Thailand Verliebt! Verlobt! Verthairatet!

Trotzdem halte ich es für angebracht, ein paar andere Ansichten dazu zu von mit zu geben.

Das ist ja vollkommen okay und ich hatte das ja eingangs in meinem Statement auch entsprechend gewünscht.

Mir ist klar, dass sich die thailändische Gesellschaft beständig verändert, Sichtweisen verschieben sich und auch sozial-kulturelles Verhalten unterliegt einer beständigen Veränderung. Ich beobachte diese Entwicklung seit nunmehr fast 30 Jahren, ohne meinen ersten Besuch 1976 zu berücksichtigen, aber auch damals hatte ich schon das Bedürfnis gehabt, etwas genauer und intensiver hinzuschauen. Und die Differenz in der Wahrnehmung von 1976 zu 1990, meinem zweiten Besuch, war schon gewaltig. Und mit Yingluck hat es ja die erste Frau als Premierministerin geschafft, in einer sonst durchweg von Männern geprägten Politik.

Die Stellung der Frau in der Sozialgemeinschaft einer Familie bleibt da nicht außen vor, das hast du schon gut dargestellt. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.
 
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Ein Punkt hinsichtlich der Erwartungen bezüglich Geld von der Familie

Klar, @Santa2012 hatte es ja bereits in einem anderen Posting angesprochen, Dinge verändern sich und ich erhebe auch nicht den Anspruch, dass meine Sicht der Dinge Status Quo sind.

Ich sehe es lediglich als grobe Richtschnur, erörtere die Probleme, die auftreten können. Das hatte ich auch eingangs geschrieben.

Jeder Fall ist individuell und sollte auch individuell gehandhabt werden. Aber dennoch bin ich der Meinung, dass gegenseitige Aufklärung der jeweiligen Verhältnisse unabdingbar notwendig sind, um Probleme zu umgehen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
 
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Deinen Bericht habe ich 3 bis 4 mal gelesen und erst kürzlich Verstanden.

Okay, mag sein, dass viel Inhalt vorhanden ist, aber letztendlich ist es nur ein allgemein gehaltener Abriss und sollte eigentlich gut verständlich sein, um als Basis zu dienen, wenn man vor diesem Themenkomplex steht.

Danke für die Anerkennung.
 
Aber warum ist immer und überall die Rede davon die Dame nach DE zu holen und nie davon nach TH zu ziehen?

Ändert sich dadurch inhaltlich was? Letztendlich geht es doch um ein gegenseitiges Verständnis für die Umstände eine binationalen Beziehung und das ist ortsunabhängig.

Der zweite Punkt wäre, dass ein Umzug nach Thailand deutlich schwerer zu bewerkstelligen ist, als eine Beziehung in DACH weiterzuführen. Es sind die Hürden der Immigration zu nehmen und auf der anderen Seite ist es der Umsatnd, dass viele noch im Berufsleben stehen. Ein Umzug nach Thailand beträfe dann nur diejenigen, die im Vorruhestand, Rente oder selbstständig sind, wobei letztere das Problem einer Work Permission zu bewältigen hätten. Na ja, auf die Gruppe der Betuchten gehe ich dann nicht weiter ein; bitte nicht negative werten.
 
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Viele wollen garnicht arbeiten, ....warum habe ich Falang ????

Das halte ich für eines der Vorurteil, die leider vorherrschen. Alle Thais, die ich hier in Aachen kenne, gehen einer Arbeit nach. Es mag diese Fälle geben, das streite ich nicht ab, aber es ist wohl eher die Ausnahme. :smiley emoticons my2cents:

FK @Deleted member 14704 hat allerdings Recht mit seiner Aussage, dass man seinen Zukünftige ruhig mal für 3 Monate nach DACH einladen sollte. Meine Frau hat ihren ersten Aufenthalt in Deutschland während der WM 2002 in Deutschland verbracht. Insgesamt ist sie viermal für 3 Monate hier gewesen. Mir persönlich war es wichtig, dass sie mich als berufstätigen Menschen kennenlernt, sich verinnerlicht, wie viel ich arbeite und womit ich mein Geld verdiene, und in mir nicht nur den scheinbar betuchten Schnösel sieht, der es sich in Thailand gut gehen lässt.

Weitere Punkte waren, dass sie so die Möglichkeit hatte, das Klima hier in Deutschland zu erleben, die Menschen und Teile der sozialen Kultur. So hat sie Zeit und Muße gehabt, sich zu entscheiden. Das waren alles wertvolle Momente, die sie auch dazu genutzt hat, der Familie zu verdeutlichen, dass hier in Deutschland zwar mehr Geld verdient wird, als in Thailand, aber dafür auch Kosten entstehen, die deutlich höher sind, als das, was man in Thailand zum täglichen Leben benötigt.

Für die Zeit in Deutschland habe ich mich dazu bereit erklärt, die Familie und die Schwester zu unterstützen. Ihr erstes Bestreben nach unserer Heirat in 2004 war, dass sie sich Arbeit gesucht hat. Ihr war es unangenehm, auf meine finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein.

In diesen 2 Jahren bis zu unserer Heirat haben wir es geschafft, dass ich ein Familienmitglied wurde, wobei die von mir organisierte, traditionelle Hochzeit zu Ehren der Familie mit Sicherheit auch ein Moment war, das dazu beigetragen hat.
 
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Die WM in Deutschland war ja erst 2006

Ja, vielleicht etwas undeutlich formuliert. Gemeint war, dass sie ihren ersten Aufenthalt in Deutschland während der WM 2002 hier (in Deutschland) verbrachte. Die WM 2002 fand in Südkorea statt.
 
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Die ersten Einwohner Thailands (Bangkok) waren die Chinesen.

Das sagte ich bereits in meiner Einleitung.

Und dieses " ThaiCHINA Volk " ' unterdrückt heute noch die Thais in Politik und Wirtschaft !

Es leben in Thailand ca. 14% Chinesen und 75% ethnische Thais mit ihrer wahrscheinlichen Abstammung aus einer südlichen Provinz Chinas. Im Laufe der Jahrhunderte sind aus diesen Dai-Völkern die ethischen Thais hervorgegangen. Ein Thai-China-Volk in der Form gibt es also nicht mehr.

Bevor die Engländer Singapur und Malaysia verließen, hatten sie das Bestreben, von den Deutschen den Bau der thailändischen Eisenbahn zu übernehmen. Der Deal war, die 4 nordöstlichen Provinzen Malaysias an Thailand abzutreten. Diese 4 Provinzen Yala, Narathiwat, Pattani und Songkhla fielen somit Thailand zu und viele der dortigen Einwohner haben ihre ethnischen Wurzeln in Malaysia.

Eines wurde in Deiner Dokumentation vergessen : " Der THAIMANN" ! Das faulste Wesen unter der Sonne , das ich kenne - natuerlich mit Ausnahmen

Zum einen stimmt das so nicht. Es mag aufgrund unserer Erfahrungen im Milieu ein solches Bild in unseren Köpfen entstehen, aber der Regelfall dürfte wohl eher eine recht normale Familie sein.

Zum anderen habe ich es nicht vergessen, sondern bin bewusst nicht tiefer darauf eingegangen, weil es mir hier mehr um die Verständnisentwicklung einer Farang-Thai-Beziehung ging.

Laut Schätzung gibt es in Thailand etwa 2-3 Mio. Sex-Arbeiter wovon allerdings nur etwa 10-15% im touristischen Bereich arbeiten. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Welche Familie kann hier im LOS mit 10.000,- Baht das Leben finanziell meistern ?? Es kostet alles Geld neben den normalen Kosten wie essen, trinken, Miete

Thailand hat ca. 72 Mio. Einwohner. Es ist also nur ein sehr geringer Prozentsatz der Bevölkerung, der im Milieu arbeitet, 3-4%. Der Rest lebt sein Leben und kommt weitestgehend klar. Man sieht es recht deutlich an der Fertilitätsrate, dass sich ein gewisser Wohlstand in Thailand durchgesetzt hat. Es begann eigentlich nach dem Kriegseintritt der USA in den Vietnamkrieg Anfang der 60ger.

Ich lege mich da jetzt nicht fest, ob diese Korrelation in der Fertilitätsrate ein Marker für einen kausalen Zusammenhang ist, aber für mich stellt es sich so dar. Dafür spricht auch der weitere Verlauf analog zur Zunahme des Tourismus.

Anhang anzeigen 1723488208318.png

Quelle: Thailand - Fertilitätsrate bis 2050 | Statista
 
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-Vertraue keiner Statistik, solltest Du sie nicht selbst gefaelscht haben -

Meines Wissens und meiner Erfahrung nach einer der blödesten Sprüche. Es liegt zumeist daran, dass Statistiken nur reine Zahlen erfassen und häufig einer subjektiven Sichtweise widersprechen.

Moechte meine Einlassungen fuer heute beschliessen.

Bitte nicht nur für heute, sondern gänzlich. 🙏 Dieses Thema war von mir allgemein verfasst und ich wünsche hier keine Diskussionen über angrenzende Themen sowie subjektiv gefärbte Erfahrungen.

Wenn du da an einem Austausch interessiert bist, mache da bitte ein eigenes Thema auf.
 
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