Thailand Thailand-Kambodscha-Konflikt

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        #151  

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Der Vater meiner Lady soll schon vor langer Zeit gesagt haben, wenn Kambodscha und Burma zwei Schlangen wären, müsste man zuerst der kambodschanischen Schlange den Kopf abschlagen, dann der burmesischen.

Somit wird der Ansatz, den Konflikt auf das Problem zweier Familien zu reduzieren, keinerlei Erfolgsaussichten haben. Die Ursachen liegen mehrere hundert Jahre zurück und auch damals gab es wohl so etwas wie "Fake News" und Propaganda. Diese wird bis heute weiter verwendet und ausgebaut.
 
        #152  

Member

Interessanter Video zu dem Thema:

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Gestern haben ja in Myanmar die Verhandlungen angefangen. Sollen bis Mittwoch gehen und Donnerstag treffen sich dann die Verteidigungsminster beider Länder.
Aber nach dem Video haben die Tempel bis 1907 zum Königreich Siam gehört.
 
        #153  

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Hier noch etwas Material zu den historischen Hintergründen des gegenseitigen Misstrauens und der Rivalitäten:
 
        #154  

Member

Member hat gesagt:
Hier noch etwas Material zu den historischen Hintergründen des gegenseitigen Misstrauens und der Rivalitäten:
Wenn ich richtig informiert bin, war die Grenzregion schon zu Hochzeiten der Khmer-Zivilsation immer wieder Kriegsgebiet und Ort gegenseitiger Eroberung.
Da war die Zeit zwischen dem 9. und 13 Jahrhundert, als die Khmer die regionale Hegemonialmacht waren, dann kam der Aufstieg der Tai (Sukhothai und Ayutthaya-Königreiche) und in der Folge weitere Konflikte zwischen Tai/Thai und Khmer.
1352 ungefähr wurde Angkor von Ayutthaya erobert. Die Khmer versuchten immer wieder, verlorene Gebiete zurückzuerobern. Wie immer bei solchen Konflikten ging es hin und her, die Ayutthaya eroberten und plünderten Angkor im Laufe der Zeit mehrfach, explizit genannt wird das Jahr 1431.
Interessantes Faktum:
Die Ayutthaya sollen gerne Menschenraub betrieben haben, um Arbneitskräfte unmd Soldaten zu gewinnen (Versklavung).

Zwischen 1400 und 1800 wurde das Khmer-Reich wiederholt Ziel von Angriffen aus Ayutthaya (Siam/Thailand) und Đại Việt, verlor große Landesteile an die Nachbarn. Kambodscha geriet im 17./18. Jh. mehrfach in Abhängigkeit als Vasall sowohl von Siam (Thailand) als auch von Vietnam.
Das ist nurt ein kurzer Auszug aus der Geschichte, der das tief im Unbewussten sitzende Bild der Nachbarn vielleicht etwas illustrieren kann.
 
        #155  

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danke "gelegentlich" für den geschichtlichen Input. Für mich aktuell erschrecklich wie man einen solchen Konflikt vom Zaun reissen kann, wenn man die aktuellen Probleme der beiden Länder anschaut. Sieht für mich so aus wie wenn man von diesen (Problemen) ablenken möchte. Wenn ich online in Nation, Bangkok Post, Khmer times nachlese, wird kräftig die Propaganda Keule geschwungen und natürlich die jeweilige Konfliktpartei verantwortlich gemacht. Hoffe nur dass die Zivilbevölkerung keinen hohen Preis für die Unfähigkeit der Politiker bezahlen muss!
 
        #156  

Member

Dass diese Auseinandersetzung schon Jahrhunderte geht, ist nun mal so. Dass Thailand meint damals in 1962 durch diese Gerichtsentscheidung benachteiligt zu werden verstehe ich ja auch. Aber wie kam es denn nun eigentlich zu diesem aktuellen Konflikt?
Wer hat wirklich angefangen gegen die anderen zu hetzen und Leute (vor allem die Soldaten die vor Ort ihren Dienst verrichten und dann auch geschossen haben) anzustacheln?
Jeder beschuldigt die andere Seite angefangen zu haben. Vermutlich wird es nie herauskommen wer dieses Mal den Ersten Schuss abgegeben hat. Aber egal wie. Es muss eine Lösung her. Auch wenn die sicherlich nicht von sehr langer Dauer sein wird.

Nach meiner Meinung könnten sich die beiden Parteien doch dahingehend einigen zwischen den Ländern, in den betroffenen Gebieten und den darin befindlichen Tempeln um die es ja geht, eine demilitarisierte Zone einzurichten, quasi ein Niemandsland das keinem und doch beiden Parteien zusammen gehört. Man könnte dann von beiden Ländern „ausreisen“ um die Tempel zu besuchen und wieder in sein Land „einreisen“.

Mal sehen was bei den aktuellen Verhandlungen, die ja noch bis Donnerstag gehen sollen, heraus kommt.
 
        #157  

Member

Ich hatte vor 25 Jahren mit meiner Thai-Familie den Tempel besucht, als ich meine Frau in Ubon buddhistisch geheiratet habe.
(der Pickup war voll, innen (7 Pers.) wie aussen, (ca. 18 Personen)
Damals haben mir alle schon gesagt es wäre ab und zu gefährlich, weil dort die Kambodschaner (Militär) manchmal schiessen.
War aber zu der Zeit ruhig.
Ich weis es noch genau, ich war der einzige Ausländer. Eintritt für mich 200thb = das war mehr als für alle anderen zusammen.
Erwachsene 10 thb, Kinder entweder frei oder 5 thb
Am Tempel wurden mir Einschusslöcher gezeigt - keine Ahnung ab das tatsächlich aktuelle oder sehr alte waren.
Ganz hinten am Tempel waren kleine 5-8 Jährige kambodschanische Kinder die mir alte Khmer-Geldscheine verkauften.
Kinder durften dahin, erwachsene Kambodschaner natürlich nicht.
In den nachfolgenden Jahren hörte ich ab und an, dass die Kambodschaner mal rüberschiessen.
 
        #158  

Member

Member hat gesagt:
Wenn ich richtig informiert bin, war die Grenzregion schon zu Hochzeiten der Khmer-Zivilsation immer wieder Kriegsgebiet und Ort gegenseitiger Eroberung.
Da war die Zeit zwischen dem 9. und 13 Jahrhundert, als die Khmer die regionale Hegemonialmacht waren, dann kam der Aufstieg der Tai (Sukhothai und Ayutthaya-Königreiche) und in der Folge weitere Konflikte zwischen Tai/Thai und Khmer.
1352 ungefähr wurde Angkor von Ayutthaya erobert. Die Khmer versuchten immer wieder, verlorene Gebiete zurückzuerobern. Wie immer bei solchen Konflikten ging es hin und her, die Ayutthaya eroberten und plünderten Angkor im Laufe der Zeit mehrfach, explizit genannt wird das Jahr 1431.
Interessantes Faktum:
Die Ayutthaya sollen gerne Menschenraub betrieben haben, um Arbneitskräfte unmd Soldaten zu gewinnen (Versklavung).

Zwischen 1400 und 1800 wurde das Khmer-Reich wiederholt Ziel von Angriffen aus Ayutthaya (Siam/Thailand) und Đại Việt, verlor große Landesteile an die Nachbarn. Kambodscha geriet im 17./18. Jh. mehrfach in Abhängigkeit als Vasall sowohl von Siam (Thailand) als auch von Vietnam.
Das ist nurt ein kurzer Auszug aus der Geschichte, der das tief im Unbewussten sitzende Bild der Nachbarn vielleicht etwas illustrieren kann.

Deutsche und Franzosen sind auch Erbfeinde seit urdenklichen Zeiten, und jetzt geht es doch!

Man muß muß halt auch wollen.......
 
        #159  

Member

Laut meiner Thai Frau geht es nicht um einen hinduistischen Tempel, der irgendwo im nirgendwo steht, sondern es geht knallhart um den Zugang zu den Gewinnen der Casinos, in der Grenzregion.
Beiden Regierungen geben als Leute, die korrupt bis zum geht nicht mehr, ihren Anteil an diesen Gewinn unbedingt haben wollen.
Deshalb wird auch der Mob auf beiden Seiten mit falsch Informationen instrumentalisiert.
Ich kann selbst nicht beurteilen, ob da was wahres dran ist, aber dies ist wohl dass, was man sich in ihrer Großfamilie/Clan so erzählt.
 
        #160  

Member

Meine Mia berichtet mir heute folgendes …..

Kambodschanische Soldaten hätten wohl kaum Verpflegung ….udn würden bei Thai Soldaten um Nahrung betteln …

Die Versorgung der eigenen Truppen scheint Priorität erstmal mit Bomben etc. … zu sein udn dann erst das Essen ……


Außerdem haben sich wohl paar Kambodschaner aussversehn durch ne wiegen Bombe 💣 versehentlich hochgejagt ….


Als Quelle habe ich nur meine mia
Die hat es von Bekannten und anderen Quellen …

Anhang anzeigen IMG_6660.jpeg
 
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