Da sieht es einer genau wie ich.
Robert Lewandowski hat in acht Jahren beim FC Bayern 344 Tore erzielt, acht Meisterschaften, drei DFB-Pokale und einmal die Champions League gewonnen. Er wurde sechsmal Bundesliga-Torschützenkönig und sogar Weltfußballer. Lewandowski ist einer der verdientesten Spieler in der Geschichte des deutschen Rekordmeisters. Und nun möchte dieser 33-jährige Vereinsheld zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues erleben – und bekommt die Chance dazu bei einem anderen Weltverein: dem FCBarcelona.
So einem Fußballer legt man in dieser Situation doch keine Steine in den Weg, sondern sagt: "Es ist so weit." Dann rollst du ihm den roten Teppich aus und bedankst dich für die tolle gemeinsame Zeit. Die Bayern-Bosse aber machen das nicht, sondern stellen die eigenen Belange in den Vordergrund. Das ist nicht fair. Und deshalb wiederum ist Lewandowskis Drängen auf einen sofortigen Wechsel nur die logische Konsequenz.
Es waren doch gerade sie, die Klubverantwortlichen, die zuvor mit ihrem zögerlichen Handeln Lewandowski zum Nachdenken gebracht haben. Der Pole wollte in München einen neuen, langfristigen Vertrag haben, der wurde ihm nicht angeboten. In Barcelona hingegen soll er einen Dreijahreskontrakt unterschreiben. (Robert Hiersemann)