Angeles, Schweine und Kamagra



21.11.2010

Juhuuu, die kalendarische Zeitrechnung hatte mich wieder.

Nachdem ich Yo gegen 6 Uhr entlassen hatte, fiel ich in einen traumlosen Schlaf und es war 12 Uhr als mich die Rezeption weckte. Schon wieder nicht ausschlafen... Um halb vier ging mein Flieger nach Sukothai, wo mich mit Ploy vom Flughafen abholen sollte.

Es war mein erster Flug mit Bangkok Airways und während des Fluges mit einer der knallbunten ATR 72 konnte man sehen, dass das Hochwasser der letzten Wochen überwiegend noch nicht abgelaufen war.

Anhang anzeigen Nov 2010_0878.jpg Die Lademanschaft wartet auf Arbeit...

Anhang anzeigen Nov 2010_0879.jpg Load-Control

Anhang anzeigen Nov 2010_0884.jpg Welcome on board

Anhang anzeigen Nov 2010_0890.jpg Vogelperspektive

Am Flugplatz in Sukothai hatte ich über eine Stunde Zeit, mich umzuschauen: Ploy hatte die Strecke von ihrem Heimatdorf unterschätzt.

Anhang anzeigen Nov 2010_0897.jpg Passagiertransport

Anhang anzeigen Nov 2010_0899.jpg Das Terminal

Anhang anzeigen Nov 2010_0901.jpg Die Cargo-Halle

Anhang anzeigen Nov 2010_0903.jpg Sawasdee

Anhang anzeigen Nov 2010_0910.jpg Die Sicherheitsmitarbeiter

Anhang anzeigen Nov 2010_0912.jpg "alte Steine"
 
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Ploy wohnt in einem kleinen Dorf, im nordöstlichsten Zipfel der Provinz Sukothai. Es sind nur paarundzwanzig Kilometer bis zur Hauptstadt der Nachbarprovinz, Uttaradit. Die Gegend ist aufgrund ihrer Lage zu trocken, um zwei Mal im Jahr Reis anzubauen und somit, ähnlich wie der Isaan, ziemlich arm.
Erwähnenswert ist die alte, etwa 1250 gegründete Königsstadt Si Satchanalai, deren Ruinen, eingebettet in wunderschöner Landschaft Anfang der 90er Jahre zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurden.

Nachdem mich Ploy ihren Eltern vorgestellt und wir gemeinsam gegessen hatten, fuhren wir nach Sukothai, der Wiege des Loy Krathong, um dort den größten Loy Krathong Feierlichkeiten des Landes beizuwohnen. Ich hatte diese Fest schon oft erlebt, unter anderem in Bangkok und Chiang Mai, aber Sukothai war einfach atemberaubend:

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Die Ruinen der alten Königsstadt werden stimmungsvoll angestrahlt, auf dem zentral gelegenen See findet eine mit Fackeln illuminierte Show statt und halb Thailand scheint hierher zu pilgern. Die Menschen sind überwiegend festlich gekleidet und es herrscht Volksfeststimmung. Man picknickt auf den Rasenflächen und versorgt sich hierfür an den zahllosen Essensständen.

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Überall ließen die Menschen die Himmelslaternen (Khom Fai) aufsteigen. In der Hoffnung, dass Ihre Wünsche damit den Göttern entgegengetragen werden.

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Gegen Mitternacht kam dann der absolute Höhepunkt: ein 45-minütiges Feuerwerk, wie ich es noch nie erlebt hatte. Nach einer Viertelstunde löste jeder Feuerball eine Gänsehaut bei mir aus und nach etwa einer halben Stunde merkte ich, dass mir die Tränen liefen... ergreifend.

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Dummerweise dauerte es anschließend über eine Stunde, bis wir unser Auto wiedergefunden hatten. Deutscher Orientierungssinn trifft auf Thai-Logik: wir liefen erstmal in die falsche Richtung und es dauerte ewig bis ich Ploy überreden konnte, mal einen Polizisten zu fragen... von wegen Gesichtsverlust.

Nachdem Ploy abends vermutlich gesehen hatte, wie wenig begeistert ich beim Anblick der mir zugedachten Schlafstatt wirkte, beschlossen wir in einem Hotel zu übernachten. Wir klapperten auf den 80 Kilometern Heimweg unzählige Hotels ab, die allesamt jedoch wegen des Festes in Sukothai belegt waren. Schlussendlich mussten wir bis nach Uttaradit fahren. Auf den letzten Kilometern musste ich das Steuer an Ploy übergeben: bei mir kündigten Gelenkschmerzen und Fieber eine deftige Erkältung an.
 
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:danken: für das Lob - ich geb' mir auch echt Mühe.

Es fällt mir stellenweise schwer, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Andererseits möcte ich einen "ungeschminkten" Bericht abliefern, der ein umfassendes Bild meiner Reise vermittelt. Inklusive meiner Gedankengänge - aus denen sich manche (für Außenstehende manchmal nicht nachvollziehbare) Reaktionen/Handlungen ergeben.

Klar, ich hätte auch schreiben können, wie geil es war und dass ich Tag und Nacht nur Stunner gepoppt habe. Aber, warum soll ich Scheiße als Nougat verkaufen und nur die (schöne) Hälfte erzählen.

Ich verliere mich schon wieder in Details... :wink0:
 
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Danke, Larry - mach ich :wink0:

Wie gehts Deiner Hand? Sind die Schmerzen inzwischen erträglich?

Gute Besserung und weiterhin schöne Fress-Tage...
 


22.11.2010​

Wir hatten die Nacht im "Friday Hotel" verbracht: direkt im Zentrum von Uttaradit, 800 THB incl. Frühstücksbuffet. Ein Stadthotel ohne Schnickschnack (Details im Hoteltest)

Anhang anzeigen Nov 2010_1101.jpg Ein gesichtsloserBetonklotz...

Anhang anzeigen Nov 2010_1099.jpg ... mit zweckmäßigen Zimmern

Auf dem Nachhauseweg hielten wir auf meine Initiative bei einem Möbelgeschäft und kauften eine ganz einfache Schaumstoffmatratze und zwei Kopfkissen für 1.400 THB. Ploys Eltern hatten für die Dauer meines Besuchs zwar extra ihr Schlafzimmer geräumt, allerdings sah die Matratze so speckig und durchgelegen aus, dass ich mir diese 5 cm als Schutzschild gönnen wollte.
Dass ich anschließend noch ein Spannbetttuch und Bezüge für die Kopfkissen kaufte, konnte Ploy nicht so recht verstehen. Kein Wunder, dass das Bett aussah, wie es aussah :wink0:

Anhang anzeigen Nov 2010_1076.jpg Pak Bung - mag ich sonst am Liebsten als Pad Pak Bung Fai Daeng

Die Wohnverhältnisse möchte ich eher als Zustände bezeichnen und ich habe sie bewusst nicht fotografiert. Die Familie hat schon seit 13 Jahren ein Steinhaus, lebt aber faktisch im offenen, palmwedelgedeckten Holzverschlag (sorry, ich weiß nicht, wie ich diese Konstruktion auf Stelzen sonst bezeichnen soll).
Dass sie ein Steinhaus haben, hebt sie von der Masse der übrigen Dorfbewohner ab - allerdings fällt es Ploys Eltern sichtlich schwer, beide Behausungen in Schuss und sauber zu halten. Insgesamt sehr thailändisch.

Ich übte mich in Langmut und dachte anfangs häufig: Augen zu und durch...

Anhang anzeigen Nov 2010_1081_e.jpg Die Veranda als Wohnzimmer

Hinterm Haus gibt es einen kleinen Gemüsegarten mit dem Nötigsten und eine kleine Froschfarm mit 500 Fröschen. Auf die Frage, was man denn mit 500 Fröschen machen würde, wurde ich entrüstet angeschaut. "Wait until big, and then eat - or maybe sell". Auch hier wieder ein gewisser Luxus: die meisten Nachbarn gehen täglich mit Eimern auf Froschjagd in den nahegelegenen Tümpeln.

Anhang anzeigen Nov 2010_1084.jpg Die Froschfarm

Außerdem zeigte mir Ploy ganz stolz einen neugebauten Schweinepferch, der für die beiden dort lebenden Schweine eigentlich viel zu groß war.
Ihr Vater war grade dabei, einen Schacht auszuheben. Mir wurde erklärt, dass da Betonringe reinkämen, um darin die Gülle zu sammeln. Und wo waren die Betonringe? Richtig, noch beim Hersteller...
"Tirak, can we go buy them? Papa almost finish and pork shit very much. Smell very bad".
Okay, okay - mein Gastgeschenk: Vier 100er Betonringe für insgesamt 960 Baht - inklusive Lieferung. Den Deckel handelte Ploy auf meinen Vorschlag (zunächst widerstrebend) als Discount heraus.

Den Rest des Tages gab ich mich meinem Kranksein hin. Die Nebenhöhlen taten fürchterlich weh, ich hatte Fieber und Ploy versorgte mich mit Medikamenten aus dem Dorfladen.

Der halbe Ort muss an diesem Nachmittag dagewesen sein, um den Farang zu beäugen. Es war jedenfalls ein ständiges Kommen und Gehen - aber ich war schlichtweg zu krank für Audienzen und dämmerte vor mich hin.

Von Ploy dem Partygirl, das ich in Bangkok kennengelernt hatte, war hier nichts zu sehen. Immer schön züchtig gekleidet - und Ploy wird von jedem "Ann" gerufen. Seltsam :wink0:

Bei jeder Gelegenheit bekam ich zu hören, dass sie ja jetzt ihr Leben geändert habe und dass sie ihre Zukunft in ihrem Heimatdorf sähe. Sie wisse zwar noch nicht, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten soll, aber da gäbe es bestimmt eine Lösung...

Holzauge sei wachsam!
 
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23.11.2010​

An diesen Tag kann ich mich nicht wirklich erinnern. Ich weiß nur, dass es mir ziemlich dreckig ging. Ich schlief fast den ganzen Tag und hatte wohl hohes Fieber.

Am Morgen wurden während meines Frühstücks die Betonringe geliefert. Gottseidank war ich grade mal auf den Beinen, sonst hätte ich dieses Schauspiel nicht mitbekommen: als man die Ringe hinters Haus rollte, zerbrachen sie - einer nach dem anderen. Der Hersteller brachte nachmittags anstandslos Neue, da er selbst mit dieser seltsam ausgeprägten Thai-Logik begriff, dass der Beton noch nicht ausgehärtet war.

Die Trümmer der Ringe blieben natürlich dort liegen, wo die Ringe zerbrochen waren. Und wenn sie nicht zerbröselt sind, liegen sie noch heute...
 


24.11.2010​


Heute ging es mir schon wieder ziemlich gut: ich hatte Appetit und wollte was unternehmen. Das Rumlungern gefiel mir garnicht.

Anhang anzeigen Nov 2010_1201.jpg Ploys Lieblings-Zungenbrecher: "chicken in the kitchen"

Und so passte es, dass Pa die Ringe im Schacht versenken wollte. Wir nahmen also ein paar Stricke und schafften es, entgegen meinen Erwartungen, ganz ohne Verletzungen, die Ringe zu "versenken". Pa hatte beim Graben erstaunlich gut gearbeitet...

Anhang anzeigen Nov 2010_1083.jpg Leider das einzige Bild von "Pa"

Nach dem Mittagessen kam Ploys Auntie vorbei und bat uns, nachmittags beim letzten Teil der Reisernte zu helfen: der Reis hatte die letzten Tage in der Sonne getrocknet und musste nun in Säcke abgefüllt werden, um ihn zum Schälen zur Reismühle zu bringen.

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Es waren noch einige Nachbarn da und wir schufteten gute anderthalb Stunden, bis wir 73 Säcke mit Reis gefüllt hatten. Beim Verladen staunte man nicht schlecht, was ein paar Zentimeter mehr Körperlänge ausmachen können: ich wuchtete die Säcke mit soviel "Wumms" auf den Pickup, dass der Zwischenposten, der die Säcke sonst zum Stapeln weiterwerfen sollte, plötzlich arbeitslos war. Zeit zum Rauchen...

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Tantchen machte derweil einen Salat aus fetten Schweinebauchstreifen, damit sich die Helfer nach getaner Arbeit stärken konnten. Wir namen also auf einem Stück Plastikplane Platz und schon hielt ich die erste Portion Yam-Nang-Moo in meinen Händen. Geschmacklich war es ja echt lecker, allerdings hatte ich mit der Textur (dem Mund- und Bissgefühl) des fetten Schweinebauchs meine Probleme.

Anhang anzeigen Nov 2010_1230.jpg Tantchen

Man saß also beieinander, aß und klönte. Irgendwann begann eine Flasche Reisschnaps die Runde zu machen und die Stimmung wurde zusehends ausgelassener. Mein erstes Glas, das ich auf "Ex" leerte, wurde beklatscht und meine anschließende Miene löste Gelächter aus. Im Verlauf weiterer zwei Flaschen dieses Teufelzeugs wurde jeder, der am Ort des Geschehens vorbeikam genötigt, mindestens ein Gläschen mitzutrinken.

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Sogar die Fahrerin des Schulbusses wurde aus dem Wagen gezerrt und verhaftete hastig drei "Kurze".

Kurz nach Sonnenuntergang gingen wir unter Ausnutzung der gesamten Straßenbreite nach Hause. Mir ging es gut :wink0:
 


25.11.2010​


Meine Erkältung war so gut wie überstanden - das lag bestimmt an der "Medizin" des vorangegangenen Abends :wink0:

Den Vormittag verbrachte ich damit, den Carport wind- und wetterfest zu machen. Pa's Konstruktion aus Bambusstangen und etwas Sonnenschutznetz wurde an den entscheidenden Stellen etwas verstärkt und ich erntete abschließend sogar ein Lob von Pa. :hehe:

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Während meines handwerklichen Schaffens fragte mich Ploy, ob ich denn den Schweinestall wirklich gesehen hätte!? "Yes, why?" Sie nahm mich an der Hand und wir gingen hin. "We make pig-house new. Much bigger than before." "Hmmm." "Look, two pig feel alone. House much too big." "It's not too big! They have a lot of space...good for them" "Yes, much too big! Have space for 10 pig." "Ääääh?" "I want to make pig-farm..."

Um es kurz zu machen: ich stimmte irgendwann zu, sechs weitere Ferkel zu kaufen. Erstaunlicherweise wusste Ploy auch schon, wo man die Schweine kaufen könne und was sie etwa kosten würden. Später würde sich herausstellen, dass der Schweinezüchter zufällig sechs Ferkel zum Verkauf "fertig" hatte. Und der geschätzte Preis stimmte auf den Satang genau...

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Nachmittags holten wir Member Stromer und seine LT in Uttaradit ab. Sie waren mit dem Zug auf dem Rückweg von Chiang Mai, wo sie Loy Krathong verbracht hatten. Da das Friday nicht so berauschend war, checkten wir im Seeharaj ein. Ich entschied, dass Ploy und ich die Nacht ebenfalls im Hotel verbringen - endlich wiedermal Zeit und Ruhe für den Austausch von Körpersäften :ornp:

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Als die Beiden bei einem Bier hörten, dass ein Schweinekauf bevorstand, wurde dieser einfach vorgezogen und wir fuhren direkt zum Schweinezüchter. Leider gibt es davon keine Bilder... Innerhalb weniger Minuten verluden wir sechs stattliche Ferkel und zwei Säcke Schweinefutter auf den Pickup, ich bezahlte 7.200 THB - und als "Danke" sahen aus wie... äh... Schweine!

Als die Ferkel abgeladen waren und wir uns gerade wuschen, kam ein Nachbar und lud uns zum finalen Reiserntedankfest bei Tantchen ein. Was soll ich sagen? Es war wieder ein reisschnapsgeschwängerter Abend mit vielen bekannten Gesichtern.

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Anhang anzeigen Nov 2010_1114_e.jpg Die fröhliche Witwe... ihr UK-Ehemann hat einiges vererbt

Ich begann, mich allmählich nach Stuhl und Tisch zu sehnen: durch dieses ewige im-Schneidersitz-auf-dem-Boden-sitzen taten mir die Knie weh und an den Fußgelenken bekam ich bereits erste Anzeichen von Hornhaut.

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Mit abnehmendem Füllstand der Flasche ließen die Schmerzen nach. Als wir die dritte Flasche angebrochen hatten, drehte Tantchen richtig auf und wollte Stromer und mich unter den nicht vorhandenen Tisch saufen. Sie griff plötzlich zu unfairen Mitteln, drehte sich unangekündigt um und kotze quer in Richtung Küche. Gottseidank hat diese Art des Wohnens mitunter unschätzbare Vorteile: durch die Ritzen zwischen den Dielen waren ihre Hinterlassenschaften mit einem Eimer Wasser rasch beseitigt. Tantchen war aus dem Rennen :yes:

Ploy hatte sich bei dem Gelage dezent zurück gehalten und brachte uns nach Mitternacht sicher ins Hotel. Von meiner Erkältung keine Spur mehr...

Anhang anzeigen Nov 2010_1115.jpg Rückkehr der Gladiatoren... mit viel zu großen Schuhen
 
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26.11.2010​

Wir schliefen aus und schafften es gerade noch rechtzeitig zum Frühstück. Stromer und seine Son hatten nach unserer nächtlichen Heimkehr noch die Minibar geplündert und pflegten zunächst ihren Kater.
Ploy und ich holten die Morgennummer nach, erfrischten uns anschließend im Pool und warteten, bis die beiden Trunkenbolde ins Reich der Lebenden zurückgefunden hatten.

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Ploy schlug vor, die Ruinen der alten Königsstadt Si Satchanalai zu besichtigen. Die Gegenwehr der beiden anderen war zu gering und so fuhren wir "alte Steine gucken".

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Die Ruinen liegen ziemlich weit verstreut in einer parkähnlichen Landschaft. Ich will es mal mit dem Begriff "nett" beschreiben. Nachdem ich Sukothai, Ayuthaya und Angkor gesehen habe, waren diese Laterit-Ruinen für mich ziemlich enttäuschend.

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Während Stromer und seine LT jeden Steinhaufen erklommen, beobachtete ich die unzähligen Schulklassen. Und sie beobachteten mich... Ich wurde mehrfach um ein "Foto mit Farang" gebeten, was mir Spaß machte, Ploys Laune aber mächtig dämpfte, da es ausschließlich weibliche Teenager waren, die sich mit mir ablichten lassen wollten.

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