Krankenhausaufenthalt in Thailand

Ich weiß ja nicht wie oft Du schon in einem privaten Krankenhaus in Thailand, zur stationären Aufnahme warst?

Das was Du dazu schreibst, ist leider graue Theorie!!
Glaube 5 oder 6 x in den letzten 20 Jahren,
Sohn 2 x und Frau 1 x zur Entbindung...

Ich glaube du wirfst da etwas durcheinander oder hast mich falsch verstanden, oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt.
Es bezog mich auf die Frage von @VIO wo es um lebensrettende Sofortmaßnahmen ging.
Da ist jedes Krankenhaus zu verpflichtet.
Sobald der Patient ansprechbar ist geht natürlich das Prozedere los, so wie du es beschrieben hast.
Das man automatisch in eines der teuersten Krankenhäuser gebracht wird bezweifle ich jedoch stark. Zumindest wenn die Kostenfrage nicht geklärt ist.
In Bangkok gibt es ca 400 Krankenhäuser, wäre schon seltsam wenn immer die gleichen angesteuert würden.
Das mag in Pattaya etwas anders laufen da es dort nur eine Hand voll Krankenhäuser gibt.
Niemand betreibt gerne Aufwand wenn das Risiko besteht auf den Kosten sitzen zu bleiben. Und das ist in Thailand ja wohl ein großes Problem für die Privaten wie man ständig lesen kann. Ewig können die einen ja nicht festhalten und hoffen das jemand zahlt wenn bei dem Patienten nichts zu holen ist. Darum wäre ich auch für eine Versicherungspflicht für Ausländer.

Btw: Deposit habe ich noch nie gezahlt, auch wenn immer danach gefragt wird. So ernst war die Lage nie das ich nicht auf die Kostenzusage der Assistenz Insurance warten konnte. Würde es um Leben oder Tod gehen, dann würde ich natürlich zahlen.
IdR informiere ich die Versicherung schon bevor ich ins Krankenhaus gehe. Dann geht's Recht zügig.
 
Das was Du dazu schreibst, ist leider graue Theorie!!

Das ist in etwa so sicher, wie auch die Verpflichtung, etwa an einem Zebrastreifen die Fußgänger sicher passieren zu lassen!
Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Wenn jemand im Sterben liegt, dann wird man nicht warten bis die Kostenübernahme geklärt ist. Die Krankenhäuser sind dann verpflichtet, die Maßnahmen zu treffen, um den Patienten am Leben zu halten
 
Da vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Wenn jemand im Sterben liegt, dann wird man nicht warten bis die Kostenübernahme geklärt ist. Die Krankenhäuser sind dann verpflichtet, die Maßnahmen zu treffen, um den Patienten am Leben zu halten

Das ist reiner Wunschgedanke von Dir. In den letzten 20 Jahre hab ich andere Sachen gesehen bzw. Miterlebt. Es ist tatsächlich so wie @Buddy es geschrieben hat. Das ist die bittere Realität.

Wir sprechen hier von den Privaten Krankenhäuser wo in den Touristen Gebieten sind. Bei den staatlichen stimmt es was du geschrieben hast. Gibt allerdings nicht viele Farrang wo schon in einem staatlichen Krankenhaus waren 😉
 
Und das ist in Thailand ja wohl ein großes Problem für die Privaten wie man ständig lesen kann. Ewig können die einen ja nicht festhalten und hoffen das jemand zahlt wenn bei dem Patienten nichts zu holen ist. Darum wäre ich auch für eine Versicherungspflicht für Ausländer
Für die die im Ausland leben mit Visum ja. Wochen- oder Tagestouristen, das geht leider schlecht zu kontrollieren.
 
Warum? Gleich beim TDAC mit hochladen und fertig.
Wenn die RKV für Südamerika auch in Thailand gültig ist, dann ok. Gibt verschiedene Deckungssummen und Leistungen.

Ich wohne in einer Urlaubsregion und es passieren viele Unfälle in den Bergen und auf den Straßen. Die Touristen hier bezahlen ihre medizinischen Rechnungen. In Kolumbien kenne ich das Problem auch nicht. Vielleicht zieht Thailand die falschen Menschen an und da könnte man besser ansetzen.
 
soweit ich weiß,sagen die UCEP aus, das man bis 72 Stunden ohne Kostenübernahme beim Notfall helfen muss.

Das ist eben der Unterschied zwischen Praxis und Theorie. Papier ist geduldig!

Ich schildere dir mal einen Fall aus der Praxis:

Vor ~10 Jahre hat ein bekannter den Wirbel gebrochen am Vormittag. Wurde mittels Rettung ins Krankenhaus gebracht. Es wurde sofort mit der Versicherung Kontakt aufgenommen. Zur selben Zeit liefen die Voruntersuchung was genau los ist. Am Abend stand die Diagnose fest. Am nächsten Tag am Vormittag lag er noch im Zimmer mit Schmerzmittel. Kollegen haben das Krankenhaus gebeten ihn zu operieren. Das wurde verneint, mit dem Hinweis das noch die Zusage von der Europäischen Versicherung fehle. Erst wenn die Zustimmen wird operiert. Die traf jedoch erst am Abend ein. Somit wurde er erst am nächsten Morgen operiert.

Und wenn ein Wirbelbruch nicht akut was dann......

So nun zu deiner Theorie was irgendwo geschrieben steht 😉
 
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„Aber Spaß bei Seite, jedes Krankenhaus in Thailand ist verpflichtet lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen, erst danach geht das Prozedere mit den Kosten los.“

Dem kann ich nur zustimmen. Meine Frau ist 2009 infolge einer schweren Meningitis ins Koma gefallen. Mit dem Taxi ging es durch den abendlichen Berufsverkehr von der Suk Soi 22 ins Samidhivej Hospital. Meine Frau wurde sofort stabilisiert, bekam Infusionen und wurde an die Telemetrie angeschlossen. Danach ging es zum X-Ray und ins MRT, wo ihre Meningitis diagnostiziert wurde. Anschließend kam sie in die ICU. Erst zu diesem Zeitpunkt ist eine Managerin von der Rechnungsabteilung aufgetaucht.

Zuerst die Personalien, egal wieviel Schmerzen man hat! Dann die Frage nach der Versicherung. Dann wird fast immer ein Deposit verlangt, bis eben die Zusage von der Versicherung kommt!

Das mögen deine Erfahrungen sein, von daher stimmt deine Pauschalisierung nicht.

Ich bin selbst mit einer Lebensmittelvergiftung ins St. Paoli in Hua Hin gegangen. Die formalen Sachen wurden erst nach Diagnose und Erstbehandlung eingeleitet.

Btw: Deposit habe ich noch nie gezahlt

Das wurde weder von mir im Samidhivej, noch im Camillian, noch in St. Paolo verlangt. Dort musst ich lediglich meinen Reisepass hinterlegen. Die Kosten wurden dann alle von der Hanse Merkur direkt über einen Vermittler mit dem Krankenhaus abgerechnet. Soweit ich mich erinnern kann, lag der Betrag für die 6 Tage bei ca. 55.000 Baht.
 
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