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Thailand Auswandern oder "Überwintern"?

        #1  
M

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Hallo mal wieder,

zur Zeit steh ich vor einer hypothetischen, aber durchaus realistischen Frage.

Hier die Rahmenbedingungen, damit sich jeder ein Bild von der Situation machen kann:

- Anfang 30
- Selbstständig
- ortsunabhängiges Arbeiten zu 100% möglich
- finanziell solide aufgestellt
- bis auf Familie (Eltern, Geschwister) kaum Verpflichtungen in Deutschland
- unkomplizierte Wohnsituation im Zweifamilienhaus meiner Eltern

Da ich während der letzten 3-4 Jahre mehrere Monate pro Jahr in Thailand verbracht hab, spiele ich momentan mit dem Gedanken, mir ein Elite-Visum anzuschaffen, um für die nächsten 3-5 Jahre dauerhaft in Thailand leben zu können.
Auf Grund meines Alters kommen andere Visumsarten nicht in Frage. Ich hab zwar seit knapp 3 Jahren eine thailändische Freundin. Hochzeit und / oder Kinder sind aber erstmal nicht geplant.

Die Kosten für das Elite-Visum sind dabei zu vernachlässigen, da eine Auswanderung auch Steuerersparnisse mit sich bringen würde.

Einerseits sind die Rahmenbedingungen für so ein zeitlich begrenztes "Abenteuer" ideal.
Ich bin ungebunden, muss in Deutschland so gut wie nichts aufgeben, kann - wenn auch in einer Grauzone, da keine Arbeitserlaubnis - weiterhin meinem Job ganz normal nachgehen, wäre mit meiner Freundin zusammen, würde mir unter Umständen einen Haufen an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sparen und die Tür zurück nach Deutschland würde jederzeit offen stehen.

Andererseits hab ich auch meine Zweifel.
Ich bin gerne in Thailand, freu mich aber nach ein paar Monaten immer wieder auf Deutschland bzw. Europa. Außerdem darf man das soziale Netz in Deutschland nicht unterschätzen.
Deshalb hab ich mir überlegt, weiterhin meine "Home-Base" in Deutschland zu behalten, 1-2 mal pro Jahr nach Thailand zu fliegen, so die Vorteile beider Welten (Thailand bzw. Asien und Deutschland bzw. Europa) genieße und je nach Lust und Laune auch mal andere Teile der Welt erkunde.

Wie würdet ihr in meiner Situation entscheiden?
Freue mich über Input!
 
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        #2  
M

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Member hat gesagt:
Wie würdet ihr in meiner Situation entscheiden?

machen so wie von Dir angedacht, da kann ja nix passieren. Nicht vergessen, daß die in TH verfügbaren Gelder/Konten möglichst klein gehalten werden dann ist
a) ein evtl. Rückbau einfacher
b) und Deine Freundin muß sich keine Gedanken machen, wie man Vermögen investieren könnte...
 
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        #3  
M

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Member hat gesagt:
Die Kosten für das Elite-Visum sind dabei zu vernachlässigen, da eine Auswanderung auch Steuerersparnisse mit sich bringen würde.
Würde vorraussetzen, dass du in DE nicht mehr steuerpflichtig bist. Nicht sicher, wie das läuft, wenn du das wieder rückgängig machen willst.

Ich würde versuchen die fixen Kosten in DE soweit möglich zu reduzieren. Dann je nach Lust und Möglichkeiten abwechselnd in Deutschland und Thailand leben.
Steuerpflicht ist sicher ein Thema, das gut durchdacht sein will.
 
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        #4  
M

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Member hat gesagt:
machen so wie von Dir angedacht, da kann ja nix passieren. Nicht vergessen, daß die in TH verfügbaren Gelder/Konten möglichst klein gehalten werden dann ist
a) ein evtl. Rückbau einfacher
b) und Deine Freundin muß sich keine Gedanken machen, wie man Vermögen investieren könnte...

+1👍😊 probieren und demnach: machen👍
 
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        #5  
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Das mit der Steuergeschichte sehe ich auch als eher schwierig. Alle anderen Sachen sind optimal für das Projekt. Wobei ich persönlich die Zeit von April bis September nicht in TH verbringen wollte.
 
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        #6  
M

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Machen weil je älter du wirst desto schwieriger wird es. Plus du kannst es ja jederzeit abbrechen.
Steuern ist einfach Melde dich aus Deutschland komplett ab und dann ist das kein Problem. Kein Auto keine Wohnung nichts hier behalten, wenn du bei deinen Eltern lebst sollte es noch einfacher sein weil dir dann die Wohnung nicht gehört nehme ich an.
Mach aber keine halben Sachen daher wenn Deutschland Abmeldung dann richtig. Du kannst immer mal einen Monat zu besuch kommen wenn dich das Heimweh trifft, aber normalerweise sollte deine Thai Freundin genug Wege kennen dich abzulenken damit kein Heimweh aufkommt oder wie weggeblasen ist;-)

Denke einfach immer daran viele werden nie so eine Möglichkeit haben daher wäre es dumm sie nicht zu nutzen.
 
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        #7  
M

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Member hat gesagt:
Würde vorraussetzen, dass du in DE nicht mehr steuerpflichtig bist. Nicht sicher, wie das läuft, wenn du das wieder rückgängig machen willst.

Ich würde versuchen die fixen Kosten in DE soweit möglich zu reduzieren. Dann je nach Lust und Möglichkeiten abwechselnd in Deutschland und Thailand leben.
Steuerpflicht ist sicher ein Thema, das gut durchdacht sein will.

Klar, um mit großer Sicherheit von Steuerspareffekten zu profitieren, sollte sich der Auslandsaufenthalt laut Steuerberater auf mindestens 2-3 Jahre belaufen, damit es von Seiten des Finanzamts keine Zweifel mehr am gewöhnlichen Aufenthalt bzw. Lebensmittelpunkt gibt.

Es wäre natürlich ideal, wenn sich die gut 15.000€ / 600.000 THB für das Elite Visum auch finanziell in Form von Steuerersparnissen auszahlen würden.
Dafür müsste ich aber einen klaren Cut setzen und tatsächlich für mehrere Jahre auswandern.
Daran darf es dann keine Zweifel geben.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr stellt sich heraus, dass eigentlich nur der steuerliche Aspekt für eine 100%ige Auswanderung spricht.
Das macht mich aber gleichzeitig wieder unflexibel.
Member hat gesagt:
Das mit der Steuergeschichte sehe ich auch als eher schwierig. Alle anderen Sachen sind optimal für das Projekt. Wobei ich persönlich die Zeit von April bis September nicht in TH verbringen wollte.
Ich bin tatsächlich gerne während des europäischen Frühlings bzw. Sommers in Thailand, weil ich eine ziemlich starke Pollenallergie hab, von der ich in Thailand gar nichts merke.
 
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        #8  
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Member hat gesagt:
Hallo mal wieder,

zur Zeit steh ich vor einer hypothetischen, aber durchaus realistischen Frage.

Hier die Rahmenbedingungen, damit sich jeder ein Bild von der Situation machen kann:

- Anfang 30
- Selbstständig
- ortsunabhängiges Arbeiten zu 100% möglich
- finanziell solide aufgestellt
- bis auf Familie (Eltern, Geschwister) kaum Verpflichtungen in Deutschland
- unkomplizierte Wohnsituation im Zweifamilienhaus meiner Eltern

Da ich während der letzten 3-4 Jahre mehrere Monate pro Jahr in Thailand verbracht hab, spiele ich momentan mit dem Gedanken, mir ein Elite-Visum anzuschaffen, um für die nächsten 3-5 Jahre dauerhaft in Thailand leben zu können.
Auf Grund meines Alters kommen andere Visumsarten nicht in Frage. Ich hab zwar seit knapp 3 Jahren eine thailändische Freundin. Hochzeit und / oder Kinder sind aber erstmal nicht geplant.

Die Kosten für das Elite-Visum sind dabei zu vernachlässigen, da eine Auswanderung auch Steuerersparnisse mit sich bringen würde.

Einerseits sind die Rahmenbedingungen für so ein zeitlich begrenztes "Abenteuer" ideal.
Ich bin ungebunden, muss in Deutschland so gut wie nichts aufgeben, kann - wenn auch in einer Grauzone, da keine Arbeitserlaubnis - weiterhin meinem Job ganz normal nachgehen, wäre mit meiner Freundin zusammen, würde mir unter Umständen einen Haufen an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sparen und die Tür zurück nach Deutschland würde jederzeit offen stehen.

Andererseits hab ich auch meine Zweifel.
Ich bin gerne in Thailand, freu mich aber nach ein paar Monaten immer wieder auf Deutschland bzw. Europa. Außerdem darf man das soziale Netz in Deutschland nicht unterschätzen.
Deshalb hab ich mir überlegt, weiterhin meine "Home-Base" in Deutschland zu behalten, 1-2 mal pro Jahr nach Thailand zu fliegen, so die Vorteile beider Welten (Thailand bzw. Asien und Deutschland bzw. Europa) genieße und je nach Lust und Laune auch mal andere Teile der Welt erkunde.

Wie würdet ihr in meiner Situation entscheiden?
Freue mich über Input!
Falls es nicht super eilig ist, dann lass Dich doch einfach mal von jemanden beraten, der sich explizit auf solche Dinge versteht.

 
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        #9  
M

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@Idealistic12334 also dein Steuerberater gibt ja komische Ratschläge :))
Wichtig ist, dein gewöhnlicher Aufenthalt ist im Ausland also mehr als die Hälfte des Jahres. Und deine Company muss auch Im Ausland sein und falls du Wohneigentum hast musst du es vermieten oder verkaufen. Ist das erfüllt kannst du dich abmelden beim Meldeamt und zahlst ab dem Folgetag keine Steuern mehr in Deutschland . Das ist natürlich nur die ganze vereinfachte Variante. Ein guter Fachmann zu dem Thema ist Christoph Heuermann von staatenlos. Findest du viel drüber auf YouTube. Und nix gegen deinen Steuerberater aber sofern nicht darauf spezialisiert haben die meistens Null Ahnung. Nächstes Jahr sollen allerdings neue Gesetze kommen die das ganze weiter erschweren.
Bin in der selben Situation und habe mich schon viel damit beschäftigt. Ich möchte erstmal nur Monatsweise und schauen wie es ist und frühestens 2023 dann komplett wenn es mir gut gefällt. Gute Variante für mich wäre z.b. company in Zypern Urlaub in Thailand und das restliche Drittel in Deutschland.
 
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        #10  
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Verstehe nicht, dass Auswandern nur dann interessant ist, wenn es sich steuerlich lohnt.
Ist es nicht das Land, die Menschen, die Natur usw. was einen treibt? Aber wenn es um das steuerliche geht, sind wohl ab 01.01.2022 nicht ohne Grund die steuerlichen Hürden angehoben worden. Da werden sich steuerlich in den nächsten Jahren noch viele wünschen, sie hätten die Koffer früher gepackt. Und Urlaub in Deutschland machen, sollte ja auch beim Auswandern möglich sein.
Mit dem Elite Visum ist das alles recht einfach zu handhaben, nur würde ich mich da beeilen, denn wenn es dieses Jahr noch was werden soll denke man an die Bearbeitungszeit. Und der Bath Kurs ist ja auch recht angenehm.
Ich sebst hab das Visum und sage nächstes Jahr erst einmal tschüss.
 
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        #11  
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Member hat gesagt:
Ich sebst hab das Visum und sage nächstes Jahr erst einmal tschüss.

Bin mal gespannt ob aus dem angekündigten Visum für digitale Nomaden/ fest im Ausland Angestellte was cooles wird. Denke mal das wird an Einkommenshöhe geknüpft sein. Aber immerhin soll es nix kosten und 10 Jahre gelten.


Wo in Thailand die wollt ihr eure Zelte aufschlagen?
 
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        #12  
M

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Ich weiß ja nicht was du verdienst, aber die Einkommenssteuer in Thailand ist nicht unerheblich und kann bis zu 37% betragen.
Ohne Arbeitserlaubnis zu arbeiten, kann ich nur dringend davon abraten. Das ging vor 20 Jahren noch, aber ist inzwischen viel zu riskant.
Dann stellt sich die Frage, ob du so einfach eine Arbeitserlaubnis bekommst. Ich hatte immer über die Firma eine Arbeitserlaubnis. Als wir die Firma verkauft haben, hatte ich lukrative Angebote aus Freelancer weiter in Thailand zu arbeiten. Allerdings hat es mir der Arbeitserlaubnis nicht geklappt. Trotz Hilfe eines Anwaltes, der auf Arbeitsrecht spezialisiert war.

Auch brauchst du wohl zusätzliche Versicherungen, da eine deutsche Krankenkasse normal nicht in Thailand zahlt.
 
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        #13  
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Member hat gesagt:
@Idealistic12334 also dein Steuerberater gibt ja komische Ratschläge :))
Wichtig ist, dein gewöhnlicher Aufenthalt ist im Ausland also mehr als die Hälfte des Jahres.
Und deshalb kommt es immer wieder zu Problemen mit dem Finanzamt, weil man sich zu sehr auf die 183 Tage Regelung verlässt.

Lies dir mal den Artikel durch:


„Wer mindestens zwei Jahre auswandert, ist auf der sicheren Seite. Daher ist meine Empfehlung aus der Beratungspraxis, für mindestens 24 Monate auszuwandern.“

Member hat gesagt:
Ich weiß ja nicht was du verdienst, aber die Einkommenssteuer in Thailand ist nicht unerheblich und kann bis zu 37% betragen.
Auslandseinkommen, das nicht im selben Jahr nach Thailand eingeführt wird, ist im Folgejahr steuerfrei, d.h. Im ersten Jahr müsste man vom Ersparten leben, während man seine Einnahmen auf einem Auslandskonto parkt und im zweiten Jahr steuerfrei nach Thailand einführt.

Mit der Arbeitserlaubnis hast du natürlich recht, wobei ich mir da weniger Sorgen mache, weil ich nicht auf dem thailändischen Markt tätig bin und auch keine thailändischen Kunden hab.

Die freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung beläuft sich für gutverdienende Selbstständige auf über 900€ pro Monat.
Dafür kann man sich locker privat im Ausland versichern.
 
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        #14  
M

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Ab dem 01.01.2022 gibt eine neue Regelung der wegzugsbesteuerung
 
 
        #15  
M

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Member hat gesagt:
„Wer mindestens zwei Jahre auswandert, ist auf der sicheren Seite. Daher ist meine Empfehlung aus der Beratungspraxis, für mindestens 24 Monate auszuwandern.“
Hab es überflogen, da steht vieles drin was ich so auch kenne. Das mit den 2 Jahren, naja… wenn ich mich für auswandern entscheide wird das eine Open end Entscheidung und ich habe dann auch nicht vor 180 Tage in D zu sein. Vielleicht mal Weihnachten ein paar Wochen. Wenn ich mich nur für Überwintern entscheide lasse ich meine Firma nat. Hier.
 
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