im Norden und Nordosten zerstören regelmäßig Ernten (insbesondere Reis). Bis 2050 werden die jährlichen wirtschaftlichen Verluste allein im Agrarsektor auf 14 Milliarden Baht geschätzt.
  • Küstenverlust: Thailand verliert durch Erosion jährlich etwa 30 km² Küstenland. Dies trifft Fischerdörfer und touristische Infrastrukturen gleichermaßen.
  • Luftqualität und Tourismus: "Toxic Haze" (giftiger Dunst) durch Waldbrände und das Verbrennen von Agrarabfällen wird durch veränderte Wetterbedingungen (Inversionswetterlagen) verstärkt und führt zu Stornierungen von Reisenden in Hochburgen wie Chiang Mai.

Wirtschaftliche Prognose
Ohne Anpassungsmaßnahmen könnte der Klimawandel das thailändische Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis zum Jahr 2050 um 7 % bis 14 % reduzieren. In extremen Szenarien einer globalen Erwärmung um 3,2 °C werden sogar Verluste von bis zu 45 % des BIP befürchtet.

Was tut die thailändische Regierung dagegen:

Die thailändische Regierung verfolgt aufgrund der akuten Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel und das Absinken des Bodens eine mehrgleisige Strategie, die von massiven Infrastrukturprojekten bis hin zur radikalen Option einer Hauptstadtverlegung reicht.
Hier sind die wichtigsten Maßnahmen im Überblick:

1. Das Projekt "Ko Khai" (Riesiger Küstenschutzwall)
Eine der am meist diskutierten Maßnahmen ist der Bau eines gigantischen Schutzwalls im Golf von Thailand.
Bangkok Post
  • Konzept: Geplant ist eine Kette von künstlichen Inseln etwa einen Kilometer vor der Küste, die durch Deiche miteinander verbunden sind.
  • Ziel: Diese Barriere soll nicht nur Bangkok, sondern die gesamten Zentralebenen vor Sturmfluten und dem steigenden Meeresspiegel schützen.
  • Finanzierung: Das Projekt gilt als das teuerste Vorhaben in der Geschichte des Landes und soll voraussichtlich durch private Investoren über 99-jährige Konzessionen realisiert werden.

2. Modernisierung des Wassermanagements (BMA-Masterplan)
Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) arbeitet an einer umfassenden technischen Aufrüstung der Stadt:
  • "Super-Tunnel": Bau von riesigen unterirdischen Entwässerungstunneln, um Regenwasser schneller in den Chao Phraya Fluss oder das Meer abzuleiten.
  • Polder-Systeme: Einsatz von leistungsstarken Pumpstationen und Schleusen, um den Wasserstand in den städtischen Kanälen (Khlongs) künstlich niedrig zu halten.
  • Sandsack-Barrieren: Als kurzfristige Lösung werden während der Monsunzeit regelmäßig kilometerlange Wälle aus Sandsäcken entlang des Flusses errichtet.

3. Gesetzliche Rahmenbedingungen: Der "Climate Change Act"
Ende 2025 hat die Regierung den Entwurf für Thailands erstes umfassendes Klimaschutzgesetz vorangetrieben.
  • Inhalt: Das Gesetz bündelt Instrumente wie Kohlenstoffsteuern, Emissionshandel und verpflichtende Anpassungspläne für Kommunen.
  • Zweck: Es soll sicherstellen, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht mehr fragmentiert, sondern national koordiniert umgesetzt werden.

4. Die radikale Option: Verlegung der Hauptstadt
Da Bangkok jährlich um etwa 1 bis 2 cm absinkt, wird die Diskussion über eine neue Hauptstadt immer konkreter.
  • Parlamentarischer Vorstoß: Abgeordnete der Regierungspartei haben bereits die Bildung einer Kommission gefordert, um Standorte für eine "zweite Hauptstadt" oder die vollständige Verlegung von Regierungsbehörden zu prüfen.
  • Vorbild: Ähnlich wie Indonesien mit Nusantara plant auch Thailand, strategisch wichtige Funktionen in höher gelegene Regionen zu verlagern, um den wirtschaftlichen Kern des Landes zu sichern.

5. Naturbasierte Lösungen
In Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der Weltbank setzt Thailand verstärkt auf "Nature-based Solutions":
World Bank
  • Mangroven-Aufforstung: Wiederherstellung von Mangrovenwäldern an den Küsten von Samut Prakan und Bangkok, um die natürliche Erosion zu stoppen.
  • Schwammstadt-Konzept: Schaffung von mehr Grünflächen und Parks, die bei Starkregen als temporäre Wasserspeicher dienen können.

Meinungsfreiheit ist wichtig, doch sie entbindet niemanden von der Verantwortung gegenüber belegbaren Fakten. Wenn jemand die wissenschaftliche Realität ignoriert, verliert er die Basis für eine vernünftige Entscheidungsgrundlage. Es ist verständlich, dass die Tragweite des Klimawandels unbequem ist. Aber wer die Fakten als Ideologie abtut, verbaut sich selbst den Blick auf die Realität, mit der wir alle – unabhängig von unserer Einstellung – umgehen müssen.

Nur vorab: Ich werde hier nicht über den Klimawandel diskutieren. Fakten sind nicht diskutabel, weil sie Fakten sind! Obiger Beitrag ist lediglich eine Response auf deine Anmerkung die in meinen Augen einfach notwendig war, ohne dich in irgendeiner Art und Weise diffamieren zu wollen.
 
        #1.757  

Member

Member hat gesagt:
Mache einfach einmal den intellektuellen Klimmzug zwischen Klima und Wetter zu unterscheiden, sowohl temporal, kausal als auch lokal.
Ich habe das Wort Klima doch garnicht erwähnt (außer in der „Klimaanlage“ 😉), sondern habe mich lediglich zum Wetter geäußert, das ich in den letzten 12 Jahren im thailändischen Winter vorgefunden habe.

Witzigerweise bringt auch der Artikel, den Du verlinkt hat, seine spekulative Wettervorhersage für Anfang April („heat index could soar“) mit keinem Wort mit dem Klimawandel in Verbindung. Bitte lies Dir den Artikel noch einmal durch. Das mit dem Klima hast Du Dir doch einfach ausgedacht, oder?
 
        #1.758  

Member

Member hat gesagt:
Trotz wiederholter öffentlicher Warnungen haben mindestens 10 % der ausländischen Ankünfte fälschlicherweise diese Websites genutzt, die oft Gebühren zwischen 20 und 90 US-Dollar verlangen. Dies berichtete Pol Maj Gen Choengron.

10% sind aber viel. Wer ist denn im Forum schon darauf reingefallen?
 
        #1.759  

Member

Member hat gesagt:
Ich habe das Wort Klima doch garnicht erwähnt

Ich bitte dich. Ich habe einen Beitrag mit Bezug zum Klimawandel veröffentlicht und du gibst ein Statement zu deinen subjektiven Wettererlebnissen ab. Zwischen den Zeilen gelesen habe nicht nur ich das so als unterschwellige Kritik am anthropogenen Klimawandel wahrgenommen und es war ja wohl genau das, was du damit erreichen wolltest, bewusst oder unbewusst. Aber wie schon gesagt, ich werde mich definitiv nicht in diese Echokammer begeben. Wer meint, dass der Klimawandel einer Ideologie folgt, der kann gerne dabei bleiben. Physik hat kein Parteibuch und Fakten sind nicht diskutabel.

By the way, hat eigentlich jemand am letzten Samstag etwas von der Earth Hour mitbekommen?


Noch ein Artikel in der Bangkok Post zur Umweltbelastung in Chiang Mai:


Schuld sind hier einerseits durch den Klimawandel begünstigte Inversionswetterlagen und die nach wie vor umgesetzten Brandrodungen.
 
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