Ist nicht komplett falsch, aber du bist schon bei einem fortgeschrittenem Thema. Bei den meisten fehlen eben schon die Grundlagen.
Es hört sich simpel an, ist aber nicht falsch wenn man sagt Kalorien die beim Essen rein kommen müssen weniger sein als was man verbraucht um ab zu nehmen. Wenn du zu viele Kalorien zu dir nimmst, egal wie, auch mit MCT Öl, dann wirst du nicht abnehmen.
Wenn ich sage, dass eine Platitude wie
"man muss nur weniger Kalorien aufnehmen als man verbraucht" dem Thema nicht gerecht wird, dann heisst das nicht, dass der Satz falsch waere. Das ist er nicht, aber ohne den richtigen Kontext wird er faelschlich als Loesungsweg zum Abnehmen verstanden. Die Abnehmwilligen fangen an, die Kalorien zu zaehlen, die sie aufnehmen und verbrauchen, und nehmen an, dass sie nur ein Kaloriendefizit erreichen muessen und schon verschwindet das Bauchfett. Das ist aber nicht so! Deshalb halte diesen Satz nicht fuer hilfreich, obwohl er stimmt.
Warum wird denn das Thema "Abnehmen" immer wieder diskutiert? Weil die Leute noch nie gehoert haben, dass sie zum Abnehmen ein Kaloriendefizit erreichen muessen? Ernsthaft? Oder weil sie es so noch nie versucht haben? Oder dass sie nicht die noetige Disziplin und Willenskraft aufbringen? Ich glaube eher, dass viele schon versucht haben, mittels Kaloriendefizit abzunehmen und sie es nicht nachhaltig geschafft haben, trotz Disiplin und Willenskraft. Deshalb muss man das Thema differenzierter angehen. Man muss erst einmal verstehen, dass man sowohl Muskelmasse als auch Fettmasse abnehmen kann, und vor allem welche Umstaende entscheiden, ob man Fett oder Muskeln verstoffwechselt. Sich hinzustellen und zu erklaeren
"du machst es damit nur unnoetig kompliziert" ist Quatsch.
Wenn ein stark Uebergewichtiger, der bisher fast jede wache Stunde irgend etwas gegessen hatte, mit dem Intervalfasten anfaengt, dann fehlt dem spaetestens nach 12 Stunden jede Energie. Das ist eigentlich paradox, denn er hat doch viel mehr Energie in seinem Bauchfett gespeichert, als ein Normalgewichtiger. Sein Problem ist, dass er nicht an diese Energie herankommt, weil sein Fettstoffwechsel gestoert ist. Diesen Fettstoffwechsel zu aktivieren ist der Ansatz! Der Fokus auf die Kalorienbilanz bringt da gar nichts. Aber sobald die Fettverbrennung wieder funktioniert, hat der Abnehmwillige auch in der Fastenphase mehr Energie und der wird deshalb von selbst weniger essen als vorher, denn er braucht das Essen als Energielieferand nicht mehr in dem Masse wie frueher.
Ich habe das alles am eigenen Leib erfahren. Ich weiss zwar nicht mehr genau, wo mein maximaler BMI lag, wahrscheinlich bei 32. Solange ich gearbeitet hatte, bekam ich den auf 30 runter, aber nicht weiter. Dann ging ich in den Ruhestand, ich konnte all die stressigen Arbeits-Projekte vergessen und hatte jetzt nur noch ein Ruhestands-Projekt: Gesund werden und abnehmen. Mein Kardiologe hatte mir dann Invalfasten empfohlen und erklaert, dass es darum geht, den Insulinspiegel moeglichst lange in den Keller zu treiben. Wenn man dann noch koerperlich aktiv wird, wenn alle Glykogenspeicher leer sind, setzt die Fettverbrennung noch staerker ein.. Als Ruhestaendler kann man das durchstehen, aber fuer einen Beruftaetigen ist das wahnsinnig schwer, denn gerade zum Ende der Fastenphasen hat man doch sehr wenig Energie, insbesondere wenn man gerade erst mit dem Inetervalfasten begonnen hat. Ich habe meinen BMI im Laufe der Zeit unter 25 druecken koennen, ohne dabei Kalorien gezaehlt zu haben. Ich weiss bis heute nicht wie meine Kalorienbilanz aussieht. Ich konnte auf der Waage und beim Messen des Bauchumfangs sehen, ob und wo ich abnehme.
Durch zwischenzeitliche Immobilitaet habe ich wieder etwas zugenommen (immer noch im Normalbereich) und habe jetzt wieder mit Intervalfasten angefangen. Im Unterschied zu vorher habe ich mich zur metabolischen Flexibilitaet informiert und von der Rolle der Ketone bei der Fettverbrennung erfahren. Dann habe ich angefangen mit MCT-Oel als Quelle fuer Ketone zu experimentieren. Nach anfaenglichen Problemen wie leichten Magenbeschwerden und leichtem Grummeln im Gedaerm habe ich mich inzwischen an MCT-Oel gewoehnt und nutze es jetzt regelmaessig beim Intervalfasten. Das MCT-Oel bringt mir wesentliche Vorteile gegenueber frueher. Sobald ich ein laenger andauerndes Hungergefuehl oder einfach nur Energiemangel habe, nehme ich einen Teeloeffel MCT-Oel und die Symptome sind kurz- und mittelfristig weg. Ich nehme zwar Kalorien zu mir und breche damit theoretisch das Fasten, aber ich erhoehe den Insulinspiegel nicht, denn MCT-Oel ist 100% Fett, dass nur in Ketone umgewandelt wird, die die Fettverbrennung foerdern. Das ist das scheinbar Paradox: Ich nehme reines Fett zu mir um Koerperfett abzubauen. Der Effekt des MCT-Oels ist bei mir so stark, dass ich denke ich haette das Intervalfasten auch als Berufstaetiger durchgestanden, wenn ich vom MCT-Oel gewusst hatte.
Ich persoenlich halte mein Vorgehen fuer einfach, weil ich mir die Kalorienbuchhaltung erspare, die sowieso nicht so ganz einfach hinzukriegen ist. Ich brauche das nicht, denn ich habe ja ein einfaches Feedback. Dass die theoretischen Grundlagen meines Vorgehens kompliziert sind, ist fuer mich irrelevant. Ich halte mich ein einfache Regeln. Worauf ich bei meiner Ernaehrung achte, sind ausreichend Ballaststoffe, ausreichend fermentierte Nahrung und Verzicht auf Industriezucker bzw. generell wenig verarbeitete Lebensmittels. Das funktioniert fuer mich.
Ich schreibe das hier als Anregung fuer diejenigen, die bisher erfolglos versucht haben abzunehmen. Schaut mal, ob euch MCT-Oel helfen kann. Die Investition ist gering und mir hilfts.