Würden diese Gelder endlich wieder zurück in den Topf wandern, dann wäre auch ein Rentenniveau von 60 oder mehr Prozent überhaupt kein Problem.
Ist das wirklich so?
Angenommen der Rententopf würde ausschließlich für die Rente verwendet, d.h. es gibt keine zweckfremden Entnahmen, aber auch keine 120 Milliarden Zuschuss durch Steuergelder.
Könnten die jetzigen Beitragszahler tatsächlich das System einzig und allein durch ihre monatlichen Beiträge a) aufrechterhalten und b) ohne signifikante Beitragserhöhung auf 60% oder mehr anheben?
Rentenatlas 2024:
Einnahmen durch Beiträge: ca. 260 Mrd. €
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Ausgaben für Renten: 340 Mrd. €
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Die Ausgaben beinhalten natürlich auch versicherungsfremde Leistungen wie z.B. Mütterrente, Anrechnung von Zeiten zur Kindererziehung, Witwenrente, Grundsicherung (auch für langjährig Versicherte mit geringem Einkommen), Angleichung der Ost-Renten, usw.
Sollte man diese Leistungen, für die nie eingezahlt wurde, komplett streichen oder zur Aufrechterhaltung der sozialen Gerechtigkeit prinzipiell aus Steuergeldern bezahlen (was ja jetzt schon zum Teil passiert)?
Selbst wenn man die Rentenkasse so gestaltet, dass jeder Rentenzahlung eine vorherige Einzahlung gegenüberstehen muss, bleibt trotzdem das Kernproblem des demographischen Wandels.
Solange das System umlagefinanziert ist und die Gelder in der Renten keine Rendite erwirtschaften, kann man das Problem nicht ohne Rentenkürzung, späterer Renteneintritt oder Beitragserhöhung lösen.
Alternativ könnte man das System mit "externen" Arbeitskräften füttern. Wie gut das funktioniert, hat man aber die letzten 10 Jahre gesehen...