Am Top Resort selbst, gibt es keinen Strand, aber das ist absolut kein Problem, denn wenn man ein paar hundert Meter die Strasse am White Sands Beach entlang läuft, kann man kostenlos durch andere Hotels Zugang zum Strand bekommen. Hinter der Anlage des Top Resorts befindet sich allerdings eine kleine Treppe, die zu einem kleinen Kiesstrand führt. Die Aussicht ist einfach nur genial. Man kommt sich vor wie in einem Film.
 
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Es war wieder Abend und ich beschloss diesmal bereits um 20:00 Uhr auf Tour zu gehen, im Falle eines Falles, dass da doch noch irgendwo ein hübsches Girl zu haben war. Man muss auf Koh Chang früh raus, sonst hat man noch schlechtere Karten, als ohnehin schon.

Ich klapperte alle Bars doppelt und dreifach ab. Keine Chance, dass ich eine von diesen Scheusslichkeiten auslöse. Eine völlig neue und unliebsame Erfahrung: durch die überschaubare Anzahl Girls, wusste jeder, wen ich am Vorabend gepimpert hatte. Überall wurde mein Name gerufen, auch von den Girls, bei denen ich nie gesessen hatte. Sobald ich mich irgendwo hinsetzte, wurde ich gefragt, wieso ich nicht bei meinem "Girlfriend" sei. Das erinnerte mich an meine früheste Teenagerzeit, als ich im hintersten, pfälzischen Bauernkaff an irgendwelchen Mädels rumschraubte. Dort machte auch alles gleich die Runde. Ich hatte fast schon ein Dejavu.

Ich hab euch ja erzählt, dass ich am Vortag genau zwei gutaussehende Mädels erspäht hatte, die eine aber bereits ausgelöst war. Jedes Mal, wenn ich an dieser Bar vorbeikam, hab ich nach ihr gesehen, in der Hoffnung, dass sie diesen Abend frei war. Alternativ ist mir nichts mehr eingefallen. Nach unzähligen Runden um das Barcenter, war sie plötzlich da, saß alleine rum und winkte mir zu. Ich freute mich wie blöd, denn das hätte die Wende auf Koh Chang sein können. Wenn die was gewesen wäre, ich hätte sie behalten bis zur Abreise. Dafür gab es wirklich nur einen Grund: ich hatte keine andere Wahl!
Sie stellte sich mir als Jen vor. Während wir da an der Bar saßen und uns unterhielten, merkte ich bereits, wo ich bei ihr dran war. Sie hatte eine unglaublich unterkühlte, desinteressierte und gelangweilte Art, aber mir blieb nichts anderes übrig, als sie mir trotzdem warm zu halten. Die Fratzen von den anderen Bars hatte ich immer im Hinterkopf, was meine Ansprüche an Jen gegen Null tendieren lies. Im Prinzip hätte sie nicht viel tun müssen, um mich zufriedenzustellen, doch ich konnte ja nicht ahnen wie sie drauf war. Immer wieder blitzte bei ihr eine unglaublich professionelle, abgeklärte Art durch, die mich stutzen lies. Ich fragte, ob sie mit mir in die Sabay Bar gehen wolle. Die Antwort: "BORING, i don't like!" Auf alle meine Fragen bekam ich immer genau diese Antwort. Die wollte garnichts! Irgendwann habe ich sie ausgelöst. Es war eine reine Verzweiflungstat. Eigentlich bin ich ziemlich anspruchsvoll, aber an diesem Punkt, gab es für mich nur zwei Möglichkeiten: den Abend alleine verbringen und mir einen runterholen, oder dieses abgebrühte Stück mitnehmen.

Jen war ein Paradebeispiel in Sachen "verlogene Bargirls". Alles was aus ihrem Mund kam, war gequirlte Scheisse³. Sowas verlogenes wie die, hab ich auch noch nicht erlebt. Bevor ich euch ihren ganzen Nonsens an den Kopf klatsche, möchte ich euch wissen lassen, was hier wirklich abging. Die Wahrheit ist ganz einfach. Die gute Jen sammelt Shorttimes und zwar massenweise Shorttimes. Von allen Girls, die derzeit auf Koh Chang arbeiten, ist sie mit Abstand das hübscheste und das ist ihr Arbeitskapital. Die fertigt jeden Abend mehrere Customer ab und muss ein regelrechtes Netzwerk von Idioten an der Hand haben, die ihr Geld schicken. Wieso ich das weiß, erfahrt ihr im weiteren Bericht.

Mit gewissen Tricks arbeiten alle Bargirls. Manche tricksen gut, bei anderen ist es offensichtlich. Jen zog das ganze Verarschungsregister, inszenierte das aber so schlecht, dass eigentlich jeder Volldepp durchsteigen müsste. Da sie nirgends mit mir hin wollte, sind wir direkt in's Hotel. Nach der miserablen Nummer, offenbarte sie mir, dass sie leider nicht Longtime bei mir bleiben könne, obwohl sie mir genau das an der Bar zuvor felsenfest versprochen hatte. Mindestens dreimal hatte ich gefragt, ob sie auch bei mir bleibe, weil ich an den Strand mit ihr möchte. Ich wurde stinkig und fühlte mich verhohnepiepelt. Als sie das bemerkte, holte sie ihr imaginäres Märchenbuch heraus und fing an mir ein paar Geschichten zu erzählen.

Sie erzählte mir, dass sie Koh Chang nicht ausstehen könne und ihren Job auch nicht. Jeden Tag, wäre es immer nur das gleiche und sie möchte nicht mehr mit Falangs mitgehen. Sie mache diesen Job nur, weil sie jeden Monat mindestens 20.000 Baht an ihre Familie schicken müsse. Die Mutter und der Wasserbüffel wären krank, der kleine Bruder hätte nichts zu essen usw.
Als ich mir daraufhin die Bemerkung erlaubte, was das damit zu tun habe, dass sie nicht Longtime mit mir zusammenbleiben könne, schaltete sie sofort in einen anderen Modus. Sie hatte mal einen "Boyfriend" aus England, mit dem war sie drei Wochen zusammen. Als er bereits weg war, stellte sie fest, dass sie schwanger war, aber der Typ meldete sich nicht mehr. Das Kind musste abgetrieben werden, auf ihre Kosten. Niemals mehr, wolle sie mit einem Farang Longtime zusammen bleiben. Dann fing sie an mir Honig um's Maul zu schmieren. Ich wäre ja so ein lieber Kerl und wenn ich der Vater ihres Kindes wäre, hätte ich bestimmt für sie gesorgt. Ich hakte nach, wieso sie nicht bei mir bleibe, wenn ich denn so nett bin. Das ginge nicht, sie müsse morgen nach Hause, zu ihrer Familie. Sie wolle hier keinen Tag mehr länger bleiben, müsse die Insel noch heute Nacht verlassen und möchte nie wieder als Bargirl arbeiten. Sie müsse jetzt los, um noch ihren Flieger zu bekommen. Der Flieger hatte aber noch Zeit genug, um mir ihre kompletten Internetdaten zu notieren mit den Worten: "You can chat with me. If you like me, please send me some money for my family". Ich hab ihr die Kohle für ST in die Hand gedrückt und die Tür zugeschlagen.

Wie dreist kann man denn eigentlich sein? Hielt die mich für total dämlich, oder was? Als ich später nochmal eine Runde beim Barcenter drehte, hing sie bereits am nächsten Kunden dran und zog ihre Show ab. Ich war an diesem Tag weder ihr erster, noch ihr letzter Kunde. Leider war das nicht die letzte Begegnung mit Jen in diesem Urlaub. Richtig interessant, wurde es erst am folgenden Tag, aber dazu später. Ich bin danach frustriert zu Bett, in vollem Bewusstsein, wie schön dieser Ausflug nach Koh Chang hätte sein können und wie beschissen er verlief.
 
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na dann hoffen wir mal, dass santos nicht das gleiche schicksal ereilt...

nach seinem fulminanten start als newbee wäre so eine entäuschung gegen ende des urlaubs ja schon etwas frustierend.

micky
Ich wüsste nicht, wie es ihm bei der Girl-Auswahl dort anders ergangen sein soll. Es kommt natürlich auch darauf an, wieviele Ansprüche man an die Optik hat, aber viel darf es auf Koh Chang derzeit echt nicht sein. :hehe:
Die Wahrscheinlichkeit, dass er bei den beiden Mädels gelandet ist, die auch hatte, ist hoch.
 


Hallo Larry,
ich lese mit Begeisterung Deinen Bericht.
Danke! :)


Wenngleich ich mich nur wegen des Optikficks nicht so zum "Hanswurst" machen lassen würde, aber jedem das Seine.
Das sehe ich gänzlich anders, denn erstens konnte bei dem Angebot auf Koh Chang von "Optikfick" sowieso keine Rede sein und zweitens bin ich kein Optikficker! Du hast die Krähen, die ich verschmäht habe, ja garnicht erst gesehen, weil ich darauf verzichtet habe, diese zu fotografieren. Zum "Hanswurst" macht man sich eh nur beim Kaspern und dagegen bin ich resistent! :hehe:


Dann lieber mal ne Nacht alleine Schlafen oder mal das "Äussere" aussen vor lassen.
Sehe ich auch anders, denn in einem 14-tägigen Urlaub, wo die Zeit knapp bemessen ist, kann mir kaum etwas Schlimmeres passieren, als alleine zu schlafen. Es gibt nichts beschisseneres, als "5 gegen Willy zu spielen", wenn man in einem Land wie Thailand unterwegs ist. Besser eine schlechte Shorttime, als gar kein Sex!

Bei mir entscheidet sowieso eher die Sympatie !!!:yes:
Da stimme ich Dir zu, wobei das noch lange nicht heißt, dass mir die Optik deshalb völlig Banane wäre. Ich muss das Mädel schon ein bisschen attraktiv finden, ansonsten hilft alle Sympathie der Welt nix.
 
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Da ich am folgenden Tag eh nichts Besseres zu tun hatte, entschloss ich mich dazu einem der Wasserfälle einen Besuch abzustatten. Ich schnappte mir ein Taxi und düste damit zum Klong Phlu Wasserfall. In weniger als 10 Minuten war ich dort. Es überraschte mich, dass ich für 200 Baht ein Ticket kaufen musste, denn schließlich wurde einem ja nichts geboten. Da ich eh schon hier war und sowieso für das Taxi gelöhnt hatte, bezahlte ich widerwillig, aber Verständnis habe ich dafür wenig.

Nach dem Ticketschalter ging es dann auch direkt in den Dschungel. Der Anfang des Weges war unbeschwerlich, aber umso weiter ich lief, umso mühsamer wurde die Sache. Über Stock und Stein musste man klettern. Leider hatte ich mir ausgerechnet auch noch einen sehr heißen Tag ausgesucht und unter dem dichten Blätterdach staute sich die Hitze extrem. Auf halbem Weg wurde mir wirklich schwindelig. Ich war auch nicht sonderlich gut in Form, denn die vielen durchzechten Nächte saßen mir noch in den Knochen, aber ich hatte den Ehrgeiz es bis zum Wasserfall zu schaffen. Stück für Stück quälte ich mich voran, während mir die brutale Hitze echt zu schaffen machte. Als ich endlich ankam, war ich erleichtert. Gelohnt hatte es sich zwar nicht wirklich, aber zumindest habe ich es durchgezogen. Der Rückweg wurde dann zur richtigen Tortour. Völlig ausgetrocknet bin ich aus dem Dschungel gestolpert und hab mir erstmal ne Cola an einem Stand geholt. Zurück am Hotel, bin ich gleich in den Supermarkt und besorgte mir fünf 0,5 Liter Flaschen Gatorade und hab die hintereinander abgepumpt. Kaum lag ich auf meinem Bett, bin ich direkt eingepennt.
 
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An diesem Tag gab es keinen Strom auf der kompletten Insel. Dieser wurde auf Grund von Bauarbeiten abgestellt, aber um 17:00 Uhr sollten wir wieder planmäßig Saft haben. Dem war auch so, nur nicht wirklich lange. Eine Stunde später gab es einen Stromausfall und niemand wusste bescheid was da los war. Da wir auch nicht wussten wann wir wieder Strom haben werden und die Möglichkeit bestand, dass er die ganze Nacht weg blieb, musste ich unbedingt Kerzen im 7-Eleven besorgen. Da es mittlerweile stockfinster war und man die Hand nicht vor Augen sah, irrte ich mit einem Feuerzeug durch den Bungalow und suchte meine Kleidung zusammen. Eine gute Sache hatte das Ganze ja: als ich am Barcenter vorbeilief, musste ich die hässlichen Chicks diesmal nicht sehen. Auch auf der Strasse war es stockdunkel. Im 7-Eleven, der ein Notaggregat laufen hatte, kam es zu einem Menscheandrang. Alle wollten Kerzen kaufen und ich konnte gerade noch so das letzte Päckchen erwischen. Kurz nachdem ich wieder auf der Strasse war, ging der Strom wieder an. Überall hörte man die Leute erleichtert aufatmen. Die Freude hat nur nicht lange angedauert, denn plötzlich standen wir wieder im Dunkeln. Der zweite Stromausfall war allerdings auch nur von kurzer Dauer, so dass ich auf dem Rückweg Jen an ihrer Bar sah, die gerade einem Customer die Zunge in den Hals steckte. Na, hat wirklich jemand geglaubt sie würde nachts abreisen?

Das Barcenter an diesem Abend ein weiteres Mal aufzusuchen, war ein sinnloses Unterfangen, weshalb ich mich dazu entschloss es direkt in der Sabay Bar mit Freelancern zu versuchen. Es war eine lange, lange Nacht. Noch bevor die Disco öffnete, saß ich am Strand, zwischen den ganzen Pärchen und hätte mich am liebsten selbst geohrfeigt. Viele Stunden tingelte ich später in der Bar umher und wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass da gleich ein hübsches Girl zur Tür herein kommt. Frustsaufen war angesagt und so bedüdelte ich mich mit unzähligen Heinekens. Als wäre mein Abend nicht schon beschissen genug gewesen, baggerte mich dann auch noch eine dicke Schwedin an, die ich mir schleunigst vom Hals schaffte. Irgendwann stand ich beim Rauchen vor der Tür und kam mit einem älteren Deutschen in's Gespräch, der mir allen Ernstes Moralpredigten halten wollte. Er fragte mich, warum ich denn nach Thailand fliege. Meine Antwort: ich mag das Land und die Frauen! Daraufhin wollte er mich davon überzeugen, dass ich das nicht nötig habe und auch zu Hause gute Frauen finden könne, ohne dass ich dafür bezahlen muss. Oh Mann, oh Mann, oh Mann! Es hatte sich wohl alles gegen mich verschworen. Wie gut, dass ich solche Situationen mit Humor und Selbstironie nehme. Irgendwann war das halbe Barcenter in der Sabay Bar und ich wurde überall mit meinem Namen gegrüsst. White Sands Beach, kann man am besten mit einem Dorf vergleichen und davon hatte ich die Nase mittlerweile gestrichen voll.

Die gute Jen war bereits recht früh anwesend, wurde sofort von einem Falang angeschwatzt und verschwand mit ihm. Nach ca. einer Stunde war sie wieder da und das Spiel begann von vorne. Mit mindestens drei Customern ist sie, allein während der Zeit in der Sabay Bar, verschwunden. Ich möchte garnicht wissen wie viele Shorttimes die am Tag durchzieht und was die den Jungs für einen Dummfug erzählt. Vermutlich das gleiche wie mir, nur dass ich es von Anfang an nicht geglaubt habe. Warum ich euch das erzähle? Ich erzähle euch das, weil ich weiß, dass es unter uns jede Menge Leute gibt, die auf solche Lügen reinfallen. Es wäre naiv zu glauben, hier irgendwen wachrütteln zu können, der sowieso nicht geweckt werden will, aber vielleicht denkt der ein oder andere ja doch ein bisschen drüber nach. Es mag Ausnahmen unter den Bargirls geben, aber ich denke es verhält sich mit ihnen so ähnlich wie mit dem Yeti: viele wollen ihn schon gesehen haben, keiner kann's beweisen!
Man kann natürlich an die "Eine" glauben, die anders ist, aber für mich ist das so, als würde man vom "Baiyoke Tower" springen und hoffen, dass die Schwerkraft ausbleibt. Das ist natürlich nur meine persönliche, völlig subjektive Meinung.

Bis kurz vor 05:00 Uhr war ich in der Sabay Bar und das von 22:00 Uhr ab. Meine Augen kreisten durch den Raum und ich wollte mich nicht damit abfinden, dass die Sache hier gelaufen war. Ich hab so lange rum gemacht, bis es plötzlich zu einer Schlägerei kam. Zuerst habe ich mir nichts dabei gedacht, denn mir sind schon einige Keilereien in Discos untergekommen. Erst als das Licht anging und die Menschenmenge schreiend nach draußen stürmte, wurde mir bewusst dass hier etwas nicht stimmte und dann sah ich es auch schon. Mehrere Thais malträtierten sich gegenseitig mit Schlagstöcken. Blut spritzte. Die Security ging dazischen und bekam auch kräftig was ab. Als einer der letzten Besucher versuchte ich mich an dem Menschenknäuel vorbei durch die Tür zu drücken, ohne dabei zwischen die Fronten zu geraten. Draußen wuselten die Menschen über die Strandfläche und raus auf die Strasse, während die Prügelei dicht hinter mir statt fand und immer näher kam. Als ich das gesehen habe, gab ich auch Fersengeld. Von der Strasse aus, konnte man in den Eingang linsen, wo ich den Rest der Schlägerei beobachten konnte. Viel wichtiger aber war mir, wo die ganzen Weiber hinrannten. Jetzt hatte ich so lange ausgeharrt und wäre sogar bereit gewesen ein unterdurchschnittliches Girl mitzunehmen und dann das! Kurz später sah man ein Thaigirl, dass einen blutüberströmten Typen zur Tür herausschleppte und dabei hysterisch kreischte. Dem Kerl fehlten ein paar Zähne und so richtig ansprechbar, war er auch nicht mehr. Als ich da noch verdutzt rumstand, kam ein Typ zu mir un erklärte mir auf Englisch, dass er hier auf der Insel wohne und ich sofort meinen Arsch hier wegschaffen soll, denn die kämen gleich mit Schusswaffen zurück. Als er mein ungläubiges Gesicht sah, erzählte er mir, dass dies ein Bandenkrieg wäre und die unterlegene Gang nicht selten mit Ballermännern zurückkäme, um die Ehre wieder herzustellen. Das würde hier öfters passieren. Ok, jetzt reichte es mir endgültig! Ich schnappte mir ein Taxi und machte mich schnellstmöglich aus dem Staub. Dieser Abend war meine letzte Chance, um mir ein nettes Mädel für den Strand zu suchen. Nun war in Sachen Koh Chang wirklich alles den Bach runter...
 
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weil sie anscheined deine Reservierung vergaß wollte sie sich damit die Rechnung ausgleichen....
Ich denke auch, dass es sowas in der Art war. Da wurde vertuscht, dass die Reservierung hopps gegangen ist und damit das nicht auffällt, wollte man mir die Roomrate für das gebuchte Zimmer berechnen und nicht für das kleine, in dem ich eigentlich einquartiert war.
 


Da mir am nächsten Tag kaum etwas anderes übrig blieb, als mich mit mir selbst zu beschäftigen, bin ich mit meinen beiden imaginären Freundinnen an den Strand gefahren. Die Szenerie war einfach nur traumhaft. Der Strand bietet durch kleine Bäume und Palmen viel Schatten, im Hintergrund thronen Dschungelbergige erhaben in den Himmel, das Wasser ist glasklar und über die komplette Strecke des White Sand Beachs, gibt es unzählige kleine Strandrestaurants, die Gemütlichkeit ausstrahlen. Koh Chang hat auch ruhigere Strände als den White Sand Beach zu bieten, aber ich mochte es genau so, wie es dort war. Die Zahl der Strandbesucher war überschaubar und genau nach meinem Geschmack. Hätte Koh Chang die Barszene von Phuket, dann wäre das glatt meine Lieblingsdestination Nummero Uno, doch leider war ich ja allein unterwegs und da macht einem auch die schönste Insel keinen Spaß. In meiner damaligen Situation, empfand ich die Schönheit dieses Fleckchen Erdes sogar als blanken Hohn. Ich überlegte mir, wie es wohl gewesen wäre, wenn ich ein nettes Mädel aus Patty hier her geschleppt hätte, gleichzeitig fröstelte es mich aber auch schon wieder bei dem Gedanken, dass ich dann Minimum 5-6 Tage mit ihr hätte verbringen müssen. Eine lange Zeit, gemessen an einem kurzen Urlaub. Ich kann mich mit diesem Gedanken wirklich nur schlecht anfreunden.
 
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