Nachdem es bei der Massage kein Happy End gab habe ich beschlossen ein bisschen Augenpflege zu tun und mein Glück dann im Nachtleben zu suchen. Ich zog gegen 22:00 Uhr los. In Vung Tau gibt es etliche Bars. Allerdings nicht vgleichbar mit den Bars in Thailand. Die Bars sind in der Regel geschlossen und von außen nicht einsehbar. Vor der Tür sitzt oder steht meistens ein Mann der die vorbeigehenden potentiellen Kunden anspricht und versucht in die Bar zu locken. Meine erste Wahl viel auf die Bar Vitamin C. Die Entscheidung fiel ganz allein auf Grund der Tatsache das hier eine Speisekarte auslag und ich noch nicht zu Abend gegessen hatte.
Der „Türsteher“ öffnete die Tür und ich betrat einen rot beleuchten Raum. In dem Raum ein Biliard Tisch, eine Theke und mehrer kleine Tische.
Die Musik grausam und so laut dass eine Kommunikation nur schreiend und mit Händen und Füßen möglich war. Des weiteren standen 5 oder 6 Klimaanlagen in dem Raum die den Raum auf gefühlte 15 Grad herunterkühlten.
Anwesend waren etwa 7 junge und hübsche Damen, eine Art Mamassan, 2 oder 3 männliche Kellner und 2 oder 3 Kunden am Tresen.
Die ganze Atmosphäre in dem Ding war mir zu wider, aber nun war ich schon mal drin also setzte ich mich an einen Tisch und bestellte ein Bier. Nach etwa 2 Minuten bemerkte ich wie die Mamasan mir ein Mädchen „zuteilte“. Die junge Dame gesellte sich dann zu mir und fragte ob sie sich zu mir setzen dürfte. Natürlich durfte sie. Ich habe sie dann auch gleich auf einen Ladydrink eingeladen und mir eine Kleinigkeit zu essen bestellt.
Während ich auf mein essen wartete habe ich versucht eine Konversation mit ihr (den Namen hab ich leider vergessen) zu führen was auf Grund der lauten Musik sowie ihrer mangelhaften Englischkenntnisse fast unmöglich war. Ich versuchte vorsichtig heraus zu finden wie das Geschäft hier läuft und was es kostet sie auszulösen.
Nachdem wir 2 Bierlängen und mein Essen um den heißen Brei drumherum geredet hatten hab ich sie gefragt wie es denn wäre wenn sie mit mir heimgehen würde. Darauf hat sie mich entrüstet angesehen und mir erklärt sie arbeitet nur in der Bar und geht nicht mit Kunden heim…. Da war ich Baff. Ich habe dann mein Bier noch ausgetrunken und mich freundlich verabschiedet. Als ich dann die Rechnung bekam verschlug´s mir wieder fast die Sprache. Der Ladydrink war teurer als meine 2 Bier und mein Essen zusammen.
Mittlerweile war es halb zwölf und ich war einigermaßen frustriert. Was sollte ich tun? Unverrichteter Dinge ins Hotel zurückgehen oder in eine andere Bar mein Glück erzwingen?