Krankenhausaufenthalt in Thailand

„Aber Spaß bei Seite, jedes Krankenhaus in Thailand ist verpflichtet lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen, erst danach geht das Prozedere mit den Kosten los.“

Dem kann ich nur zustimmen. Meine Frau ist 2009 infolge einer schweren Meningitis ins Koma gefallen. Mit dem Taxi ging es durch den abendlichen Berufsverkehr von der Suk Soi 22 ins Samidhivej Hospital. Meine Frau wurde sofort stabilisiert, bekam Infusionen und wurde an die Telemetrie angeschlossen. Danach ging es zum X-Ray und ins MRT, wo ihre Meningitis diagnostiziert wurde. Anschließend kam sie in die ICU. Erst zu diesem Zeitpunkt ist eine Managerin von der Rechnungsabteilung aufgetaucht.

Zuerst die Personalien, egal wieviel Schmerzen man hat! Dann die Frage nach der Versicherung. Dann wird fast immer ein Deposit verlangt, bis eben die Zusage von der Versicherung kommt!

Das mögen deine Erfahrungen sein, von daher stimmt deine Pauschalisierung nicht.

Ich bin selbst mit einer Lebensmittelvergiftung ins St. Paoli in Hua Hin gegangen. Die formalen Sachen wurden erst nach Diagnose und Erstbehandlung eingeleitet.

Btw: Deposit habe ich noch nie gezahlt

Das wurde weder von mir im Samidhivej, noch im Camillian, noch in St. Paolo verlangt. Dort musst ich lediglich meinen Reisepass hinterlegen. Die Kosten wurden dann alle von der Hanse Merkur direkt über einen Vermittler mit dem Krankenhaus abgerechnet. Soweit ich mich erinnern kann, lag der Betrag für die 6 Tage bei ca. 55.000 Baht.
 
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Glaube 5 oder 6 x in den letzten 20 Jahren,
Sohn 2 x und Frau 1 x zur Entbindung...

Ich glaube du wirfst da etwas durcheinander oder hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt.
Es bezog mich auf die Frage von @VIO wo es um lebensrettende Sofortmaßnahmen ging.
Da ist jedes Krankenhaus zu verpflichtet.
Sobald der Patient ansprechbar ist geht natürlich das Prozedere los, so wie du es beschrieben hast.
Das man automatisch in eines der teuersten Krankenhäuser gebracht wird bezweifle ich jedoch stark. Zumindest wenn die Kostenfrage nicht geklärt ist.
In Bangkok gibt es ca 400 Krankenhäuser, wäre schon seltsam wenn immer die gleichen angesteuert würden.
Das mag in Pattaya etwas anders laufen da es dort nur eine Hand voll Krankenhäuser gibt.
Niemand betreibt gerne Aufwand wenn das Risiko besteht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Und das ist in Thailand ja wohl ein großes Problem für die Privaten wie man ständig lesen kann. Ewig können die einen ja nicht festhalten und hoffen das jemand zahlt wenn bei dem Patienten nichts zu holen ist. Darum wäre ich auch für eine Versicherungspflicht für Ausländer.

Btw: Deposit habe ich noch nie gezahlt, auch wenn immer danach gefragt wird. So ernst war die Lage nie das ich nicht auf die Kostenzusage der Assistenz Insurance warten konnte. Würde es um Leben oder Tod gehen, dann würde ich natürlich zahlen.
IdR informiere ich die Versicherung schon bevor ich ins Krankenhaus gehe. Dann geht's Recht zügig.
OK, ich habe meine Erfahrungen ,bis auf 1 mal in Bangkok,eben nur sehr oft in Pattaya und 1 x in Korat gemacht!

Bisher war ich auch immer ansprechbar! Wenn man natürlich ohne Besinnung ist,wird es doch hoffentlich so wie Du es beschreibst aussehen ;-)

In Pattaya werden die Ausländer immer in ein privates Krankenhaus gebracht,es sei denn sie bestehen darauf ins Banglamung Hospital gefahren zu werden,also staatliches KH eben.

Was soll dem,der Dich in ein KHS fährt, denn die Kostenfrage interessieren???

Bei meinem Herzinfarkt,war es z.B. schlecht möglich auf eine Kostenzusage zu warten, ergo erst einmal 300.000.-THB Deposit hinterlegen!

Aber es macht eben Jeder seine eigenen Erfahrungen ;-)
 
Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Wenn jemand im Sterben liegt, dann wird man nicht warten bis die Kostenübernahme geklärt ist. Die Krankenhäuser sind dann verpflichtet, die Maßnahmen zu treffen, um den Patienten am Leben zu halten
Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Wenn jemand im Sterben liegt, dann wird man nicht warten bis die Kostenübernahme geklärt ist. Die Krankenhäuser sind dann verpflichtet, die Maßnahmen zu treffen, um den Patienten am Leben zu halten
Dann wünsche ich Dir,das Du niemals in eine solche Lage kommst!

Eine Verpflichtung auf dem Papier,interessiert ein Krankenhaus in Thailand wenn hohe Kosten anstehen nicht in erster Linie!

Und Jemanden am Leben zu erhalten,da gibt es eben diverse Möglichkeiten. Nur eine Kostenfrage ;-)

das glaube ich gerne,es sei den,sie wohnen in der Pampa Isaan ggggg

soweit ich weiß,sagen die UCEP aus, das man bis 72 Stunden ohne Kostenübernahme beim Notfall helfen muss.
Ja, es ist eben nur ein Stück Papier!

Wenn Du mit kostenaufwändigen Problemen in ein privates Krankenhaus eingeliefert wirst,wird man so schnell wie möglich versuchen dich in ein staatliches zu verlegen!

Das ist zumindest in Pattaya gängige Praxis! Da Interessieren niemanden die 72 Stunden!

Kein privates Krankenhaus will auf den Kosten sitzenbleiben!
 
Bei meinem Herzinfarkt,war es z.B. schlecht möglich auf eine Kostenzusage zu warten, ergo erst einmal 300.000.-THB Deposit hinterlegen!
Ok, wenn dir das noch möglich war. Gibt aber auch Fälle wo das nicht mehr möglich ist. Glaube darum geht's eigentlich.
Wenn Du mit kostenaufwändigen Problemen in ein privates Krankenhaus eingeliefert wirst,wird man so schnell wie möglich versuchen dich in ein staatliches zu verlegen!

Kein privates Krankenhaus will auf den Kosten sitzenbleiben!
Genau so sieht's aus bei Zahlungsunfähigkeit.
So schließt sich der Kreis.
 
war das ein Privat Krankenhaus?

Wie Kollege @bkk schon sagte, ja. Ob es eines der besten und teuersten ist, vermag ich nicht einzuschätzen. In Hua Hin wurde im St. Paolo jedenfalls für einen deutschen Arzt (Dr. Thomas) extra eine Arbeitsstelle eingerichtet und er war, obwohl Mediziner, dort im wesentlichen als Schnittstelle für deutschsprachige Patienten zuständig. Die Betreuung und Versorgung inklusive Einzelzimmer war jedenfalls sehr gut.

Als meine Frau damals eingeliefert wurde, war mir noch nicht klar, dass wir über meine Kreditkarte für stationäre Behandlungen abgesichert waren. Als ich mit der Dame vom Management gesprochen habe, ging es für die Erstversorgung bis in die ICU schon um einen Betrag von 44.000 (48.000?) Baht. Bezahlt habe ich letztendlich aber nur 28.000 Baht. Mein Thai Smile und meine nette Art waren wohl für die Reduktion hilfreich. :dog:

Wir sind dann ins Camillian gewechselt. Ich war halt durch den Wind und wäre mir bewusst gewesen, dass Versicherungsschutz bestand, wären wir wohl im Samidhivej geblieben.
 
Wir sind dann ins Camillian gewechselt.
Keine schlechte Adresse, kann ich fast zu Fuß hin laufen. Sohn lässt sich dort behandeln wenn er ein Leiden hat.
Ich bevorzuge das Sukhumvit Hospital, etwa auf dem gleichen Level aber etwas mehr Komfort. Außerdem kommt man dort auf deutsch weiter wenn das Fachchinesisch auf Englisch nicht mehr ausreicht.
 
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