Rundreise Jordanien

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        #61  

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Moin Jungs,

mittlerweile sitze ich im Hotel am Toten Meer und gebe ein, was ich die letzten Tage so aufgeschrieben habe.

Ich schreibe im Moment offline, denn hier im Camp gibt es zwar Wlan, aber nur für den Boss,

damit er seine Buchungen verwalten kann und für die jeweiligen Reiseleiter.

Die Reiseteilnehmer sollen detoxen. Klasse, das mir als undiagnostiziertem ADSHler.

Egal weiter im Text.



Nach unserem Eselsritt sollten wir uns um 12:00 Uhr zur Abfahrt treffen und es stellte sich wieder mal raus, dass wir eine deutsche Reisegruppe sind, als wir um 11:50 am Treffpunkt erschienen waren wir die Letzten.

Wir sind dann ca. 2 Stunden mit unserem Bus

( ausgelegt für 17 Personen, also sehr bequem für uns)

zum Besuchercentrum vom Wadi Rum gefahren und haben dort gegessen.

Und Überraschung, es gab kein Huhn mit Reis und auch kein Reis mit Huhn, sondern die Auswahl

zwischen Burgern, Sandwiches und Buffet,

Auch wieder sehr günstig. Burger etc. für 6JOD, Buffet für 12 und Softdrinks je 2JOD.

Das Buffet war lecker, Nudel mit Tomatensauce, so etwas wie Bolognese Sauce, Hähnchen, Backfisch mit süßsaurer Sauce und reichlich Beiagen. War sehr lecker und vor allem mal etwas Abwechslung.



Danach sind wir 10 Minuten in eine Kleinstadt gefahren, wo wir von den Jeeps aus dem Camp abgeholt worden sind.

Kaum hatten wir das Gepäck in den Jeeps verstaut und hinten auf der offenen Ladefläche Platz genommen, fing es an zu regnen. Klasse.

Aber es war nur ein leichter Regen und der hielt auch nur 5 Minuten an, so dass wir nach ca. 15 Minuten Fahrt fast trocken in Camp ankamen.

Dort waren wir die ersten, aber im Laufe des Abends wuchs die Belegung auf ca. 25 Personen an.

Ich habe dann noch die Vorbereitung für das Abendessen beobachtet und dann haben wir unserem Reiseleiter Skibbo beigebracht.



Ansonsten gibt es hier nichts, aber auch nichts zu tun.

Das mögen einige Menschen lieben, ich hasse es.

In Anbetracht der Tatsache, das außer zwei Wanderungen ( einmal 16km, einml 8km ) und einer Jeepfahrt in den nächsten 3 Tagen nichts geplant war, habe ich mit meiner Tochter den Entschluss gefasst Kareem zu fragen, ob es eine Möglichkeit gäbe, das wir Beide uns nach Aqaba fahren lassen um dann am Freitag wieder zur Gruppe zu stoßen.

Er war natürlich sehr überrascht, aber zauberte dann einen Vorschlag auf dem Hut, den alle, bis auf einen, begeistert aufgenommen haben. Aber T. hat sich dann netterweise der Gruppe angeschlossen.



Wir machen heute dann die lange Wanderung. Da Kareem Probleme mit dem Knie hat, bgeleitet er uns mit dem Jeep, so dass wir alle unsere Rucksäckew da rauf laden können und evtl. ab und an auch eine Etappe mitfahren können.

Morgen machen wir dann die kleine Wanderung und nachmttags die für übermorgen geplante Jeeptour.

Am Freitag verlassen wir dann früh das Camp und fahren eine Stunde nach Aqaba und machen eine 4 stündige Fahrt mit einer Jacht im Roten Meer zum Schnorcheln, bevor es dann ans Tote Meer geht.

Also bleiben wir bei der Gruppe.

Für heute morgen bestand alternativ auch die Möglichkeit einer Ballonfahrt im den Sonnenaufgang.

Die war uns aber die 240JOD nicht wert, zumal die Fahrt zum und vom Besucherzentrum mit 80JOD noch dazu kam.

2 Teilnehmer unserer Gruppe haben das Angebot angenommen und sind um 5:35 heute Morgen losgefahren. Mal sehen, was sie zu erzählen haben.

AS und ich haben dafür eine Stunde reiten in der Wüste dazu gebucht, die soll heute Abend stattfinden, wir sind gespannt.

Die Getränke sind hier mit 1JOD für Cola und 3,50 für alkoholfreies Bier sehr moderat.



Die Zigarettenpreise varieren hier sehr, in Amman haben wir im Supermarkt 2,80JOD pro Schachtel bezahlt, in Petra konnte ich die Packung von 3,50 auf 3,20 herunterhandel, in Wadi Rum nehmen sie 4,50.
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        #62  

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Bei Bild 3,4 und 5 handelt es sich um eine Pflanze, aus der die Beduinen Seife machen.
Sie wird gepflückt, zerrieben und dann mit Wasser vermischt.
Wenn man lange genug reibt, entsteht eine Creme, die einen LSF von 30 aufweist.
 
        #63  

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Das gab es zu essen, dazu wurde ein 3stöckiges Gebilde mit Kaertoffeln, Huhn und Gemüse befüllt und für ca. 3 Stunden in der Erde eingegraben.
Vorher wurde darunter ein Feuer entfacht und auch glimmende Holzkohle drauf gelegt.
Das Ergebnis schmeckt lecker, ist halt eine andere Aert Backofen mit Slow Coocking.
Dazu gab es natürlich wieder Reis, Brot, Baba Ganusch etc.
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        #64  

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Moin Jungs,

das Frühstück hier war besser als im letzten Restaurant, es gab hart gekochte Eier, Streichkäse,

Mortadella, Orangenmarmelade, ein Bohnenstew und natürlich die üblichen Verdächtigen,

Baba Ganusch, Humus etc.

Gegen 9:15 kamen unsere Ballonfahrer wieder, sie fanden es ganz gut, aber die weiteren Erzählungen ließen uns zu dem Schluss kommen, wir haben nichts versäumt.

Als sie nämlich auf den Abflugplatz kamen, standen dort eine Menge Leute.

Es stellte sich heraus, dass unter den beiden Ballons jeweils 4 Körbe angebracht waren, in dem jeweils 4 Leute Platz hatten.Es war eher eine Massenveranstaltung, als ein ruhiges Dahingleiten.



Nach dem die Beiden gefrühstückt hatten, gingen wir gegen 10 los zu unserer Wanderung.

Unsere Rucksäcke verstauten wir im Jeep und los ging es.

Am Anfang hat der Jeep jeden Kilometer angehalten um auf uns zu warten und eine Pause einzulegen.

Wir haben dann gebeten, etwas größere Etappen zu gehen, worauf auch eingegangen wurde.

Kareem war begeistert von unserem Marschtempo und wir haben die Tour tatsächlich fast 1,5 Stunden früher abgeschlossen als geplant.

Unterwegs haben wir einen einzelnen Olivenbaum gesehen, einige Inschriften von dem Volk, das vor den Nabatäern hier unterwegs war und eine alte Tempelruine, davon war aber nicht mehr genug über, als dass es sich gelohnt hätte, ein Foto davon zumachen.



Zwischendurch haben wir dann einen kleinen Snack zu Mittag gegessen, dafür waren wir gestern gefragt worden, ob wir lieber Feta Käse oder ein Dose Thunfisch wollten.

Dazu gab es Fladenbrot, je eine kleine Gurke, Tomate und Banane.

Ein kleiner Tetra Pack Orangensaft und ein paar Kekse rundeten das Ganze ab.



Ein Highlight durften wir auch erleben, wir kamen an einem Sendemast vorbei und wir hatten

für 15 Minuten wieder Internet.

Also schnell die Lieben zu Hause gegrüßt und weiter ging es.



Jetzt warten wir auf unsere Pferde, denn AS und ich wollen noch eine Stunde in den Sonnenuntergang reiten.



Wir waren die ersten Gäste bei diesem Anbieter, er hat vor 5 Tagen die Lizenz dazu erworben und baut sein Geschäft gerade auf. Im Moment steht nur die Koppel, aber er plant noch ein Gästezelt, eine Feuerstelle und einiges mehr.

Einen Internetauftritt hat er auch noch nicht, wird er aber sicher brauchen, um sein Geschäft zu vermarkten.

Nachdem er sich von unseren Reitkünsten überzeugt hat ( wir haben ihm Videos von unserem Ausritt in Dubai gezeigt ), konnte es los gehen.

Das war wirklich klasse, nach dem Aufwärmen haben wir einige Rennen ausgeritten.

Er hatte natürlich das bessere Pferd und immer gewonnen, aber das hat wirklich Spaß gemacht.

Wir sind auch an einem Sonnenuntergangsspott vorbei gekommen, da standen 20 Autos und 50 Leute haben sich um den besten Fotospot gestritten.

Leider hatten wir sehr nervöse Pferde, so dass die Fotos/Videos nicht sehr gut geworden sind.



Abends gab es dann zur Abwechslung mal wieder Muglaba. Das ist an sich schon sehr lecker, aber ein wenig mehr Abwechslung beim Essen würde ich mir schon wünschen.



Der Sternenhimmel ist hier nachts schon faszinierend, die Kälte aber auch. Wenn die Sonne noch nicht scheint, dann ist es hier tatsächlich saukalt.

Ich bin froh, das wir hier zwei Wolldecken zum schlafen haben, aber die Nase muss mit unter die Decke, sonst friert sie ab.

Um 7:30 ist Frühstück angesagt, dann soll es um 9 auf die 6km Wanderung gehen. Nach gestern wird das eher ein Spaziergang.
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        #65  

Member

Im Camp gab es auch mehrere Katzen, eine davon hatte vor 3 Tagen Junge bekommen.
Dafür hatte sie sich ein Zelt ausgesucht, das zu dem Zeitpunkt frei war.
Daraufhin hat der Campchef einfach das Zelt geblockt und nicht mehr vermietet.
Kamele haben wir auch reichlich gesehen.
Die liefen einfach frei herum, teilweise sind sie auch nachts in unser Camp gekommen.
Einige waren gehobelt, aber die meisten liefen so rum.
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        #66  

Member

Member hat gesagt:
Bei Bild 3,4 und 5 handelt es sich um eine Pflanze, aus der die Beduinen Seife machen.
Sie wird gepflückt, zerrieben und dann mit Wasser vermischt.
Wenn man lange genug reibt, entsteht eine Creme, die einen LSF von 30 aufweist.

Ein Bild von der Originalpflanze (unzerrieben) hast Du nicht zufällig?
 
        #68  

Member

Nicht verzagen, Google fragen:

Die Beduinen in Jordanien nutzen seit Jahrhunderten traditionelle Pflanzen und natürliche Substanzen aus ihrer Umgebung, um Seifen herzustellen und sich vor der extremen Wüstensonne zu schützen. Dazu gehören insbesondere Pflanzen, die als Seifenersatz dienen, sowie der Einsatz von Olivenöl und Schlamm aus dem Toten Meer
.
Pflanzen und Seifenherstellung:
  • Anabasis Syriaca (Adhuo/Shnan) : Diese Wüstenpflanze wird von Beduinen traditionell als Seifenersatz verwendet. Die Pflanze wird verbrannt, ihre Asche in Wasser eingeweicht und die entstehende Lauge zur Reinigung, insbesondere der Haare, genutzt.
  • Soda Rosmarinus (Salsola rosmarinus/Launderers' Potash) : Eine salzkrautartige Wüstenpflanze, die im Jordantal und am Toten Meer wächst. Sie wird seit undenklichen Zeiten von Beduinen als Seifenersatz verwendet und zur Herstellung von Nablus-Seife genutzt.
  • Traditionelle Seifen: Oft basieren die Seifen auf Olivenöl (Nabulsi-Seife), das in der Region traditionell handgefertigt wird.
  • Totes Meer Schlamm Seife: In Jordanien ist Seife, die mit mineralreichem Schlamm aus dem Toten Meer angereichert ist, für die Hautpflege weit verbreitet.
Lichtschutzfaktor (natürlicher Sonnenschutz) :
  • Artemisia herba-alba (Wüstenbeifuß) wurde in Studien als eine Pflanze mit hohem UV-Schutzwert unter den von Beduinen genutzten Heilpflanzen identifiziert.
  • Die Beduinen schützen sich traditionell eher durch Kleidung und das Meiden der Mittagssonne, als durch moderne Sonnencreme.
Weitere Pflanzen:
  • Artemisia judaica und Citrullus colocynthis werden ebenfalls als Heilpflanzen von Beduinen genutzt.
  • Die Schwarze Schwertlilie (Iris nigricans) ist die Nationalblume Jordaniens und an die sonnenreiche Landschaft angepasst.
Die Nutzung dieser natürlichen Ressourcen ist eng mit dem traditionellen Wissen der Beduinen über das Überleben in der Wüste verbunden.
 
        #69  

Member

Member hat gesagt:
Nicht verzagen, Google fragen:

Die Beduinen in Jordanien nutzen seit Jahrhunderten traditionelle Pflanzen und natürliche Substanzen aus ihrer Umgebung, um Seifen herzustellen und sich vor der extremen Wüstensonne zu schützen. Dazu gehören insbesondere Pflanzen, die als Seifenersatz dienen, sowie der Einsatz von Olivenöl und Schlamm aus dem Toten Meer
.
Pflanzen und Seifenherstellung:
  • Anabasis Syriaca (Adhuo/Shnan) : Diese Wüstenpflanze wird von Beduinen traditionell als Seifenersatz verwendet. Die Pflanze wird verbrannt, ihre Asche in Wasser eingeweicht und die entstehende Lauge zur Reinigung, insbesondere der Haare, genutzt.
  • Soda Rosmarinus (Salsola rosmarinus/Launderers' Potash) : Eine salzkrautartige Wüstenpflanze, die im Jordantal und am Toten Meer wächst. Sie wird seit undenklichen Zeiten von Beduinen als Seifenersatz verwendet und zur Herstellung von Nablus-Seife genutzt.
  • Traditionelle Seifen: Oft basieren die Seifen auf Olivenöl (Nabulsi-Seife), das in der Region traditionell handgefertigt wird.
  • Totes Meer Schlamm Seife: In Jordanien ist Seife, die mit mineralreichem Schlamm aus dem Toten Meer angereichert ist, für die Hautpflege weit verbreitet.
Lichtschutzfaktor (natürlicher Sonnenschutz) :
  • Artemisia herba-alba (Wüstenbeifuß) wurde in Studien als eine Pflanze mit hohem UV-Schutzwert unter den von Beduinen genutzten Heilpflanzen identifiziert.
  • Die Beduinen schützen sich traditionell eher durch Kleidung und das Meiden der Mittagssonne, als durch moderne Sonnencreme.
Weitere Pflanzen:
  • Artemisia judaica und Citrullus colocynthis werden ebenfalls als Heilpflanzen von Beduinen genutzt.
  • Die Schwarze Schwertlilie (Iris nigricans) ist die Nationalblume Jordaniens und an die sonnenreiche Landschaft angepasst.
Die Nutzung dieser natürlichen Ressourcen ist eng mit dem traditionellen Wissen der Beduinen über das Überleben in der Wüste verbunden.
Moin @Teddy
vielen Dank für Deine ausführlichen Weisheiten !
Hier zumindestens nochmal der Name der Seife, die daraus gewonnen wird.
Anhang anzeigen 11.jpeg
 
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