Die Käfigmenschen von Hongkong - Leben auf zwei Quadratmetern
auslandsjournal
Die Käfigmenschen von Hongkong -
Leben auf zwei Quadratmetern
27.5. 22:15 - 22:45
ZDF
Indiens Tochter
Die Geschichte von Jyoti Singh
- Doku
heute 22:55 - 23:50
SRF 1
ZDF -
In Hongkong, einer der reichsten Städte Chinas, leben bis zu 130 000 Menschen in Metallkäfigen. Rund zwei Kubikmeter ist ein solcher Käfig groß, nicht viel mehr als eine Box in einem deutschen Tierheim. Die Menschen leben eingepfercht, ihre Behausungen sind gestapelt wie Umzugskisten. Aufrecht stehen ist in einem Käfig unmöglich, mehr als das Nötigste passt nicht hinein. Den Käfigmenschen bleibt keine Wahl:
Eine Wohnung können sie sich nicht leisten.
Die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß in der asiatischen Wirtschaftsmetropole. 1,3 Millionen Menschen der sieben Millionen Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Doch selbst die Käfige kosten bis zu 190 Euro Miete monatlich. Vermieter haben das Wohnmodell als lukratives Geschäft entdeckt: Wohnraum mit Käfigen auszustatten, bringt mehr Einnahmen als ihn klassisch zu vermieten.
Und die Nachfrage ist hoch: Seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 ist die Zahl der Käfigbewohner um etwa zehnProzent angestiegen.