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Als wir aufgestanden waren fragte Ploy, ob ich wirklich nach Bangkok fahren wolle. Ich war für einen Sekundenbruchteil am hadern, blieb aber letztlich dabei.
Die Fahrt nach Philo verlief ereignislos und wir erreichten um kurz nach zehn den Bahnhof. Die Stimmung war ziemlich gedrückt - was unter den gegebenen Umständen verständlich war. Ich erwartete eine tränenreiche Abschiedsszene und hatte einen mächtigen Kloß im Hals, als der Zug mit zwanzig Minuten Verspätung, um 10:40 Uhr in den Bahnhof einfuhr. Ploy verschwand so, wie ich es bereits im Juni erlebt hatte: ich war gerade in den Zug eingestiegen, drehte mich rum um Tschüss zu sagen - und sah nur noch ihre Rückansicht.
Und wieder hinterließ diese Art des Abschieds einen faden Nachgeschmack...
Kurz nach Abfahrt in Phitsanulok kaufte Stromer die erste Runde Bier von einem der zahllosen Händler an Bord und wir setzten uns bei geöffneter Waggontür auf die Stufen, ließen die Beine und die Seele baumeln und genossen den Fahrtwind.
Komischer Abschied! War es ein Abschied auf Zeit - oder für immer? Hatte ich zu drastisch reagiert?
Die Gedanken an Ploy hatten mir die Zeit in Angeles stellenweise schwer gemacht: meine Gedanken waren häufig bei ihr gewesen und ich konnte das "jetzt und hier" nicht ungezügelt genießen. Es gab anfangs sogar Momente, in denen ich ich zu Ploy zurücksehnte, um so dem "Zirkus Angeles" zu entrinnen...
Wie mag es ihr wohl ergehen, wenn sie ohne ihren Farang-Boyfriend in ihr Dorf zurückkehrt? Unter dem Aspekt des für sie bevorstehenden Gesichtsverslustes schämte ich mich für mein Verhalten.
Ich verdrängte diese Gedanken und rief mir stattdessen die Momente in Erinnerung, in denen ich wünschte, ein freier Butterfly zu sein.
Ich genoss meine neugewonnene Freiheit und wurde lediglich von aus- und einsteigenden Reisenden gestört. Und von Zeit zu Zeit vom "Bordservice" - wenn Stromer wiedermal eine Runde Bier geordert hatte.
Gegen kurz vor Sechs erreichten wir Hualamphong, den Hauptbahnhof von Bangkok. Wir stiegen gerade aus dem Zug, als die Nationalhymne erklang und alle Menschen für eine Minute innehielten. Wir waren so dreckig, dass ich es kaum erwaten konnte, im Boss Suites zu duschen. Doch zunächst lernte ich die Bedeutung von "rot tid" kennen: wegen des abendlichen Staus dauerte die Taxifahrt vom Bahnhof zur Soi 4 knappe 90 Minuten. Für eine Distanz von 8 km Luftlinie (21 km Straße)...
Nachdem ich ausgiebig geduscht und mich etwas ausgeruht hatte, ging ich zum Abendessen in den Biergarten. Die Bratwurst mit Rösti und Zwiebelsoße war wie die anwesenden Damen: einfach nicht nach meinem Geschmack.
Ich war fix und fertig; sowohl körperlich, als auch emotional ausgebrannt. Das Werben der Damen ging mir auf den Zeiger! Ich wollte einfach nur in Ruhe ein paar Bier trinken und meinen sentimentalen Gedanken nachhängen. Ich widerstand dem Verlangen, Ploy anzurufen...
Stattdessen ging ich zu Mint, um dort die dringend notwendige Ablenkung zu finden. Und die fand ich - oder fand sie mich?
Jedenfalls blies in den frühen Morgenstunden des letzten Novembertages Yo die Gedanken an Ploy förmlich weg und ich vögelte mir anschließend das letzte bisschen Hirn weg.
Während der Zugfahrt des Vortages hatten wir ausgemacht, am heutigen Nachmittag bei Son zu Hause ein BBQ mit ein paar Freunden zu veranstalten. Ich stand also gegen 2 Uhr auf und machte mich auf der Suche nach etwas essbarem auf den Weg Richtung Sukhumvit Road. Kurz nachdem ich in die Soi4 abgebogen war, schallten mir von der anderen Straßenseite Rufe entgegen, wie ich sie an dieser Stelle schon x-mal gehört hatte: "Welcoooome, Mista! Massaaaaage". Die Masseurinnen des "Naree" saßen vor der Tür und warteten auf Kundschaft.
Da die Zugfahrt ihre Spuren hinterlassen hatte und es noch dauerte, bis das BBQ losgehen sollte, entschied ich mich, meinem geschundenen Körper eine traditionelle Thai-Massage angedeihen zu lassen. Die geforderten 300 THB für 90 Minuten konnte ich akzeptieren.
Anhang anzeigen Nov 2010_1589.jpg Ich bekam eine erfahrene Masseurin zugewiesen, da ich eine kräftige Massage gewünscht hatte und wenig später waren wir in einem sauberen, funktionell aber nett eingerichteten Zimmer im ersten Stock. Ich genoss eine schöne, kräftige Thai-Massage von einer erfahrenen Therapeutin. Als ich nach der Halbzeit auf dem Rücken lag, überzeugte mich die Masseurin, dass etwas Öl nicht schaden könnte. Quasi beiläufig streifte sie mehrfach meinen kleinen Nixus und schaute mich jeweils fragend an. Ich lehnte dankend ab, da ich mich nach der letzten Nacht ziemlich leer fühlte. Irgendwann hatte sie mich doch überredet, dass es mir in jedem Fall guttun würde und wir vereinbarten 500 THB für einen oily HJ. Sie musste sich ihr Geld hart erarbeiten und ich verließ das Etablissement um ein paar Milliliter erleichtert.
Anhang anzeigen Nov 2010_1590.jpg Anhang anzeigen Nov 2010_1591.jpg Da die Massage erheblich länger gedauert hatte, kam ich eine knappe dreiviertel Stunde zu spät in der Soi 48 an. Die "Party" hatte bereits verhalten begonnen: die ersten Bier waren getrunken und auf dem Grill brutzelten die ersten Spieße. Beim Anblick der riesigen Menge ungebratener Spieße fragte ich, wer denn noch kommen würde...
Wir aßen und tranken reichlich, die Nachbarschaft wurde großzügig versorgt und als noch drei weitere von Sons Freunden kamen, hatten die auch noch mehr als Genug auf ihren Tellern. Wir köpften zwei Flaschen Whisky und um kurz nach zehn fuhr ich - reichlich angeschiggert - mit dem Bus Richtung Soi 4. Es war meine Premiere, mit dem Bus in Bangkok zu fahren - und ich stieg promt in den verkehrten Bus.
Anhang anzeigen Nov 2010_1605.jpg Kurz nachdem er auf die Ratchada abgebogen war, stieg ich aus und beschloss von der Kreuzung Asoke zum Hotel zu laufen. Starker Harndrang zwang mich, nach einer geeigneten Möglichkeit ausschau zu halten; ich musste pissen wie ein Stier und kehrte ins Thermae ein.
Anhang anzeigen Nov 2010_1613_e.jpg Anhang anzeigen Nov 2010_1612.jpg Das Thermae ist ein großer, schmucklos eingerichteter Raum im Keller des Ruamchitt Plaza in der Nähe der Soi 15. Die Atmosphäre ist änlich einer Bahnhofwartehalle, Musik spielt nur, wenn jemand die Jukebox bedient und die Damen stehen aufgereiht im Außenkreis. Insgesamt also sehr speziell
Ich setzte mich an den Tresen (im Innenkreis) und trank ein Bier. Es waren unheimlich viele Koreaner unter den Gästen, die die Reihe der Dienstleisterinnen abschritten und alle sichtbaren Qualitäten ausgiebig begutachteten. Es fehlte nur noch, dass der Zahnstatus kontrolliert wurde...
Entgegen meiner Absicht verließ ich das Thermae kurz vor Mitternacht - mit Begleitung...
Im Hotel folgte schnörkelloser ST-Sex, der mir 1.000 THB wert war. Nichts Erinnerungswürdiges. Weder im positiven, noch im negativen Sinne.
Anhang anzeigen Nov 2010_1614a.jpg Als ich am nächsten Tag die Bilder durchsah, fragte ich mich, wie ich bei so viel weißer Pampe im Gesicht überhaupt einen hochbekommen hatte und auch noch liefern konnte.
Ich schlief so richtig aus, aß eine Kleinigkeit im Took Lae Dee (Foodland, Soi 5) und ließ mir bei Lek Haare und Nägel trimmen. Anschließend hatte ich Lust auf einen Kaffee, jedoch war der Starbucks auf der Ecke zur Soi 5 leider Geschichte: im Rahmen der Gebäudesanierung wurde er Mitte November geschlossen. Man hatte da im ersten Stock so eine schöne Aussicht auf das Treiben an der Bushaltestelle. Also ging ich ersatzweise ins CoffeWorld auf der Ecke Soi 7/1 und trank einen Kaffee.
Anhang anzeigen Nov 2010_1615a.jpg Ich wusste nicht so recht, was ich anstellen sollte, schlenderte die Suk entlang und beschloss, mal im Biergarten vorbeizuschauen. Ich unterhielt mich angeregt mit Tina, einer der Bartenderinnen und trank ein paar Bier. Ich hatte keine Lust auf aktives werben und der Platz neben mir wechselte mehrfach die Besetzung. Es war zum Teil echt grausig, was da neben mir Platz nahm. Und dem anderen Teil der Damen konnte ich ansehen, dass sie grade vom ST kamen, um den nächsten ST-customer abzuschleppen.
Ich erinnerte mich an die Zeit vor einem halben Jahr in, als ich genau auf diesem Platz saß und mir Ploy das erste mal über den Weg lief. Mein Gedächtnis rief verschiedene Szenen unseres Zusammenseins auf und mir wurde bewusst, wie sehr ich mich in sie verliebt hatte. Ich haderte, ob ich sie nicht mal anrufen sollte, verwarf diesen Gedanken aber sofort wieder. Sollte sie sich doch melden...
Als ich Hunger verspürte, verließ ich den Biergarten und ging in den "Tunnel" - diesem Verbindungsgang zwischen Soi 5 und Soi 7. Ich setzte mich ins 24 C, bestellte Fisch mit Chilisoße und schaute ein paar Farangs beim Pool zu.
Anhang anzeigen Nov 2010_1618a.jpg Meinen Verdauungsspaziergang machte ich über die Suk, bis zur Soi 15 und blieb hier und da auf einen Drink sitzen. Auf dem Rückweg zum Hotel machte ich bei einer Streetbar zwischen der 7 und der 7/1 Rast, in der Stromers LT gelegentlich jobbt. Es war also kein großes Wunder, dass ich viele der dort beschäftigten Damen am Vorabend beim BBQ gesehen hatte. Eine der Damen hatte Tags zuvor schon meine Aufmerksamkeit erregt und wir einigten uns auf 1.200 THB plus eventuellem Tip. "If You make me happy..."
Und das machte sie! Wir vögelten bis zum Morgengrauen und ich hatte das Gefühl, dass sie Spaß dabei hatte.
Anhang anzeigen Nov 2010_1616.jpg Als ich sie am nächsten Morgen entlassen wollte, schmollte sie. Sie hatte sich eingebildet, dass ich sie bis auf weiteres buchen und mit ihr Urlaub machen würde. Ich fragte sie, wie sie auf dieses schmale Brett kommt. Sie antwortete, dass sie sich mit Stromers LT unterhalten habe und dass Son das süße Leben in Stromers Schlepp sehr genießen würde. Und da ich mich ja kurz zuvor von meiner LT getrennt hätte, wäre das ja bestimmt auch ganz praktisch für mich... Thai-Logik halt
Ich konnte ihr offenbar klarmachen, dass das momentan nicht das sei, wonach ich suche, sie aber bestimmt "ganz oben auf der Liste" stünde, wenn es diesen Posten zu besetzen gelte.
Das Haupereignis dieses Tages habe ich am 03. Dezember "ganz frisch" bei Sukhumvit-Psycho niedergeschrieben. Somit war es heute ziemlich leicht, mir alle Details wieder ins Gedächtnis zu rufen. Leider gibt es von diesem Tag keine Fotos...
Heute war Zeit für eine (weitere) Premiere. Ich hatte mir vorgenommen, eine Waschstraße zu besuchen und meine Wahl war auf "Annies Soapie Massage" gefallen.
Ich hatte den Tag "vertrödelt" und machte mich gegen 20:00 Uhr auf den Weg zu (m)einer Premiere. Bei meinen bisherigen Bangkok-Aufenthalten hatte es nie geklappt, dort vorbeizuschauen und sonst war ich mit LT's unterwegs, die einen Besuch in einem solchen Etablissement überflüssig machten. Also diesesmal...
Ich betrat "Annies" mit einer guten Portion Nervosität. Die Mamasan (nein, nicht Aey) nahm mich in Empfang und nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich Ersttäter bin, hat sie mir erstmal einen Room gezeigt: großer Naßbereich mit Badewanne, Sitzgelegenheit und ein Bett. Bisschen in die Jahre gekommen, aber ganz okay.
Ich nahm also vor den großen Schaufenstern Platz und mir wurde versichert, dass es Einweg-Spiegel seien und dass mich die Damen nicht sehen könnten. Auf den ersten Blick hat mich die Auswahl nicht begeistert.
Ich bestellte ein Bier und erklärte der Servicekraft, dass ich keine besonders ausgefallenen Wünsche hätte, sondern dass ich mir ein unvergessliches "erstes Mal" wünschen würde. Sie empfahl "E" (good English, doing everything) oder "T" (fair English, but quite unexperienced). Ich wiederholte, dass ich keine professionelle "working-machine" suche, hatte aber das Gefühl, dass die Bedinung nicht wirklich zuhörte. Stattdessen empfahl sie mir, beide auszuwählen.
Ich erbat mir etwas Zeit, in deren Verlauf die Ladies mittels Sprechanlage aufgerufen wurden, aufzustehen und sich zu zeigen. Zugegebenermaßen war "E" ziemlich attraktiv, allerdings konnte ich mir nicht vostellen, von so einer "Drecksau" (ups - tschuldigung, aber so wirkte sie nunmal auf mich) gefühlvoll "entjungfert" zu werden.
Ich ließ meine Blicke schweifen und ignorierte das Geplapper der Bedienung. Im Fishbowl sprach mich #4 an: sehr zierlich, 40kg-Klasse und ein umwerfendes Lächeln (only little English, but very good body-language) und ich entschied mich für sie. Warum soll sie auch gut Englisch können? Ich will ja schließlich nicht mit ihr über die Euro-Krise diskutieren... Eine Fehleinschätzung, die sich noch rächen sollte.
Ich bestellte einen Drink für sie und während wir darauf warteten, kam eine andere Lady aus dem Fishbowl zu mir. Sie sprach mich mit Namen an und fragte, ob ich mich an sie erinnern würde. Als ich das zögernd bejahte fragte sie, warum ich dann nicht sie ausgewählt hätte. Nid war vor drei Jahren die LT von meinem englischen Kumpel Colin und arbeitete in der 7/1 im "Sweetheart", bis sie Anfang des Jahres plötzlich "verschwunden" war. Noch bevor ich antworten konnte, zerrte mich #4 in den Room.
Während sie die Badewanne vollaufen ließ, holte #4 ihre Ausrüstung und forderte mich auf, mich schonmal auszuziehen. Toller Anfang für Nixus den Romantiker. Als sie zurückgekommen war und das "Besetzt"-Licht eingeschaltet hatte, zog sie sich aus und begann umgehend, mich (zu heftig) zu küssen. Dabei gab sie Geräusche von sich, als würde es ihr jeden Augenblick kommen.
Ihr Körper war echt makellos und ich freute mich auf das, was noch folgen sollte.
Sie zog mich zum Bett und machte sich daran, den kleinen Nixus aufzuwecken. Als ich ihr mit Gebärdensprache klarmachte (weil "me no Englit"), dass ich sie gerne mit der Zunge verwöhnen wolle, legte sie sich etwas widerwillig hin und ließ es über sich ergehen. Dass sie viel zu laut und zu heftig stöhnte, erregte mich nicht gerade. Ziemlich abtörnend fand ich jedoch, dass sie immer wieder auf die Uhr schaute...
Ich versuchte sie zu fragen, was es denn mit dem "Soapie" auf sich hätte. Sie schien mich nicht zu vestehen und zog mich stattdessen auf sich. Sie schien zu ignorieren, dass ich noch nicht wirklich hart war, zog meinen (halbstarken) Freund an und meinte lapidar "you fuck now". Das war genau das, was ich nicht wollte! Sie versuchte aufzusatteln, legte sich kurz darauf auf den Rücken und wartete, bis der Kunde mit der Arbeit fertig wird.
Ich verscheuchte diese Gedanken und versuchte es zumindest, musste allerdings bald abbrechen, als sie (wieder) zu laut zu stöhnen begann und (wieder) auf die Uhr zu schauen begann. Der kleine Nixus wurde darob ziemlich blutleer - sie versuchte jedoch erneut aufzusatteln.
Jetzt war ich es, der die Situation erduldete... Ich versuchte ihr klar zu machen, dass ich mich über etwas mehr Zärtlichkeit freuen würde, was sie aber missverstand und stattdessen begann, mir einen ziemlich guten BJ zu verpassen. Mein kleiner Freund wurde wieder hart, sie schien die Position wechseln zu wollen und griff nach einem neuen Kondom. Ich machte erneut den Versuch ihr zu erklären, dass sie nicht wie bescheuert stöhnen müsse und dass ich mehr Lust auf einen gefühlvollen Fick hätte. Nixus der GFE-Romantiker halt...
Es war Zeit für ein unvergessliches Erlebnis: als sie abtauchte, um dem kleinen Nixus seine Arbeitsmontur anzulegen, schlief sie ein!!! Es dauerte einen Moment, bis ich das begriff, da ihre linke Hand mich noch immer umklammert hielt und zuckte, als sie ins Land der Träume entschwand.
Was geht denn hier ab? Ich liege hier in einem schäbigen, runtergekommenen Zimmer, draußen geht ständig diese brüllend-laute Türklingel (fast wie im 7eleven) und die anderen Mädels machen einen Lärm, dass man meinen könnte, auf einem Marktplatz zu sein. So geht das nicht weiter - Schluss jetzt mit diesem "unvergesslichen Erlebnis".
Als ich sie aufgeweckt hatte, schien sie nicht zu kapieren, dass sie ein paar Minuten geschlafen hatte. Stattdessen schaute sie (wieder) auf die Uhr und bot mir abschließend (?) eine Ölmassage an. Obwohl ich echt satt war, wollte ich wenigstens etwas Positives mitnehmen und willigte ein. Diese ölige Rückenmassage war ziemlich armselig und sie beeilte sich ziemlich, mir den Schmier anschließend in der Badewanne wieder anbzuwaschen, denn: gerade als ich mich abzutrocknen begann, klopfte jemand an die Tür. "Time over..."
Als ich angezogen war, brachte sie mich zu Tür. Hoffte sie etwa auf einen Tip? Auf dem Weg zur Tür fragte mich niemand, ob ich denn zufrieden gewesen sei - vielleicht erwartete ich zu viel!?
Ich verließ "Annies" und war... hm... ja, was eigentlich? Zornig? Enttäuscht? Keine Ahnung - ich fühlte mich leer und einsam...
Nachdem ich wenig später an der Ecke zur Sukhumvit stand, beschloss ich, mich zunächst an der Ecke zur Soi 3 zu stärken. Anschließend ging ich zu Mint, um meinen Zorn zu ertränken
Das Schicksal meinte es wohl gut mit mir, denn gegen Mitternacht stand Yo neben mir und wenig später war der schlimmste Groll verflogen. Wir gingen ins Hotel, wo ich unter Yo's Gelächter von meinem "unvergesslichen Erlebnis" berichtete. Offenbar hatte sie das als Aufforderung verstanden, mich in dieser Nacht ganz besonders zu verwöhnen. Ihr Take-care-Programm ist einfach nur der Hammer und schon bald fühlte ich mich nicht mehr alleine...
Noch ein fotoloser Tag - ich hatte wiedermal die Kamera vergessen...
Ich hatte meinen Tages-Rythmus gefunden und stand gegen 15:00 Uhr auf.
Heute stand etwas ganz außergewöhnliches auf dem Programm: Stromers Mutter hatte es sich mit ihren 70 Jahren in den Kopf gesetzt, für drei Monate durch Südostasien zu reisen. Auf eigene Faust - ohne Neckermann oder Studiosus...
Ursprünglich hatte ich vor, sie mit Stromer und Ploy vom Flughafen abzuholen. Aber da sich Ploys und meine Wege getrennt hatten, fuhren wir mit dem Airport-Express zum Suvarnabhumi, um sie abzuholen.
Stromer und ich kennen uns seit 41 Jahren: wir sind Tür an Tür aufgewachsen und während unserer Kindheit war es noch so, dass sich eine Mutter nötigenfalls um alle Kinder der Nachbarschaft kümmerte. So möchte ich Stromers Mutter als eine Art zweite Mutter bezeichnen.
Was würde sie wohl sagen, wenn sie sieht, wie, mit wem und wo wir unsere Zeit verbringen. Stromer hatte sie schon darauf vorbereitet, dass er eine LT in Thailand hat - aber mit 70 und mit gar keiner wirklichen Vorstellung von Thailand (und der männlichen Denke) war ich gespannt, wie sie reagieren würde.
Wir fuhren mit dem Skytrain bis zur Station "Phaya Thai" und bestiegen dort den langsamen "Airport Link". Der Zug war bei Abfahrt bereits gut gefüllt und füllte sich immer weiter, bis er sich an der letzten Station vor dem Flughafen schlagartig leerte. Am Flughafen folgten wir der Beschilderung und kamen an einer ewig langen Schlange Wartender vorbei, die Tickets für die Fahrt in die Stadt kaufen wollten. Noch ein Grund mehr, warum ich nicht mit dem Zug in die Stadt fahren will - schon garnicht mit Gepäck.
Die Wartezeit nutzte ich, mich im Coupon-Restaurant zu stärken. Quasi ein spätes Frühstück
Der Flieger aus Abu Dhabi war pünktlich und gegen 19:15 Uhr kam nahmen wir eine ziemlich geschlauchte Kathi in Empfang. Ich fand es echt unterhaltsam, die ersten Reaktionen eines völligen Newbies (dazu noch aus der älteren Generation) zu beobachten. Wir brachten sie mit dem Taxi zur Charoen Krung, Soi 30 und checkten für sie ein. Das Hotel (Link) hatte sie gewählt, da es verkehrsgünstig nahe des Si Phraya Pier und nur ein paar hundert Meter von der BTS liegt. Und für 18 Euro sehr passabel...
Während sie sich frisch machte, suchte ich mit Stromer ein Restaurant, wo wir gemeinsam essen wollten. Da merkten wir schon, dass die Nähe zu Silom bedeutet, dass hier abends ziemlich tote Hose ist. Nachdem wir eine knappe dreiviertel Stunde gesucht hatten, entschieden wie uns für das "Gallery Café" in der Soi 30 (ungültiger Link entfernt) und bereuten es nicht! Es ist zwar etwas teurer (wir bezahlten für fünf Gerichte und Getränke 1.400 THB) aber es gibt z.B. Yum-Som-O... Es war übrigens der erste Abend der Alkohol-Ausschank-Sperre anlässlich des bevorstehenden Königs-Geburtstags.
Nachdem wir unsere Weltenbummlerin am Hotel abgesetzt hatten, fuhren Stromer und ich nach Hause. Stromer hatte ein Date mit seiner LT und ich hatte noch ein Date: am Abend nach meinem Thermae-Besuchs hatte mich eine Lady auf der Suk angesprochen (huuuch?), dass ich ihr im Themae aufgefallen sei. Da das unmittelbar nach dem denkwürdigen Besuch bei "Annies" war, verzichtete ich an jenem Abend auf Experimente und verabredete mich für den heutigen Abend mit ihr.
Ihr sympathisches Lächeln war der Hauptgrund, warum ich mich überhaupt auf ein Gespräch mit ihr eingelassen hatte und heute, auf den zweiten Blick war sie auch garnicht hässlich. Ich war echt erstaunt, als sie mir verriet, dass sie schon knapp 37 Jahre alt sei. Wir verstanden uns gut und blödelten kräftig rum. Dass es an diesem Abend offenbar nirgends Drinks gab, tat der Stimmung keinen wirklichen Abbruch. Wir tranken Coke bzw. Wasser und sie freute sich riesig, als ich sagte, dass ich sie mitnehme. Ich hoffte insgeheim, dass sich das Sprichwort "Alte Scheunen brennen gut" bewahrheiten würde.
Im Hotel begann ich sehr bald daran zu zweifeln, als sie darum bat, nicht gemeinsam zu duschen... Es erklärt sich ja fast schon von selbst, dass sie komplett verhüllt aus dem Bad kam und nahezu alle Lichter ausknipste. Sie setzte sich zu mir aufs Bett und fragte mich unverblümt, was ich ihr denn bezahlen würde. Meine Alarmglocken schrillten! Ich fragte leicht genervt, was sie denn erwarten würde. Ohne mit der Wimper zu zucken rief sie 2.500 Baht auf. Ich war perplex... Eine Mittdreißigerin von der Straße ruft 2,5kB auf... Ich bot ihr das Übliche, sie beharrte jedoch auf den 2.500. Ich versuchte es (überflüssigerweise) mit Logik und nannte ihr die üblichen Straßen-Preise. Ich hätte es auch der Bettdecke erzählen können.
"If you not want to pay 2.500..." Ich unterbrach sie und beendete den Satz "... you can go". Plötzlich lenkte sie ein und nach zähen Verhandlungen einigten wir uns auf 1.200. Inzwischen erwartete ich nicht mehr viel und so schickte ich sie nach unterirdisch schlechter Performance zwei Stunden später wieder weg.
Als ich einschlief, sehnte ich mich insgeheim nach etwas "zum Kuscheln"...
Ich dachte an Ploy und wie es ihr wohl gehen würde. Ich vermisste sie - auch wenn ich die vergangenen Tage äußerlich keinen Trauerflor getragen hatte. Mir fiel ein Satz ein, den sie mir bereits im Juni an den Kopf geworfen hatte: "Don't fall in love with me - I might not be good for you"
Vielen Dank für Eure Reaktionen und das Lob. Das motiviert zum Weiterschreiben
Ich frage mich zeitweise, warum ich das eigentlich alles so haarklein schildere. Zumal es die letzten Tage bildertechnisch ja eher langweilig ist. Was der Grund dafür ist, dass es so schleppend weitergeht...
Außerdem kann ich seit zwei Tagen keine Bilder hochladen und werde erstmal im Hintergrund weiterschreiben, bis das wieder geht.