Nachdem wir uns ausgetobt hatten,gingen wir noch gemeinsam essen. Am nächsten Tag stand die Weiterreise nach Koh Chang an und wenn ich gewusst hätte, was mich dort erwartet, hätte ich Won sofort angeboten mit mir zu kommen. Ich hätte damit meinen kompletten Urlaub auf Koh Chang gerettet, aber leider konnte ich nicht ahnen, wie es dort aktuell in der Barszene aussah, weshalb ich Won nach dem Essen auscheckte. Nach einigen kleinen Besorgungen auf dem Nachtmarkt, packte ich meine Koffer und freute mich auf die Insel.
Trotz dass es mir gesundheitlich deutlich besser ging, störte mein Reizhusten mal wieder die Nachtruhe, weshalb ich am nächsten Morgen recht gerädert aufwachte.
 
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Für meine Taxifahrt nach Koh Chang, hatte ich den gleichen Fahrer bestellt, der mich bereits zur Saha Farm gefahren hatte, weil der etwas günstiger war als das offizielle Angebot und ein bisschen Englisch sprechen konnte. 3000 Baht habe ich insgesamt bezahlt. An den Ständen wollten sie 3400/3500 THB. Mein Fahrer stand überpünktlich vorm Hotel, genaugenommen sogar 30 Minuten. Solche Pünktlichkeit bin ich ja von Thais eigentlich garnicht gewohnt, aber vielleicht hatte er auch Angst, dass ich doch noch mit jemand anderem fahren könnte.
Die Fahrt selbst war angenehm. Wir machten auf dem Weg nur eine kleine Pause, um was zu frühstücken. Michael, der Chef vom Top Resort (meinem Hotel auf Koh Chang) hatte mir zuvor per E-Mail geschrieben, wir sollen nicht nach Trat fahren, weil das ein Umweg wäre. Er empfahl mir die Fähre am Pier von "Ao Tammachart". Ich gab das genau so an meinen Fahrer weiter und der wusste auch sofort bescheid.
 
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Insgesamt hat die Fahrt, grob über den Daumen gepeilt, knappe 4 Stunden gedauert, dann kam ich an der besagten Fähre an. Leider habe ich mich am Pier abziehen lassen, was den Transfer von der Anlegestelle bis zum Hotel angeht. Eigentlich wollte ich mich erst auf der anderen Seite nach einem Taxi umsehen, aber die Frau vom Touristikstand, hat mich völlig verunsichert. Sie sagte mir, dass da drüben derzeit keine Taxis auf Abruf stehen würden, sondern nur gegen Buchung. Sie wollte sagenhafte 800 Baht für die 5-10 Minuten Transfer zum Hotel. Ich lehnte mit heftigem Kopfschütteln ab, woraufhin sie mir damit Angst mache, ich dürfe mich dann aber nicht wundern, wenn ich samt Koffer allein in der brennenden Sonne herumstehen würde. Mir war klar, dass das vermutlich ein Trick war, um mich abzuziehen, aber ich hatte Restzweifel. Was wenn auf der anderen Seite wirklich keine Taxis stehen? Ich wollte den Preis drücken, aber die Dame lies nicht mit sich reden. Zweimal bin ich sogar vom Schalter weggelaufen, hab kurz gewartet, um dann erneut zu verhandeln. Nichts, aber auch wirklich garnichts zu machen. "Official Price Mister!" Die hat mich so lange kirre gemacht, bis ich die verfluchten 800 Baht widerwillig auf den Tisch gelegt habe. Danach hätte sie mir natürlich gerne noch ein Hotel mit auf's Auge gedrückt, aber da hatte sie Pech. Da merkte ich schon so leicht, woher hier der Wind wehte.

Lange musste ich auf das Ablegen der Fähre nicht warten, denn bereits nach 15 Minuten war es soweit. Kurz nachdem ich auf der Fähre war, stand ich vor dem nächsten Problem. Die untere Etage war für Autos vorgesehen. Um auf die Personenetage zu kommen, musste man zwei sehr steile Treppen rauf, ich hatte aber einen riesigen Koffer dabei und nochmal eine Sporttasche um den Hals, prall gefüllt mit Elektronik. Dem Wachmann war das wurscht, der wollte mich nur von unten verscheuchen, also musste ich irgendwie mit meinem ganzen Gepäck diese Treppen hoch. Geholfen hat mir dabei niemand. Ich kann euch sagen, das war kein Spaß! Stufe für Stufe habe ich den mehr als 30KG schweren Koffer hochgehievt, während ich die Sporttasche auf dem Rücken festgeklemmt hat. Alles glotzte, aber keiner kam mal auf die Idee zu helfen. Natürlich musste ich mit dem ganzen Zeug auch wieder runter, indem ich den Koffer Stufe für Stufe fallen lies und dabei immer aufpassen musste, dass sich das ganze Dinge nicht verabschiedete und alleine die Treppen runtersauste. Vor meinem geistigen Auge, sah ich den Inhalt schon überall verstreut, aber es ging alles gut.




 
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Die Überfahrt selbst, dauerte gefühlte 10 -15 Minuten. Tatsächlich waren auf der anderen Seite, zu diesem Zeitpunkt, keinerlei Taxis zu sehen, außer dem das ich zuvor reserviert hatte. Ich hätte in der Tat ohne Taxi dagestanden. Es könnte natürlich daran gelegen haben, dass ich der Letzte war, der die Fähre verließ, weil ich ja meinen Koffer erst nach unten zerren musste. Irgendwie roch das alles schon nach Abzocke. Für die utopischen 800 Baht hätte ich wenigstens ne Privattaxe erwartet, aber es war ein Sammelbus. Zum Glück saß da außer mir nur ein älteres Pärchen drin und ich wurde zuerst abgeliefert.
 
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Bereits während der Fahrt zum Hotel, schlug mich die Insel in ihren Bann. Überall Hügel und Dschungel, wie ich es bisher noch nie gesehen hatte. Wir fuhren auf und ab. Die Strasse wirkte wie eine Schneise, die man in den Dschungel geschlagen hatte. Landschaftlich, einfach nur geil! Die Insel wurde erst in den frühen 80ern für den Tourismus freigegeben und war zuvor in Hand es thailändischen Militärs. Andernfalls wäre hier sicherlich auch schon alles gerodet und zubetoniert, wie es Heute auf Phuket der Fall ist, aber dieses Schicksal blieb Koh Chang bisher erspart.
 
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In weniger als 10 Minuten kam ich am Top Resort an. Die Anlage sieht aus wie aus einem Bilderbuch. Nachdem ich mich erstmal in meinem Garden Bungalow ausgebreitet hatte, setzte ich mich auf meine Terrasse und kam in's Schwärmen. Das ist wirklich der Stoff aus dem meine feuchtesten Träume gemacht sind. Alles was mir jetzt noch zu meinem perfekten Glück fehlte, das waren geile Weiber. Zuerst wollte ich mich mal mit der Umgebung vertraut machen, solange es noch hell war, also sah ich mich etwas um.
 
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Sofort in's Auge gesprungen, ist mir das Publikum auf Koh Chang. Ich will nicht gehässig werden, aber der Mainstream hier, setzt sich zum einen Teil aus einer leicht versnobt-dekadenten Gesellschaft zusammen und zum anderen Teil aus Backpackern, um's mal nett auszudrücken. Meine Klientel war zwar auch vor Ort, aber doch eher in geringer Ausprägung und das wundert mich ehrlich gesagt garnicht. Gestört hat mich das alles nicht, denn ist der Ruf erst ruiniert...

Nach ein paar hundert Metern hatte ich das Barcenter von Koh Chang erreicht. Es handelte sich um eine Handvoll Bars, die aber um diese Uhrzeit freilich noch nicht besetzt waren. Die Anzahl der Bars, hat mich sogar positiv überrascht, denn ich rechnete mit weitaus weniger. Für die Insel hatte ich mir extra vorgenommen mir über die komplette Dauer ne Longtime zuzulegen und ausnahmsweise mal nicht zu wechseln. Mir war klar, dass die Auswahl hier nicht so groß ist, aber sie sollte doch groß genug sein, um ne schnuckelige Longtime zu finden - dachte ich zumindest!
Zu dieser Tageszeit, sah ich allerdings nur die leeren Bars und konnte das noch nicht beurteilen. Da ich mittlerweile Hunger hatte, mussten erstmal ein paar Wurstspieße aus der Garküche herhalten. In der Pharmacy neben dem Hotel bekam ich dann auch endlich hustenstillende Tabletten, was meiner Qual ein Ende bereitete. Ich hatte lediglich etwas Bedenken, weil die Dinger Codein beinhalten, das sich nicht sonderlich gut mit Alkohol verträgt, aber da war jetzt nichts zu machen. Weiterhusten war keine Alternative. Im Anschluss hab ich mir's noch ein bisschen im Bungalow gemütlich gemacht, während ich auf das Erscheinen der Säufersonne wartete.
 
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So ca. um 20:30 fing ich damit an mich für den Abend fertig zu machen. Ich war schon richtig gespannt, was mich da erwartete, schließlich war das mein erster Besuch auf Koh Chang und da bin ich immer etwas nervös, in freudiger Erwartung. Eine halbe Stunde später, bin ich raus auf die Piste. Showtime!
 
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Bevor ich jetzt hier gleich vom Leder ziehe, möchte ich direkt eine Sache ausräumen. Mindestens zwei Leute aus der Forenwelt, auf deren Wort ich wirklich etwas gebe, haben von guten Girls und jeder Menge Spaß auf Koh Chang berichtet und ich würde meine Hand dafür in's Feuer legen, dass die keinen Bullshit erzählen. Die meisten werden sie kennen, die Rede ist von Shovel und Grubert. Ich schließe daraus, dass ich zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war. Die Barszene von Koh Chang muss also schonmal bessere Zeiten gesehen haben, aber als ich dort war, sah die Lage nicht wirklich rosig aus und ich will euch das auch gerne näher schildern.

Innerhalb von wenigen Minuten hatte ich das Barcenter erreicht und stellte sofort fest, dass die Bars überwiegend leer waren, bei gleichzeitig vielen Falangs. Absolut fatal, wenn man bedenkt, dass es nicht allzuviele Bars sind. Nach gut 5-10 Minuten, hatte ich alle Mädels gesehen und die Bilanz war grausig. Überwiegend Vogelscheuchen, ein paar mittelmäßige Girls und exakt zwei, ja zwei, gutaussehende Frauen, von denen die eine bereits gebarfined war. Was ihr im Folgenden zu sehen bekommt, ist ausschließlich die Championsleague der Bargirlszene auf Koh Chang, zum Zeitpunkt meines Urlaubs. Wie die anderen aussahen, glaubt mir, das wollt ihr nicht wissen. Wie gesagt, zwei gutaussehende Frauen gab es und da an der einen bereits jemand rumschlabberte, blieb mir nicht mehr viel Auswahl. Das andere Girl wiederum, stellte sich als extrem arrogant heraus. Die wusste ganz genau, dass sie die hübscheste Frau hier war und das hat sie mir im O-Ton so auch selbst gesagt. Vermutlich hat sie deshalb auch locker reagiert, als ich nach einer Weile wieder weitergezogen bin. Die wusste sowieso, dass ich keine andere finde und zurückkomme und so war's leider auch.

Bei einer anderen Dame, bei der ich, aus Mangel an Alternativen, ebenfalls zweimal saß, hatte ich mich sogar richtig geärgert. Die war gelangweilt und hatte null Bock, Als ich sie nach 20 Minuten noch nicht gebarfined hatte, schaute sie mich fordernd an und fragte in harschem Ton: "Barfine, yes or no?" Als ich darauf mit einem "slowly" antwortete, wurde sie laut und brüllte regelrecht "YES OR NO!!!" und schlug dabei mit der flachen Hand auf den Tisch. Hallo? Hackt's oder was? Wo bin ich denn hier gelandet? Im selben Ton erwiderte ich ein "NO" und schlug dabei ebenfalls auf den Tisch. Es handelt sich hierbei übrigens um das Mädel auf dem allerersten Bild dieses Posts. Ich bezahlte und ging. Bitte, die sah ja noch nichtmal gut aus und dann auch noch so frech! Wo ich danach gestrandet bin, dass könnt ihr euch denken, nämlich bei der hübschen, aber arroganten Tussi.
 
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Ich hatte mir mittlerweile echt gut einen angesoffen, in der Hoffnung mir die Weiber schöntrinken zu können, aber das hat nicht geklappt. Aus der puren Verzweiflung heraus, kehrte ich zu der arroganten Trulla zurück, weil das wirklich die einzige hübsche Frau am Platz war, die zur Verfügung stand. Ich schwöre euch, die wäre bei jedem normalen Bewerbungsgespräch an einem anderen Spot sofort durchgefallen, aber hier hatte ich keine andere Wahl, wenn ich nicht unbedingt einen Schrubber im Bett wollte. Sowas wie gegenseitige Sympathie gab es eher nicht. Es war von Anfang an eine Notlösung, um halbwegs den Abend zu retten. Zumindest fand ich sie attraktiv und ab einem gewissen Zeitpunkt, sah es auch fast so aus, als könnte es doch funktionieren (kann auch am Alkoholspiegel gelegen haben). Wenn ich mich recht entsinne, war ihr name Ploi, aber nagelt mich nicht fest, denn ich hatte wirklich gut getankt.
 
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