Thailand 9.000 Baht Barfine

Lena kam nach ihrem Nachmittagsschläfchen aus ihrer Hütte heraus, sah mich bei meinen Nachbarn zusammen sitzen und ging wortlos ihre eigenen Wege. WOW das nenne ich einen Fortschritt.

Bei meinem nachbarlichen Gespräch stellte sich noch heraus, dass der Kerl auch in Europa mein Nachbar ist, 8 Jahre jünger und auch auf Penang schon mein Nachbar war. Dort hatte er sich Pilze schenken lassen und genossen, die mir endlich die Erklärung gaben, warum er abgefüllter wirkte als die Mädels selbst...

Als es dann fast dunkel war beschlossen die Mädels, dass es sinnvoll wäre, auch etwas festes in den Magen zu bekommen. Also gingen (ja das funktionierte sogar noch beim Flying Dutchman) wir zu einem Thai Restaurant - er mit Flasche Bier in der Hand - und bestellten was zu essen. Danach ging es weiter zu einer Cocktailbar zwischen einem localen 7-ELEVEN Konkurrent und der Straße. Kaum zu glauben, dass diese Bretterbude allabendlich zum Backpacker Treffpunkt mutierte. Die Bilder, die ich davon (an späteren Abenden) machte sind leider alle verschwunden - vermutlich gelöscht, da miserabel fotografiert. Der Grund für die Beliebtheit muss die Kombi aus Cocktails für kaum über 2 Euros und dem "sehen und gesehen werden" dort sein - eine Goldgrube...

Zurück zu uns vier: Die fülligere Schwedin war nach dem 1. Drink irgendwie angepisst, vermutlich, weil ihre Freundin mehr und mehr mit dem fliegendem Holländer rumturtelte. Jedenfalls ist sie alleine abgedackelt. Nach dem 2. Drink wollten die beiden anderen auch zurück und vor dem Eingang zum Gecko bogen sie dann rechts ab. Ich meinte noch das dies der falsche Weg sei, aber Magic Dutchman schlief hier in einer anderen Unterkunft und war nicht mehr mein direkter Nachbar. Die süße Schwedin...
 
auf dem Weg von der hölzernen Cocktail-Bar zu unseren Betten

Anhang anzeigen 113.jpg

zugegeben aufgenommen erst später - es war ja dunkel...

und Deutsch(-land) fehlt hier ausgerecht. Ich dachte der fehlende Nationalstolz sei nacht den letzten 2 WMs wieder soweit hergestellt. Ich wollte aber auch nicht für Abhilfe sorgen...
 
ja... Die süße Schwedin sagte bye zu mir und folgte dem magisch fliegendem Holländer...

Zu meinem Zimmer musste ich an der Terasse der anderen Schwedin vorbei und die saß natürlich auch draussen und fragte wo denn die anderen seien. Ich setzte mich zu ihr und sagte ihr die Wahrheit. Sie meinte nur: „that is typical for her“ und regte sich noch eine Zeit lang über sie auf. Ich holte mir noch einen letzten Scotsh-Cola und wir begannen auch schon bald mit Smalltalk über andere Themen.

Nun gingen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

mein letzter Ritt war ja nun auch schon vor 3 Tagen
mein letzter mit einer Europäerin so ca. 2 Jahre sogar
und eine Schwedin hatte ich auch noch nie...


Anhang anzeigen 1.jpg
 
Aber nach meinem einzigen Versuch mit einer fülligen – naja eigentlich war es ihr Versuch mit mir – die mich, nein eigentlich nur meinen Kleinen auch schon manuell angeheizt hatte, völlig erfolglos blieb, habe ich meinen Gedanken schnell wieder verworfen. Und das die hübschere nichts von mir, dem älteren und dickerem wollte, hatte ich mir ja schon ganz zu beginn ausgemalt. Aber ich hätte mich auch gerne eines Besseren belehren lassen, oder als 2. Wahl nachdem der Holländer umkippt hergehalten.

Nach meinem Drink bin ich ins Bett und schlief – auch dank des vielen gratis Vodkas – relativ schnell ein.

Am nächsten späten Vormittag war ich positiv überrascht, dass das Gecko auch Soda-Wasser hatte. Perfekt nach dem letztem Abend. Bei meiner 2. Zigarette sah ich Lena und wir fassten nochmal unsere Pläne zusammen:

UNBEDINGT zur Cable-Car (eine oder die steilste Seilbahn der Welt) und dort oben dann den Top-Tree-Walk in den Baumkronen machen. Aber dafür müssten sich erstmal die Wolken verziehen, denn sonst hängt man da oben im Nebel. Bis dahin könnten wir ja noch zum Strand und auch noch Mittagessen.

Nach kuzem Strandspaziergang und der Suche nach dem richtigen Restaurant konnten wir uns dann plötzlich doch relativ schnell auf eine Location einigen, denn es setzte wieder Platzregen ein.

Was sollte denn all der Regen? Es war nun schon der 20.11. und die Regenzeit sollte Ende Oktober zu Ende sein – erzählte ich bislang allen meinen Kunden. Es wurde jedenfalls bis halb 5 nicht besser und so beschlossen wir nach der nächsten noch eine 3. Nacht hier zu verbringen und hofften auf besseres Wetter am Tag drauf.

Lena ging nun nochmal shoppen, nachdem ich ihr nochmal die Strasse zeigte, an der sie einbiegen muss und ich dachte mir, dass ich mich nochmal hinlegen könnte. Denn wer weiß was heute Abend noch kommt. Aber vorher wollte ich nochmal meine Massage auffrischen lassen. Also den ersten Laden mit den alten Damen links liegen gelassen und die jungen, hübschen im 2. Laden gefragt:

„Was für eine Massage ich denn überhaupt wolle?“ fragten sie mich. Ich solle mir doch erst einmal eine Massage aussuchen, bevor ich reinkäme. Kam mir nicht gerade einladend vor, aber da die Auswahl hier nicht so riesig war suchte ich mir eine Back-and Neck Massage aus. Die 2 Hübschen führten mich zur Liege und eine der beiden kamen auch – nachdem ich mir fast aller Kleidung entledigt hatte auch wieder zu mir rein. Die Massage war die schmerzfreiste und wohltuendste meines Lebens und...
 
... und... bessergesagt aber eine Frage nach "happy End" hatte sich in dieser Situation von keiner Seite her ergeben. Bei mir vielleicht auch deshalb, weil mir die (geschriebenen) Worte meines Reiseführers noch vor Augen waren. Diese besagten, dass der Islam hier strenger gehandhabt wird als in Kuala Lumpur und Penang. Das Familienintern hier sogar die Scharia gilt. Und da sie schon auf Penang die Frage nicht ergab, wollte ich uns beide nicht in eine peinliche Situation hineinmanövrieren wollte.

Allerdings war ich von dieser sehr sanften, aber trotzdem sehr wirkungsvollen Entspannung auch Lena profitieren lassen. Ich nahm mir vor sie in einem günstigen Zeitpunkt davon zu überzeugen. Sie lehnte Massagen bislang mit den Worten "das tut doch auch weh" ab, was ich bislang nicht kategorisch verneineinen konnte. In diesem Salon konnte ich es aber fast schon.

Im Gecko angekommen wollte ich auf angenehme Weise den verregneten Tag verstreichen lassen. Als Lena eintraf konnte ich sie überreden, mit mir ein Spiel 4-gewinnt zu spielen, denn Zeitschriften und Reiseführer zu lesen war ich mittlerweile Leid. Und vom Fernsehen habe ich, abgesehen von Nachrichten, auf Reisen noch nie viel gehalten. Nach dem von mir sogar eher knapp gewonnen Spiel fragte ich, ob wir noch eins spielen und bekam zur Antwort: "Ne, da muss man ja überlegen!" Meine wahren Gedanken zu dieser Aussage habe ich für mich behalten und antwortete: "Das muss man bei fast allen Spielen - ja."

Später sah sie einen Jungen Deutschen wieder, den wir kennengelernt hatten und beobachtete neidisch, wie er mit seinem Laptop im Internet surfte. Also ließ ich Lena auf ihn los, in der Hoffnung mich so eine Weile nun doch wieder mit meiner Zeitschrift beschäftigen zu können. Doch kurz darauf kam ein mich aufschreckendes "Komm' mal schnell her!" aus ihrem Mund. Ich ging schnell rüber an den Tisch, an dem sie noch stand und nur er saß und sagte immer noch aufgeregt: "Der verbringt jetzt auch bald ein Jahr in Australien. Das hast du doch auch gemacht. Du musst ihm jetzt unbedingt was erzählen und Tipps geben!"

Das kann doch gar nicht wahr sein dachte ich. Ich sah in sein Gesicht, welches mir unverkennbar zu verstehen gab, dass er - sowieso eher wortkarg - sich lieber mit seinem Laptop beschäftigen wollte. Also sagte ich, dass ich im Urlaub GAR NICHTS MÜSSE und schon GAR NICHT J E T Z T, sofort dann wenn Lena es meinte. Ich sagte es gebe über Australien entweder gar nichts oder sehr viel zu erzählen und den Tipp Westaustralien nicht auszulassen, wenn man Naturliebhaber ist.

Für diesen angehenden Abend war Lena also auch mal wieder angepisst. Ihr die Massage zu empfehlen würde heute nichts bringen. Ich ließ den Abend dann zur Hälfte im Gecko und zur anderen Hälfte an der Bretterbude die als Cocktailbar diente genau so ruhig ausklingen lassen, wie er begann.

Auf dem Rückweg traf ich noch den holländischen Rittmeister, der nach "seinem" Mädel fragte. Ob ich sie denn gesehen hätte wollte er wissen. "Ja aber nur ganz kurz..." sagte ich "zum Katerfrühstück am Nachmittag". Er meinte er hätte am Abend bei ihnen geklopft, aber es wäre keiner da gewesen. Ich sagte, dass die sehr wahrscheinlich da waren, sich aber wieder schlafen gelegt hatten und er zog unzufrieden weiter. Ich dachte mir nur, dass der Ritt ja nicht ganz so berühmt gewesen sein kann wie Flying Dutchman himself, wenn er überhaupt noch was zum stehen gebracht hatte...

Relativ früh am Abend machte ich mich dann auf den Weg zum Zimmer, denn morgen sollte ja endlich der höchste Berg Langkawis mit der Seilbahn in Angriff genommen werden...


Anhang anzeigen 1.jpg
 
Am nächsten Morgen gingen wir dann zum nächstgelegen "Reisebüro". Wir wollten uns nach Ausflugspakten und nach der Fähre nach Koh Lipe erkundigen. Lena nervte nun schon auch damit, denn sie wollte ja schnell zu ihrem Bruder. Aus der anfänglich vereinbarten Woche mit ihrem Bruder wurde nach Buchung schnell 1 Woche Patty und 2 Tage beim Bruder im Dreiländereck Kambodscha/Laos... Es war aber um 5 vor 10h noch geschlossen. Also bis 10h warten...

10:05h war es aber immer noch zu in niemand in Sicht. Also zum nächsten. Dort allerdings weder Trips auf der Insel noch nach Thailand im Angebot. Nur Richtung Süden und sogar bis Singapur wurde alles offeriert. Daraufhin dachte ich mir: "selbst ist der Mann" und wollte ich direkt zum Internetcafe. Auf dem Weg dahin entdeckte ich jedoch ein weiteres Reisebüro, dass anscheinend beliebt war. Es ist mir schon mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie Kunden hatte und die nächsten Kunden schon warteten. Ein gutes Zeichen - nicht nur bei Restaurants.

Und auch diesmal hatte sie Kunden, die aber gerade im Begriff waren zu bezahlen. Das Thema "wie zum Cable Car" war schnell abgehakt: Taxi oder noch billiger einen ganzen Tag einen Roller mieten. Aber sie sagte ich solle mir die Wolken dahinten ansehen. Es würde sich heute nicht lohnen, wenn Die Seilbahn überhaupt nachher noch auf sei. Aber morgen Nachmittag solle es ja schön werden. Daraufhin folgte eine längere Diskussion über das Wetter und ich missbrauchte die Kollegin auch noch als Wetterfrosch für die Inseln zwischen Langkawi und Phuket. Und alles was wir sahen war:


REGEN

Aber ein denkender Mensch kann ja seine Meinung ändern:

Das Wettervorhersage für Patty sagte voraus: SONNE!!! Also schlug ich vor das Inselhüpfen sein zu lassen und die gewonnene Zeit für eine weitere Nacht auf Langkawi zu nutzen, um dann am morgigen, sonnig vorhergesagten Nachmittag Langkawis Baumkronen einen Besuch abzustatten. Und die schnellsten Wege um nach Pattaya zu kommen führten entweder zurück über Penang, oder mit der Fähre und dem Bus über Hat Yai.

Zurück kommt für mich generell immer nur ungerne in Frage, denn man will ja nach vorne - was neues - sehen. Und die Erinnerung an den langen Fähraufenthalt machte die Entscheidung für Hat Yai dann perfekt. Die Dame vom Reisebüro wollte uns eine sehr frühe Fähre und anschließend einen Flug am Nachmittag weiter nach Bangkok empfehlen. Aber erstens wollte ich nach ca. 5-stündiger Reise nicht unbedingt noch fliegen mit all der Warterei, die damit verbunden ist. Und zweitens hatte ich bei meinen Reisevorbereitungen, die ganz zu Anfang über Hat Yai nach Koh Phangan geplant waren, gelesen, dass man(n) dort auch nicht wenige Sextouristen trifft. Und zwar vornehmlich aus Malaysia.

Warum also nicht mal das Spiel aus dieser Perspektive betrachten und genießen...


ab morgen kommen endlich auch wieder Bilder :yes:
 
Danke für eure Rückmeldungen!

Und ihr habt ja recht, dass ihr wirklicher (1. Nachname) besser zu ihr passt, als ihr 3. Vorname. Denn habe ich hier als Pseudonym gewählt, denn den kennt fast keiner außer mir. Ich nur, weil ich ja auch ihre Tickets buchte. Ich hätte evtl. besser Adelheid oder Isolde nehmen sollen. Aber auch hier wird es evtl. jemanden geben, der mit diesen Namen eher positives verbindet, wenn auch weniger als mit dem Namen Lena. Lena kann ich mir halt auch gut merken, denn ich finde Lena Meyer-Landrut nicht unattraktiv und der Name ist vor allem eins: KURZ!!!

Gleich geht es weiter mit dem letzten Tag in Malaysia mit Bildern...
 
Also haben wir den äußerst günstigen Transport von unserer Haustür bis ins Zentrum von Hat Yai für Übermorgen dann auch bei meiner netten Kollegin gebucht. Den Flug (da Billigflieger Air Asia) sollte ich dann selber buchen. Wir sind beide frohen Mutes in Richtung Internetcafe von dannen gezogen. Sie, weil sie früher als geplant bei ihrem Bruder ist und ich, weil sie dort auch noch weniger an mir kleben würde.

Am Internetcafe angekommen mussten wir feststellen, dass auch dies noch geschlossen war. Also machten wir uns auf den Rückweg und kamen wieder am Reisebüro vorbei. Die Inhaberin guckte uns verdutzt an und wir erklärten, dass der Laden noch zu sein. Also lud sie uns ein, doch ihren Laptop zur Buchung zu benutzen. Ein hohes Maß an Service, den ich auch nur sympatischen Kunden anbiete. 10 Minuten später waren unsere Flüge dann gebucht und wir gingen weiter.

Und kamen dann an dem Massagesalon mit der fast 98% schmerzfreien Massage vorbei. Da Lena nun gut gelaunt war, war dies der Richtige Zeitpunkt sie zu einer neuen Erfahrung zu überreden. Und siehe da es klappte. Um es noch schmerzfreier zu gestalten habe ich ihr die Ganzkörper-Ölmassage empfohlen und diese auch für mich selbst gewählt...
 
Menü
Zurück
Oben Unten