Teldon
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Halong Bay – Die Perle Vietnams
Ich dachte ich wäre clever, war ich aber leider nicht! So oder so ähnlich könnte das Resumé am Ende nach Halong lauten. Aber ich beginne mal von vorn.
Halong und Halong Bay brauch ich ja sicher nicht groß vorstellen. Der Ort ist ein Ziel das jeder auf einer Vietnam-Rundreise mitnehmen sollte. Leider ist das auch der Grund warum dieser Ort mit Touristen überlaufen ist und warum man hier in den Tori-Nepp fallen kann.
Am 23.09. fasste ich in Hanoi den Entschluss nicht direkt mit einer Reiseagentur Halong-Bay anzusteuern. Dies aus mehreren Gründen. Zum einen sind Touren immer so eine Sache. Viel gehetzte, nur runtergerattertes Programm, eben keine Individualität die möglicherweise hier in Halong, an einem der schönsten Orte der Welt, ganz brauchbar wäre. Zum anderen ging ich davon aus, dass ich ein günstigeres Angebot vor Ort finden würde, da bis jetzt die Erfahrung dies immer zeigte.
Mit dem Bus, den ich direkt am Busbahnhof von Hanoi charterte, ging es recht preiswert nach Halong City. Irgendwo an einer Kreuzung wurde ich zusammen mit anderen Reisenden aus dem Bus geworfen. Irgendwo im Nirgendwo, aber das ist ja auch nicht mehr fremd. Umlagert von Moto-Fahrern lernte ich während den Verhandlungen sechs Polen kennen. Da uns allen diese Motofahrer hier zu teuer waren ließen wir die Knaben mit großen Augen links liegen und wanderten in die Stadt. Das Zentrum war 4km entfernt. Bei meiner größtenteils polnischen Wandergruppe handelte es sich um total Verrückte, die mit dem Fahrrad durch Vietnam reisten. Überland stelle ich mir das ja noch recht machbar vor, aber in den Städten bei dem Verkehr brauch man sicher ganz schön Nerven.
Es ist schon faszinierend wie schnell sich ein Körper an Belastung gewöhnen kann. Das Tragen des Rucksacks fiel gar nicht weiter auf und als wir irgendwann ins Zentrum kamen bestätigte sich auch meine Vermutung, dass sich hier wieder nur Hotelburgen befinden. Dennoch fand sich schnell ein Zimmer für 5$. Man staune man staune. Am frühen Abend ging es dann auf Stadterkundung. Um es mit einem Wort zu beschreiben: öde². Es gab wahrlich nicht viel zu sehen. Hotel, Hotel, Straße mit zig tausend Restaurants, oh da was neues: ein Hotel mit Pool. Zumeist fielen meine Blicke hin zum Meer, denn die Aussicht ist wirklich zum schwelgen. Schon von weiten erkennt man am Horizont die Kalksteinerhebungen. Als die Sonne unterging kam da schon wieder so leichtes Paradis-Feeling auf, wie muss das wohl erst vom Schiff sein!
Der nächste Morgen brach an. Schnell ein Frühstück am Hotel und dann versuchen zu klären wie ich eine Tour finde. Soweit kam ich gar nicht denn jemand sprach mich direkt am Esstisch an.
Er bot mir eine Tour an wobei der Preis bei 99$ lag. Da ich aber in seinem Hotel wohnte wolle er mir noch 10$ Discount geben. Ich lehnte ein, in der Hoffnung, dass die Preise sich hier, wie allzu oft, eh ähneln würden wenn sie nicht sogar gleich sind. Folgende Fehler hab ich gemacht:
- Ich wusste nicht ob der Typ wirklich im Hotel arbeitete (was später noch entscheidend sein sollte)
- Ich hatte keine Preisvorstellung, da ich keine Vergleiche eingeholt hatte
- Ich hatte gleich den erst-besten genommen in der Hoffnung schnell los zu kommen
Normal wollte ich, da ich ja schon direkt vor Ort war, gleich früh los. Leider war dies nicht möglich. Alle Boote hatten anscheinend Touren aus Hanoi an Board. Das gab mir dann schon ein großen Dämpfer. Bis jetzt wäre ich genauso gefahren wenn ich also aus Hanoi gebucht hätte. Am Fährhafen traf ich meine polnischen Freunde wieder. Sie hatten eigentlich eine andere Gruppe zu einem anderem Boot. Doch hier passierten auf einmal merkwürdige Dinge. Die Gruppen, also ihre und meine, wurden vermischt. Genauer gesagt wurden die älteren Leute und Paare von den jüngeren Tourenbuchern getrennt, sodass nur ein kleiner Altersunterschied klaffte. Letztlich war in meiner Gruppe keiner über 35. Hier verglichen wir auch gleich mal alle unsere gezahlten Preise untereinander und wir konnten es alle selbst kaum fassen. Viele hatten wie ich die 2 Tagestour mit Übernachtung auf dem Boot oder auf der Insel Cat Ba gebucht. Die Preise lagen in einer Spanne von 37$ bis 150$. Unfassbar, so was hatte ich davor und danach nie wieder gesehen. Aber damit fing der Horror wirklich erst an!
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Nach unendlichem Warten durften wir endlich auf unsere Dschunke. Doch wer glaubt sich hier frei bewegen zu können der irrte. Uns wurde untersagt auf das Oberdeck zu gehen! Aus welchem Grund wurde nicht gesagt. So saßen wir die erste Zeit gelangweilt im Restaurant im Mitteldeck und mussten die schöne Kulisse durch Fenster genießen. Auf dem Schiff war es ebenfalls untersagt eigene Getränke zu trinken. Na obwohl untersagt wäre das falsche Wort. Eher sollten wir für mitgebrachte “Softdrinks & Beer” je 1$ und für eine Flasche “whine” je 10$ Zahlen. Natürlich hielt sich daran keiner. Es war einfach nur unverschämt!
Halong Bay – Die Perle Vietnams
Ich dachte ich wäre clever, war ich aber leider nicht! So oder so ähnlich könnte das Resumé am Ende nach Halong lauten. Aber ich beginne mal von vorn.
Halong und Halong Bay brauch ich ja sicher nicht groß vorstellen. Der Ort ist ein Ziel das jeder auf einer Vietnam-Rundreise mitnehmen sollte. Leider ist das auch der Grund warum dieser Ort mit Touristen überlaufen ist und warum man hier in den Tori-Nepp fallen kann.
Am 23.09. fasste ich in Hanoi den Entschluss nicht direkt mit einer Reiseagentur Halong-Bay anzusteuern. Dies aus mehreren Gründen. Zum einen sind Touren immer so eine Sache. Viel gehetzte, nur runtergerattertes Programm, eben keine Individualität die möglicherweise hier in Halong, an einem der schönsten Orte der Welt, ganz brauchbar wäre. Zum anderen ging ich davon aus, dass ich ein günstigeres Angebot vor Ort finden würde, da bis jetzt die Erfahrung dies immer zeigte.
Mit dem Bus, den ich direkt am Busbahnhof von Hanoi charterte, ging es recht preiswert nach Halong City. Irgendwo an einer Kreuzung wurde ich zusammen mit anderen Reisenden aus dem Bus geworfen. Irgendwo im Nirgendwo, aber das ist ja auch nicht mehr fremd. Umlagert von Moto-Fahrern lernte ich während den Verhandlungen sechs Polen kennen. Da uns allen diese Motofahrer hier zu teuer waren ließen wir die Knaben mit großen Augen links liegen und wanderten in die Stadt. Das Zentrum war 4km entfernt. Bei meiner größtenteils polnischen Wandergruppe handelte es sich um total Verrückte, die mit dem Fahrrad durch Vietnam reisten. Überland stelle ich mir das ja noch recht machbar vor, aber in den Städten bei dem Verkehr brauch man sicher ganz schön Nerven.
Es ist schon faszinierend wie schnell sich ein Körper an Belastung gewöhnen kann. Das Tragen des Rucksacks fiel gar nicht weiter auf und als wir irgendwann ins Zentrum kamen bestätigte sich auch meine Vermutung, dass sich hier wieder nur Hotelburgen befinden. Dennoch fand sich schnell ein Zimmer für 5$. Man staune man staune. Am frühen Abend ging es dann auf Stadterkundung. Um es mit einem Wort zu beschreiben: öde². Es gab wahrlich nicht viel zu sehen. Hotel, Hotel, Straße mit zig tausend Restaurants, oh da was neues: ein Hotel mit Pool. Zumeist fielen meine Blicke hin zum Meer, denn die Aussicht ist wirklich zum schwelgen. Schon von weiten erkennt man am Horizont die Kalksteinerhebungen. Als die Sonne unterging kam da schon wieder so leichtes Paradis-Feeling auf, wie muss das wohl erst vom Schiff sein!
Der nächste Morgen brach an. Schnell ein Frühstück am Hotel und dann versuchen zu klären wie ich eine Tour finde. Soweit kam ich gar nicht denn jemand sprach mich direkt am Esstisch an.
Er bot mir eine Tour an wobei der Preis bei 99$ lag. Da ich aber in seinem Hotel wohnte wolle er mir noch 10$ Discount geben. Ich lehnte ein, in der Hoffnung, dass die Preise sich hier, wie allzu oft, eh ähneln würden wenn sie nicht sogar gleich sind. Folgende Fehler hab ich gemacht:
- Ich wusste nicht ob der Typ wirklich im Hotel arbeitete (was später noch entscheidend sein sollte)
- Ich hatte keine Preisvorstellung, da ich keine Vergleiche eingeholt hatte
- Ich hatte gleich den erst-besten genommen in der Hoffnung schnell los zu kommen
Normal wollte ich, da ich ja schon direkt vor Ort war, gleich früh los. Leider war dies nicht möglich. Alle Boote hatten anscheinend Touren aus Hanoi an Board. Das gab mir dann schon ein großen Dämpfer. Bis jetzt wäre ich genauso gefahren wenn ich also aus Hanoi gebucht hätte. Am Fährhafen traf ich meine polnischen Freunde wieder. Sie hatten eigentlich eine andere Gruppe zu einem anderem Boot. Doch hier passierten auf einmal merkwürdige Dinge. Die Gruppen, also ihre und meine, wurden vermischt. Genauer gesagt wurden die älteren Leute und Paare von den jüngeren Tourenbuchern getrennt, sodass nur ein kleiner Altersunterschied klaffte. Letztlich war in meiner Gruppe keiner über 35. Hier verglichen wir auch gleich mal alle unsere gezahlten Preise untereinander und wir konnten es alle selbst kaum fassen. Viele hatten wie ich die 2 Tagestour mit Übernachtung auf dem Boot oder auf der Insel Cat Ba gebucht. Die Preise lagen in einer Spanne von 37$ bis 150$. Unfassbar, so was hatte ich davor und danach nie wieder gesehen. Aber damit fing der Horror wirklich erst an!
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Nach unendlichem Warten durften wir endlich auf unsere Dschunke. Doch wer glaubt sich hier frei bewegen zu können der irrte. Uns wurde untersagt auf das Oberdeck zu gehen! Aus welchem Grund wurde nicht gesagt. So saßen wir die erste Zeit gelangweilt im Restaurant im Mitteldeck und mussten die schöne Kulisse durch Fenster genießen. Auf dem Schiff war es ebenfalls untersagt eigene Getränke zu trinken. Na obwohl untersagt wäre das falsche Wort. Eher sollten wir für mitgebrachte “Softdrinks & Beer” je 1$ und für eine Flasche “whine” je 10$ Zahlen. Natürlich hielt sich daran keiner. Es war einfach nur unverschämt!
